Stimmen nach dem Rennen
Lewis Hamilton
"Die Entscheidung bei meinem ersten Boxenstopp auf Regenreifen zu
wechseln, war nicht einfach, denn die Strecke war unterschiedlich nass. Als
der Regen heftiger wurde, war es unmöglich zu fahren. Überall herrschte
Aquaplaning."
"Ich bin noch nie bei so gefährlichen Bedingungen Rennen gefahren. Ich
tat mein Bestes, um das Auto auf der Strecke zu halten und die Entscheidung
zum Abbruch war die einzig richtige. Eigentlich mag ich Regen, aber das war
heute einfach zu viel."
Heikki Kovalainen
"Ich startete gut und reihte mich hinter Lewis ein. Dann drehte ich
mich plötzlich und rutschte von der Strecke. Mein Fehler. Damit war
das Rennen vorbei."
Kimi Raikkönen
"Wir befanden uns zum Zeitpunkt des ersten Boxenstopps in einer guten
Position. Dann leisteten wir uns einen Fehler, montierten Regenreifen, als
der Regen erst noch beginnen musste. Dies war der Punkt, an dem mein Rennen
so ziemlich gelaufen war."
"Als das Rennen abgebrochen wurde, waren die Bedingungen sehr schwierig.
Es stand so viel Wasser auf der Strecke, und ich kämpfte damit, das
Auto sogar im zweiten Gang zu fahren."
"Klarerweise können wir mit unserem Start in die Saison nicht glücklich
sein. In Melbourne war ich derjenige, der einen Fehler machte, heute war
es das Team. Das Resultat ist, dass wir keine Punkte haben."
Felipe Massa
"Es war ein chaotisches Rennen. Unter diesen Bedingungen ist es schnell
passiert, dass man Entscheidungen trifft, die rückblickend gesehen falsch
sind. Als wir die Regenreifen aufzogen, erwarteten wir, dass schnell starker
Regen kommt, unglücklicherweise war es lediglich ein leichter Schauer."
"Aus diesem Grund kam ich zurück, um Intermediates aufzuziehen und sofort
danach kam der starke Schauer. Es ist schade, denn ich hätte es in die
Punkte schaffen können. Wir müssen unsere Fehler definitiv analysieren
und verstehen, wie wir diese vermeiden können."
"Ich denke jedoch, dass es keine Revolution erfordert, wie dies immer die
emotionalen Beobachter fordern. Das wäre falsch, denn es ist nicht der
Fall, dass wir plötzlich dumm geworden sind. Es ist so, dass sich die
Kräfteverhältnisse verändert haben. Wir müssen uns dessen
bewusst sein und die Situation mit einer anderen Herangehensweise angehen."
Robert Kubica
"Als ich in die Formationsrunde ging, klang der Motor sehr seltsam
und hatte kaum Leistung. Ich bin ins Rennen gestartet, so gut es unter diesen
Umständen ging und fragte über Funk nach, was ich tun sollte. Das
erübrigte sich dann, weil das Auto in der zweiten Runde Feuer fing und
ich aufgeben musste."
Nick Heidfeld
"Ich bin natürlich sehr zufrieden mit Platz zwei, nachdem ich
als Zehnter gestartet bin. Das war wirklich ein extremes und schwieriges
Rennen. Ich hatte einen guten Start, aber eben auch ein schweres Auto, das
war nicht ganz einfach."
"Als sich abzeichnete, dass es regnen würde, haben wir meinen Boxenstopp
um sieben Runden vorgezogen und uns gleich für richtige Regenreifen
entschieden. Aber die waren schnell hinüber, weil der erwartete starke
Regen nicht kam. Das Team sagte mir immer wieder: 'bleib draußen, der
starke Regen kommt!', aber die Reifen fühlten sich bald an wie Slicks."
"In dieser Phase wären Intermediates viel schneller gewesen, aber das
konnte ja keiner wissen. Als es schließlich goss, war es die einzig
richtige Entscheidung, das Rennen abzubrechen. Ich habe mich hinter dem Safety
Car gedreht - Aquaplaning war nicht nur ein Problem mit den Reifen, mein
Auto schwamm mit dem Boden auf. Ich freue mich für unser Team, dass
wir von den ersten beiden Saisonrennen jetzt wenigstens ein anständiges
Ergebnis mit nach Hause bringen."
Fernando Alonso
"Gleich beim Start konnte ich mich von der neunten Position
auf Rang drei verbessern. Danach war ich vor allem bemüht, diese Platzierung
gegen meine Verfolger zu verteidigen, die schneller waren - eine spannende
Phase des Rennens. Mein erster regulärer Tankstopp fiel mit dem Einsetzen
des Regens zusammen."
"Dennoch mussten wir bezüglich der Reifenwahl eine schwierige Entscheidungen
treffen, da wir nicht wussten, wie sich die Niederschläge entwickeln
würden. Alles in allem hat dieses Resultat an unserem grundsätzlichen
Optimismus nichts geändert. Wir reisen jetzt zum nächsten Grand
Prix in Shanghai und sind weiterhin entschlossen, um die Meisterschaft zu
kämpfen."
Nelson Piquet Jr.
"Kurz bevor das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen wurde
machten die Bedingungen das Fahren unmöglich - es war ausgesprochen
schwierig, das Auto auf der Straße zu halten. Wir haben uns Mühe
gegeben, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen - mehr
lag bei diesen äußeren Umständen nicht in unserer Macht."
"Die Balance meines Renault R29 war gut, aber die Strecke bot verhältnismäßig
wenig Gripp. Dennoch erwischte ich einen guten Start. Wir haben auch in Malaysia
wieder viel gelernt, jetzt konzentrieren wir uns auf China."
Jarno Trulli
"Ich bin für das Team glücklich. Ich habe das Gefühl,
dass ich an diesem Wochenende etwas Pech hatte. Ich verpasste die Pole Position
um eine Zehntelsekunde und es hätte für mich ein sogar noch besseres
Ergebnis werden können. Es war ein gutes Rennen, das sicherlich ereignisreich
war. Ich machte an der Spitze Druck und kämpfte mit Rosberg um die Führung."
"Tatsache ist, dass ich etwas mit der Traktion zu kämpfen hatte, aber
es war sehr eng. Dann kam der Regen und das Team entschied sich, auf Regenreifen
zu setzen, was die konventionelle Strategie war. Ich war auf Regenreifen
das schnellste Auto, aber das reichte nicht aus, da die Reifen nach zwei
Runden hinüber waren."
"Timo befand sich zu diesem Zeitpunkt auf Intermediates und das funktionierte
für ihn besser. Ich hatte etwas Pech, aber rückblickend ist die
Strategie immer einfacher, und ich möchte niemandem die Schuld geben.
Es ist schade, das Podium knapp verpasst zu haben, aber für das gesamte
Team ist es erneut ein sehr gutes Ergebnis."
Timo Glock
"Es ist fantastisch, wieder auf dem Podium zu sein. Ich bin für
das gesamte Team wirklich glücklich. Es war ein wirklich schwieriges
Rennen. Ich startete als Dritter und war am Ende der ersten Runde Achter.
Ich hatte unter trockenen Bedingungen etwas mit den Jungs vor mir zu kämpfen,
traf jedoch die richtige Entscheidung, auf Intermediates zu wechseln. Ich
sagte, lass uns einfach das Risiko eingehen und es probieren."
"Es dauerte lange Zeit, bevor der Regen wirklich stark niederging, und ich
war mir nicht sicher, was alle anderen tun. Sie hatten auf den Regenreifen
zu kämpfen. Ich jedoch war wirklich schnell und machte eine Menge Positionen
gut."
"Als der Regen kam, musste ich auf Regenreifen wechseln, da meine Reifen
zerstört waren. Ich war auf ihnen gut unterwegs und hatte Pech, dass
sie das Ergebnis auf Basis der vorletzten Runde werteten, denn ansonsten
wäre ich Zweiter. Als die roten Flaggen kamen war ich Zweiter, aber
ich bin über das Ergebnis dennoch glücklich."
Sebastien Buemi
"Wir waren wirklich gut unterwegs. Ich denke, dass ich um den siebten
oder achten Rang herum lag, und der Plan war es gewesen, in der folgenden
Runde an die Box zu kommen. Aber dann flog ich in der fünften Kurve
ab. Die Regenreifen waren komplett am Ende, es war, als würde man auf
Slicks fahren. Ich machte langsam, aber offensichtlich nicht ausreichend
für die Menge an Wasser. Aus diesem Grund drehte ich mich, rutschte
ins Kiesbett und würgte dort das Auto ab."
"In Bezug auf die Geschwindigkeit waren wir in gewissen Phasen konkurrenzfähig,
fuhren unter den sechs Schnellsten, selbst wenn ich als Letzter fuhr, nachdem
ich an die Box kommen musste, um mir die Nase wechseln zu lassen. Ich denke,
dass einer der Force India mich am Ausgang der letzten Kurve neben die Strecke
drängte und ich über etwas fuhr, das den Frontflügel brach.
Ich bin enttäuscht, denn der Dreher am Ende war mein Fehler und es ist
einer dieser Tage, an denen wir ein paar Punkte hätten holen sollen."
Sébastien Bourdais
"Rund um die 18. Runde ging uns das Benzin aus. Wir hatten aus diesem
Grund für das Ende des ersten Rennabschnitts auf Regen gehofft. Dieser
kam nicht ganz rechtzeitig und wir zockten, indem wir auf Regenreifen setzen,
da starker Regen erwartet war. Aber stattdessen war es mehr ein Tröpfeln,
wir wechselten aus diesem Grund auf Intermediates zurück."
"Dann setzte der Regen wirklich ein und ich musste erneut an die Box kommen,
um auf Regenreifen zu setzen. Danach wurde das Rennen gestoppt. Das war schade,
denn es schien, als wären wir unter diesen wechselhaften Bedingungen
ziemlich konkurrenzfähig. Ich hätte das Rennen gern neu gestartet
gehabt, da dies eine Möglichkeit hätte sein können, Punkte
zu holen, selbst wenn es nur halbe Punkte gewesen wären."
Mark Webber
"Die Jungs haben die beste Entscheidung getroffen, das Rennen zum
richtigen Zeitpunkt zu beenden. Es wäre schön gewesen, ein paar
mehr Runden zu drehen, um uns am Ende eine Chance auf das Podium zu verleihen
- aber so ist es nun einmal. Aus diesem Grund habe ich gemischte Emotionen."
"Es ist nun dunkel, es war aus diesem Grund die richtige Entscheidung, keinen
Neustart durchzuführen. Ich bin mir nicht so sicher, ob man die Tageszeit
für die heutigen Bedingungen verantwortlich machen kann, da das Wetter
auch um 15 Uhr schlecht war. Es war wohl lediglich einer dieser Tage. Es
war der feuchteste und kühlste Tag, den ich an einem Rennen jemals in
Malaysia gesehen habe."
Sebastian Vettel
"Ich habe nicht viel zu sagen. Ich war auf Intermediates und sie
waren ziemlich runter gefahren, da es vor dem plötzlichen Schauer nicht
sehr feucht war. Ich fuhr die siebte Kurve an und dort stand eine Menge Wasser,
aber ich war sehr vorsichtig. Ich verlor das Auto wegen Aquaplaning und es
gab nichts, was ich hätte tun können."
"Dort stand zu viel Wasser und meine Reifen waren nicht für diese Bedingungen
gemacht. Ein Dreher wäre nicht das große Problem gewesen, aber
die Anti-Stall-Automatik funktionierte nicht. Ohne dieses Problem hätte
ich mich lediglich gedreht, hätte etwas Zeit verloren und das wäre
es gewesen."
"In der Vergangenheit hatten Fahrer drei Pedale, ein Gaspedal, ein Bremspedal
und eine Kupplung. Und wenn du dich gedreht hast, dann wusstest du genau,
was zu tun ist. Das liegt nun nicht mehr in unseren Händen, es ist aus
diesem Grund eine Schande, dass wir wegen dieses dummen Grundes ausfallen
mussten."
Nico Rosberg
"Ich übernahm am Start die Führung. Es ist schon eine Weile
her, dass Williams auf Basis der reinen Leistung vorne lag, und dafür
muss ich mich bei den Ingenieuren bedanken. Das Auto lief wirklich gut und
ich zeigte meine Fähigkeit, jede Runde konstant Druck zu machen und
einen Vorsprung auf jene hinter mir aufzubauen."
"Dann kam der Regen und unglücklicherweise lief die Situation nicht
für uns. Aber wir haben aus dem Tag etwas gemacht und unser Auto ist
bei der Musik. Hoffentlich werden wir die Punkte, die wir verdienen, das
nächste Mal holen."
Kazuki Nakajima
"Ich hatte am Start durchdrehende Räder und verlor gegen die
Autos mit KERS um mich herum ziemlich viele Positionen. Ich landete hinter
Piquet und hatte damit zu kämpfen, an ihm vorbei zu kommen. Dies beeinträchtigte
meinen Plan, da ich hinter ihm ziemlich viel Zeit verlor."
"Und dann kam der Regen, so dass es unmöglich war, unter den wechselhaften
Bedingungen eine völlig korrekte Entscheidung zu treffen. Es war das
Richtige, das Rennen schlussendlich mit der roten Flagge abzubrechen. Und
es war keine Überraschung, dass wir es nicht mehr neu starteten."
Adrian Sutil
"Als der Regen begann, war es sehr schwierig und praktisch nicht
fahrbar. Wir fuhren im zweiten oder ersten Gang mit rund 20 km/h und selbst
dann rutschten wir um den Kurs. Es war unglaublich, es war aus diesem Grund
eine gute Entscheidung, das Rennen abzubrechen."
"Es war ein wenig schade, das es nicht neu gestartet werden konnte, denn
ich denke, dass wir in den nassen Bedingungen eine gute Chance gehabt hätten.
Am Ende war es jedoch zu dunkel, um das Rennen erneut zu starten. Auf Shanghai
voraus blickend möchte ich ein weiteres Wochenende ohne Probleme haben.
Lasst uns unsere Geschwindigkeit verbessern und etwas mehr Abtrieb finden
und den Schwung aufrecht erhalten."
Giancarlo Fisichella
"Unglücklicherweise trafen wir die falsche Entscheidung und wechselten
früh auf Regenreifen. Wir sind zu früh an die Box gekommen und
fuhren drei oder vier Runden unter trockenen Bedingungen, also zerstörten
wir die Reifen. Dann regnete es und die Haftung wurde besser und besser,
aber es gab einfach so viel Wasser und die Reifen waren schon Slicks, ich
konnte aus diesem Grund das Auto nicht kontrollieren, hatte einfach Aquaplaning.
Für uns war es kein gutes Rennen, unglücklicherweise hatten wir
eine falsche Strategie."
Jenson Button
"Was für ein verrücktes Rennen! Es war dort draußen
wirklich aufregend und ich bin erleichtert, dass wir heute an die Spitze
gekommen sind. Ich hatte nicht den besten Start und war über die mangelnde
Haftung auf meiner Seite der Startaufstellung überrascht."
"Ich habe weit in die erste Kurve hinein gebremst und bekam einen heftigen
Schlag Übersteuern, der mich auf den vierten Rang zurückwarf. Ich
war jedoch in der Lage, am Ende der ersten Runde Alonso zu überholen
und überholte Trulli und Rosberg bei den ersten Boxenstopps."
"Ich war mit dem Auto zufrieden und unsere Geschwindigkeit war gut. Aber
das Wetter hat das Rennen wirklich offen gestaltet. Es war schwierig, die
Reifen auszuwählen, aber wir trafen zur richtigen Zeit die richtigen
Entscheidungen, besonders als es so schnell stark zu regnen begann."
"Ich muss mich hierfür bei meinem Ingenieur Andrew Shovlin sehr bedanken,
der heute mit mir auf dem Podium war. Mein Dank gilt auch dem gesamten Team
für ihre Arbeit an der Strategie und in den Boxen. Vergangenes Wochenende
sagten wir, welch märchenhaften Start wir in die Saison hatten, und
ich bin so stolz, dass es hier weiter ging."
Rubens Barrichello
"Das war heute ein großartiges Rennen und ich war wirklich
glücklich, welche Leistung das Auto im ersten Abschnitt des Rennens
im Trockenen gezeigt hat. Nach einem guten Start hatte ich das Gefühl,
dass ich die Geschwindigkeit habe, um auf die vorderen Fahrer aufzuholen
und ein paar gute Punkte zu holen. Unglücklicherweise verloren wir etwas
Zeit auf meiner Seite der Garage bei den Boxenstopps, als sich die Bedingungen
verschlechterten. Das kostete mich ein paar Plätze."
"Wichtig ist jedoch, dass das Auto großartig ist und wir bewiesen haben,
dass wir auf verschiedenen Strecken-Typen konkurrenzfähig sind. Gratulation
an Jenson und das Team, das unseren fantastischen Start in die Saison aufrechterhalten
hat. Ich freue mich auf die nächste Herausforderung in Shanghai."