Kimi
Raikkönen
"Viel kann ich nichts sagen. Mein Rennen wurde von Hamiltons Fehler
ruiniert. Natürlich kann jeder Fehler machen, so wie ich vor zwei
Wochen in Monaco. Aber es ist eine Sache, bei 200 km/h einen Fehler zu
machen, als ein stehendes Auto an einer roten Ampel zu treffen. Ich bin
nicht verärgert, denn das würde nichts bringen und mein
Ergebnis auch nicht mehr ändern."
"Ich bin einfach unzufrieden, denn ich hatte eine große Chance
auf den Sieg. Als das Graining weg war, lief das Auto gut. Ich habe nun
in den vergangenen zwei Rennen nicht gepunktet, nun ist es wieder an
der Zeit zu gewinnen. In der Meisterschaft ist der Weg noch lang und es
geht eng zu. Wir haben alles, um das Ruder wieder herumzureißen."
Felipe Massa
"Es
ist schwer, nach so einem Rennen meine Gefühle zu
äußern. Auf der einen Seite bin ich enttäuscht, denn
ohne das Problem beim Betanken hätte ich um einen Podestplatz
kämpfen können. Auf der anderen Seite fuhr ich bei einem
schwierigen Rennen vier Punkte ein, wobei die Pistenoberfläche in
einem wirklichen schlechten Zustand war."
"Ich kam an Glock nicht vorbei und wollte es auch nicht riskieren, am
Ende noch von der Strecke zu fliegen, nachdem ich schon wieder so weit
vorn war. Ich möchte Kubica und BMW gratulieren. Sie haben gut
gearbeitet und verdienen diesen Erfolg. Sie sind sehr stark, aber ich
glaube, wir gehen in die richtige Richtung."
Robert Kubica
"Ich
bin sehr froh, den ersten Rennsieg für das BMW Sauber F1 Team
geholt zu haben. Ich freue mich auch für Polen und alle meine
Fans. Es war ein sehr schwieriges Rennen für mich. Ich bin auf der
schmutzigen Fahrbahnseite gestartet, und beinahe wäre Kimi
Räikkönen an mir vorbeigekommen. Ich konnte ihn gerade noch
hinter mir halten."
"Der Zeitpunkt der Safety-Car-Phase war für mich unglücklich.
Ich wollte eigentlich gerade an die Box, musste aber dann draußen
bleiben. Drei Sekunden zu früh ging das gelbe Licht an. Nach dem
Stopp habe ich am Ausgang angehalten, weil die Ampel rot war. Kimi
hielt neben mir, und dann hörte ich es krachen, als Lewis Hamilton
in sein Heck fuhr. Ich sollte ihm dankbar sein, dass er sich Kimi
ausgesucht hat und nicht mich."
"Nach diesem Stopp hing ich hinter den Ein-Stoppern fest und habe viel
Zeit verloren. Timo Glock war der letzte von ihnen, der an die Box
fuhr. Erst dann hatte ich freie Fahrt. Ich hatte nur acht Runden, um
den nötigen Vorsprung von 21 Sekunden herauszufahren. Das war eine
Herausforderung, aber schließlich hatte ich 24 Sekunden
Vorsprung, und das bedeutete, dass ich mich vor Nick halten konnte."
"Von diesem Moment an habe ich es etwas lockerer angehen lassen, aber
selbst dann kann man hier leicht Fehler machen, vor allem, weil der
Belag stellenweise zerstört war. Aber es hat alles funktioniert,
und jetzt bin ich einfach froh."
Nick Heidfeld
"Glückwunsch an Robert für diesen Rennsieg, er hat ihn
wirklich verdient. Ich hatte einen schlechten Start und habe einen
Platz an Rubens Barrichello verloren. Zum Glück habe ich es
geschafft, ihn zu überholen. Von dem Moment an war ich eines der
schnellsten Autos im Feld. Ich bin weitergefahren, als die meisten
anderen stoppten - für mich war ein langer erster Rennabschnitt
vorgesehen."
"In dieser Phase habe ich wirklich alles gegeben. Dann haben wir auf
eine Ein-Stopp-Strategie gewechselt - mit sehr viel Kraftstoffgewicht
und den weichen Reifen. Das war eine Herausforderung, aber ich habe es
geschafft, Alonso hinter mir zu halten."
"Nach seinem zweiten Stopp blieb Robert vor mir, und ich habe Platz
zwei nach Hause gebracht. Von Startplatz acht ist das ein super
Ergebnis - erst recht, wenn man bedenkt, dass ich gerade keine leichte
Zeit hatte. Vielen Dank an die Mannschaft in Hinwil, die mir nach dem
Unfall in Monaco mit Alonso ein neues Chassis aufgebaut hat."
Nelson
Piquet Jr.
"Es ist ein enttäuschendes Ende meines Wochenendes. Ich nehme
jedoch ein paar positive Dinge aus dem Rennen mit, denn das Auto war
heute gut und unsere Strategie sah wirklich viel versprechend aus. Die
ersten Runden des Rennens waren ziemlich hektisch, aber
unglücklicherweise hatten wir ein Problem mit den Bremsen, ich
musste das Auto aus diesem Grund abstellen. Das ist schade, denn wir
hätten heute um Punkte kämpfen können. Nun müssen
wir uns auf das kommende Rennen in Frankreich konzentrieren."
Fernando Alonso
"Das war heute wirklich eine verpasste Chance. Ich bin ebenso
extrem enttäuscht wie das Team. Unsere Strategie war für den
heutigen Tag jedoch nicht die beste. Wir müssen nun hart arbeiten,
um in die Position zu kommen, in der wir um ordentlich Punkte
kämpfen können."
Kazuki
Nakajima
"Angesichts der anderen Zwischenfälle im Feld war ich gut
unterwegs, aber als ich Jenson folgte, schien es, als sei er auf die
Steinchen in der Mitte der Haarnadelkurve gekommen und verlor Traktion,
ich konnte ihm nicht ausweichen. Ich beschädigte mir meinen
Frontflügel und er löste sich. Als ich in die Boxengasse
fuhr, fiel er komplett ab und verklemmte sich unter dem Chassis. Ich
konnte aus diesem Grund die Kurve nicht schaffen, das war es dann
für mich."
Nico Rosberg
"Es war ein großartiger Anfang, der Start war
fantastisch. Ich überholte Alonso beim Anbremsen der ersten Kurve
und konnte ihm davon ziehen, gleichzeitig verlor ich nicht allzu viel
Zeit auf Massa vor mir."
"Aber dann gab es den Zwischenfall in der Boxengasse, was wirklich
unglücklich war. Später im Rennen versuchte ich, Vettel zu
überholen, da es wirklich notwendig war, einen Versuch zu wagen.
Aber ich kam von der sauberen Linie ab, kam zu weit nach außen
und Heikki Kovalainen überholte mich. Ich freue mich nun auf das
kommende Rennen in Frankreich, wo wir natürlich hoffen werden, ein
besseres Ergebnis zu erzielen."
Mark
Webber
"Ich war auf einer Zwei-Boxenstopp-Strategie und David war auf
einer Ein-Stopp-Strategie. Wir standen gestern angesichts dessen, was
in der Qualifikation passierte, etwas neben den Schuhen, und es fiel
schwer, sich davon zu erholen. Davids Ergebnis bringt dem Team dennoch
eine Menge Punkte, was sehr gut ist."
David
Coulthard
"Ich bin erleichtert, für das Team ein Podium erzielt zu haben.
Sie haben bei den vergangenen Rennen und zuhause in der Fabrik eine
Menge Arbeit investiert. Man kann hier ein paar unübliche
Ergebnisse erwarten, wir tankten aus diesem Grund viel. Wir hatten
jedoch erwartet, dass die Zwischenfälle auf der Strecke passieren,
nicht in der Boxengasse."
"Aber die Strategie hat nichtsdestotrotz gut funktioniert. Mein Dank
gilt den Ingenieuren, Mechanikern und allen zuhause bei Red Bull
für ihre harte Arbeit. Der Start war angesichts der Autos, die in
den Kurven eins und zwei eng beieinander lagen, ziemlich haarig, aber
mein Ziel war es, ins Ziel zu kommen und Punkte zu holen. Es ist aus
diesem Grund ein großartiges Ergebnis, mein 62. Podium zu holen.
Das sind zusätzliche Punkte zu jenen, die Mark bereits in dieser
Saison geholt hat. Dies hilft uns dabei, die Punkte-Summe zu
vergrößern."
Timo Glock
"Dies ist ein fantastischer Tag, und ich bin erleichtert,
meine ersten Punkte des Jahres geholt zu haben. Am Start
büßte ich drei Plätze ein, landete dadurch hinter
Jarno. Ich war schneller, aber wenn ich nahe an ihn herankam,
zerstörte ich mir meine Hinterreifen. Ich gab aus diesem Grund
mein Bestes, um sie zu bewahren, denn ich wusste, dass ich auf einem
längeren ersten Abschnitt war und ich in der Lage sein würde,
beim Boxenstopp vorbeizukommen."
"Danach war es wirklich schwierig, das Auto unter diesen Bedingungen
auf der Strecke zu halten. Ich leiste mir einen Fehler und dieser
sorgte dafür, dass Jarno einen Platz verlor, was eine Schande ist.
Aber dann versuchte ich, vor Massa zu bleiben, und keinerlei Fehler zu
machen."
"Das Ergebnis ist für das Team großartig, großartig
für meine Mannschaft, die Mechaniker und die Ingenieure, die in
den vergangenen paar Wochen perfekte Arbeit geleistet haben. Ich widme
ihnen die Punkte."
Jarno Trulli
"Dies war für das gesamte Team ein sehr gutes Ergebnis, ich bin
aus diesem Grund sehr glücklich. Wir wussten, dass dies ein hartes
Rennen werden würde, und ich wollte das Auto einfach nur ins Ziel
bringen, denn ich fühlte mich nicht zuversichtlich. Den
größten Fehler, den ich machte, war jener vor dem
Qualifying, als ich das Setup veränderte und ich mich
plötzlich selbst im Qualifying bei komplett anderen
Streckenbedingungen wieder fand. Das kostete mich, denn ich war nicht
in der Lage, so hart Druck zu machen, wie ich dies tun wollte."
"Gegen Ende des Rennens hatte ich ein paar Probleme mit den Bremsen.
Dann war es unglücklich, dass Timo gegen Schluss einen kleinen
Fehler machte. Als er zurück auf die Strecke kam, musste ich vom
Gas gehen, und Massa überholte. Es ist dennoch schlussendlich
großartig, Punkte zu holen, und ich bin für alle
glücklich."
Sébastien
Bourdais
"Es war insgesamt ein schlechtes Wochenende. Das Rennen war eigentlich
so wie erwartet, die Streckenbedingungen waren von der Hälfte an,
oder sogar noch früher, wirklich schlecht. Bei diesen Bedingungen
kamen einige gut zurecht, so auch Sebastian, aber ich konnte nichts
machen. Ich kam knapp neben die Spur in den Kies. Wenn das ein oder
zwei Mal passiert, dann hat man Angst, dass es wieder so kommt. Das
hilft nicht gerade, speziell, wenn man eh schon Letzter ist."
"Es war ein komplettes Desaster, also gab ich gleich auf, schnell
fahren zu wollen. Ich wollte das Auto einfach nur nach Hause bringen.
Und selbst das war eine Herausforderung. Für mich war es das
schlechteste Rennen und das schlechteste Wochenende meiner Karriere. So
etwas habe ich zuvor noch nicht erlebt. Nun freue mich auf das
nächste Rennen, mein Heimrennen und eine Strecke, die nicht
aufbricht."
Sebastian
Vettel
"Ich möchte zunächst meinen Mechanikern danken. Sie
haben toll gearbeitet und das Auto wieder aufgebaut. Sie haben die
Nacht durchgemacht, um das zu schaffen. Nur dank ihnen konnte ich heute
fahren. Aus der Boxengasse zu starten war sicher nicht einfach, aber
ich konnte sofort auf das Feld aufholen. Ich war schnell und das Auto
fühlte sich gut an. Ich konnte einige Plätze gutmachen und
nachdem das Safety-Car, das uns sicher geholfen hat, rauskam, stellten
wir auf einen Stopp um."
"Ich weiß nicht, was passiert, wohl etwas mit der Tankanlage. Das
kostete uns viel Zeit und vielleicht auch zwei Positionen. Aber auch so
ist der achte Rang fantastisch. Die Bedingungen waren wirklich
schlecht, der Asphalt fiel weiter auseinander - man durfte nicht von
der Linie runter. Die letzten 10 Runden waren schwer, denn hinter mir
waren schnelle Autos. Ich wollte den Punkt und widerstand den
Angriffen. Von Barrichello wurde ich aufgehalten, aber er hatte wohl
ein Problem."
Jenson Button
"Dies war heute ein sehr hartes und schlussendlich enttäuschendes
Rennen. Es ist immer schwierig, von hinten in der Startaufstellung los
zu fahren, und wir verwendeten ein Setup, das wir dieses Wochenende
zuvor nicht probiert hatten."
"In Bezug auf die Strategie und das Safety Car lief es heute nicht
wirklich für uns, was bedeutete, dass ich nicht in der Lage war,
gegen Ende des Rennens irgendwelche Fortschritte zu erzielen. Wir
müssen uns nun weiter konzentrieren und hart arbeiten, um vor dem
Rennen in Frankreich Verbesserungen vorzunehmen, so dass wir
sicherstellen, dass wir dort konkurrenzfähiger sein werden."
Rubens
Barrichello
"Ich
bin über die heutigen zwei Punkte froh, besonders, da wir dachten,
dass unsere Chancen auf eine Zielankunft in den Punkten klein sind, als
wir in das Wochenende gingen. Es war ein sehr hartes Rennen und ich
habe mich aufgrund einer Erkältung seit gestern nicht gut
gefühlt, was es zu einer noch härteren körperlichen
Herausforderung machte."
"Während des ersten Teils des Rennens waren wir auf dem
härteren Reifen gut unterwegs, und das Safety Car hat sicherlich
geholfen, unsere Position auf der Strecke zu verbessern.
Unglücklicherweise kämpfte ich mit mangelnder Haftung, als
wir nach meinem ersten und einzigen Stopp auf den weichen Reifen
wechselten und mit einer großen Menge Benzin an Bord unterwegs
waren."
"Ich kam auf Steinchen von der Strecke ab und verlor in den Kurven drei
und vier ein paar Positionen, was eine Schande ist. Gestern wusste ich
nicht, ob es mir gut genug gehen würde, um in das Rennen zu gehen.
Wenn man also alle Dinge bedenkt, dann haben wir heute gute Arbeit
geleistet, und ich bin froh, den Schwung aus Monaco aufrecht erhalten
zu haben."
Anthony
Davidson
"Es war toll, meine erste volle Distanz seit Brasilien 2007 zu
fahren. Ich glaube, es lief ganz gut. Die Jungs haben exzellent
gearbeitet und das Auto war im Rennen zuverlässig. Es gab
überhaupt keine Probleme, auch die Reifen funktionierten gut. Ich
fühlte mich im Auto wohl und griff, wann immer ich konnte, an. Ich
hielt mich von allem Ärger fern und brachte das Auto auf einer
Position ins Ziel, die für unsere derzeitige Situation respektabel
ist."
Adrian Sutil
"Bereits sehr früh entwickelte sich an meinem Auto ein
mechanisches Problem und ich musste den Motor abstellen und von der
Strecke fahren. Über diesen Start der Saison bin ich sehr
enttäuscht, besonders nachdem ich schon beim Rennen in Australien
ebenfalls früh hatte anhalten müssen."
Giancarlo
Fisichella
"Es war ein
schwieriges Rennen, es gab nur wenig Grip und die Strecke zerfiel, am
Ende war es fast wie in einem Allradauto. Unsere Pace war gut,
besonders im zweiten Stint. Aber während des ersten Stopps gab es
ein Problem, der Motor starb ab und ich fiel zurück. Wir hofften,
dass es vor meinem zweiten Stopp noch eine Safety-Car-Phase geben
würde - aber die kam nicht. Letztlich hatte ich ohnehin Probleme
und musste aufgeben."
Adrian Sutil
"Wieder ein enttäuschender Tag. Diesmal war es das Getriebe. Ich
konnte nicht mehr in den zweiten und dritten Gang schalten, es ging
nicht mir voran, also musste ich anhalten. Die Strecke war nach dem
Start gar nicht so schlecht, es schwieriger aus, als es war. In
Haarnadel ging es. Aber es war zu Beginn der schmutzig, doch da war
unsere Pace sehr gut. Ich kam nur an den Toyotas nicht vorbei. Es war
ein kleines Problem, dass sie mich aufhielten. Wir fielen mit dem
technischen Problem einfach zu früh aus."
Lewis
Hamilton
"Vor meinem Boxenstopp sah alles optimal aus, wir waren schnell und ich
hielt meine Führung geradezu mühelos. Doch der Boxenstopp
lief nicht perfekt und als ich wieder losfuhr, kämpften vor mir in
der Boxengasse zwei Autos um die Positionen. Ich achtete darauf, nicht
in dieses Gerangel verwickelt zu werden, doch dann hielten beide
plötzlich an und ich konnte nicht mehr ausweichen."
"Auch wenn dieser Vorfall in der Boxengasse und nicht auf der Strecke
passierte, war es wohl ein Rennunfall. Natürlich war es eine
unglückliche Situation. Immerhin waren wir das ganze Wochenende
über sehr stark, wir verlassen Montreal zuversichtlich, im Kampf
um die Weltmeisterschaft mitreden zu können."
Heikki
Kovalainen
"Das war kein tolles Rennen. Beim Start glaubte ich noch an ein gutes
Resultat, doch dann körnten meine Reifen recht stark. Auch der
Reifenwechsel beim ersten Boxenstopp brachte keine Besserung."
"Gegen Ende ließen dann noch meine Bremsen nach, ich hatte also
keine Chance, noch zu attackieren. Es ist nicht schön, mit leeren
Händen abzureisen, aber wir haben gezeigt, dass wir das Potenzial
für Siege haben - und genau darum will ich in Magny-Cours
kämpfen."