Kimi
Raikkönen
"Ich
bin über diesen Sieg sehr glücklich, sowohl für mich als
auch für das Team. Es ist schade, dass Felipe nicht in der Lage
war, uns jenes Ergebnis zu bescheren, das zum Greifen nahe war. Am
Start kam ich neben Felipe, aber ich wollte keinerlei Risiken eingehen,
da ich wusste, dass ich am Ende des ersten Rennabschnitts eine Runde
später an die Box kommen würde."
"Als dieser Moment gekommen war, machte ich maximal Druck und schaffte
es, nach meinem Boxenstopps vor ihm auf die Strecke zu kommen. Von da
an war ich dank einer freien Strecke vor mir und dank eines perfekten
Autos in der Lage, die Situation zu kontrollieren, ohne das Auto oder
die Reifen allzu hart ranzunehmen."
"Im Qualifying kämpfen wir etwas, aber im Rennen verfügen wir
über sehr großes Potenzial. Wir hatten einen sehr
komplizierten Start in die Saison, aber ich habe sicherlich nicht das
Vertrauen in das Team verloren. Wir können nach wie vor besser
werden."
Felipe Massa
"Ich kam am Ausgang von Kurve sechs auf den Randstein und traf ihn
dabei ziemlich hart. Dann verlor ich das Heck, als ich in die
nächste Kurve fuhr. Wir müssen uns dies anschauen, um zu
sehen, ob der Schlag durch den Randstein das Auto beschädigte. Das
ist wirklich schade, denn wir hätten einen Doppelsieg einfahren
können."
"Dies war natürlich ein sehr schwieriger Start in die Saison
für mich gewesen, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns. Wir
verfügen über großartiges Potenzial, dies konnten wir
heute sehen. Ich bin aus diesem Grund nach wie vor zuversichtlich.
Natürlich hoffe ich, dass ich dies bald wieder gutmachen kann,
möglichst beim kommenden Rennen in Bahrain."
Nick Heidfeld
"Ich habe nach diesem Rennen gemischte Gefühle. Natürlich
freue ich mich, dass ich zum ersten Mal die schnellste Rennrunde in der
Formel 1 gefahren bin, und darüber, dass die elf Punkte unser
bisher bestes Teamergebnis sind. Ich hatte ein sehr schnelles Auto
heute, vergleichbar mit dem Speed der McLaren. Das ist alles positiv,
und umso enttäuschter bin ich, dass ich nur Sechster geworden bin."
"Ich hatte zunächst einen sehr guten Start, und dann habe ich in
der ersten Kurve außen angegriffen. Ganz innen war Robert, Jarno
Trulli fuhr in der Mitte, da ist mir einfach der Platz ausgegangen. Es
war ein Versuch, der leider schief gegangen ist. Hätte auch
klappen können. Ich kam etwas in den Dreck und habe in der ersten
Runde noch zwei weitere Positionen verloren. Die habe ich immerhin
zurückgeholt, als ich David Coulthard und Fernando Alonso in der
vierten Runde überholt habe. Unsere Boxenstopps waren wieder
einmal super."
Robert Kubica
"Das ist ein fantastischer Tag für das Team, für
Petronas und für mich - unser zweiter Podiumsplatz in Folge, und
ich habe nach Monza 2006 endlich auch meinen zweiten Podestplatz
geholt. Ich möchte mich bei allen im Team herzlich bedanken, die
in den vergangenen zwei Monaten so hart gearbeitet haben, um das Auto
zu verbessern. Mein Start war nicht besonders. Ich hatte durchdrehende
Räder und habe mit Nick und Jarno Trulli gekämpft. Ich habe
die schmutzige Fahrbahnseite gewählt und wäre fast
rausgerutscht, aber irgendwie habe ich es geschafft, durch die Kurve zu
kommen und die beiden zu überholen."
"Ab dann fuhr ich mein eigenes Tempo. Die Ferrari waren zu
schnell, aber ich konnte den Vorsprung auf meine Verfolger ausbauen.
Nach dem zweiten Boxenstopp habe ich Drehzahl zurückgenommen, um
den Motor zu schonen und eine leichtere Gangart gewählt. Ich habe
mich das ganze Wochenende über nicht gut gefühlt, und es war
sehr heiß im Auto. Die letzten zehn Runden waren hart. Aber es
hat sich jede Mühe gelohnt für dieses super Ergebnis."
Fernando
Alonso
"Ich habe mein Bestes gegeben und immerhin den letzten zu
vergebenden WM-Punkt geholt. Uns war von vornherein klar, dass uns
unter normalen Rennbedingungen von der reinen Leistungsfähigkeit
her zu viel auf die Teams vor uns fehlte. Im Moment lauten unsere
Ziele, regelmäßig Punkte zu holen und in den kommenden Tests
hart zu arbeiten, um unsere Position weiter zu verbessern."
Nelson Piquet
jun.
"Ich bin glücklich, das Rennen beendet zu haben. Das war nach
meinem Debüt in Melbourne mein wichtigstes Ziel. Ich habe heute
viel gelernt und dabei erkannt, dass die Gruppe von Teams, in der wir
kämpfen, extrem eng zusammenliegt. Um dort voranzukommen, musst du
ein perfektes Rennen fahren. Es ist sehr befriedigend und ermutigend,
dass ich heute nicht weit hinter meinem Teamkollegen ins Ziel gekommen
bin. Das Rennen entwickelte sich schwierig und unser Auto scheint im
Moment nicht schnell genug zu sein. Ich erziele aber Fortschritte und
hoffe, dies beim nächsten Rennen in Bahrain fortzusetzen."
Nico Rosberg
"Ich wusste, dass ich von Startplatz 16 ins Rennen gegangen ein paar
Risiken eingehen muss, um im Rennen etwas zu erreichen. Tatsache ist,
dass es von der Linie weg gut verlief, bedenkt man, dass ich eine Menge
Benzin dabei hatte. Aber dann kollidierte ich mit Timo Glock. Als er
eine Lücke offen ließ, nutzte ich dies aus und zog innen
rein."
"Ich nehme an, dass er mich nicht gesehen hat, da er einlenkte. Ich
konnte nicht mehr zurückstecken, was unglücklich war. Das
Auto war heute im Rennen besser, aber obwohl ich alles versuchte, war
es nicht wirklich unser Wochenende. Nun freue ich mich einfach auf
Bahrain, wo es besser laufen sollte."
Kazuki
Nakajima
"Wir entschieden uns für eine ziemlich aggressive Strategie, weil
wir von hinten im Feld kamen. Ich machte am Start ein paar Plätze
gut, aber es war schwierig, eine komfortable Lücke herauszufahren.
Auf dem zweiten Abschnitt hatte ich einen Plattfuß und musste
sehr früh an die Box kommen, was nicht ideal war, da ich zwei
kurze und einen langen Abschnitt fahren musste."
"Auf dem letzten Rennabschnitt kämpfte ich etwas und drehte mich
in einer Hochgeschwindigkeitskurve von der Strecke. Danach wollte ich
mich einfach nur darauf konzentrieren, es ins Ziel zu schaffen, um zwei
Rennen auf den Motor zu bekommen"
David
Coulthard
"Mein erster Reifensatz körnte zu stark. Das kostete mich
im ersten Teil des Rennens neun Sekunden. Das war frustrierend. Dort
draußen war es sehr heiß, aber glücklicherweise war es
ein wenig bedeckt, und das half."
Mark Webber
"Der Start war nicht gerade fantastisch, aber wir wussten,
dass in diesem Stadium des Rennens viele Leute auf weichen Reifen
unterwegs waren. Ich kam richtig gut durch die beiden ersten Kurven und
lag anschließend auf Rang vier. Der erste Stint war okay. Im
zweiten hatte ich dann allerdings Mühe, weil es an Grip fehlte.
Trotzdem versuchte ich alles. Ungefähr zwei Sekunden verlor ich,
weil ich in einer wichtigen Phase des Rennens - als es darum ging, vor
Heidfeld zu bleiben - hinter Sato fest hing. Ich freue mich für
alle bei Red Bull über die zwei WM-Punkte. Der Start ins neue
Rennjahr war hart für uns, und deshalb ist es großartig, das
Auto heute ins Ziel gebracht zu haben. Vielen Dank auch an Renault."
Timo Glock
"Die
Arbeit am Nachmittag war leider nur kurz. Der Start war nicht perfekt,
meine Räder drehten etwas zu stark durch und ich berührte
jemanden, konnte aber weiterfahren. Dann wurde ich in Kurve 14 von
hinten von Nico Rosberg getroffen. Als ich den Spiegel sah, lag er noch
weit zurück. Ich erwartete nicht, dass er dort einen
Überholversuch starten würde. Als ich einlenkte, traf er mich
hinten rechts, meine hintere rechte Aufhängung brach und mein
Rennen war beendet. Es ist schade, denn wir hatten uns wieder gut
qualifiziert. Nun müssen wir auf mehr Glück in Bahrain
hoffen."
Jarno Trulli
"Es ist schön, nach einem so starken Rennen wieder in den Punkten
zu sein. Ich freue mich vor allem auch für das Team. Dieses
Ergebnis kam durch ihre Arbeit im Winter zustande. In der ersten Kurve
war es schwierig, ich hatte keinen Grip, wurde nach außen
getragen und berührte Nick Heidfeld. Dabei verlor ich etwas an
Boden. Danach konnte ich mit den McLarens aber mitgehen. Bei den
Boxenstopps haben wir dann Mark Webber kassiert."
"Es war ein toller Kampf mit Lewis Hamilton, wir haben uns
beide gegenseitig angetrieben. Er war natürlich etwas schneller
als ich, aber ich habe 100 Prozent gegeben und dank der Arbeit des
Teams und eines problemfreien Wochenendes wurden wir Vierte. Ich hoffe,
dass wir das Auto weiter verbessern. Mit dem Potenzial von Toyota
können wir schon in diesem Jahr auf das Niveau von 2005
zurückkehren."
Sébastien
Bourdais
"Ich legte einen guten Start hin, aber dann blieb ich zwischen
zwei Gängen stecken. Ich kam dann bis Kurve vier, als ich rechts
überholt wurde, in Kurve fünf fuhr jemand innen neben mir und
in Kurve sechs war ich wieder außen. Als ich versuchte, nach
rechts zu lenken, kam ich auf die schmutzige Seite und verlor das Auto,
drehte mich in das Kiesbett. Dadurch war mein Rennen gelaufen."
Sebastian
Vettel
"An meinem Auto bekam ich Probleme mit dem Schalten und mit
der Servolenkung. Als ich neben die Strecke fuhr um anzuhalten, fing
das Heck des Autos Feuer. Dies kann manchmal passieren, wenn alles
überhitzt ist. Bis zu diesem Punkt hatte ich ein ordentliches
Rennen. Im ersten Rennabschnitt hatte ich zu viel Untersteuern und an
den Reifen etwas Graining. Der zweite Rennabschnitt war viel
besser."
Jenson Button
"Es war gut,
dass der Wagen heute über die gesamte Renndistanz zuverlässig
lief. Wir konnten am Wochenende viele hilfreiche Informationen
zusammentragen. Ich bin mit dem 10. Platz zufrieden, da diese Position
der derzeitigen Leistungsfähigkeit unserer Wagen entspricht. Da
die meisten vor uns liegenden Wagen auch ins Ziel gekommen sind,
können wir unsere Leistungsstärke gut einschätzen."
"Wir bewegen uns in die richtige Richtung und lernen den Wagen immer
besser kennen. Deshalb müssen wir weiter hart arbeiten und den
Wagen vor dem nächsten Rennen in zwei Wochen weiterentwickeln."
Rubens
Barrichello
"Leider konnte ich meine Chancen am Wochenende nicht optimal nutzen, da
ich beim Training am Samstagmorgen wegen des Getriebeproblems nicht so
viel fahren konnte. Deshalb hatte ich beim heutigen Rennen Probleme mit
der Balance des Wagens. Der Wagen untersteuerte stark, und ich musste
das gesamte Rennen über dagegen ankämpfen."
"Leider bekam ich bei meinem zweiten Stopp eine Durchfahrtstrafe, wenn
ich dadurch auch nur einen Platz verloren habe. Die Kennzeichnungen in
der Boxengasse, die das Ende des Tempolimits anzeigen, waren nicht
deutlich genug zu sehen."
Takuma
Sato
"Es war gut, das Rennen zu beenden. Die ersten beiden Stints
waren auch wirklich gut, aber im dritten sammelte ich Reifenabrieb auf
und kam im schnellen Bereich der Strecke von der Bahn ab. Dort verlor
ich Zeit. Auf fast jeder Runde im letzten Stint geriet ich zudem in
Verkehr, es war schade, dass ich das Tempo daher nicht mehr ganz
aufnehmen konnte. Gut aber ist, dass das Auto zuverlässig war und
dass wir wertvolle Daten sammeln konnten. Es war ein hartes, aber gutes
Rennen für das Team."
Anthony
Davidson
"Es war toll, meine erste volle Distanz seit Brasilien 2007 zu
fahren. Ich glaube, es lief ganz gut. Die Jungs haben exzellent
gearbeitet und das Auto war im Rennen zuverlässig. Es gab
überhaupt keine Probleme, auch die Reifen funktionierten gut. Ich
fühlte mich im Auto wohl und griff, wann immer ich konnte, an. Ich
hielt mich von allem Ärger fern und brachte das Auto auf einer
Position ins Ziel, die für unsere derzeitige Situation respektabel
ist."
Adrian Sutil
"Bereits sehr früh entwickelte sich an meinem Auto ein
mechanisches Problem und ich musste den Motor abstellen und von der
Strecke fahren. Über diesen Start der Saison bin ich sehr
enttäuscht, besonders nachdem ich schon beim Rennen in Australien
ebenfalls früh hatte anhalten müssen."
Giancarlo
Fisichella
"Ich
denke ehrlich, dass wir hier unser Bestes gegeben haben. Am Start hatte
ich stark durchdrehende Räder und verlor eine Menge Positionen.
Ich weiß nicht warum, das müssen wir uns anschauen."
"Auf meinem ersten Rennabschnitt litt ich an starkem Untersteuern mit
Graining an den weichen Reifen. Bei meinem Stopp ließ ich den
Frontflügel verstellen und wechselte auf die härteren Reifen,
blieb auf diesen für die beiden folgenden Rennabschnitte.
Später war ich mit der Geschwindigkeit im Rennen zufrieden, dies
ist für den Rest der Saison viel versprechend."
Lewis
Hamilton
"Ich startete gut und verbesserte mich um vier Plätze von neun auf
fünf. Dann attackierte ich immer wieder Mark Webber, doch es war
mir einfach nicht möglich ihn zu überholen. Dennoch wäre
Platz drei möglich gewesen, hätte ich nicht durch das Problem
bei meinem ersten Boxenstopp soviel Zeit verloren."
"Danach versuchte ich einfach, das Beste aus der Situation zu machen.
Immerhin wissen wir jetzt, dass unser Auto auch unter diesen extremen
Bedingungen sehr zuverlässig ist und ich war in der Lage, Jarno
Trulli bis zum Schluss unter Druck zu setzen. Mark Webber und Jarno
Trulli sind heute toll gefahren und die Zweikämpfe mit ihnen haben
Spaß gemacht."
Heikki
Kovalainen
"Ich bin mit dem dritten Platz recht zufrieden. Mit Hinblick
auf die Zurückversetzung in der Startaufstellung ist dies wohl das
bestmögliche Ergebnis. Unsere Strategie war wirklich gut und so
konnte ich den größten Teil des Rennens ohne Zweikämpfe
fahren. Das Team arbeitete super und ich freue mich, dass ich die Jungs
mit meinem ersten Podiumsplatz für McLaren-Mercedes belohnen
konnte."
"Vor meinem ersten Boxenstopp körnten meine Reifen etwas. Ich
blieb bis zur 20. Runde draußen, das half, Jarno Trulli nach
meinem ersten Boxenstopp zu überholen. Mit meinem kurzen zweiten
Stopp sicherte ich meinen dritten Platz, denn eine Verbesserung war zu
diesem Zeitpunkt nicht mehr drin."