Stimmen nach dem Rennen

Kimi Raikkönen
"Es ist enttäuschend, das Rennen nicht beendet zu haben, aber der Punkt ist immerhin besser als nichts. Ich hatte ein Motorproblem, was genau, müssen wir noch analysieren. Das Auto war gut und ich war schnell, als ich freie Fahrt hatte. Ich habe mich einige Male gedreht, als ich an den vor mir Fahrenden vorbei wollte. Beim ersten Mal, mit Glock, kam ich mit einem Rad auf das Gras, beim zweiten Mal, mit Kovalainen, war ich zu optimistisch."
"Das Ergebnis ist natürlich nicht das Beste, aber die Saison ist sehr lang. Wir sind uns bewusst, dass wir uns aus viel schwierigeren Situationen als dieser wieder befreien können. Wir müssen alles auf die Reihe bekommen, dann sind wir richtig wettbewerbsfähig."

Felipe Massa
"Ein furchtbarer Saisonstart. Wir hatten Motorenprobleme, was für ein Team wie uns unüblich ist. Wir müssen verstehen, was passiert ist, um sofort reagieren zu können. Ich kämpfte mich das Rennen über wieder nach vorn. In der ersten Kurve verlor ich die Kontrolle über das Auto, als ich mit Kovalainen kämpfte - ich landete neben der Piste. Dann kam ich wieder vor und hätte in die Punkte fahren können."
"Ich war auf der Innenseite und er warf die Tür zu, wahrscheinlich hat er mich nicht gesehen. Unsere Meisterschaft muss also in Malaysia losgehen. Wir wissen, dass wir ein gutes Auto haben. Wir müssen arbeiten, damit wir es auch so wie geplant einsetzen können."

Nick Heidfeld
"Das war ein fantastischer Saisonauftakt für uns. Das Team hat wahnsinnig hart gearbeitet, um die anfänglichen Schwierigkeiten mit dem F1.08 zu überwinden. Wir haben uns stetig verbessert und sind noch lange nicht am Limit mit dem Auto. Beim Start hatte ich sehr stark durchdrehende Räder und konnte Nico Rosberg nicht hinter mir halten. Ich dachte, das wird ein schwieriges Rennen, denn ich ging davon aus, dass er später als ich tanken würde."
"Aber dann kamen wir in derselben Runde an die Box, und unsere Crew hat war absolut fantastisch und hat mich an Nico vorbeigebracht. Bei meinem zweiten Stopp hatte ich Glück, dass die Safety-Car-Phase keine Runde früher kam und ich wie geplant tanken konnte. Im letzten Stint habe ich mir dann Mühe gegeben, die weicheren Option-Reifen nicht zu ruinieren. Insgesamt war das erste Rennen ohne Traktionskontrolle weniger schwierig als gedacht."

Robert Kubica
"Anfangs lief mein Rennen ziemlich gut. Ich war auf einer ähnlichen Strategie wie Nick unterwegs und war schnell. Dann haben wir meine Rennstrategie geändert, und das hat sich im Nachhinein nicht ausgezahlt. Ich hing hinter Bourdais fest und verlor zu viel Zeit. Dennoch hatte ich Chancen auf Punkte, bis mir am Ende der dritten Safety-Car-Phase Nakajima ins Heck krachte und ich aufgeben musste.

Fernando Alonso
"Das war ein merkwürdiges Rennen mit vielen Überholmanövern, Zwischenfällen und Defekten bei vielen Fahrern. Wir machten das Beste aus den Chancen, die sich uns boten, und beendeten den ersten Grand Prix mit einem guten Resultat, das dem Team einen Schub und Selbstvertrauen für den Rest der Saison gibt. Wir müssen aber unsere Performance im Qualifying und im Rennen verbessern. Trotzdem: Das war ein wichtiges Resultat."

Nelson Piquet jun.
"Ich legte einen guten Start hin und machte in der ersten Runde einige Positionen gut, auch wenn es hektisch war. Leider wurde ich am Start aber getroffen, das Auto wurde beschädigt und ich kam nicht ins Ziel. Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich habe dieses Wochenende viel gelernt und kann es kaum erwarten, meine Lehrzeit in Malaysia fortzusetzen. Hoffentlich schaut dann ein besseres Resultat heraus. Die Strecke dort kenne ich, es sollte also einfacher werden."

Nico Rosberg
"Ich bin wirklich glücklich, es ist ein großartiges Gefühl, in der Formel 1 auf dem Podest zu stehen. Es ist für das gesamte Team großartig, sie haben toll gearbeitet und gute Fortschritte erzielt. Ich habe heute alles gegeben, aber es war ein hartes Rennen auf einem Straßenkurs bei Hitze - das machte es nicht einfach. Das Team verdient sich meinen Dank und es ermutigt mich, dass ich mit Williams wachsen kann. Ich möchte auch meinem Vater für alles danken, was er getan hat, um mich in diese Position zu bringen. Wir haben ein solides Rennauto und es kommen noch gute Entwicklungen. Aber es ist noch früh, wir sollten nicht zu aufgeregt sein."

Kazuki Nakajima
"Es bis ans Ende zu schaffen, ist toll - noch dazu mit ein paar Punkten. Es war heute körperlich wirklich schwierig, aber sonst passierte allerhand. Beim Start drehte sich ein Auto vor mir, drehte sich zurück und beschädigte meine Autonase. Während der Safety-Car-Phasen stellte mich das Team von zwei Stopps auf einen Halt um. Das brachte mich in die Punkte. Gegen Ende hatte ich noch einen Zwischenfall. Alle Autos schoben sich zusammen und meine Nase war wieder kaputt. Abe es war gut, dass ich zeigen konnte, dass meine Fitness gut genug ist. Ich freue mich auf Sepang, diesen Kurs kenne ich besser."

David Coulthard
"Ich verstehe, dass Felipe im schnelleren Auto war und dass er überholen wollte, aber du musst auf gleicher Höhe sein, wenn du überholen willst, vor allem in der ersten Kurve. Felipe kam aber von weit hinten. In der ersten Kurve musst du früh einlenken - das ist nicht wie in Kurve drei, die eine Haarnadel ist, in der du die Tür lang offen lassen kannst. Ich habe im Vorjahr mit Alex Wurz Mist gebaut und damals die Verantwortung übernommen. Das sollte Felipe heute tun."

Mark Webber
"Ich hatte einen guten Start, war hinter Kimi, aber dann wurde Jenson  innen getroffen und ich musste aufs Gras ausweichen."
"Zur dritten Kurve hin war ich gut unterwegs, bis Nakajima ohne Frontflügel neben mir war. Ich dachte schon, dass das interessant wird. Er hatte dann einen kleinen Moment. Davidson war neben mir. Ich wollte ihnen so viel Platz wie möglich lassen. Ich habe auch keinen Kontakt gespürt, aber ich denke, ich habe wohl hinten links von Davidson einen Schlag bekommen. Das war's dann leider.", 

Timo Glock
"Das war eine harte Art und Weise, wieder in der Formel 1 Rennen zu fahren. Angesichts unserer Start-Position war es immer klar, dass es ein schwieriger Nachmittag werden würde. Beim Start hatte ich Kontakt mit zwei anderen Autos, doch trotz einer Menge Benzin an Bord waren wir in der Lage, in der Anfangsphase des Rennens etwas Boden gutzumachen."
"Dennoch fühlte sich das Auto in Bezug auf Untersteuern etwas seltsam an, diesbezüglich müssen wir an der Verbesserung des Autos arbeiten. Nach dem Boxenstopp war es schwierig zu fahren und mein Rennen endete mit dem Unfall. Ich fühle mich gut, bin jedoch enttäuscht und wir werden hoffen, in der kommenden Woche mehr Glück zu haben."

Jarno Trulli 
"Von Beginn des Rennens an war die Batterie zu heiß. Als ich dann in der Box anhielt, gab sie einfach auf. Das ist schade, denn das Auto fühlte sich gut an und ich war sehr gut unterwegs. Ich fuhr komfortabel in den Punkten, es ist aus diesem Grund Pech, zu Beginn des Jahres nicht gepunktet zu haben."
"Das Auto ist jedoch besser als das letztjährige und es wird noch mehr Leistung kommen. Hier sahen wir nicht allzu stark aus, denn wir bekamen die Reifen nicht perfekt zum Arbeiten, aber auch so hätten wir ein gutes Ergebnis erzielen können. Ich bin mir aus diesem Grund sicher, dass wir dieses Jahr gut kämpfen können. Ich hoffe, dass wir in Malaysia stärker sein werden."

Sébastien Bourdais
"Es ist nicht das erste Mal, dass ich im Rennsport auf Enttäuschung getroffen bin, und es wird auch nicht das letzte Mal sein. Es ist jedoch wichtig, dass das Team wirklich gut gearbeitet hat, sehr schnell reagierte und mich an die Box holte, sobald die Lichter des zweiten Safety Cars erloschen waren. Das war ein großartiger Schachzug. Von da an war es in Bezug auf das Benzin und die anderen gut, die noch an die Box kommen mussten."
"Es war sehr hart, denn ich wurde von hinten extrem unter Druck gesetzt, zunächst von einem BMW und dann von Fernando sowie Kovalainen. Zu einem Zeitpunkt entschied ich mich dazu, etwas zurück zu stecken, aber ich fand heraus, dass ich ein paar Fehler machte. Aus diesem Grund machte ich mehr Druck und baute einen kleinen Vorsprung auf. Ich schaute kaum auf die Boxentafel, wusste jedoch, dass ich nah am Ende des Rennens war."
"Beim Start lag ich ganz hinten, war ziemlich schwer und hatte etwas zu kämpfen. Aber dann gingen die Probleme los und nach dem Neustart funktionierte mein Funk für einen Moment nicht, ich wurde aus diesem Grund über die Freigabe des Rennens überrascht. Aber vom praktisch letzten Platz zu kommen und beinahe Vierter zu werden, war ein exzellenter Start. Ich hoffe, dass wir zwei Punkte erhalten. Für einen ersten Grand Prix ist das nicht allzu schlecht."

Sebastian Vettel
"Meine Probleme begannen am Start, als ich das Auto abwürgte. Es gab nichts, was ich diesbezüglich hätte tun können, da ich das Problem tatsächlich nicht verursacht habe. Dies bedeutete, dass ich nach hinten durchgereicht wurde und als ich in die erste Kurve kam, hatte ich Kimi links und Jenson rechts."
"Ich versuchte, so nahe wie möglich an Kimi dran zu bleiben und dem Auto rechts Raum zu lassen. Als ich dann in die Kurve einlenkte, fühlte ich, dass ich von hinten rechts getroffen wurde. Das drehte mich herum und ich befand mich in der Mitte einer Kollision. Das ist sehr enttäuschend."

Jenson Button
"Ich hatte einen guten Start, konnte Alonso überholen und lag Seite an Seite mit Vettel. Leider kam es dann aber zu dem Zwischenfall, bei dem mein Wagen beschädigt wurde."
"Wir fuhren zu dritt oder viert in die sehr enge und schnelle erste Kurve. Ich berührte Vettel an der Seitenverkleidung, und er schien die Kontrolle über den Wagen zu verlieren. Dann drehte er sich und stieß gegen mein Hinterrad, als ich gerade an ihm vorbeizog. Ich dachte, ich könnte zurück zur Box fahren und den Wagen reparieren lassen. Aber der Schaden war zu groß, um weiterzufahren, da die Spurstange hinten links gebrochen war."

Rubens Barrichello
"Das Endergebnis des heutigen Rennens ist natürlich enttäuschend. Aber ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und freue mich, dass wir einen so guten Wagen haben. Es war ein verrücktes Rennen. Nach dem ersten Boxenstopp ging der vordere Dämpfer kaputt, von da an ließ sich der Wagen nicht mehr so gut fahren. Es ist hart, den Tag auf diese Weise zu beenden. Wir haben an diesem Wochenende gesehen, dass unser Auto ein großes Leistungspotenzial besitzt. Es war gut, dass wir eine volle Renndistanz zurücklegen konnten, um den Wagen besser einschätzen zu können. Wir freuen uns jetzt auf Malaysia, wo wir die Leistung des Wagens noch verbessern wollen."

Takuma Sato
"Dies war für uns ein schwieriges Rennen. Ich kam am Start nicht gut weg, aber danach holte ich mir die Positionen zurück und machte in der ersten Runde ein paar Plätze gut. Es war ein aufregender Moment, im ersten Abschnitt des Rennens derart zu kämpfen."
"Nach dem ersten Boxenstopp und ein paar weiteren Runden hatten wir ein Problem und ich musste anhalten. Dies ist schade, denn jeder hat solch gute Arbeit geleistet, damit wir überhaupt hierher kommen und fahren können. Ich denke jedoch, dass wir heute sehr wertvolle Informationen und Daten gesammelt haben, ich kann es aus diesem Grund nicht abwarten, in Malaysia wieder zu starten."

Anthony Davidson
"Es ist enttäuschend, beim Großen Preis von Australien vorzeitig ausgefallen zu sein. Ich bin wirklich frustriert, dass ich nicht jene Runden fahren konnte, die ich heute zurücklegen wollte, und das Rennen nicht beenden konnte, schließlich war dies mein Ziel. Wir hatten dieses Wochenende und bei den Testfahrten nicht viel Zeit im Auto und es war wirklich wichtig, dies heute zu erledigen. Es ist aus diesem Grund vernichtend, dass wir dies heute nicht getan haben."
"Ich habe das Gefühl, dass ich ohne meinen Fehler zwischen zwei Autos eingeklemmt wurde, versuchte, dass Unvermeidbare zu vermeiden. Ich versuchte zu bremsen, um der Situation zu entkommen, und die Autos rechts und links von mir, fuhren einfach über meine Vorderräder. Es gab für mich also keinen Raum, um auszuweichen."

Adrian Sutil
"Eine große Enttäuschung, besonders als ich mir das Rennen anschließend anschaute. Aber das Rennen verlief gut, solange es für mich angedauert hatte. In den ersten Runden konnte ich mit den Jungs vor mir mithalten, konnte überholen und arbeitete mich bis auf Position 13 vor. Dann hatte ich ein Problem mit dem Hydraulik-Druck. Ich musste an die Boxen zurückkehren, an diesem Punkt war mein Rennen gelaufen."
"Wir müssen in Malaysia auf mehr hoffen, ich denke jedoch, dass wir im Vergleich zum vergangenen Jahr eine Verbesserung gezeigt haben, besonders während der Longruns im Training. Ich bin aus diesem Grund zuversichtlich, dass wir dort wirklich besser abschneiden können."

Giancarlo Fisichella
"Ich bin sehr enttäuscht, denn ich verlor das Rennen in der ersten Kurve, weil ein anderer Fahrer wie ein Kamikaze in mein Auto fuhr. Das war sehr frustrierend, besonders wenn man bedenkt, dass es in einem Rennen wie diesem eine Möglichkeit ab, eine Menge Punte zuholen. Das war eine gute Möglichkeit und ich bin wirklich enttäuscht. Lasst und hoffen, dass es in Malaysia besser läuft."

Lewis Hamilton
"Ein fantastisches Gefühl und ein Traumstart in die Saison und in den Kampf um die Meisterschaft. Schade, dass Heikki nicht neben mir auf dem Podium stand. Das Team hätte einen Doppelsieg verdient. Aber ich freue mich für Nico, seitdem wir zusammen im Team MBM Kartrennen fuhren, standen wir nicht mehr gemeinsam auf dem Podium."
"Ich kontrollierte das Rennen vom Start weg und spürte keinen Druck, während ich in Führung liegend konstant schnelle Runden fuhr. Doch durch die drei Safety-Car-Phasen blieb das Rennen immer spannend und es war so ähnlich wie im letzten Jahr in Kanada bei meinem ersten Grand-Prix-Sieg. Wir änderten mehrmals unsere Strategie, aber sie hat gepasst. Das Auto war fantastisch, das Team machte einen tollen Job. Ich war viel besser vorbereitet als vor einem Jahr, und wir werden in den kommenden Monaten gemeinsam alles geben."

Heikki Kovalainen
"Mein Ergebnis zeigt nicht ganz meine heutige Leistungsfähigkeit. Die letzte Safety-Car-Phase brachte mich leider um den zweiten Platz. Dennoch machte es viel Spaß, das ganze Wochenende über mit dem Team auf einem derart hohen und professionellen Niveau zu arbeiten. Ich startete gut, doch anfangs körnten meine Reifen etwas."
"Nach dem ersten Boxenstopp lief es besser und ich wurde immer schneller. Die Zweikämpfe mit Kimi und Fernando waren super. Ich konnte Fernando zunächst überholen, doch als ich danach am Abreißvisier zog, berührte ich aus Versehen den Knopf für die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse und Fernando kam wieder vorbei. Der fünfte Platz ist noch OK, aber der Doppelsieg war heute möglich."