Kimi Raikkönen
Heute hatte ich ein gutes Auto, aber es war nicht schnell genug,
um unseren Hauptgegner zu schlagen. Am Start und nach jedem Reifenwechsel
schaffte es Hamilton, mir davon zu ziehen, während ich in der Lage war,
etwas schneller zu fahren, wenn wir den Boxenstopps näher kamen. Aber
da war es immer schon zu spät."
"Hinzu kommt, dass ich dreimal hinter zu Überrundete kam, was mich wertvolle
Zeit gekostet hat. In der Klassifikation der Konstrukteure haben wir uns
ein sehr gutes Ergebnis gesichert. Nun gehen wir nach Brasilien, wo wir versuchen
müssen, einen Doppelsieg hinzubekommen. Dann können wir schauen,
wo wir in beiden Meisterschaften stehen."
"Was ich dazu sage, dass mich Felipe überholt hat? Ich bin Teil eines
Teams und ich bin mir absolut bewusst, was sie von mir erwarten. Ich bin
aus dem Titelkampf draußen und habe das Maximum zu leisten, denn Ferrari
kann beide Ziele erreichen. So einfach ist das."
Felipe Massa
"Dies ist für das Team ein großartiges Ergebnis, weniger
für mich. Das heutige Rennen war schwierig. Wir waren nicht schnell
genug, um gegen Hamilton kämpfen zu können. Zwei Punkte zu verlieren
bedeutet nicht, dass ich die Hoffnung verloren habe. Ich werde weiterhin
bis zum Ende hart kämpfen und kann es nicht abwarten, in Interlagos
vor meinem Heimpublikum zu fahren."
"Ich werde dort mein Glück versuchen - es wird das erste Mal für
einen Brasilianer sein -, was ein weiterer Anreiz sein wird. Es gab kein
spezifisches Element, das an meinem Auto nicht funktioniert hat. Es war heute
einfach nur so, dass es für mich unmöglich war zu gewinnen."
"Es fühlt sich ein wenig so an, als würde ich mich bei der Fußballweltmeisterschaft
in einem Penalty-Schießen befinden. Wir haben den ersten von zwei Schüssen
verpasst, während das andere Team gepunktet hat. Aus diesem Grund können
wir uns keinerlei weitere Fehler erlauben und hoffen, dass sie drei machen.
Es wird sehr schwierig sein, aber es ist nicht unmöglich, wie wir dies
vergangenes Jahr gesehen haben. Das Team ist vereint und hat Vertrauen, das
ist sehr wichtig und auch schön."
Robert Kubica
"Nach einem schwierigen Qualifying kann ich mit Rang sechs zufrieden
sein. Ich habe gleich beim Start eine Position gewonnen und dann zwei weitere
in der ersten Kurve, als sich Jarno Trulli und Sébastien Bourdais
berührten."
"Die Balance meines Autos war in den ersten beiden Stints nach wie vor nicht
gut, sie besserte sich erst, als wir zum Schluss die weichen Reifen aufgezogen
hatten. Ein Rennen steht noch aus, und ich werde nun alles daran setzen,
meinen dritten Platz in der Fahrer-Wertung gegen Kimi Räikkönen
zu verteidigen."
Nick Heidfeld
"Ich bin zufrieden mit diesem Rennen heute. Beim Start konnte ich Boden
gutmachen, und in Kurve zwei habe ich Sebastian Vettel außen überholt.
Er hat das Heck meines Autos berührt, mir aber schon gesagt, dass es
keine Absicht war, und es ist ja auch sowieso nichts passiert. So war ich
nach ein paar Kurven wieder Sechster - also auf dem Platz, von dem ich eigentlich
losfahren wollte."
"Später im Rennen habe ich die Drehzahl zurückgenommen, um den
Motor für Brasilien zu schonen. Es ist eine Tatsache, dass wir jetzt
keine Chance mehr haben, den Konstrukteurstitel zu holen, und Robert ist
auch beim Fahrertitel aus dem Rennen. Aber wir sollten nicht zu enttäuscht
sein. Wir hatten eine fantastische dritte Saison und vor allem Robert hatte
ein sehr gutes Jahr - und es ist noch nicht vorbei."
Nelson Piquet Jr.
"Es war ein schwieriges Rennen, aber ich bin glücklich über
meine Leistung. Ich wäre natürlich gerne noch weiter nach vorne
gekommen. Trotzdem kann ich mit dem Endergebnis zufrieden sein, denn ich
sammelte einen wichtigen Punkt, der dem Team half, den vierten Platz in der
Konstrukteurs-WM zu sichern."
Fernando
Alonso
"Mehr als den vierten Platz konnten wir heute nicht erwarten. Deshalb
bin ich mit meinem Rennen und dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir verfügten
über eine gute Pace und lagen erfreulicherweise in diesem Punkt nah
am Niveau von Ferrari. Wir haben den Kampf um Rang vier in der Konstrukteurs-WM
für uns entschieden. Das war unser Ziel, und wir können den Grand
Prix von Brasilien jetzt entspannt und mit großem Selbstbewusstsein
angehen, um das Maximum aus dem letzten Rennen der Saison zu holen."
Kazuki Nakajima
"Wenn man bedenkt, von wo ich gestartet bin, war dies meiner Meinung nach
ein gutes Rennen. Am Anfang war es sehr schwierig gewesen, mit dem Auto umzugehen,
als es viel Benzin an Bord hatte. Ich verlor am Start eine Position, aber
während des ersten Rennabschnitts war ich in der Lage, ein gutes Tempo
einzuschlagen."
"Der andere beträchtliche Teil des Rennens war für mich die letzte
Phase gewesen, als ich hart arbeiten musste, um ziemlich viele Autos hinter
mir zu halten, um meine Position zu verteidigen. Ich war froh, dass ich dies
geschafft habe."
Nico Rosberg
"Mein Rennen war heute nicht so gut, aber das lag nicht daran, dass
ich es zu wenig probierte. Im Vergleich zu Kazuki fuhren wir eine andere
Strategie, um einfach zu sehen, ob wir daraus einen Vorteil ziehen können.
Aber das machte sich nicht bezahlt und es machte nicht viel Spaß, hinten
zu fahren. Das zeigte nicht wirklich unsere Fähigkeit, da unsere Geschwindigkeit
in Ordnung war und wir das zehntschnellste Auto waren."
"Ich vollführte ein paar Überholmanöver, aber es war ziemlich
schwierig zu überholen, da unser höchster Gang zu kurz übersetzt
war. Von nun an können wir uns auf Brasilien freuen, was uns etwas besser
liegen sollte. Dann freuen wir uns darauf, dass wir nach der Saison mit dem
Team an einem positiven Winter arbeiten, um in der Lage zu sein, kommendes
Jahr nach vorn zu kommen."
Mark Webber
"Es lief ganz gut, bis ich auf Nakajima auflief. Es ist hier so
schwierig, anderen Autos durch die schnellen Abschnitte zu folgen. Ich gab
mein Bestes. Es war klar, dass es mit der Strategie angesichts der Strafversetzung
um zehn Plätze schwierig werden würde. Aber die Jungs von Red Bull
leisteten gute Arbeit. Es ist für Renault schade, denn es war ihr erster
Motorschaden bei uns."
David Coulthard
"Ich hatte einen ordentlichen Start und danach versuchte ich, die Abnutzung
der Reifen in den Griff zu bekommen, sowohl auf der weicheren als auch auf
der härteren Mischung. Ich versuchte, mich aus einem Rennen mit den
Piloten, die auf zwei Stopp unterwegs waren, herauszuhalten, so dass ich
keine Zeit verliere. Aber schlussendlich denke ich nicht, dass ich von unserer
Startposition aus mehr hätte erreichen können als Rang zehn."
Timo Glock
"Das war das Maximum, das wir heute erreichen konnten. Wir sollten
daher zufrieden sein. Wir hatten etwas Probleme, die Reifen auf Temperatur
zu bringen, aber davon abgesehen war unser Tempo gut. Am Ende des ersten
Stints, als das Auto leicht war, konnte ich es nicht nutzen, denn ich hing
hinter Nick Heidfeld fest, nachdem er aus der Box kam. Da verloren wir etwas
Zeit und vielleicht auch einen Platz an Robert Kubica."
Jarno
Trulli
"Nach dem Start war ich Seite an Seite mit Sebastian Vettel, musste aber
nachgeben, weil er innen war. Dann traf mich Sébastien Bourdais plötzlich
hinten rechts. Das ist enttäuschend, denn schon in Spa hat er mein Rennen
in der ersten Kurve ruiniert. Heute konnte ich nicht weiterfahren. Das ist
schade, denn wir hatten gute Chancen auf Punkte. Aber ein Rennen steht noch
aus, ich möchte die Saison in Brasilien mit einem Höhepunkt abschließen."
Sébastien Bourdais
"Ich weiß nicht, was mit Trulli geschah. Wahrscheinlich hat
er mich einfach nicht gesehen. Ich war halb neben ihm, er lenkte ein. Ich
war direkt hinter Sebastians Heckflügel, und in der ersten Kurve sind
wir ja alle sehr eng beisammen. Wir berührten uns, er dreht sich."
"Ich musste einen großen Bogen fahren und fiel bis an das Ende zurück,
das hat mein Rennen zerstört. Das war richtig schade. Immer, wenn ich
danach frei fahren konnte, hatte ich eine gute Pace und ich habe ein halbes
Dutzend Autos überholt. Noch 13. zu werden, nachdem man Letzter war,
ist nicht schlecht. Aber es ist enttäuschend, denn wir kamen von Rang
acht und das Auto war für Punkte genug."
Sebastian Vettel
"Der Start war ganz ordentlich,
aber ich war überrascht, dass Nick nach außen ging und dort einige
Autos überholte. Danach musste ich meinen Platz gegen Robert verteidigen.
Der erste Stint verlief dann gut. Aber beim ersten Stopp gab es ein Problem,
das linke Vorderrad wollte nicht runter. Das hat mich wohl eine Position
in den Punkten gekostet. Rang neun ist nicht schlecht, aber es ist der undankbarste
Platz, gerade außerhalb der Punkte. Nun freuen wir uns auf Brasilien."
Jenson Button
"Das Rennen heute war aufregender als die letzten paar Rennen,
die wir zuletzt hatten. Ich hatte etwas Spaß, als ich Sutil und Nakajima
am Start in der Haarnadelkurve überholte. Von da an hatte ich wirklich
mit dem Auto zu kämpfen und hing den Großteil des Rennens über
hinter Coulthard fest."
"Nach meinem letzten Boxenstopp hatte ich auf den weicheren Reifen einen
freien Rennabschnitt und die Balance des Autos fühlte sich ordentlich
an. Ich hatte jedoch eine sehr schlechte Traktion und im Scheitelpunkt der
Kurven Untersteuern. Alles in allem war dies ein frustrierendes Rennen, denn
ich war nicht in der Lage, bei freier Fahrt auf dem härteren Reifen
meine wahre Geschwindigkeit zu finden."
Rubens Barrichello
"Dies war heute ein besseres Rennen im Vergleich zu einigen unserer kürzlichen
Rennen. Es ist jedoch enttäuschend, dass wir nicht in der Lage waren,
in die Punkte zu kommen. Ich hatte einen großartigen Start und eine
großartige erste Runde, in der ich drei Autos überholte und damit
auf den zehnten Rang nach vorne kam. Ich fuhr das gesamte Rennen über
voll und versuchte, auf die Leute vor mir etwas Boden gutzumachen."
"Unsere elfte Position im Ziel ist jedoch ein Spiegelbild dessen, zu was
das Auto in der Lage ist. Wir müssen zufrieden damit sein, dass wir
das Maximum aus dem Paket herausgeholt haben, das uns zur Verfügung
steht. Gleichzeitig müssen wir enttäuscht darüber sein, keinerlei
Punkte geholt zu haben."
Jarno Trulli
Anthony
Davidson
"Es war toll, meine erste volle Distanz seit Brasilien 2007 zu
fahren. Ich glaube, es lief ganz gut. Die Jungs haben exzellent
gearbeitet und das Auto war im Rennen zuverlässig. Es gab
überhaupt keine Probleme, auch die Reifen funktionierten gut. Ich
fühlte mich im Auto wohl und griff, wann immer ich konnte, an. Ich
hielt mich von allem Ärger fern und brachte das Auto auf einer
Position ins Ziel, die für unsere derzeitige Situation respektabel
ist."
Adrian Sutil
"Bereits sehr früh entwickelte sich an meinem Auto ein
mechanisches Problem und ich musste den Motor abstellen und von der
Strecke fahren. Über diesen Start der Saison bin ich sehr
enttäuscht, besonders nachdem ich schon beim Rennen in Australien
ebenfalls früh hatte anhalten müssen."
Giancarlo Fisichella
"Wir wussten, dass unsere Pace heute nicht gut war, wir haben etwas
probiert, um Plätze gutmachen zu können. Wir setzten auf eine Ein-Stopp-Strategie,
aber ich hatte am Start richtige Gripprobleme. In den letzten zehn Runden
konnte ich ordentliche Rundenzeiten fahren, aber da war es schon ein einsames
Rennen für mich."
Adrian Sutil
"Ich hatte schon früh ein Problem mit meinem Auto. Ich konnte
keine Gänge mehr einlegen und musste das Auto abstellen. Bis zu diesem
Zeitpunkt war ich ganz zufrieden mit dem Auto, auch wenn die Traktion nicht
sehr gut war und es wenig Grip hab. Es ist enttäuschend, wieder nicht
das Ziel zu erreichen. Ich hoffe, dass es in Brasilien besser klappt."
Lewis Hamilton
"An diesem Wochenende hat alles gepasst: unser Auto war einfach
phänomenal. Ich schaffte einen meiner besten Starts überhaupt und
hatte während des ganzen Rennens eine perfekte Balance. Das verdanke
ich vor allem den Jungs im Team - an der Rennstrecke wie auch zu Hause, sie
machen alle einen großartigen Job und dafür danke ich ihnen sehr.
Ich habe in der WM-Wertung jetzt sieben Punkte Vorsprung; das ist ein weiterer
Schritt, um mir meinen Traum zu erfüllen, aber wir müssen weiterhin
einen kühlen Kopf bewahren. Ich hoffe, dass wir es schaffen."
Heikki Kovalainen
"Ich startete gut, überholte
Fernando Alonso und fuhr fast neben Felipe Massa. Leider kam Alonso vor Kurve
14 wieder an mir vorbei und ich blieb Fünfter. Mein Auto untersteuerte
stark und wir versuchten das beim ersten Boxenstopp zu beheben, indem wir
den Frontflügel steiler stellten."
"Später hatte ich eingangs Runde 35 einen Reifenschaden und musste deshalb
fast eine ganze Runde langsam fahren, um an die Box zu kommen. Gegen Ende
gab es ein Problem mit der Pneumatik und das Team rief mich vorsichtshalber
herein. Wir haben immer noch eine Chance, die Konstrukteurs-WM zu gewinnen
und ich werde alles für den Erfolg unseres Teams geben."