Kimi Raikkönen
"Ich kam hierher, um zu gewinnen - und ich war nah dran. In den
Schlussrunden waren die Streckenbedingungen sehr schwierig. Leider kam ich
von der Strecke ab und beim Versuch, wieder zurückzukommen, drehte ich
mich und endete in der Mauer. Das war schade, denn das Auto funktionierte
heute wirklich gut. Ich hatte einen guten Start und konnte Felipe auf der
Geraden überholen, dann überholte ich auch Hamilton."
"Auf den weichen Reifen konnte ich eine gute Pace vorlegen, aber auf dem
harten Reifen am Ende ging dies nicht mehr. Der einsetzende Regen hat mir
sicher nicht geholfen. Wenn man in solchen Bedingungen an der Spitze liegt,
muss man vorsichtiger sein, weil man nicht weiß, wie viel Grip man
in einer Anbremszone haben wird. So kam Hamilton an mich heran, und dann
passierte das, was alle sehen konnten. Das ist das zweite Rennen in Folge
ohne Punkte. Die Situation in der Meisterschaft ist, wie sie ist, aber so
einfach gebe ich nicht auf."
Felipe Massa
"Das war ein sehr seltsames Rennen, bei dem der Start und die Zieldurchfahrt
bei eher unterschiedlichen Bedingungen stattfanden. Nach dem Start dachte
ich, dass die Eau Rouge etwas feuchter sein würde, daher war ich dort
vorsichtig. Kimi griff dort an und kam vorbei. Danach erkannte ich schnell,
dass es schwer werden würde, die beiden Jungs vor mir zu überholen,
auch wenn die Rundenzeiten recht ähnlich waren. Ich habe einfach versucht,
mit der Situation umzugehen, speziell gegen Ende des Rennens."
"Als der Regen einsetzte, hatte ich einen recht großen Vorsprung auf
meinen nächsten Verfolger. Ich ging daher keine Risiken ein. Die Balance
des Autos war heute nicht perfekt. Am Samstagmorgen verringerten wir den
aerodynamischen Abtrieb, wie man es hier für das Rennen macht. Doch
die Bedingungen kamen unserer Entscheidung nicht entgegen. Die härteren
Reifen waren zudem langsamer als die weichen, boten weniger Grip und machten
die Balance inkonsistent."
Robert Kubica
"Ich bin nicht zufrieden mit dem Resultat. Ich hatte heute die
Möglichkeit, aufs Podium zu fahren. Wir hatten jedoch ein Problem während
des zweiten Boxenstopps. Ich verlor zwei oder drei Positionen und kam hinter
Nick zurück auf die Strecke. Als es zu regnen begann, fuhr er in die
Box und wechselte die Reifen. Das hätte bei mir zu viel Zeit gekostet.
Ich war ja direkt hinter Nick, wir wären praktisch gleichzeitig angekommen.
Ich hatte darüber hinaus keine Informationen zum Wetter, weil es Probleme
mit dem Funk gab. Leider haben wir Punkte verschenkt. Naja, das ist Rennsport."
Nick Heidfeld
"Ich hatte ein fantastisches Rennwochenende und bin heute sehr froh. Beim
Start kam ich sogar etwas besser weg als die Autos vor mir. Dann bin ich
nach außen gezogen, und Heikki Kovalainen ist mir leider ins Auto gefahren.
Das kann passieren, ich war froh, dass mein Auto nicht weiter beschädigt
war, aber natürlich habe ich einige Plätze verloren. Später
konnte ich ein paar Autos wieder überholen, aber dann hing ich im Verkehr
fest."
"Als es begann zu nieseln, war ich überzeugt, dass der Regen in der
nächsten Runde stärker werden würde, und habe mich entschieden,
auf Regenreifen zu wechseln. Das Team hat nochmals nachgefragt, ob ich das
auch ernst meine. Als ich dann aus der Boxengasse fuhr, habe ich gefragt,
wie viele Runden es noch wären. Mein Ingenieur sagte mir, diese und
noch eine. Ich sah weit und breit kein Auto und dachte schon, oh Mann, das
war wohl die falsche Entscheidung, aber dann hat sie sich doch ausgezahlt.
Es war eine Frage von Sekt oder Selters."
Nelson Piquet Jr.
"Ich habe das Rennen auf einer Ein-Stopp-Strategie in Angriff genommen, entsprechend
schwer vollgetankt und schwierig zu fahren war mein Auto. Dennoch gelang
mir ein guter Start, bei dem ich gleich fünf Positionen aufholen konnte
- eigentlich eine ideale Ausgangsposition. Leider gab es auf der Strecke
vereinzelt noch feuchte Stellen, die mich in einen Fehler lockten."
"Das ist wirklich tragisch, denn ein tolles Resultat lag auch für mich
in Reichweite. Dennoch blicke ich weiterhin mit Optimismus nach vorne und
werde sehen, was sich im Königlichen Park von Monza - wo wir vergangene
Woche getestet haben - für uns ergeben wird. Ich hoffe, dass wir dort
ähnlich konkurrenzfähig unterwegs sein können wie hier in
Belgien."
Fernando Alonso
"Wir können mit dem Ergebnis am Ende eines so ereignisreichen
Grand Prix zufrieden sein, da wir uns mit diesem Resultat eine wesentlich
bessere Ausgangsposition in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft verschaffen
konnten. Zwar haben wir den Sprung aufs Podium knapp verpasst, führten
aber den Beweis, dass wir im aktuellen Kräfteverhältnis der Formel-1-Teams
die dritte Kraft darstellen."
Kazuki Nakajima
"Das war heute für mich ein schwieriges Rennen. In der ersten Kurve
hatte ich eine Berührung, die mich etwas Zeit kostete. Von da an versuchte
ich, ein konstantes Tempo anzuschlagen, denn ich war auf einer Ein-Boxenstopp-Strategie.
Angesichts dieser Tatsache denke ich, dass meine Geschwindigkeit im Rennen
im Vergleich zu jenen um mich herum nicht schlecht war."
"Ich machte während des Rennens ein paar Fortschritte. Am Ende des Rennens
kam der Regen und es war eine schwierige Entscheidung, ob man auf Trockenreifen
bleibt oder schaut, was Regenreifen einem bringen könnten. Am Ende führten
wir den Stopp durch und wechselten die Reifen, aber wir hatten nicht genügend
Zeit, um Boden gutzumachen."
Nico Rosberg
"Dies war für mich heute kein besonders aufregendes Rennen.
Schlussendlich gab ich von meiner Startposition aus und auf Basis der Leistung,
die das Auto bot, mein Bestes. Wenn man dies alles berücksichtigt, dann
ist der 12. Rang wohl das Beste, was wir erreichen konnten."
"Am Ende des Rennens mussten wir die schwierige Beurteilung abgeben, ob wir
für Regenreifen an die Box kommen oder nicht. Und auch wenn wir keinerlei
Vorteil hatten, denke ich, dass es eine gute Entscheidung war, sie zu nehmen."
"Alles in allem war es für uns kein gutes Wochenende, und wir müssen
nun nach Monza blicken und versuchen, die Dinge dort zu verbessern. Nach
dem kürzlichen Test dort sind wir zuversichtlich, dass dies eine Strecke
ist, die uns besser liegt."
Mark Webber
"Die ersten Runden waren wegen der Bedingungen wirklich schwierig,
aber unser Start war in Ordnung. Ich war kurz ausgelegt, das hilft, um eine
freie Strecke zu haben. Doch es kam nicht so. Ich verlor Zeit hinter Bourdais,
der schwerer war, aber ich war dennoch in einer guten Position. Dann wurde
ich von Heikki getroffen und verlor dabei etwas Zeit. Das hat auch unserer
Strategie gescheitert, die recht aggressiv war. Das Auto hat sich am besten
auf den harten Reifen im letzten Stint angefühlt."
David Coulthard
"Ich wurde beim Start lange hinter den Hondas aufgehalten, es war schwierig,
von da Positionen gutzumachen. Die Fahrbarkeit war schlecht. Die wechselhaften
Bedingungen machten es gegen Ende interessant, wir hätten vielleicht
schon eine Runde früher auf die Intermediates wechseln können."
Timo Glock
"Das war ein schwieriges Rennen, aber ich bin mit dem Punkt zufrieden,
denn es sah lange Zeit nicht so aus, als ob wir das erreichen könnten.
Ich möchte dem gesamten Team danken, vor allen aber den Jungs, die für
den Start arbeiten. In den vergangenen Rennen waren die Starts nicht so gut,
aber heute waren sie wirklich toll. Ich konnte in der ersten Kurve aber nicht
so viele Plätze gutmachen, wie ich wollte, weil Sébastien Bourdais
in Jarno rutschte und ich dachte, dass es ein Chaos geben würde. Daher
steckte ich zurück."
"In den ersten Runden konnte ich einfach keine Hitze in den Reifen
bekommen. Ich hatte große Mühe und verlor einige Plätze.
Als es dann begann zu regnen, entschied ich hereinzukommen und auf die Standardregenreifen
zu wechseln. Das war die richtige Entscheidung. Einfach war es aber nicht,
doch ich kam an Mark Webber in der letzten Kurve vorbei und holte den letzten
Punkt."
Jarno Trulli
"Ich hatte ein wenig Pech, denn ich hatte einen tollen Start von Rang 11
und war bereits unter den besten Sechs. Doch dann wurde ich von hinten hart
getroffen, was mein Auto beschädigte. Danach war das Auto unfahrbar
und hinzukam auch noch ein Getriebeproblem. Sollte das Rennen einfach nur
noch beenden."
"Ich hatte wieder einmal kein Glück hier. Es scheint oft der Fall zu
sein, dass ich in Spa konkurrenzfähig bin, aber kein Glück habe.
Ich hoffte, dass ich ein starkes Rennen haben und Punkte holen würde.
Das war auch möglich, denn wir hatten eine konkurrenzfähige Strategie
und einen tollen Start. Es ist schade, dass wir es nicht geschafft haben."
Sébastien Bourdais
"In der letzten Runde war es eine Lotterie, denn das Auto ging dir
bei jeder Bewegung des Lenkrades weg. Es ist eine schreckliche Situation,
denn bis dahin hatte ich alles unter Kontrolle aber ich befinde mich in keiner
Situation, in der ich alles riskieren kann und am Ende des Rennens wusste
ich nicht einmal, wo ich ins Ziel kam."
"Es war so knapp, dass es ein großartiges Ergebnis wird, ich hatte
schon das Gefühl, dass ich es beinahe schon greifen kann. Es war aus
diesem Grund sehr frustrierend, das Wochenende so zu beenden, was bis zu
diesem Punkt großartig gewesen war. Das ist wirklich schade, aber nichtsdestotrotz
ist es für das Team ein sehr starkes Ergebnis."
Sebastian Vettel
"Sowohl ich als auch Seb haben
nach einem Rennen wie diesem einen guten Grund zum Lächeln. Die letzte
Runde war unglaublich und ich war schockiert, dass ich auf den letzten 50
Metern überholt wurde. Heidfeld, gefolgt von Alonso fuhren auf ihren
Intermediates in einem Rutsch an mir vorbei."
"Es war zum Schluss sehr schwierig, und man musste seinem Auto wirklich vertrauen.
Wir sagen alle, dass die 'Eau Rouge' und die 'Blanchimont' nun voll gehen,
aber mit ein paar Regentropfen sieht man die wahre Natur dieser Kurven."
"Alles in allem war es ein fantastisches Rennen, auch wenn ich eine Weile
im Verkehr steckte. Aber ich war über das Auto sehr glücklich und
wir hatten heute eine sehr starke Geschwindigkeit. Die Jungs an der Spitze
fahren noch in einer anderen Dimension, aber wir haben ein paar gute Fortschritte
gemacht und nun liegt es an uns, dieses Potenzial bei den kommenden paar
Rennen zu nutzen."
Jenson Button
"Das war ein hartes Wochenende und unglücklicherweise war
die Leistung des Autos deutlich von dem entfernt, wo ich dachte, dass wir
in Spa stehen würden. Ich hatte von Position 17 aus keinen großartigen
Start und wurde von Autos überall dort eingegrenzt, wo ich hin fahren
wollte."
"Ich verlor dann etwas Zeit in der Schlange Autos, die hinter Rubens fuhr,
als er sein Getriebe-Problem hatte. Das Auto hatte während des ersten
Abschnitts des Rennens überhaupt kein gutes Handling, da ich keine Haftung
und eine sehr schlechte Balance hatte."
"Als ich an die Box kam und auf den härteren Reifen wechselte, da stellten
wir den Frontflügel steiler, was ich meiner Meinung nach brauchte. Aber
da ich gestern nicht die Möglichkeit hatte, die beiden Reifen miteinander
zu vergleichen, sorgte dies unglücklicherweise vorne für zu viel
Abtrieb. Zudem war unser Luftdruck hinten zu niedrig, was das Auto als sehr
schwierig zu fahren gestaltete."
Rubens Barrichello
"Das Rennen verlief für mich ganz gut, aber unglücklicherweise
verlor ich nur kurze Zeit, nachdem ich Trulli überholt hatte, den sechsten
Gang. Ich versuchte, weiterzufahren, aber aufgrund der Art und Weise, wie
das Getriebe arbeitet, muss man durch den sechsten Gang gehen, bevor man
in den siebten Gang kommen kann. Dies sorgte dafür, dass der Motor überdrehte
und stellte ein Potenzial für beträchtlichen Schaden dar."
"Das Team entschied sich, dass es das Beste ist, das Auto aus dem Rennen
zu nehmen, da es mein erstes Rennen mit diesem Motor ist und ich damit kommende
Woche in Monza fahren muss. Alles in allem war es kein großartiges
Wochenende. Unser größtes Problem war es gewesen, Temperatur in
die Reifen zu bekommen, was unsere Leistung sehr stark beeinträchtigt
hat."
Jarno Trulli
Anthony
Davidson
"Es war toll, meine erste volle Distanz seit Brasilien 2007 zu
fahren. Ich glaube, es lief ganz gut. Die Jungs haben exzellent
gearbeitet und das Auto war im Rennen zuverlässig. Es gab
überhaupt keine Probleme, auch die Reifen funktionierten gut. Ich
fühlte mich im Auto wohl und griff, wann immer ich konnte, an. Ich
hielt mich von allem Ärger fern und brachte das Auto auf einer
Position ins Ziel, die für unsere derzeitige Situation respektabel
ist."
Adrian Sutil
"Bereits sehr früh entwickelte sich an meinem Auto ein
mechanisches Problem und ich musste den Motor abstellen und von der
Strecke fahren. Über diesen Start der Saison bin ich sehr
enttäuscht, besonders nachdem ich schon beim Rennen in Australien
ebenfalls früh hatte anhalten müssen."
Giancarlo Fisichella
"Unglücklicherweise drehte sich Nakajima und rutschte vor
mein Auto. Ich brach mir den Frontflügel und beschädigte das Auto
ziemlich stark. Auf der Fahrt zurück an die Box verlor ich eine Menge
Zeit, da ich keinen Frontflügel und einen Plattfuß hatte. Als
ich aus der Box kam, kam ich gerade vor die Führenden und hatte dann
mindestens 40 blaue Flaggen!"
"Gegen Ende des Rennens funkte ich im Hinblick auf das Wetter die Box an
und sagte, dass ich Regenreifen haben möchte. Das war die richtige Wahl,
aber es waren nur noch zwei oder drei Runden zu fahren und es wäre schön
gewesen, diese Bedingungen früher gehabt zu haben. Aber angesichts des
Starts ist das Endergebnis meiner Meinung nach nicht allzu schlecht."
Adrian Sutil
Dies war ein starkes Rennen für uns mit einer guten Leistung.
Wir hatten auf der Strecke ein paar Zweikämpfe und eine Menge Überholmanöver.
Ich holte auf Button auf und war genau hinter ihm, aber dann gab es in den
letzten Runden den Regen."
"Da nur noch ein paar Runden zu fahren waren und wir mit Trockenreifen unter
den feuchten Bedingungen ziemlich schnell waren, blieben wir auf der Strecke.
Ich konnte ihn überholen und auch ein paar andere Jungs. Ich bin über
dieses Rennen ziemlich glücklich."
Lewis Hamilton
"Das war einer der aufregendsten Siege meiner Karriere. Und was
für ein hartes Rennen. Nach meinem Dreher in der zweiten Runde fiel
ich hinter Kimi zurück. Ich sah ihn immer vor mir und attackierte so
hart wie möglich. Dabei hoffte ich, er würde beim Überrunden
Zeit verlieren."
"Als es zu regnen begann, war Kimi beim Bremsen etwas vorsichtig und ich
kam heran. In der Schikane versuchte ich zu überholen und wir berührten
uns fast. Ich lenkte nach links, um das zu verhindern. Auf der Start-Zielgeraden
ließ ich ihm Platz, wieder in Führung zu gehen, aber in der La
Source kam ich innen an ihm vorbei."
Heikki Kovalainen
"Gleich in der ersten Kurve wurde ich zwischen anderen Autos
eingeklemmt und verlor viele Positionen. Mein Auto lief super und ich konnte
schnell aufholen. Als ich vor der Schikane auf Mark Webber auflief, war ich
deutlich schneller, doch wahrscheinlich sah er mich wohl nicht und wir berührten
uns; er drehte sich vor mir."
"Es war ein Rennunfall, aber ich erhielt eine Durchfahrtsstrafe und fand
mich erneut im hinteren Feld wieder. Wieder überholte ich etliche Fahrzeuge
und besonders mit meinem letzten Reifensatz hatte ich einen guten Speed.
Als es am Ende rutschig wurde, hoffte ich, weiter nach vorn zu kommen, doch
dann hatte ich leider einen Getriebeschaden."