Stimmen nach dem Rennen

Kimi Raikkönen
"Nach einem Tag wie diesen gibt es nicht sonderlich viel zu sagen. Es war definitiv nicht das Wochenende, das ich mir erhofft habe, aber ich glaube nicht, dass ich trotz dieses negativen Ergebnisses nun aus dem Rennen um den Titel raus bin. Es sind noch sechs Rennen zu fahren und damit 60 Punkte zu holen. Wir haben gesehen, dass sich die Situation wirklich schnell ändern kann, selbst wenn ich realisiere, dass es nun komplizierter wird."
"Heute verlor ich am Start einen Platz und hing im gesamten ersten Teil des Rennens im Verkehr fest. Als ich dann eine freie Strecke vor mir hatte, war ich in der Lage, Druck zu machen und gute Rundenzeiten zu fahren. Beim zweiten Boxenstopp machte ich einen Fehler und fuhr los, bevor ich dies hätte tun sollen."
"Glücklicherweise ist Pietro Timpini nicht allzu sehr verletzt. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass es ihm bald besser geht. Es hätte sowieso nichts verändert, da der Motor kaputt ging. Nun müssen wir uns darauf konzentrieren, uns auf die kommenden Runden vorzubereiten, und unsere Qualifying-Leistung zu verbessern."

Felipe Massa
"Es ist fantastisch, dieses Rennen gewonnen zu haben, besonders nach der Enttäuschung von Budapest. Das Team leistete wahnsinnige Arbeit bei der Vorbereitung auf diesen Grand Prix und die Vorteile konnte man schon am allerersten Tag sehen. Gestern sicherte ich mir die Pole Position und heute den Sieg, die schnellste Rennrunde ist die Sahne auf dem Kuchen. Man kann nicht mehr verlangen, besonders bei meinem 100. Grand Prix, von denen ich jeden einzelnen mit einem Ferrari-Motor bestritt."
"Ich bekam einen guten Start hin und ging von den ersten Runden an ans Limit. Im zweiten Teil des Rennens war das Auto außergewöhnlich, aber auch im letzten Abschnitt, als ich die weicheren Reifen hatte, konnte ich locker gute Rundenzeiten fahren. Dies ist ein wichtiger Moment in meiner Karriere, und ich muss in dieser Art weiterarbeiten. Mir tut leid, was Kimi passiert ist, wir müssen unsere Zuverlässigkeit sehr sorgfältig unter die Lupe nehmen. Ich bin zuversichtlich, dass das Team weiß, welche Gegenmaßnahmen getroffen werden müssen, um auf dieses Problem zu reagieren, so wie es dies in der Vergangenheit immer getan hat."

Robert Kubica
"Mein Start war ziemlich gut, aber in Kurve eins bin ich über den Randstein gefahren, und Lewis Hamilton hat mir die Tür zugemacht. In der zweiten Kurve wollte ich ihn überholen, sah dann aber Felipe Massa sehr früh bremsen. Es wäre zu risikoreich gewesen, den Bremspunkt zu überfahren und ihn eventuell zu rammen. Während der folgenden Runden war ich stets etwas langsamer als Lewis."
"Plötzlich sah ich eine Plastiktüte herumfliegen. Ich konnte nicht ausweichen, und sie hat sich unter dem Auto festgeklemmt. In zwei Kurven konnte ich kaum lenken, das war extrem gefährlich. Zum Glück ist der größte Teil der Tüte bald weggeflogen, aber mein Vertrauen ins Fahrverhalten war erst Mal sehr reduziert. Ich habe rund drei Sekunden verloren. Letztlich kam ich als Dritter ins Ziel, und ich denke, dass ich den Grundstein dafür gestern mit meinem Qualifyingergebnis gelegt habe.

Nick Heidfeld

"Das war eines der schlimmsten Rennen für mich. Es ist eine Katastrophe, mit einem Auto auf Platz neun zu landen, das offensichtlich gut genug für Platz drei ist. Nach dem Qualifying war ich recht zuversichtlich, man hat ja gesehen, dass es geht. Aber eben nicht immer. Mit den härteren Reifen in den ersten beiden Stints hatte ich große Probleme, mit den weichen am Schluss ging es besser. Ich habe nach dem Start einen Platz verloren und hatte später keine Chance, Positionen gutzumachen. Der Speed hat gefehlt."

Nelson Piquet Jr.
"Die erste Runde verlief turbulent, weil ich mitten in einer Kampfgruppe steckte und mehrere Plätze verlor. Danach versuchte ich die Positionen zurückzugewinnen, doch mein Frontflügel war so beschädigt, dass ich kaum überholen konnte. Schade, dass wir keinen Top-10-Platz schafften, aber ich hoffe, dass wir in Belgien in zwei Wochen ein besseres Rennen erleben."

Fernando Alonso
"Ich wusste schon nach dem Qualifying, dass mir ein schwieriges Rennen bevorstehen würde. Kurz nach dem Start fuhr mir Nakajima ins Auto und ich verlor meinen Heckflügel. Meine Mechaniker versuchten alles, damit ich weiterfahren konnte, doch mein Rennen war gelaufen. Ich bin sehr enttäuscht, weil ich bei meinem zweiten Heimrennen auf ein besonderes Erlebnis gehofft hatte und mich an diesem Wochenende so viele Fans unterstützten. Ich möchte mich jetzt voll auf den Rest der Saison und das nächste Rennen in Spa konzentrieren."

Kazuki Nakajima
"Ich hatte einen schlechten Start und dafür müssen wir den Grund finden. Als ich in der ersten Runde in die Kurven vier und fünf fuhr, lag ich genau hinter Alonso. Aber vorne fand ein kleiner Kampf statt und ich konnte ihm nicht ausweichen, als ich in die Kurve fuhr."
"Danach versuchte ich einfach, konstant zu sein. Meine Geschwindigkeit war in Ordnung, aber ich fuhr hinter Barrichello und es war wirklich schwierig zu überholen. Schlussendlich schaffte ich es, an ihm vorbeizukommen, und meine Geschwindigkeit verbesserte sich. Aber da war es schon zu spät."

Nico Rosberg
"Ich bin darüber ziemlich glücklich. Es ist gut, heute mit einem Punkt ins Ziel gekommen zu sein, denn es ist schon eine Weile her, dass uns dies gelungen ist. Das Rennen verlief für mich ganz gut und ich habe alles gegeben, hatte das Gefühl, dass ich eine Qualifying-Runde nach der anderen fahre."
"Das Ergebnis ist auch für das Team gut, da es zeigt, dass wir wieder auf dem richtigen Weg sind. Einmal mehr möchte ich sagen, dass Valencia hier großartige Arbeit geleistet hat und das Rennen viel Spaß bereitet hat."

Mark Webber
"Wir waren einfach nicht schnell genug. Wir hatten darauf gehofft, dass es während des Rennens ein paar Safety-Car-Phasen gibt, wir fuhren aus diesem Grund eine Ein-Boxenstopp-Strategie, aber so kam es nicht. In Bezug auf die Geschwindigkeit war es ein schwieriges Rennen, und wir haben eine Menge zu analysieren."

David Coulthard

"Ich wurde in der ersten Runde von hinten getroffen. Ich kämpfte mich zurück und überholte ein paar Autos, aber als ich versuchte, einen der Force Indias zu überholen, brach ich das Manöver ab und berührte das Auto. Entschuldigung dafür. Dies beschädigte mein Bargeboard und die Seite des Autos. Danach war die Balance und der Abtrieb sehr schlecht."

Timo Glock
"Das war eines der schwierigsten Rennen für mich, denn die letzten beiden Tage war ich stark erkältet. Doch ich hatte ein gutes Auto und die richtige Strategie. Platz sieben war das Beste, was wir erreichen konnten. Ich bin zufrieden. Ich konnte beim Start einige Plätze gutmachen, danach fuhr ich einfach mein Rennen. Gegen Rennmitte war es schwer, die letzten 10 Runden gab ich alles, um konzentriert zu bleiben. Wenn man unser Qualifying und meine Beschaffenheit in Betracht zieht, dann bin zufrieden."

Jarno Trulli
"Das ist ein gutes Ergebnis. Das Wochenende begann schlecht für mich, aber es endete gut. Ich bin zufrieden. Ich konnte ein starkes Rennen fahren, ohne zu sehr attackieren zu müssen. Ich habe hart angegriffen, wenn ich das musste, habe dabei aber auf Reifen und Bremsen geachtet. Das zeigt, wie gut wir uns entwickeln und wie schön es ist, mit einem konkurrenzfähigen Auto an jedem Wochenende zu fahren. Toyota ist in diesem Jahr gut und wir sind auf jedem Kurs noch konkurrenzfähiger. Die Entwicklung im Team geht weiter, ich bin zuversichtlich, dass wir die Form in den kommenden Rennen halten und noch mehr Punkte holen können."

Sébastien Bourdais
"Das Rennen war schön, abgesehen von der Tatsache, dass ich mit Heidfeld kollidierte. Dadurch brach mein Flügel und ich musste 17 Runden damit fahren. Dabei verlor ich 20 Sekunden auf die Gruppe, in der ich fuhr. Die folgenden beiden Stints waren richtig gut, ich hatte eine gute Pace. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, wir hatten auch die richtige Strategie."
"Das ist mein bestes Ergebnis seit Australien und besonders ab dem zweiten Stint fühlte ich mich sehr wohl und war zufrieden mit dem Auto. Ich konnte richtig angreifen, nachdem mehr Gummi auf der Bahn war. Die nächsten Rennen gehe ich weiter Schritt für Schritt an. Ich hoffe, dass ich es in Spa in die Punkte schaffe."

Sebastian Vettel
"Unglaublich! Ein perfekter Tag! Es hat Spaß gemacht, aber es war auch hart. Es ist eine schöne Rennstrecke. Mein Rennstart war nicht so gut, ich stand auf der schmutzigen Seite. In Kurve eins war ich am Limit und nah an Kimi dran. Ich konnte im ersten Stint man meinen Platz gegen Jarno Trulli verteidigen. Er hatte aber etwas mehr Sprit an Bord und konnte eine Runde länger draußen bleiben. So hat er mich dann in den Boxen überholt."
"Wir können mit diesem Ergebnis wirklich zufrieden sein. Wir haben keine Fehler gemacht - am gesamten Wochenende nicht -, und konnten unsere Leistung voll ausnutzen. Das ganze Team kann stolz sein auf das, was es erreicht hat. Hoffentlich können wir bei den kommenden Rennen wieder in den Top 10 sein."

Jenson Button
"Ich hatte einen guten Start in das Rennen und machte drei Plätze bis auf Position 13 gut, aber das war für mich wirklich der Höhepunkt des Rennens. Wir haben es uns selbst schwer gemacht, indem wir uns so weit hinten in der Startaufstellung qualifiziert haben, nachdem wir erwartet hatten, eine wesentlich bessere Leistung zu zeigen."

Rubens Barrichello
"Nach dem Qualifying nutzen wir die Chance, aus der Boxengasse zu starten und arbeiteten am Auto, um zu versuchen, die Probleme zu beheben, die wir gestern hatten. Wir tauschten die Bremsen komplett aus, das Auto war aus diesem Grund völlig anders zu fahren, aber es verbesserte sich während des Rennens ein wenig. Wir müssen die Probleme mit den Bremsen in den Griff bekommen, die wir das ganze Wochenende über hatten, da sie mich viel Zeit und Positionen gekostet haben. Alles in allem war es ein schwaches Wochenende."

Jarno Trulli


Anthony Davidson
"Es war toll, meine erste volle Distanz seit Brasilien 2007 zu fahren. Ich glaube, es lief ganz gut. Die Jungs haben exzellent gearbeitet und das Auto war im Rennen zuverlässig. Es gab überhaupt keine Probleme, auch die Reifen funktionierten gut. Ich fühlte mich im Auto wohl und griff, wann immer ich konnte, an. Ich hielt mich von allem Ärger fern und brachte das Auto auf einer Position ins Ziel, die für unsere derzeitige Situation respektabel ist."

Adrian Sutil
"Bereits sehr früh entwickelte sich an meinem Auto ein mechanisches Problem und ich musste den Motor abstellen und von der Strecke fahren. Über diesen Start der Saison bin ich sehr enttäuscht, besonders nachdem ich schon beim Rennen in Australien ebenfalls früh hatte anhalten müssen."

Giancarlo Fisichella
"Es war ein schwieriges Rennen unter sehr heißen Bedingungen, aber alles in allem denke ich, dass wir eine gute Leistung gezeigt haben. Die Strategie war nicht schlecht, aber wir hatten ein Safety Car erwartet, nachdem wir die anderen Rennen im Rahmenprogramm gesehen hatten."
"Es gab jedoch keinerlei Zwischenfälle, so dass es nicht auf die Strecke kam. Unsere Geschwindigkeit war gut, sie war nicht weit von jenen der anderen entfernt, und wir haben mit dem Getriebe einen Schritt nach vorn gemacht. Wir müssen nun fokussiert bleiben und weiterhin nach vorn schauen."

Adrian Sutil
"Der erste Abschnitt des Rennens war in Ordnung, da ich die Lücke auf den Rest des Feldes schloss und ich in der Haarnadelkurve ein paar Autos überholen konnte. Es war schade, dass ich Giancarlo nicht schnell genug überholen konnte, um den kompletten Vorteil aus der Zwei-Boxenstopp-Strategie zu ziehen. Dabei verlor ich etwas Zeit."
"Als ich ihn erst einmal überholt hatte, lief es besser, aber es war dennoch schwierig, mehr Autos zu überholen. Beim Bremsen verlor ich dann das Heck des Autos, versuchte den Unfall zu vermeiden, aber die Leitplanke war zu nahe und das war es dann."

Lewis Hamilton
"Ich kann mich über den zweiten Platz heute nicht beklagen. Obwohl ich ein paar gesundheitliche Probleme hatte, war es insgesamt ein positives Wochenende für uns. Überholen war auf dieser Strecke nicht einfach, doch unsere Rundenzeiten zeigten, dass wir einen guten Speed hatten und das stimmt mich zuversichtlich. Ich konnte meine Führung in der Gesamtwertung ausbauen und zusammen mit Heikki holten wir 13 Punkte, das ist gut für das Team. Es war also ein zufriedenstellendes, wenn auch nicht spektakuläres Wochenende für uns."

Heikki Kovalainen
"Ich startete gut und überholte Kimi Räikkönen vor der ersten Kurve", so Kovalainen. "Mit dem weiteren Rennen bis zum zweiten Boxenstopp war ich nicht so zufrieden, denn mit den härteren Reifen (prime) hatte ich zu wenig Grip. Als wir dann auf die weicheren Reifen (option) wechselten, lief es besser und ich verkürzte etwas den Abstand hinter Robert Kubica. Immerhin holte ich fünf Zähler und ich freue mich, dass das Team gut gepunktet hat."