Stimmen nach dem Rennen

Kimi Raikkönen
"Dies war definitiv nicht jenes Rennen, das wir uns erhofft hatten. Wir haben das ganze Wochenende über gekämpft, und wir müssen verstehen, warum dies so war. Üblicherweise ist unsere Geschwindigkeit im Rennen immer gut, aber heute war dies nicht der Fall, denn ich habe fast immer an mangelhafter Haftung gelitten. Lediglich in der Schlussphase verbesserte sich die Situation ein wenig, aber es reichte nie aus, um konkurrenzfähig zu sein."
"Wir haben in Jerez einen Test, bei dem wir versuchen werden, das Auto zu verbessern, so dass wir in Budapest in besserer Form ankommen. Dies ist definitiv keine Krise, aber wir müssen das Verhalten des Autos sorgfältig analysieren, um zu verstehen, ob wir in Bezug auf die Entwicklung auf dem richtigen Weg sind."

Felipe Massa

"Ich bin enttäuscht, aber ich bin mir gleichzeitig bewusst, dass es viel schlimmer hätte kommen können. Wir hatten die Möglichkeit, das Rennen zu gewinnen, aber wir leisteten uns beim ersten Boxenstopp einen Fehler, behielten dieselben Reifen, weil wir erwarteten, dass sich die Streckenbedingungen verbessern. Dies war eine gemeinsame Entscheidung, wir als Team gewinnen oder verlieren zusammen."
"Die Dinge laufen für mich im Moment nicht allzu gut, bedenkt man, was in den vergangenen paar Rennen passiert ist. Aber ich führe die Meisterschaft an, auch wenn ich den gleichen Punktestand habe wie Felipe und Lewis. Wir wissen, dass wir über ein großartiges Potenzial verfügen, aber wir müssen alles richtig hinbekommen, um das Maximum daraus zu machen." 

Felipe Massa
"Dieses Silverstone-Wochenende ist eines, das man vergessen möchte. Am Freitag hatte ich einen Unfall, gestern gab es im Qualifying ein Problem und heute eine Serie an Fehlern auf allen Ebenen. Wir müssen nach vorn schauen, denn in der Meisterschaft liegt noch ein sehr langer Weg vor uns, und wir haben gesehen, dass es nur ein Ergebnis benötigt, um die Situation umzudrehen."
"Nach neun Rennen befinde ich mich in der Gesamtwertung in Führung und habe jede Chance, um bis zum Ende um den Titel zu kämpfen. Heute konnte ich das Auto kaum auf der Gerade halten, und es war immer sehr schwierig zu fahren."
"Erst nach dem letzten Boxenstopp verbesserten sich die Dinge ein wenig, aber da lag ich schon weit zurück. Wir müssen beim kommenden Test in Hockenheim gute Arbeit leisten, um so gut wie möglich auf den Großen Preis von Deutschland vorbereitet zu sein, der auf derselben Strecke stattfindet."

Robert Kubica
"Ich hatte schon einige Runden mit Aquaplaning gekämpft, und dann habe ich das Auto leider beim Geradeausfahren komplett verloren. Wir hatten hier heute in Silverstone ein verrücktes Rennen unter schwierigen Bedingungen."
"Bei mir lief zunächst alles prima, ich fuhr ein gutes Rennen und habe Plätze gutgemacht. Aber als dann der Regen kam und das viele Wasser auf der Strecke stand, kam ich richtig ins Straucheln. Ich konnte das Auto geradeaus nicht auf der Straße halten, die Hinterräder haben nur noch durchgedreht, und das war es dann."

Nick Heidfeld
"Es war ein gutes Rennen, ich bin zufrieden mit dem zweiten Platz, weil er heute das maximal Erreichbare für mich war. Im Qualifying lief es schon recht gut, und im Rennen haben wir dann alles richtig gemacht. Entscheidend war heute, die richtige Reifenwahl zu treffen. Wir hatten beim ersten Stopp überlegt, den gebrauchten Satz Intermediates draufzulassen, uns dann aber zum Glück doch für neue Reifen entschieden. Wir hatten einen kleinen Schauer erwartet."
"Das war ein schwieriges Rennen. Schon von Beginn an schien Hamiltons Tempo unschlagbar gewesen zu sein, und ich verstand, dass es sehr schwierig werden würde, ihn zu schlagen. Ich hatte nie eine gute Haftung, und in der Schlussphase hatte ich auch Probleme mit den Bremsen, und war nicht einmal in der Lage, Piquet zu attackieren, dem ich zu seiner ersten Platzierung auf dem Podium in seiner Karriere gratuliere."
"Wir müssen versuchen zu verstehen, warum wir an diesem Wochenende nicht in der Lage waren, mit unseren Gegnern mitzuhalten. Sie haben sich definitiv verbessert, ich denke jedoch, dass es eher so ist, dass wir einen Schritt rückwärts gemacht haben. Wir sind jedoch immer noch zuversichtlich. Wir haben die Fähigkeit, um aus dieser Situation herauszukommen, schon ab dem kommenden Rennen."

Nick Heidfeld
"Von Startplatz zwölf aus ist Platz vier natürlich ein klasse Ergebnis. Dadurch, dass ich außerhalb der ersten Zehn losgefahren bin, konnten wir ja die Spritmenge frei wählen und haben uns für einen relativ langen ersten Stint entschieden. So konnte ich während der Safety-Car-Phase draußen bleiben. Dabei war natürlich entscheidend, dass ich dann auch richtig Tempo machen konnte und einen entsprechenden Abstand rausgefahren habe."
"Das Auto war gut, aber bis zu diesem Moment konnte ich meinen Speed nicht zeigen, weil ich ständig im Verkehr feststeckte. Dass ich die schnellste Rennrunde gefahren bin, zeigt, was drin war. Zum Schluss war ich ganz dicht hinter Felipe Massa, aber ich konnte ihn einfach nicht überholen. Es war ein gutes Heimrennen für mich, und ich bin froh, dass ich den Fans etwas bieten konnte, die ich vielleicht gestern im Qualifying enttäuscht habe."

Robert Kubica
"Es fällt mir schwer, nach einem solchen Rennen glücklich zu sein. Während der ersten Hälfte des Rennens konnte ich ähnliche Rundenzeiten wie die McLaren-Mercedes und Ferrari fahren. Aber plötzlich war mein Auto viel zu langsam. Meine Reifen konnten nicht mehr den nötigen Grip aufbauen, vielleicht weil sie nicht mehr auf Temperatur kamen. Wir müssen jetzt die Daten analysieren."

Nelson Piquet Jr.
"Ich bin natürlich überglücklich. Nach dem Qualifying gestern dachte ich, mein Rennwochenende sei gelaufen. Im Rennen setzten wir auf eine offensive Strategie, und das Team traf eine großartige Entscheidung, als sie mich direkt vor der Safety-Car-Phase zum Tanken reinholten. Danach musste ich mich konzentrieren, um weiterhin gute Rundenzeiten zu fahren und meine Reifen bis zum Rennende so gut wie möglich zu schonen. Mir war klar, dass Lewis erheblich schneller fahren konnte als ich, deshalb bin ich bei seinem Überholmanöver keine unnötigen Risiken eingegangen. Dieser Podestplatz ist eine tolle Belohnung für die gute Arbeit des gesamten Teams."

Fernando Alonso
"Das war ein hartes Rennen für mich. Mein Start klappte nicht besonders und ich verlor einige Positionen. Später stimmten meine Rundenzeiten, doch es war schwierig, sich wieder vorzuarbeiten. Ich glaube, heute fehlte uns einfach das Glück. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und uns voll auf den nächsten Grand Prix konzentrieren."

Kazuki Nakajima

"Es war ein schwieriges Rennen, irgendetwas passierte im ersten Stint. Ich verlor am Anfang Zeit, weil ich im Verkehr feststeckte. Es wäre auch gut gewesen, wenn das Safety Car noch etwas länger draußen geblieben wäre, damit ich meinen Stopp hätte machen können. Im letzten Stint rutschte etwas unter mein Auto, es untersteuerte dann furchtbar und ich verlor einen Platz. Irgendwie flog es aber wieder davon und danach war die Balance wieder normal. Es war aber schon zu spät."

Nico Rosberg
"Auch wenn es nicht toll ist, ohne Punkte nach Hause zu gehen, so war es ein gutes Rennen. Zu Beginn war es etwas schwierig, denn ich hatte am Start ein technisches Problem, was mich ein paar Plätze kostete. Danach lief es ganz gut, ich konnte gut angreifen, wenn die Strecke frei war. Das Auto fühlte sich gut an, aber das Safety Car brachte die Reihenfolge durcheinander. Aber es war toll, vor den deutschen Fans zu fahren, die Atmosphäre war großartig. Nun kommen ein paar Rennen, bei denen wir gut aussehen können."

Mark Webber
"Wir wussten, dass es gegen die Jungs um uns herum in der Startaufstellung ein enges Rennen werden würde. Ich hatte in der ersten Runde einen guten Kampf mit Vettel. Im Verlauf des Rennens lag zwischen den Autos nicht viel. Wir wissen um die Schwächen unseres Autos hier, wir werden daran vor dem kommenden Rennen arbeiten. Es war mein erster mechanischer Ausfall in diesem Jahr. Wir müssen überprüfen, was diesen verursacht hat, und sicherstellen, dass dies nicht noch einmal passiert."

David Coulthard
"Das war ein schlechter Start. Heidfeld kam in der ersten Kurve neben die Strecke, er drückte mich nach außen und von der Strecke, einige Leute gingen aus diesem Grund dort an mir vorbei. Ich hing 13 Runden hinter Jenson Button fest, er schien immer die bessere Traktion gehabt zu haben, es war aus diesem Grund schwierig, ihn auszubremsen."
"Schlussendlich kam ich an ihm vorbei, ebenso wie zuvor an Rosberg. Gegen Ende des Rennens hatte Rubens Barrichello aus einer Kurve heraus die bessere Traktion und zog neben mich, ich ging auf meine Linie zurück, um die Kurve anzufahren. Ich nehme an, dass er dachte, dass ich dies nicht tun würde, aus diesem Grund hatte er sein Auto dort, aber das funktionierte nicht."

Jarno Trulli
"Für mich war dies ein enttäuschendes Rennen, denn wir hatten uns große Hoffnungen gemacht, heute Punkte zu holen."
"Zu Beginn des Rennens sah alles gut aus, aber nach unserem zweiten Stopp, als wir unsere Strategie wegen des Safety Cars veränderten, wurde es wirklich schwierig. Ich hatte Probleme mit der Balance. Ich hatte eine Menge zu kämpfen, und in den letzten zehn Runden war es wirklich hart."
"Aber ich lag auf dem achten Rang und kämpfte wirklich hart, um einen Punkt zu holen. Ich hielt Vettel hinter mir, aber unglücklicherweise blockierte ich die Vorderräder, konnte das nicht wieder gutmachen und verlor aus diesem Grund die Position. Danach verlor ich noch mehr Geschwindigkeit und war nicht in der Lage, so hart Druck zu machen, wie ich dies tun wollte."

Sébastien Bourdais

"Ich war zufrieden mit meiner Pace, aber ich hatte Pech mit dem Safety Car, denn so musste ich in den Boxen hinter Sebastian warten. Ich konnte im ersten Stint mit  Heidfeld mitgehen, der Rundenzeiten waren ordentlich. Das Auto war auf den weichen Reifen besser. Insgesamt hatte ich ein starkes Rennen und griff immer an, wurde am Ende Zwölfter. Diese Leistung muss ich nun wiederholen und hoffen, etwas mehr Glück dabei zu haben, um weiter vorn anzukommen."

Sebastian Vettel
"Das war ein hartes Rennen mit vielen Zweikämpfen, aber es hat Spaß gemacht. In der ersten Runde ging es eng zu. Ich versuchte, Kimi zu überholen, aber das ging nicht. Ich brauchte etwas Zeit, um einen Rhythmus zu finden, aber ich hatte ein wunderbares Auto und konnte eine tolle Pace vorlegen."
"Ich war enttäuscht, als ich das Safety Car sah, denn ich hielt souverän einen Punkteplatz. Aber wir haben in dieser Situation das Bestmögliche getan. Ich kämpfte mich zum Ende und konnte Jarno nicht überholen, auch wenn ich schneller war. Da machte er einen Fehler, was mich wieder auf den achten Rang brachte. Ich möchte allen im Team gratulieren. Wir haben diesen Rang verdient, denn es gab keine Ausfälle. Darauf bin ich stolz." 

"Massa hat sich eingangs der Bridge gedreht, das verursachte ein Durcheinander und die Autos schoben sich alle zusammen. Dann bekam ich in Kurve 14 einen Schlag von hinten links und ich drehte mich. Ich habe versucht, es noch abzufangen, steckte dann aber im Kies. Ich hoffte, dass ich noch rauskomme, aber als ich ausstieg, war mir klar, dass der Kies einfach zu tief war."

Jenson Button
"Das war ein frustrierendes Rennen, es ist enttäuschend, nur 17. zu werden. Für den ersten Stopp kamen wir früh rein, damit Rosberg mich nicht überholt. Ich habe da auf ihn und auf Rubens viel Zeit verloren, weil wir mit den harten Reifen nicht zurechtkamen. Die Traktion war einfach schlecht und ich verlor ausgangs der Kurven sehr viel Zeit."
"Als das Safety Car kam, kamen wir sofort rein, um wieder auf den weichen Reifen zu sein. Dadurch lag ich leider eine Runde zurück, durfte mich aber nicht zurückrunden. Ich bin sehr enttäuscht, zumal es in den Qualifyings bei den jüngsten Rennen ganz gut lief. Aber wir werden aus unseren Fehlern lernen."

Rubens Barrichello
"Das Rennen begann gut, ich machte einige Plätze gut und unsere Strategie war, so lang wie möglich zu fahren. Leider hatten wir nicht die Pace und wir hatten Traktionsprobleme. Unsere Strategie war gut, aber wenn ich noch ein paar Runden länger hätte fahren können, hätte es mein Tag werden können - so wie für Piquet."
"Der Zwischenfall mit Coulthard, der mein Rennen beendete, war einfach Pech. Ich versuchte ihn in Kurve neun auf eine weitere Linie außen zu zwingen, damit ich in Kurve zehn innen sein würde - aber leider sah er mich auf der Innenseite nicht und wir berührten uns. Das Team sah dann beim Stopp, dass der Schaden zu groß war, damit war das Rennen beendet."


Anthony Davidson
"Es war toll, meine erste volle Distanz seit Brasilien 2007 zu fahren. Ich glaube, es lief ganz gut. Die Jungs haben exzellent gearbeitet und das Auto war im Rennen zuverlässig. Es gab überhaupt keine Probleme, auch die Reifen funktionierten gut. Ich fühlte mich im Auto wohl und griff, wann immer ich konnte, an. Ich hielt mich von allem Ärger fern und brachte das Auto auf einer Position ins Ziel, die für unsere derzeitige Situation respektabel ist."

Adrian Sutil
"Bereits sehr früh entwickelte sich an meinem Auto ein mechanisches Problem und ich musste den Motor abstellen und von der Strecke fahren. Über diesen Start der Saison bin ich sehr enttäuscht, besonders nachdem ich schon beim Rennen in Australien ebenfalls früh hatte anhalten müssen."

Giancarlo Fisichella
"Im ersten Teil des Rennens fühlte ich mich im Auto nicht wohl, denn ich kämpfte mit fehlender Haftung, ich hatte Untersteuern und Übersteuern mit etwas durchdrehenden Rädern. Aber am Ende des Abschnitts lief es besser. Auf dem weichen Reifen war es ein Schritt nach vorn."
"Das Team zeigte während der Safety-Car-Phase einen guten Strategie-Schachzug und ich konnte ein paar Plätze gutmachen, nachdem ich an die Box gekommen war und die anderen an die Box fuhren. Ich hätte vielleicht eine Position weiter vorn ins Ziel kommen können, aber unglücklicherweise blockierte ich in der achten Kurve die Reifen und verlor eine Position. Aber alles in allem ist es schön, ins Ziel gekommen zu sein und erneut ein Rennen gefahren zu haben."

Adrian Sutil
"Ich bin ein wenig enttäuscht, denn ich denke, dass wir im Rennen ein gutes Tempo hatten. Aber schlussendlich haben wir nichts daraus gemacht. Wir verloren beim ersten Boxenstopp etwas Zeit, und während des Safety Cars konnten wir nicht zum richtigen Moment an die Box kommen."
"Wir konnten dann nicht aufholen, ich verlor aus diesem Grund zehn Sekunden. Während meines letzten Abschnitts des Rennens fühlte sich etwas an meinem Auto nicht in Ordnung an, wir müssen also untersuchen, was passierte. Es war also nicht das beste Rennen, aber zumindest haben wir es beendet."

Lewis Hamilton
"Das war heute mein Tag. Als mir das Team über Funk sagte, ich müsste in nur sieben Runden 23 Sekunden Vorsprung heraus fahren, wusste ich, dass ich über dem Limit fahren müsste, und genau das tat ich. Ich wusste, wir hatten an diesem Wochenende das beste Auto und es fiel mir nicht schwer, so zu attackieren."
"Nach meinem zweiten Boxenstopp musste ich für den Sieg arbeiten. Als das Safety Car kam, fragte ich, ob ich an die Box kommen sollte, doch ich vertraute der Entscheidung des Teams. Es funktionierte zunächst nicht ganz, doch ich baute auf mein Auto. Ich danke Heikki, der erkannte, dass ich schneller war."
"Dann bremste ich Felipe Massa aus und dachte, das war es jetzt, doch dann musste ich mit Nelson Piquet noch einmal das Gleiche machen. Das waren Überholmanöver wie aus dem Lehrbuch. Alle im Team haben hart für diesen Sieg gearbeitet. Wir wissen jetzt, dass sich unsere Arbeit auszahlt. Heute lief es einfach optimal."

Heikki Kovalainen
"Mein Rennen war nicht einfach. Ich startete gut und kam fast an Felipe Massa vorbei. Doch mein Speed war nicht gut genug, denn ich konnte nicht das Optimum aus meinen Reifen herausholen. Auch die Safety-Car-Phase half mir nicht, erst verlor ich ein paar Plätze an den Boxen und dann Zeit hinter Robert Kubica. Nachdem ich ihn überholt hatte, verlief das weitere Rennen für mich ereignislos. Ich hatte mir heute mehr erhofft als den fünften Platz. Ich freue mich jetzt auf Ungarn - dort will ich aufs Podium."