Stimmen nach dem Rennen

Lewis Hamilton
"Es läuft einfach immer besser. Das war eine fantastische Woche. Ich kann kaum glauben, dass ich gewonnen habe und ich danke dem Team für die ganze Arbeit, die unseren heutigen Doppelsieg ermöglicht hat. Alles lief perfekt - der Start, die Boxenstopps, die Strategie und ich bin wirklich glücklich."
"Fernando setzte mich während des ganzen Rennens unter Druck und wir haben beide alles gegeben. Nach dem ersten Boxenstopp kam er mir sehr nahe, da meine Reifen körnten und er attackierte am Ende der Start-Ziel-Geraden, aber ich wehrte den Angriff ab. Es war ein langer und heißer Tag, aber er hat einfach nur Spaß gemacht."

Fernando Alonso
"Ich habe zwar nicht gewonnen, aber ich verlasse Indianapolis endlich mit einem Pokal. Das Rennen war nach der ersten Kurve entschieden, weil ich nicht an Lewis vorbei kam. Ich blieb so dicht wie möglich an ihm dran und einmal fuhr ich neben ihn, aber alles blieb fair und war guter Motorsport."
"Ich fuhr die ganze Zeit in seinem Windschatten und der Staub von seinen Bremsen landete auf meinem Overall, dem Helm und dem Auto, deshalb fuhr ich manchmal eine andere Linie, um saubere Luft zu erhalten. Das Auto lief sehr gut und ich freue mich auf die weitere Saison. Unser Team hat den Vorsprung auf Ferrari ausgebaut und acht Punkte für mich sind besser als nichts."

Heikki Kovalainen
"Wieder ein gutes Ergebnis, so langsam komme ich in Schwung. Ich hatte einen guten Start. Als alle Autos nach innen fuhren, bremste ich außen sehr spät und konnte so Räikkönen überholen. Bis zum ersten Stopp konnte ich ihn hinter mir halten. Als er an die Box ging, zusammen mit Heidfeld, versuchte ich, so schnell wie möglich zu fahren und einen Vorteil zu bekommen."
Über die zwischenzeitliche Führung im Rennen:  "Ich habe gar nicht mitbekommen, dass ich das Rennen anführe, bis ich an die Box kam. Leider waren die Reifen nicht mehr gut genug, ich verlor auf Heidfeld und Räikkönen, als ich aus der Box kam. Ich habe versucht, Heidfeld in Kurve vier noch zu schnappen, aber es ging nicht. Dann begann ein Graining mit Reifen, weil ich im Windschatten umherrutschte."
"Aber ich übte weiter Druck auf ihn aus. Als er dann ausfiel, ging es nur noch darum, die Rundenzeiten konstant zu halten und ins Ziel zu kommen- Die Balance war heute auf beiden Reifentypen gut. Es war schön zu sehen, dass wir den Kampf gegen BMW auch im Rennen aufnehmen können. Ferrari und McLaren sind weiterhin einen Schritt voraus, aber wir bewegen uns mit dem Auto in die richtige Richtung. Wenn wir so weitermachen, dann nähern wir uns auch der Spitze."

Giancarlo Fisichella
"Ich bin enttäuscht vom Ergebnis. In der zweiten Runde verlor ich vor der Kurve vier das Heck, das störte dann man ganzes Rennen. Wir hatten eine Ein-Stopp-Strategie geplant, und selbst mit viel Benzin konnte ich recht einfach auf meiner Verfolgungsjagd überholen. Unsere Pace war heute stark, einige Autos konnte ich in Kurve sechs auf der Außenlinie überholen. Ich musste aggressiv sein, aber dennoch kamen wir außerhalb der Punkte an."
"Ohne den Dreher wäre ich sicher auf Rang sechs eingelaufen, es war also eine verpasste Chance. Die Ergebnisse in den beiden Rennen in Nordamerika waren nicht gut, aber die Pace des Autos war es. Das ist vor der Rückreise nach Europa ermutigend. Wir gehen in die richtige Richtung, nun kommen zwei wichtige Rennen für das Team. Ich bin zuversichtlich, dass wir gegen BMW kämpfen können und auch die Lücke nach vorn schließen."

Felipe Massa
"Wir können mit dem dritten Rang nicht zufrieden sein. Ich gab mein Bestes und ich bin glücklich, dass wir auf dem Podium stehen. Wir müssen herausarbeiten, wie wir das Auto verbessern können, um vor unsere engsten Gegner zu kommen."
"Wir müssen im Bereich der technischen Entwicklung mit Vollgas arbeiten, um den Boden gutzumachen, den wir während der vergangenen drei Rennen verloren haben."
"Im letzten Abschnitt des Rennens kam Kimi sehr nah und ich kämpfte etwas, denn ich war auf den harten Reifen und er auf den weichen. Ich machte keinerlei Fehler und schaffte es, vor ihm zu bleiben."

Kimi Raikkönen
"Das Auto hatte einen sehr schnellen Rennspeed, aber ich zahlte einen hohen Preis für die Positionen, die ich beim Start verlor. Wir verloren hinter langsameren Autos wertvolle Zeit und es ist immer schwierig zu überholen, wenn man dicht auf ein Auto vor einem auffährt, da man so viel aerodynamischen Abtrieb verliert."
"In der Schlussphase holte ich auf Felipe auf, aber es gab nie eine richtige Möglichkeit, ihn zu überholen, und wir dachten beide an das kommende Rennen, wo wir denselben Motor verwenden müssen. Wir müssen uns verbessern, vor allem im Qualifying, denn unser Ziel muss es sein, zu versuchen, zu siegen."

Jenson Button
"Das heutige Rennen hat mir Spaß gemacht, aber insgesamt war der Nachmittag für uns eine Enttäuschung. Beim Start stand ich an der Außenseite und wurde von Rubens' Wagen berührt. Die Front meines Wagens und die Karosserie wurden dabei beschädigt. Ich landete auf dem Gras und fand mich ziemlich weit hinten im Feld wieder, was sehr frustrierend war. Trotzdem war es ein schönes Rennen und ich konnte bis zu meinem Boxenstopp einige andere Fahrer überholen. Beim Auftanken gab es ein Problem, das mich Zeit kostete, und mit 15 Kilogramm zu viel Treibstoff im Tank war mein Wagen für das restliche Rennen zu schwer. Wir waren auch heute wieder zu langsam und müssen nächste Woche in Jerez hart arbeiten, um unsere Leistung zu steigern."

Rubens Barrichello
"Ich hatte heute großes Pech wegen des Unfalls in der ersten Kurve. Ich versuchte, dem schleudernden Ralf auszuweichen, und kollidierte dabei mit zwei Wagen - leider auch mit dem von Jenson. Ich habe mir dabei die vordere Radaufhängung gebrochen, und das war dann das Aus für mich. Leider wurde auch Jensons Wagen beschädigt. Wir werden nächste Woche einen wichtigen Test in Jerez durchführen. Das Team muss jetzt also nach vorne schauen und sich für die restliche Saison auf die Verbesserung der Leistung konzentrieren."

Sebastian Vettel
"Das Rennen war phantastisch. Es hat viel Spaß gemacht und war länger, als ich mir das je vorgestellt hätte. Ich kann mich glücklich schätzen, noch einen Punkt bekommen zu haben."
"Die Situation in der ersten Kurve war sehr eng. Mein Start war okay, aber nicht gut. Als ich sah, wie dicht die Autos um mich herum sind, wollte ich später bremsen und vor die anderen zu kommen, aber das hat nicht funktioniert. Um eine Kollision zu vermeiden, bin ich in Kurve zwei geradeaus gefahren und habe dabei einige Plätze verloren. Danach hing ich im Verkehr fest, und das hat unsere Strategie mehr oder weniger ruiniert."
"Trotzdem ist es positiv, das erste Rennen zu beenden und dies in den Punkterängen. Das Auto hat gut funktioniert. Ich hätte schneller fahren können, steckte aber meistens fest. Überholen ist nicht einfach, die anderen schlafen ja nicht und wissen, wie man sich verteidigt. Am Ende war ich erleichtert, als ich die schwarz-weiß karierte Flagge sah. Ich freue mich über den Punkt, das Team war fantastisch. Ich möchte mich bei allen Mechanikern und Ingenieuren für ihre Unterstützung bedanken."

Nick Heidfeld
"Mein Start war gut, ich konnte gegen Kimi Räikkönen einen Platz gut machen. Im ersten Stint war mein Tempo okay. Felipe konnte mir zwar anfangs etwas wegfahren, aber das legte sich. Dann haben beim Anbremsen von Kurve eins die Hinterräder blockiert, und ich habe mich gedreht. Als ich wieder losfahren wollte, habe ich keinen Gang reinbekommen, deshalb ist Heikki Kovalainen durchgeschlüpft. Bei dem Dreher hatte ich mir einen Bremsplatten eingehandelt und bin deshalb etwas früher zum Reifenwechsel gefahren."
"Danach lief es ein paar Runden gut, ich konnte an Kimi und an Heikki vorbei. Kimi war im Topspeed überlegen, ich konnte ihn später nicht halten. Nach dem zweiten Boxenstopp steckte ich hinter Mark Webber, aber dann kamen ohnehin die Hydraulikprobleme, und das war es dann."

Jarno Trulli
"Es ist unglaublich, ich kann es nicht fassen, heute in die Punkte gekommen zu sein. Trotz aller Bemühungen dachten wir, dass es schwierig werden würde, aber das Team hat einen unglaublichen Job gemacht. Wir haben nichts falsch gemacht und Platz sechs ist wie ein Sieg für uns. Es ist ein unerwartetes Resultat, um ehrlich zu sein, denn vor dem Rennen hätte ich weder vom Auto, noch von mir so eine Performance erwartet."
"Mental war es ein schwieriges Rennen, denn ich war die ganze Zeit am Limit. Ich fightete gegen Webber und hätte nicht gedacht, dass ich vor ihm rauskommen würde, aber es ist gelungen. Das war ein harter Fight. Nach einem sehr guten Manöver, als ich ihn nach dem zweiten Stopp überholen konnte, dachte ich, ich würde die Position wieder verlieren. Nach dem Rennen fragte ich am Funk: 'Seid ihr sicher, dass ich Sechster bin?' Wir hatten in letzter Zeit viele Probleme, aber das zeigt, dass wir für Punkte gut sind, wenn wir es hinbekommen."

Ralf Schumacher
"In der ersten Kurve geht es sehr eng zu, außerdem haben da alle kalte Reifen. Ich bremste eigentlich ganz ruhig, aber meine Räder blockierten dennoch ein bisschen. David kam dann auch noch außen rum und wir kollidierten. Es war ein Rennunfall, denke ich. Das ist natürlich enttäuschend, aber in so einer Situation am Start, wenn alle Positionen gutmachen wollen, kann das schon mal passieren. Schade für uns, denn wir hätten ein gutes Rennen haben können. Ab Dienstag werde ich in Silverstone testen, ich fliege daher direkt nach England. Beim Frankreich-Grand-Prix hoffe ich auf ein besseres Resultat."

Mark Webber
"Aus meiner Sicht war das Rennen vom Start bis ins Ziel eine Keilerei mit Jarno. Während des mittleren Stints hätte ich mir ein etwas besser ausbalanciertes Auto gewünscht, aber es ist gut, zwei WM-Punkte im Sack zu haben. Natürlich wünscht man sich stets mehr - mehr Abtrieb, höhere Standfestigkeit, mehr Speed - aber das alles wird ja hoffentlich weiterhin kontinuierlich besser. Deshalb dürfen wir künftig auf weitere Platzierungen in den Punkterängen hoffen."

David Coulthard
"Das war ein enttäuschendes Rennen, denn ich schaffte es nur bis zur ersten Kurve. Auf dem Weg zu Turn 1 hielt ich beständig Spur und stellte damit sicher, Platz auf der Innenseite zu lassen, um eventuellen Wirren aus dem Weg zu gehen. Beim Anschauen der Videoaufzeichnung sieht es so aus, als ob Ralf hinter mir mit einem anderen Wagen aneinander gerät. Deshalb drehte sich Ralfs Auto und torpedierte mich seitlich. Dadurch entstand reichlich Sachschaden. Der Ölkühler wurde aufgerissen, und damit war mein Rennen vorüber."

Niko Rosberg
"Ich hatte ein gutes Rennen und war happy, denn der sechste Platz war im Sack. Wir hatten eine gute Einstoppstrategie und das Auto lief gut. Wir haben gezeigt, dass unsere Performance besser geworden ist, und hätten heute definitiv Punkte gesammelt. Ich kann also nicht sauer sein, denn ich bin super gefahren. Mein Tag wird schon noch kommen, da bin ich sicher. Manchmal gehen Dinge eben schief, das muss ich akzeptieren."

Alexander Wurz
"Ich holte am Start einige Positionen auf. Unsere Strategie wäre gut gewesen, ich freute mich schon auf ein starkes Rennen. Leider hing ich dann hinter Liuzzi fest, der viel langsamer als ich war, und das kostete mögliche Punkte. Ich kam nicht an Tonio vorbei, weil mein Auto mit viel Benzin an Bord schwierig zu fahren war. Jetzt freue ich mich aber trotzdem schon auf das nächste Rennen in Magny-Cours."

Scott Speed
"Die Strecke war sehr rutschig und da wir mit wenig Abtrieb fuhren, musste die Strecke mehr Grip aufbauen, damit unser Auto besser funktioniert. Es war ein hartes Rennen, es war schon eine Herausforderung, das Auto auf der Strecke zu halten. Ich bin zufrieden, dass ich als 13. ins Ziel kam, das ist gar nicht so schlecht. Wir brauchen viele kleine Verbesserung, um nach vorn zu kommen. Aber wir gehen in die richtige Richtung."

Vitantonio Liuzzi
"Wir waren im ersten Stint leider zu langsam, denn wir wählten eine aggressive Strategie und starteten auf harten Reifen. Ich hatte einen guten Kampf mit Fisichella. Leider hatte ich Probleme mit der Stabilität des Hecks, ich hatte nicht genug Grip. Mit den weichen Reifen war unsere Strategie richtig. Kurz bevor ich überrundet wurde, holte man mich rein."
"Das Auto fühlte sich besser an, da wir aber wenig Abtrieb hatten, kämpfte ich förmlich mit den Hinterreifen. Gegen Ende rief mich das Team an die Box, da es ein Problem mit dem Wasserdruck gab. Wir werden beim Test in Silverstone sehen, ob wir für das nächste Rennen einen Schritt nach vorn machen."

Adrian Sutil
"Wir hatten ein solides Basissetup und nach einem großartigen Start konnte ich mit den anderen Autos richtig kämpfen. Seit Kanada scheinen wir einen kleinen Schritt gemacht zu haben, für mich war es ein sehr gutes Rennen. Ich bin glücklich, dass ich es ins Ziel geschafft habe, speziell bei diesem harten Rennen mit den hohen Temperaturen. Es war anstrengend, immer anzugreifen und das Bestmögliche aus dem Auto zu holen, aber ich bin zufrieden und freue mich nun auf Magny-Cours."

Christijan Albers
"Wir waren auf einer Ein-Stopp-Strategie, aber zu Beginn war es ganz in Ordnung, ich konnte mit den anderen mithalten. Dann kamen die Führenden an mit vorbei, dabei verlor ich Zeit, denn nachdem sie an der Box waren, überrundeten sie mich wieder. Es ist schade, aber von der Position aus muss man eine aggressive Strategie probieren. Das Team lag mit einem Stopp richtig, wenn es eine Safety-Car-Phase gegeben hätte, dann hätte das den Ausschlag geben können."

Anthony Davidson
"Es war ein interessantes Rennen mit durch unterschiedliche Flügeleinstellungen verursachte verschiedene Geschwindigkeiten der Autos auf den Geraden und in den Kurven. Wir entschieden uns, die Reifen zu schonen, indem wir mit etwas mehr Flügel fuhren, und es war aus diesem Grund harte Arbeit, zu versuchen, die Lücke zu schließen und von den Autos auf den Geraden einen Windschatten zu erhalten."
"Es gab eine Menge Überholmanöver. In der ersten Kurve ging es chaotisch zu und es war überall Gummiabrieb zu finden. Es war ein fantastisches Rennen und ich hatte wirklich meinen Spaß. Ich bin wirklich froh, einen weiteren Grand Prix beendet zu haben und dies ist für das Team und Honda ein großartiges Ergebnis. Es war ein brillanter Tag."

Takuma Sato
"Jenson Button hat mich überholt, ich habe zu dieser Zeit gar nicht überholt. Das war schade, denn das Rennen sah zu diesem Zeitpunkt gut aus. Es war kein großartiger Tag für mich. Ich hatte einen schwierigen Start in das Rennen und als Ergebnis dessen wurde ich von zwei Autos überholt. Ich konnte einem Unfall in Kurve eins entkommen und Runde für Runde überholte ich Leute und machte viele Positionen gut."
"Das war ein guter Moment, aber leider kam ich auf die schmutzige Seite der Strecke und flog in Kurve drei ab, als ich freie Fahrt hatte und wirklich Druck machen musste. Es war für mich kein großartiger Tag, aber hoffentlich können wir die Europa-Saison wieder in einer starken Position beginnen."