Kimi Raikkönen
"Das Auto hatte einen sehr schnellen Rennspeed, aber ich zahlte einen
hohen Preis für die Positionen, die ich beim Start verlor. Wir
verloren hinter langsameren Autos wertvolle Zeit und es ist immer
schwierig zu überholen, wenn man dicht auf ein Auto vor einem
auffährt, da man so viel aerodynamischen Abtrieb verliert."
"In der Schlussphase holte ich auf Felipe auf, aber es gab nie eine
richtige Möglichkeit, ihn zu überholen, und wir dachten beide
an das kommende Rennen, wo wir denselben Motor verwenden müssen.
Wir müssen uns verbessern, vor allem im Qualifying, denn unser
Ziel muss es sein, zu versuchen, zu siegen."
Jenson Button
"Das heutige Rennen hat mir Spaß gemacht, aber insgesamt war der
Nachmittag für uns eine Enttäuschung. Beim Start stand ich an
der Außenseite und wurde von Rubens' Wagen berührt. Die
Front meines Wagens und die Karosserie wurden dabei beschädigt.
Ich landete auf dem Gras und fand mich ziemlich weit hinten im Feld
wieder, was sehr frustrierend war. Trotzdem war es ein schönes
Rennen und ich konnte bis zu meinem Boxenstopp einige andere Fahrer
überholen. Beim Auftanken gab es ein Problem, das mich Zeit
kostete, und mit 15 Kilogramm zu viel Treibstoff im Tank war mein Wagen
für das restliche Rennen zu schwer. Wir waren auch heute wieder zu
langsam und müssen nächste Woche in Jerez hart arbeiten, um
unsere Leistung zu steigern."
Rubens Barrichello
"Ich hatte heute großes Pech wegen des Unfalls in der ersten
Kurve. Ich versuchte, dem schleudernden Ralf auszuweichen, und
kollidierte dabei mit zwei Wagen - leider auch mit dem von Jenson. Ich
habe mir dabei die vordere Radaufhängung gebrochen, und das war
dann das Aus für mich. Leider wurde auch Jensons Wagen
beschädigt. Wir werden nächste Woche einen wichtigen Test in
Jerez durchführen. Das Team muss jetzt also nach vorne schauen und
sich für die restliche Saison auf die Verbesserung der Leistung
konzentrieren."
Sebastian Vettel
"Das Rennen war phantastisch. Es hat viel Spaß gemacht und war
länger, als ich mir das je vorgestellt hätte. Ich kann mich
glücklich schätzen, noch einen Punkt bekommen zu haben."
"Die Situation in der ersten Kurve war sehr eng. Mein Start war okay,
aber nicht gut. Als ich sah, wie dicht die Autos um mich herum sind,
wollte ich später bremsen und vor die anderen zu kommen, aber das
hat nicht funktioniert. Um eine Kollision zu vermeiden, bin ich in
Kurve zwei geradeaus gefahren und habe dabei einige Plätze
verloren. Danach hing ich im Verkehr fest, und das hat unsere Strategie
mehr oder weniger ruiniert."
"Trotzdem ist es positiv, das erste Rennen zu beenden und dies in den
Punkterängen. Das Auto hat gut funktioniert. Ich hätte
schneller fahren können, steckte aber meistens fest.
Überholen ist nicht einfach, die anderen schlafen ja nicht und
wissen, wie man sich verteidigt. Am Ende war ich erleichtert, als ich
die schwarz-weiß karierte Flagge sah. Ich freue mich über
den Punkt, das Team war fantastisch. Ich möchte mich bei allen
Mechanikern und Ingenieuren für ihre Unterstützung bedanken."
Nick Heidfeld
"Mein Start war gut, ich konnte gegen Kimi Räikkönen einen
Platz gut machen. Im ersten Stint war mein Tempo okay. Felipe konnte
mir zwar anfangs etwas wegfahren, aber das legte sich. Dann haben beim
Anbremsen von Kurve eins die Hinterräder blockiert, und ich habe
mich gedreht. Als ich wieder losfahren wollte, habe ich keinen Gang
reinbekommen, deshalb ist Heikki Kovalainen durchgeschlüpft. Bei
dem Dreher hatte ich mir einen Bremsplatten eingehandelt und bin
deshalb etwas früher zum Reifenwechsel gefahren."
"Danach lief es ein paar Runden gut, ich konnte an Kimi und an Heikki
vorbei. Kimi war im Topspeed überlegen, ich konnte ihn später
nicht halten. Nach dem zweiten Boxenstopp steckte ich hinter Mark
Webber, aber dann kamen ohnehin die Hydraulikprobleme, und das war es
dann."
Jarno Trulli
"Es ist unglaublich, ich kann es nicht fassen, heute in die Punkte
gekommen zu sein. Trotz aller Bemühungen dachten wir, dass es
schwierig werden würde, aber das Team hat einen unglaublichen Job
gemacht. Wir haben nichts falsch gemacht und Platz sechs ist wie ein
Sieg für uns. Es ist ein unerwartetes Resultat, um ehrlich zu
sein, denn vor dem Rennen hätte ich weder vom Auto, noch von mir
so eine Performance erwartet."
"Mental war es ein schwieriges Rennen, denn ich war die ganze Zeit am
Limit. Ich fightete gegen Webber und hätte nicht gedacht, dass ich
vor ihm rauskommen würde, aber es ist gelungen. Das war ein harter
Fight. Nach einem sehr guten Manöver, als ich ihn nach dem zweiten
Stopp überholen konnte, dachte ich, ich würde die Position
wieder verlieren. Nach dem Rennen fragte ich am Funk: 'Seid ihr sicher,
dass ich Sechster bin?' Wir hatten in letzter Zeit viele Probleme, aber
das zeigt, dass wir für Punkte gut sind, wenn wir es hinbekommen."
Ralf Schumacher
"In der ersten Kurve geht es sehr eng zu, außerdem haben da alle
kalte Reifen. Ich bremste eigentlich ganz ruhig, aber meine Räder
blockierten dennoch ein bisschen. David kam dann auch noch außen
rum und wir kollidierten. Es war ein Rennunfall, denke ich. Das ist
natürlich enttäuschend, aber in so einer Situation am Start,
wenn alle Positionen gutmachen wollen, kann das schon mal passieren.
Schade für uns, denn wir hätten ein gutes Rennen haben
können. Ab Dienstag werde ich in Silverstone testen, ich fliege
daher direkt nach England. Beim Frankreich-Grand-Prix hoffe ich auf ein
besseres Resultat."
Mark Webber
"Aus meiner Sicht war das Rennen vom Start bis ins Ziel eine Keilerei
mit Jarno. Während des mittleren Stints hätte ich mir ein
etwas besser ausbalanciertes Auto gewünscht, aber es ist gut, zwei
WM-Punkte im Sack zu haben. Natürlich wünscht man sich stets
mehr - mehr Abtrieb, höhere Standfestigkeit, mehr Speed - aber das
alles wird ja hoffentlich weiterhin kontinuierlich besser. Deshalb
dürfen wir künftig auf weitere Platzierungen in den
Punkterängen hoffen."
David Coulthard
"Das war ein enttäuschendes Rennen, denn ich schaffte es nur bis
zur ersten Kurve. Auf dem Weg zu Turn 1 hielt ich beständig Spur
und stellte damit sicher, Platz auf der Innenseite zu lassen, um
eventuellen Wirren aus dem Weg zu gehen. Beim Anschauen der
Videoaufzeichnung sieht es so aus, als ob Ralf hinter mir mit einem
anderen Wagen aneinander gerät. Deshalb drehte sich Ralfs Auto und
torpedierte mich seitlich. Dadurch entstand reichlich Sachschaden. Der
Ölkühler wurde aufgerissen, und damit war mein Rennen
vorüber."
Niko Rosberg
"Ich hatte ein gutes Rennen und war happy, denn der sechste Platz war
im Sack. Wir hatten eine gute Einstoppstrategie und das Auto lief gut.
Wir haben gezeigt, dass unsere Performance besser geworden ist, und
hätten heute definitiv Punkte gesammelt. Ich kann also nicht sauer
sein, denn ich bin super gefahren. Mein Tag wird schon noch kommen, da
bin ich sicher. Manchmal gehen Dinge eben schief, das muss ich
akzeptieren."
Alexander Wurz
"Ich holte am Start einige Positionen auf. Unsere Strategie wäre
gut gewesen, ich freute mich schon auf ein starkes Rennen. Leider hing
ich dann hinter Liuzzi fest, der viel langsamer als ich war, und das
kostete mögliche Punkte. Ich kam nicht an Tonio vorbei, weil mein
Auto mit viel Benzin an Bord schwierig zu fahren war. Jetzt freue ich
mich aber trotzdem schon auf das nächste Rennen in Magny-Cours."
Scott Speed
"Die Strecke war sehr rutschig und da wir mit wenig Abtrieb fuhren,
musste die Strecke mehr Grip aufbauen, damit unser Auto besser
funktioniert. Es war ein hartes Rennen, es war schon eine
Herausforderung, das Auto auf der Strecke zu halten. Ich bin zufrieden,
dass ich als 13. ins Ziel kam, das ist gar nicht so schlecht. Wir
brauchen viele kleine Verbesserung, um nach vorn zu kommen. Aber wir
gehen in die richtige Richtung."
Vitantonio Liuzzi
"Wir waren im ersten Stint leider zu langsam, denn wir wählten
eine aggressive Strategie und starteten auf harten Reifen. Ich hatte
einen guten Kampf mit Fisichella. Leider hatte ich Probleme mit der
Stabilität des Hecks, ich hatte nicht genug Grip. Mit den weichen
Reifen war unsere Strategie richtig. Kurz bevor ich überrundet
wurde, holte man mich rein."
"Das Auto fühlte sich besser an, da wir aber wenig Abtrieb hatten,
kämpfte ich förmlich mit den Hinterreifen. Gegen Ende rief
mich das Team an die Box, da es ein Problem mit dem Wasserdruck gab.
Wir werden beim Test in Silverstone sehen, ob wir für das
nächste Rennen einen Schritt nach vorn machen."
Adrian Sutil
"Wir hatten ein solides Basissetup und nach einem
großartigen Start konnte ich mit den anderen Autos richtig
kämpfen. Seit Kanada scheinen wir einen kleinen Schritt gemacht zu
haben, für mich war es ein sehr gutes Rennen. Ich bin
glücklich, dass ich es ins Ziel geschafft habe, speziell bei
diesem harten Rennen mit den hohen Temperaturen. Es war anstrengend,
immer anzugreifen und das Bestmögliche aus dem Auto zu holen, aber
ich bin zufrieden und freue mich nun auf Magny-Cours."
Christijan Albers
"Wir waren auf einer Ein-Stopp-Strategie, aber zu Beginn war es ganz in
Ordnung, ich konnte mit den anderen mithalten. Dann kamen die
Führenden an mit vorbei, dabei verlor ich Zeit, denn nachdem sie
an der Box waren, überrundeten sie mich wieder. Es ist schade,
aber von der Position aus muss man eine aggressive Strategie probieren.
Das Team lag mit einem Stopp richtig, wenn es eine Safety-Car-Phase
gegeben hätte, dann hätte das den Ausschlag geben
können."
Anthony Davidson
"Es war ein interessantes Rennen mit durch
unterschiedliche Flügeleinstellungen verursachte verschiedene
Geschwindigkeiten der Autos auf den Geraden und in den Kurven. Wir
entschieden uns, die Reifen zu schonen, indem wir mit etwas mehr
Flügel fuhren, und es war aus diesem Grund harte Arbeit, zu
versuchen, die Lücke zu schließen und von den Autos auf den
Geraden einen Windschatten zu erhalten."
"Es gab eine Menge Überholmanöver. In der ersten Kurve ging
es chaotisch zu und es war überall Gummiabrieb zu finden. Es war
ein fantastisches Rennen und ich hatte wirklich meinen Spaß. Ich
bin wirklich froh, einen weiteren Grand Prix beendet zu haben und dies
ist für das Team und Honda ein großartiges Ergebnis. Es war
ein brillanter Tag."
Takuma Sato
"Jenson Button hat mich überholt, ich habe zu dieser Zeit gar
nicht überholt. Das war schade, denn das Rennen sah zu diesem
Zeitpunkt gut aus. Es war kein großartiger Tag für mich. Ich
hatte einen schwierigen Start in das Rennen und als Ergebnis dessen
wurde ich von zwei Autos überholt. Ich konnte einem Unfall in
Kurve eins entkommen und Runde für Runde überholte ich Leute
und machte viele Positionen gut."
"Das war ein guter Moment, aber leider kam ich auf die schmutzige Seite
der Strecke und flog in Kurve drei ab, als ich freie Fahrt hatte und
wirklich Druck machen musste. Es war für mich kein
großartiger Tag, aber hoffentlich können wir die
Europa-Saison wieder in einer starken Position beginnen."