"Das war ein sehr befriedigendes Rennen für mich. Natürlich
brauchte ich etwas Glück, um von ganz hinten noch Punkte zu holen.
Aber man muss den Vorteil der Chancen auch ergreifen, und genau das
habe ich getan. Ich habe das Gefühl, dass ich viel Zeit an diesem
Nachmittag damit verbracht habe, andere Autos zu überholen. Wir
haben vor dem Qualifying noch das Setup angepasst, damit ich auf der
Geraden schneller bin. Das hat sich ausgezahlt."
"Es war sehr schwierig da draußen, überall lag der
Reifenabrieb, ein Fehler war schnell passiert. Ich habe aber keine
gemacht, das ist nach zwei schweren Tagen besonders toll. All die
Probleme am Wochenende ließen mich noch mehr den Erfolg jagen.
Das zeigt, dass man einfach nie aufgeben sollte. Man muss positiv
eingestellt bleiben und vorausblicken, dann kommen auch die Ergebnisse.
Heute lief alles für mich, hoffentlich wird es in Indy genauso."
Giancarlo Fisichella
"Ich hatte ein großartiges Rennen, aber letztlich wurde es ein
schlechter Tag für mich. Das Podest war schon in Reichweite, es
ist einfach frustrierend, eine so große Gelegenheit zu verpassen.
Was den Zwischenfall angeht, so konzentrierte ich mich ganz auf Kubica,
der neben mir war. Da sah ich die rote Ampel gar nicht. Positiv war
heute, dass das Auto konkurrenzfähig war - so gut wie das von
Ferrari. Ich hoffe, dass ich in Indy einen besseren Nachmittag haben
werde."
Kimi Raikkönen
"Es war für mich ein sehr schwieriges Rennen, von Anfang an. Ich
hatte am Start nicht viel Haftung, da ich auf der schmutzigen Seite der
Strecke war. Und kurve Zeit später traf ich Felipes Auto mit
meinem Frontflügel. Dann gab es so viele Safety-Car-Phasen, die
für Chaos sorgten."
"Hinzu kam, dass sich nach Kubicas Unfall ein Trümmerteil zwischen
meinem Frontflügel verklemmte und ich so viel Untersteuern und ein
paar Probleme mit den Bremsen hatte. All diese Probleme haben es zu
einem wirklich komplizierten Rennen gemacht. Schlussendlich habe ich
ein paar Punkte geholt. Es hätte ein besseres Rennen werden
können, es hätte aber auch schlimmer laufen können."
Felipe Massa
"Was beim Boxenstopp passiert ist, ist wirklich eine Schande. Selbst
wenn mir das Safety Car nicht geholfen hat, hatte ich ein gutes Rennen
und ich hätte ein paar wichtige Punkte für die Meisterschaft
einfahren können. Leider habe ich mir nicht einmal die Ampel
angeschaut, als ich die Boxen verließ, besonders da so viele
Autos in der Boxengasse hinter mir waren."
"Es stimmt, dass die McLaren heute sehr stark waren, aber dies war
nicht das Ergebnis, das wir hätten haben sollen, wir sollten in
der Lage sein, auf dem Podium ins Ziel zu kommen. Die Saison ist lang
und immer noch völlig offen. Wir müssen arbeiten, um unsere
Leistung zu verbessern. Ich bin für Kubica glücklich, der ein
Freund von mir ist, dass er sich bei seinem Unfall nicht ernsthaft
verletzt hat. Das ist beinahe ein Wunder."
Rubens Barrichello
"Es war ein verrücktes Rennen heute und wir hätten von all
den Zwischenfällen und Ausfällen profitieren können, um
in die Punkte zu kommen. Die letzte Safety-Car-Phase ruinierte jedoch
unsere Strategie, welche uns auf Platz fünf gebracht hätte.
Nach Kubicas Unfall musste ich an ihn denken. Du willst niemals sehen,
dass ein anderer Fahrer vor dir verletzt wird. Ich freue mich, dass er
okay ist. Ansonsten müssen wir dieses Rennen einfach vergessen und
unsere volle Aufmerksamkeit auf Indianapolis lenken."
Jenson Button
"Ich wollte vor dem Start in den ersten Gang schalten, aber nichts
passierte. Ich versuchte laufend, vom Leerlauf in den Ersten zu
schalten und versuchte auf der Startaufstellung das Problem zu beheben,
aber es ging nicht. Das ging so weiter, als wir einen Start aus der
Boxengasse versuchten."
Nick Heidfeld
"Als erstes freue ich mich, dass Robert wohl okay ist! Wir hatten hier
auf einen Podiumsplatz gehofft und auf Platz drei spekuliert, mit Platz
zwei hatten wir nicht gerechnet. Wichtig und sehr befriedigend ist,
dass ich auch unter normalen Rennbedingungen, ohne die vielen
Safety-Car-Phasen und die Strafe für Alonso, die Chance auf Platz
zwei gehabt hätte. Ich konnte ihm wegfahren. Nach dem Stopp war
die Lücke recht groß, und das war unerwartet."
"Vielen Dank an das Team. Es hat ein sehr gutes Auto entwickelt. Wir
wussten an diesem Wochenende erst relativ spät, wie
wettbewerbsfähig wir hier sind, weil es anfangs einige Probleme
gab, für mich vor allem Samstag. Als ich dann gemerkt habe, wie
schnell ich war, habe ich das Team gebeten, mir zu bestätigen,
dass ich wirklich so gut im Rennen liege, wie ich dachte."
"Das Rennen war großartig, und der beste Moment war definitiv der
Start, als ich Alonso überholt habe und in Hamiltons Windschatten
war. Anfangs habe ich mir noch Sorgen wegen Alonso gemacht und nicht
nur nach vorn, sondern auch etwas nach hinten geschaut. Später
habe ich mich nur noch darauf konzentriert, das Auto auf der
Straße zu halten, was nicht ganz einfach war."
Ralf Schumacher
"Dies war ein weiteres schwieriges Wochenende für mich, aber es
ist natürlich schön, einen Punkt geholt zu haben, nachdem ich
von der 18. Position gestartet bin. Ich bin mir sicher, dass dies
niemand erwartet hatte, aber es war ein chaotisches Rennen."
"Angesichts unserer Startposition haben wir das Auto für den
ersten Stint vollgetankt. Das Auto war nicht allzu schlecht und wir
waren in der Lage, Boden gutzumachen, aber uns mangelte es an
Top-Speed, sodass es schwierig war, in der Schikane zu überholen."
"Gegen Ende wurde ich von Sato überholt, der auf dem Prime-Reifen
fuhr, während ich auf dem Option-Pneu war. Das war heute ganz klar
der schlechtere Reifen, aber die Regeln besagen, dass wir ihn verwenden
müssen. Wir haben offensichtlich eine Menge Arbeit vor uns, aber
zumindest haben wir heute einen Punkt bekommen."
Jarno Trulli
"Dies war für mich ein sehr schwieriges Rennen. Der Start war
ordentlich, aber mir mangelte es an Haftung und ich konnte das Tempo
nicht mitgehen, vor allem gegen Ende des ersten Stints."
"Nachdem wir während der ersten Safety-Car-Phase für neue
Reifen an die Box kamen, traf mich Robert Kubica von hinten und
crashte. Ich war nicht von meiner Linie weggegangen, aber als ich das
Auto sich überschlagen sah, war ich sehr besorgt.
"Wenn man sieht, dass ein anderer Kollege einen so heftigen Unfall hat
und du von hinten getroffen wirst, ist das kein nettes Gefühl. Zu
diesem Zeitpunkt gingen mir eine Menge Dinge durch den Kopf, aber
seitdem habe ich gehört, dass er okay ist, und ich hoffe, dass er
bald wieder zurückkehren wird."
"Ich hatte einen Plattfuß, musste also erneut an die Box kommen,
aber ich war mir dann nicht ganz sicher, wo ich mich im Rennen befinde.
Schlussendlich, als ich das letzte Mal an die Box kam, wurde ich
überrascht und als ich auf dem letzten Platz wieder auf die
Strecke kam machte ich zu viel Druck, um das Feld aufzuholen, und fuhr
in die Mauer. Aber nach einem Tag wie diesem ist das Rennen nicht
wichtig."
Mark Webber
"Mein Start war schlecht, ich verlor gegen Rosberg und Kubica auf dem
Weg zur ersten Kurve und versuchte, wieder Boden gutzumachen. Ich hatte
einen guten Zweikampf mit Robert, kam dann aber in der ersten Kurve auf
die schmutzige Seite und verlor wieder ein paar Positionen. Ich begann
meine Aufholjagd wieder, was auch gut lief, aber ich wusste, dass es
ein langer Weg nach vorne sein würde. Das Safety-Car kam raus und
anfangs sah es aus, als würde das helfen, aber schlussendlich war
es nicht einfach nachzuvollziehen, wer mit welcher Strategie unterwegs
war. Die weichen Reifen waren am Schluss nicht sehr gut und es gab
keine Möglichkeit, gegen Sato zu kämpfen, der die
härteren Reifen draufhatte."
David Coulthard
"Ich hatte Schwierigkeiten beim Hochschalten, aber dann ging es
plötzlich wieder. Die Getriebetemperaturen stiegen allerdings zu
hoch, und deshalb musste ich das Auto dann abstellen. Wir müssen
sehen, was dieses Problem verursachte. Es ist natürlich sehr
enttäuschend, wenn ich bedenke, dass unsere Strategie sehr gut
war. Wir hatten viele Runden während Safety-Car-Phasen heute.
Diese können Fahrer bestrafen, die sonst nichts falsch machen. Im
Falle Alonsos sieht man, dass eine geringfügig unterschiedliche
Strategie zur falschen Zeit schon einen schlechten Rennausgang bedeuten
kann. Es ist gut zu hören, dass Kubica okay ist. Ich sah seinen
Unfall auf einem der Großbildleinwände an der Strecke. Aber
ich hörte, dass er bei Bewusstsein ist und spricht, was immerhin
gute Nachrichten sind."
Nico Rosberg
"Nachdem ich am Start zwei Positionen gewonnen hatte, dachte ich
wirklich, dass heute einiges drin sein würde. Leider hatte ich
Pech, denn ich hatte kein Benzin mehr und musste ausgerechnet an die
Box kommen, als das Safety-Car rausging. Von da an, nach der
Zeitstrafe, war es sehr schwierig, die ursprüngliche Position
wieder einzunehmen."
"Nach dem zweiten Boxenstopp lag ich ganz am Ende des Feldes. Der
Zweikampf mit Trulli endete für uns beide in einem Dreher und ich
verlor dann noch mehr Zeit, weil das Getriebe stecken blieb. Was
für ein Nachmittag! Das Positive für das Team ist, dass Alex
Dritter wurde und unser Auto von der Pace her sehr schnell war. Jetzt
können wir zuversichtlich nach Indianapolis fliegen."
Alexander Wurz
"Es ist ein Traum, bei meinem zehnjährigen Formel-1-Jubiläum
auf dem Podium zu landen. Ich hatte ein schwieriges Wochenende und
musste von ganz hinten ins Rennen gehen, aber ich gab nicht auf und gab
alles, was ich hatte. Es war eines dieser turbulenten Rennen, aber ich
hatte ein klasse Auto und das Team tat alles, um die Strategie
hinzubekommen und informierte mich immer über die verschiedenen
Zwischenfälle."
"Fahrerisch habe ich keine Fehler gemacht und mein Graining der Reifen
ließ am Ende nach, so dass ich Kovalainen trotz seiner
härteren Reifen in Schach halten konnte. Am Anfang hatte ich
Glück, als mein Heckflügel bei der Kollision mit Speed
beschädigt wurde, aber das Team wusste, dass kein Risiko bestand,
also konnte ich weiterfahren, auch wenn ich leider dadurch weniger
Topspeed zur Verfügung hatte."
Vitantonio Liuzzi
"Das war nicht das, was ich mich für dieses Rennen vorgestellt
hatte. Nach Kubicas Unfall verklemmten sich Trümmerteile unter
meinem Auto und ich dachte schon, dass mein Rennen beendet wäre.
Es war wie ein Slalomlauf um die Trümmerteile. Aber ich konnte
weiterfahren und alles schien bestens. Unglücklicherweise fuhr ich
in der Start-Ziel-Schikane dann über einen Randstein, welcher mich
in die 'Wall of Champions' katapultierte, und mein Rennen war zu Ende."
Scott Speed
"Es war ein enttäuschender Tag für uns. Es war wirklich
verrückt. Ich muss mich beim Team entschuldigen, weil ich einen
kleinen Fehler machte. Alex war schneller auf der Geraden, aber er
machte einen Fehler in der Haarnadel und dann einen weiteren in der
Kurve, bevor ich versuchte, ihn zu überholen. Als ich meinen
Überholversuch startete, war einfach nicht genug Platz für
zwei Autos."
Christijan Albers
"Wir müssen hoffen, dass Kubica okay ist, weil das ein
Riesenunfall war. Am Anfang des Rennens berührte ich während
eines Positionskampfes ein bisschen die Mauer, dachte aber, dass das
keine große Sache wäre, aber dann im weiteren Verlauf des
Rennens geriet das Auto mehr und mehr aus der Balance, besonders vorne
links. Dann kam ich aus der Schikane und das Auto fuhr direkt in die
Mauer. Es schien, als hätte es ein Problem mit dem
Frontflügel gegeben. Natürlich bin ich enttäuscht, weil
wir ein gutes Ergebnis hätten haben können."
Adrian Sutil
"Natürlich sind wir sehr enttäuscht, das Rennen nicht beendet
zu haben. Ich möchte mich beim Team entschuldigen, welches das
ganze Wochenende so hart gearbeitet hat. Es wäre einfach gewesen,
Punkte zu machen, wenn ich keinen Fehler gemacht hätte."
Takuma Sato
"Was ein ehrfurchtseinflößendes Wochenende für uns. Ich
machte mir wirklich Sorgen um Kubica, und als ich hörte, dass er
okay ist, war ich erleichtert und möchte auf diesem Wege ein
großes Dankeschön an die Formel-1-Sicherheitsmannschaft
aussprechen."
"Nach diesem Unfall ging ich dann das Rennen so richtig an. Es war
eine Mischung aus Racing und Safety-Car-Phasen und unsere Strategie war
sehr gut. Zu einem Zeitpunkt kam ich unmittelbar nachdem das Safety-Car
auf die Strecke ging in die Box, weil die Box noch geöffnet war.
Das Team wusste dies ebenso und war sofort bereit. Während der
letzten Runden hatte ich ein sehr gutes Gefühl, weil ich mit den
Topleuten mithalten und durch überzeugende
Überholmanöver meine Position zurückgewinnen konnte.
Dies war der absolut schönste Tag in meiner ganzen Rennkarriere
und es ist ein erstaunliches Resultat. Einen Riesendank an alle aus dem
Team und die Leute, die uns unterstützen."
Anthony Davidson
"Es war so schade, dass die Sache mit dem Biber passierte. Ich war auf
dem dritten Platz hinter dem Safety-Car, auf einer Einstoppstrategie
und alles hätte laufen können, wenn dieser Biber nicht meinen
Frontflügel zerstört hätte. Ich konnte ihn nicht mal
sehen und verstand im ersten Moment nicht, warum die Vorderräder
blockierten. Deshalb musste ich die Boxen ansteuern. Die Mechaniker
waren überrascht, als ich auftauchte, aber durch die Strategie
gewann ich wenigstens eine Runde während der Safety-Car-Phase
zurück und es war ein erfreuliches Rennen am Schluss."
"Ich hoffe, Kubica ist okay. Ich sah den Unfall direkt neben mir. Das
Rennen war vom ersten Moment an ein richtiges Blutbad und ich bin
einfach froh, es zu Ende gefahren zu sein. Ich konnte mein bestes
Resultat egalisieren und das Team arbeitete hervorragend heute. Ich war
draußen auf dem weichen Reifen, stellte Graining fest und meldete
dies ans Team. Ich kam während der Safety-Car-Phase zum
Reifenwechsel und bevor Taku auch nur eine schnelle Runde fahren
konnte, wussten sie, dass sie die Reifen zur harten Option
zurückwechseln mussten, und das zahlte sich aus. Das war wirklich
perfektes Teamwork und damit bin ich sehr zufrieden."