Stimmen nach dem Rennen

Fernando Alonso
"Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel. Die Anstrengungen des Teams in den letzten Wochen, unser Auto zu verbessern, haben sich ausgezahlt. Bisher habe ich es noch nie erlebt, ein Rennen mit mehr als einer Minute Vorsprung anzuführen. Das macht diesen Sieg besonders wertvoll."

"Ich startete nicht besonders gut, aber auf dem kurzen Weg zur ersten Kurve konnte ich meinen ersten Startplatz verteidigen. Vor dem ersten Boxenstopp sparte ich Benzin und blieb länger draußen als geplant. Vor dem zweiten Stopp verlor ich Zeit durch überrundete Fahrzeuge, doch das war mein einziges Problem. Jetzt genieße ich diesen Sieg und freue mich auf die nächsten Rennen in Kanada und den USA."


Lewis Hamilton

"Ich bin echt glücklich. Im Grand Prix von Monaco wurde ich Zweiter und fuhr ähnliche Rundenzeiten wie Fernando. Das Team hat toll gearbeitet und mit dem Doppelsieg erhielten alle die verdiente Belohnung. Ich startete gut und lag dicht hinter Fernando, aber ich riskierte nichts, um die maximale Punktzahl für das Team zu sichern."
"Überholen ist hier nur möglich, wenn dein Vordermann einen Fehler macht. Aber Fernando ist zweimaliger Weltmeister, ich wusste, ihm würde das nicht passieren. Zwischendurch hatte ich etwas Graining an den Vorderreifen. Ein paar Mal berührte ich die Leitplanken ganz leicht, aber das Handling meines Autos wurde nicht beeinträchtigt."

Felipe Massa
"Ich denke, dass dies das bestmögliche Ergebnis war, das wir heute erzielen konnten, wenn man den Speed unserer dichtesten Gegner bedenkt. Zur Rennhälfte konzentrierte ich mich angesichts der Situation darauf, mein Rennen zu kontrollieren und das Auto ins Ziel zu bringen. Diese sechs Punkte sind sehr wichtig. Die Meisterschaft ist weiterhin völlig offen und es liegt noch ein langer Weg vor uns."
"Wir haben versucht zu schauen, ob wir die Situation verändern können, indem wir beim zweiten Stint die extra weichen Reifen verwenden, aber es machte keinen großen Unterschied aus. Das Hauptproblem war heute der Verkehr. Ich verlor viel Zeit hinter zu Überrundenden, aber ich denke nicht, dass dies auf das endgültige Ergebnis eine Auswirkung hatte. Heute waren wir die Unterlegenen der beiden Teams, aber wir haben alles, um wieder siegen zu können, schon beim kommenden Rennen."

Kimi Raikkönen
"Wir wussten, dass wir es mit einem Kampf nach vorne zu tun bekommen würden, und so hat es sich dann auch entwickelt", so Räikkönen. "Ich bekam einen guten Start hin, kam schnell auf den zwölften Rang, aber von da an steckte ich fast immer im Verkehr fest, hatte nie eine Chance, zu überholen. Ich hatte nie eine freie Bahn vor mir und nur dank der Strategie konnte ich ein paar Plätze gutmachen und in die Punkte kommen, aber es war nicht mehr drin. Natürlich ist die Situation in der Klassifikation nun etwas komplizierter, aber es liegt in der Meisterschaft noch ein langer Weg vor uns und ich bin nicht jemand, der aufgibt."

Giancarlo Fisichella
"Das war ein sehr gutes Resultat für mich und das Team, das Ergebnis macht Mut für die Zukunft. Wir sollten stolz sein auf die Arbeit, die wir an diesem Wochenende abgeliefert haben. Und wir müssen uns bei allen Leuten zu Hause in der Fabrik bedanken, deren harte Arbeit uns das ermöglicht hat. Dank eines neuen Flügels hatte das Auto mehr Grip und es war auch beständiger."
"Ich habe die ganzen ersten beiden Stints durch gepusht, so lang, bis ich wusste, dass meine Position sicher ist. Es war gut, zum ersten Mal vor BMW Sauber F1 ins Ziel zu kommen und jetzt haben wir mehr Zeit, um in der Fabrik noch einmal Gas zu geben und weitere Fortschritte zu machen. Kanada ist auch wieder ein Kurs, der mir liegt, hoffentlich können wir dort wieder einen Schritt nach vorn machen."

Heikki Kovalainen
"Das war für mich ein Wochenende zum Vergessen. Es ging schon nicht gut los, das Qualifying war schwer und im Rennen konnte ich auch keinen Boden gut machen. Im ersten Stint hing ich hinter Coulthard fest. Ich kam zwar durch den Stopp an ihm vorbei und habe dann attackiert, aber die Autos weiter vorn konnte ich nicht mehr einholen."
"Ich habe fast die gesamte Power und den Antrieb verloren. Das besonders Frustrierende ist, dass sich das Auto eigentlich das ganze Wochenende über sehr gut angefühlt hat, aber in den kritischen Punkten lief es nicht für mich. Mein Rennen wurde eigentlich schon am Samstagnachmittag zerstört, aber das ist jetzt Geschichte. Jetzt freue ich mich auf Kanada, dort kann ich sicher konkurrenzfähig sein. Das ist wieder eine neue Strecke für mich, aber ich freue mich drauf."

Rubens Barrichello
"Ich bin mit Platz zehn nicht zufrieden, da ich geglaubt hatte, wir würden heute in die Punkte fahren. Aber wir hatten keine Gelegenheit dazu. Nach meinem ersten Boxenstopp wurde ich von Wurz aufgehalten, und das war's dann. Ich war etwas schneller als er, und wenn ich ihn hätte überholen können, dann hätte ich eine Chance gehabt, doch noch in die Punkte zu fahren."
"Aber es gab keine Möglichkeit zum Überholen. Insgesamt glaube ich, dass wir ein etwas besseres Wochenende hatten. Wir müssen jetzt am Ball bleiben und weiter in die richtige Richtung gehen. Jetzt hoffe ich, dass es in Kanada besser läuft."

Jenson Button
"Es war ein wirklich hartes Rennen heute. Ich steckte in allen drei Phasen des Rennens im Verkehr fest und konnte keine Runde ungehindert fahren. Deshalb konnte ich meine Strategie nicht optimal nutzen."
"Nach dem gestrigen Qualifying ist das Ergebnis enttäuschend. Aber wir sind von den Fortschritten ermutigt, die wir hier zu Beginn des Wochenendes gesehen haben. Wir dürfen jetzt den Kopf nicht hängen lassen, sondern müssen uns auf das konzentrieren, was uns weiterbringt."

 Robert Kubica
"Ich denke, unsere Ein-Stopp-Strategie war für den diesjährigen Grand Prix von Monaco nicht die richtige. Wir hatten mit Safety-Car-Phasen gerechnet, die aber nicht eingetreten sind. Rückblickend hätten wir besser abschneiden können, aber ich bin froh, wieder WM-Punkte geholt zu haben."
"Nach dem Start hatte ich kurzzeitig Schwierigkeiten mit den Bremsen und musste pumpen, das hat mich natürlich verunsichert. Danach bin ich im Verkehr steckengeblieben, und am Ende gab es ein Problem mit einem Sensor, weshalb ich eine Weile ohne Traktionskontrolle unterwegs war."

 Nick Heidfeld
"Aufgrund meiner Ein-Stopp-Strategie war es für mich zunächst das Wichtigste, beim Start Mark Webber zu überholen. Das hat geklappt, und an Nico Rosberg kam ich auch vorbei. Nico und ich haben uns in der ersten Kurve berührt, aber mein Auto war zum Glück nicht weiter beschädigt."
"Im ersten Stint hatte ich anfangs ein paar Probleme mit den weichen Reifen, aber später wurden sie immer besser und besser. In meinem zweiten Stint habe ich einige Sekunden verloren, als ich die McLaren vorbeilassen musste. So konnte sich Robert nach seinem Boxenstopp vor mich setzen. Aber insgesamt bin ich recht zufrieden mit dem Ergebnis."

 Jarno Trulli
"Beim Start ist mir das Auto fast abgestorben. Ich musste schon zaubern, nochmal durchzukuppeln, um das Rennen in Angriff nehmen zu können. Ich verlor vor der ersten Kurve schon viele Plätze, ich musste also immer den Autos vor mir folgen. Dann heizten sich die Bremsen auf - wie schon im Qualifying. Ich musste etwas langsamer machen und von da an konnte ich das Auto nur noch ins Ziel bringen. Es war ein schwieriges Rennen für mich, wir müssen für das nächste Rennen viel arbeiten und einige Verbesserungen erreichen."

 Ralf Schumacher
"Ich hing in den ersten Runden einfach im Verkehr, danach war das Rennen natürlich schwierig. Unser Tempo war von den Rundenzeiten her gar nicht so schlecht, wenn ich mal frei fahren konnte. Ich verlor einfach sehr viel Zeit, das kann man an den Rundenzeiten sehen, als ich dann später freie Bahn hatte. Später war die Balance des Autos auch ganz in Ordnung. Ich konnte etwas aggressiver fahren."
"Wir hätten heute ganz klar um Punkte kämpfen können, wenn wir uns nur besser qualifiziert hätten. Das Qualifying hat über unser Rennen entschieden, aber ich werde hart arbeiten, damit das auch passt, und hoffe auf ein besseres nächstes Mal."

David Coulthard
"Leider geriet ich mit Tonio zusammen und beschädigte meinen Frontflügel und das Endstück. Ich hatte viel Untersteuern im Rennen. Wir haben debattiert, ob wir den Flügel wechseln sollten oder nicht, entschieden uns aber, ihn dran zu lassen, denn ein Wechsel hätte zu viel Zeit gekostet. Als ich Ende des Rennens anhielt, sahen wir, dass die komplette Endplatte gebrochen war. Ich musste also wirklich viel Abtrieb verlieren. Die Jungs haben an diesem Wochenende hart geschuftet, um die Autos von Mark und mir umzubauen. Es sind noch viele Rennen und Red Bull wird sich sicher noch verbessern."

Mark Webber
"Zunächst hatte ich Fehlzündungen, was nicht wirklich schön war, speziell im Bereich des Swimming Pools, aber es störte auch an anderen Stellen des Kurses. Ich lernte, damit umzugehen. Aber dann verlor ich den dritten Gang. Ich habe versucht, direkt vom zweiten in den vierten Gang zu schalten, aber das Auto blockierte dennoch. Ich versuchte, das Problem zu überfahren, aber wenn das hier passiert, dann liegt man schnell in den Leitplanken und das sieht dann wirklich dämlich aus."

Nico Rosberg
"Es war heute schon ein etwas enttäuschendes Rennen. Ich hatte einen guten Start, aber Fisichella warf in der ersten Kurve die Tür zu und ich musste zurückstecken. Ich war vorsichtig, weil keinen Crash haben wollte. Aber das hätte ich wohl nicht sein dürfen, vielleicht hätte ich dann eine Chance auf Punkte gehabt."
"Ich wusste, dass mein Rennen gestört war, als ich hinter Heidfeld hing. Ich hatte einfach keine Chance, ihn zu überholen. Meine Strategie war richtig, aber ich steckte im Verkehr, das machte alles zunichte. Unser Tempo war hier gut, es ist schade, dass wir nicht mehr Punkte holten."

Alexander Wurz
"Ich bin etwas traurig, dass das Rennen schon vorbei ist. Ich liebe es, hier in Monaco zu fahren, und man möchte immer weiterfahren. Es war ein guter Nachmittag, für mich war es entscheidend, einige gute Runden hinzulegen, um gegen Rennmitte an Button und Barrichello vorbeizukommen und am Ende Räikkönen hinter mir zu halten. Ich bin froh, dass das geklappt hat. Der Sonntag verlief gut und ich habe meinen Beitrag dazu hinter dem Lenkrad geleistet."

Scott Speed
"Ich hatte einen guten Start und vollführte ein aggressives Manöver außen vorbei in der ersten Kurve, was sich bezahlt gemacht hat, da ich an David vorbei kam. Ich denke, dass ich im Rennen dann ein gutes Tempo anschlagen konnte."
"In Bezug auf die Strategie hätten wir vielleicht etwas früher an die Box kommen sollen, aber Kimi war sowieso schon außer Reichweite. Ich hatte heute Spaß, hoffte aber in den letzten 15 Runden, dass jemand vor mir ausfallen würde und dass ich auf meiner Boxentafel P9 sich auf P8 ändern sehen würde, um diesen Punkt zu erhalten. Aber es passierte nicht."

Vitantonio Liuzzi
"Ich wurde in der ersten Kurve nach dem Start von jemandem hart von hinten getroffen und ich denke, dass dabei etwas beschädigt worden sein muss, denn das Auto war danach nicht in Ordnung.“
"Ich versuchte jedoch eine weitere Runde zu fahren. Als ich in Kurve drei über die Unebenheit fuhr, verlor ich die Kontrolle über das Auto. Das war wirklich schade, denn ich hatte eine ganz gute Startposition, war also optimistisch, dass ich an diesem Nachmittag etwas Gutes würde erzielen können."

Adrian Sutil
"Generell war es ein gutes Rennen, bis ich in der Casino-Kurve verunfallte. Der Start fand im üblichen betriebsamen Monaco-Stil statt, aber ich schaffte es, die erste Kurve gut zu durchfahren. Während den ersten 44 Runden zeigten wir eine sehr gute Leistung, die Reifen waren konstant und ich wurde schneller und schneller, als sich die Strecke verbesserte. Meine Rundenzeiten waren ziemlich schnell und wir fuhren gegen ein paar Autos ein Rennen."
"Es war kein einsames Rennen, denn ich hatte immer jemanden hinter mir und musste Druck machen, ich habe das Rennen also genossen. Ich bin enttäuscht, dass ich einen Fehler gemacht habe - die Bremsen wurden schnlechter und schlechter und es war schwierig, die richtige Bremsleistung zu finden, da sie unvorhersehbar waren."
"Ich kam in der Kurve etwas zu weit nach außen. Dort war so viel Gummi und Schmutz, dass ich die Leitplanke traf und der Reifen von der Felge sprang. Es gab keine große Beschädigung, es lag nur am Reifen, dass ich nicht weiterfahren konnte, was für alle traurig ist."

Christijan Albers
"Es war ein schwieriges Wochenende. Zunächst einmal hatten wir im Qualifying mit der Hydraulik wirklich Pech, dann schieden wir im Rennen aus. Da wir hinten standen, mussten wir ein Risiko eingehen und setzten auf eine wirklich aggressive Strategie, starteten auf weichen Reifen und setzten auf zwei Stopps."
"Zunächst kämpfte ich mit dem Heck, aber als ich reinkam und auf die normalen weichen Reifen wechselte, begann es wirklich gut zu laufen und wir fuhren wesentlich schneller. Aber dann bist du im Verkehr verloren und musst die Führenden durchlassen."
"Es ist wirklich schade, aber auf der anderen Seite hätte es funktionieren können, wenn wir mit der Strategie Glück gehabt hätten. Nun sollten wir dies hinter uns lassen und nach Kanada gehen. Ich habe ein paar Ideen, was wir ändern können, um das Auto dort fahrbarer zu machen."

Takuma Sato
"Es war für uns ein hartes Rennen und wir haben unser Bestes gegeben. Ich fuhr so hart wie ich dies auf diesem Kurs tun konnte. Im Verkehr bekommt man es mit sehr schwierigen Situationen zu tun, aber wenn ich freie Sicht hatte, fuhr ich sehr schnelle Runden und wir waren konkurrenzfähig."
"Aber ich kam ein paar Mal in Verkehr, so wie das für Monaco typisch ist, und das war für mein Rennen wirklich kritisch. Denn wegen des Verkehrs vor meinem zweiten Stopp verpassten wir die Chance, meine Position zu verbessern. Wir haben unser Bestes gegeben und haben uns meiner Meinung nach wieder gut aufgerappelt, brauchen aber mehr Speed. Positiv ist hervorzuheben, dass es großartig ist, den anspruchsvollen Monaco-Grand-Prix zu beenden."

Anthony Davidson
"Das Rennen zu beenden ist schon an sich eine Leistung. Als ich am Nachmittag auf die Strecke ging, habe ich mir von den Positionen, auf denen wir standen, nicht viel erwartet. Ich hatte einen durchschnittlichen Start. Ich fuhr mit einem Renault in Kurve 1 und habe ihn dabei berührt, wodurch ich mir in meiner Nase ein Loch zuzog. Das hat das Auto nicht allzu sehr beeinträchtigt und ich konnte wirklich Druck machen."
"Zu Halbzeit des Rennens, als ich hinter Trullis Toyota festhing, holte Massa langsam auf mich auf, zwei Zehntelsekunden pro Runde, und ich wartete, bis er mir näher kam. Ich wollte ihn passieren lassen, als wir eine Durchfahrstrafe erhielten. Er lag zu diesem Zeitpunkt rund zwei Sekunden hinter mir, ich denke also, dass dies etwas unfair war. Ich habe mich im Verkehr immer gut verhalten und ich denke, dass sich andere Leute dort draußen unter Blau schlecht verhalten haben und sie an mir ein Exempel statuieren wollten."