Giancarlo Fisichella
"Ich habe mein Bestes gegeben, aber ich denke, wir hätten mit der
Strategie mehr erreichen können. Das Auto war zu Beginn sehr
schwer und inkonstant. Mit weniger Benzin hätten wir schneller
sein können. Nach dem Wechsel auf Trockenreifen, der im richtigen
Moment kam, wusste ich, dass mir noch ein Stopp bevorstehen würde,
und so ging ich ans Limit."
"Es hätte fast geklappt, aber uns ist die Zeit ausgegangen. Es ist
frustrierend, an elfter Position ins Ziel zu kommen, nachdem man so
viele Autos überholt hat. Vor allem deswegen, weil heute mehr drin
gewesen wäre."
Heikki Kovalainen
"Die Anfangsphase des Rennes war für mich eine Katastrophe. Ich
hatte einen guten Start und sogar drei Plätze gutgemacht. Aber das
Untersteuern des Wagens machte mir zu schaffen und damit hatte ich
wenig Grip. Somit haben mich vier Autos überholt und ich habe viel
Zeit eingebüßt."
"Genau zum richtigen Zeitpunkt haben wir auf Trockenreifen gewechselt
und von da an war Wagen richtig gut. Im mittleren Rennabschnitt habe
ich auf komische Art und Weise viel Zeit eingebüßt. Kimi
hatte mich gerade überrundet, aber er war auf alten Regenreifen
unterwegs, ich dagegen auf neuen Trockenreifen. Ich konnte die
Idealline nicht freimachen, weil es nass war, und ich wollte keinen
Unfall mit einem anderen Auto riskieren. So habe ich dann an die
sieben, acht Sekunden verloren."
"Dann habe ich so stark gepusht, wie es mir nur möglich war aber
schlussendlich bin ich an David nicht vorbeigekommen. Ich war zwar
schneller, aber nicht schnell genug. Der Wagen war im Trockenen
wirklich gut. Dieses Ergebnis rührt von meinem Fehler im gestrigen
Qualifying her. Ohne diesen Fehler wäre ich weiter vorne
gestanden. Das Team hatte mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Wir
hätten heute das Potential für einen vierten Platz gehabt und
es tut mir leid, dass wir das heute nicht für das Team hinbekommen
haben."
Kimi
Räikkönen
"Ich
bin sehr glücklich! Es ist für mich und das gesamte Team ein
wirklich großartiges Ergebnis. Das Team hat eine wahrhaftig
exzellente Arbeit geleistet. Wir benötigten diesen Sieg und wir
haben ihn bekommen."
"Am Start des Rennens hatte ich eine Menge Untersteuern, aber die
Situation verbesserte sich anschließend. Ich war einer der
Letzten, der auf Trockenreifen wechselte, aber dies war eine Hilfe, da
nach einer Weile wieder etwas Regen zu fallen begann. Sogar nach dem
zweiten Boxenstopp hatte ich etwas Untersteuern, aber wie schon zuvor
verbesserte sich die Situation in der Schlussphase."
"Ich wusste, dass Alonso sehr schnell war, aber ich hatte die Situation
voll unter Kontrolle. Das Auto arbeitete alles in allem sowohl unter
nassen als auch unter trockenen Bedingungen gut."
"In der vergangenen Woche hatten wir in Fuji Pech, aber heute liefen
die Dinge für uns. Wir erhielten ein weiteres Beispiel dafür,
dass in diesem Sport alles passieren kann."
"Die Situation in der Fahrerwertung ist nach wie vor schwierig, aber
ich werde alles versuchen, um in Brasilien zu gewinnen, auch wenn der
endgültige Ausgang nicht einfach nur davon abhängt, was wir
tun. Es sollte ein großartiger Kampf werden, der sehr hart
vorherzusagen und interessant ist."
Felipe
Massa
"Ich hatte gehofft, um den Sieg fahren zu können. Aber das Rennen
wurde durch die wechselhaften Wetterbedingungen beeinflusst. In jenem
Moment, zu dem ich auf die Trockenreifen wechselte, war das Timing
nicht ideal. Der Regen kehrte umgehend zurück und es war wirklich
schwierig, auf der Strecke zu bleiben. Jedenfalls kann es sich unter
solchen Umständen bezahlt machen, Risiken einzugehen. Manchmal
funktioniert es und manchmal nicht."
"Nach ein paar Schwierigkeiten mit Graining lief es in der Schlussphase
des Rennens wieder sehr gut. Alles in allem ist es sehr wichtig, bei
einem Rennen wie diesem auf dem Podium ins Ziel zu kommen. Ich bin
für das Team sehr glücklich. Es ist noch ein Rennen zu
fahren, es kann alles passieren und wir müssen weiterhin arbeiten,
um vor unseren Gegnern zu bleiben."
Rubens Barrichello
"Leider haben wir heute Nachmittag die falsche Entscheidung getroffen,
die meine Chancen auf ein gutes Ergebnis beeinträchtigt hat. Als
der Regen nach meinem ersten Boxenstopp einsetzte, dachte ich, das
restliche Rennen über würde die Strecke nass bleiben."
"Deshalb ließ ich wieder Regenreifen aufziehen, aber ein paar
Runden später wusste ich, dass dies die falsche Entscheidung war.
Das Wochenende ist für mich enttäuschend zu Ende gegangen,
aber ich freue mich jetzt auf mein Heimatrennen in Brasilien in zwei
Wochen."
Jenson Button
"Das
heutige Rennen war fantastisch. Ich bin sehr froh, dass ich vier Punkte
und unser bestes Ergebnis der Saison erzielen konnte. Ich hatte zu
Beginn des Rennens Probleme, da sich der Wagen bei dem feuchten Wetter
nicht optimal fahren ließ. Die Haftung war schlecht, und ich bin
weit zurückgefallen."
"Als die Strecke dann trockener wurde, fuhr ich an die Box, ließ
Trockenreifen aufziehen und tankte etwas auf. Von da an bin ich einige
schnellste Rundenzeiten gefahren, und das war ein tolles Gefühl.
Das Fahren hat Spaß gemacht, denn ich konnte häufig
überholen und kam auch im dichten Verkehr gut zurecht. Ich bin
sehr froh, dass wir heute einige Punkte bekommen haben."
Nick Heidfeld
"Ich bin sehr enttäuscht, Platz vier wäre für uns drin
gewesen. Im Nachhinein betrachtet war es ein Fehler, nach 28 Runden
einen zweiten Satz Regenreifen zu holen. Zu dem Zeitpunkt war der erste
Satz aber so hinüber, dass ich bis zu zwölf Sekunden pro
Runde verloren habe, und es sah nach weiterem Regen aus. Ich musste
dann nach 32 Runden noch einmal zur Box, um Trockenreifen zu holen."
"Das Rennen hatte gut angefangen: Ich konnte beim Start zwei Positionen
gewinnen, fast noch eine dritte. In der vierten Runde habe ich mich vor
der Haarnadel verbremst, da ist Vitantonio Liuzzi durchgeschlüpft.
Mit ihm hatte ich es dann in der Schlussphase noch einmal zu tun. Da
kam ich leider nicht mehr an ihm vorbei. In den Kurven war ich immer
dran, aber auf den Geraden hat es nicht gereicht."
Robert Kubica
"Ich bin mit einem Hydraulik-Leck ausgefallen, ich hatte keine
Servolenkung und keine Schaltung mehr. Bis dahin sah es für mich
ziemlich gut aus. Ich bin mit den Trockenreifen draußen
geblieben, als es drei oder vier Runden lang regnete. Das war sehr
schwierig, hat sich aber zunächst gelohnt. Am Ende war es nichts
wert, weil ich nicht ins Ziel gekommen bin."
David Coulthard
"Ein frustrierendes Rennen. Vom fünften Platz aus zu starten und
als Achter ins Ziel zu kommen, ist ziemlich enttäuschend. Doch
immerhin nehmen wir einen WM-Punkt aus China mit und sind Williams im
Kampf um Platz vier der Weltmeisterschaft näher gekommen."
"Das war heute eine Art Reifen-Lotterie, und leider begann es in dem
Augenblick leicht zu regnen, als ich auf Trockenreifen gewechselt
hatte. Das kostete mich ungefähr 30 Sekunden im Verlauf von zwei
Runden."
Mark Webber
"Im ersten Stint hatte ich auf Regenreifen starkes Untersteuern.
Speziell in den Kurven 1 und 12 verursachte das große
Schwierigkeiten - und gerade diese Kurven sind mit Blick auf die
Rundenzeiten wichtig. Zum ungefähr richtigen Zeitpunkt meines
Boxenstopps sagte ich per Sprechfunk, dass ich Trockenreifen haben
möchte."
"In dieser Phase war es nicht leicht, sich zwischen Regen- und
Trockenreifen zu entscheiden. Einmal auf Trockenreifen, begann es
erneut zu regnen. Prompt sah ich im Bereich der Zieleingangskurve ein
Auto neben der Piste, und ich selbst erlebte ebenfalls einen kritischen
Augenblick."
"Jetzt fragte ich nach Regenreifen, und das war gar nicht gut, denn es
regnete nicht lange. Also musste ich wieder zurück auf
Trockenreifen wechseln. Leider haben wir es heute nicht auf die Reihe
gekriegt. Durch Davids Punkt sind wir Williams ein wenig näher
gekommen. Also heißt es abwarten, was wir in Brasilien tun
können."
Ralf Schumacher
"Dies war ein hartes, enttäuschendes Rennen. Ich drehte mich in
der ersten Runde, als ich versuchte, eine Kollision mit einem anderen
Auto zu vermeiden. Danach war ich in der Lage, Boden gutzumachen und
überholte eine Menge Autos. Es war schade, dass mich Liuzzi traf,
aber ich bin mir sicher, dass es keine Absicht war."
"An diesem Punkt trocknete die Strecke ab, wir gingen aus diesem Grund
das Risiko ein, auf Reifen für trockene Bedingungen zu wechseln,
weil wir nicht viel zu verlieren hatten. Aber dann kamen die kurzen
Schauer, ich verlor Haftung und der Motor starb ab."
"Es war ein genussvolles Rennen, aber es ist schlecht, dass wir kein
Ergebnis erzielt haben. Mir bleibt nun nur noch ein Rennen für
Toyota. Ich gehe mit dem Ziel nach Brasilien, so viele Punkte wie
möglich zu holen, um meine Zeit hier mit einem Höhepunkt zu
beenden."
Jarno Trulli
"An diesem Wochenende hatte ich wirklich zu kämpfen. Gestern hatte
ich Probleme mit der Balance meines Autos und aus diesem Grund sollte
das heutige Rennen sowieso eine Herausforderung werden. Wir legten
dennoch einen guten Start hin und ich machte auf den Regenreifen
angesichts der Bedingungen ordentlich Boden gut."
"Nach dem Boxenstopp verlor ich jedoch ein paar Plätze. Es war
für alle ein schwieriges Rennen, und es lief einfach nicht
für mich. Ich gab mein Bestes und machte intensiv Druck, aber es
war nicht möglich, Punkte zu holen. Nun machen wir uns auf den Weg
zum letzten Rennen in Brasilien. Ich hoffe, dass wir dort ein besseres
Ergebnis erzielen werden."
Alexander Wurz
"Wir hatten auf etwas mehr Regen gehofft. Zu Beginn kamen mir die
Bedingungen entgegen und ich war der Erste, der auf Trockenreifen
wechselte. Am Anfang klappte es damit sehr gut, wir dachten schon, dass
wir nun ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert hätten. Dann fielen
wir mit einem Problem, das dem gestrigen sehr ähnlich war,
zurück. Wir konnten keinen Grip mit den Reifen aufbauen."
Nico Rosberg
"Ich
hatte einen schlechten Start und fiel zurück, dann lief es im
Regen eigentlich recht gut, ich überholte mehrere Autos. Für
den nächsten Stint gingen wir auf Trockenreifen, aber wir erlebten
das gleiche Problem wir im Qualifying. In Runde 29 hatte ich zudem
einen Plattfuß hinten links am Ende der Geraden. Ich bin nicht
sicher, wodurch er verursacht wurde, denn ich berührte niemanden.
Ich musste noch einmal an die Box und damit war mein Rennen vorbei."
Sebastian Vettel
"P4! Ein phantastisches Rennen. Anfangs war es recht schwierig, weil
ich beim Start im Mittelfeld stand. Auf den ersten paar Metern waren
die Sichtverhältnisse okay, dann hüllte die Gischt alles ein.
Nach dem Start nutzte ich den Schwung, um einige Autos auf der
Außenseite zu überholen. Ich ging dieses Risiko ein, obwohl
es sehr rutschig war. Und ich machte weiterhin soviel Druck, wie ich
konnte."
"Unmittelbar nachdem ich mir Trockenreifen geholt hatte, setzte Regen
ein, der glücklicherweise schnell wieder verschwand. Ich
kämpfte gegen Jenson, aber als uns klar wurde, dass er einer der
Zwei-Stopper ist, bereitete er mir keinerlei weitere Sorgen mehr. Die
letzten 20 Runden waren unglaublich. Obwohl ich die Situation im Griff
hatte und mein Tempo reduzierte, war es hart."
"Das ist ein phantastischer Tag für das ganze Team, speziell auch
deshalb, weil Tonio auf Platz 6 ins Ziel kam. Gestern war ich wegen der
Strafe alles andere als happy, doch heute gelang mir auf der Piste die
Rache. Vierter zu werden, ist phantastisch."
"Als ich mich in Italien im Werk verabschiedete, sagten mir die Jungs -
'Sebastian, du musst einige WM-Punkte mitbringen' - und ich antwortete,
ich würde mich darum bemühen. In Fuji waren wir nahe dran,
und der heutige Tag brachte dieses tolle Resultat. Jetzt werde ich mit
dem Team, das bei den Boxenstopps und bezüglich der Strategie
einen großartigen Job machte, feiern."
Vitantonio Liuzzi
"Das war vom Start bis ins Ziel ein großartiges Rennen - alles
lief perfekt. Meiner Meinung nach war Sebastians Ein-Stopp-Strategie
die bessere, aber das spielt jetzt keine Rolle mehr. Für das Team
ist es phantastisch, dass wir beide Punkte geholt haben."
"Mir unterliefen keinerlei Fehler, und ich hatte einige tolle Fights
mit den Williams, Renaults und BMWs. Ich glaube nicht, dass mehr
herauszuholen war. Ich freue mich aufrichtig für das Team, das
diese Punkte verdient hat. Im Verlauf des Jahres konnten wir einige
Male zeigen, dass wir in der Lage sind zu punkten, aber irgendwie hat
es nie geklappt. Jetzt können alle happy sein."
"Es wird deutlich, wie sehr das Team wächst und dass die Jungs
einen großartigen Job machen. Jetzt können wir unter richtig
positiven Rahmenbedingungen nach Brasilien reisen, weil wir in Fuji und
hier zeigen konnten, was wir leisten können. Wir haben dieses
Resultat verdient."
Adrian Sutil
"Sicherlich war das ein enttäuschendes Wochenende. Mit dem Wetter
sind wir einige Risiken eingegangen. Zuerst sind wir auf Reifen
für extremen Regen ins Rennen gegangen. Wir hatten auf wesentlich
mehr Regen gehofft, doch schlussendlich ist dieser ausgeblieben."
"Es war sehr schwierig zu fahren, aber wir haben bis zum zweiten
Boxenstopp durchgehalten und dann auf Trockenreifen gewechselt. Wie
sich herausstellte, war das zu früh, und dann hat es auch wieder
zu regnen begonnen; es war einfach der falsche Moment zum Wechsel.
Schließlich ist der Wagen in der letzten Kurve einfach geradeaus
in die Streckenbegrenzung gefahren."
"Wir müssen das jetzt abhaken und vergessen. Es gibt eben gute und
schlechte Rennen - und das war eines dieser schlechten."
Sakon Yamamoto
"Am Ende des Tages können wir sagen, dass wir einige Fehler mit
unserer Reifenwahl gemacht haben. Aber es weiß ja niemand, wie es
ausgeht, und da musst du einfach das Risiko eingehen", meinte Yamamoto
weiter. "Wenn es aufgeht, dann wird es ein Erfolg, wenn nicht, dann
eben ein sehr hartes Rennen."
"Positiv war durchaus, dass ich wieder ein Rennen beendet habe.
Außerdem hat die Crew auch bei vier Reifenwechseln einen sehr
guten Job gemacht. Wir müssen jetzt nach Brasilien, zu einer
meiner Lieblingsstrecken, schauen, und versuchen, ein gutes Rennen zum
Ende der Saison abzuliefern."
Takuma Sato
"Für uns war es
heute ein aufregendes, aber auch hartes Rennen. Ich hatte einen guten
Start und konnte einige Positionen gewinnen. Vor allem das
Überholen im Regen war spannend. Aber nach ein paar Runden bekamen
wir ein mechanisches Problem und der Wagen wurde sehr unruhig. Ich habe
sofort dem Team über Funk Bescheid gesagt, aber es gab nichts, was
sie für mich tun konnten. Durch die Wetterbedingungen habe ich
dann zu anderen Fahrern aufgeschlossen, konnte sie aber nicht
überholen, weil wir zu langsam waren. Glücklicherweise
konnten wir das Rennen zwar beenden, aber das Handling des Autos war
weit vom Idealwert entfernt, was das Ganze für mich noch
schwieriger gemacht hat."