Stimmen nach dem Rennen

Fernando Alonso

"Mein erster Sieg in Monza ist etwas Besonderes. Manchmal läuft einfach alles perfekt, und an diesem Wochenende war es so. Mein Start war nicht optimal und eingangs der ersten Kurve musste ich um meine Führung kämpfen. In der zweiten Kurve sah es fast so aus, als ob Lewis und ich uns berühren würden, aber es ist nichts passiert."
"Wir hatten geplant, gleich einen Vorsprung herauszufahren, doch das Safety Car verhinderte das zunächst. Doch danach lief alles bestens; das Auto war super und das Team hat sehr gut gearbeitet. Vor so vielen Formel-1-Fans zu gewinnen ist ein sehr emotionaler Moment."

Lewis Hamilton
"Ich startete schlecht und Felipe Massa kam kurz vorbei. Eingangs der ersten Kurve bremste ich ihn und Fernando aus und war fast vorbei, doch Massa klemmte mich ein und ich musste ausweichen. Meine Reifen vibrierten, deshalb zog ich meinen ersten Boxenstopp sicherheitshalber vor. Als klar wurde, dass Kimi nur einen Stopp geplant hatte, kam alles auf meinen zweiten Boxenhalt an."
"Danach fuhr ich hinter Kimi auf die Strecke, doch mit meinen neuen Reifen war ich schneller und überholte ihn. Es war wichtig, den zweiten Platz zurück zu erkämpfen, nicht nur für mich, sondern auch für das Team. Nach der Doppel-Pole gestern war unser heutiger Doppelsieg ein weiterer Höhepunkt. Alle haben fantastisch gearbeitet."

Giancarlo Fisichella
"Auch mein Start war ziemlich gut doch ich wurde von einigen Teilnehmern vor mir eingeklemmt und habe deswegen noch eine Position an Anthony Davidson verloren. In Runde zwei fuhr David Coulthard von hinten auf mich auf und beschädigte dabei die linke Endplatte meines Diffusors. Ich litt während des gesamten Rennens unter einem Untersteuern und einer schlechten Balance meines Autos."
"Bis zu den ersten Boxenstopps verlor ich viel Zeit hinter dem Super Aguri, den ich erst kurz vor meinem ersten Tankhalt passieren konnte. Danach fuhren die Teilnehmer vor mir auf der gleichen Strategie, dies machte es praktisch unmöglich, eine weitere Position aufzuholen. Aus diesem Grunde haben wir zurückgesteckt und meinen Motor für den bevorstehenden Grand Prix in Belgien geschont. Ich hoffe, dass es dort für uns wieder besser läuft."

Heikki Kovalainen
"Ich bin heute jede einzelne Runde am absoluten Limit gefahren dennoch waren wir über die Renndistanz betrachtet nicht schnell genug, um Boden auf unsere Wettbewerber gutzumachen. Mein Start war fantastisch. Ich passierte Robert Kubica und duellierte mich in der 'Curva Grande' bereits mit Nick Heidfeld, als er mich auf den Grasstreifen drückte. Ich musste deswegen vom Gas, so schlüpfte auch Kubica wieder durch."
"Danach fuhr ich einen etwas einsamen Grand Prix. Bei den ersten Tankstopps konnte ich den Polen erneut überholen und hielt ihn für den gesamten mittleren Rennabschnitt hinter mir. Doch wir waren nicht schnell genug, um nach meinem zweiten Boxenhalt vor Nico Rosberg wieder auf die Piste zu kommen. Das Team hat einen wunderbaren Job erledigt, uns ist kein einziger Fehler unterlaufen. Aber wir waren heute einfach nicht schnell genug."

Kimi Räikkönen
"Dies war für mich definitiv ein hartes Rennen, denn nach meinem Unfall gestern verspürte ich in meinem Nacken Schmerzen, die schlimm genug waren, so dass ich Probleme hatte, meinen Kopf beim Bremsen zu stabilisieren."
"Zudem waren wir heute nicht wirklich schnell genug. Wir wussten, dass es kein einfaches Wochenende werden würde, da wir dies schon beim Test in der vergangenen Woche realisiert hatten, der Freitag und der gestrige Tag bestätigten dies. Das Auto war im ersten Rennabschnitt nicht schlecht, aber dann waren wir nicht stark genug."
"Hamiltons Überholmanöver? Ich versuchte, meine Position zu verteidigen, aber er war definitiv schneller als ich. In der Schlussphase machte ich langsamer, um das Auto für das kommende Rennen zu schonen."
"Wir waren heiß gewesen, vor unseren Fans zu gewinnen, aber das haben wir nicht geschafft. Zumindest schaffte ich es auf das Podium. Nun kommen wir auf eine weitere faszinierende Strecke in Spa-Francorchamps, wo ich denke, dass wir und unsere engsten Gegner ausgeglichener sein werden."

Felipe Massa
"Ich bin sehr enttäuscht. Es ist schrecklich zu sehen, dass deine Chancen wegen eines Zuverlässigkeitsproblems in der Anfangsphase verschwinden. Es gab etwas, das an der Hinterradaufhängung nicht funktionierte. Als ich in die 'Ascari' kam, da konnte ich beim Bremsen ein Problem spüren und kam an die Box, dachte, dass es ein Plattfuß sein könnte. Als die Reifen jedoch erst einmal gewechselt waren, war es immer noch unfahrbar, und ich musste aufgeben."
"Wir müssen die kommenden Rennen mit demselben Geist angehen. Hier waren wir konkurrenzfähig und ich denke, dass dies in der nahen Zukunft ebenfalls der Fall sein wird. Es ist sehr enttäuschend, aber solche Dinge passieren im Rennsport."

Rubens Barrichello
"Wir sind heute ein gutes Rennen gefahren. Die anderen Fahrer im Mittelfeld aber leider auch, und es gab fünf Wagen, die nur maximal zehn Sekunden auseinander lagen. Wir hatten ein gutes Tempo, und ich bin mit den Primereifen ein paar gute Rundenzeiten gefahren. Aber meine Hoffnung auf eine bessere Position wurde leider zunichte gemacht, als sich Webber beim zweiten Boxenstopp direkt vor mich setzen konnte. Wir hatten jedoch insgesamt ein besseres Wochenende, und das haben wir der guten Arbeit des Teams zu verdanken. Ich freue mich jetzt auf die restlichen Rennen der Saison, in denen wir besser abschneiden werden."

Jenson Button
"Es war schön, heute einen Punkt zu erzielen. Aber es war ein frustrierendes Rennen für mich, da der Wagen im ersten Renndrittel so stark untersteuerte. Wir sind auf diesem Kurs mit einem so niedrigen Frontflügel gefahren, dass die Vorderräder schnell blockierten, besonders in der Parabolica-Kurve. Ich hatte bei den Vorderrädern mit dem Flat-Spot-Effekt zu kämpfen, das heißt, in jeder Rechtskurve gab es Probleme mit der Haftung. Deshalb konnte ich Rosberg nicht abwehren, und der 33 Runden lange erste Stint machte mir noch zusätzlich zu schaffen."
"Ich bin etwas enttäuscht, da wir noch besser hätten abschneiden können. Aber wir haben an diesem Wochenende unser Bestes gegeben, und ein Punkt ist auf jeden Fall eine schöne Belohnung. Das Team hat gute Arbeit geleistet, und alle sind guten Mutes. Deshalb freue ich mich, dass ich einen weiteren Punkt für die Mitarbeiter erzielen konnte. Den haben sie sich wirklich verdient."

Nick Heidfeld
"Mein Start war nicht schlecht, obwohl Kimi noch etwas besser als ich wegkam. Vor der ersten Kurve war es dann vor mir sehr eng, und in der zweiten Kurve war ich außen und habe einen Platz an Kimi verloren. Allerdings wäre das früher oder später sowieso passiert, weil er nur einmal gestoppt hat."
"Die frühe Safety-Car-Phase hat denen, die nur ein Mal oder spät stoppen wollten, in die Hände gespielt. Zu unserer Rennstrategie gehörte, im ersten Stint einen Vorsprung gegen die Ein- und Spät-Stopper herauszufahren. Daraus wurde hinter dem Safety Car natürlich nichts."
"Abgesehen davon lief mein Rennen super, auch die Boxenstopps waren perfekt. Jetzt können wir so langsam ins Auge fassen, 2007 tatsächlich die 100-Punkte-Marke in der Konstrukteurs-WM zu knacken. Das wäre ein großartiger Erfolg in unserem zweiten Jahr."

Robert Kubica
"Das Rennen war okay für mich. In den ersten Runden, als wir verhältnismäßig leichte Autos hatten, waren wir wirklich schnell. Aber ich denke, unsere Performance mit höherem Gewicht könnte besser sein."
"Beim Boxenstopp bin ich nicht ganz gerade zum Stehen gekommen, deshalb ist das Auto vom Wagenheber gefallen, als die Jungs die Räder gewechselt haben. Nach dem Wechsel haben wir den Wagenheber dann nicht unter dem Auto herausbekommen. Das hat viel Zeit gekostet, aber zum Glück letztlich nichts an der Platzierung geändert."
"Nach diesem ersten Stopp war ich hinter Heikki Kovalainen. Näher als sechs oder sieben Zehntelsekunden durfte ich ihm nicht kommen, ohne Anpressdruck zu verlieren. Nach dem zweiten Stopp war ich vor ihm und musste dann noch an Nico Rosberg vorbei."
"Ich hatte neue Reifen und ein recht leichtes Auto. Er war strategisch bedingt auf alten Reifen. Ich kam schnell aus der Parabolica raus, was nach der Zeit hinter ihm gar nicht so leicht war, habe viel später gebremst als er und kam vorbei."

David Coulthard
"In der Mitte der ersten Schikane berührte ich das Heck des Autos von Fisichella, und dabei brach der Frontflügel. In der anschließenden Beschleunigungsphase drückte der Abrieb den Flügel unter den Wagenbug. Als Folge davon brach die Lenkung. Ich kam auf geradem Weg von der Piste ab und landete in den Reifenstapeln - das war das Ende des Wochenendes."

Mark Webber
"Der Start gelang mir recht gut und dann folgte während der ersten Runden ein toller Fight mit Jenson Button und Nico Rosberg. Weil ich viel Benzin an Bord hatte, versuchte ich, so gleichmäßig wie möglich zu fahren und im bestmöglichen Rhythmus zu bleiben. Das war keineswegs leicht, denn das Auto fuhr sich nicht besonders gut."
"Was die unbeständige Balance betrifft, war es eines der schwierigsten Rennen meiner Karriere. Das müssen wir unbedingt abstellen und außerdem die Zuverlässigkeits-Probleme aussortieren, die unverändert auftreten. Vor dem Hintergrund unserer Anstrengungen während der letzten Wochen ist der neunte Platz enttäuschend."

Ralf Schumacher
"Für uns beide war es ein sehr desillusionierendes Ergebnis. Heute lief es nicht sehr gut, und wir hatten zu kämpfen. Jarno schaffte es an diesem Wochenende besser damit umzugehen als ich, aber ich hatte schon geahnt, dass das Rennen hier in Monza nicht unser stärkstes Rennen werden würde."
"Wir haben immer noch ein paar Probleme mit den Randsteinen und dies macht in Monza einen großen Unterschied aus. Die erste Kurve ist hier immer chaotisch, aber heute verlief sie für mich relativ reibungslos."
"Natürlich macht man immer noch intensiv Druck, selbst wenn man hinten liegt, und versucht so schnell wie möglich zu fahren. Wir haben viel zu analysieren, aber nun müssen wir unsere Aufmerksamkeit auf das kommende Rennen lenken. Wir hatten in Spa einen guten Test, wir können uns dort also ein besseres Ergebnis vornehmen."

Jarno Trulli
"Es war schade, dass wir einen solch schlechten Start hingelegten, denn unsere Geschwindigkeit war heute gut und wir hätten es in die Punkte schaffen können. Leider hatten wir einmal mehr Probleme am Start. Ich verlor drei Positionen und von da an war es ein anderes Rennen."
"Das Auto war konkurrenzfähig und konsistent, aber nach den ersten paar Kurven ging ich für den Rest des Nachmittags im Verkehr fest. Ich war schneller als die Autos vor mir, aber es war unmöglich, hier zu überholen."
"Dies zeigt, dass ein kleines Detail den kompletten Unterschied ausmachen kann, wenn die Abstände im Kampf um das Mittelfeld so klein sind. Man muss alles richtig hinbekommen. Wir haben immer noch eine Menge Arbeit zu erledigen, aber zunächst einmal müssen wir auf ein besseres Ergebnis in Spa hoffen."

Alexander Wurz
"Das war für mich ein schwieriger erster Abschnitt des Rennens. Wir entschieden uns für eine sehr aggressive Strategie, aber da ich eine Menge Benzin an Bord hatte, wirkte sich dies negativ auf meine hinteren Reifen aus, und ich konnte einfach nicht das Tempo anschlagen, das ich hätte haben müssen. Dies ist alles Folge meiner Qualifying-Position. Wenn man am Samstag einen Fehler macht, dann bedeutet dies, dass man diesem während des Rennens hinterher jagt, aber ich liebe die Herausforderung."

Nico Rosberg

"Dies war für uns ein gutes Wochenende. Wir zeigten eine konkurrenzfähige Geschwindigkeit und waren das ganze Wochenende über mit unserer Leistung zufrieden. Das Team hat nach dem Test hier in der vergangenen Woche gute Fortschritte erzielt, die harte Arbeit hat sich mit einem wirklich großen Schritt nach vorn bezahlt gemacht. Gut gemacht auch von Toyota, da Monza eine Motoren-Strecke ist. Es ist auch großartig, weitere Punkte für beide Meisterschaften geholt zu haben."

Sebastian Vettel

"Mein Start war okay. Dann sah ich auf der rechten Seite David auftauchen. Deshalb war ich gezwungen, weit auf der Außenseite zu fahren, und in der zweiten Schikane knallte ich dann leider gegen Davidson. Der Zwischenfall ging zum Teil auf meine Kappe. Ich war happy, als das Safety-Car auftauchte, denn dadurch hielt sich mein Zeitverlust in Grenzen."
"Später hatte ich ein großes Problem mit den Bremsen. Die Ursache hierfür müssen wir noch ermitteln. Es gelang mir kaum, das Auto abzubremsen, und auf dieser Hochgeschwindigkeitspiste muss man Vertrauen in die Bremsen haben. Nachdem wir gestern einen guten Tag hatten, verlief der heutige ein wenig frustrierend."

Vitantonio Liuzzi
"Das Positivste dieses Wochenendes ist die Tatsache, dass wir erneut ins Ziel kamen. Während des Rennens war ich ganz einfach nicht schnell genug, um an den vor mir liegenden Autos vorbeikommen zu können."
"Aus meiner Sicht fuhr ich ein gutes Rennen, obwohl ich während des ersten Stints ein wenig unter Untersteuern litt, was mich natürlich viel Zeit kostete. Mein zweiter Stint war ziemlich stark. Seitdem wir das Auto am Samstagmorgen verbessert hatten, war die Pace gar nicht so schlecht."
"Im Qualifying hatten wir das allerdings nicht voll nutzen können. Ich hatte Mühe, mit den anderen Autos im Windschatten mitzuhalten, denn wenn ich zu dicht auffuhr, verlor ich viel Abtrieb. Alles was wir jetzt tun können, ist auf Spa zu blicken und es dort erneut zu versuchen."

Adrian Sutil

"Heute war keine allzu guter Tag aber wir haben es zumindest mit dem neuen Auto ins Ziel geschafft. Die Balance des Autos war nicht großartig und am Start war es schwierig, die Temperatur während der Safety Car-Phase in den Reifen zu behalten. Ich hatte aus diesem Grund einen schlechten ersten Rennabschnitt."
"Der zweite Abschnitt des Rennens war ein wenig besser, aber ich hatte im Auto immer noch etwas Untersteuern. Es war nicht das beste Wochenende, aber wir werden in Belgien mit Sicherheit besser sein."

Sakon Yamamoto
"Heute haben wir vom Start weg mit den anderen Autos gekämpft und wir holten das Maximum aus der Zwei-Boxenstopp-Strategie heraus. Ich konnte Druck machen und mit dem Feld ohne Probleme mithalten, aber am Ende verloren wir im Vergleich zu den anderen ein wenig Zeit."
"Ich bin sehr glücklich, dass ich es mit der B-Spezifikation des Autos ins Ziel geschafft habe. Beim nächsten Rennen werde ich weiterhin Druck machen und freue mich schon darauf."

Takuma Sato

"Auf dem Weg in die Startaufstellung hat sich das Bremspedal schon weich angefühlt, ich hatte ein Problem, aber ich konnte zu diesem Zeitpunkt nichts dagegen tun, habe versucht in der Einführungsrunde das Auto aufzuwärmen, aber in der Startaufstellung fingen die vorderen Bremsen Feuer, es gab viel Rauch. Da machte ich mir Sorgen."
"Ich konnte in der ersten Kurve einige Plätze gutmachen."
"Aber meine vorderen Bremsen ließen immer weiter nach. Ich hatte Probleme, weil auch die hinteren Reifen dadurch blockierten. Ich konnte kaum verzögern und verlor ein paar Plätze. Das Safety Car half dann, die Bremsen zu kühlen, danach waren sie wieder halbwegs da. Ich konnte danach einige Autos überholen. Auf dem letzten Reifensatz konnte ich auch gute Rundenzeiten fahren, aber das Rennen war hart."

Anthony Davidson
"In der ersten Kurve waren alle sehr fair miteinander, aber Vettel fuhr mir ins Heck und beschädigte den Diffusor. Das Auto war mit viel Benzin gut, ich konnte Wurz und auch Fisichella herausfordern. Ich überholte ihn, als er einen Fehler machte. Danach hatten wir einen guten Kampf - das Highlight des heutigen Rennens. Mit weniger Benzin hatten wir mehr Probleme, immerhin konnte ich Ralf Schumacher im Toyota bis zum Ende hinter mir halten."