Giancarlo Fisichella
"Auch mein Start war ziemlich gut doch ich wurde von einigen
Teilnehmern vor mir eingeklemmt und habe deswegen noch eine Position an
Anthony Davidson verloren. In Runde zwei fuhr David Coulthard von
hinten auf mich auf und beschädigte dabei die linke Endplatte
meines Diffusors. Ich litt während des gesamten Rennens unter
einem Untersteuern und einer schlechten Balance meines Autos."
"Bis zu den ersten Boxenstopps verlor ich viel Zeit hinter dem Super
Aguri, den ich erst kurz vor meinem ersten Tankhalt passieren konnte.
Danach fuhren die Teilnehmer vor mir auf der gleichen Strategie, dies
machte es praktisch unmöglich, eine weitere Position aufzuholen.
Aus diesem Grunde haben wir zurückgesteckt und meinen Motor
für den bevorstehenden Grand Prix in Belgien geschont. Ich hoffe,
dass es dort für uns wieder besser läuft."
Heikki Kovalainen
"Ich bin heute jede einzelne Runde am absoluten Limit gefahren dennoch
waren wir über die Renndistanz betrachtet nicht schnell genug, um
Boden auf unsere Wettbewerber gutzumachen. Mein Start war fantastisch.
Ich passierte Robert Kubica und duellierte mich in der 'Curva Grande'
bereits mit Nick Heidfeld, als er mich auf den Grasstreifen
drückte. Ich musste deswegen vom Gas, so schlüpfte auch
Kubica wieder durch."
"Danach fuhr ich einen etwas einsamen Grand Prix. Bei den ersten
Tankstopps konnte ich den Polen erneut überholen und hielt ihn
für den gesamten mittleren Rennabschnitt hinter mir. Doch wir
waren nicht schnell genug, um nach meinem zweiten Boxenhalt vor Nico
Rosberg wieder auf die Piste zu kommen. Das Team hat einen wunderbaren
Job erledigt, uns ist kein einziger Fehler unterlaufen. Aber wir waren
heute einfach nicht schnell genug."
Kimi
Räikkönen
"Dies war für mich definitiv ein hartes Rennen, denn nach meinem
Unfall gestern verspürte ich in meinem Nacken Schmerzen, die
schlimm genug waren, so dass ich Probleme hatte, meinen Kopf beim
Bremsen zu stabilisieren."
"Zudem waren wir heute nicht wirklich schnell genug. Wir wussten, dass
es kein einfaches Wochenende werden würde, da wir dies schon beim
Test in der vergangenen Woche realisiert hatten, der Freitag und der
gestrige Tag bestätigten dies. Das Auto war im ersten
Rennabschnitt nicht schlecht, aber dann waren wir nicht stark genug."
"Hamiltons Überholmanöver? Ich versuchte, meine Position zu
verteidigen, aber er war definitiv schneller als ich. In der
Schlussphase machte ich langsamer, um das Auto für das kommende
Rennen zu schonen."
"Wir waren heiß gewesen, vor unseren Fans zu gewinnen, aber das
haben wir nicht geschafft. Zumindest schaffte ich es auf das Podium.
Nun kommen wir auf eine weitere faszinierende Strecke in
Spa-Francorchamps, wo ich denke, dass wir und unsere engsten Gegner
ausgeglichener sein werden."
Felipe
Massa
"Ich bin sehr enttäuscht. Es ist schrecklich zu sehen, dass deine
Chancen wegen eines Zuverlässigkeitsproblems in der Anfangsphase
verschwinden. Es gab etwas, das an der Hinterradaufhängung nicht
funktionierte. Als ich in die 'Ascari' kam, da konnte ich beim Bremsen
ein Problem spüren und kam an die Box, dachte, dass es ein
Plattfuß sein könnte. Als die Reifen jedoch erst einmal
gewechselt waren, war es immer noch unfahrbar, und ich musste aufgeben."
"Wir müssen die kommenden Rennen mit demselben Geist angehen. Hier
waren wir konkurrenzfähig und ich denke, dass dies in der nahen
Zukunft ebenfalls der Fall sein wird. Es ist sehr enttäuschend,
aber solche Dinge passieren im Rennsport."
Rubens Barrichello
"Wir sind heute ein gutes Rennen gefahren. Die anderen Fahrer im
Mittelfeld aber leider auch, und es gab fünf Wagen, die nur
maximal zehn Sekunden auseinander lagen. Wir hatten ein gutes Tempo,
und ich bin mit den Primereifen ein paar gute Rundenzeiten gefahren.
Aber meine Hoffnung auf eine bessere Position wurde leider zunichte
gemacht, als sich Webber beim zweiten Boxenstopp direkt vor mich setzen
konnte. Wir hatten jedoch insgesamt ein besseres Wochenende, und das
haben wir der guten Arbeit des Teams zu verdanken. Ich freue mich jetzt
auf die restlichen Rennen der Saison, in denen wir besser abschneiden
werden."
Jenson Button
"Es
war schön, heute einen Punkt zu erzielen. Aber es war ein
frustrierendes Rennen für mich, da der Wagen im ersten Renndrittel
so stark untersteuerte. Wir sind auf diesem Kurs mit einem so niedrigen
Frontflügel gefahren, dass die Vorderräder schnell
blockierten, besonders in der Parabolica-Kurve. Ich hatte bei den
Vorderrädern mit dem Flat-Spot-Effekt zu kämpfen, das
heißt, in jeder Rechtskurve gab es Probleme mit der Haftung.
Deshalb konnte ich Rosberg nicht abwehren, und der 33 Runden lange
erste Stint machte mir noch zusätzlich zu schaffen."
"Ich bin etwas enttäuscht, da wir noch besser hätten
abschneiden können. Aber wir haben an diesem Wochenende unser
Bestes gegeben, und ein Punkt ist auf jeden Fall eine schöne
Belohnung. Das Team hat gute Arbeit geleistet, und alle sind guten
Mutes. Deshalb freue ich mich, dass ich einen weiteren Punkt für
die Mitarbeiter erzielen konnte. Den haben sie sich wirklich verdient."
Nick Heidfeld
"Mein Start war nicht
schlecht, obwohl Kimi noch etwas besser als ich wegkam. Vor der ersten
Kurve war es dann vor mir sehr eng, und in der zweiten Kurve war ich
außen und habe einen Platz an Kimi verloren. Allerdings wäre
das früher oder später sowieso passiert, weil er nur einmal
gestoppt hat."
"Die frühe Safety-Car-Phase hat denen, die nur ein Mal oder
spät stoppen wollten, in die Hände gespielt. Zu unserer
Rennstrategie gehörte, im ersten Stint einen Vorsprung gegen die
Ein- und Spät-Stopper herauszufahren. Daraus wurde hinter dem
Safety Car natürlich nichts."
"Abgesehen davon lief mein Rennen super, auch die Boxenstopps waren
perfekt. Jetzt können wir so langsam ins Auge fassen, 2007
tatsächlich die 100-Punkte-Marke in der Konstrukteurs-WM zu
knacken. Das wäre ein großartiger Erfolg in unserem zweiten
Jahr."
Robert Kubica
"Das Rennen war okay für mich. In den ersten Runden, als wir
verhältnismäßig leichte Autos hatten, waren wir
wirklich schnell. Aber ich denke, unsere Performance mit höherem
Gewicht könnte besser sein."
"Beim Boxenstopp bin ich nicht ganz gerade zum Stehen gekommen, deshalb
ist das Auto vom Wagenheber gefallen, als die Jungs die Räder
gewechselt haben. Nach dem Wechsel haben wir den Wagenheber dann nicht
unter dem Auto herausbekommen. Das hat viel Zeit gekostet, aber zum
Glück letztlich nichts an der Platzierung geändert."
"Nach diesem ersten Stopp war ich hinter Heikki Kovalainen. Näher
als sechs oder sieben Zehntelsekunden durfte ich ihm nicht kommen, ohne
Anpressdruck zu verlieren. Nach dem zweiten Stopp war ich vor ihm und
musste dann noch an Nico Rosberg vorbei."
"Ich hatte neue Reifen und ein recht leichtes Auto. Er war strategisch
bedingt auf alten Reifen. Ich kam schnell aus der Parabolica raus, was
nach der Zeit hinter ihm gar nicht so leicht war, habe viel später
gebremst als er und kam vorbei."
David Coulthard
"In der Mitte der ersten Schikane berührte ich
das Heck des Autos von Fisichella, und dabei brach der
Frontflügel. In der anschließenden Beschleunigungsphase
drückte der Abrieb den Flügel unter den Wagenbug. Als Folge
davon brach die Lenkung. Ich kam auf geradem Weg von der Piste ab und
landete in den Reifenstapeln - das war das Ende des Wochenendes."
Mark Webber
"Der Start gelang mir recht gut und dann folgte während der ersten
Runden ein toller Fight mit Jenson Button und Nico Rosberg. Weil ich
viel Benzin an Bord hatte, versuchte ich, so gleichmäßig wie
möglich zu fahren und im bestmöglichen Rhythmus zu bleiben.
Das war keineswegs leicht, denn das Auto fuhr sich nicht besonders gut."
"Was die unbeständige Balance betrifft, war es eines der
schwierigsten Rennen meiner Karriere. Das müssen wir unbedingt
abstellen und außerdem die Zuverlässigkeits-Probleme
aussortieren, die unverändert auftreten. Vor dem Hintergrund
unserer Anstrengungen während der letzten Wochen ist der neunte
Platz enttäuschend."
Ralf Schumacher
"Für uns beide war es ein sehr desillusionierendes Ergebnis. Heute
lief es nicht sehr gut, und wir hatten zu kämpfen. Jarno schaffte
es an diesem Wochenende besser damit umzugehen als ich, aber ich hatte
schon geahnt, dass das Rennen hier in Monza nicht unser stärkstes
Rennen werden würde."
"Wir haben immer noch ein paar Probleme mit den Randsteinen und dies
macht in Monza einen großen Unterschied aus. Die erste Kurve ist
hier immer chaotisch, aber heute verlief sie für mich relativ
reibungslos."
"Natürlich macht man immer noch intensiv Druck, selbst wenn man
hinten liegt, und versucht so schnell wie möglich zu fahren. Wir
haben viel zu analysieren, aber nun müssen wir unsere
Aufmerksamkeit auf das kommende Rennen lenken. Wir hatten in Spa einen
guten Test, wir können uns dort also ein besseres Ergebnis
vornehmen."
Jarno Trulli
"Es war schade, dass wir einen solch schlechten Start hingelegten, denn
unsere Geschwindigkeit war heute gut und wir hätten es in die
Punkte schaffen können. Leider hatten wir einmal mehr Probleme am
Start. Ich verlor drei Positionen und von da an war es ein anderes
Rennen."
"Das Auto war konkurrenzfähig und konsistent, aber nach den ersten
paar Kurven ging ich für den Rest des Nachmittags im Verkehr fest.
Ich war schneller als die Autos vor mir, aber es war unmöglich,
hier zu überholen."
"Dies zeigt, dass ein kleines Detail den kompletten Unterschied
ausmachen kann, wenn die Abstände im Kampf um das Mittelfeld so
klein sind. Man muss alles richtig hinbekommen. Wir haben immer noch
eine Menge Arbeit zu erledigen, aber zunächst einmal müssen
wir auf ein besseres Ergebnis in Spa hoffen."
Alexander Wurz
"Das war für mich ein schwieriger erster Abschnitt des Rennens.
Wir entschieden uns für eine sehr aggressive Strategie, aber da
ich eine Menge Benzin an Bord hatte, wirkte sich dies negativ auf meine
hinteren Reifen aus, und ich konnte einfach nicht das Tempo anschlagen,
das ich hätte haben müssen. Dies ist alles Folge meiner
Qualifying-Position. Wenn man am Samstag einen Fehler macht, dann
bedeutet dies, dass man diesem während des Rennens hinterher jagt,
aber ich liebe die Herausforderung."
Nico Rosberg
"Dies war für uns
ein gutes Wochenende. Wir zeigten eine konkurrenzfähige
Geschwindigkeit und waren das ganze Wochenende über mit unserer
Leistung zufrieden. Das Team hat nach dem Test hier in der vergangenen
Woche gute Fortschritte erzielt, die harte Arbeit hat sich mit einem
wirklich großen Schritt nach vorn bezahlt gemacht. Gut gemacht
auch von Toyota, da Monza eine Motoren-Strecke ist. Es ist auch
großartig, weitere Punkte für beide Meisterschaften geholt
zu haben."
Sebastian Vettel
"Mein Start war okay. Dann sah ich auf der rechten Seite David
auftauchen. Deshalb war ich gezwungen, weit auf der Außenseite zu
fahren, und in der zweiten Schikane knallte ich dann leider gegen
Davidson. Der Zwischenfall ging zum Teil auf meine Kappe. Ich war
happy, als das Safety-Car auftauchte, denn dadurch hielt sich mein
Zeitverlust in Grenzen."
"Später hatte ich ein großes Problem mit den Bremsen. Die
Ursache hierfür müssen wir noch ermitteln. Es gelang mir
kaum, das Auto abzubremsen, und auf dieser Hochgeschwindigkeitspiste
muss man Vertrauen in die Bremsen haben. Nachdem wir gestern einen
guten Tag hatten, verlief der heutige ein wenig frustrierend."
Vitantonio Liuzzi
"Das Positivste dieses Wochenendes ist die Tatsache, dass wir erneut
ins Ziel kamen. Während des Rennens war ich ganz einfach nicht
schnell genug, um an den vor mir liegenden Autos vorbeikommen zu
können."
"Aus meiner Sicht fuhr ich ein gutes Rennen, obwohl ich während
des ersten Stints ein wenig unter Untersteuern litt, was mich
natürlich viel Zeit kostete. Mein zweiter Stint war ziemlich
stark. Seitdem wir das Auto am Samstagmorgen verbessert hatten, war die
Pace gar nicht so schlecht."
"Im Qualifying hatten wir das allerdings nicht voll nutzen können.
Ich hatte Mühe, mit den anderen Autos im Windschatten mitzuhalten,
denn wenn ich zu dicht auffuhr, verlor ich viel Abtrieb. Alles was wir
jetzt tun können, ist auf Spa zu blicken und es dort erneut zu
versuchen."
Adrian Sutil
"Heute
war keine allzu guter Tag aber wir haben es zumindest mit dem neuen
Auto ins Ziel geschafft. Die Balance des Autos war nicht
großartig und am Start war es schwierig, die Temperatur
während der Safety Car-Phase in den Reifen zu behalten. Ich hatte
aus diesem Grund einen schlechten ersten Rennabschnitt."
"Der zweite Abschnitt des Rennens war ein wenig besser, aber ich hatte
im Auto immer noch etwas Untersteuern. Es war nicht das beste
Wochenende, aber wir werden in Belgien mit Sicherheit besser sein."
Sakon Yamamoto
"Heute haben wir vom Start weg mit den anderen Autos gekämpft und
wir holten das Maximum aus der Zwei-Boxenstopp-Strategie heraus. Ich
konnte Druck machen und mit dem Feld ohne Probleme mithalten, aber am
Ende verloren wir im Vergleich zu den anderen ein wenig Zeit."
"Ich bin sehr glücklich, dass ich es mit der B-Spezifikation des
Autos ins Ziel geschafft habe. Beim nächsten Rennen werde ich
weiterhin Druck machen und freue mich schon darauf."
Takuma Sato
"Auf
dem Weg in die Startaufstellung hat sich das Bremspedal schon weich
angefühlt, ich hatte ein Problem, aber ich konnte zu diesem
Zeitpunkt nichts dagegen tun, habe versucht in der
Einführungsrunde das Auto aufzuwärmen, aber in der
Startaufstellung fingen die vorderen Bremsen Feuer, es gab viel Rauch.
Da machte ich mir Sorgen."
"Ich konnte in der ersten Kurve einige Plätze gutmachen."
"Aber meine vorderen Bremsen ließen immer weiter nach. Ich hatte
Probleme, weil auch die hinteren Reifen dadurch blockierten. Ich konnte
kaum verzögern und verlor ein paar Plätze. Das Safety Car
half dann, die Bremsen zu kühlen, danach waren sie wieder halbwegs
da. Ich konnte danach einige Autos überholen. Auf dem letzten
Reifensatz konnte ich auch gute Rundenzeiten fahren, aber das Rennen
war hart."
Anthony Davidson
"In der ersten Kurve waren alle sehr fair miteinander, aber
Vettel fuhr mir ins Heck und beschädigte den Diffusor. Das Auto
war mit viel Benzin gut, ich konnte Wurz und auch Fisichella
herausfordern. Ich überholte ihn, als er einen Fehler machte.
Danach hatten wir einen guten Kampf - das Highlight des heutigen
Rennens. Mit weniger Benzin hatten wir mehr Probleme, immerhin konnte
ich Ralf Schumacher im Toyota bis zum Ende hinter mir halten."