Giancarlo Fisichella
"Ich habe mein Rennen gestern verloren. Die Strafe hat mich um ein
besseres Ergebnis gebracht, und ich bin immer noch überzeugt, dass
sie ungerecht war. Mein Start klappte sehr gut. Danach war es
schwierig, einen guten Rhythmus zu finden, weil ich lange im Verkehr
feststeckte. Später konnte ich einige Runden frei fahren - in
dieser Phase gelangen mir meine besten Rundenzeiten. Nach meinem
zweiten Stopp touchierte mich Anthony Davidson, als ich ihn
überholte. Danach war das Auto schwieriger zu fahren. Ich bin von
dem heutigen Ergebnis enttäuscht, auch weil es das Team nicht
weiterbringt. Es reflektiert nicht unser Leistungsniveau; wir haben das
Potenzial für deutlich bessere Resultate. Genau das wollen wir
jetzt unbedingt beim nächsten Lauf in Istanbul beweisen."
Heikki Kovalainen
"Von
Startplatz elf aus war das heute ein mühsames Rennen. Aber ich
habe nie aufgegeben, pausenlos attackiert und bin mit einem WM-Punkt
belohnt worden. Mir gelang ein sehr guter Start. Dann musste ich mich
selbst ermahnen, ruhig und geduldig zu bleiben, um keinen Fehler zu
begehen. Unter diesen schwierigen Bedingungen habe ich heute das
Maximum erreicht. Ich bin immer noch etwas enttäuscht vom Ausgang
des Qualifyings, aber wie ich gestern schon ankündigte, haben wir
noch das Beste aus der Situation gemacht. Wir müssen uns nun voll
auf den Grand Prix der Türkei in drei Wochen konzentrieren."
Kimi
Räikkönen
"Mein Ziel war es heute gewesen, Punkte auf meine drei härtesten
Rivalen im Kampf um den Titel gutzumachen. Das schaffte ich nicht, also
kann ich nicht komplett glücklich sein."
"Wir wussten, dass wir uns in Bezug auf die Geschwindigkeit im Rennen
auf ein sehr gutes Auto verlassen können, und so war das dann
auch, denn das war ein paar Mal klar zu sehen, wenn ich mit einer
freien Strecke vor mir fahren konnte. Aber das reichte nicht aus, um zu
gewinnen."
"Wenn du dich sehr nahe an einem Auto mit ähnlicher
Geschwindigkeit befindest, dann ist es sehr schwierig, es zu
überholen, wenn derjenige vor dir keinen Fehler macht, besonders
auf einer Strecke wie dieser."
"Ich habe bis zum Ende gekämpft, um es zu versuchen und um zu
gewinnen, aber ich hatte nie eine wirkliche Chance, um an Hamilton
vorbei zu gehen. Wir kamen zusammen zu unserem ersten Boxenstopp an die
Box und an diesem Punkt entschied die Wahl der Benzin-Mengen den
Ausgang."
"Meine Leistung verbesserte sich jedoch Stück für Stück,
als Gummi auf die Strecke gelegt wurde und sie mehr Haftung lieferte.
Es ist klar, dass wir auf manchen Strecken im Qualifying stark leiden,
und wir müssen verstehen, warum dies so ist. Ich denke, dass die
Situation in den kommenden Rennen definitiv besser sein sollte, schon
ab Istanbul."
Felipe
Massa
"Es war ein schreckliches Rennen. Es gibt keine anderen Worte, um es zu
beschreiben. Am Start schaffte ich es, an ein paar Autos
vorbeizukommen, aber am Ausgang der ersten Kurve verlor ich erneut eine
Position. Dann, in der folgenden Kurve, versuchte ich an Wurz vorbei zu
gehen, aber ich kam zu weit nach außen und auch Sato kam an mir
vorbei."
"An diesem Punkt schwanden alle Hoffnungen dahin, die ich hatte. Ich
hatte ein sehr schweres Auto und verlor jedes Mal Abtrieb, wenn ich
versuchte, nahe an andere Autos heran zu fahren."
"Es war ein Wochenende zum Vergessen, aber ich habe die Zuversicht
nicht verloren. Wir wissen, dass wir ein gutes Auto haben und wir
müssen so schnell wie möglich wieder siegen, schon ab der
Türkei. Wir dürfen nicht aufgeben."
Rubens Barrichello
"Wir
waren heute nicht schnell genug, und obwohl ich so viel Druck machte
wie möglich, konnte ich leistungsmäßig nicht mithalten.
Das Rennen hat schlecht begonnen. Am Ausgang der zweiten Kurve bin ich
von der Strecke abgekommen und landete am Ende des Feldes.
Überholmanöver sind auf dieser Strecke nahezu unmöglich,
und deshalb war das Rennen für mich gelaufen."
"Alle im Team sind momentan ziemlich niedergeschlagen. Wir wissen, in
welcher Lage wir uns befinden, aber wir müssen jetzt nach vorne
schauen und die dreiwöchige Pause nutzen, um Verbesserungen
erzielen zu können", so der Brasilianer weiter.
Jenson Button
"Was soll ich sagen? Wir alle wissen um die Probleme und wie viel
Arbeit noch vor uns liegt. Offenbar hat ein defekter Sensor mein Rennen
beendet, da ich ein paar Runden lang kein Vollgas geben konnte, bevor
ich schließlich wegen der blauen Fahnen vom Gas ging. Dann ist
der Motor einfach ausgegangen. Zuvor hatten wir große Probleme
mit der Geschwindigkeit, und dann übersteuerte der Wagen stark.
Unsere heutigen Ergebnisse sprechen für sich."
Nick Heidfeld
"Das war ein super
Rennen für mich. Ich war 2007 zum zweiten Mal auf dem Podium, und
Podestplätze hatten wir uns für dieses Jahr vorgenommen. Ich
hatte einen schlechten Start auf der schmutzigen Fahrbahn und habe so
einen Platz an Kimi Räikkönen verloren, aber Lewis Hamilton
und er waren heute sowieso deutlich schneller als ich, da hätte
ich auch mit einem besseren Start nicht viel ausrichten können."
"Mit dem zweiten und dritten Satz Reifen hatte ich etwas Probleme, und
es war auch nicht leicht, gegen einen "Geist" zu fahren. Ich wusste
natürlich, dass ich gegen Fernando Alonso kämpfe, aber er war
aufgrund der unterschiedlichen Strategien für mich ja nicht zu
sehen."
"Uns war früh am Wochenende klar, dass wir auf drei Stopps setzen,
weil die weicheren Reifen Schwierigkeiten machten, ich bin diese
Mischung nur am Schluss gefahren, als mein Auto recht leicht war und
die Strecke viel Gummiabrieb hatte. Fernando war eigentlich
überall schneller als ich und hat mich entsprechend unter Druck
gesetzt, aber er hatte eben auch keine echte Chance, weil hier
Überholen sehr schwierig ist."
Robert Kubica
"Mein Auto hat heute prima funktioniert, und das Rennen war auch
insgesamt ziemlich gut. Ich musste mit angefahrenen Reifen starten,
deshalb waren die ersten Runden schwierig für mich. Aber nach dem
ersten Stopp konnte ich schneller fahren und letztlich den Abstand zu
Nick bis auf drei Sekunden verkürzen. Ohne die Probleme von
gestern hätte ich noch besser abschneiden können. Das
Ergebnis von Nick ist sehr gut für uns."
Jarno Trulli
"Das war ein enttäuschendes Rennen, denn wir sahen an diesem
Wochenende konkurrenzfähig aus. Nach dem Start war es sehr
schwierig. Ich verlor ein paar Positionen und konnte dann nichts mehr
machen, weil man hier kaum überholen kann. Ich steckte einfach im
Verkehr fest. Wir wollten mit der Strategie etwas gutmachen und bei
freier Fahrt waren meine Rundenzeiten gut, daher kam ich ein wenig nach
vorne, aber man kann auf dieser Strecke nicht viel machen. Der letzte
Stint mit dem weichen Reifen war ziemlich schwierig, aber da war das
Rennen sowieso schon verloren. Wir müssen vor dem nächsten
Rennen arbeiten."
Ralf Schumacher
"Das Rennen war großartig. Ich legte einen starken Start hin und
kämpfte in den ersten paar Kurven um den vierten Platz. Das Auto
war wirklich gut, anfangs zwar ein bisschen nervös, aber beim
Boxenstopp stellten wir den Frontflügel ein bisschen um und dann
war es okay. Beim ersten Boxenstopp sah man dann auch die
unterschiedlichen Strategien einiger Teams. Wir setzten auf eine
Zweistoppstrategie und haben uns richtig entschieden, glaube ich.
Schade, dass wir später im Rennen hinter Heidfeld ein bisschen
Zeit verloren haben, aber drei Punkte sind dennoch gut und wichtig
für das Team. Wir brauchen diese Punkte und freuen uns nun auf den
Rest der Saison. Das ist mein bestes Saisonresultat, also freue ich
mich!"
Mark Webber
"Was die Strategie
betrifft, wechselten wir auf drei Stopps, da ich von den frühen
20er-Runden an bis zur 30. freie Fahrt ohne störende Turbulenzen
hatte. Aber heute reichte es nicht für uns, einen Punkt zu holen.
Die Balance des Autos verbesserte sich mit Fortdauer des Rennens, und
während der beiden letzten Stints war ich ein wenig schneller
unterwegs. Trotzdem bin ich der Meinung, dass heute nicht viel mehr
möglich war. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, denn ich habe
alles gegeben. Jetzt ist es für jeden von uns gut, eine Pause zu
haben. Wir können uns neu formieren, um bei den letzten sechs
Rennen so stark wie irgend möglich aufzutreten."
David Coulthard
"Die Reifensätze verhielten sich draußen auf der Piste sehr
unbeständig. Das macht es schwierig, unsere Performance zu
beurteilen. Davon abgesehen gibt es über dieses Rennen nicht viel
zu berichten."
Alexander Wurz
"Leider verlor ich zum ersten Mal in dieser Saison am Start eine
Position, was mich hinter Davidson zurückfallen ließ und
mich eine Menge Zeit kostete. Danach fuhr ich ein paar gute
Rundenzeiten - wenn man meine Strategie bedenkt."
"Ich verbrachte das Rennen damit, gegen Fisichella und Massa um
Positionen zu kämpfen. Wir hatten einen kleinen Kampf, aber dann
liefen wir auf Sutil im Spyker auf, um ihn zu überrunden. Er
ließ die anderen beiden vorbei, mich drückte er jedoch ins
Gras. Ich denke nicht, dass Adrian realisiert hat, dass ich hier war,
aber dies bedeutete, dass ich einen Platz an Massa verlor."
Nico Rosberg
"Schlussendlich muss ich mit diesem Ergebnis zufrieden sein, auch wenn
ich gehofft hatte, dass ich besser abschneiden kann als Rang sieben.
Der ist es nun einmal geworden und ich hätte nicht viel mehr
erreichen können. Es war kein leichtes Rennen."
"Ungarn ist in Bezug auf die körperliche Perspektive eine der
härtesten Strecken im Kalender, aber aus diesem Grund arbeite ich
im Training so hart und hatte keine Probleme. Unsere Strategie war gut.
Ich kam in keinerlei Verkehr und das erlaubte es mir, mein eigenes
Tempo anzuschlagen."
Sebastian Vettel
"Ich habe meinen ersten Tag genossen. Alle gaben mir das Gefühl,
willkommen zu sein. Ich habe bereits den Eindruck, ein vollwertiges
Mitglied des Teams zu sein. Heute war es das Wichtigste, Erfahrung mit
dem Auto zu sammeln. Ich meine, diesbezüglich einen guten Job
gemacht zu haben, denn wir speicherten viele Daten mit Blick auf morgen
und das Rennen."
"Ich fühle mich gut, und es war ein Vergnügen, das Auto zu
fahren. Natürlich ist dieser Rennwagen anders als alle anderen,
die ich bisher fuhr, da jedes Auto unterschiedliche
Funktionsknöpfe am Lenkrad sowie andere abweichende Details hat.
Ich arbeitete daran, mich entsprechend umzustellen."
Vitantonio Liuzzi
"Das war kein leichter Tag, denn die Piste veränderte sich im
Verlauf beider Sitzungen. Auf dem Asphalt lag viel Split. Deshalb war
es schwierig, eine saubere Runde zu drehen, was man auch daran sehen
kann, dass vielen Fahrern Fehler unterliefen. Diese Bedingungen
erschwerten es, bei Long-Runs beständige Rundenzeiten zu fahren."
"Wir müssen noch am Setup arbeiten, und deshalb glaube ich nicht,
dass unsere Rundenzeiten widerspiegeln, wo wir eigentlich stehen
sollten. Vorläufig kriegten wir es einfach nicht richtig auf die
Reihe. Insgesamt ist das Auto nicht schlecht. Doch bei den Long-Runs
müssen wir besser werden, denn offenbar haben wir Schwierigkeiten
damit, dass die Reifen körnen, weil diese Rennstrecke die Pneus so
sehr fordert."
Adrian Sutil
"Das Rennen hat
gezeigt, dass wir relativ konkurrenzfähig waren gegenüber den
Autos vor uns. Wir konnten mit Honda kämpfen, was bedeutete, dass
ich in jeder einzelnen Runde voll angreifen musste."
"Wir konnten Honda bis zum Ende hinter uns halten, was einen
kleinen Erfolg mit dem alten Auto bedeutet. Nun müssen wir sehen,
was wir in der Türkei ausrichten können. Wir wissen, dass wir
in den Rennen viel näher an der Konkurrenz dran sind, also hoffe
ich, dass wir mit einem neuen Auto noch besser sein können."
Sakon Yamamoto
"Nach dem Start pushte ich sehr hart, aber plötzlich verlor ich
Grip in Kurve elf, drehte mich und landete im Reifenstapel. Ich habe
schlicht und ergreifend einen Fehler gemacht, ich bin also sehr
enttäuscht mit diesem Resultat, weil ich das Rennen unbedingt
beenden wollte", gab sich der Japaner zerknirscht, versprach aber
"weiterhin hart zu arbeiten und den nächsten Grand Prix zu
fokussieren, wo das neue Auto zum Einsatz kommt."
Takuma Sato
"Es
war ein guter Testtag. Zu Beginn der ersten Sitzung war die Strecke
noch staubig und 'grün' und bot wehr wenig Grip. Wir warteten
daher eine halbe Stunde, bis die Strecke besser war, und gingen dann
raus. Danach hatten wir einen guten Morgen. Am Nachmittag war es
hektisch. Wir gingen unser normales Freitagsprogramm durch und halten
den Reifenvergleich ab. Leider hatte ich ein kleines mechanisches
Problem. Zudem regnete es leicht und während meiner schnellsten
Runde geriet ich in die gelben Flaggen. Aber insgesamt haben wir heute
wichtige Daten gesammelt."
Anthony Davidson
"Wir haben den Regen am Ende verknapp verpasst und unser Programm
beendet. Trotz des hohen Reifenverschleißes haben wir eine gute
Balance gefunden. Es wird interessant sein, wer die Reifen am
Wochenende am besten nutzen wird. Wir sind recht gut auf die kommenden
Dinge vorbereitet, aber wir haben nur unser normales Freitagsprogramm
abgespult und haben alles, was wir wollten, abgehakt."