Stimmen nach dem Rennen

Giancarlo Fisichella
"Für mich war es ein perfektes Rennen, aber physisch und mental war es sehr hart. Es war wirklich sehr, sehr heiß da draußen, von Rennmitte an spürte ich das. Ich wusste, dass es schwierig sein würde, aber ich hatte keine Wahl und musste bis zum Ende angreifen. Also habe ich das getan. Ich wollte in den Schlussrunden meine Konzentration nicht verlieren und alles lief glatt, Motor und Auto waren perfekt."
"Ich freue mich wirklich über diesen Sieg. Ich freue mich besonders, dass ich diesen Erfolg einem Freund von mir widmen kann, der in der vergangenen Woche verstarb, Pietro. Für mich war es auch schön, dass mein Renningenieur Alan Permane neben mir auf dem Siegerpodest stand. Ich möchte dem gesamten Team danken, dies ist ein brillantes Ergebnis."

Fernando Alonso
"Es hätte anders ausgesehen können, wenn ich das Problem im Qualifying nicht gehabt hätte, aber es ging heute darum, von Startplatz sieben aus das Beste zu machen. Ich denke, das haben wir geschafft. Ich hatte einen großartigen Start und konnte spät vor der ersten Kurve bremsen und die Williams außen überholen. Ich wusste, dass Webber leichter als ich war. Ich hätte ihn ziehen lassen, wenn er versucht hätte, mich zu überholen. Aber wir waren schnell genug."
"Danach ging es nur noch darum, anzugreifen und die Strategie arbeiten zu lassen. Zu diesem Kurs habe ich ein spezielles Gefühl, es ist eine fantastische Strecke, die mir immer Gutes gebracht hat. Ich bin sehr zufrieden, 18 von 20 möglichen Punkten nach nur zwei Rennen zu haben. Wir freuen uns auf Melbourne."

Kimi Raikkönen
"Ich bin sehr enttäuscht. Mein Setup war super, auch meine Strategie. Es ist klar, dass Klien einen schweren Fehler gemacht hat, bei dem meine Hinterradaufhängung kaputt gegangen ist. Immerhin scheint die Rennzuverlässigkeit des Teams gut zu sein, weshalb ich mich jetzt auf den nächsten Grand Prix in Melbourne freue."

Juan-Pablo Montoya
"Ich hatte ein gutes Auto und ein solides Rennen. Im ersten Stint verlor ich viel Zeit, weil meine Reifen körnten, aber mit dem zweiten Reifensatz lief es viel besser. Wenn man meine Pace von da an mit der von Jenson Button vergleicht, dann konnte ich locker mithalten."
"Angesichts der heißen Bedingungen hier musste ich auch immer ein Auge auf dem Motor haben, was bedeutet, dass wir Abtrieb opfern mussten. Insofern ist der vierte Platz ermutigend. Wir haben weitere Punkte gesammelt und können nun optimistisch zum nächsten Rennen schauen."

Felipe Massa
"Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden und möchte dem Team meinen Dank für eine exzellente Arbeit aussprechen. Aus der letzten Startreihe ins Rennen zu gehen und als Fünfter ins Ziel zu kommen, ist ein gutes Ergebnis. Unsere Strategie hat gut funktioniert und ich war in der Lage, einen guten Start zu machen. Während des Rennens konnte ich im richtigen Moment etwas mehr Druck machen, in dem Wissen, dass ich in den anderen Phasen eher abwarten müsste."
"Ich verlor hinter langsameren Autos etwas Zeit, aber als ich eine freie Strecke vor mir hatte, konnte ich meinen Rhythmus verbessern und einen guten Speed an den Tag legen. Es war ein schwieriges Rennen, aber Fünfter zu werden, verleiht mir zusätzliche Motivation für die kommenden Rennen, wo ich hoffentlich in der Lage sein werde, mit den vorderen Piloten zu kämpfen."

Michael Schumacher
"Wir können dieses Ergebnis akzeptieren, bedenkt man alles, was im Verlauf des Wochenendes passiert ist. Ich denke nicht, dass wir viel mehr hätten erreichen können. Während meinem zweiten Rennabschnitt war ich nicht so schnell wie im ersten und dritten, wir müssen noch verstehen, warum dies so war."
"Das Rennen verlief grundsätzlich so, wie ich das erwartet hatte, auch wenn ich mir immer etwas mehr erhofft hatte. Während meines ersten Boxenstopps musste ich einen Sekundenbruchteil warten, bevor ich rausfahren konnte, da ein anderes Auto die Boxengasse entlang fuhr. Dies war aus Sicherheitsgründen eine weise Entscheidung."
"Während der letzten Phasen des Rennens war ich nicht in der Lage, an Felipe vorbei zu kommen, da er einfach schnell genug war und keinerlei Fehler machte. Diese Strecke war schon immer eine der schwierigsten für uns. Melbourne ist ein komplett anderer Kurs und ich hoffe, dass er zu unserem 248 F1 besser passen wird. Nun werde ich zusammen mit meiner Frau Corinna ein paar Tage frei nehmen, bevor wir nach Australien reisen."

Ralf Schumacher
"Das war ein interessantes Rennen und wir haben den ersten Punkt des Jahres eingefahren, daher sind wir zufrieden. Mit einer Drei-Stopp-Strategie vom Ende des Feldes aus konnten wir das wohl kaum erwarten. Auch unsere Zeiten waren konkurrenzfähig. Aber es war ein schwieriges Rennen und es bedeutet nicht, dass wir unsere Probleme gelöst hätten."
"In Melbourne wird es wieder kühler sein, und wir werden in Paul Ricard in der kommenden Woche testen, um darauf vorbereitet zu sein. Wir hoffen, dass wir die Pace in den kommenden Rennen halten können. Wir müssen kämpfen und versuchen, bald wieder um Podestplätze zu fahren."

Jarno Trulli
"Ich freue mich, dass Ralf einen Punkt geholt hat, aber wir hätten wohl beide Autos in die Punkte bekommen können, doch ich hatte einfach Pech. Mein Nachmittag begann schon unglücklich, als mein Diffusor brach, nachdem ich von hinten getroffen wurde. Das Heck meines Autos war danach kaputt und ich konnte keine Punkte holen."
"Danach hatte ich eine Mischung aus Unter- und Übersteuern, es machte schon Mühe, sich darauf zu konzentrieren, so schnell wir möglich zu fahren. Wir versuchten, bei den Boxenstopps etwas zu verstellen, aber mit einem gebrochenen Diffusor kann man da wenig erreichen. Aber wir hatten eine gute Pace, besser als in Bahrain, und wir konnten wieder wichtige Daten sammeln. Wenn wir weiter arbeiten, dann können wir auch Erfolg haben."

Nico Rosberg
"Ein paar Sekunden bevor mein Motor den Geist aufgab spürte ich, dass etwas nicht mehr stimmen kann. Das war wirklich unglücklich, denn ich wäre gerne ins Ziel gekommen. Naja, was soll's? Im Nachhinein kann ich es sowieso nicht mehr ändern", trug der 20-Jährige, der kurz zuvor Nick Heidfeld überholt hatte und immerhin schon wieder Sechster war, sein Schicksal mit Fassung. "Jetzt mache ich einmal ein paar Tage Urlaub - und dann freue ich mich schon auf Australien."

Mark Webber
"Mein Start war nicht schlecht, aber der von Fernando war phänomenal! Er kam von hinten wirklich schnell an mich heran und überholte mich außen vor der ersten Kurve. Schade, denn dadurch konnte ich nicht meine wahre Pace fahren."

Jenson Button
"Ich bin natürlich froh, uns wieder auf dem Podium zu sehen, aber wir hatten die oberste Stufe im Hinterkopf, wir sind aus diesem Grund etwas enttäuscht. Wir wollen Rennen gewinnen und heute haben wir gezeigt, dass wir darum kämpfen, aber es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, bevor wir dieses Ziel erreichen können."
"Ich wurde ein paar Mal von Verkehr aufgehalten, nicht zuletzt vor allem von Scott Speed vor dem zweiten Boxenstopp. Wäre das nicht passiert, hätte ich vielleicht vor Alonso aus den Boxen kommen können. Dennoch haben wir zwei Wochen und einen Test in Vallelunga, um an den Problemen zu arbeiten und hoffentlich können wir uns in Melbourne in zwei Wochen auf bessere Ergebnisse freuen."

Rubens Barrichello
"Es war sicherlich ein ereignisreiches Wochenende und es war enttäuschend, es mit einer Stop-and-Go-Strafe zu beenden, als ich die Chance hatte, zumindest ein paar Punkte zu holen. Diese vergangenen zwei Rennen waren eine Lernkurve für mich, ich bin mir aber sicher, dass die Dinge in den kommenden Rennen besser laufen werden und wir anfangen können, das Potenzial des Autos besser zu nutzen."

"Das Hydraulikproblem trat erstmals auf, als ich gerade bei Start und Ziel vorbeifuhr. Meine Ingenieure bestätigten mir am Boxenfunk, dass ich damit nicht ins Ziel kommen würde, also musste ich stehen bleiben. Ich fliege noch heute Nacht weiter nach Australien und freue mich schon sehr darauf, nach langer Zeit endlich wieder einmal meine Familie zu sehen. Daher kann ich mein Heimrennen in zwei Wochen kaum noch erwarten."

David Coulthard
"Ich verlor im Auto den Hydraulik-Druck, was bedeutete, dass ich keine Servolenkung hatte, als ich durch die Schikane fuhr. Alleine mit diesem Problem wirst du einen schwierigen Nachmittag haben, aber da das Getriebe ebenfalls von der Hydraulik gesteuert wird, blieb ich im sechsten Gang hängen. Wenn du erst einmal die Fähigkeit verloren hast, Gänge zu wechseln, hast du keine Chance, leider mussten wir aus diesem Grund das Auto aus dem Rennen nehmen."
"Der Start des Rennens war gut, ich kam hinter Michael, hatte eine lange Strategie, fühlte mich ganz wohl, war schnell in jenen Stellen, wo man überholen könnte und etwas langsam in Stellen, wo man den Leuten folgt. Ich denke, dass wir heute locker hätten Punkte holen können."
"Wir lernen noch über dieses Auto. Wir verloren im Winter wegen der Probleme mit der Kühlung viel Testzeit, aber grundsätzlich denke ich, dass dieses Auto über den Speed verfügt. Ich versuche nur, ein Setup zu finden, das zu mir passt. Ich habe mich an diesem Wochenende im Auto viel wohler gefühlt, die Zukunft ist also ermutigend. Das Auto ist definitiv fähig, in den Rennen Punkte zu holen."

Christian Klien
"Der Start war in Ordnung, ich lag auf einem guten Platz, dann fuhren drei Autos auf Kurve vier zu. Ich war außen, schon auf dem Randstein. Ich konnte nicht noch weiter nach rechts gehen und dann berührten sich die Autos von mir und Kimi. Ich brach mir dabei die Vorderradaufhängung und das war es dann grundsätzlich."
"Ich ging an die Box und versuchte, das Problem zu beheben, um noch ein paar Kilometer mit dem Auto abspulen zu können. Wir gingen noch einmal auf die Strecke, aber dann hatten wir einen Hydraulik-Schaden und das war dann das Ende des Rennens. Es ist sehr enttäuschend, wenn man sich unseren Speed im Rennen anschaut, dann ich denke, wären wir bei der Musik gewesen."

Jacques Villeneuve
"Ich wurde anfangs von Jarno Trulli aufgehalten, das war sehr schade und hat Zeit gekostet. Nachdem ich ihn endlich überholt hatte, war es ein problemloses Rennen bis ins Ziel. Physisch war der Grand Prix weniger anstrengend als ich erwartet hatte, und ich wusste auch, dass ich mit dem neuen Motor gut aufgestellt bin."
"Für Nick war das wirklich Pech. Aber immerhin haben wir hier die Punkte geholt, die wir in Bahrain verdient gehabt hätten. Von daher bin ich zufrieden. Wir haben ein starkes Rennen gezeigt, an unserer Leistung im Qualifying müssen wir noch arbeiten."

Nick Heidfeld
"Ich hatte gehofft, dass wir besser sind als im Qualifying, aber nicht gedacht, dass wir so gut sein würden. Ich konnte das Tempo mit McLaren mitgehen und war schneller als Ferrari. Mein Start war super, ich konnte gleich einige Plätze gutmachen."
"Danach lief es problemlos, obwohl die blauen Flaggen manchmal sehr spät gezeigt wurden und das Überrunden entsprechend schwierig war. Nach meinem zweiten Boxenstopp war es in der ersten Kurve sehr eng mit Felipe Massa, aber ich konnte vor ihm bleiben. Der Motorschaden hat sich nicht angekündigt. Platz fünf wäre natürlich super für uns gewesen, es ist sehr schade."

Christijan Albers
"Wir hatten am Start Pech, denn Tiago  und ich wurden ein paar Runden lang aufgehalten. Danach steckten wir wieder im Verkehr fest, also konnten wir unsere Pace nicht aufdecken. Das war unglücklich, aber es war immerhin schön, endlich mal ein Rennen ohne technische Probleme zu beenden. Meine Crew hat einen großartigen Job gemacht. Ich denke, dass in zwei Wochen in Australien ein noch besseres Resultat möglich sein sollte."

Tiago Monteiro
"Es war ein schwieriges Rennen, denn ich steckte anfangs hinter langsameren Autos fest, weshalb mich meine Ingenieure früher als geplant zum ersten Stopp holten. Ich dachte wirklich, dass ich an den Vorderleuten vorbeikommen könnte, aber das war schwierig, weil ich auf den Geraden zu langsam war. Besonders frustriert war ich, als ich mit den frischen Reifen wieder im Verkehr hing und keine schnellen Zeiten fahren konnte, aber so ist das nun mal, schätze ich."
"Wir kamen beim zweiten Mal wieder früh an die Box, was eine gute Entscheidung war, denn so konnte ich in diesem Stint wenigstens ein paar schnelle Runden drehen. Allerdings war mein Rennen da schon so gut wie gelaufen. Ich kann nicht sagen, dass ich mich über den 13. Platz freue, aber ich möchte jedenfalls dem Team zu einer guten Leistung gratulieren. Die Boxenstopps waren nämlich sauber und schnell und die Zuverlässigkeit stimmte ebenfalls."

Vitantonio Liuzzi
"Es war wirklich schade, dass ich in der ersten Runde mit einem anderen Auto zusammengeriet und eine neue Nase abfassen musste. Das Auto war im Rennen schwierig zu fahren, ich war weder mit den Bremsen noch mit der Balance zufrieden. Das kurveninnere Vorderrad blockierte ständig, es war nicht genug belastet. Ich konnte kein gutes Tempo anschlagen, zudem hatte ich auch mit den blauen Flaggen kein Glück. Es war ein Rennen zum Vergessen und ich freue mich schon auf Melbourne."

Scott Speed
"Ich kam am Start nicht gut weg, was aber an den Systemeinstellungen lag. Es ist schade, dass ich das Rennen nicht beenden konnte, denn wir erwarteten, dass wir auf dieser Strecke am meisten leiden würden. Wir hatten zu viel aerodynamischen Abtrieb, aber meine Ingenieure haben es am Ende hinbekommen. Nach einem schlechten Qualifying machten wir einen guten Job, waren schnell unterwegs. Es ist schade, aber in Melbourne können wir noch stärker sein."

Takuma Sato
"Großartige Teamarbeit hat dazu geführt, dass wir in der Lage waren, unsere Boxenstopps seit Bahrain zu verbessern. Als Ergebnis dessen verlor ich keine Zeit und war in der Lage, wieder in das Rennen zu gehen und sogar ein paar Autos herauszufordern."
"Natürlich haben wir an Stellen, wo hoher Abtrieb notwendig ist, Probleme mit unserem Speed, aber ich hatte ein weiteres aufregendes Rennen und zumindest konnten wir es einmal mehr ins Ziel schaffen."
"Wir haben noch einiges an harter Arbeit vor uns liegen, wenn wir auf unsere nächsten Rivalen aufholen möchten. Wir haben jedoch heute gute Teamarbeit gezeigt und ich bin sehr glücklich und stolz auf das Team."

Yuji Ide
"Die Balance des Autos war vom Start weg nicht gut und ich hatte das gleiche mechanische Problem wie schon in Bahrain. Das Problem wurde im Verlauf des Rennens schlimmer und der Speed des Autos wurde ständig langsamer."
"Ich konnte auf der Geraden nicht mehr beschleunigen, dann hielt ich an. Ich wollte das Rennen wirklich beenden, mein Ziel ist es aus diesem Grund, in Australien das Rennen zu beenden und darauf aufzubauen."