Stimmen nach dem Rennen

Fernando Alonso
"Dieser Sieg ist für uns alle eine Überraschung, eine schöne. Nach dem Qualifying schien Ferrari weit vorne zu liegen, aber als das Rennen heute erst einmal gestartet war, konnte ich fühlen, dass das Auto gut ausbalanciert ist und dass wir den gleichen Speed wie Ferrari haben."
"Ich ging ein Risiko ein, um am Start an Jarno vorbeizukommen, denn dies war wirklich die einzige Chance. In diesem Abschnitt des Rennens konnte ich dann später merken, dass Ralf Probleme hat, und ich überholte ihn in Anfahrt auf die erste Kurve."
"Nach dem zweiten Stopp dachte ich immer noch, dass ich gewinnen könnte, denn der Abstand auf Michael betrug lediglich fünf Sekunden, also warum nicht? Dann sah ich Rauch, als ich in Richtung der achten Kurve fuhr, und ich schaute auf den Asphalt, ob dort Öl liegt. Ich dachte, dass vor mir ein Spyker war, und erst als ich vorbeifuhr realisierte ich, dass es Michael war."
"Danach reduzierten wir die Motordrehzahl und fuhren sorgsam ins Ziel. Dieser Sieg bedeutet für das Renault-Team eine Menge, und wir haben ihn verdient, und darauf gewartet, vor allem nach Ungarn. Die Jungs an der Strecke, in den Fabriken in Viry und Enstone und bei Michelin, haben die ganze Saison über niemals aufgegeben."
"Nun fühlen wir uns im Hinblick auf Brasilien zuversichtlich, aber wir sehen nichts als zweifellos an. Die Rennen sind lang und man muss alles auf die Reihe bekommen, um sicherzustellen, dass man an der Spitze ins Ziel kommt. In Bezug auf die Meisterschaft haben wir eine gute Ausgangslage, aber wir werden in Interlagos auf die gleiche Art und Weise fahren, um das Rennen zu gewinnen."

Giancarlo Fisichella
"Dies war ein großartiges Ergebnis für mich, für Fernando und für das gesamte Team. Aber psychologisch war dies für mich ein hartes Wochenende. Mein bester Freund aller Zeiten, Tonio, verstarb vergangenen Donnerstag, und es war für mich nicht einfach. Ich möchte dieses Podium einfach ihm widmen und 'ciao' sagen."
"In Bezug auf das Rennen - das Auto war nicht schlecht und wir hatten eine gute Strategie, denn ich war in der Lage, bei den Boxenstopps an den Toyotas vorbeizukommen. Die Michelin-Reifen haben ebenfalls perfekt gearbeitet, und wir waren das ganze Rennen über schnell."
"Nun müssen wir nach Brasilien gehen und aggressiv sein. Das Team ist entschlossen, die Konstrukteursmeisterschaft zu gewinnen, und ich möchte sicherstellen, dass ich in der Fahrerwertung Dritter werde. Wir werden aus diesem Grund aggressiv und fokussiert sein, und versuchen, das Rennen zu gewinnen."

Kimi Räikkönen
"Angesichts der Tatsache, von wo aus wir in das Rennen gegangen waren, war dies ein gutes Ergebnis. Aber es ist wirklich nicht genug, um den fünften Platz zu kämpfen. Das war an diesem Wochenende nicht unser Ziel gewesen. Das Auto hat sich heute besonders auf den Longruns wesentlich besser angefühlt, aber unser Rennen war gestern in der Qualifikation verloren gegangen, wo wir einfach die mögliche Geschwindigkeit nicht aus unserem Auto holen konnten."

Pedro de la Rosa
"Dies war für mich wirklich ein schwieriges Rennen. Von Startplatz 13 in der Startaufstellung losgefahren, war es die ganze Zeit über hart gewesen, durch das Feld nach vorne zu kommen, da alle um mich herum auf sehr ähnlichen Strategien waren. Ich kämpfte wirklich damit, mit dem Auto schnell zu fahren, da meine Reifen einfach keine Haftung hatten. Das Wochenende hätte deutlich besser laufen können, wenn wir auf anderen Reifen gewesen wären."

Michael Schumacher
"Wir sind ein großartiges Team. Unsere Jungs sind die besten und ich habe eine große Zuneigung zu allen bei Ferrari. Ich war immer mehr als nur zufrieden mit der Arbeit, die wir geleistet haben. Zwischenfälle wie heute können passieren, und das ist ein Teil des Rennsports. Man gewinnt zusammen, aber man verliert auch zusammen."
"Heute haben wir unser Bestes gegeben, ich führte das Rennen an und dann ist mein Motor kaputtgegangen. Das ist die einfachste Art und Weise, um es zusammenzufassen. Das ist die Formel 1. Wir können stolz auf das sein, was wir seit Kanada erreicht haben. Wir lagen 25 Punkte zurück, und keiner hätte glauben können, dass wir zurück in den Kampf um die Meisterschaft finden. Aber wir haben es geschafft."
"Nun liegen wir in der Konstrukteursmeisterschaft neun Punkte zurück, und wir werden alles tun, um diesen Titel in Brasilien zu gewinnen. Was die Fahrermeisterschaft betrifft, sie ist verloren. Ich möchte mich nicht auf den Weg zu einem Rennen in der Hoffnung machen, dass mein Rivale ausfallen muss. Das ist nicht die Art und Weise, in der ich den Titel gewinnen möchte."

Felipe Massa
"Was Michael passiert ist, als er in Führung lag, ist eine große Schande. Ich hatte in meinem ersten Abschnitt des Rennens auch ein Problem, am rechten Hinterrad gab es einen Plattfuß, der langsam aber stetig Luft verlor. Als Vorsichtsmaßnahme holte mich das Team drei Runden früher als geplant an die Box."
"Ich kehrte hinter einem langsameren Auto auf die Strecke zurück, dies kostete mich die Chance, vor Alonso zu bleiben, und rückblickend den Sieg im Rennen. Wir können die Konstrukteursmeisterschaft immer noch gewinnen, auch wenn wir wissen, dass dies sehr schwierig ist. In meinem Heimrennen in Brasilien werde ich alles geben, um dies zu erreichen."

Jarno Trulli
"Drei Punkte sind beim Japan-Grand-Prix kein schlechtes Ergebnis, aber wir dachten, dass wir heute besser hätten abschneiden können. Ich hatte einen guten Start, wurde in der ersten Kurve aber eingeklemmt. Als ich versuchte, auf der Außenbahn zu fahren, verlor ich einen Platz. Das Auto fühlte sich in der Frühphase gut an und ich konnte locker den führenden Autos folgen. Nach dem Stopp konnte ich auf neuen Reifen eine schnelle Runde hinlegen und eroberte so einen Rang zurück."
"Leider wurde das Rennen nach dem zweiten Stopp schwieriger. Unsere Strategie war ziemlich gut, aber ich hatte einige Probleme und kämpfte mit meinem letzten Reifensatz, speziell in den ersten zehn Runden. Wir müssen analysieren, was gegenüber gestern anders war. Es war heute etwas kühler, vielleicht hat das die Leistung der Reifen beeinflusst. Danach wurde meine Pace wieder besser, aber ich steckte im Verkehr und konnte nicht wegfahren. Wir hätten mehr erreichen können, aber wichtig ist, dass wir beide für die Herstellerwertung gepunktet haben."

Ralf Schumacher
"Ich bin froh, dass wir insgesamt fünf Zähler einstreichen konnten, aber wir hätten mehr erreichen können. Wir hatten einen guten Start, ich hielt Rang drei in der ersten Kurve. Das Auto fühlte anfangs gut an, wir konnten bis zum ersten Stopp den Speed der Spitze mitgehen. Jarno konnte sich mit neuen Reifen vor mich setzen, danach folgte ich im immer um die Rennstrecke. Nach dem zweiten Stopp war er langsamer als ich. Ich habe versucht, ihn zu überholen, aber das wäre zu gefährlich gewesen. Wenn man in die schwierigen vergangenen zwei Rennen denkt, dann können wir mit heute zufrieden sein."

Nico Rosberg
"Ungewöhnlich, aber wir hatten nicht den besten Start. Ich weiß nicht warum, aber dies führte dazu, dass ich in den ersten paar Runden einen Platz verlor. Dann hatte ich etwas Probleme, an Barrichello vorbeizukommen, der ein Problem mit seinem Frontflügel hatte. Ich musste außen vorbei, was nicht ideal war, und ich machte einen kleinen Fehler und verlor dabei einen weiteren Platz an Kubica, den ich gerade zuvor überholt hatte."
"Hinzu kam, dass die Bedingungen heute für unseren Reifen nicht ideal waren, besonders im letzten Abschnitt des Rennens, als die Temperaturen sanken. Ich denke, dass das heute maximal mögliche Ergebnis ein neunter Platz gewesen wäre."
"Es war für mich kein schlechtes Wochenende, denn es war mein erstes Mal in Suzuka, welches eine der schwierigsten Strecken im Kalender ist. Es war zudem das zweite Rennen in Folge, das ich beenden konnte, was gut ist und mir mehr Erfahrung im Rennen verleiht."

Mark Webber
"Ich kämpfte in dieser Schikane schon den ganzen Tag über mit der Balance. Als wir nach dem ersten Boxenstopp neue Reifen aufzogen, hatte ich beim Gasgeben massives Untersteuern. Ich hatte vorne keine Haftung und das Auto kam mir ein paar Zentimeter auf das Gras und ich konnte es nicht mehr zurückbringen. Das ist schade. Es gibt nun nur noch ein Rennen zu fahren, ich hoffe also, dass wir in Brasilien eine gute Zielankunft haben werden."

Takuma Sato
"Das ist ein fantastisches Resultat für das Team, mehr konnten wir nicht erwarten. Unsere Performance war Anfang des Wochenendes nicht so gut, aber ich glaube, dass wir im Rennen alles herausgeholt haben. Der Start war aufregend. Ich überholte ein paar Autos in der ersten Kurve, wurde aber aufgehalten und verlor dadurch wieder einige Positionen. In den S-Kurven ging ich dann an Scott Speed vorbei, was klasse war, aber dann war meine Pace nicht gut genug und er schnappte mich wieder. Danach war das Auto aber gut, die Reifen stark, also war ich konkurrenzfähig unterwegs."
"Die Jungs machten einen tollen Job, das waren die besten Boxenstopps der ganzen Saison - sehr schnell und präzise. Und die Fans waren unglaublich! Wir hatten tolle Unterstützung und am Ende konnte ich die ganzen Fahnen im Sonnenlicht sehen. Für mich ist es ein besonderes Gefühl, die letzten Runden in Suzuka herunterzuzählen, vor allem weil es hier das letzte Rennen für einige Zeit gewesen sein könnte. Ich denke, das Team ist mit der doppelten Zielankunft zufrieden."

Sakon Yamamoto
"Die Unterstützung an diesem Wochenende war toll. Daraus schöpfte ich die Power, um ins Ziel zu kommen. Ich möchte dem Team, den Sponsoren und allen, die mich in meiner Karriere unterstützt haben, danken. Es ist ein fantastisches Gefühl, beim Heimrennen in Suzuka ins Ziel zu kommen, aber andererseits bin ich ein Rennfahrer, der immer noch besser sein möchte, also bereite ich mich jetzt schon für Brasilien vor."

Jenson Button
"Ich bin zufrieden. Wir hatten ein solides Rennen und erreichten das Bestmögliche angesichts des WM-Kampfes an der Spitze. Ich konnte am Start Fisichella überholen. Die Reifen waren gut und ich kam an den Toyotas vorbei. Das Team war bei den Stopps super, wie immer seit Hockenheim. Für die beiden WM-Kandidatenteams sind wir noch nicht gut genug, aber wir werden da hinkommen, vertraut mir! Ich bin traurig, dass wir 2007 nicht mehr nach Suzuka kommen werden, denn es fühlt sich wie ein Heimrennen an. Jetzt freue ich mich aber über den vierten Platz und die Punkte."

Rubens Barrichello
"Ich hatte Pech, dass ich wieder mit Heidfeld kollidierte. Er schloss die Tür wirklich schnell und ich konnte nicht mehr ausweichen, blockierte die Räder und fuhr in ihn hinein. Leider wurde mein Frontflügel beschädigt. Danach war ich sehr schnell, aber man kann in Suzuka nur schwer überholen. Ein enttäuschendes Resultat vor unserem Heimpublikum, aber ich habe noch mein Heimrennen in Brasilien. Hoffentlich können wir die Saison auf einem Hoch beenden."

David Coulthard
"Ich musste aufgeben, da ich den vierten Gang verloren hatte. Wir haben die meiste Zeit über mit dem Spyker-MF1-Team gekämpft und wir waren in einigen Bereichen klar schneller, aber auch langsamer in anderen. Nachdem sich Tonio drehte, steckte ich hinter Scott Speed fest, der etwas langsamer fuhr als ich. Das hat mich etwas aufgehalten, aber ansonsten versuchte ich einfach mein Rennen zu fahren."

Robert Doornbos
"Ich war auf der Rennstrecke zumeist einsam unterwegs. Ich hatte einen sehr schlechten Start, ich weiß nicht waum. Vielleicht gab es ein Kupplungsproblem. So konnte ich meine Position aber nicht verteidigen. Danach war es gut, dass ich einige wieder überholen konnte. Ich war dann lange hinter Tonio und David. Tonio fiel dann zurück, David fiel aus. Also war ich alleine auf Rang 13 unterwegs."

Nick Heidfeld
"Mein Rennen war gut und verhältnismäßig unspektakulär. Beim Start habe ich eine Position gewonnen und war Achter. Das Auto war gut, aber ich hatte Probleme mit den Reifen. In allen drei Stints haben sie vorne und hinten gekörnt. Ich fuhr die weichere Mischung, was für das Rennen sicher die schlechtere Wahl war. Die Entscheidung war schwierig, weil wir die Trockenreifen hier am Freitag aufgrund der Wetterbedingungen nicht über längere Distanzen vergleichen konnten."

Robert Kubica
"Es war ein gutes Rennen. Das Tempo war da, aber ich hatte von Anfang an Probleme mit dem Grip, mein Auto hat seit dem Qualifying übersteuert. Ich habe aber auch einen Fehler gemacht, der mich zehn Sekunden gekostet hat. Hier in Suzuka ist es nicht einfach, einem Auto zu folgen, vor allem in den schnellen Kurven nicht. Vielleicht habe ich zu viel riskiert, aber ich habe wieder aufgeholt und bin direkt hinter Nick ins Ziel gekommen."

Tiago Monteiro
"Insgesamt war es ein ordentliches Rennen, der erste Stint war sogar sehr gut, denn wir hatten viel Benzin an Bord. Ich konnte mit den Autos von Toro Rosso und Red Bull kämpfen, nachdem ich Sato und Yamamoto überholt hatte. Ich konnte den Rhythmus der Autos vor mir mitgehen, dabei hatte ich mehr Sprit dabei. Leider hatte ich im zweiten Stint ein paar Reifenprobleme, das Auto war schwierig zu fahren. Die Zeiten fielen ab. Sie wurden gegen Ende wieder besser, aber wir müssen das ergründen. Immerhin brachten wir das Auto in das Ziel. Es ist schön, wieder Rennen zu beenden."

Christijan Albers
"Nach dem Start hatten wir einige Probleme, aber wir konnten mit den Autos von Red Bull mithalten. In den Kurven hielten sie mich ein wenig auf, aber wegen ihres Topspeeds konnten sie auf der Geraden wegziehen. Das, was passiert ist, ist schade für die Jungs im Team, die so hart gearbeitet haben. Das Team wird meinen Ausfallsgrund untersuchen, dann werden wir sehen, was wir in Brasilien erreichen können."

Vitantonio Liuzzi
"Es war ein schwieriges Rennen und es begann mit einer Kollision mit Mark, die das Handling für mindestens fünf oder sechs Runden beeinflusste, ehe ich mich daran gewöhnte. Ich hatte anfangs Graining, dadurch drehte ich mich einmal. Danach hatte ich Schwierigkeiten mit dem Setup, aber nachdem wir weit von Punkten weg waren, machte es sowieso keinen Unterschied."

Scott Speed
"Ich hatte einen wirklich guten Start. Ich kämpfte mich außen an Tonio vorbei, aber ich wollte nicht crashen, daher gab ich die Position wieder auf. Mein erster Stint war stark, ich konnte David hinter mir lassen, aber beim Boxenstopp ging er an mir vorbei, weil er früher hereinkam. Dann hatte ich einen Dreher, weil ich Doornbos überholen wollte und es ein wenig übertrieb. Ich lenkte zu früh ein, berührte einen Randstein, den man an der Stelle schlecht sehen kann. Ich war einfach zu aggressiv. Ich fuhr dann an die Box, hatte einen Lenkungsschaden."