Fernando Alonso
Giancarlo Fisichella
"Dies war ein großartiges Ergebnis für mich, für
Fernando und für das gesamte Team. Aber psychologisch war dies
für mich ein hartes Wochenende. Mein bester Freund aller Zeiten,
Tonio, verstarb vergangenen Donnerstag, und es war für mich nicht
einfach. Ich möchte dieses Podium einfach ihm widmen und 'ciao'
sagen."
"In Bezug auf das Rennen - das Auto war nicht schlecht und wir hatten
eine gute Strategie, denn ich war in der Lage, bei den Boxenstopps an
den Toyotas vorbeizukommen. Die Michelin-Reifen haben ebenfalls perfekt
gearbeitet, und wir waren das ganze Rennen über schnell."
"Nun müssen wir nach Brasilien gehen und aggressiv sein. Das Team
ist entschlossen, die Konstrukteursmeisterschaft zu gewinnen, und ich
möchte sicherstellen, dass ich in der Fahrerwertung Dritter werde.
Wir werden aus diesem Grund aggressiv und fokussiert sein, und
versuchen, das Rennen zu gewinnen."
Pedro de la Rosa
"Dies war für mich wirklich ein schwieriges Rennen. Von Startplatz
13 in der Startaufstellung losgefahren, war es die ganze Zeit über
hart gewesen, durch das Feld nach vorne zu kommen, da alle um mich
herum auf sehr ähnlichen Strategien waren. Ich kämpfte
wirklich damit, mit dem Auto schnell zu fahren, da meine Reifen einfach
keine Haftung hatten. Das Wochenende hätte deutlich besser laufen
können, wenn wir auf anderen Reifen gewesen wären."
Michael Schumacher
"Wir sind ein großartiges Team. Unsere Jungs sind die besten und
ich habe eine große Zuneigung zu allen bei Ferrari. Ich war immer
mehr als nur zufrieden mit der Arbeit, die wir geleistet haben.
Zwischenfälle wie heute können passieren, und das ist ein
Teil des Rennsports. Man gewinnt zusammen, aber man verliert auch
zusammen."
"Heute haben wir unser Bestes gegeben, ich führte das Rennen an
und dann ist mein Motor kaputtgegangen. Das ist die einfachste Art und
Weise, um es zusammenzufassen. Das ist die Formel 1. Wir können
stolz auf das sein, was wir seit Kanada erreicht haben. Wir lagen 25
Punkte zurück, und keiner hätte glauben können, dass wir
zurück in den Kampf um die Meisterschaft finden. Aber wir haben es
geschafft."
"Nun liegen wir in der Konstrukteursmeisterschaft neun Punkte
zurück, und wir werden alles tun, um diesen Titel in Brasilien zu
gewinnen. Was die Fahrermeisterschaft betrifft, sie ist verloren. Ich
möchte mich nicht auf den Weg zu einem Rennen in der Hoffnung
machen, dass mein Rivale ausfallen muss. Das ist nicht die Art und
Weise, in der ich den Titel gewinnen möchte."
Felipe Massa
"Was Michael passiert ist, als er in Führung lag, ist eine
große Schande. Ich hatte in meinem ersten Abschnitt des Rennens
auch ein Problem, am rechten Hinterrad gab es einen Plattfuß, der
langsam aber stetig Luft verlor. Als Vorsichtsmaßnahme holte mich
das Team drei Runden früher als geplant an die Box."
"Ich kehrte hinter einem langsameren Auto auf die Strecke zurück,
dies kostete mich die Chance, vor Alonso zu bleiben, und
rückblickend den Sieg im Rennen. Wir können die
Konstrukteursmeisterschaft immer noch gewinnen, auch wenn wir wissen,
dass dies sehr schwierig ist. In meinem Heimrennen in Brasilien werde
ich alles geben, um dies zu erreichen."
Jarno Trulli
"Drei Punkte sind beim Japan-Grand-Prix kein schlechtes Ergebnis, aber
wir dachten, dass wir heute besser hätten abschneiden können.
Ich hatte einen guten Start, wurde in der ersten Kurve aber
eingeklemmt. Als ich versuchte, auf der Außenbahn zu fahren,
verlor ich einen Platz. Das Auto fühlte sich in der Frühphase
gut an und ich konnte locker den führenden Autos folgen. Nach dem
Stopp konnte ich auf neuen Reifen eine schnelle Runde hinlegen und
eroberte so einen Rang zurück."
"Leider wurde das Rennen nach dem zweiten Stopp schwieriger. Unsere
Strategie war ziemlich gut, aber ich hatte einige Probleme und
kämpfte mit meinem letzten Reifensatz, speziell in den ersten zehn
Runden. Wir müssen analysieren, was gegenüber gestern anders
war. Es war heute etwas kühler, vielleicht hat das die Leistung
der Reifen beeinflusst. Danach wurde meine Pace wieder besser, aber ich
steckte im Verkehr und konnte nicht wegfahren. Wir hätten mehr
erreichen können, aber wichtig ist, dass wir beide für die
Herstellerwertung gepunktet haben."
Ralf Schumacher
"Ich bin froh, dass wir insgesamt fünf Zähler einstreichen
konnten, aber wir hätten mehr erreichen können. Wir hatten
einen guten Start, ich hielt Rang drei in der ersten Kurve. Das Auto
fühlte anfangs gut an, wir konnten bis zum ersten Stopp den Speed
der Spitze mitgehen. Jarno konnte sich mit neuen Reifen vor mich
setzen, danach folgte ich im immer um die Rennstrecke. Nach dem zweiten
Stopp war er langsamer als ich. Ich habe versucht, ihn zu
überholen, aber das wäre zu gefährlich gewesen. Wenn man
in die schwierigen vergangenen zwei Rennen denkt, dann können wir
mit heute zufrieden sein."
Nico Rosberg
"Ungewöhnlich, aber wir hatten nicht den besten Start. Ich
weiß nicht warum, aber dies führte dazu, dass ich in den
ersten paar Runden einen Platz verlor. Dann hatte ich etwas Probleme,
an Barrichello vorbeizukommen, der ein Problem mit seinem
Frontflügel hatte. Ich musste außen vorbei, was nicht ideal
war, und ich machte einen kleinen Fehler und verlor dabei einen
weiteren Platz an Kubica, den ich gerade zuvor überholt hatte."
"Hinzu kam, dass die Bedingungen heute für unseren Reifen nicht
ideal waren, besonders im letzten Abschnitt des Rennens, als die
Temperaturen sanken. Ich denke, dass das heute maximal mögliche
Ergebnis ein neunter Platz gewesen wäre."
"Es war für mich kein schlechtes Wochenende, denn es war mein
erstes Mal in Suzuka, welches eine der schwierigsten Strecken im
Kalender ist. Es war zudem das zweite Rennen in Folge, das ich beenden
konnte, was gut ist und mir mehr Erfahrung im Rennen verleiht."
Mark Webber
"Ich kämpfte in dieser Schikane schon den ganzen Tag über mit
der Balance. Als wir nach dem ersten Boxenstopp neue Reifen aufzogen,
hatte ich beim Gasgeben massives Untersteuern. Ich hatte vorne keine
Haftung und das Auto kam mir ein paar Zentimeter auf das Gras und ich
konnte es nicht mehr zurückbringen. Das ist schade. Es gibt nun
nur noch ein Rennen zu fahren, ich hoffe also, dass wir in Brasilien
eine gute Zielankunft haben werden."
Takuma Sato
"Das ist ein fantastisches Resultat für das Team, mehr konnten wir
nicht erwarten. Unsere Performance war Anfang des Wochenendes nicht so
gut, aber ich glaube, dass wir im Rennen alles herausgeholt haben. Der
Start war aufregend. Ich überholte ein paar Autos in der ersten
Kurve, wurde aber aufgehalten und verlor dadurch wieder einige
Positionen. In den S-Kurven ging ich dann an Scott Speed vorbei, was
klasse war, aber dann war meine Pace nicht gut genug und er schnappte
mich wieder. Danach war das Auto aber gut, die Reifen stark, also war
ich konkurrenzfähig unterwegs."
"Die Jungs machten einen tollen Job, das waren die besten Boxenstopps
der ganzen Saison - sehr schnell und präzise. Und die Fans waren
unglaublich! Wir hatten tolle Unterstützung und am Ende konnte ich
die ganzen Fahnen im Sonnenlicht sehen. Für mich ist es ein
besonderes Gefühl, die letzten Runden in Suzuka
herunterzuzählen, vor allem weil es hier das letzte Rennen
für einige Zeit gewesen sein könnte. Ich denke, das Team ist
mit der doppelten Zielankunft zufrieden."
Sakon Yamamoto
"Die Unterstützung an diesem Wochenende war toll. Daraus
schöpfte ich die Power, um ins Ziel zu kommen. Ich möchte dem
Team, den Sponsoren und allen, die mich in meiner Karriere
unterstützt haben, danken. Es ist ein fantastisches Gefühl,
beim Heimrennen in Suzuka ins Ziel zu kommen, aber andererseits bin ich
ein Rennfahrer, der immer noch besser sein möchte, also bereite
ich mich jetzt schon für Brasilien vor."
Jenson Button
"Ich bin zufrieden. Wir
hatten ein solides Rennen und erreichten das Bestmögliche
angesichts des WM-Kampfes an der Spitze. Ich konnte am Start Fisichella
überholen. Die Reifen waren gut und ich kam an den Toyotas vorbei.
Das Team war bei den Stopps super, wie immer seit Hockenheim. Für
die beiden WM-Kandidatenteams sind wir noch nicht gut genug, aber wir
werden da hinkommen, vertraut mir! Ich bin traurig, dass wir 2007 nicht
mehr nach Suzuka kommen werden, denn es fühlt sich wie ein
Heimrennen an. Jetzt freue ich mich aber über den vierten Platz
und die Punkte."
Rubens Barrichello
"Ich hatte Pech, dass ich wieder mit Heidfeld kollidierte. Er schloss
die Tür wirklich schnell und ich konnte nicht mehr ausweichen,
blockierte die Räder und fuhr in ihn hinein. Leider wurde mein
Frontflügel beschädigt. Danach war ich sehr schnell, aber man
kann in Suzuka nur schwer überholen. Ein enttäuschendes
Resultat vor unserem Heimpublikum, aber ich habe noch mein Heimrennen
in Brasilien. Hoffentlich können wir die Saison auf einem Hoch
beenden."
David Coulthard
"Ich musste aufgeben, da ich den vierten Gang verloren hatte. Wir haben
die meiste Zeit über mit dem Spyker-MF1-Team gekämpft und wir
waren in einigen Bereichen klar schneller, aber auch langsamer in
anderen. Nachdem sich Tonio drehte, steckte ich hinter Scott Speed
fest, der etwas langsamer fuhr als ich. Das hat mich etwas aufgehalten,
aber ansonsten versuchte ich einfach mein Rennen zu fahren."
Robert Doornbos
"Ich war auf der Rennstrecke zumeist einsam unterwegs. Ich hatte einen
sehr schlechten Start, ich weiß nicht waum. Vielleicht gab es ein
Kupplungsproblem. So konnte ich meine Position aber nicht verteidigen.
Danach war es gut, dass ich einige wieder überholen konnte. Ich
war dann lange hinter Tonio und David. Tonio fiel dann zurück,
David fiel aus. Also war ich alleine auf Rang 13 unterwegs."
Nick Heidfeld
"Mein Rennen war gut und verhältnismäßig
unspektakulär. Beim Start habe ich eine Position gewonnen und war
Achter. Das Auto war gut, aber ich hatte Probleme mit den Reifen. In
allen drei Stints haben sie vorne und hinten gekörnt. Ich fuhr die
weichere Mischung, was für das Rennen sicher die schlechtere Wahl
war. Die Entscheidung war schwierig, weil wir die Trockenreifen hier am
Freitag aufgrund der Wetterbedingungen nicht über längere
Distanzen vergleichen konnten."
Robert Kubica
"Es war ein gutes Rennen. Das Tempo war da, aber ich hatte von Anfang
an Probleme mit dem Grip, mein Auto hat seit dem Qualifying
übersteuert. Ich habe aber auch einen Fehler gemacht, der mich
zehn Sekunden gekostet hat. Hier in Suzuka ist es nicht einfach, einem
Auto zu folgen, vor allem in den schnellen Kurven nicht. Vielleicht
habe ich zu viel riskiert, aber ich habe wieder aufgeholt und bin
direkt hinter Nick ins Ziel gekommen."
Tiago Monteiro
"Insgesamt war es ein ordentliches Rennen, der erste Stint war sogar
sehr gut, denn wir hatten viel Benzin an Bord. Ich konnte mit den Autos
von Toro Rosso und Red Bull kämpfen, nachdem ich Sato und Yamamoto
überholt hatte. Ich konnte den Rhythmus der Autos vor mir
mitgehen, dabei hatte ich mehr Sprit dabei. Leider hatte ich im zweiten
Stint ein paar Reifenprobleme, das Auto war schwierig zu fahren. Die
Zeiten fielen ab. Sie wurden gegen Ende wieder besser, aber wir
müssen das ergründen. Immerhin brachten wir das Auto in das
Ziel. Es ist schön, wieder Rennen zu beenden."
Christijan Albers
"Nach dem Start hatten wir einige Probleme, aber wir konnten mit den
Autos von Red Bull mithalten. In den Kurven hielten sie mich ein wenig
auf, aber wegen ihres Topspeeds konnten sie auf der Geraden wegziehen.
Das, was passiert ist, ist schade für die Jungs im Team, die so
hart gearbeitet haben. Das Team wird meinen Ausfallsgrund untersuchen,
dann werden wir sehen, was wir in Brasilien erreichen können."
Vitantonio Liuzzi
"Es war ein schwieriges Rennen und es begann mit einer Kollision mit
Mark, die das Handling für mindestens fünf oder sechs Runden
beeinflusste, ehe ich mich daran gewöhnte. Ich hatte anfangs
Graining, dadurch drehte ich mich einmal. Danach hatte ich
Schwierigkeiten mit dem Setup, aber nachdem wir weit von Punkten weg
waren, machte es sowieso keinen Unterschied."
Scott Speed
"Ich hatte einen wirklich guten Start. Ich kämpfte mich
außen an Tonio vorbei, aber ich wollte nicht crashen, daher gab
ich die Position wieder auf. Mein erster Stint war stark, ich konnte
David hinter mir lassen, aber beim Boxenstopp ging er an mir vorbei,
weil er früher hereinkam. Dann hatte ich einen Dreher, weil ich
Doornbos überholen wollte und es ein wenig übertrieb. Ich
lenkte zu früh ein, berührte einen Randstein, den man an der
Stelle schlecht sehen kann. Ich war einfach zu aggressiv. Ich fuhr dann
an die Box, hatte einen Lenkungsschaden."