Michael Schumacher (Er
erklärte nach diesem Sieg seinen Rücktritt aus der Formel 1
zum Ende dieser Saison)
"Dies war ein toller Sieg vor unseren Fans. Neben Jean auf dem Podium
zu stehen, war ein unbeschreibliches Gefühl. Von dort oben konnten
wir ein Meer an Fans sehen und man konnte die Liebe fühlen, die
sie für Ferrari haben. Super!"
"Als ich über meine Entscheidung sprechen musste, hätte ich
in diesem Moment beinahe keine Worte aus meinem Mund gebracht. Das
Rennen war eine relativ klare Sache. Wir hatten gehofft, dass Kimi vor
uns an die Box kommen würde und das hat er dann auch getan. Es
lief ohne irgendwelche besonderen Sorgen nach Plan."
"Der emotionalste Moment war die letzte Runde. Nach der karierten
Flagge meldete ich mich über Funk und sagte allen meinen Freunden
im Team, was ich bekannt geben werde und es war wirklich schwierig,
meine Emotionen unter Kontrolle zu behalten."
"Dieser Sieg ist in Bezug auf beide Titel sehr wichtig. Wir haben die
Führung in der Konstrukteursmeisterschaft übernommen, was die
Fahrermeisterschaft betrifft, so sind wir nicht mehr länger von
der Leistung unserer Gegner abhängig."
Felipe Massa
"Es ist fantastisch, dass wir die Konstrukteursmeisterschaft
anführen. Ich bin für das gesamte Team sehr glücklich
und auch für Michael, der diesen Sieg verdient, und es ist
großartig, dass er diesen Sieg an einem Tag, der für ihn so
besonders ist, geholt hat. Michael ist ein wahnsinniger Kerl und ich
fühle mich geehrt, dass ich die Möglichkeit hatte, neben ihm
zu fahren. Er ist für uns alle ein Vorbild."
"Nun müssen wir versuchen, die Ziele zu erreichen, die wir uns so
sehr vorgenommen haben. Schon seit gestern nach der Qualifikation war
es klar, dass es nicht mein Wochenende werden würde. Heute steckte
ich ständig im Verkehr, war nie in der Lage, das gesamte Potenzial
des Autos auf einer Strecke auszuschöpfen, die sehr schnell ist
und auf der es definitiv nicht einfach ist, zu überholen."
"Dann, als es wahrscheinlich erschien, dass ich einen guten vierten
Platz herausfahren kann, zog ich mir vorne rechts einen Bremsplatten
zu, als ich auf dem Öl von Alonsos Renault bremsen musste. Es war
zu übel, als dass ich hätte weitermachen können, und aus
diesem Grund war ich gezwungen, an die Box zu kommen, um die Reifen zu
wechseln. Dadurch verlor ich jede Chance, in den Punkten ins Ziel zu
kommen."
"Nun, da es noch drei Rennen zu fahren gilt, werden wir alles
Mögliche tun. Ich kann sie mit der erhöhten Motivation
angehen, Michael und dem Team zu helfen, beide Meisterschaften zu
gewinnen. Was mich betrifft, so bin ich stolz darauf, dass ich die
Möglichkeit habe, mit diesem großartigen Team in den
kommenden zwei Jahren zu fahren."
Pedro de la Rosa
"Ich verlor beim Start einen Platz und rutschte auf Rang acht. Danach
hing ich hinter Autos fest, ich fand also nie heraus, wie schnell ich
wirklich hätte sein können. Mein erster Boxenstopp verlief
wie geplant. Wir pumpten eine Menge Benzin in das Auto, um einen langen
zweiten Rennabschnitt sicherzustellen, was zum Ziel hatte, dass ich
schlussendlich frei fahren kann. Der Motor ist jedoch urplötzlich
kaputtgegangen, ich musste das Auto abstellen und das war für mich
das Ende des Rennens. Das ist schade, denn unser Paket war heute sehr
konkurrenzfähig."
Nico Rosberg
"In der zweiten Schikane habe ich mir die Antriebswelle
beschädigt. Das ist wirklich Pech, denn wir kamen bei den
Testfahrten immer problemlos über diese Schikane. Bis zum Ausfall
war mein Wochenende ziemlich gut, was es für mich noch schwerer
macht. Wir müssen noch viel besser werden, aber das können
wir als Team hoffentlich sehr bald schaffen."
Jenson Button
"Die Balance war jedoch nicht so, wie wir erwartet hatten. Beim ersten
Stopp haben wir daher noch einige Korrekturen vorgenommen, was uns aber
nicht die Geschwindigkeit gebracht hat, die wir gebraucht hätten.
Dennoch können wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein."
Rubens Barrichello
"Ich habe am Anfang etwas darunter gelitten, dass ich so schwer war.
Leider hatten wir vom Beginn des Wochenendes an nicht genügend
Speed auf den Geraden. Deshalb konnte Fisichella mich relativ
problemlos überholen. Danach musste ich noch mit meinem Grip
kämpfen. Es ging quasi um das nackte Überleben. Wenn man aber
bedenkt, welche Probleme wir noch am Freitag gehabt haben, ist es
fantastisch, dass wir beide Autos in die Punkte bekommen haben."
Christian Klien
"Es
war ein schwieriges Rennen, da wir auf einer Ein-Boxenstopp-Strategie
waren und ich am Start ein sehr schweres Auto hatte. Ich war auf den
Geraden zu langsam, um irgendjemand zu überholen, ich musste aus
diesem Grund den anderen folgen."
"Aber schlussendlich hat die Strategie gut funktioniert. Ich bin lange
auf der Strecke geblieben und habe einige Leute beim Boxenstopp
überholt. Von Startplatz 16 aus Elfter zu werden ist nicht allzu
schlecht und ich denke nicht, dass wir in diesem Rennen viel mehr
hätten tun können. Ich bin aus diesem Grund mit meiner
Leistung zufrieden."
David Coulthard
"Es gibt sehr wenig zu sagen, abgesehen davon, dass es
enttäuschend ist. In Bezug auf Michaels Rücktritt - es war
für ihn eine passende Art und Weise, um es zusammen mit einem Sieg
bekannt zu geben. Egal, ob die Leute hinter Michaels Rennmoral stehen
oder nicht, man muss anerkennen, dass er ein großartiger Champion
gewesen ist und es ist das Ende einer Ära."
Nick Heidfeld
"Gestern war ich Dritter im Qualifying, heute ist Robert Dritter im
Rennen. Wir sind seit ein paar Grands Prix auf dem Vormarsch. Ich
hoffe, diesen Schwung können wir mit nach Übersee nehmen. Mit
meinem Ergebnis bin ich heute natürlich nicht glücklich."
"Mein Start war super. Ich bin vor Michael auf die erste Kurve
zugefahren, er hat neben mich gezogen und ich musste in den Dreck. Das
Manöver war aber okay. Die Reifen haben dabei ziemlich viel
Schmutz aufgesammelt, das war mein Handicap in der gesamten ersten
Runde."
"Später war das Tempo gut, aber dann kam die Durchfahrtsstrafe. Am
Ende war ich zwar schneller als Trulli, konnte aber nicht angreifen. In
Kurve eins hatte ich eine Chance, doch da lag das Öl von Alonsos
Motor neben der Ideallinie."
Tiago Monteiro
"Natürlich ist dies nicht das Ergebnis, das wir uns vorgenommen
hatten, aber ich muss sagen, dass das Auto ganz gut funktioniert hat.
Tatsache ist, dass wir auf die Gruppe vor uns aufholten, als die Reifen
sich erst einmal erwärmt hatten und ich in der Lage war, etwas
Benzin zu verbrauchen. Das hat mich wirklich motiviert."
"Ich muss sagen, dass es unsere einzige Schwäche war, dass wir auf
den Geraden an Boden verloren. Dies ist etwas, an dem wir intensiv
arbeiten müssen, um es zu verbessern. Leider bekam ich nach meinem
ersten Boxenstopp ein ernstes Problem mit den Bremsen, das sporadisch
immer wieder auftrat. Dadurch verhielt sich das Auto
unregelmäßig, was auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke wie
Monza gefährlich ist."
"Es gab ein paar andere Probleme, die zu meinen Problemen hinzu kamen,
und schlussendlich musste ich aufgeben, weil das Auto zu instabil
wurde. Ich bin jedoch von der Tatsache ermutigt, dass wir auf die Autos
vor uns aufholten, bevor diese Probleme auftraten. Dies beweist, dass
wir uns verbessern."
"Ich möchte mich hiermit auch bei Herrn Shnaider für all
seine Unterstützung und für die Tatsache bedanken, dass er
mir die Möglichkeit verschafft hat, in die Formel 1 zu kommen. Ich
möchte auch unsere neuen Besitzer begrüßen und freue
mich darauf, unter dem Spyker-Banner weitere Fortschritte zu machen."
Scott Speed
"Mein Rennen lief gut, ich bin gegen David und Ralf gefahren und konnte
zuerst auch vor ihnen bleiben. Nach dem Boxenstopp hatte ich Pech, denn
gleich, nachdem ich wieder auf die Strecke kam, musste ich die
Führenden vorbei lassen. Dadurch konnte David aufschließen.
Aber das Rennen war dennoch in Ordnung."
Vitantonio Liuzzi
"Ich hatte beim Start Probleme und habe deshalb in der ersten Runde an
Boden verloren. Das Auto lief sehr gut, das Handling war ausgezeichnet,
aber die Power hat noch gefehlt und ich konnte an niemandem
vorbeiziehen. Als ich David überholen wollte, haben wir uns kurz
berührt. Danach hatte ich Untersteuern, dennoch war ich noch
schnell und konnte Ralf und Scott einholen, die ich dann aber doch
nicht überholen konnte."
Takuma Sato
"Es
war ein hartes Rennen für uns. Wir hatten beim Fahren in die
Startaufstellung ein Hydraulikproblem, also brach ich die Runde ab, kam
zurück zu den Boxen, wechselte in das Ersatzauto und startete aus
der Boxengasse. Wir hatten viel Benzin für eine
Ein-Stopp-Strategie dabei und zunächst verlief alles gut. Ich
konnte gut aufholen und auch überholen. Wir hatten eine gute Pace
und es sah so aus, als wäre unser Paket gut. Es war besonders
schön, die beiden Midland einzuholen."
"Aber ich hatte Probleme mit einem Chassis-Problem nach etwa 20 Runden.
Meine Rundenzeiten fielen um zwei Sekunden je Runde ab. Ich tat alles,
um auf der Strecke bleiben. Ich kam wieder an die Box, wechselte die
Reifen, aber das es war ein ernstes Problem. Nach dem Rennen sahen wir,
dass der Unterboden aus dem Leim ging, daher verlor ich viel Abtrieb.
Es ist schade, dass wir das Potenzial des SA06 nicht voll zeigen
konnten. Wir testen in den kommenden zwei Wochen nun in Silverstone.
Das ist sehr wichtig und ich glaube, dass wir das Auto für die
letzten drei Rennen verbessern können."
Sakon Yamamoto
"Wir hatten einen guten Start und eine gute Pace. Nach ein paar Runden
bemerkten wir ein Problem, das wir aber schnell lösen konnten.
Letztlich aber riss mich ein Hydraulikdefekt aus dem Rennen, das ist
schade. In den nächsten Wochen möchte ich das Auto in
Silverstone für die letzen drei Rennen verbessern."