Stimmen nach dem Rennen


Fernando Alonso
"Wir lagen am Freitag weit hinter Ferrari zurück, in der Qualifikation ebenso. Wir waren jedoch zuversichtlich, dass sich dies verbessern würde - es hat sich als richtig erwiesen, dass wir zuversichtlich waren. Es war ein normales Rennen, in dem wir an das Limit gegangen sind, bis zum dritten Rennabschnitt, als es um die Position auf der Strecke und nicht nur um die Geschwindigkeit ging."
"Ich wusste, dass Michael lediglich zwei Möglichkeiten zum überholen hat, in Kurve 12 und in Kurve 14. Dies bedeutete, dass ich den Motor nutzen konnte, um an diesen Stellen einen größeren Vorsprung herauszufahren, indem ich an auf den Geraden davor die maximale Drehzahl herausholte. Dies reichte, um den zweiten Platz zu behalten. Ich denke, dass dieser Nachmittag auch gezeigt hat, dass wir etwas mehr brauchen, um gegen Ferrari um den Sieg kämpfen zu können. Aber ich bin für die letzten Rennen sehr optimistisch."
"Monza wird wohl das Schwierigste sein, um einen Sieg zu erzielen, wenn ich mir die Charakteristik des Ferrari anschaue. Aber jeder bei Renault und bei unseren Partnern von Michelin und Elf konzentriert sich sehr auf diese vier Rennen. Und ich bin zuversichtlich, dass wir finden können, was wir brauchen, um erneut zu gewinnen. Heute war ein guter Schritt nach vorn für meine Chancen in der Meisterschaft und wir erwarten weitere gute Tage zwischen dem heutigen und dem Ende der Saison."

Giancarlo Fisichella
"Schlussendlich war es für mich ein gutes Rennen und ich habe heute gezeigt, dass ich schnell war, das Auto ebenso. Ich hatte einen guten Start und war den Jungs an der Spitze sehr nahe. Michael kreuzte die Straße ziemlich heftig und andere Fahrer taten dies ebenfalls, um ihm auszuweichen."
"Ich bremste ziemlich spät, aber es gab da das Risiko einer Kollision mit Fernando, ich bremste aus diesem Grund noch härter, was die Hinterräder blockierte und mich in einen Dreher zwang. Nach dem Boxenstopp, bei dem wir die Nase ersetzen, war es meine Aufgabe, viel Druck auszuüben und so viele Positionen wie möglich gutzumachen. Das Safety Car hat geholfen, aber ich überholte heute Nachmittag eine Menge Autos direkt auf der Strecke."
"Wir fuhren mit einer Ein-Boxenstopp-Strategie sehr lange Abschnitte und die Reifen haben sehr gut gehalten. Unsere Leistung war jener von Ferrari heute näher als im Qualifying und ich denke, dass wir im Hinblick auf die kommenden Rennen ganz zuversichtlich sein können. Das kommende Rennen ist natürlich der Große Preis in Monza - mein Heimrennen in der Mitte des großen Kampfes mit Ferrari. Wir führen weiterhin beide Meisterschaften an und wir müssen den Vorsprung in den kommenden Wochen ausbauen."

Pedro de la Rosa
"Dies ist ein gutes Ergebnis, nachdem ich von der elften Position gekommen war. Es gab in der ersten Kurve ein Gemetzel nachdem sich Fisichella drehte. Ich schaffte es trotz einer Menge Trümmerteile unbeschadet hindurch."
"Es war ein hartes Rennen mit einer Ein-Boxenstopp-Strategie, da ich auf meine Hinterreifen achten musste, was es zu einer Herausforderung machte, konstant schnell zu sein. Meine Geschwindigkeit im Rennen war jedoch gut und ich konnte sogar ein paar Autos überholen. Mit einer besseren Startposition wäre ein besserer Ausgang des Rennens möglich gewesen."

Kimi Räikkönen
"Es ging am Start drunter und drüber. Ich versuchte, den sich drehenden Fisichella auszuweichen, aber dann traf mich Speed am rechten Hinterrad, was einen Plattfuß erzeugte. Ich fuhr fast die gesamte Runde mit einem beschädigten Reifen, um es zurück an die Box zu schaffen, wo wir schauten, was wir tun können."
"Das Team wechselte meinen Reifen, aber ich denke, dass das Auto zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich stark beschädigt war. Als ich wieder ins Rennen ging, kam ich in Kurve vier, hatte am Heck keine Haftung und rutschte weg. Es ging mir dann die Straße aus und ich krachte in die Reifenstapel. Das war es dann. Mein Rücken schmerzt etwas, aber es gab nichts, was wir tun konnten."

Michael Schumacher
"Zunächst einmal möchte ich Felipe gratulieren, der heute einmal mehr fantastische Arbeit geleistet hat, den Sieg ganz klar verdient hat. Natürlich sind an diesem Wochenende die Dinge nicht für mich gelaufen, weder gestern in der Qualifikation noch heute im Rennen."
"Aus irgendwelchen Gründen war das Auto im zweiten Abschnitt des Rennens nicht so gut, wie es am Freitag im Freien Training gewesen war. Es war ziemlich nervös und die Tatsache, dass ich ziemlich viel Benzin an Bord hatte, hat sicherlich nicht geholfen, mein Fehler in Kurve acht in Runde 28 ebenfalls nicht."
"Hinzu kommt, dass der Reifensatz in diesem Abschnitt nicht so gut funktioniert hat wie die anderen, zudem warfen sie Blasen. Am Schluss versuchte ich an meinem Gegner dran zu bleiben, für den Fall, dass er einen Fehler macht. Heute haben wir in der Fahrerwertung zwei Punkte verloren, ich glaube aber immer noch, dass wir den Titel gewinnen können."

Felipe Massa
"Heute ist ein unglaublicher Tag, den ich nie vergessen werde. Den ersten Sieg einzufahren, besonders mit Ferrari, ist ein historischer Moment und ich denke an alle Leute, die mir geholfen haben, hierher zu kommen: Meine Familie, meine Freundin und meine Freunde und all jene, die mir die Stärke gegeben haben, dies zu erreichen. Das Team war sensationell und sie haben mir ein perfektes Auto hingestellt, mit dem ich gewinnen konnte. Ich bin sehr emotional und sehr glücklich."
"Das Rennen? Ich hatte einen sehr guten Start und das Auto hat sich gut ausbalanciert angefühlt. Als wir die Startaufstellung verließen konnte ich sehen, wie Michael und Fernando kämpften, aber ich war in der Lage, von da an sofort wegzuziehen. Nach dem Safety Car und dem Boxenstopp hat das Auto immer noch gut funktioniert und so blieb dies auch während allen Abschnitten im Rennen."
"Es war immer mein Traum gewesen, für Ferrari zu fahren, und meinen ersten Sieg in der Formel 1 mit ihnen zu feiern machte diesen Tag sogar noch spezieller. Es ist ein wahnsinniger Traum, der für mich wahr geworden ist. Die Meisterschaft ist bei verbleibenden vier Rennen immer noch offen und beide Titel sind für uns erreichbar."

Ralf Schumacher
"Es war von Anfang an schwierig, von so weit hinten zu kommen und noch in die Punkte zu fahren. Das ist eine gute Leistung. Natürlich bestand auch die Gefahr, in der ersten Kurve in einen Startunfall verwickelt zu werden, was ja auch eingetreten ist. Es war chaotisch und leider ging dabei mein Frontflügel drauf. Ich verlor durch den Reparaturstopp Zeit, aber wenigstens konnten wir gleich nachtanken, so dass ich nur noch einmal an die Box kommen musste."

"Im ersten Stint hatte ich Untersteuern mit dem vielen Benzin, aber das wurde nach der Safety-Car-Phase besser und ich konnte aufholen. Nach dem zweiten Stopp war die Balance gut und ich konnte angreifen. Wir haben an diesem Wochenende wieder Potenzial gezeigt. Jetzt liegt es an uns, es einmal hinzubekommen und keine kleinen Probleme mehr zu haben, denn dann können wir auch bald auf das Podium fahren."

Jarno Trulli
"Das war ein schwierigen Nachmittag, der schon mit der Konfusion am Start begann. Die erste Kurve führt hier bergab und wird immer zu verräterischen Starts führen. Heute war einer davon, denn als ich von hinten angeschoben wurde, konnte ich es nicht vermeiden, das Auto vor mir zu berühren. Ich verlor Positionen und hatte dann einen schwierigen Stand. Im ersten Rennabschnitt lief es gut, aber dann kam das Safety-Car im falschen Moment."
"Das Auto vor mir bremste exzessiv ab, bevor das Feld wieder zusammen lag, und dadurch ging ein Teil meines herausgefahrenen Vorsprungs verloren. Das Hauptproblem war aber meine für das Rennen etwas zu konservative Reifenwahl. Gestern war ich zuversichtlich, denn ich wusste aus dem Training, dass die Reifen konstant sein würden, aber sie verhielten sich genau gleich wie im Qualifying. Da war einfach nicht mehr drin."

Mark Webber
"Es lief gut, bis das Safety Car kam, denn wir wollten lange fahren. Ich kam noch am Safety Car vorbei, ehe es auf die Strecke ging, und ging danach an die Box. Im folgenden Stint wurde es dann schwer, denn ich hatte viel Benzin dabei und vor allem hinten wenig Grip. Der letzte Stint war viel besser, aber da war es schon zu spät. Es ist enttäuschend, es nicht in die Punkte geschafft zu haben, aber die Umstände waren nicht einfach für uns."

Nico Rosberg
"Auf der einen Seite war es ein guter Tag für mich, denn ich hatte einen guten Start und konnte wegen der Unfälle einige Plätze gutmachen. Aber das Positivste heute war, dass das Auto sich gut anfühlte. Ich hatte im Gegensatz zu gestern das Vertrauen."
"Wir haben noch einige Dinge an der Elektronik geändert und das hat wirklich geholfen. Das Rennen hat Spaß gemacht und ich konnte angreifen, ohne über Fehler nachzudenken. Es war schön, dass unsere Pace gut war. Dennoch kam noch die Enttäuschung. Bei Halbzeit des Rennens erklärte mir mein Ingenieur, dass mein Wasserdruck kollabiert wäre. Es ist schade, nicht das Ziel erreicht zu haben."

Jenson Button
"Für das Team war es heute ein großartiges Rennen und es ist gut, beide Autos in den Punkten zu haben. Wir hatten einfach nicht die Pace der Ferrari oder von Fernando Alonso, aber wir wissen, wo wir schwächer sind und auf sie verlieren. Wenn wir das lösen, dann sind wir sehr konkurrenzfähig. Der letzte Stint war besonders stark. Wir hatten viel weniger Graining und ich wurde immer schneller. Das Ergebnis ist zwar nicht so gut wie beim Rennen davor, aber es war dennoch ein gutes Wochenende."

Rubens Barrichello
"Ich freue mich, dass wir heute beide Autos in die Punkte brachten. Wir hatten heute ein konkurrenzfähiges Auto, daher war es schade, dass mich jemand in der ersten Kurve neben die Strecke schubste. Ohne diesen Zwischenfall hätte ich weiter vorn fahren können. Wir hatten heute die Pace und den Willen, daher hat das Team das verdient. Es war schön, die Hymne Brasiliens nach dem Rennen für meinen guten Freund Felipe Massa zu hören. Ich gratuliere ihm zu seinem ersten Sieg."

Christian Klien

"Dies war eines der härtesten Rennen dieser Saison. Es war so heiß und Kurve acht ist eine solch lange Kurve, dass sie für den Nacken sehr hart ist. Ich habe jedoch bis zum Ende Druck gemacht."
"Das Auto funktionierte im ersten Abschnitt gut und ich hatte eine gute Balance, litt jedoch im zweiten Teil an Untersteuern. Im letzten Abschnitt war das Auto erneut ein wenig besser, aber wir waren heute nicht wirklich Teil des Rennens. Es ist frustrierend, als Zehnter ins Rennen zu gehen und es als Elfter zu beenden."

David Coulthard
"Dies war nicht das Ergebnis, das wir heute erzielen wollten. Die Balance des Autos war in Ordnung und verbesserte sich, nachdem wir den Frontflügel und den Reifendruck während des ersten Boxenstopps verbesserten."
"Wir waren in bestimmten Abschnitten im Rennen im Vergleich zu den Autos um uns herum konkurrenzfähig und gegen Ende des Rennens lief ich auf Webber auf. Ich dachte, dass ich ihn überholen könnte, aber ich musste wegen eines Getriebe-Problems aufgeben."

Robert Kubica
"Mein Start war recht gut, aber in der ersten Kurve musste ich gemeinsam mit Barrichello einen Bogen um Fisichellas Dreher machen und habe dabei einige Plätze verloren. Danach konnte ich ein paar Fahrer überholen, aber als das Safety Car auf die Strecke fuhr, haben wir Reifen gewechselt."
"Der erste und der zweite Stint waren nicht allzu schlecht, obwohl die Reifen zu stark gekörnt haben. Im letzten Stint hatte ich dann schon in der ersten Runde Graining, die Rundenzeiten waren viel zu schlecht. Es war unsere WahI, und es hat nicht funktioniert. Aber sobald die Reifen richtig arbeiteten, war es okay. Ich hatte ein paar gute Kämpfe, und das war für mein zweites Formel-1-Rennen in Ordnung."

Nick Heidfeld
"Ich hatte einen super Start. Gerade im direkten Vergleich zu Fisichella, und die Renault sind diesbezüglich ja gut. Auch die erste Kurve hatte ich innen gut erwischt, aber dann hat sich Fisichella um seine eigene Achse gedreht und mich mit seiner Front getroffen. Danach hat der Flügel unter meinem Auto geklemmt."
"Ich hatte entsprechend keinen Grip in der ersten Runde, und dabei wurde auch der Unterboden beschädigt. Der rechte Hinterreifen wiederum hat Schäden am Heckflügel verursacht. Die Balance war ruiniert, ich hatte keinen Grip mehr."

Tiago Monteiro
"Dies ist eine der frustrierenden Situationen für alle: die Mechaniker, die Ingenieure und mich selbst. Es ist wohl das Übelste, was passieren kann, denn wir haben alle das ganze Wochenende so hart gearbeitet, um dann in der ersten Kurve rausgeboxt zu werden."
"Noch schlimmer ist die Tatsache, dass ich denke, dass wir auf der richtigen Strategie für das Rennen waren, wir fuhren auf den harten Reifen, was gut hätte funktionieren können, da es extrem heiß war. Es hätte wirklich ein gutes Rennen werden können."
"Leider wurde ich in einen Rennunfall verwickelt. Jeder versuchte einem Auto auszuweichen, das sich gedreht hatte, und ich denke, dass eines der hinteren Autos in mich lenkte, als ich versuchte, einem anderen Auto auszuweichen. Es passierte so schnell, dass ich keine Zeit hatte, zu reagieren. Er traf mein Rad und meinen Kühler, das war es dann."
"Nichtsdestotrotz freue ich mich auf den Monza-Test in der kommenden Woche. Unsere Leistung macht Fortschritte und wir haben eine Menge Teile, die wir testen können, wir müssen das also abhaken und hart arbeiten, denn es sind noch vier Rennen zu fahren."

Christijan Albers
"Dies hätte für uns ein sehr gutes Rennen werden können. Wir haben gestern eine starke Qualifying-Leistung gezeigt und unser Speed im Rennen hat es uns erlaubt, um Positionen zu kämpfen. Ich kann nun definitiv sagen, wo wir Boden auf die anderen gut machen und wo wir Zeit verlieren, daran müssen wir also arbeiten."
"Alles in allem denke ich, dass dies sehr positiv war, da wir auf die Autos vor uns aufholen. Es ist einfach nur schade, dass wir bei dem zweiten Boxenstopp einen Fehler gemacht haben. Am Ende machte ich jedoch einen Fahrfehler. Ich kam etwas zu weit raus und berührte das Gras, was dazu führte, dass ich ziemlich hart in die Streckenbegrenzung krachte. Meine Schulter schmerzt ein bisschen, aber abgesehen davon bin ich in Ordnung."

Vitantonio Liuzzi
"Ich hatte einen guten Start, aber dann hatte ich nicht die Pace, um mit den Topleuten mitzuhalten. Das Auto wurde immer langsamer und in Runde zwölf blockierte die Hinterachse am Scheitel von Kurve eins, so dass ich den Dreher nicht mehr vermeiden konnte. Das war mein Ende, weil dabei der Motor ausging. Wir müssen die Daten anschauen, um den Zwischenfall genau zu analysieren, aber ich freue mich schon auf mein Heimrennen in Monza."

Scott Speed
"Keine Ahnung, was in der ersten Runde passiert ist, aber die Strecke war total blockiert. Ich verlor den Flügel und kam an die Boxen, aber dank des Safety-Cars konnte ich wieder zum Feld aufschließen. Natürlich war da kein gutes Resultat mehr möglich, weil ich ja einmal zusätzlich an die Box kommen musste, aber zumindest sammelte ich wieder wertvolle Rennerfahrung, weil ich heute ein paar wirklich gute Zweikämpfe hatte."

Takuma Sato
"Das war wieder ein herausforderndes Wochenende für das Team. Wir wussten, dass die Entscheidung, die neue Aufhängung schon hier einzusetzen, dazu führen würde, dass wir vor dem Qualifying und dem Rennen nur wenig fahren könnten. Aber wenn man unsere Chassisprobleme von gestern bedenkt, dann haben wir das an diesem Wochenende gut geschafft."
"Beim Start des Rennens überholte ich mindestens zwei Autos in der ersten Kurve. Leider traf mich jemand von hinten, das Chassis und die Reifen bekamen einige Schäden ab und ich musste zurück in die Box. Nach einigen Runden konnte ich wieder raus, die Mechaniker haben toll gearbeitet. Aber leider war nicht alles repariert, ich hatte einige Probleme. Aber wir konnten immerhin Daten mit der neuen Aufhängung sammeln. In der kommenden Woche werden wir in Monza testen und hoffentlich haben wir dann auch ein gutes Rennen dort."

Sakon Yamamoto
"Ich bin enttäuscht, weil ich das Rennen nicht beenden konnte, dabei wollte ich das unbedingt. Nach einem guten Start konnte ich dem Zwischenfall in Kurve eins entkommen. Ich machte einige Plätze gut und griff an. Ich hatte schöne Zweikämpfe mit den Autos von Midland und Toro Rosso. Leider drehte ich mich wenig später und der Motor starb ab. Wir werden nun in Monza testen, um den SA06 zu verbessern. Da ich bisher noch kein Rennen beenden konnte, mochte ich das beim Italien-Grand-Prix nachholen."