Fernando Alonso
Giancarlo
Fisichella
"Beide Renault hatten heute das gleiche Problem mit den Reifen, die
Blasen geworfen haben und bei mir kam das im zweiten Stint. Nach nur
wenigen Runden wurde das Auto unfahrbar. Wir müssen jetzt alles
untersuchen um herauszufinden, warum das so war, aber wir haben heute
auch einige Michelin-Autos gesehen, die schneller waren als wir und wir
hatten das ganze Wochenende einfach zu wenig Leistung. Das Positive
ist, dass wir zuverlässig waren, beide Autos ins Ziel gebracht
haben und, an einem für uns schwierigen Wochenende, Punkte holen
konnten. Jetzt müssen nach vorne, nach Budapest schauen. Am
Freitag fängt alles von neuem an und wir hoffen, dass wir da um
das Podium mitkämpfen können."
Pedro de la
Rosa
"Es ist wirklich schade, dass mein Rennen so plötzlich zu Ende
war, besonders, nachdem ich so einen guten Start hatte und zwei
Plätze gutmachen konnte. Das Auto war wirklich schnell und war
leicht zu fahren. Ich habe auf die Renault aufgeholt, als ich durch
eine defekte Benzinpumpe ganz plötzlich an Leistung verlor und zur
Seite fahren musste. Auch, wenn ich enttäuscht bin, solche Dinge
passieren nun mal und jetzt freue ich mich nur auf das Rennen
nächstes Wochenende in Ungarn, wo wir die Konkurrenzfähigkeit
des Autos hoffentlich besser demonstrieren können."
Michael
Schumacher
"Großartig! Mit fehlen die richtigen Worte um das Paket aus Auto,
Motor und Bridgestone-Reifen zu beschreiben und auch die Vorstellung
des gesamten Teams. Wir haben bei dem Test in Paul Ricard letzte Woche
hart gearbeitet und ich bin sehr glücklich, dass das heute
Früchte getragen hat. Ich möchte Felipe gratulieren, der ein
tolles Rennen gefahren ist. Es war sehr wichtig, zu diesem Zeitpunkt in
der Saison einige Punkte auf unsere Hauptkonkurrenten gutzumachen. Ich
hatte das ganze Wochenende keinerlei Probleme und ich muss sagen, hier
vor meinem Heimpublikum zu gewinnen, macht das zu einem ganz besonderen
Sieg. Es hat sich schon heute früh, während der Fahrerparade,
toll angefühlt, die ganze Unterstützung, die ich von der
Menge bekam, zu spüren und ich bin glücklich, dass ich ihnen
mit diesem Sieg etwas zurückgeben konnte. Der Kampf um beide Titel
ist jetzt wieder völlig offen. Es kommen noch sechs Rennen und es
gibt noch Raum, anzugreifen und die, die vor uns liegen unter Druck zu
setzen. Ich bin zuversichtlich und freue mich auf die nächsten
Rennen."
Felipe Massa
"Wir haben heute einen noch besseren Job gemacht, als wir erwartet
hatten. Ich habe gestern Vormittag erkannt, dass wir für das
Rennen eine wirklich gute Pace hatten, besonders mein Speed auf
gebrauchten Reifen war erstaunlich. Ich war daher überzeugt, dass
wir für das Rennen ein noch besseres Auto haben würden. So
war das dann auch. Nach einem guten Start und einem guten ersten
Boxenstopp sah ich, dass ich eine große Lücke auf meine
Verfolger hatte und habe mich dann darauf konzentriert, das Auto zu
schonen und es nach Hause zu bringen. Ich bin ein intelligentes Rennen
gefahren, was für das Team in dieser Phase der Saison wichtig war,
wenn man unsere Ziele in beiden Meisterschaften bedenkt. Jetzt ist es
für uns wichtig, mit dem gleichen Schwung und der gleichen
Konzentration bis zum Ende der Meisterschaft weiterzumachen. Ich hoffe,
dass wir diese Vorstellung in einer Woche in Budapest wiederholen
können."
Ralf
Schumacher
"Das war ein sehr enttäuschendes Wochenende für uns, denn wir
hätten ein viel besseres Ergebnis erzielen können. Der Start
war recht schwierig und dann hatte ich in der dritten Kurve noch diese
unglückliche Kollision mit David Coulthard. Die Räder haben
blockiert und ich konnte ihm nicht mehr ausweichen. Das sind normale
Rennunfälle und können passieren. Das Ergebnis ist schade
für das Team, das so hart gearbeitet hat um uns nach vorne zu
bringen. Ich bin aber sicher, dass wir, wenn wir unsere
ursprüngliche Strategie hätten beibehalten können, aufs
Podium hätten fahren können. Wie man an Jarnos Vorstellung
sehen kann, haben wir gezeigt, dass das durchaus möglich ist. Ich
freue mich auf Ungarn um da einiges besser zu machen."
Jarno Trulli
"Wie immer bringt der Grand Prix von Deutschland unerwartete Ergebnisse
und dieses Wochenende ist nicht so gelaufen, wie wir gehofft hatten. Es
ist sehr schade, dass wir uns gestern nicht besser qualifizieren
konnten. Aber, auch wenn ich von ganz hinten gestartet bin, können
wir mit der Leistung des Autos und dem phantastischen Ergebnis sehr
zufrieden sein. Ich hatte einen unglaublichen Start und konnte jede
Menge Autos überholen, was das Rennen für mich sehr aufregend
gemacht hat. Unsere Pace im Rennen war sehr schnell und die Resultate
sind sehr ermutigend. Ich schulde dem Team großen Dank, denn das
Auto war sehr konkurrenzfähig und ich denke, wir haben ein
riesiges Potential um bei den kommenden Rennen zurückzuschlagen."
Mark Webber
"Es war ein vielversprechendes Rennen, aber ein enttäuschendes
Ende. Ich hatte einen wirklich guten Start und bin in der ersten Runde
vom elften auf den sechsten Platz nach vorne gekommen und der Stint
verlief gut. Ich hatte einen großartigen Kampf mit Rubens, der
mich dann schließlich überholt hat, ich wusste aber, dass er
leichter war und vor mir stoppen würde. Nach dem ersten Boxenstopp
habe ich Fisichella auf der Strecke überholt und war bis zum
zweiten Stopp am Limit. Dann fing alles an, schief zu gehen - das Auto
hat etwas an Balance verloren und dann, plötzlich, hat auch der
Motor sehr schnell an Leistung verloren. Es scheint so. als ob wir ein
Wasserleck hatten, was natürlich tödlich für den Motor
ist und acht Runden vor Schluss war alles vorbei."
Nico Rosberg
"Es war sehr enttäuschend, nicht das ganze Rennen fahren zu
können, denn es sah aus, als hätte es viel Spaß
gemacht, hier heute vor dem Heimpublikum zu fahren. Das Auto war den
größten Teil des Wochenendes gut und ich wollte so schnell
wie möglich nach vorne kommen. Ich habe im Motodrom das Heck
verloren, habe aber keine Anzeichen dafür gemerkt - ich habe wohl
übertrieben, weil ich in der ersten Runde schon zu viel wollte.
Mark hatte heute ein tolles Rennen und hätte es verdient gehabt,
einige Punkte zu machen, aber zumindest scheinen wir bei der Pace
wieder die Kurve zu kriegen. Ich werde den heutigen Tag schnell hinter
mir lassen, da wir schon nächstes Wochenende in Ungarn fahren."
Jenson Button
"Ich hatte heute ein tolles Rennen und die ersten beiden Stints haben
wirklich Spaß gemacht. Am Start beide Renault zu überholen
und dann während des Rennens Kimi war ein tolles Gefühl und
ich hatte viel Spaß da draußen. Der letzte Stint war
wirklich hart, weil der linke Vorderreifen sehr gekörnt und der
links hinten blockiert hat und ich konnte mich gegen
Räikkönen einfach nicht mehr wehren. Ich bin aber trotzdem
sehr zufrieden. Wir haben hier definitiv einen Schritt nach vorne
gemacht und wir waren das ganze Wochenende stark, aber wir müssen
das auch nach Ungarn mitnehmen, was ein hartes Stück Arbeit sein
wird. Es sieht aber so aus, als sollten wir wieder auf dem richtigen
Weg sein."
Rubens
Barrichello
"Wir haben hier dieses Wochenende gute Fortschritte gemacht und daher
ist es für mich sehr enttäuschend, dass der gute Start durch
einen Motorschaden zunichte gemacht wurde. In den ersten Runden lief
das Auto gut und mit der Strategie und der Pace bei Longruns glaube
ich, hätten wir heute ein gutes Ergebnis erzielen können.
Kurz nach meinem ersten Boxenstopp fing der Motor Feuer und durch das
Öl auf den Reifen habe ich mich gedreht und das war das Ende
meines Rennens. Jetzt hoffe ich nur, dass wir diese Fortschritte nach
Ungarn mitnehmen können, denn alle haben sehr hart gearbeitet um
diesen Schritt nach vorne machen zu können."
David
Coulthard
"Ich bin als Zehnter gestartet und als Elfter ins Ziel gekommen. Mehr
habe ich dazu nicht zu sagen."
Christian
Klien
"Ich bin wirklich glücklich! Das ist der zweite Punkt, den ich
diese Saison holen konnte, den ersten in Bahrain, daher musste ich
lange warten. Ich hatte viel Pech und schlechte Rennen, aber jetzt
haben wir endlich wieder einen Punkt geholt. Der Start war wirklich
gut. Ich habe in der ersten Kurve eine Position gutgemacht und in der
Haarnadelkurve, wo David und Ralf ein Kampf hatten und ineinander
reingefahren sind, noch mal zwei. Die Pace des Autos war gut. Wir
hatten aufgrund von Untersteuern und, weil die Vorderreifen
gekörnt habe, etwas zu kämpfen, die Pace von Barrichello und
Webber im ersten Stint mitzugehen, aber die Boxenstopps haben gut
funktioniert und ich hatte für die nächsten beiden Stints
etwas mehr Flügel. Wir haben heute einhundert Prozent gegeben und
auch das Ergebnis geschafft."
Nick Heidfeld
"Mein Start war durchschnittlich. In der zweiten Kurve konnte ich
einige Autos außen überholen, darunter auch Jacques. Ich
habe sehr spät gebremst, die Kurve aber trotzdem noch gut
erwischt. Dann habe ich einen Schlag hinten rechts gespürt. Danach
war der rechte Hinterreifen platt. Ich bin zum Wechseln gefahren.
Allerdings hatte die Bremse auch was abbekommen. Das Pedal wurde immer
länger. Es war zu gefährlich, weiterzufahren. Hinterher habe
ich erfahren, dass Jacques und ich uns berührt haben. Das ist
natürlich sehr unglücklich."
Jacques
Villeneuve
"Der Einschlag war ziemlich hart. Nachdem wir die Fahrzeugnase am Ende
der ersten Runde gewechselt hatten, hat das Auto stark
übersteuert. Ich stand ständig quer. Letztlich habe ich unter
diesen Umständen zu viel probiert, und es hat mich erwischt. Ein
paar Sekunden vor dem Unfall fuhr ich am Kurveneingang sehr quer. Dann
hatte ich wieder Grip und schoss geradeaus."
Tiago
Monteiro
"Das war ein schwieriges Wochenende für mich. Christijan und ich
waren auf unterschiedlichen Reifen unterwegs, was ein Risiko darstellen
kann und am Ende war es die falsche Wahl, leider. Das war der
Hauptpunkt des Rennens. Ich konnte mit jedem neuen Satz zwei oder drei
gute Runden fahren und dann ließ die Leistung einfach nach. Die
Balance war eigentlich recht gut, ich hatte nur zu wenig Grip. Das
passiert aber eben ab und zu - man zockt und setzt auf Risiko. Die
Jungs haben aber einen guten Job gemacht und mir ein gut
ausbalanciertes Auto gegeben, das mich ins Ziel gebracht hat und
dafür haben sie Lob verdient. Das war mit Sicherheit keine gute
Strecke für uns, denn man muss hier hart bremsen und gut
beschleunigen, was bei uns noch ein Schwachpunkt ist. Strecken wie
Ungarn sollten für unser Auto viel besser sein und ich freue mich
darauf."
Christijan
Albers
"Ich denke, wir hatten ein ganz gutes
Ergebnis. Wir waren den Toro Rosso gegenüber konkurrenzfähig
und ich hatte einen schönen Kampf mit Speed. Manchmal hat er mir
die Tür zugemacht und ich musste vom Gas gehen, um einen Unfall zu
vermeiden, als ich ihn aber überholt habe, war ich recht
glücklich, denn es ist schön zu sehen, dass wir Boden auf sie
gutgemacht haben - es ist schön in Wettbewerb zu sein. Es ist nur
schade, dass ich neun oder zehn Runden vor Schluss anfing, Leistung zu
verlieren. Wir müssen das Problem jetzt analysieren und
sicherstellen, dass es nicht mehr vorkommt, denn das hat uns einen
Platz gekostet."
Vitantonio
Liuzzi
"Das war ein cooles Rennen! In der ersten Runde war ich richtig
heiß! Für das Team ist es ein gutes Ergebnis, von ganz
hinten als Zehnter und Zwölfter ins Ziel gekommen zu sein. Es hat
Spaß gemacht, mit Jarno, Ralf und David zu kämpfen. Es war
schwierig, sie hinter mir zu halten, da sie schneller waren. Es ist
schade, dass ich am Ende nicht schnell genug war, um die beiden Toyota
hinter mir zu halten. Es wäre eine großartige
Möglichkeit für Punkte gewesen, aber wir haben dazu einfach
nicht die Leistung."
Scott Speed
"Die Mechaniker haben unglaubliche Arbeit geleistet, um mein Auto nach
meinem Crash im Qualifying zu reparieren. Ein großes
Dankeschön an alle im Team. Wir haben das Setup des Autos für
den Start drastisch überarbeitet, hatten viel zu viel
Frontflügel und es war eine Herausforderung, das Auto auf der
Strecke zu halten. Das haben wir beim Stopp behoben und im mittleren
Stint war es noch etwas zu viel, aber gegen Ende wurde es besser. Ganz
am Anfang habe ich auf David, Trulli und Tonio aufgeholt, aber ich
hatte ziemlich bald heftiges Übersteuern, das war's dann. Ich
hatte in der Anfangsphase auch ein Problem mit der Bremsbalance, was
den ersten und zweiten Stint etwas beeinträchtigt hat, als wir das
aber in den Griff bekamen, konnte ich Albers wieder überholen."
Takuma Sato
"Das Debüt des SA06 in Deutschland war positiv und das Auto hat
gestern im Qualifying sehr gut funktioniert. Wir hatten heute, was die
Pace im Rennen betrifft, etwas mehr erwartet und sind etwas
enttäuscht, aber es ist ein großer Schritt vom SA05 und da
wird mit der Zeit noch mehr kommen. Es war aufregend, mit den Midland
mitzufahren und im zweiten Stint war ich immer noch vor ihnen. Am Ende
hatte ich ein Problem mit dem Getriebeöl und musste aufgeben. Da
es aber ein neues Auto ist, ist es nicht sehr überraschend, dass
wir irgendein Problem hatten. Obwohl das heute offensichtlich ein
enttäuschendes Rennen war, war es alles in allem ein gutes
Wochenende für uns, nicht einfach, aber definitiv ein gutes
Wochenende."
Sakon
Yamamoto
"Ich bin enttäuscht, dass ich hier heute kein Rennen fahren konnte
und nur eine Runde geschafft habe. Auf der positiven Seite kann man
aber sagen, dass wir heute weitere Daten über den SA06 sammeln
konnten, diese werden wir jetzt bevor wir in Ungarn ankommen, studieren
werden. Der SA06 ist einfacher zu fahren als der SA05 und ich hoffe,
dass ich mich weiter daran gewöhnen kann und für das Rennen
in Ungarn nächste Woche mehr darüber lernen kann."