Stimmen nach dem Rennen

Fernando Alonso
"Das war ein langes und hartes Rennen unter schwierigen Umständen, aber mit einem perfekten Resultat. Wir gingen mit zwei möglichen Strategien in das Rennen, und als wir sahen, dass Ferrari dreimal hereinkommen würde, war uns klar, dass wir sie auf der Strecke kaum überholen können. Also verließen wir uns auf die konstanten Reifen und stellten auf zwei Stopps um. Die Balance war durchweg gut, so dass ich alles geben konnte, um nach dem zweiten Stopp vor Felipe auf die Strecke zu kommen."

"Ausgehend von meiner Startposition war der zweite Platz heute das maximal Mögliche, denn wir müssen einsehen, dass Michael an diesem Wochenende schneller war - genau wie in Imola und am Nürburgring. Damals dachten alle, dass Michael nach zwei Siegen alle restlichen Rennen gewinnen würde, aber wir kamen stark zurück. Ich hoffe, dass uns das in zwei Wochen in Hockenheim wieder gelingen wird."

Giancarlo Fisichella
"Das war kein großartiges Rennen für mich, um ehrlich zu sein. Das Auto wurde während des Rennens immer unfahrbarer, und durch Graining konnte ich im zweiten Stint keinen Vorsprung auf Ralf aufbauen. Im Schlussabschnitte hatte ich wieder viele Probleme."

"Wir müssen analysieren, was da los war, und das Positive mitnehmen: Ich bin in den Punkten, bin weiterhin Dritter in der Weltmeisterschaft und habe ein zweites Rennen ohne Probleme mit der C-Spezifikation unseres Motors hinter uns. Ich gehe optimistisch in die nächsten Rennen und bin zuversichtlich, dass wir unseren Vorteil beibehalten werden."

Kimi Raikkönen
"Ein enttäuschendes Rennen, denn das Auto lief wirklich gut. Wir sind nicht schnell genug, um zu gewinnen, aber ich habe einige Zehntel beim zweiten Boxenstopp verloren, die mich heute den vierten Platz kosteten. Wir hätten heute besser abschneiden können. Das Auto wird stetig besser und wir haben für den nächsten Test weitere Verbesserungen. Daher freuen wir uns auf das Rennen in zwei Wochen in Hockenheim, wo wir vor dem Heimpublikum von Mercedes-Benz hoffentlich besser abschneiden werden."

Pedro de la Rosa
"Das Auto war heute schnell genug, es fühlte sich gut an. Ich hätte heute mehr Punkte holen können, wenn ich am Start nicht eine Position an Mark Webber verloren hätte. Ich habe im ersten Stint viel Zeit dabei verloren, zu versuchen, an ihm vorbei zu gehen. Als ich ihn dann letztlich beim Boxenstopp schnappte, lag ich inmitten des Verkehrs."
"Als Folge lag ich nach der ersten Runde der Boxenstopps schon 20 Sekunden hinter Ralf Schumacher. Da war es schwierig, meine Position noch zu verbessern. Aber ich habe das Rennen genossen und ich bin froh, einige Punkte für das Team geholt zu haben. Zudem fuhr ich die schnellste Rennrunde der Michelin-Piloten."

Michael Schumacher
"Dies ist ein fantastisches Ergebnis, auch wenn es um ehrlich zu sein ein unerwartetes ist. Wir wussten nicht, wie sich das Rennen entwickeln würde, besonders deshalb, da wir in den Tagen zuvor nicht in der Lage gewesen waren, viele Longruns zu fahren. Für diese zehn Punkte möchte ich mich bei den großartigen Jungs im Team und unseren außergewöhnlichen technischen Partnern, allen voran Bridgestone, bedanken."

"Das gesamte Paket aus Auto, Reifen und Motor war heute exzellent. Ich hatte einen guten Start und von da an konnte ich mein eigenes Rennen fahren. Nun müssen wir diesen Schwung mitnehmen. Die Meisterschaft ist bei weitem noch nicht zu Ende und diese zwei Punkte, die wir auf unsere Hauptrivalen gutgemacht haben, sind sehr wichtig. Ich hoffe, dass wir bald mehr Boden gutmachen können."

Felipe Massa
"Ich denke, dass dies ein sehr gutes Ergebnis für uns war, auch wenn ich natürlich gerne den zweiten Platz behalten hätte. Ich war auf einer Drei-Boxenstopp-Strategie und Fernando wechselte auf ein Zwei-Boxenstopp-Rennen. Dies bedeutete, dass ich nicht in der Lage war, mit ihm auf der Strecke zu kämpfen."

"Zudem kam ich in meinem zweiten und dritten Rennabschnitt in eine Menge Verkehr und dies hat dann unsere Strategie zunichte gemacht und mich den zweiten Platz gekostet. Aber alles in allem bedeutet es, 16 Punkte im Sack zu haben, dass wir in beiden Meisterschaften auf unsere Gegner ein wenig Boden gutgemacht haben. Der 248 F1 und die Bridgestone-Reifen arbeiteten besser als ich erwartet hatte, möglicherweise wegen des zusätzlichen Gummis, der ständig auf die Strecke gelegt wurde."

Ralf Schumacher
"Wir können zufrieden sein. Schade, dass wir beim ersten Stopp dieses Problem mit der Radmutter hatten, denn sonst wären wir vielleicht auf das Podium gekommen. So etwas passiert aber nun einmal. Schade auch, dass Jarno Schwierigkeiten hatte, aber abgesehen davon war es ein gutes Wochenende. Schon seit dem Freitagstraining machte das Auto einen starken Eindruck."

"Das Rennen war sehr gut für uns, denn das Auto war schnell und die Bridgestone-Reifen sehr konkurrenzfähig. Unsere Reifen hatten das ganze Wochenende hindurch einen Vorteil - und wir entschieden uns auch für die härtere Mischung, wodurch wir im Rennen auf eine Zweistoppstrategie setzen konnten. Unser Paket wird von Rennen zu Rennen besser, daher freue ich mich jetzt auf einen starken Rest der Saison."

Jarno Trulli
"Das war sehr schade, denn im ersten Stint lief es wirklich gut. Das Auto war schnell und die Bridgestone-Reifen waren großartig. Weil ich auf zwei Stopps war, die Autos vor mir aber auf drei, war ich zuversichtlich, auf dem Podium landen zu können. Leider spürte ich nach dem ersten Stopp einen Leistungseinbruch des Motors. Danach wurde das Bremspedal immer länger, so dass es zu gefährlich gewesen wäre, im Rennen zu bleiben."

"Wieder einmal Pech, die Liste wird länger. Ich hatte schon gute Rennen, aber mit den Punkten will es nicht recht klappen. Man kann dem Team nicht die Schuld geben, denn das gleiche Problem tritt nie zweimal auf. Unser Auto war hier großartig - trotz aller Schwierigkeiten. Wir sind im Aufwärtstrend. Schritt für Schritt kommen wir dem Licht am Ende des Tunnels näher."

Nico Rosberg
"Es war für mich heute ein sehr harter Tag, zunächst einmal deswegen, da ich von hinten im Feld losfuhr und aufgrund der Tatsache, dass das Auto sehr schwierig zu fahren war. Ich fuhr eine Qualifying-Runde nach der anderen und ich war die ganze Zeit über am Limit, aber ich konnte einfach nicht schneller fahren."

"Wir kämpften mit den Reifen und ich hatte zudem Pech mit den Boxenstopps. Als wir uns entschieden, das erste Mal zu stoppen, hielt Button genau vor mir und ich verlor dort etwas Zeit. Wir haben gestern im Qualifying ein paar Fortschritte gezeigt, es ist aus diesem Grund schade, dass das Rennen so verlaufen ist. Ich freue mich nun auf Hockenheim, meinem Heimrennen, in zwei Wochen."

Mark Webber
"Natürlich bin ich wahnsinnig enttäuscht, denn wir hätten hier heute einen Punkt holen können. Ich gab alles, um mit den schnelleren Jungs mithalten zu können, aber wir hatten ein Hitzeproblem mit der Innenseite der Reifen und dann wurde aufgrund des Reifenschadens die Aerodynamik beeinflusst. Wir machen es uns im Moment selbst sehr schwer, alle arbeiten so hart, wir können das jedoch nicht zeigen."

Jenson Button
"Mit dem Paket, das wir an diesem Wochenende hatten, machten wir heute einen guten Job. Es lief definitiv besser als im Qualifying, denn ich war schon Elfter und holte auf Scott Speed vor mir auf. Ich denke, ich hätte ihn geknackt. Als ich dann auf die Gegengerade kam, spürte ich auf einmal einen Leistungsverlust, und beim Schalten ging die Leistung ganz flöten. Wir müssen jetzt die Daten anschauen, um das Problem genau zu lokalisieren."

"Wirklich frustrierend, denn wir hatten Probleme im ersten Stint, aber im zweiten und dritten lief es nach den Boxenstopps viel besser. Das Auto fühlte sich gut an und die Balance war auch da, aber es fehlt uns an Speed. Das kommt vom Motor und vom Abtrieb, denn diese beiden Dinge fehlen uns - genau wie auch Zuverlässigkeit. Das ist enorm frustrierend, zumal das ganze Team an diesem Wochenende so hart gearbeitet hat."

Rubens Barrichello
"Wir hofften auf eine bessere Pace, aber das ganze Wochenende lief nicht wie geplant. Ich bin sehr traurig, glaube aber an dieses Team. Wir werden reagieren. Ich bin sehr konzentriert und motiviert und glaube, dass wir die Kurve kratzen können. Wir müssen jetzt auf dem Boden bleiben, die Motivation aufrechterhalten und hart an uns arbeiten."

David Coulthard
"Das war so ziemlich das schlechteste Ergebnis, das wir bekommen konnten, wenn man bedenkt, dass wir auch Neunter in der Startaufstellung waren. Das ist sehr enttäuschend. Wir sind momentan nur die Geier des Fahrerlagers, die nur die Punkte aufsammeln, wenn andere ausfallen. Das Fahren an diesem Wochenende hat Spaß gemacht, als Team kann man immer etwas lernen. Aber wir verstehen das langsam, es sind ja auch viele neue Leute dabei. In der Boxengasse werden wir zu einem der bestorganisierten Teams. Aber das bringt auch nichts, wenn man nicht schnell genug für Punkte ist."

Christian Klien
"Ich hatte beim Start ein Problem, die Drehzahl fiel ab und ich habe zwei oder drei Plätze verloren, was wirklich enttäuschend war. Das Rennen war bei diesen Bedingungen sehr schwierig. Meine Hinterreifen bauten stark ab und ich konnte nicht im Windschatten der anderen fahren, weil meine Fahrzeugtemperatur schon etwas zu hoch war. Gegen Ende fühlte sich das Auto besser an, ich konnte fünf oder sechs Sekunden auf den BMW Sauber F1.06 vor mit gutmachen, aber es war insgesamt ein enttäuschendes Wochenende. Es ist schade, dass wir hier keine Punkte holen konnten."

Nick Heidfeld
"Mein Auto war okay, ich habe einen Punkt geholt, mehr war heute nicht drin. Mein Start war ausnahmsweise nur durchschnittlich. Ich habe keinen Platz gewonnen, aber auch keinen verloren. In der ersten Runde habe ich David Coulthard in der Haarnadelkurve überholt. Das war wichtig. Im Ziel war er nur ein paar Sekunden hinter mir. Insgesamt verlief mein Rennen recht problemlos, ich blieb auch kaum im Verkehr stecken. Allerdings wurden mir zu Unrecht blaue Flaggen gezeigt, als Pedro de la Rosa hinter mir war."

Jacques Villeneuve
"Die Anfangsphase war aufregend, und ich musste Rubens Barrichello unbedingt überholen. Danach wurde das Rennen ziemlich langweilig. Das Auto lief sehr gut. Nach den Boxenstopps musste ich die Reifen immer erst ein paar Runden lang einfahren, vor dem nächsten Wechsel waren sie dann wieder schnell. Es war die richtige Reifenwahl. Wir dachten, unsere Entscheidung sei vielleicht zu risikoreich. Aber es kam, wie wir erwartet hatten: Je mehr Gummi auf der Strecke lag, desto besser haben die Reifen gepasst. Mein einziges Problem hier in Magny-Cours war das Qualifying."

Tiago Monteiro
"Es war ein hartes, hartes Wochenende, um es gelinde auszudrücken. Ich kämpfte damit, das richtige Setup für mein Auto zu finden, und auch wenn wir alles ausprobierten, war es eines jener Wochenenden, an denen wir einfach die Balance nicht auf die Reihe bekommen haben."
"Meine Ingenieure kennen mich sehr gut und wir finden für gewöhnlich Lösungen für diese Probleme, aber aus irgendeinem Grund konnten wir sie dieses Mal nicht aus der Welt schaffen. Ich nehme an, dass dies ein Sport ist, manchmal läuft es ebenso.""Leider wurde ich am Start des Rennens eingequetscht und von zwei Autos überholt, ich hing aus diesem Grund ein paar Runden hinter Montagny fest. Ich kämpfte darum, ihn zu überholen, und dann passierte plötzlich etwas am Heck des Autos. Ich habe keine Ahnung was es war, aber das Auto brach plötzlich komplett am Eingang der ersten Hochgeschwindigkeits-Schikane aus und ich flog ganz schön heftig über den Randstandpunk. Das war es dann. Ich verlor Hydraulik-Druck und das Auto starb ab. Nun haben wir einen Test in Jerez und wir werden hart arbeiten müssen, um das Setup zu verbessern und uns auf Hockenheim vorzubereiten."

Christijan Albers
"Wir hatten nach dem ersten Boxenstopp ein paar Probleme, die mich daran hinderten, das Getriebe sauber zu nutzen. Ich verlor den ersten Gang und hatte Probleme damit, in andere Gänge zu schalten, was mich jede Menge Leistung gekostet hat."

"Das war wirklich Pech, denn ich denke, dass unsere Leistung bis zu diesem Punkt ziemlich gut war. Meiner Meinung nach hätte ich sogar Rosberg überholen können, wäre dieses Problem nicht aufgetreten, denn ich hatte den dazu notwendigen Speed. Dennoch verlor ich trotz dieses Problems nicht allzu viel an Boden. Wir müssen uns dies nun anschauen, um sicherzustellen, dass dies nicht noch einmal auftritt."

Scott Speed
"Das war das härteste Rennen, das ich jemals gefahren bin, denn ich hatte das gesamte Rennen über Schmerzen. In der ersten Runde hatte ich einen schönen Zweikampf mit Rubens. Das war cool, ein schöner Kampf. Nach dem ersten Stopp hatte ich so starke Schmerzen, dass es schwer war, mich zu konzentrieren."

"Ich kam daher sogar von der Strecke ab, denn ich konnte mich nicht mehr gleichzeitig auf das Fahren, Bremsen, Einstellen der Traktionskontrolle und die Schmerzen konzentrieren. Aber unser Tempo war gut, das Auto hat gut funktioniert, wir haben da einen guten Job gemacht."

Vitantonio Liuzzi
"Es war natürlich nicht die beste Art und Weise, das Rennen von ganz hinten zu starten. Auf dieser Strecke gibt es einfach nicht viele Chancen zum Überholen. Ich denke nicht, dass uns ein V10 hier geholfen hat. Aber das Auto und auch die Reifen funktionierten gut."

Franck Montagny
"Nun, aus meinem Standpunkt aus gesehen ist dies ein gutes Ergebnis, denn ich habe das Rennen beendet. Ich hatte einen guten Start und konnte mit den anderen kämpfen. Ich kürzte in der Schikane nur deswegen ab, da ich durch Monteiro überholt wurde und ich die Schikane nicht mehr schaffen konnte."

"In Bezug auf die Tatsache, dass ich in der Lage war, mit den anderen Autos zu kämpfen, war es ein guter Start. Danach versuchte ich einfach, mich auf die Reifen und das Auto zu konzentrieren, mein Maximum zu geben und zu schauen, wie es läuft. Und wir haben das Rennen beendet."

"Das Team und die Ingenieure haben dieses Wochenende gut gearbeitet und ich möchte mich beim Team und Aguri Suzuki dafür bedanken, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, für sie zu fahren."

Takuma Sato
"Natürlich möchte ich mich beim SA05 herzlich bedanken! Das Auto hat seit dem Beginn der Saison großartige Arbeit geleistet, aber dies war nicht das Ende des Wochenendes, das ich wollte. Ich hatte auf der Einführungsrunde ein Problem mit der Kupplung, ich hatte aus diesem Grund beim Start wirklich Probleme, loszufahren. Als ich endlich loskam, waren alle schon davon gefahren, ich holte jedoch auf der Geraden schnell auf die Gruppe auf und überholte einen Midland beim Hineinfahren in die Haarnadelkurve!"

"Aber dann konnte ich die Gänge nicht wählen und es gab nichts mehr, was ich tun konnte. Das ist wirklich schade für die Jungs, die so hart gearbeitet haben. Wir haben die Strategie zwischen Franck und mir variiert und ich hätte ein wirklich starkes Paket haben sollen. Ich bin für das Team und für Franck sehr froh, dass sie heute ein fantastisches Rennen hatten."