Stimmen nach dem Rennen

Fernando Alonso
"Fünfter war heute das Maximum. Ich war das ganze Wochenende nicht konkurrenzfähig und das Auto hatte im Rennen nie richtig Grip. Außerdem war es das zweite sehr schwierige Rennen für meinen Motor. Ich habe aber das Beste herausgeholt und Punkte für die Weltmeisterschaft gesammelt. Im vergangenen Jahr nahm ich null Punkte aus Nordamerika mit, aber diesmal sind es 14. Das ist ziemlich stark und Grund genug, optimistisch zu bleiben."
"Ferrari und Bridgestone waren heute schneller als wir, aber in zehn Rennen hatten wir neunmal die besseren Reifen, daher mache ich mir keine Sorgen für die nächsten Grands Prix. Wir müssen einfach unseren Job weitermachen, denn ich weiß, dass man manchmal gewinnt und manchmal eben nicht. Ich freue mich schon auf das nächste Rennen, wo das Kräfteverhältnis zwischen Renault und Ferrari wieder normal sein sollte."

Giancarlo Fisichella
"Ich bin wirklich zufrieden, denn das war das schwierigste Rennen der Saison für uns. Ich hatte einen guten Start, aber dann war ich beim Anbremsen der ersten Kurve ziemlich vorsichtig. Als dann das Safety-Car wieder an die Box ging, hatte ich dann aber einen Geschwindigkeitsüberschuss auf der Geraden, so dass ich an Fernando vorbeigehen konnte. Danach konnte ich nur meine Pace gehen, pushen und abwarten, ob den Ferraris etwas zustoßen würde."
"Trulli hinter mir war auch sehr schnell, also musste ich den ganzen zweiten Stint attackieren, aber das Auto hielt dem Stand und ich konnte zum Schluss die Drehzahl reduzieren. Mehr als Platz drei war nicht drin - und ich freue mich sehr, das Maximum für das Team herausgeholt zu haben. Auf einer für uns schwierigen Strecke auf dem Podium zu sein, ist ein starkes Resultat, und in Magny-Cours sollte sich alles wieder normalisieren."

Kimi Raikkönen
"Ich legte einen guten Start hin, kam gut von der Linie weg. In der zweiten Kurve gab es aber ein Gerangel, Juan-Pablo traf mich von hinten und damit war es vorbei. Es macht keinen Sinn, jemandem die Schuld zu geben, denn diese Dinge passieren im Rennsport, vor allem im Mittelfeld. Als Team wollen wir diese Enttäuschung hinter uns lassen und uns auf das nächste Rennen konzentrieren.

Juan-Pablo Montoya
"Wenn du so weit hinten startest, musst du Plätze gutmachen. Leider war es am Start ziemlich eng. Als ich die zweite Kurve anbremste, wurde ich von einem Honda abgedrängt, wobei ich leider Kimi traf. Ich ärgere mich sehr für das Team, das das ganze Wochenende so hart gearbeitet hat, denn es ist ein Desaster, beide Autos in der ersten Runde zu verlieren."

Michael Schumacher
"Ich bin glücklich nach diesem tollen Wochenende. In Kanada konnten wir es nicht umsetzen, heute schon. Wir haben sechs Punkte aufgeholt, die in beiden Weltmeisterschaften wichtig sind, und so kann es weitergehen. Wir müssen fighten, pushen und alles geben, um immer zu gewinnen. In Europa müssen wir das beibehalten. Dank ans Team für die harte Arbeit!"

Felipe Massa
"Das war ein fantastisches Rennen für uns, in dem wir zeigen konnten, dass die Weltmeisterschaft noch nicht vorbei ist. Das Team hat an diesem Wochenende unglaubliche Arbeit geleistet."

Jarno Trulli
"Alles funktionierte gut, vor allem die Bridgestone-Reifen. Mein Start war hervorragend und ich konnte an Michael vorbeigehen. Der erste Stint war auch stark, aber beim ersten Stopp überholte er mich, weil ich ein Kupplungsproblem hatte. Ich gab dennoch alles für den zweiten Platz, um für das Team die maximale Punktzahl herauszuholen. Dieses Resultat ist fantastisch, ein ganz wichtiger Tag in meiner Karriere."
"Auch wenn ich aus der Boxengasse startete, wusste ich, dass es heute eine große Chance auf Punkte gab, denn das Auto war schnell. Daher war es auch so schade, dass das gestern passierte. Aber ich wusste, dass ich wieder Boden gutmachen würde. Es kam auch das Glück dazu, dass ich von den Scharmützeln am Start und der Safety-Car-Phase profitierte."
"Ich bin sehr zufrieden, denn ich konnte die Zeiten der anderen schon zu Beginn mitgehen, aber da war mein Tank voller. Das Team hat toll bei der Datenanalyse gearbeitet und der vierte Rang ist ein tolles Ergebnis. Aber ich bin jemand, der immer noch mehr möchte, daher bin ich ein wenig enttäuscht, das Podest verpasst zu haben. Aber nachdem in diesem Jahr alles für mich schief lief, ist es großartig, wenn auch einmal alles richtig funktioniert. Ich bin nun für den Rest der Saison zuversichtlich."

Ralf Schumacher
"Heute sah es nach einem starken Punkteergebnis aus, bis das Problem auftrat. Das Team fand heraus, dass es ein Radlagerproblem links vorne war. Es war heute nicht einfach da draußen, denn es war sehr heiß. Es war auch nicht einfach, die Balance zu halten, denn das Gripniveau meiner Reifensätze war leicht unterschiedlich, das machte das Fahren noch schwieriger."
"Der Schaden war einfach Pech, denn ich lag sicher auf dem fünften Rang und diese Punkte wären für das Team großartig gewesen. Dennoch hat die Leistung an diesem Wochenende gezeigt, dass die Entwicklung unseres Autos schon sehr fortgeschritten ist. Aber wir müssen unsere Zuverlässigkeit verbessern, wenn wir in den kommenden Rennen mehr Punkte holen wollen."

Niko Rosberg
"Das ist ein enttäuschendes Resultat, denn ich hatte einen guten Start und war nach den Unfällen in der ersten Runde auf Platz acht, aber das Auto war sehr anstrengend, und das machte schwierig, es überhaupt auf der Strecke zu halten und keine Fehler zu machen."

"Abgesehen vom Einfluss auf unsere Pace im Rennen sorgte dies auch für ein physisch sehr anspruchsvolles Rennen, da es überdies sehr heiß war. Ich gab alles, daher ist es schade, keine Punkte gesammelt zu haben. Für das nächste Rennen in Magny-Cours bin ich jedoch zuversichtlich, denn ich kenne die Strecke gut, daher hoffe ich, dass wir dort ein besseres Wochenende haben werden."

Mark Webber
"Mein Start war gut, und ich hatte Windschatten von Scott Speed, aber da war ein Fahrzeug in der Mitte der Strecke sehr langsam, und ich konzentrierte mich einfach auf mein eigenes Auto beim Bremsen während des Einlenkens. Im nächsten Moment wurde ich dann von irgendjemandem von rechts hinten abgeschossen. Ich hob ab, und ich dachte zuerst, dass ich mich jetzt überschlagen würde."
"Glücklicherweise passierte das dann jedoch nicht, aber der Schaden am Auto machte eine Weiterfahrt unmöglich."

Jenson Button
"Das ist sehr enttäuschend, denn wir hatten viel Sprit an Bord für einen langen ersten Stint, und ich denke, diese Strategie hätte für uns sehr gut funktioniert. Wir hatten heute eine großartige Möglichkeit. Ich näherte mich gerade Kurve zwei, und wir waren bereits zu dritt nebeneinander, als Montoya meinte, er könnte an uns allen dreien gleichzeitig vorbeigehen."
"Er hatte eine Menge Platz, um auf die Innenseite zu fahren, darum verstehe ich nicht ganz, warum er mein Hinterrad getroffen hat, aber das hat mich in Heidfeld geschoben, der mein rechtes Hinterrad traf, wodurch sein Auto aufstieg. Ich sah, wie er sich überschlug, und das alles war ein richtiges Durcheinander. Wir kamen dann in die Box, und die Jungs arbeiteten am Auto, aber es stellte sich heraus, dass es nicht in der Lage gewesen wäre, das Rennen zu Ende zu fahren."

Rubens Barrichello
"Das Rennen heute Nachmittag war lang und hart, aber ich bin sehr zufrieden, mit einer guten Punkteplatzierung ins Ziel gekommen zu sein", schilderte der Brasilianer. "Das Auto ließ sich richtig gut fahren, und wir hatten uns im Qualifying für eine aggressive Strategie entschieden. Die Bedingungen waren mit den 37 Grad Hitze auch sehr hart."
"Es war richtig schade, dass nur neun Autos ins Ziel gekommen sind, denn ich wünschte den US-amerikanischen Fans in diesem Jahr ein großartiges Rennen. Es gab eine Menge Action für das Publikum, aber die Vorfälle in der ersten Runde waren unglücklich."
 "Wir hatten hier ein ganz deutlich positiveres Wochenende, und ich denke, dass wir uns weiter verbessern können, wenn wir hart arbeiten. Wir wissen, dass uns nun in der kommenden Woche ein hektischer Test in Jerez bevorsteht, um einige Entwicklungen für Frankreich zu evaluieren, wo wir hoffentlich eine wesentlich bessere zweite Saisonhälfte beginnen werden."

David Coulthard
"Zunächst möchte ich Montoya für seinen Beitrag an meinem Punkteergebnis danken. Ich war neben Christian, als es in die erste Kurve ging. Ich konnte auch Tonio auf der Außenseite sehen. Den Anblick mochte ich nicht, also steckte ich zurück, blieb in der Mitte und ließ sie alle durch. Dann löste Montoya ein Gerangel aus, also machten wir viele Plätze gut."

"In fast jedem Jahr gibt es in der ersten Kurve einen Zwischenfall, also suchte ich mir einen Platz etwas außerhalb und blieb da. Von da an war es nur ein Kampf mit Liuzzi und Rosberg. Unser Stratege Will  hat einen großartigen Job gemacht und mein Ingenieur Mark (Hutcheson) gab mir über Funk gute Tipps. So konnten wir vor Nico bleiben. Ich freue mich für das gesamte Team. Diese Punkte, gerade in der jetzigen Phase, helfen uns im Kampf gegen Williams."

Christian Klien
"Mein Start war in Ordnung. Ich überholte beide Midlands und fuhr auf die erste Kurve zu, auf der Innenseite. Aber dann wurde es eng. Es gibt nur eine Rennlinie und daneben war es wirklich schmutzig. Es wurde zu eng für alle Autos und was dann genau passierte, weiß ich nicht. Ich war neben einem Williams und dann crashten viele Autos ineinander, man kam einfach nicht mehr durch. Es ist schade, so früh auszuscheiden, denn wir dachten, dass wir heute die Chance auf einige Punkte hatten."

Nick Heidfeld
"Ich habe den Unfall unverletzt überstanden. Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Offenbar hat es vorher einen anderen Unfall gegeben. Mein Start war sehr gut. Ich hatte schon drei Plätze gutgemacht und war schon fast auf Höhe von Jacques. Dann war ich plötzlich in der Luft. Es ist ein Jammer. Wir waren hier wirklich stark."

Jacques Villeneuve
"Das Auto fühlte sich gut an, ich hatte viel Grip. Ich war ein bisschen schneller als die drei Autos vor mir. Von daher habe ich auf die Boxenstopps gewartet und wollte sehen, was dabei passiert. Der Motor ist einfach eingegangen. Es war das erste Rennen für dieses Triebwerk, irgendetwas muss wohl schief gegangen sein. Das ist sehr schade, wir hätten heute Punkte holen können."

Christijan Albers
"Es ist schade, dass wir das Rennen nicht beenden konnten, denn heute hatten wir die Chance, in die Punkte zu kommen, wenn wir ein gutes Rennen gehabt hätten. Am Start kollidierte ich und verlor meinen Frontflügel. Auch mein Bargeboard und ein seitlicher Flügel bekamen etwas ab, daher verlor ich etwas von der Leistungsfähigkeit. Später gab dann meine Kraftübertragung auf. Mehr gibt es nicht zu sagen, es ist einfach schade."

Tiago Monteiro
"Das Rennen war kurz, aber so ist Rennsport eben manchmal. Es ist aber definitiv frustrierend, speziell nach einem so konkurrenzfähigen Wochenende. Wir wollten hier heute ein wirklich gutes Resultat einfahren, und ich denke, dass das erreichbar gewesen wäre. Der Start des Rennens war etwas durcheinander, viele Autos gerieten aneinander. Ich hatte Glück, heil durchzukommen. Ich sah eine Lücke, stach hinein und glücklicherweise traf mich niemand. Während der Safety-Car-Phase ich mich daher auf Rang neun wieder."
"Das Rennen war ja noch nicht alt, ich wusste, dass einige schnelle Autos hinter mir lauerten, aber wir waren in einer guten Position. Wir haben unsere Strategie angepasst, um uns der Safety-Car-Situation anzupassen und es sah gut für uns aus."
"Ich war zuversichtlich für ein Ergebnis in den Punkten. Leider machte Sato beim Restart ein unrealistisches Manöver vor der ersten Kurve. Er blockierte seine Räder und rammte mich. Das ist für alle schade. Wir waren heute auf Punktekurs und unter diesen Umständen hätten wir auch welche holen können. Es ist schade für die Jungs im Team, das haben sie nicht verdient. Aber das darf uns nicht beeindrucken. Wir müssen weiter alles versuchen und in Magny-Cours unser Bestes geben."

Vitantonio Liuzzi
"Das ist großartig. Wir waren schon vorher nah dran, aber nun haben wir die ersten Punkte für das Team. Von jetzt an kann es nach vorn gehen, zu noch mehr Punkten. Zunächst hatte ich Angst um Scott, ich dachte, er hätte sich verletzt, bis mir das Team sagte, dass es ihm gut gehe. Dann kämpfte ich mit David Coulthard, aber er war im zweiten Stint ein bisschen schneller als ich. Hoffentlich können wir uns im Rest der Saison weiter verbessern."

Scott Speed
"Ich hatte einen tollen Start, überholte Webber und Ralf in Kurve eins, doch dann ging alles daneben. Es wäre egal gewesen, ob ich es innen oder außen probiert hätte. Die gesamte Strecke war blockiert, Autos flogen überall umher. Aber das ist Motorsport, gegen Pech kann man nichts tun, meine Schuld war es ja nicht. Es ist schade für meine heimischen Fans, die zum Rennen kamen. Aber Glückwünsch an Tonio für den ersten Punkt für das Team."

Franck Montagny
"Das war ein richtig schlechtes Wochenende."
"In Kanada und hier in Indy sind wir in beiden Rennen gerade einmal zwei Runden gefahren. Ich konnte heute nichts tun. Ich bin normalerweise am Start sehr vorsichtig, denn ich weiß, dass wir nicht wirklich mit den anderen kämpfen können, daher vermeide ich jedes Risiko und ziehe es vor, das Rennen zu beenden."
"Ich war auf der Innenbahn, habe normal gebremst. Ich denke, Coulthard hat sich dann mit Klien duelliert, er hat sich direkt vor mir gedreht, und man kann ein Auto nicht einfach anhalten, wenn man gerade mit 200 Sachen unterwegs ist und das Auto davor lediglich fünf Meter entfernt ist."

Takuma Sato
"Am Start gab es ein großes Getümmel in der ersten Kurve, und ich schaffte es, den Unfall zu umfahren. Ich war dann auf den Neustart vorbereitet, und nachdem das Safety-Car reingekommen war, habe ich auf Coulthard und Monteiro aufgeschlossen. Am Ende der Geraden war ich eine halbe Autolänge neben Monteiro, als ich neben ihm in Kurve eins eingebogen bin."
"Er hat mich ganz offensichtlich gesehen, und er hat weiter in meine Richtung gedrängt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits begonnen zu bremsen, daher konnte ich nirgendwo hin, und er kam einfach immer näher, bis mir der Platz ausging. Ich musste über den Kerb fahren, um ihn nicht zu treffen, doch der ist auf dieser Strecke sehr hoch, was das Auto leider ausgehebelt und von der Strecke geworfen hat. Das ist ein enttäuschendes Ende eines positiven Wochenendes."