Michael Schumacher
"Schon vor dem Start habe ich einen fünften
Rang vorhergesagt, aber ich dachte, dass er einfacher möglich wäre.
Meine Rennpace war heute nicht so gut wie üblich. Wir wissen, was
zu tun ist. Wir müssen hart arbeiten, an allen Gebieten des Autos.
Als ich von der Strecke abkam, hatte ich mehr Untersteuern als sonst, und
wenn man erstmal neben der Linie ist, dann hält einen nichts mehr
auf der Strecke. Aber auch ohne den Ausritt hätte ich Coulthard wohl
nicht mehr geschnappt. Rubens' Ergebnis zeigt immerhin, dass wir uns in
die richtige Richtung bewegen. Kimi tut mir Leid, es ist eine leidvolle
Erfahrung, wenn so etwas kurz vor dem Ziel passiert."
Rubens Barrichello
"Ich denke, es ist gut, als Siebter zu starten
und als Dritter das Ziel zu erreichen. Beim Start setzte ich mich neben
Alonso, dann kamen zwei Autos quer an mir vorbei, ich musste erst nach
links ausweichen, dann konnte ich nach rechts einlenken. Ich verlor dabei
viel Zeit, aber dann konnte ich gut angreifen und das Beste aus meiner
Drei-Stopp-Strategie machen. Mein Rennsetup war gut. Jeder im Team und
in der Fabrik macht momentan einen tollen Job. Das Auto war zuverlässig,
der Motor stark und die Reifen großartig. Ich habe das Gefühl,
dass wir dahin zurückkommen, wo wir hingehören. Ich kann es kaum
erwarten, in dieser Saison noch Rennen zu gewinnen."
Jenson Button
"Wir haben gedacht, dass wir hier sehr stark
sein würden, und deshalb hat uns das heutige Rennen überrascht.
Der Wagen hat stark übersteuert, und bei der Einfahrt in die Kurven
stark untersteuert. Ich habe nicht verstanden, was da los war. Ich habe
hart gekämpft, aber zumindest haben wir genügend Fortschritte
gemacht, um in Kanada bessere Startpositionen zu erzielen. Wir werden beim
nächsten Rennen ein paar neue Aerodynamikteile verwenden, und das
wird uns sicherlich zugute kommen. Wir haben bei den Tests in der nächsten
Woche sehr viel zu tun, und hoffentlich werden wir in Montreal einen besseren
Eindruck hinterlassen."
Takuma Sato
"Wir sind zufrieden, dass wir wieder zurück
sind und gezeigt haben, dass wir zuverlässige Wagen haben. Ich bin
wirklich dankbar für die harte Arbeit, die alle im Team und bei Honda
geleistet haben, damit wir an diesem Wochenende wieder am Rennen teilnehmen
konnten. Nachdem ich beim Anbremsen von Kurve eins ein paar Positionen
gutmachen konnte, schlidderte einer der beiden Wagen vor mir, die in einen
Unfall verwickelt waren, seitwärts und blieb stehen, sodass mein Frontflügel
beschädigt wurde. Anschließend haben wir ein recht gutes Tempo
vorgelegt, aber jetzt müssen wir bei den Testfahrten für die
Rennen in Kanada und Indy einen besseren Speed erzielen."
Fernando Alonso
"Beim Start war ich besorgt, weil mich Ralf
Schumacher traf - ich dachte, mein Auto wäre beschädigt und dass
ich ausfallen würde. Nach ein paar Kurven merkte ich aber, dass alles
in Ordnung war. Danach ging es nur darum, anzugreifen, die Strategie zu
befolgen und gut in das Ziel zu kommen. Das Auto war heute sehr gut, einfach
zu fahren, und die Strategie war einfach perfekt. Ich war zufrieden, dass
ich nach dem letzten Stopp auf Rang zwei lag, da sagte mir das Team, dass
ich angreifen sollte, da Räikkönen ein Problem habe."
"Haben gezeigt, dass wir um den Titel fahren"
"Genau in der Phase machte ich dann einen
Fehler und kam von der Strecke ab. Aber ich holte dennoch auf Kimi auf
und sah seinen Unfall in der ersten Kurve. Für mich war die größte
Sorge, dass ich über Trümmer seines Autos gefahren bin, ich musste
in der letzten Runde einfach ruhig bleiben. Das Wichtigste an diesem Sieg
ist, dass er zeigt, dass unser Team stark ist. Nach Monaco war die Stimmung
gedrückt, aber wir haben gezeigt, dass wir zurückschlagen können.
Die Leistung heute zeigt, dass wir noch die Führenden sind und dass
beide Autos schnell sind. Fisi machte einen tollen Job, wurde noch Sechster.
Das nächste Mal wird er noch schneller sein, da bin ich mir sicher.
Heute haben wir gezeigt, dass wir um den Titel fahren werden."
Giancarlo Fisichella
"Ich bin sehr enttäuscht. Ich weiß
nicht, warum der Motor abstarb, als ich den ersten Gang einlegte. Dann
musste ich aus der Boxengasse nachstarten und das war nicht leicht. Die
Balance des Autos war gut, aber ich hing lange hinter Button fest, nachdem
sie ihm nur wenig Sprit mitgaben, damit er wieder vor mir herauskommen
konnte. Daher wurden die Runden um den zweiten Stopp herum sehr wichtig,
und das Team hat großartig gearbeitet und ich kam vorbei. Ich habe
beim letzten Stopp fünf Autos überholt. Wenn man meine Startposition
bedenkt, so habe ich das absolute Maximum erreicht. Vor Kanada fühle
ich mich zuversichtlich. Ich möchte nur etwas mehr Glück haben."
Nick Heidfeld
"Es ist super, nach der Pole auch noch einen
zweiten Platz feiern zu können. Mit einem Sieg hatte ich nicht gerechnet,
aber ich wusste, dass ein Podiumsplatz im Bereich unserer Möglichkeiten
lag. Wir hatten kalkuliert, dass Kimi besser starten würde, und das
war auch tatsächlich so. Ich habe in der ersten Kurve noch probiert,
mir Platz eins zurückzuholen, aber letztlich blieb er vorn. Ich bin
in meinem ersten Stint so hart gefahren, wie ich konnte, um einen Vorsprung
auf meine "Unsere Dreistopp-Strategie ging auf, denn bis kurz vor Schluss
lag ich an dritter Stelle. Mein Auto war gut, und ich habe keine nennenswerten
Fehler gemacht. In den letzten Runden kam Barrichello zwar immer näher,
aber ich konnte ihn hinter mir halten, obwohl meine Hinterreifen zu diesem
Zeitpunkt etwas abgebaut hatten. Dann hatte Kimi den Unfall, und ich bin
dadurch auf Platz zwei vorgerückt. Vielen Dank an WilliamsF1, BMW
und Michelin, unsere Steigerung ist wirklich stark."
Mark Webber
"Das ist einfach enttäuschend. Nick
und ich sind beim Start nicht gut weggekommen, daraus resultierten unsere
unglücklichen Positionen in der ersten Kurve. Auf der Innenseite wollten
Jarno Trulli und Fernando Alonso an mir vorbei. Ich habe etwas später
gebremst und wollte meine Position verteidigen. Vor allem wollte ich vor
Jarno bleiben, das war für unsere Strategie wichtig. Dann konnte ich
einfach nicht mehr rechtzeitig verzögern und bin Juan-Pablo Montoya
in die Seite gefahren. Es ist ein Jammer, ich war mit einer viel versprechenden
Strategie unterwegs."
Kimi Raikkönen
"Ich bin sehr frustriert über diesen
Ausfall, nachdem ich das Rennen bis in die letzte Runde dominiert hatte.
Ich hatte ein sehr gut ausbalanciertes Auto, bis ein Bremsplatten auf meinem
linken Vorderreifen schreckliche Vibrationen verursachte, die zum Radaufhängungsbruch
führten. Wir haben dadurch wichtige zehn Punkte verloren, aber wir
werden unser bestes geben, um mit unserem konkurrenzfähigen Paket
in Zukunft wieder Rennen zu gewinnen. Dies ist nicht nur für mich
ein trauriger Rennausgang, sondern auch für das gesamte Team."
Juan-Pablo Montoya
"Ich hatte einen guten Start und lenkte
als Dritter in die erste Kurve ein, aber dann traf mich Mark Webber. Ich
konnte danach als 13. weiterfahren und musste mich durch das Feld kämpfen.
Schade, dass ich nicht weiter vorne gelandet bin, denn ich hatte das ganze
Wochenende schon ein gutes Auto. Jetzt müssen wir nach vorne schauen
und auf ein gutes Resultat beim Grand Prix von Kanada hoffen."
Jacques Villeneuve
"Ich war mit Felipe auf einem Level, als
wir in die erste Kurve gingen, aber dann wurde ich in den Zwischenfall
dort verwickelt. Leider warf mich das hinter Karthikeyan zurück und
er kämpfte gegen mich, als wären wir in einem 10-Runden-Kartrennen.
Okay, lasst uns Spaß haben und Rennen fahren, ich sage nicht, dass
ich die Herausforderung ablehne, aber man sollte es locker angehen. Er
konnte sehen, dass ich deutlich schneller war, aber wann auch immer ich
meine Nase innen zeigte, blockierte er mich einfach. Das kostete mich 40
Sekunden und ruinierte meine Strategie und das ist wirklich die Geschichte
eines ziemlich langweiligen Rennens."
Felipe Massa
"Einige Runden, nachdem ich meinen zweiten
Stopp in der 44. Runden durchführte, bekam ich Vibrationen im vorderen
Reifen. Ich hatte mir in keinem einen Bremsplatten zugezogen, aber als
ich in Runde 51 in Kurve fünf fuhr, konnte ich das Auto nicht stoppen
und rutschte in das Kiesbett. Ich kam auf die Strecke zurück, aber
danach vibrierte es vorne links wirklich übel und dann begann die
Lauffläche sich aufzulösen und meinen Frontflügel zu beschädigen.
Ich musste stoppen und mir einen neuen linken Vorderreifen und einen neuen
Flügel abholen. Das war schade, denn mein Auto war im Rennen fantastisch
und ich konnte mich bis zum letzten Stopp locker vor Michael und Montoya
halten."
David Coulthard
"Ich war sehr happy mit dem Start des Rennens.
Ich habe dem Team schon davor gesagt, dass ich innen bleiben möchte,
denn es hat in der ersten Kurve in den letzten Jahren immer wieder Zwischenfälle
gegeben."
"Ich bin enttäuscht, dass ich einen
Fehler gemacht habe, als ich vor einem Minardi wieder aus der Boxengasse
fahren wollte. Ich habe einen Tick zu früh auf den Knopf für
den Speed-Limiter gedrückt, wodurch ich eine Durchfahrstrafe kassierte
und das mögliche Podium verschenkte. Wir müssen aber heute zufrieden
sein mit dem Erreichten, und dieses Resultat ist durchaus in Ordnung."
Vitantonio Liuzzi
"Ich hatte von Beginn an Untersteuern. wodurch
ich nicht so hart attackieren konnte, wie ich mir das gewünscht hätte.
Einige Autos haben mich überholt, und es war schwierig, deren Pace
mitzugehen. Das fand ich enttäuschend. Natürlich hätte ich
gerne ein paar Punkte geholt, aber für das Team war es alles in allem
ja ein guter Tag, daher freu ich mich mit ihnen."
Jarno Trulli
"Nach einem solchen Nachmittag ist ein Punkt
besser als nichts, aber es hätten mehr sein können. Leider hatten
wir in der Startaufstellung ein Problem, den Motor zu starten. Wegen dieser
wenigen Sekunden erhielten wir eine Durchfahrtsstrafe, die meine Chancen
zunichte machten. Ich stoppte früher als geplant, weil ich im Verkehr
steckte, und danach war mein Rennen ereignislos, denn überholen kann
man hier nur schwer. Aber ich habe dennoch angegriffen und das zahlte sich
aus, als Räikkönen am Ende das Problem hatte. Aber es ist dennoch
schade, denn nach diesem Qualifying hätten wir auf das Podest fahren
können, und ich hätte vielleicht sogar gewonnen."
Ralf Schumacher
"Es war ein schwieriger Tag. Ich hatte einen
guten Start, aber als ich in die erste Kurve einlenkte, war ich nah an
Alonso dran, als er plötzlich fast anhielt. Da ich so dicht hinter
ihm fuhr, konnte ich nicht sehen, was passiert war, daher geriet ich mitten
in den Unfall. Das war schade, aber ich konnte nichts dagegen tun. Ich
musste an der Box eine neue Fahrzeugnase abfassen, was mich eine Minute
zurückwarf. Von da an wurde es schwierig, aber ich habe angegriffen
und einige Positionen gutgemacht. Als ich nah hinter Sato lag, verlor ich
vorn Abtrieb, bekam ein Untersteuern, traf den Randstein und es war vorbei.
Ich hoffe, wir haben das nächste Mal ein besseres Wochenende."
Tiago Monteiro
"Das war ein Rennen, in dem ich bisher den
meisten Spaß in dieser Saison hatte, da wir eine Menge Kämpfe
hatten. Ich konnte für eine Weile Villeneuve hinter mir halten. Nach
dem ersten Boxenstopp überholte mich Narain, ich machte aus diesem
Grund so gut wie möglich Druck, um ihn nach dem zweiten Stopp zu überholen,
was ich dann auch tat. Vor meinem zweiten Stopp beachtete ich die blauen
Flaggen nicht und wurde mit einer Durchfahrstrafe belegt."
"Ich machte jedoch weiter Druck, da das
Rennen nie zu Ende ist bevor es zu Ende ist, und plötzlich sah ich
ein gelbes Auto vor mir, weswegen ich noch mehr Druck machte. Ich kam an
Narain vorbei, als er einen kleinen Fehler machte. Das war eines meiner
besten Rennen, da ich die ganze Zeit über Druck machte und an der
Balance des Autos arbeitete. Das Auto wurde im Verlauf des Rennens besser
und besser, aus diesem Grund möchte ich dem Team für diese wahnsinnige
Arbeit danken, durch die sie mir ein besseres Auto beschert haben. Stück
für Stück kommen wir der Sache näher."
Narain Karthikeyan
"Ich hatte einen ordentlichen Start und
konnte das Chaos in der ersten Kurve meiden und für rund zehn Runden
vor Jacques Villeneuve bleiben. Ich hatte einen guten ersten Boxenstopp
und kam an meinem Teamkollegen vorbei. Beim zweiten Stopp hatte ich eine
gute In- und Out-Runde, dann mussten mich jedoch die Führenden überrunden
und ich verlor in zwei oder drei Runden fast zehn Sekunden, was es Tiago
erlaubte, nach seinem Stopp erneut vor mich zu kommen."
"Dann hatte Monteiro seine Durchfahrstrafe,
durch die ich wieder an ihm vorbei kam. Ich bin wirklich glücklich,
dass ich hier ins Ziel kam. Ich wusste, dass es für mich ein hartes
Rennen werden würde, da es für mich das erste Mal auf dieser
Strecke war. Kanada und Indianapolis werden ebenfalls neu für mich
sein, es wird also ein wenig schwierig sein, aber wir werden damit umgehen."
Christijan Albers
"Ich bin glücklich, dass ich das Rennen
beendet habe und froh über die Pace, die ich gehen konnte. Ich sah
keine blauen Flaggen für David Coulthard und mir tut es wirklich leid,
wenn ich ihn aufgehalten habe. Aber als ich ihn passieren ließ bekamen
wir eine Durchfahrstrafe, was schade war. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis
zufrieden und froh für das Team, das heute beide Autos ins Ziel bekommen
hat."
Patrick Friesacher
"Ich bin froh, dass ich zum ersten Mal mit
dem Minardi-Cosworth PS05 ins Ziel kommen konnte aber ein bisschen enttäuscht
darüber, dass wir kein besseres Ergebnis erzielen konnten. Wir hatten
heute Nachmittag Probleme mit Übersteuern und ich hatte teilweise
auch Probleme, den zweiten Gang einzulegen. Wir hoffen, dass wir in den
kommenden paar Rennen besser abschneiden werden."