Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
"Ich bin nach so einem Rennen irgendwie happy und aufgeregt, aber andererseits bin ich auch enttäuscht, dass ich heute Morgen beim Anbremsen auf einer Bodenwelle mit viel Benzin die Kontrolle verloren habe. Sonst wäre das ein perfekter Tag für uns geworden. Dank der großartigen Bemühungen von allen - den Ingenieuren, dem Testteam, Loca Badoer, Marc Gené und all den anderen, die so hart gearbeitet haben, damit wir schneller werden - bin ich Zweiter geworden. Ein großer Dank auch an Bridgestone. Das war heute der erste Schritt, aber da wird noch mehr kommen. Wir selbst werden auch noch nachlegen, denn wir sind noch nicht aus dem Rennen."
"Als ich Jenson überholte, hatte ich ein bisschen Schützenhilfe vom BMW WilliamsF1 Team, denn die beiden Fahrzeuge wirbelten Schmutz auf die Strecke und darauf driftete Jenson ein bisschen. Ich konnte sehen, dass Fernando nicht allzu schnell war, aber eine echte Überholmöglichkeit gab es nie. Er ist ein gutes Rennen gefahren und hat keine Fehler gemacht. Darum hat er gewonnen und nicht ich."

Rubens Barrichello
"Schade, denn ich wusste, dass mein Auto sehr schnell sein würde, vor allem mit angefahrenen Reifen. Seit dem letzten Rennen haben wir gewaltige Fortschritte gemacht. Leider bin ich im Rennen nie an den Punkt gekommen, an dem die Reifen am besten funktionieren. Die Zuverlässigkeit müssen wir analysieren, denn die ist in letzter Zeit nicht so überragend. Positiv gesehen ist der F2005 aber sehr gut. Er war auch mit viel Benzin schnell."

Jenson Button
"Es ist fantastisch, nach einem so tollen Wochenende wieder auf dem Podium zu stehen. Es sieht so aus, als seien wir wieder im Spiel. Die letzten drei Rennen waren für uns bei BAR-Honda sehr schwierig. Es ist gut, dass wir das hinter uns lassen können. Alle haben ungemein hart gearbeitet, Tag und Nacht, und ich möchte mich bei allen bedanken, die daran ihren Anteil haben. Es war ein unglaubliches Rennen und ein großartiges Gefühl, so stark zu sein wie zu Beginn."
"Am Ende habe ich eine Position verloren, als ich schlecht aus der Aqua Minerale gekommen bin. Michael setzte sich neben mich und überholte mich in der Variante Alta. Hätte ich mit ihm gekämpft, hatte mich das aus dem Rennen werfen können, daher bin ich lieber auf Nummer sicher gegangen. So bin ich auf dem Podium gelandet. Wie wir gesehen haben, liegt das Potenzial brach, also müssen wir weiterhin auf unseren ersten Sieg hinarbeiten."

Takuma Sato
"Das Auto war sehr gut und ich habe es sehr genossen, heute hier zu fahren. Wir haben uns mit einem großartigen Resultat zurückgemeldet und wir sind mit beiden Autos in die Punkte gekommen. Am Beginn des Rennens saß ich im Verkehr fest, aber ich habe es genossen, Rad an Rad zu fighten und Positionen gutzumachen. Die Saison hat für uns in Imola erst begonnen. Ich hoffe jetzt natürlich auf ein starkes Resultat auch in Barcelona."

Fernando Alonso
"Ich denke, dies war mein bester Sieg in der Formel 1 bisher, denn er war im Vergleich zu allen anderen anders. Ich hatte keinen Vorsprung, der es mir erlaubte, konservativ zu sein und ich wusste, dass Michael hinter mir aufholt und das bedeutete, dass ich das ganze Rennen über Druck machen musste. Am Ende funktionierte es perfekt und es ging in den letzten Runden sehr eng zu, aber ich war mir zu 99 Prozent sicher, dass er mich hier in Imola nicht würde überholen können."
"Das Auto war gut, aber im Rennen war es das erste Mal, dass ich an diesem Wochenende mehr als drei gezeitete Runden am Stück fuhr, da wir mit dem Motor sehr vorsichtig umgingen. Wir mussten unser Bestes geben und das Setup abschätzen und wir wurden dann Runde für Runde überrascht, wie sich das Auto veränderte. Ich verlor gegen Ende des Rennens Haftung, aber wir taten genug, um den Sieg zu holen. Drei in Folge ist ein fantastisches Gefühl und ich freue mich wirklich auf Spanien. Das wird für alle eine große Party geben und ich denke, dass wir erneut das Podium als Ziel ausgeben können."

Giancarlo Fisichella
"Ich weiß wirklich nicht, was diesen Nachmittag passiert ist. Ich legte einen guten Start hin und war viel schneller als Heidfeld, ich nistete mich deshalb einfach hinter ihm ein und wartete auf den Boxenstopp. Bei der Durchfahrt durch Kurve 2 verlor ich das Heck des Autos und drehte mich in die Streckenbegrenzung. Das ist natürlich sehr enttäuschend, denn wir hatten heute erneut den Speed, um Punkte zu holen."

Nick Heidfeld
"Ich habe gleich beim Start einige Plätze verloren. Wir müssen unsere Starts unbedingt verbessern. Danach hat Jarno Trulli die Gruppe, in der auch ich fuhr, aufgehalten. Gegen Rennende waren meine Rundenzeiten gut genug, um damit Punkte zu holen. Allerdings ist das nicht unsere Zielsetzung. Wir wollen mehr, und dafür müssen wir schneller werden. Einen Platz habe ich an Ralf Schumacher in der Boxengasse verloren, wo ich sehr hart bremsen musste, weil Ralf ausscherte. Hätte ich nicht reagiert, hätte es gekracht. Ich konnte anschließend rasch zu Jarno und Ralf aufschließen, aber auf diesem Kurs ist es nicht einfach, zu überholen."

Mark Webber
"Jarno Trulli hat mich sofort nach dem Start überholt. Takuma Sato kam gleich hinterher, aber von ihm konnte ich mir den Platz in Tosa zurückholen. Danach saß ich hinter Jarno fest. Unglücklicherweise sind wir in der gleichen Runde zum ersten Boxenstopp gefahren, ich konnte ihn nicht überholen. Meine einzige Chance war in der Variante Alta. Aber als ich es dort versuchte, unterlief mir ein heftiger Fehler, und Jacques Villeneuve schlüpfte vorbei. Die Schlussphase des Rennens war schwierig für mich. Wir haben auch den Motor gedrosselt, der ja schon seinen zweiten Grand Prix bestritt."

Kimi Raikkönen
"Leider war mein Rennen wegen eines Problems in der linken Antriebswelle zu kurz. Ich bin natürlich enttäuscht, denn der Start war großartig und ich konnte wirklich auf meine Führung aufbauen. Zumindest wissen wir, dass das Auto im Qualifying und im Rennen konkurrenzfähig ist. Umso mehr freue ich mich auf Barcelona, wo wir weitere Verbesserungen am Auto haben werden."

Alexander Wurz
"Ich bin ein taktisches Rennen gefahren, vor allem vor dem ersten Boxenstopp, als ich den Rückstand zu Mark Webber und Takuma Sato verringern musste. Als sie an die Box fuhren, holte ich mir einen Vorteil heraus, und folglich bin ich dann vor ihnen gewesen. Ich hätte schneller sein können, aber am Anfang des Rennens steckte ich im Verkehr fest. Ich bin froh, dass mir das Team diese Chance gegeben hat, und ich habe mein Bestes gegeben, um das Vertrauen zu rechtfertigen. Schade für Kimi, denn er hätte sich ein Top-Resultat verdient."

Jacques Villeneuve
"Wir wussten nicht, dass wir eine so große Verbesserung im Auto stecken haben, als wir hier an diesem Wochenende ankamen, und das hat wirklich geholfen. Ich habe mein Rennen durch die Bank genossen. Ich hatte einen guten Kampf mit Webber und als er zu weit nach außen kam, versuchte er sich zu retten, aber ich konnte vorbeiziehen. Wenn ich ein paar weitere zehn Zentimeter weiter vorn gelegen wäre, wäre ich das Risiko eingegangen, mir gleichzeitig Wurz zu schnappen, aber es war früh im Rennen und es wäre haarig geworden."
"Ich legte einen großartigen Start hin und meine Boxenstopps hätten nicht besser sein können, also danke an das Team für ihre Anstrengungen für mich an diesem Nachmittag. Die Verbesserungen haben mir auch ein paar mehr Freiheiten durch das Team beim Abstimmen des Autos gewährt, so wie ich es haben möchte, und das hat ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen. Dies war ein gutes Wochenende und alles und alle sind nun positiver. Ich hatte in diesem Jahr eine schreckliche Zeit, es ist aus diesem Grund schön, diese Punkte zu holen."

Felipe Massa
"Ich war noch im Leerlauf und versuchte den Gang einzulegen, als das Rennen begann, ich verlor aus diesem Grund die Möglichkeit, in der ersten Runde zu überholen. Wie man an Michael sehen konnte, war es fast unmöglich hier zu überholen, und einen Großteil der Zeit lag ich hinter Coulthard. Als ich ihm wirklich nahe war, ließ die Bremse nach, aus diesem Grund traf ich sein Hinterrad und verlor meinen Flügel. Ich musste aus diesem Grund früh an die Box und da wir tanken mussten, war es schwerer als es hätte sein sollen."
"Aber auch so lief es sehr gut, wann auch immer ich freie Runden hatte. Ich wusste nach unserer Leistung im Qualifying, dass es so laufen würde, und wenn ich vom Start weg vom achten Platz aus hätte kämpfen können, denke ich, dass ich um eine sehr gute Position nicht weit weg vom Podium hätte kämpfen können."

David Coulthard
"Beim Start kam ich etwas langsam weg. Das Fahren war dann in Ordnung, aber ich hatte eine kleine Kollision mit Massa, bei der der Unterboden brach. Von da an lief es schlechter und wir konnten uns davon nicht mehr erholen. Das Rennen war ehrlich gesagt ziemlich einsam, ich bin eben nur im Kreis gefahren. Das Auto hatte keine großartige Pace - das wussten wir schon gestern - also hatte ich erwartet, dass wir leiden würden. Ich hatte dennoch eine bessere Balance erwartet. Ich hatte viel Übersteuern."

Vitantonio Liuzzi
"Ich habe erwartet, dass das Rennen von der Fitness her schwierig werden würde, aber ich fühle mich gut. Das Auto war eigentlich sehr gut. Die Balance war in Ordnung, aber es fehlte an Speed, das müssen wir verbessern. Es war schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten - es ist überall gerutscht. Ich wollte Mark Webber auf eine etwas verrückte Weise noch überholen, aber es hat nicht funktioniert. Es fühlt sich großartig an, das erste Rennen absolviert zu haben. Ich kann das Testen als Vorbereitung auf Barcelona kaum erwarten."

Jarno Trulli
"Es war von vornherein klar, dass dies das schwierigste Rennen für Toyota werden würde, daher rettet uns die Tatsache, dass wir trotzdem drei Punkte geholt haben, den Tag. Vor dem Qualifying habe ich das Setup geändert und ich litt ein bisschen an Übersteuern, aber der Schaden hielt sich in Grenzen. Ich habe alles gegeben, bis zum Ende gekämpft und wurde Siebenter. Als mein Sohn Enzo letzte Woche geboren wurde, wollte ich ihm unbedingt etwas geben. Es ist diesmal kein Pokal, aber zwei Punkte reichen auch."

Ralf Schumacher
"Mit beiden Autos auf einer Strecke, die uns nicht liegt, in die Punkte zu kommen, ist ein gutes Resultat. Ich hatte keine echten Probleme, nur zeitweise eine schlechte Balance, aber beim zweiten Boxenstopp haben die Jungs das wunderbar korrigiert. Den achten Platz haben wir erreicht, weil die Crew vom Stopp einen perfekten Job gemacht hat und ich am Williams BMW vorbeikam. Es ist großartig, dass wir in der Weltmeisterschaft weiterhin auf Platz zwei liegen."

Narain Karthikeyan
"Von der Pace her war das mein bisher bestes Rennen. Ich hatte einen ordentlichen Start und konnte den Autos vor mir folgen. Mein erster Boxenstopp war gut, dafür machte ich im zweiten einen kleinen Fehler, der mich leider etwas Zeit kostete. Den Rest des Rennens fuhr ich dann einsam auf der Strecke. Aber es war ein positives Rennen, denn wir konnten mit den Red-Bull-Autos mithalten, was sehr ermutigend für das Team ist."

Tiago Monteiro
"Ich bin zufrieden: vier Rennen, vier Zielankünfte. Es war ein recht schwieriges Rennen, da ich gegen Ende einen Reifenschaden hatte. Es war positiv für uns, dass wir das Rennen beendeten, aber viel besser war, dass wir die Lücke zu den Autos vor uns verkleinern konnten. Wenn uns jetzt die Autos überholen, dann verschwinden sie nicht gleich wieder so schnell vor uns wie in den vergangenen drei Rennen. Man kann ihnen sogar eine Weile folgen. Das ist definitiv eine Verbesserung für das Team."

Christijan Albers
"Wir konnten heute einige Rennrunden drehen und viel über das neue Auto lernen. Im ersten Stint hatte ich viel Übersteuern, was wir beim Boxenstopp ändern wollten, aber das Getriebe hatte ein Leck und ich konnte nicht weiterfahren. Ich wünschte, wir hätten für die Jungs ein besseres Ergebnis einfahren können, denn sie haben viel Arbeit hineingesteckt, aber es war an diesem Wochenende nicht möglich. Wir werden sehen, was wir in Barcelona erreichen können."

Patrick Friesacher
"Der Start war gar nicht so schlecht. Über die ersten Runden habe ich mich gefreut, denn ich lag vor Christijan und konnte mit Monteiro mithalten, aber plötzlich, als ich aus der letzten Kurve beschleunigte, scheint etwas gebrochen zu sein. Insgesamt fühlte sich das Auto heute gut an, aber wir müssen mehr Abtrieb finden. Wir werden daran arbeiten, wenn wir am Mittwoch und Donnerstag in Mugello testen."