Michael Schumacher
"Mehr war von Startplatz 13 einfach nicht
drin. Das Auto ist zuverlässig und ohne Probleme gelaufen. Ich habe
mich anfangs zurückgehalten, um am Ende noch konkurrenzfähig
zu sein. Ein Formel-1-Auto ist sehr komplex und man kann nicht einen Faktor
für so ein Resultat verantwortlich machen. Wir sind in verschiedenen
Bereichen momentan nicht gut genug. Das ist uns klar und wir werden daran
arbeiten. Jetzt fliege ich nach Mugello, um erstmals den F2005 zu testen.
Zum ersten Mal mit einem neuen Auto zu fahren, ist immer eine aufregende
Sache."
Rubens Barrichello
"Es lief zunächst ganz gut und ich
hätte zumindest Sechster werden können", sagte er. "Dann begann
das Auto plötzlich zu übersteuern. Ich funkte das Team an und
sie erklärten mir, dass sich die Aerodynamik verändert hatte.
Das Handling war eine einzige Katastrophe. Als ich zum zweiten Mal an die
Box kam, fanden sie ein Gummistückchen am Heckflügel. Aber weil
ich 20 Runden lang mit Übersteuern fahren musste, gingen meine Reifen
kaputt. Das ist schade, denn bis dahin war die Balance ganz gut. Natürlich
hätte ich nicht gewinnen können, aber ein Platz unter den besten
Sechs wäre möglich gewesen."
Jenson Button
"Ich muss wohl nicht sagen, dass ich unglaublich
enttäuscht und frustriert bin. Ich hatte das Gefühl, dass ich
eines der schnellsten Autos auf dem Kurs habe, unser Speed war stark genug,
sodass ich locker in der Lage war, die Red Bull-Autos zu schnappen und
dann nahe genug an Räikkönen kam, um ihn zu überholen. In
Bezug auf unsere Strategie hätten wir mit dem Wettbewerb mitgespielt,
wir haben es selbst verzockt. Ich bin für mich selbst, für Anthony
bei seinem ersten Rennen für uns und auch für das Team enttäuscht,
welches das ganze Wochenende unter extrem harten Bedingungen so gut gearbeitet
hat. Wir müssen das Problem rechtzeitig bis Bahrain aus der Welt schaffen."
Anthony Davidson
"Es ist so enttäuschend, mein erstes
Rennen für das Team auf diese Weise zu beenden. Es war ein herausforderndes
Wochenende und ich möchte mich beim Team und meinem Trainer bedanken,
die mir alle geholfen habe, mich für das Rennen hier zu rüsten.
Es ist schade, dass wir nicht in der Lage waren, die Früchte für
unsere harte Arbeit hier zu ernten. Es sieht so aus, als hätten wir
bei den Tests kommende Woche eine Menge Arbeit zu erledigen, wo wir sicherstellen
wollen, dass das Problem rechtzeitig für Bahrain behoben ist."
Fernando Alonso
"Körperlich war das ein sehr forderndes
Rennen und ich spürte danach auf dem Podium, wie hart es wirklich
gewesen war. Aber es ist ein großartiges Gefühl, hier gewonnen
zu haben, und die Art und Weise, wie uns dies gelungen ist zeigt, dass
wir im Vergleich zu unseren Gegnern in dieser Saison konkurrenzfähig
sind, auf jedem Streckentyp. Alles verlief vom Start bis ins Ziel gut:
das Auto, der Motor und die Michelin-Reifen. Ein großes Dankeschön
an das ganze Team, sie haben diesen Winter in Enstone, Viry und Clermont-Ferrand
bei Michelin fantastische Arbeit geleistet. Zu diesem Zeitpunkt denke ich,
dass wir eine reelle Chance haben, um den Titel zu kämpfen."
Giancarlo Fisichella
"Ich war enttäuscht, dass ich die karierte
Flagge nicht gesehen habe, aber ich hatte einen schwierigen Nachmittag.
Das Auto war zu Beginn des Rennens nicht sehr gut ausbalanciert und nach
meinem ersten Boxenstopp verlor ich vorne Abtrieb, ich denke, dass etwas
gebrochen ist. Ich war rund zwei Sekunden langsamer und das Auto untersteuerte
überall, ich hatte überhaupt keine Haftung. Was die Kollision
angeht, so überholte mich Webber in Kurve 14, dann überholte
ich ihn danach auf der Geraden wieder. Ich lag vorne und er war außen,
als er seine Linie in die Kurve einnahm. Als ich bremste ging das Heck
des Autos weg und Mark hatte keinen Raum für einen Fehler gelassen,
weswegen wir kollidierten. Es war ein Rennunfall."
Mark Webber
"Ich hatte einen guten Start und habe auch
einen guten Rhythmus gefunden. Nach dem ersten Stopp habe ich zu Fisichella
aufgeschlossen. Er hielt mich auf, seine Reifen waren nicht mehr gut. Von
hinten drängte Ralf. Wir hatten einen engen Kampf, den ich gewonnen
habe. Später war ich wieder dicht hinter Fisichella. Mittlerweile
waren seine Reifen noch schlechter. Ich habe ihn in Kurve 14 überholt
und ihm genug Platz gelassen. Dann kam er in der nächsten Kurve auf
der Innenseite daher. Ich wusste, er würde auf der dreckigen Bahn
kaum bremsen können. Ich bin auf die saubere Seite gewechselt. Dann
hat Giancarlo wohl zu spät gebremst, die Räder blockierten, das
Heck brach aus, er hat mein Auto mitgerissen."
Nick Heidfeld
"Ich bin sehr froh! Es war das aufregendste
Rennen, das ich je in der Formel 1 gefahren bin. Ich habe vom Start weg
hart gekämpft, schließlich musste ich von Platz zehn aufholen.
Die Überholmanöver hatten es in sich, das Rennen hat wirklich
viel Spaß gemacht. Ein paar Mal hatte ich es gleich mit zwei Autos
zu tun und habe am Ende die Oberhand behalten. Das Auto war gut, ebenso
der BMW Motor und die Michelin-Reifen. Allerdings ist das Letzte, was man
bei diesen Temperaturen gebrauchen kann, ein Problem mit der Trinkflasche.
Meine hat von Anfang an nicht richtig funktioniert. Das hat es nicht leichter
gemacht."
Juan-Pablo Montoya
"Wir haben ein paar gute Punkte geholt und
vom elften Rang auf den vierten Platz zu fahren ist ziemlich gut, aber
natürlich wollen wir gewinnen. Das Rennen an sich war trotz der Hitze
körperlich nicht allzu übel. Ziemlich früh zog ich mir jedoch
vorne links einen Bremsplatten zu, was nicht nur das Auto aus der Balance
warf sondern auch eine Menge Vibrationen erzeugte, was meine Sicht störte
- Dinge wie diese gestalten es schwierig, das Beste aus dem Auto zu holen."
Kimi Räikkönen
"Ein enttäuschendes Ende eines Rennens,
das sofort nach meinem ersten Boxenstopp viel versprechend aussah, wo ich
zwei Plätze gutmachte und auf den vierten Rang kam. Jedoch ging früh
auf meiner Runde aus der Box heraus ein Reifenventil kaputt, was hinten
rechts zu einem Plattfuß führte und ich musste fast eine ganze
Runde fahren, um zurück an die Box zu kommen. Meine Zeiten während
des Rennens haben gezeigt, dass ich in der Lage war, den gleichen Speed
zu gehen wie die Führenden. Ich kam an Felipe Massa vorbei und schloss
die Lücke auf Christian Klien und Michael Schumacher, aber als ich
ran kam, war es bereits zu spät für eine Attacke."
Felipe Massa
"Ich denke, unsere Pace war im Vergleich
zum Qualifying heute und gestern ordentlich. Ich konnte Michael Schumacher
für viele Runden folgen. Nach meinem zweiten Stopp bekam ich in Kurve
zwölf immer Probleme mit einem Übersteuern, in einer Runde musste
ich den Randstein mit verwenden. Danach schien es, als ob der Abtrieb im
Heckbereich verloren gegangen wäre, das Auto war bei hohen Geschwindigkeiten
fast unfahrbar."
Jacques Villeneuve
"Vom Start weg wollte ich so konstant fahren
wie möglich", erklärte der Kanadier. "Ich konnte auf den Fortschritten
aufbauen, die wir mit dem Auto im gestrigen Qualifying und heute Morgen
gemacht haben. Bei den Bremsen gewinne ich zunehmend Vertrauen, vor der
ersten Kurve brachte ich die Vorderräder leicht zum Blockieren, so
wie ich das mag. In Runde 27 habe ich beim Anbremsen aber die Hinterreifen
stark blockiert. Ich drehte mich und steckte dann fest."
David Coulthard
"Unser Auto ist reibungslos gelaufen und
ich bin in Kurve vier einmal von der Strecke abgekommen, aber ansonsten
war es okay. Ich denke, wir müssen zufrieden sein. Das ist ein ermutigender
Saisonstart und man muss dazu jedem einzelnen im Team gratulieren. Mein
spezieller Dank geht an Cosworth, denn sie machen einen guten Job mit dem
Motor. Wir nehmen die Punkte dankend mit und freuen uns auf Bahrain."
Christian Klien
"Ich bin dieses Jahr selbstbewusster, weil
ich schon Erfahrung habe, aber die Hitze war trotzdem extrem und ich bin
froh, dass ich es ins Ziel geschafft habe. Der Start war nicht sehr gut,
aber wir wissen, dass wir daran arbeiten müssen. Ich habe zwei Positionen
verloren und steckte hinter anderen Autos fest, wodurch es noch heißer
geworden ist. Das Auto war ziemlich gut, obwohl es leicht untersteuert
hat, und hinten habe ich ein bisschen Grip verloren, aber insgesamt war
es ein großartiges Rennen. Ich freue mich für das Team."
Jarno Trulli
"Ich hatte einen exzellenten Start, konnte
meinen zweiten Rang hinter Fernando Alonso einfach verteidigen und den
Abstand auf Giancarlo Fisichella ausbauen. Von da an hatte ich ein absolut
problemloses Rennen und konnte die Autos hinter mir kontrollieren. Ich
möchte allen im Toyota-Team danken, den Ingenieuren und Mechanikern,
sowohl hier als auch in der Fabrik in Köln. Sie haben mir ein Auto
gegeben, mit dem ich Toyotas ersten Podestplatz einfahren konnte."
"Es war ein großartiges Ergebnis und
sicher nur der Startschuss für noch größere Erfolge. An
diesem Wochenende war es wegen der Reifen- und Motorenregeln eine wirkliche
Herausforderung, und die extreme Hitze machte es auch hart für uns
Fahrer. Luca Marmorini und seine Crew haben einen außergewöhnlichen
Job gemacht, wir hatten keine Zuverlässigkeitsprobleme in den ersten
beiden Rennen."
Ralf Schumacher
"Dies ist ein wundervolles Ergebnis für
das Team. Natürlich freue ich mich für meinen Teamkollegen, aber
auch für mich selbst. Ich denke, es war ein gutes, aber auch schwieriges
Rennen für mich. In den ersten zehn Runden konnte ich nicht überholen,
und danach hatte ich entweder eine starke Körnung oder Reifenbildung
bei den Reifen. Danach hatte ich den Rempler mit Mark Webber, was meine
Aerodynamik beeinflusste und einige Vibrationen auslöste. Ich bin
zufrieden, dass ich das Rennen beendet habe, auch, weil ich zu einem doppelten
Punkteergebnis beitragen habe, das uns auf den zweiten Meisterschaftsplatz
brachte."
"Dies ist ein wundervolles Ergebnis für
das Team. Natürlich freue ich mich für meinen Teamkollegen, aber
auch für mich selbst. Ich denke, es war ein gutes, aber auch schwieriges
Rennen für mich. In den ersten zehn Runden konnte ich nicht überholen,
und danach hatte ich entweder eine starke Körnung oder Reifenbildung
bei den Reifen. Danach hatte ich den Rempler mit Mark Webber, was meine
Aerodynamik beeinflusste und einige Vibrationen auslöste. Ich bin
zufrieden, dass ich das Rennen beendet habe, auch, weil ich zu einem doppelten
Punkteergebnis beitragen habe, das uns auf den zweiten Meisterschaftsplatz
brachte."
Narain Karthikeyan
"In Sepang auf dem elften Rang ins Ziel
gekommen zu sein war sehr gut, besonders wegen der harten Wetterbedingungen.
Das Auto war sehr zuverlässig, das Rennen war jedoch für mich
ein wenig langweilig."
Tiago Monteiro
"Ich hatte einen guten Start und machte
ein paar Positionen gut. Ich hätte fast Villeneuve schnappen können,
aber dies wäre wohl etwas riskant gewesen. Nach ein paar Runden lag
Öl von einem BAR auf der Strecke, was mich in einen Dreher zwang.
Ich dachte, dass ich ein Problem am Heck habe, aber zum Glück war
nur Öl auf meinen Reifen, aber ich verlor etwas Zeit."
"Der Rest des Rennens war ein wenig langweilig
und langatmig für mich, da es so war, als würde ich für
mich alleine fahren. Es ist schade, dass ich zu Beginn den Kontakt verloren
habe. Ich bin sehr glücklich, dass beide von uns das zweite Rennen
beendet haben und wir in der Lage waren, den Ingenieuren eine Menge nützlicher
Daten zu liefern. Aus diesem Grund möchte ich dem Team danken, da
wir während des Wochenendes keinerlei technische Probleme hatten."
Christijan Albers
"Zuerst möchte ich dem Team für
die Bemühungen danken. Mit meinen Leistungen in den Qualifyings an
diesem Wochenende war ich nicht zufrieden, aber der Start in das Rennen
war gut. Ich konnte drei Autos in der ersten Kurve außen überholen,
dann hatte ich aber kurz einen Leistungsverlust und Karthikeyan schlüpfte
wieder vorbei. Ich konnte Monteiro noch eine weitere Runde hinter mir halten,
aber länger ging es nicht. Auch Patrick hat mich dann überholt,
doch nach zwei oder drei Runden hatte ich wieder mehr Leistung und konnte
Tiago folgen."
"Gegen Ende des Rennens fuhr ich zur Seite,
um die schnelleren Autos durchzulassen. Dabei geriet ich auf einen Randstein
und verlor ein Bardge-Board. Das Auto verlor dadurch Abtrieb, das Untersteuern
wurde noch stärker, was sich auch in den Rundenzeiten zeigte. Aber
ich habe viel gelernt und ich bin glücklich, das Rennen beendet zu
haben, da es das härteste der Saison ist."
Patrick Friesacher
"Mein Start war nicht sehr gut, aber dann
konnte ich Christijan überholen und war direkt in den Jordan-Boliden.
In der zweiten Runde tippte ich vor der ersten Kurve auf die Bremse und
verlor dabei das Heck des Autos. Ich schätze, dass dort Öl von
den BAR-Autos lag. Da war es vorbei, wir können das Rennen nur hinter
uns lassen und auf das nächste in Bahrein blicken."