Stimmen nach dem Rennen
Rubens Barrichello
"Das war ein schwieriges Rennen, bei dem alles gut verlief - bis zum ersten Boxenstop. Das Team hatte bei der Strategie gute Arbeit geleistet und mich zur richtigen Zeit reingeholt, wodurch ich ein paar Plätze aufholen konnte. Danach verlor ich aber an Tempo und hatte Probleme mit meinen Vorderreifen. Von der zweiten Safety-Car-Phase an waren meine Reifen praktisch weg. Das einzig Schöne an dem Rennen war mein Duell mit Mark (Webber), aber ich hatte wirklich Probleme, weil ich vorne keinen Grip mehr hatte. Also, ein trauriges Rennen, aber ich möchte jedem im Team danken - sowohl hier als auch in Maranello. Wir hatten fantastische Jahre zusammen. Ich habe viel gelernt, und Ferrari hat es mir ermöglicht, etwas für die Zukunft aufzubauen. Ich bin dafür dankbar und bin sicher, dass wir für immer Freunde sein werden."

Michael Schumacher
"Dieses seltsame Ende ist mehr oder weniger eine Zusammenfassung unserer Saison. Was die Warm-up-Runde angeht: Ich wärmte meine Reifen auf, als ich plötzlich einen großen Knall hörte. Ich habe den Vorfall noch nicht als Video gesehen, also werde ich das nicht weiter kommentieren. Während der Safety-Car-Phase drehte ich mich einfach, weil meine Reifen komplett abgerieben waren. Als also jemand vor mir bremste, musste ich auch Bremsen und flog von der Strecke ab. Eigentlich bin ich mir nicht sicher, ob ich das Rennen bei dem Zustand meiner Reifen beendet hätte. Das einzig Positive ist, dass ich Dritter in der Meisterschaft bin. Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, in der nächsten Saison alles richtig hinzubekommen."

Jenson Button
„Das heutige Ergebnis war natürlich ein enttäuschendes Ende der Saison. Wir haben in der ersten Safety Car-Phase Boden verloren, als wir den Boxenstopp durchführten und das Safety Car vor uns war. Das Safety Car hätte uns vorbeiwinken müssen. Da das aber nicht der Fall war, lag Montoya dahinter, und das war's dann. Ich habe etwa drei Plätze verloren. Im ersten Stint fuhr das Auto gut, aber zum Ende hin war es nicht viel besser als in Japan. Wir haben einfach nicht den letzten Schritt nach vorn gemacht, auf den wir hier gehofft hatten. Es war eine lange, harte Saison für uns alle, aber wir sind jetzt alle viel stärker und entschlossener. Meine Gedanken richten sich bereits auf 2006, und ich weiß, dass wir nächstes Jahr viel erwarten können. Für den Moment möchte ich einfach nur jedem in diesem Team, bei Honda, bei Michelin und all unseren Partnern für ihre unglaubliche Unterstützung in diesem Jahr während einiger sehr schwieriger Zeiten danken. In der nächsten Saison können wir zusammen eine ganze Menge erwarten."

Takuma Sato
„Das heutige Rennen war schwierig, und das Endergebnis war enttäuschend, weil ich gute Fortschritte gemacht habe und ein Punkt am Ende möglich zu sein schien. Die Getriebeprobleme, die zu einem früheren Zeitpunkt des Rennens aufgetreten waren, zwangen mich schließlich zur Aufgabe. Das ist ein frustrierendes Ende der Saison und meiner Zeit bei B•A•R Honda. Es war ein hartes Jahr, aber es war großartig, diesem Team anzugehören. Wir haben zusammen fantastische Zeiten erlebt, und ich habe viele schöne Erinnerungen. Ich möchte allen im Team und all unseren Partnern danken und wünsche ihnen viel Glück für die Zukunft."

Fernando Alonso
"Es war eine perfekte Runde und ich war überrascht, wie gut das Auto an diesem Wochenende war. Der Kurs hat sich stark verbessert und wir haben viele Veränderungen vorgenommen, um das Handling zu verbessern. Wir waren einen Großteil der Saison mit unserer Entwicklung konservativ, aber für die letzten Rennen waren wir in der Lage, aggressiv zu sein und das zahlt sich aus. Ich bin in einer perfekten Position, um morgen um den Sieg fahren zu können."

Giancarlo Fisichella
"Ich bin wirklich froh, Zweiter zu sein, denn ich kämpfte an diesem Wochenende mit dem Auto und ich habe nicht erwartet, dass ich in der ersten Reihe stehe. Wir haben in der letzten Minute ein paar Verbesserungen vorgenommen, die die Sache wirklich verbessert haben, und ich war mit meiner Runde sehr zufrieden. Vielleicht war ich im ersten Sektor etwas konservativ, aber ich fühlte mich danach zuversichtlich. Der neue Motor hat sehr gut funktioniert und wir sind morgen auf einer guten Strategie."

Mark Webber
"Es war ein ziemlich frustrierender Grand Prix. Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Fahrer Spaß daran gehabt haben. Die Safety-Car-Phasen haben das Rennen für viele von uns zerstört. Es ist schade, dass ich nicht früher an Barrichello vorbeikam. Er hatte kein Tempo in den Kurven, bekam aber ziemlich schnell Top-Speed drauf. Deshalb konnte ich ihn auf der Geraden nicht angreifen. Ich möchte mich bei all unseren Jungs bedanken. Wir hatten das ganz Jahr über keinen einzigen Defekt, der mit ihrer Arbeit zu tun gehabt hätte. Das war sehr gute Arbeit von allen!"

Antonio Pizzonia
"Ich hatte ein schwieriges Rennen. Es war eine sehr harte Entscheidung vom Team, Mark und mich bei der zweiten Safety-Car-Phase reinzuholen. Wir sind ein Risiko eingegangen, und es hat sich leider nicht ausgezahlt. Das kommt vor. Die Strecke hat sich während des Rennens stark verändert, das hat alles schwieriger gemacht. Außerdem waren wir auf der Geraden nicht schnell genug. Wir konnten die Saison nicht so abschließen, wie wir uns gewünscht hätten. Ich persönlich habe weitere Erfahrung gesammelt und hier wieder eine neue Rennstrecke kennen gelernt."

Kimi Räikkönen
"Das war heute nicht unser Tag. Mehr als der zweite Platz war letztlich nicht drin und das hat für den Konstrukteurstitel nicht gereicht. Ich kam beim Start nicht schnell genug weg und als ich am Ende eine Reihe schneller Runden fahren konnte war es zu spät, um Alonso zu attackieren. Eine Runde bevor Juan Pablo das Drainagerohr traf, stand das bereits schräg und ich kam in der nächsten Runde gerade noch daran vorbei. Durch das Safety Car konnte sich unsere Strategie nicht so entfalten wie geplant. Glückwunsch an Renault. Im nächsten Jahr greifen wir wieder an und ich kann es jetzt schon kaum erwarten."

Juan Pablo Montoya
"Das Auto lag gut, doch dann fuhr ich über das lockere Drainagerohr und beschädigte meinen rechten Vorderreifen. Deshalb musste ich einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen. Gerade als das Rennen wieder frei gegeben wurde, hatte ich einen Motorschaden. Schade, wir alle hatten uns einen schöneren Saisonabschluss gewünscht."

Jacques Villeneuve
"Ich hatte Pech, weil ich durch die zwei Safety-Car-Phasen einige Plätze einbüsste. Es war jeweils schwierig, die Vorderreifen wieder auf die richtige Temperatur zu bringen. Später hatte ich dann Glück, dass ich nicht in Karthikeyans Unfall verwickelt wurde. Ich sah überall Rauch und dachte, dass er wieder auf die Strecke zurück rutscht. Die Frontpartie brach weg, und ich konnte ihm gerade noch ausweichen, fuhr dabei allerdings über einige Trümmerteile. Anschliessend hatte ich einige gute Zweikämpfe mit Monteiro und Trulli. Insgesamt bin ich enttäuscht, weil wir heute an sich konkurrenzfähig waren."

Felipe Massa
"Das Auto war heute besser als erwartet. Der entscheidende Moment war nach der zweiten Safety-Car-Phase, als wir entschieden, draussen zu bleiben. Nach dem Re-Start musste ich dann absolut voll angreifen, um einen ausreichenden Vorsprung herauszufahren, bevor ich zum zweiten Mal tankte. Der linke Vorderreifen vibrierte stark und hatte deshalb keinen optimalen Grip, aber gegen Ende hatte ich nicht allzu viel Mühe, Webber hinter mir zu halten. Nachdem ich die Ziellinie überfahren hatte, sagte mir Peter Sauber über Funk, dass er mir ein Auto schenkt. Meine Anstrengung hat sich also doppelt gelohnt! Das war die perfekte Art, Peter Sauber und seinem tollen Team zu danken sowie die Weltmeisterschaft und die Sauber-Ära zu beenden. Für mich war der sechste Rang heute gleich viel Wert wie ein Platz auf dem Podium."

David Coulthard
"Das war Mist. Mit jeder Safety-Car-Phase fielen wir zurück, aber so passiert das eben manchmal. Safety Cars wirken sich entweder positiv oder negativ für dich aus. Wir haben unseren Boxenstop eine Runde absolviert, bevor es rauskam, was uns kostete, allerdings gab es auch Missverständnisse mit Jenson und Montoya. Ich überholte sie beide und stand dann neben dem Safety Car. Ich wurde langsamer, um sicher zu gehen, dass das Safety Car mich vorbeilassen wollte, aber sie überholten mich beide wieder neben dem Safety Car und erhielten somit ihre Positionen zurück. Während des Rennens habe ich Charlie Whiting (FIA) um eine Aufklärung geboten, um herauszufinden, ob das erlaubt war, aber die kam von der FIA nicht. Ich weiß, dass es in diesen Situationen sehr verwirrend ist, weil es viel Verkehr mit vielen Autos gibt, aber das hat mich auf jeden Fall ein paar Punkte gekostet. Dass Christian vier Punkte geholt hat, ist großartig für das Team und schließt ein sehr positives erstes Jahr für Red Bull Racing ab. Wir werden nächstes Jahr zurückkommen und hoffentlich noch stärker sein."

Christian Klien
"Absolut brillant, fantastisch, das war eines der besten Rennen überhaupt für mich. Alles verlief gut für uns und die Taktik, während der zweiten Safety-Car-Phase keinen Boxenstop einzulegen, funktionierte perfekt. Als ich aus der Box herauskam und an der Boxenanzeige sah, dass ich Fünfter war, konnte ich das nicht fassen. Es war auch großartig, einige der schnellsten Runden des Rennens zu fahren - als das Auto weniger Sprit an Bord hatte, fuhr es sich besser und besser. Eine großartiges Ergebnis, um die Saison zu beenden."

Ralf Schumacher
"Das war ein großartiges Resultat, um eine exzellente erste Saison bei Toyota zu beenden, vor allem, weil es nach einem relativ anstrengenden Wochenende kam. Das Auto war im Qualifying und zu Beginn des Rennens wirklich schwierig zu fahren, aber das Safety Car kam für mich genau zur richtigen Zeit. Ich glaube, dass ich nach dem Grand Prix von Japan letztes Wochenende etwas Glück verdient habe, und dieses Mal hat es sich ausgezahlt. Das Team hat eine gut Strategie ausgearbeitet und nach der zweiten Safety-Car-Phase lag ich auf Platz zwei. Dann war das Handling unglaublich und ich konnte mit Alonso mithalten und die Lücke herausfahren, die ich benötigte. Die Boxenstops waren heute exzellent und ich möchte dem Team einen großen Dank aussprechen. Ich habe dieses Jahr in 14 von 19 Rennen Punkte geholt und freue mich darauf, nächste Saison im Feld noch weiter nach vorne zu kommen."

Jarno Trulli
"Das war ein schwieriger Nachmittag, und für mich lief es heute einfach nicht. Ich hatte das ganze Wochenende über Probleme mit dem Handling des Cars. Die Balance war im ersten Stint nicht allzu schlecht, nach zehn Runden spürte ich aber Vibrationen am linken Vorderrad. Die erste Safety-Car-Phase kam dann einfach zur falschen Zeit - direkt nach meinem ersten Boxenstop - und das hat mein Rennen ruiniert. Wir haben dann versucht, wieder nach vorne zu kommen, indem wir das Auto in der zweiten Safety-Car-Phase mit genug Benzin betankten, um das Rennen zu beenden, aber dann lag ich weit zurück und musste letztendlich noch einmal reinkommen, um meinen linken Vorderreifen zu wechseln. Trotzdem war es eine großartige Saison, mein Dank gilt also dem Team. Wir haben ein paar Podestplätze und viele Punkte verpasst, aber wir haben eine starke Leistung gezeigt, also freue ich mich auf weitere Erfolge im Jahr 2006."

Tiago Monteiro
"Wow, was für eine Saison! Ich bin so glücklich und froh über das ganze Jahr. Wenn man in eine Saison geht, weiß man nicht wirklich, was einen erwartet, und die Saison mit so einer hohen Bilanz an Zielankünften mit großartiger Zuverlässigkeit als bester Rookie des Jahres, Mann des Rennens in Spa und einem Podestplatz in Indianapolis zu beenden ist unglaublich. Ich hätte mir keine bessere erste Saison erträumen können. Ich möchte dem ganzen Team danken, da die Formel 1 wirklich ein Teamsport ist. Sie haben alle fantastische Arbeit geleistet, um mir so ein gutes Auto zu geben. Selbst in dem letzten Rennen konnten wir mit den Toyotas und Williams kämpfen. Es hat viel Spaß gemacht und ich habe diese Saison wirklich genossen."

Narain Karthikeyan
"Das war ein aufregendes Rennen. Wir mussten in der ersten Runde einen Boxenstop einlegen, weil wir ein kleines Problem hatten und sichergehen wollten, dass alles in Ordnung war. Ich habe Doornbos beim ersten Boxenstop überholt, und dann kam das Safety Car für sehr lange Zeit raus, wodurch meine Reifen an Temperatur und Druck verloren haben. Viele Fahrer haben Fehler gemacht, als sie versuchten, ihre Reifen auf Temperatur zu bringen. Als das Rennen dann wieder startete, hatte ich eine gute erste Runde und konnte Sato überholen. Ich fuhr hinter Trulli her - als ich dann in Kurve 13 einbog, weiß ich nicht, was passierte. Das Auto kam auf den künstlichen Rasen und ich wurde von der Wand angezogen. Ich hatte einen sehr großen Unfall, kann aber glücklicherweise sagen, dass es schlimmer hätte sein können. Ich habe einen etwas steifen Nacken, aber davon abgesehen bin ich ok."

Robert Doornbos
"Über den Boxenfunk habe ich am Ende des Rennens gesagt: 'Danke, Minardi, dafür, dass ihr mir die Chance gegeben habt, als Formel-1-Fahrer zu debütieren. Das Rennen selbst begann für uns spektakulär, und ich glaube, dass ich mit den kalten Reifen nach den Safety-Car-Vorfällen mein Bestes gegeben habe, indem ich ein paar Mal einen Williams und Villeneuves Sauber überholte. Ich glaube, dass ich gut gefahren bin und habe den Nachmittag wirklich genossen. Hoffentlich kann ich nächstes Jahr wieder in Shanghai fahren und ein besseres Resultat holen."

Christijan Albers
"Ich glaube, jeder hat gesehen, was in der Aufwärmrunde passiert ist, und ich glaube, dass das für uns beide eine Schande war. Um ehrlich zu sein hatten wir einfach den ganzen Tag über Pech. Ich musste das Rennen mit anderen Reifen im Ersatzauto starten, das nicht auf dem jüngsten Stand ist - beispielsweise hat es keine Servolenkung. Leider habe ich sofort eine Runde verloren, als ich nach meinem ersten Boxenstop hinter den Führenden hinauskam, die nach Montoyas Vorfall hinter dem Safety Car fahren. Trotzdem, so ist das Leben, und so ist die Formel 1. Das ist hart, aber man muss sich dran gewöhnen. Ich bin jetzt einfach entschlossener, nächstes Jahr noch mehr Gas zu geben."