Michael Schumacher
„Ich kann nicht glücklich sein mit
meinem sechsen Platz. Ganz klar sind wir im Moment nicht schnell genug.
Ohne Trulli vor mir hätte ich vielleicht gegen Button fighten können,
aber das soll keine Entschuldigung sein. Wenn man die Performance der Nordamerikarennen
mit den letzten beiden vergleicht, dann bewegen wir uns sogar eher rückwärts.
Wir sind nicht so stark wie unsere Konkurrenten. Ich freue mich auf das
Heimrennen in Hockenheim, würde den Fans aber gerne mehr bieten.“
Rubens Barrichello
„Ein schwieriges Rennen. Wir hatten nicht
die Pace, die wir haben sollten. Mein Start war gut, ich kam an Trulli
vorbei und alles lief nach Plan. Abgesehen davon, dass mich Button aufgehalten
hat, war ich gut unterwegs. Dadurch funktionierte meine Dreistoppstrategie
aber nicht ganz wie geplant. Ich hatte einige Bremsprobleme, genau wie
in Magny-Cours. Wenn ich mir jedoch ansehe, wie sich das Rennen entwickelt
hat, wäre wohl ohnehin nicht mehr drin gewesen.“
Jenson Button
„Ich werde über dieses Ergebnis bei
meinem Heimrennen natürlich nicht glücklich sein, aber es war
klar, dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vom Auto erwartet hatten.
Wir kamen hier in der Hoffnung her, dass wir von unseren Verbesserungen
profitieren würden, aber sie gingen ganz offensichtlich nicht weit
genug und wir hinken immer noch etwas zurück. Die zwei Top-Teams befinden
sich im Vergleich zum Rest des Feldes in einer anderen Liga.“
„Es war einfach unglaublich, die Autos vor
und hinter mir anzuschauen, über wie viel Haftung sie in den Hochgeschwindigkeitskurven
verfügten. Wir sind im Vergleich zu dem Rest der Teams stark. Ich
bin über eine halbe Minute vor Michael auf dem sechsten Rang ins Ziel
gekommen. Immerhin haben wir weitere Punkte für das Team geholt und
haben den Fans heute Nachmittag ein gutes Rennen geboten. Mir tut es nur
leid, dass ich kein Podium herausfahren konnte, was wir uns alle gewünscht
hätten.“
Takuma Sato
„Es war einfach so, dass ich mich auf dem
Weg zur Startaufstellung durch das Startprozedere arbeitete und dabei den
falschen Knopf auf dem Lenkrad drückte, während ich die Reifen
aufwärmte. Ich möchte mich bei allen im Team entschuldigen, die
das Auto vorbereitet haben und so viel Vorbereitungsarbeit in den Grand
Prix von Großbritannien an diesem Wochenende gesteckt haben. Ich
konnte nicht das Ergebnis herausfahren, das wir wollten und heute hätten
haben können. Das Team hat großartig gearbeitet, um mich wieder
ins Rennen zu bringen und ich habe mein Bestes gegeben, aber ich lag so
weit hinten, dass ich nichts mehr tun konnte. Es war für uns alle
ein hartes Jahr und wir können es nur weiterhin versuchen und uns
in der zweiten Saisonhälfte bessere Ergebnisse zum Ziel setzen.“
Fernando Alonso
„Es ist eine schöne Überraschung,
bei einem unserer schwierigsten Rennen auf dem Podest zu stehen und meine
Führung in der Meisterschaft auf Kimi ausgebaut zu haben. Es war auch
ermutigend, dass wir von der Pole Position starteten, was zeigt, dass das
Auto konkurrenzfähig ist. Ich denke, wir sehen auch für den Rest
der Saison stark aus. Ich habe die Führung schon am Start verloren,
folgte dann Montoya bis zu den Stopps.“
„Das Team gab mir viel Benzin mit, damit
wir während der letzten Runde der Stopps überholen könnten,
aber ich steckte leider im Verkehr fest. Ich habe etwas Zeit hinter Trulli
verloren, aber es war nicht seine Schuld, denn es wurden keine blauen Flaggen
gezeigt. So kam ich wieder hinter Montoya nach meinem letzten Stopp auf
die Strecke. Es ist etwas frustrierend, dadurch einen Sieg zu verlieren,
aber es ist dennoch ein tolles Ergebnis für uns.“
Giancarlo Fisichella
„Es war wieder ein enttäuschendes Ergebnis
für mich, denn ich hätte heute auf dem Podest stehen sollen,
wenn es beim zweiten Stopp kein Problem gegeben hätte. Dennoch war
es von Rang sechs aus ein starkes Rennen, die Strategie des Teams hat exzellent
funktioniert, ich kämpfte an der Spitze mit. Als wir hier ankamen,
wussten wir, dass McLaren schneller sein würde. Aber es war dann doch
sehr eng.“
Mark Webber
„Von Startplatz elf ist ein gutes Ergebnis
nur schwer zu erzielen, es sei denn, man hat ein sehr schnelles Auto. Das
Rennen heute war mühsam, ähnlich wie in Magny-Cours vor einer
Woche. Wir hatten auch hier keine Chance, weil unsere Autos einfach zu
langsam waren. Wir müssen unsere Form wieder finden, und zwar schnell.“
Nick Heidfeld
„Wie erwartet war das Rennen schwierig.
Beim Start habe ich keine Position gewonnen. Danach war ich die meiste
Zeit damit beschäftigt, mich gegen Coulthard, Klien, Villeneuve und
Massa zu verteidigen. Die Balance des Autos war schlecht, entsprechend
unkonstant waren die Rundenzeiten. Das alles ist natürlich nicht das,
was wir wollen. Wir werden jetzt mit Vollgas weiterarbeiten, um unsere
Probleme bis zum nächsten Rennen auszusortieren. Ich werde in der
kommenden Woche auch in Jerez testen und dem Team helfen, so gut ich kann.“
Kimi Raikkönen
Ich habe heute mein Bestes gegeben und wir
können Silverstone mit zwei Podestplätzen verlassen. Wenn ich
gestern nicht den Motorschaden gehabt hätte und wenn ich nicht um
zehn Startpositionen zurückgewandert wäre, würde das Resultat
ganz anders aussehen, aber so ist nun einmal der Motorsport. Leider Gottes
haben wir in der Weltmeisterschaft wieder zwei Punkte verloren, aber ich
hoffe, dass ich viele der verbleibenden Rennen gewinnen kann.“
„Während des Rennens habe ich viel
Zeit hinter anderen Fahrzeugen verloren. Es ist schwierig, in den schnellen
Kurven dicht an jemanden heranzufahren, denn man verliert Grip. Als ich
dann bei den Stopps doch endlich an Michael und Trulli vorbeigekommen bin,
war es schon zu spät, der Rückstand zu groß. Keine Frage,
dass wir den Speed haben, denn ich konnte in der letzten Runde die schnellste
Runde fahren. Daher freue ich mich auf Hockenheim.“
Juan-Pablo Montoya
„Es ist großartig, meinen ersten Grand
Prix für McLaren-Mercedes gewonnen zu haben. Mein Start war perfekt
und ich konnte Fernando in einem Rad-an-Rad-Stechen nach der ersten Kurve
überholen. Ich habe alles riskiert und wusste, dass er mehr zu verlieren
hat als ich. Mir ging es nur um den Sieg in diesem Rennen. Danach ging
es nur noch darum, vorne zu bleiben, und dank der Strategie und gut ausgeführter
Boxenstopps ist mir das auch gelungen. Das Team hat mich bei den Stopps
früh reingeholt, um Nachzüglern aus dem Weg zu gehen, und das
hat gut funktioniert, denn Fernando wurde von ihnen aufgehalten. Trotzdem
war es kein einfacher Sieg, denn Fernando setzte mich bis zum Schluss unter
Druck. Ich freue mich über meinen ersten Sieg in diesem Jahr, speziell
in der Heimat von McLaren, denn es waren viele Leute aus der Fabrik in
Woking und von Mercedes-Ilmor in Brixworth hier.“
Tiago Monteiro
„Für mich war es erneut ein gutes Rennen.
Ich denke, dass wir die richtige Strategie gewählt haben. Wir waren
zu Beginn ziemlich schwer und haben zwei Stopps geplant. Ich hatte einen
großartigen Start, überholte ein paar Autos und habe Narein
so dicht wie möglich gefolgt, um ihn nicht zu weit wegfahren zu lassen.
Leider hatte Narain ein paar Probleme und ich fuhr eine Weile alleine herum.
Zur Rennhälfte wurde mir über
Funk gesagt, dass Sato noch hinter mir ist. Ich habe aus diesem Grund wie
verrückt Druck gemacht, um vor ihm zu bleiben, aber er war einfach
zu schnell. Es gab nichts, was ich hätte machen können. Alle
waren in diesem Rennen sehr zuverlässig, aus diesem Grund war es für
mich schwer, auf einer besseren Position ins Ziel zu kommen. Ich habe nun
von elf Rennen elf beendet. Es wird für den kommenden Neuling schwer
sein, dieses Rekord zu schlagen.“
Narain Karthikeyan
„Ich hatte einen sehr guten Start und überholte
Massa, aber leider konnte er mich in Becketts überholen. Ich hatte
jedoch ein sehr gutes Tempo und konnte im Paket Massa, Coulthard und Heidfeld
mithalten. Leider hielt das Auto scheinbar wegen eines Elektrikproblems
an. Das ist sehr frustrierend, da es das zweite Wochenende in Folge ist
an dem ich ein paar Probleme mit meinem Auto hatte, auch wenn ich es schaffte,
das Rennen in Magny-cours zu beenden. Es ist wirklich schade, da ich das
ganze Wochenende über sehr gut unterwegs war.“
Felipe Massa
„Am Start hatte ich ein Problem mit der
Kupplung und ich kam nur langsam weg. Ich konnte die Position, die ich
an die Jordans verloren hatte, wieder aufholen, aber dann steckte ich im
Verkehr fest und verlor Zeit. Trotzdem war meine Strategie richtig, und
als ich freie Fahrt hatte, war mein Auto sehr gut und konstant. Wenn ich
weiter vorne gestartet wäre, hätte ich sicher in die Punkte fahren
können. Schade, dass das nicht gelungen ist, aber mit meinem Rennen
muss ich zufrieden sein.“
David Coulthard
„Ich hoffe, dass wenigstens das Publikum
Spaß hatte. Jacques Villeneuve überholte mich schon zu Beginn,
aber wir hatten weiter einen Kampf gegen die Autos von Sauber und Williams.
Ich konnte Mark Webber direkt vor meinem ersten Stopp überholen, als
wir alle verschiedene Benzinmengen im Tank hatten. Ich war über die
mangelnde Konstanz des Autos überrascht. Zu Beginn hatte ich Übersteuern,
beim Stopp haben wir daher etwas Abtrieb weggenommen, aber ich war noch
immer nicht zufrieden mit der Balance.
Dann, zehn Runden vor meinem zweiten Stopp,
änderte sich das Auto auf einmal und war viel schneller – so sehr,
dass ich Mühe hatte da mitzukommen. Wir müssen sicher an einigen
Dingen arbeiten, aber die Unterstützung, die ich hier von den Fans
erhielt, war großartig. Ich hoffe, sie haben die Show genossen.“
Christian Klien
„Der 15. Rang ist enttäuschend. Das
Auto war schwierig zu fahren und ich hatte nicht die nötige Balance.
Der Start war gut, ich konnte einige Plätze gutmachen. Mein erster
Stopp war früh geplant, dadurch war mein Auto leichter und ich war
zu Beginn recht schnell. Aber, ich hing hinter Mark Webber fest und konnte
die volle Pace nicht zeigen. Dann habe ich in Kurve sieben einen kleinen
Fehler gemacht. Das Auto war sehr nervös am Kurveneingang, ich denke,
wir hatten vorn zu viel Grip. Nach dem ersten Stopp hatte ich einige freie
Runden und konnte gute Zeiten vorlegen. Danach hing ich hinter Villeneuve
und konnte wieder nicht so schnell fahren, wie ich hätte können.“
Ralf Schumacher
„Nach einem solch schweren Rennen muss ich
mit einem Punkt zufrieden sein, auch wenn ich gern mehr geholt hätte.
Ich habe eine Reifenwahl getroffen, von der ich mir einen Vorteil erhoffte,
aber leider kämpfte ich mit dem Grip. So war es hart, das Auto auf
der Piste zu halten und konstante Zeiten zu fahren. Beim Start habe ich
auch einen Platz verloren, daher bin ich über mein Ergebnis besonders
froh. Aber, es steht noch viel Arbeit für uns an und ich hoffe, dass
wir in Hockenheim eine bessere Leistung zeigen.“
Jarno Trulli
„Es ist frustrierend, nach einem so harten
Tag keine Punkte zu bekommen. Wir hatten Grip-Probleme zu Beginn des Rennens,
genau wie in Frankreich. Es wurde mit jedem Stint besser. Wir haben bei
unserer Strategie einen Fehler gemacht und ich habe Plätze verloren,
weil ich im Verkehr von blauen Flaggen aufgehalten wurde. Ich habe mein
Bestes gegeben und war so schnell, wie ich konnte. Nun müssen wir
auf ein besseres nächsten Rennen hoffen.“
Christijan Albers
„Es gab am Start ein kleines Problem weil
unklar war, ob er abgebrochen wird oder nicht. Aus diesem Grund kann ich
nur langsam vom Fleck und verlor die Position, die ich im Qualifying gewonnen
hatte. Ich war in der Lage, in der ersten Runde Patrick zu überholen
und machte dadurch eine Position wieder gut. Als ich jedoch Monteiro versuchte
zu schnappen, kam das Safety Car auf die Strecke und als dieses wieder
an die Box ging, konnte ich ihn nicht schnappen. Ich bin mit dem Ergebnis
ziemlich zufrieden, da meine Rundenzeiten ziemlich konstant waren auf einem
Kurs, der im Moment nicht besonders zu unserem Auto passt.“
Patrick Friesacher
„Es war gut, das Rennen zu beenden, aber
es war nach dem ersten Renndrittel schwierig, als der Verkehr in einigen
Runden bedeutete, dass man rund sechs Sekunden im Vergleich zu den normalen
Rundenzeiten verlor. Einige Fahrer waren auf zwei Stopps, andere auf drei
und als Ergebnis schien die meiste Zeit über Verkehr um mich herum
gewesen zu sein, was deinen Rhythmus zerstört. Da man beim Passieren
der anderen Autos von der Ideallinie weggeht, nehmen deine Reifen oft Schmutz
auf, wenn man auf den schmutzigen Teil der Strecke kommt. Diese Dinge zusammen
haben für einen anstrengenden Renntag gesorgt.“