Michael Schumacher
"Ich denke, der dritte Platz war heute das
Beste, was ich erreichen konnte. Es ist richtig, dass ich viel Zeit hinter
Trulli verlor während den ersten 18 Runden, wodurch Montoya hinter
mir aufschließen konnte. Ich hatte einige Probleme mit dem Verkehr.
Ohne diese Schwierigkeiten hätte mich unsere Strategie vor Kimi bringen
können. Interessant war dieses Rennen, weil unterschiedliche Fahrer
unterschiedliche Strategien wählten, aber heute hatten wir nicht die
Pace, um ganz vorne mitzufahren. Ich hatte einen kritischen Moment, als
ich in Kurve drei etwas zu weit nach außen kam und Fisichella ein
wenig Druck machte, doch er kam nie nah genug, um mich zu überholen."
Rubens Barrichello
"Das war ein schlechtes Rennen für
mich. Nach vier oder fünf Runden bekam ich Probleme mit den Bremsen,
wodurch das Auto sehr schwierig zu fahren war. Bei den ersten Boxenstopps
war ich nicht in der Lage, mich vor Trulli zu halten, was immerhin ein
Auto war, was möglicher Weise langsamer war als meins. Das Problem
mit den Bremsen wurde nach und nach immer schlimmer, so dass ich immer
weiter zurückfiel und am Ende nicht einmal in der Lage war, einen
einzigen WM-Punkt zu holen. Ich bin sehr enttäuscht."
Jenson Button
"Es ist großartig, nach so einer schwierigen
ersten Saisonhälfte endlich zu punkten. Das ist ein tolles Resultat
für das Team. Von jetzt an kann es nur noch bergauf gehen. Vor dem
Heim-Grand-Prix in Silverstone ist das genau die richtige Motivationsspritze.
Wir hatten heute eine sehr gute Strategie, das Team musste dieses Wochenende
sehr hart für diesen vierten Platz arbeiten. Es geht nicht nur um
die Punkte, die toll sind, aber wir waren auch knapp am Podium dran. Das
ist sehr motivierend."
Takuma Sato
"Ich hatte keinen guten Start, denn ich
wurde von Barrichello überholt. Aber der erste Teil des Rennens war
ziemlich aufregend, denn ich duellierte mich mit ihm, ging an ihm vorbei,
und dann Trulli." Am Toyota des Italieners wollte er sich in der Haarnadel
vorbeibremsen, "aber ich bin weggerutscht und verlor dann sukzessive Traktion.
Schade, dass ich heute keine Punkte holen konnte, aber das war vor dem
britischen Grand Prix genau das richtige Resultat für das Team."
Fernando Alonso
"Ich bin sehr stolz, hier heute gewonnen
zu haben - für Renault und Michelin, die in den letzten zwei Wochen
eine schwierige Zeit hatten, und für alle Fans, die hier her kamen,
um uns zu unterstützen. Das Rennen war ziemlich einfach: Ich machte
bis zum ersten Boxenstopp viel Druck, um das Rennen dann zu kontrollieren,
wobei wir leichte Veränderungen am Auto vornahmen. Ich freue mich
wirklich, wieder gewonnen zu haben, aber dies ändert für die
Meisterschaft noch nichts. Ich habe durchaus einen guten Vorsprung zu Kimi,
aber es liegt noch ein sehr langer Weg vor uns und wir wissen, dass unsere
Rivalen kommendes Wochenende in Silverstone sehr schnell sind. Aber im
Augenblick genieße ich es einfach nur, was wir heute erreicht haben."
Giancarlo Fisichella
"Ich denke im Augenblick, dass dies ein
gutes Rennen für mich war - trotz der Position, auf der ich das Rennen
beendet habe. Ich hatte ein Problem mit der Tankanlage bei meinem ersten
Boxenstopp, was mich einige Positionen kostete. Dann brach leider ein Support-System
mitten im Rennen zusammen, was mich eine Menge Grip und Abtrieb kostete.
Und beim letzten Boxenstopp ging der Motor aus, als ich losfahren wollte.
Mit all diesen Ereignissen ist der sechste Platz ein gutes Resultat. Selbstverständlich
wäre heute für mich ein Podiumsresultat möglich gewesen
und ich könnte frustriert sein, aber die Hauptsache ist, dass wir
mehr Punkte geholt haben als die anderen Teams und unsere Position in der
Meisterschaft verbessert haben."
Mark Webber
"Mein größtes Problem heute war,
dass mein Sitz extrem heiß wurde. Ich musste mir bei den Boxenstopps
Wasser ins Cockpit schütten lassen. Es war sehr beschwerlich, unter
diesen Bedingungen zu fahren. Das Ergebnis ist eine große offene
Brandwunde an meiner rechten Hüfte, die nun ärztlich behandelt
wird. Das Rennen selbst war ohnehin schwierig. Nachdem wir so schlechte
Startplätze hatten, hingen wir hinten fest. Wir haben eine Menge Arbeit
vor uns."
Nick Heidfeld
"Beim Start konnte ich keinen einzigen Platz
gutmachen. Dann lag ich eine Weile zwischen Mark und David Coulthard. Beim
ersten Boxenstopp blieb ich vor David, aber er ist später als ich
zum zweiten Stopp gefahren und war dann vor mir. Dann spürte ich plötzlich,
dass etwas mit meinem Auto nicht in Ordnung war. Ich dachte an eine Aufhängung,
weil es sich ganz seltsam angefühlt hat, vor allem auf der Gerade.
Die Ingenieure sagten mir, dass es ein Problem mit dem Differenzial gebe,
aber dass ich doch weiterfahren solle, um wenigstens einen um eine Position
besseren Startplatz für das Qualifying in Silverstone zu haben. Mein
Auto war heute extrem schwierig zu fahren."
Juan-Pablo Montoya
"Ich hatte wirklich Spaß in diesem
Rennen, bin umso enttäuschter über diesen Ausfall. Zuerst hat
sich die Servolenkung verabschiedet, dann der Reihe nach auch die Gänge.
Das passiert eben, wenn man einen Hydraulikschaden hat. Wir waren auf der
richtigen Strategie - und unser Auto ist einfach unglaublich schnell, was
es noch enttäuschender macht, nicht ins Ziel zu kommen."
"Ich war auf einem anderen Reifen als Kimi,
hatte dadurch Schwierigkeiten, die Reifen auf Temperatur zu bekommen, aber
das hätte sich gegen Rennende womöglich bezahlt gemacht. Ich
steckte viel im Verkehr fest, aber immer dann, wenn ich freie Fahrt hatte,
konnte ich aufholen und an das Podium denken, Jetzt muss ich in Silverstone
im Qualifying wieder früh auf die Strecke, aber daran bin ich ja schon
gewöhnt. Ich spüre, dass ein Sieg bald kommen wird."
Kimi Raikkönen
"Ich bin froh darüber, dass ich den
Schaden in der Weltmeisterschaft minimal halten konnte. Das Auto hat gut
funktioniert - und wenn ich vom dritten Startplatz losgefahren wäre,
für den ich mich ja eigentlich qualifiziert hatte, dann hätte
ich heute bestimmt auch gewinnen können", gab er achselzuckend in
die Mikrofone.
"Unsere Strategen haben einen guten Job
gemacht, es war ein interessantes Rennen. Leider steckte ich viel im Verkehr
fest, was gerade zu Beginn des Rennens viel Zeit gekostet hat. Als ich
dann endlich freie Fahrt hatte, war es schon zu spät, um den Rückstand
auf Alonso signifikant zu verringern. Hoffentlich wird es in Silverstone
besser laufen. Dort will ich das tun, was Alonso heute gemacht hat: Vor
den Fans des Teams gewinnen!"
Jacques Villeneuve
"Das war gar nicht so schlecht. Das Auto
war vom Start bis ins Ziel gut, sehr gut fahrbar und ich konnte immer angreifen.
Ich machte mir nur mit viel Benzin an Bord nach meinem zweiten Stopp Sorgen,
denn in der ersten Kurve setzte mein Auto auf. Das ganze Wochenende konnte
ich dort voll fahren, aber nun musste ich lupfen. Aber es war gut, heute
wieder einen Punkt zu holen, aber erfreulicher ist, dass wir konkurrenzfähiger
waren, als ich es erwartet hatte. Das war sehr ermutigend."
Felipe Massa
"Anfangs lief noch alles gut. Um Runde 25
herum verlor ich an Hydraulikdruck. Zunächst wurde die Lenkung schwergängig,
dann konnte ich keine Gänge mehr anwählen. Nach einigen Runden
fuhr ich an die Box und das Team versuchte, das Problem zu lösen.
Ich fuhr wieder hinaus, aber das Problem bestand noch immer, also musste
ich aufgeben. Das frustrierende war allerdings, dass unser Renntempo sehr
hoch war. Ich war schneller als einige der Top-5-Autos und die Michelin-Reifen
wurden mit jeder Runde besser. Ich bin mir sicher, dass ich heute eine
gute Platzierung hätte einfahren können und WM-Punkte wären
mit Sicherheit drin gewesen."
David Coulthard
"Was für ein Ärger! Ich habe viel
Zeit im Verkehr verloren und konnte diese Zeit während des Rennens
nicht mehr aufholen. Jetzt kann man nur auf Silverstone schauen."
Christian Klien
"Das ist eine herbe Enttäuschung. Ich
hatte in der ersten Runde ein Benzindruckproblem und konnte nichts tun
außer aufgeben. Das ganze Wochenende ist schlecht für mich gelaufen.
Ich hatte den Unfall und qualifizierte mich dann nur als 16. Dass ich noch
einmal vorne rankommen würde, damit hätte ich nicht mehr gerechnet,
aber dieses frühe Aus kam dann doch unerwartet."
"Es ist dieses Jahr das sechste Rennen,
das ich fahre, und ich bin erst dreimal ins Ziel gekommen. Zweimal hatte
ich einen technischen Defekt, einmal Indianapolis, sonst war ich immer
in den Punkten. Gut, einen technischen Defekt kann man immer haben, aber
es ist das Pech derzeit auf meiner Seite. In Silverstone haben wir schon
einige Tests gefahren. Ich denke nicht, dass wir allzu viel besser sein
werden als hier. Wir müssen das Beste draus machen."
Jarno Trulli
"Nach dem starken Qualifikationstraining
war es heute viel schwieriger. Ich hatte einen guten Start und hielt einige
hinter mir, aber dann konnte ich die Pace nicht mehr halten, weil das Auto
rutschte, besonders im hinteren Streckenteil. Ich kämpfte mit der
Balance und der Traktion, doch ich konnte nur sehr wenig tun. Ich versuchte,
die ganze Zeit über zu kämpfen, um die anderen Autos hinter mir
zu halten, aber es war sehr harte Arbeit, weil sie im Allgemeinen schneller
waren. Nachdem das Problem nach dem ersten Boxenstopp noch schlimmer wurde,
konnten wir das Auto beim zweiten Boxenstopp etwas verbessern. Noch vier
Punkte geholt zu haben ist ein gutes Resultat für mich und das Team,
also können wir damit zufrieden nach Hause gehen."
Ralf Schumacher
"Wenn man bedenkt, wo wir zu Beginn des
Wochenendes standen und wo wir uns qualifiziert haben, so war dies ein
gutes Resultat. Wir hatten während dem ganzen Wochenende keine besonderen
Ereignisse oder Zuverlässigkeitsprobleme gehabt, weswegen ich nun
zufrieden mit zwei Punkten nach Hause gehe. Ich kämpfte mit der Balance
und das Auto rutschte immer wieder, so dass ich heute Nachmittag sehr hart
kämpfen musste. Das Team änderte meine Strategie von drei auf
zwei Boxenstopps, wobei mir Jacques noch etwas geholfen hat, der kurz vor
dem Ende noch von der Bahn abkam. Es war gut, dass wir beide Autos in die
Punkte gebracht haben. Ich möchte dem Team für ihre Hilfe danken.
Ich wünschte, dass ich mehr erreicht hätte, aber wir müssen
damit heute zufrieden sein."
Tiago Monteiro
"Ich hatte ein gutes Rennen. Ich hatte eine
gute Pace und keinerlei Probleme. Ich konnte hart angreifen, auch die Balance
des Autos war gut. Ich denke, die Lücke zu den Autos vor uns wird
immer geringer. Das ist ein gutes Zeichen, aber wir müssen das Auto
weiter verbessern. Ich kam heute wieder in das Ziel, das ist ein toller
Rekord für mich. An diesem Wochenende hatte ich viele Probleme, aber
im Rennen war das Auto wieder perfekt. Die Zuverlässigkeit war großartig
und ich möchte allen dafür danken."
Narain Karthikeyan
"In Runde drei hatte ich plötzlich
Probleme bei der Gangwahl. Ich hatte keinen dritten und fünften Gang
mehr, daher musste ich direkt vom zweiten in den vierten schalten. Hier
gibt es aber viele Kurven, für die man die Gänge drei und fünf
braucht, daher habe ich viel Zeit verloren. Es ist schade, denn ich war
das gesamte Wochenende über schnell. Ich bin wirklich enttäuscht."
Patrick Friesacher
"Das Auto war von Beginn weg nervös
und ich konnte den Speed der Jordans und meiner Teamkollegen nicht gehen,
obwohl ich wirklich alles gegeben habe. Nach meinem zweiten Boxenstopp
hatte ich einen Reifenschaden. Damit hatte es sich. Hoffentlich wird es
in Silverstone besser für uns laufen."
Christijan Albers
"Ich konnte meinen Teamkollegen und Monteiro
am Start überholen und vor Patrick bleiben, obwohl wir auf einer anderen
Benzinstrategie waren. Auch Monteiro konnte ich hinter mir halten. Leider
hatte ich in Kurve drei viel Übersteuern. In der Runde vor meinem
Boxenstopp konnte mich Monteiro überholen. Bis zu meinem Reifenschaden
war ich zufrieden, denn die Jordans waren heute auch auf einem Dreistopper,
ich war aber schneller als Karthikeyan. Jetzt können wir nur nach
Silverstone schauen und auf ein besseres Resultat hoffen."