Michael Schumacher
"Ralf ist in Ordnung und das ist heute das
Wichtigste. Ich war sehr besorgt, als ich ihn so lange im Auto sah. Das
Team funkte mir dann, dass er okay ist. Das hat mir sehr geholfen, denn
ich konnte sehen, wie hart er in die Mauer eingeschlagen sein muss. Das
Timing des ersten Boxenstopps war entscheidend. Ich übernahm die Führung,
als das Safety Car an die Box ging. Ich konnte in den Windschatten von
Rubens kommen und vorbei gehen."
"Wir hatten eine flexible Strategie, Rubens
war auf einem längeren ersten Stint und ich auf einem längeren
zweiten. Rubens war schneller wie ich, da er neuere Reifen hatte, weswegen
er mich in den paar Runden so sehr unter Druck setzte und wir hatten einen
harten Kampf. Ich musste mit meinen Reifen haushalten, die am Rande des
Blasenwerfens waren und besser wurden, als sie erst einmal abgefahren waren,
da konnte ich wieder pushen."
Rubens Barrichello
"Ich bin glücklich, dass ich Nordamerika
mit 16 Punkten verlassen, kann aber ein wenig enttäuscht, denn ich
hatte das Gefühl, dass ich hier und in Kanada hätte gewinnen
können. Mein Auto war heute exzellent, aber als das Safety Car rauskam,
war mein Reifendruck zu niedrig und ich hatte in der letzten Kurve durchdrehende
Räder, weswegen Michael in den Windschatten kommen konnte und mich
überholte, wobei ich die Türe nicht zumachen konnte. Ich verlor
bei meinem ersten Boxenstopp ebenfalls ein paar Positionen, aber ich habe
wirklich alles gegeben."
"Ich habe auch etwas auf der Strecke getroffen,
als ich in einen blinden Kurvenausgang fuhr und habe einen heftigen Schlag
dabei verspürt. Das Auto hat nach links gelenkt und ich dachte, dass
die Aufhängung gebrochen ist. Nach meinem letzten Stopp konnte ich
Michael auf meinen neuen Reifen attackieren, aber er hat die Türe
fair zugeworfen. Ich bin nun heißer als jemals zuvor, mein erstes
Rennen so früh wie möglich zu gewinnen."
Juan-Pablo Montoya
"Positiv ist immerhin, dass mein Auto heute
so schnell war, dass ich vom Ende des Feldes zur Spitze aufschließen
konnte."
"Zum Unfall von Ralf kann ich nicht viel
sagen bin aber froh, dass ihm nichts pasiert ist."
Kimi Raikkönen
"Ich habe zwar Punkte geholt, bin aber trotzdem
enttäuscht, weil ich glaube, dass ich auf das Podium hätte kommen
können. Wir haben mit dem MP4-19 einen Schritt nach vorne gemacht
und ich war halbwegs konkurrenzfähig, aber es hat eben nicht sollen
sein."
"Unsere Rennstrategie war gut, das Handling
des Autos auch und ich konnte wirklich attackieren. Leider musste ich zwei
Extra-Boxenstopps einlegen, weil das Team Luft ins pneumatische System
des Motors nachfüllen musste, was mich einige Plätze gekostet
hat", ergänzte der Finne. Immerhin hatte er trotz seiner Probleme
den Teamkollegen sicher im Griff, auf den fünftplatzierten Panis fehlte
ihm am Ende jedoch mehr als eine Minute.
David Coulthard
"Zumindest sind Kimi und ich durchgekommen
und haben Punkte geholt. In der Anfangsphase bin ich über ein Wrackteil
gefahren und dabei verlor ich einen Windabweiser, was sich negativ auf
das Fahrverhalten ausgewirkt hat. Das Auto war für den Rest des Grand
Prix' schwer zu kontrollieren."
"Gegen Ende des Rennens musste ich noch
einmal reinkommen, weil sich ein Stück Kunststoff unter dem Auto festgesetzt
hat, das die Mechaniker entfernen mussten. Jetzt freue ich mich aber schon
auf den Grand Prix in Magny-Cours in zwei Wochen."
Jarno Trulli
"Ich habe heute mein Bestes vom letzten
Startplatz aus gegeben. Ich habe das Maximale aus dem Start gemacht und
viele Positionen gutgemacht. Dann zogen wir während der zweiten Safety-Car-Phase
meinen Boxenstopp nach vorne, ein Schachzug, der sich später im Rennen
bezahlt gemacht hat. Ich habe die ganze Zeit gepusht, aber Sato hat mich
während dem letzten Rennabschnitt geschnappt."
"Ich war wirklich am Limit und in der Runde,
bevor er mich überholte, rutschte ich von der Strecke. Dann gab es
in der Steilwandkurve Flaggen wegen Öls, ich ging deshalb vom Gas
und er überholte mich in der ersten Kurve. Natürlich bin ich
ein wenig enttäuscht, dass ich nicht auf das Podium kommen konnte,
aber wenn man sich anschaut, wo ich gestartet bin, ist dies ein sehr gutes
Ergebnis."
Fernando Alonso
"Ich hatte einen fantastischen Start, bremst
sehr spät vor der ersten Kurve, denn ich wusste, dass dies eine der
Möglichkeiten zum Überholen sein würde. Was den Unfall angeht,
so ist es schwer zu erklären, was passiert ist, denn alles geschah
so schnell. Ich denke jedoch, dass es ein Plattfuß war. Ich habe
heute die Chance auf einen Podiumsrang verloren."
Takuma Sato
"Das ist ein unglaubliches Gefühl.
Für dieses Ergebnis haben wir so lange so hart gearbeitet. Ich bin
stolz auf das Team, auf Honda und alle Partner. Sie haben so hart gearbeitet,
um die Probleme, die ich hatte, zu lösen. Ich hatte ein gutes Rennen
und das Auto fühlte sich wunderbar an. Es war konstant schnell, ich
muss auch Michelin für ihre Bemühungen danken."
"Ich war etwas überrascht, als mich
Alonso am Start überholte. Die besorgenden Zwischenfälle machten
dann die Dinge auf der Strecke etwas verwirrend. Nach zwei Safety-Car-Phasen
merkte ich, dass ich das Auto hatte, um die Position wieder zurückzuholen.
Ich hatte mit einigen Fahrern gute Zweikämpfe. Dann sah ich, wie Jarno
bei einer Ölflagge zögerte und ich nutzte diese Chance. Die vergangenen
Rennen waren hart für das Team, es ist großartig, mich auf diese
Weise bedanken zu können."
Jenson Button
"Es war ein dramatisches Rennen. Mein
Start war nicht gut, ich verlor zwei Plätze an Alonso und Räikkönen.
Nach der ersten Safety-Car-Phase lief mein Auto gut, aber ich hing hinter
Räikkönen fest. Dann kam die zweite Safety-Car-Phase, nachdem
Ralf seinen große Unfall hatte. Wir entschieden uns, draußen
zu bleiben. Ich bin mit dem Team einer Meinung - das war das Richtige.
Dann hingen wir sechs Runden hinter Michael fest, ehe wir zum Boxenstopp
gingen. Das Auto lief gut, war sehr stabil, speziell beim Bremsen. Die
Traktion war außergewöhnlich. Es ist schade, dass ich nicht
ins Ziel kam, das Ergebnis wäre interessant geworden."
Giancarlo Fisichella
"Nach dem Zwischenfall in der ersten Kurve
nutzten wir die Safety-Car-Phase, um nachzutanken. Ich habe dann einen
sehr langen Stint absolviert, kam aber leider nicht an Heidfeld vorbei.
In Runde 48 hatte ich dann einen Reifenschaden. Ich musste langsam fahren
zurück an die Boxen fahren, doch das verursachte einen Schaden. Daher
musste ich das Rennen wenig später mit einem Hydraulilleck beenden,
gerade als ich auf dem Weg war, einen Punkt zu ergattern. Das war ein sehr
enttäuschender Tag."
Felipe Massa
"Ich hatte einen guten Start und fuhr in
der ersten Kurve sehr vorsichtig. Plötzlich kam Klien quer über
die Straße geschossen, nachdem ein paar andere Fahrzeuge kollidierten.
Ich hatte keine Chance, ihm auszuweichen. Ich war wieder nur Passagier.
Nach drei Rennen mit Problemen hoffe ich nun, dass ich in Magny-Cours wieder
Glück haben werde."
Mark Webber
"Es war ein starkes Wochenende für
uns und wir waren heute gut unterwegs, bis ich wegen eines Öllecks
ausschied. Mein Rennen hat bis zu diesem Zeitpunkt Spaß gemacht und
unsere Pace war ermutigend. Unsere Platzierung in den Top-Sechs bestätigt
dies, außerdem waren wir am Wochenende zuverlässig. Ich fuhr
über einige Trümmerteile, beschädigte meinen Frontflügel
und verlor meine Barge-Boards. Die Jungs an der Box haben das schnell gerichtet
und unsere Strategie war exzellent. Wir hätten heute Punkte verdient,
nun müssen wir uns darauf konzentrieren, es beim nächsten Rennen
zu schaffen."
Christian Klien
"Ich hatte einen guten Start und kam gut
durch die erste Kurve, aber dann war alles schnell vorbei. Es schien, als
ob da Matta plötzlich langsam werden würde, als er in die zweite
Kurve fuhr. Ich konnte nirgendwo hin, also fuhr ich das Heck seines Autos.
Das ist enttäuschend, aber ich bin motiviert durch die Pace des R5
an diesem Wochenende und durch die verbesserte Zuverlässigkeit. Ich
werde nun testen und dann sind Punkte in Magny-Cours mein nächstes
Ziel."
Olivier Panis
"Das war ein überaus positives Wochenende
für das ganze Team und wir können ein großartiges Resultat
feiern. Es war mein 150. Grand Prix und ich habe mit vier Punkten ein fantastisches
Geschenk bekommen. Ich bin sehr glücklich. Das Team hat mir ein konstantes
und wettbewerbsfähiges Auto gegeben und ich bin ein gutes Rennen gefahren.
Wir haben von unserer harten Arbeit an diesem Wochenende profitiert."
"Michelin möchte ich für die wunderbaren
Reifen danken, die sie uns hier zur Verfügung gestellt haben. Zum
Schluss habe ich noch einmal alles gegeben und es ist das perfekte Ende
an diesem Wochenende, dass mir im Ziel nur 37 Sekunden auf den Sieger des
Rennens gefehlt haben. In diese Richtung müssen wir uns weiter entwickeln,
denn wir sollten bei jedem Rennen unter die besten Sechs kommen."
"Im Rennen haben wir während der Safety-Car-Phasen
die Strategie gut angepasst. Wir wussten, dass wir hier ein gutes Paket
haben, und Olivier ist ein fehlerfreies Rennen gefahren. Die Punkte sind
schön, noch wichtiger ist aber, dass wir das ganze Wochenende so konkurrenzfähig
waren. Ich bin begeistert!"
Cristiano da Matta
"Leider wurde Cristiano am Start von hinten
getroffen und dann ließ sich an der Box der erste Gang nicht einlegen.
Wir wollten den Schaden reparieren, aber er hat dann einen Gang um den
anderen verloren und musste stehen bleiben. Das ist sehr schade, denn er
wäre sicher so konkurrenzfähig wie Olivier gewesen."
"Mein Start war gut, aber in der zweiten
Kurve wurde ich hinten von einem anderen Auto angefahren. Danach musste
ich an die Box kommen, aber infolge des Unfalls konnte ich den ersten Gang
nicht mehr einlegen. Am Ende ist ein Gang stecken geblieben und ich musste
aufgeben. Das alles passierte nur wegen der Kollision. Wenigstens waren
wir an diesem Wochenende konkurrenzfähig, was man positiv werten muss."
Nick Heidfeld
"Ich bin mir nicht zu 100 Prozent sicher,
aber ich denke, dass mein Problem der Motor war. Es kann aber auch etwas
anderes gewesen sein, was den Motor ausgehen ließ, das muss ich mit
den Ingenieuren nachher überprüfen. Das Rennen verlief besser
als erwartet. Ich hatte ausreichend Glück, um nicht in den Crash zu
Beginn verwickelt zu werden und im Verlauf des Rennens haben sich die Reifen
und das Auto verbessert. Ich denke, dass wir heute eine gute Chance auf
ein ordentliches Rennen hatten, es ist aus diesem Grund enttäuschend,
nicht ins Ziel gekommen zu sein, aber wir haben einmal mehr bewiesen, dass
wir eins starke Leistung bis in die Punkte zeigen können. Aus diesem
Grund bin ich für die kommenden Rennen optimistisch."
Giorgio Pantano
"Was kann ich schon sagen? Ich hatte einen
wirklich guten Start, aber wurde dann in der ersten Kurve in einen Unfall
mit Klien und da Matta verwickelt. Ich musste anhalten, weil die Vorderradaufhängung
komplett gebrochen war. Wenn man sieht, wie wenig Autos ins Ziel gekommen
sind, so war es für uns heute wirklich möglich, ein paar Punkte
zu holen. So ist es. Pech gehabt!"
Zsolt Baumgartner
"Es ist ein großartiges Gefühl,
einen Punkt geholt zu haben - wie ein Wunder. In der ersten Kurve habe
ich einen Jordan leicht angetippt und ich musste abbremsen, um der Kollision
dort auszuweichen. Zum Glück war nichts ernsthaft beschädigt
und ich konnte weiterfahren. Danach hat sich das Rennen eingefädelt
und ich fuhr Zeiten fast so schnell wie im Qualifying, was mich zufrieden
gestimmt hat."
"In den letzten Runden, als ich wusste,
dass ich einen Punkt holen kann, war der Druck fast nicht auszuhalten.
Dann wurde der Sauber langsam und Paul hat mir am Funk gesagt, dass ich
jetzt in den Punkten liege. Wir waren in Monaco schon nahe dran und hier
hat es jetzt geklappt. Ich könnte nicht glücklicher sein. Das
ist für das ganze Team großartig, denn die Jungs haben so hart
gearbeitet und verdienen dieses Resultat."
Gianmaria Bruni
"Ich hatte einen guten Start, aber in der
zweiten Kurve ist mir ein Jordan über das rechte Vorderrad gefahren.
Dadurch ist die rechte Vorderradaufhängung gebrochen und mein Rennen
war beendet. Ich bin verärgert, dass ich hier in den USA gar nicht
wirklich am Rennen teilnehmen konnte und es tut mir leid für meine
Mechaniker."