Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
"Fünf Siege in Folge, 200 Grands Prix, 75 Siege, so viele schönen Zahlen auf einem Fleck und ich bin stolz auf sie, aber nun freue ich mich auf das kommende Rennen. Wir hatten einen sehr interessanten Start, aber er verlief nicht so wie erwartet. Ich habe darüber nachgedacht, Trulli ein wenig die Tür zuzumachen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass dies fair sein würde und ließ ihn tun, was er tat. Nach ein paar Runden dachte ich daran, ihn zu überholen, aber es war zu eng, so zog ich es vor, auf die Boxenstopps zu warten und die Strategie ihre Arbeit erledigen zu lassen."
"Dann brach der Auspuff. Ross Brawn funkte mich an und sagte mir, dass man da nichts tun kann. Natürlich versuchte ich, nach dem Auto zu schauen, aber ich konnte nicht zu sehr langsamer machen, da dies das Problem noch schlimmer gemacht hätte. Mental war dies sehr ermüdend, aber ich konnte das Auto ins Ziel bringen. Die Zuverlässigkeit war immer eine Stärke und das Team hat einen tollen Job gemacht, wirklich außergewöhnlich. Das kommende Rennen in Monaco ist sehr prestigevoll, ich möchte es natürlich gewinnen, aber ich denke nicht daran, vielleicht den Rekord von sechs Siegen in Folge einfahren zu können."

Rubens Barrichello
"Ich hatte ein großartiges Rennen nach einem schwierigen Start. Jetzt war es dann offensichtlich, dass ich auf einer Zwei-Stopp-Strategie war, dies erklärt, warum ich im Qualifying glücklich war, mit einer solch schweren Benzinmenge Fünfter im Qualifying zu werden. Auch so konnte ich zu Beginn des Rennens eine ordentliche Pace fahren. Wir haben BAR hier schnell erwartet, also hatten wir am Samstag zwei Optionen: Entweder die Pole holen oder etwas anderes probieren. Ich war so frustriert, beim San Marino-Grand-Prix im Verkehr festgesteckt zu sein, dass ich mich entschied, zu pokern."
"Wenn ich das Ergebnis anschaue, dann kann ich mit der Art und Weise, wie das funktioniert hat, zufrieden sein. Ich hätte vielleicht die Chance gehabt, vor Michael zu kommen, wenn Trulli ihn etwas länger aufgehalten hätte. Auch so sahen meine Chancen gut aus, aber nach dem ersten Boxenstopp war mein Auto mit der Benzinmenge etwas schwieriger zu fahren, aber die Bridgestone-Reifen waren heute phänomenal und ich war dennoch in der Lage, gute Rundenzeiten zu fahren."

Ralf Schumacher
"Ich will seine Leistung nicht schmälern, aber wir sind ein Top-Team und haben einen anderen Anspruch als Sauber. Heute finde ich wirklich nichts Positives. Das Ergebnis entspricht ungefähr unserem derzeitigen Leistungsstand, viel mehr wäre auch durch einen besseren Start nicht möglich gewesen. Außerdem hatte ich sehr früh mit Bremsproblemen zu kämpfen, wodurch ich bis zum Schluss sehr schonend fahren musste."
"Ich wusste, dass Barcelona nicht zu unseren Lieblingsstrecken zählen würde, doch insgeheim hatte ich mir schon etwas mehr erwartet. Wir müssen nun hart an unserer Leistung arbeiten, um endlich an die Spitze zurückzukommen, denn dort ist die Aerodynamik nicht so wichtig, es zählt eher der mechanische Grip."

Juan-Pablo Montoya
"Ich bekam früh Probleme mit den Bremsen. Das Bremspedal wurde lang. Nach dem ersten Boxenstopp besserte sich die Situation. Ich dachte, alles wäre wieder okay. Aber als ich Boden gutmachen wollte, während Fisichella an der Box war, hat die Bremse erneut nicht funktioniert. Ich musste aufgeben."
"So etwas frustriert mich nicht. Das ist mir früher auch schon passiert. Es ist nicht wert, sich darüber aufzuregen. Man muss das Problem analysieren und ausschalten. Ich wusste, dass ich in Barcelona ein schwieriges Rennen haben würde. Das war bisher in jedem Jahr so. Uns war auch klar, dass die Strecke hart zum Material ist. Im Qualifying waren wir gut, ich habe es in die erste Reihe geschafft."

David Coulthard
"Unsere Performance war schwach, ein sehr schwieriges Rennen. Wir müssen einfach den Schmerz auf uns nehmen und hart arbeiten, um uns zu verbessern. Das Positive ist, dass das Auto zuverlässig war und die Strategie gestimmt hat. Keine Frage, dass wir wieder besser werden. Wir haben die notwendige Tiefe, den Fokus und die Ressourcen, aber es ist klar, dass es noch eine Weile dauern wird, bis wir konkurrenzfähig sind."

Kimi Raikkönen
"Wir waren einfach nicht schneller, es fehlte an Speed. Es hat keinen Sinn, frustriert zu sein, denn ich kann sowieso nichts gegen diese Situation machen. Ich weiß aber, das Team ist so motiviert wie immer, Fortschritte zu machen. Mein Start war gut, ich machte drei Positionen gut und lag an zehnter Stelle. Dann stellten wir beim zweiten Stopp etwas um, um die Performance zu verbessern, was Zeit gekostet hat. Beim letzten Stopp mussten wir dann Luft in die Pneumatik pumpen, denn der Druck war ein wenig abgefallen."

Jarno Trulli
"Zunächst einmal muss ich allen für dieses Podium gratulieren: Meinen Mechanikern, meinen Ingenieuren und dem ganzen Team. Ich möchte dieses Podium einem sehr engen Freund von mir widmen, der eine sehr schwere Zeit durchmacht. Er hat einen harten Kampf vor sich, aber wir werden die ganze Zeit bei ihm sein und diese Trophäe ist für ihn."
"Was das Rennen angeht, so hatte ich einen Start, von dem man nur träumen kann, aber auch wenn Michael hinter mir war, so wusste, ich, dass er schneller ist als ich. Nach meinem ersten Stopp musste ich einfach nur das ganze Rennen über pushen und das tat ich bis zum letzten Rennabschnitt, als ich den Vorsprung auf Fernando aufrecht erhalten konnte. Es war eine schöne Szene, zum Schluss zwei Renaults über die Ziellinie fahren zu sehen."

Fernando Alonso
"Dritter und Vierter ist für das Team ein großartiges Ergebnis, besonders in Bezug auf die Meisterschaft, denn wir kamen vor unseren Hauptgegnern ins Ziel. Von meiner Sicht aus gesehen verlief das Rennen gut. Ich hing am Start hinter einem Paket fest und es brauchte die ersten zwei Stints, bis ich eine freie Strecke vor mir hatte und mit meinem normalen Speed fahren konnte. Von da an lief alles gut, auch wenn das Auto heute keinen guten Grip aufbaute. Dritter und Vierter ist das beste Ergebnis, das das Team heute einfahren konnte."

Fernando Alonso
"Der Start war nicht gut und ich war enttäuscht über den ersten Stint, weil ich nicht überholen konnte. Damit hatte ich echte Probleme. Schwierig war vor allem, dass ich in den High-Speed-Kurven wegen fehlenden Abtriebs nicht schnell genug fahren konnte."
"Unser Speed auf den Geraden war gut, also dachte ich, ich würde überholen können - aber keine Chance. Wenn man bedenkt, von wo aus ich gestartet bin, muss ich glücklich sein, mit einem Punkt davongekommen zu sein. Ich freue mich jetzt aber wirklich auf Monaco. Unser Paket sollte dort gut funktionieren und ich hoffe, dass wir das in ein gutes Resultat umsetzen können."

Takuma Sato
"Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, nach Startplatz drei nur Fünfter zu werden, aber Jenson und ich hatten mit der Konstanz nach jedem Boxenstopp wirklich Probleme."
"Ich legte einen guten Start hin. Es war aufregend, so weit vorne zu fahren. Trullis Start hat mich aber total überrascht - keine Ahnung, wie er das gemacht hat! Wir haben unser Bestes gegeben und es brachte wertvolle Punkte für das Team. Es war ein schwieriges Rennen. Jetzt kann ich Monaco kaum noch erwarten. Wir testen nächste Woche als Vorbereitung in Paul Ricard und wir können optimistisch sein, dort wieder ein gutes Resultat einzufahren."

Giancarlo Fisichella
"Mein Auto war die ganze Zeit über sehr gut und als wir zusammen unterwegs waren, da war ich viel schneller als Montoya. Ich weiß nicht, ob er ein Problem hatte, aber ich konnte ziemlich leicht vor ihm bleiben. Das einzige Problem, das ich hatte, war der Verkehr beim Überrunden, da verlor ich Zeit. Ohne das hätten wir vielleicht sogar den sechsten Platz holen können. Aber ich bin glücklich. Wir haben in Imola Fortschritte erzielt und hier ebenfalls. Wenn wir so weiter machen, dann werden wir noch stärker werden."

Felipe Massa
"Ich holte mir in Kurve 10 im ersten Stint einen Bremsplatten, als ich versuchte, jemanden zu überholen, was für starke Vibrationen und Untersteuern sorgte. Ich konnte Giancarlo sehen, aber er fuhr mir davon. Ich ließ beim ersten Boxenstopp meinen Frontflügel verstellen und auf frischem Gummi war das Auto für den Rest des Rennens gut. Es fühlte sich großartig an, die McLaren zu schlagen und ohne die Probleme zu Beginn denke ich, dass ich in die Punkte hätten kommen können. Ich bin sehr froh für Giancarlo und das Team, dass er Punkte geholt hat."

Mark Webber
"Ich kam beim Start nur langsam weg, vor der ersten Kurve habe ich schon einige Plätze verloren. Ich habe denn versucht, wieder Boden gutzumachen, denn mein R5 lief gut. Beim ersten Boxenstopp hatten wir dann aber Probleme, den linken Hinterreifen zu montieren, da ich die Kupplung zu früh kommen ließ. Ich bin wieder raus, um den Verlust in Grenzen zu halten, aber ich hatte auf der Hinterachse zu wenig Grip. Das hat das Fahren des Autos schwierig gemacht. Das war nicht das Rennen, auf das ich gehofft hatte. Ich werde hart arbeiten in den nächsten zwei Wochen, damit wir gut vorbereitet nach Monaco gehen können."

Christian Klien
"Ich hatte einen guten Start und konnte einige Plätze in meiner ersten Runde gutmachen. Nach einem Fehler in der achten Kurve musste ich einige aber auch wieder durchlassen. Die Pace des R5 war gut und das Rennen machte Spaß. Der Grip war nicht besonders, es war schwierig, das Auto auf der Linie zu halten. In Runde 45 verlor ich die Kontrolle über das Gaspedal. Es war enttäuschend, dass ich das Auto abstellen musste. Ich habe kurz mit meinen Ingenieuren gesprochen. Sie sammeln nun Daten, um dem Problem auf die Spur zu kommen. Ich weiß, dass wir in der Fabrik daran arbeiten werden und dass dieses Problem für Monaco gelöst sein wird."

Cristiano da Matta
"Das Auto war in den ersten beiden Stints ziemlich langsam, ich konnte aus diesem Grund nicht wirklich nach vorne kommen. Die Leistung in der zweiten Hälfte des Rennens war ein wenig besser, aber ich verlor wertvolle Zeit, als ich überrundet wurde, vor allem, wenn ich auf neuen Reifen war. Ich denke, dass ich vielleicht an Mark Webber vorbeigekommen wäre, hätte ich nicht damit zu kämpfen gehabt. Wir waren alles in allem nicht konkurrenzfähig genug, um ein besseres Ergebnis zu erzielen und wir haben vor Monaco in zwei Wochen eine Menge zu tun."

Olivier Panis
"Ich hatte einen ziemlich guten Start, merkte aber recht schnell, dass es ein Problem mit dem Griplevel an meinem Auto gibt. Beim Reinfahren zu meinem zweiten Boxenstopp gab es ein Problem mit dem Speedlimiter und ich erhielt eine Durchfahrstrafe wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse. Wir kennen die Ursache dieses Problems noch nicht, aber wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann möchte ich mich dafür beim Team entschuldigen."
"Ein paar Runden nach diesem Zwischenfall wurde ich dazu gezwungen, wegen Verlust des Hydraulik-Drucks auf der Strecke stehen zu bleiben, da ich keine Getriebe- und Servolenkungs-Funktion mehr hatte. Ein enttäuschendes Ende eines Rennwochenendes, das gut begonnen hatte. Aber das Team verrichtet gute Arbeit und wir müssen weiter daran arbeiten, im Rennen mehr Speed zu finden."

Nick Heidfeld
"Erst ging Hydraulikdruck verloren, dann streikte das Differential, das Schalten klappte ab und zu nicht mehr und dann ging das Getriebe ganz kaputt. Obwohl ein Ausfall immer frustrierend ist, wird Motivation nie ein Problem für mich sein, denn ich habe Freude am Rennfahren."
"Eine Sache, an der wir arbeiten müssen, ist der Start. Außerdem war mir schon nach dem Qualifying klar, dass der erste Reifensatz nicht gut sein würde, aber der zweite und dritte waren besser. Meine Rundenzeiten waren schneller, ich hielt mich vor einem Jaguar und konnte ganz gut mithalten. Das Gute ist, dass wir bei diesem Rennen definitiv konkurrenzfähiger waren als in Imola. Wenn wir uns weiterhin in dieser Tonart verbessern, bin ich zufrieden."

Giorgio Pantano
"Gleich zu Beginn konnte ich einige Positionen aufholen, aber nach den Boxenstopps zeichnete sich schon ein Problem mit der Hydraulik ab. Es wurde so schlimm, dass ich nichts mehr dagegen tun konnte, dann traten auch noch andere hydraulische Probleme auf und ich musste stehen bleiben. Klar, dass ich enttäuscht bin."

Gianmaria Bruni
"Ziemlich vom Beginn des Rennens an hatte ich Probleme mit einer blockierenden Bremse. Ich habe die Balance verändert, um es zu verbessern, aber ich hatte mehrmals Schwierigkeiten, die achte Kurve anzubremsen. In meiner letzten Runde blockierten die Vorderräder wieder, das Heck wurde leicht und ich drehte mich. Es ist enttäuschend, nicht nur für mich, auch für die Jungs, die das ganze Wochenende hart gearbeitet haben. Wir müssen nun sehen, ob wir in Monaco besser abschneiden können."

Zsolt Baumgartner
"Es scheint, als ob alles Schlechte, was in einem Rennen passieren kann, mir heute widerfahren ist. Am Start kam ich nicht sonderlich gut weg und verlor einige Sekunden. Danach lief das Auto gut. Das Problem begann, als ich die blauen Flaggen beachten und einen Sauber durchlassen wollte. Ich blieb vor der neunten Kurve auf der schmutzigen Seite der Strecke, und als ich einlenken wollte, hatten die Reifen keinen Grip und ich drehte mich in das Kiesbett. Es war schwierig, an dieser Stelle jemanden durchzulassen, und ich habe den Preis dafür gezahlt. Ich möchte dem Team für alle Bemühungen danken und mich dafür entschuldigen, dass ich nicht das Ziel erreicht habe."