Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
"Es war ein Traumresultat nach einem fantastischen Wochenende. Wir haben am Freitag schon gut ausgesehen, hatten dann Probleme am Samstagmorgen und holten dann die Plätze eins und zwei im Qualifying und heute im Rennen. Trotzdem war es ein hartes Rennen, weil wir ein Auge auf die Reifen und die Bremsen werfen mussten."
"In der ersten Kurve, als die Reifen und Bremsen noch kalt waren, haben die Räder blockiert und das konnte ich nicht gleich lösen, weshalb ich in der Folge ein paar Vibrationen spürte. Man musste sehr darauf achten, auf der Linie zu bleiben, denn daneben konnte es schon sehr rutschig sein, also bin ich gerade am Limit oder ein wenig darunter gefahren, sauber eben."

Rubens Barrichello
"Das Auto war großartig, aber wie in Malaysia haben die paar Regentropfen vor dem Start gegen mich gearbeitet, weil die Bremsen Zeit gebraucht haben, um warm zu werden."
"Kurz vor dem Start mussten wir uns außerdem um das Problem einer kleinen Öllache unter meinem Auto kümmern, welche beim Rahmenrennen historischer Formel-1-Autos entstanden sein dürfte", erklärte der Brasilianer. "Nachdem mich Michael in der ersten Kurve ausgebremst hatte, wollte ich ihn eigentlich später - mit warmen Bremsen - attackieren. Bis zum ersten Boxenstopp konnte ich den Abstand gering halten, obwohl er ein bisschen weniger Sprit an Bord hatte."

Ralf Schumacher
"Nach all dem, was in meinen Rennen vorgefallen ist, würde ich mein Ergebnis als Schadensbegrenzung bezeichnen. Die Kollision mit Sato war für mich ein unglücklicher. Rennunfall. Es war allerdings etwas optimistisch von ihm, eine Position zurückgewinnen zu wollen, die einfach verloren war. Alles in allem hält sich meine Enttäuschung in Grenzen. Denn bei der Durchsicht der Daten habe ich gesehen, dass ich in etwa im Bereich der Rundenzeiten der Ferrari lag, wenn ich freie Fahrt hatte. Das lässt hoffen."

Juan-Pablo Montoya
"Wir sind momentan eindeutig nicht schnell genug, um Ferrari zu schlagen. Aber immerhin waren wir heute die schnellsten Michelin-bereiften Autos. Ich habe vielleicht die falsche Mischung gewählt, die Reifen waren im Rennen nicht so schnell, wie ich erwartet hatte. Aber ich war dennoch zügig unterwegs und wäre wenigstens Dritter geworden, wenn sich nicht zehn Runden vor Schluss das Getriebe verabschiedet hätte. Erst habe ich den siebten Gang verloren, dann weitere Gänge, schließlich ging nichts mehr. Ich konnte nur noch ins Ziel rollen. Schade, dass ich es nicht mehr in den Punkterängen geschafft habe."

Kimi Raikkönen
"Ein schwieriges Wochenende für mich und das Team. Ich bin von ganz hinten ins Rennen gegangen, habe dann aber rasch einige Positionen aufgeholt. Gerade als ich mit einem Jaguar einen Zweikampf hatte, verlor ich plötzlich Leistung und der Motor ging kaputt."
"Ich will dieses Wochenende einfach vergessen, schaue jetzt ganz auf den Rest des Jahres."

David Coulthard
"Ein enttäuschendes Ende nach extrem unzufrieden stellenden Tagen in Bahrain. Ich hatte einige gute Zweikämpfe im Rennen, aber wie schon im Training fehlte mir Speed. Eine Punkteplatzierung wäre möglich gewesen, aber ein Luftverlust im pneumatischen System des Motors bedeutete das Aus. Ich kam noch an die Box, um zu sehen, ob sich das Problem beheben lässt, aber da war nichts mehr zu machen."

Fernando Alonso
"Ich habe heute das Bestmöglich gemacht. Es hat mich überrascht, wie heute einige Autos gefahren wurden. Zuerst hat mich ein Jaguar am Start fast gegen die Mauer gedrängt und dann ließen sich ein paar Konkurrenten zu schwer überholen. Unter diesen Umständen muss ich mit den drei Punkten noch zufrieden sein."
"In Wahrheit habe ich mein Rennen nach dem dadurch notwendigen Boxenstopp schon mit einer halben Minute Rückstand begonnen, aber dann habe ich durchgehend gepusht."
"Die Balance des Autos war heute durchgehend perfekt. Für Imola erwarten wir einige bessere Teile und ich glaube, dass wir mit einem noch stärkeren Paket - und vor allem einem Wochenende ohne Probleme - dazu in der Lage sind, regelmäßig auf das Podium zu fahren." Vom Speed her war Renault im heutigen Rennen sicher die zweite Kraft nach Ferrari, wenn auch BAR-Honda näher herangerückt ist.

Jarno Trulli
"Ich bin zufrieden mit dem Resultat, aber nicht ganz happy, denn Platz drei wäre möglich gewesen. Das Auto war während der ersten drei Stints perfekt und ich war sehr schnell, aber nach dem letzten Boxenstopp ging mir irgendwie Grip ab - ein ganz eigenartiges Phänomen, das wir erst klären müssen."
"Pech, dass ich nicht aufs Podium gekommen bin, aber die Gesamtsituation ist nach diesem Rennen fantastisch. Renault liegt auf Platz zwei in der Konstrukteurs-WM, wir sind immer ins Ziel gekommen und haben das Gefühl, dass es noch besser geht. Da freue ich mich natürlich auf Imola."

Jenson Button
"Es ist fantastisch, so kurz nach Malaysia wieder auf dem Podest zu stehen. Es war ein großartiges erstes Rennen hier und ein brillantes Ergebnis für das Team. Ich hatte keinen guten Start und steckte in der ersten Kurve hinter Ralf (Schumacher) fest, daher fiel ich auf den achten Rang zurück. Im ersten Stint hatte ich außerdem ein starkes Untersteuern, daher verlor ich in den schnellen Kurven Zeit. Beim ersten Boxenstopp änderten wir etwas am Frontflügel und dann lief es wirklich gut."
"Das Team hat in diesem Wochenende einen weiteren tollen Job gemacht. Ihnen gebührt mein Dank ebenso wie Honda, die uns dieses Ergebnis ermöglicht haben. Es ist toll, in dieser Phase der Meisterschaft Dritter zu sein. Wir fahren erst seit drei Rennen auf Michelin-Reifen, wir lernen also noch viel über das Paket, aber so langsam harmoniert alles. Wir werden uns nun auf das konzentrieren, was wir brauchen, um den nächsten Schritt nach vorn zu machen."

Takuma Sato
"Zuerst möchte ich dem Team Danke sagen, das war ein fantastisches Ergebnis, welches wir heute zusammen erreicht haben. Persönlich bin ich von meinem Rennen ziemlich enttäuscht, ich hätte weiter vorn als auf dem fünften Platz ins Ziel kommen können. Andererseits bin ich froh, dass ich für das Team Punkte holen konnte, denn am Ende zählt jeder einzelne davon. Das Rennen hier hat Spaß gemacht, ich nehme viele gute Dinge von diesem Wochenende mit."
"Der Zwischenfall mit Ralf Schumacher war enttäuschend. Wir hätten Seite an Seite durch die Kurve fahren können, aber er warf die Tür zu und lenkte einfach ein. Danach kam ich kurz neben die Strecke und beschädigte den Frontflügel an einem Kerb, sodass ich einen früheren Halt einlegen musste. Im mittleren Stint löste sich der Gurney-Flap, beim folgenden Boxenstopp mussten wir ihn wieder befestigen. Dennoch, das Auto war super, am Ende konnte ich mit Coulthard und Alonso kämpfen. Das war großartig. Es sieht sehr gut für den Rest der Saison aus.

Giancarlo Fisichella
"Zu Beginn hat sich mein Auto gut angefühlt, aber nach meinem ersten Stopp hatte ich ein seltsames Untersteuern. Später hatte ich das Gefühl, dass der Motor ein wenig an Leistung verliert. Ich hatte auch Probleme bei meinen letzten beiden Stopps, als ich den ersten Gang anforderte aber immer im Zweiten landete. Und Ralf Schumacher drehte mich natürlich in Runde 31. Ohne diese Probleme, besonders ohne jenes mit Ralf, denke ich, dass wir heute um Punkte hätten fahren können."

Felipe Massa
"Ich verlor in der ersten Kurve ein wenig an Boden, weil es sehr eng zuging. Im ersten Teil des Rennens kämpfte ich wirklich mit mangelnder Haftung und hatte starke Vibrationen, wohl von den Reifen herrührend. Das Auto hat sich sehr instabil angefühlt. Auf dem letzten Satz war es sehr viel besser aber alles in allem war es für uns ein sehr hartes Rennen."

Mark Webber
"Es war wirklich gut, heute unseren ersten Punkt zu holen. Das Team hat unglaublich hart dafür gearbeitet und dies verdient. Ich hatte einen guten Start und lag in der ersten Runde auf Platz 10, wo ich mich hätte um ehrlich zu sein qualifizieren sollen. Während meines Boxenstopps veränderten wir ein Flap, gingen aber wohl ein wenig zu weit, weswegen ich in Kurve 13 einen kleinen Ausrutscher hatte. Zum Schluss machte dies aber keinen großen Unterschied aus und ich hatte Glück, den Punkt zu holen."
"Michelin hat heute einen guten Job gemacht, wie Cosworth Racing. Der R5 war das ganze Wochenende über zuverlässig und ich bin generell zufrieden, wie die Dinge gelaufen sind. Wir wissen, dass wir noch ein paar Gebiete haben, an denen wir arbeiten müssen, aber wir machen gute Fortschritte und dieser Tage braucht man ein perfektes Wochenende, um Punkte zu holen. Wir haben hier eine Menge gelernt und wir werden dies mit nach Imola nehmen, wo wir erneut um Punkte fahren sollten. Alles in allem habe ich das Rennen auf dieser neuen Strecke genossen. Der Punkt hat das natürlich noch süßer gemacht."

Christian Klien
"Es ist heute im Rennen eine Menge los gewesen und für mich gab es Hochs und Tiefs. Mein Start war in Ordnung und trotz der ersten beiden schwierigen Kurven lief alles gut, bis ich mit dem Renault von Fernando Alonso in der dritten Haarnadelkurve aneinander geriet. Das Auto wurde nur leicht beschädigt und ich konnte mit einer guten Balance weiterfahren."
"Ich hab dann den Kampf mit dem McLaren-Mercedes von Kimi Räikkönen genossen. Der R5 hat sich wirklich gut angefühlt und ich machte das Beste aus unserem Speed. Dann beging ich einen Fehler und drehte mich in Kurve 11. Das kostete mich ein paar Plätze und danach war ich einfach nur froh, ins Ziel gekommen zu sein. Die Strecke war neben der Ideallinie immer noch sehr schmutzig, auch wenn es Spaß macht, dennoch einen Überholversuch zu wagen. Ich freue mich nun wirklich auf das kommende Rennen in Imola, da dies eine meiner Lieblingsstrecken ist und es gut sein wird, auf einem Kurs zu fahren, auf dem ich schon Erfahrungen gesammelt habe."

Olivier Panis
"Es war ein positives Wochenende für Toyota", erklärte der Franzose. "Wir haben auf eine aggressive Drei-Stopp-Strategie gesetzt, für uns war das heute das Beste."
"Auch wenn es frustrierend ist, Neunter zu werden, so haben wir alle harte Arbeit geleistet, um so gut abzuschneiden wie möglich. Ich muss auch Michelin danken, die uns an diesem Wochenende mit konkurrenzfähigen Reifen und einer unschätzbaren Unterstützung zur Seite standen. Wir werden weiter unser Bestes geben, um in Imola wieder besser zu sein."

Cristiano da Matta
"Es war ein schwieriges Rennen und nach unserer relativ starken Qualifyingleistung war es auch enttäuschend. Die meiste Zeit im Rennen hatten ich zu wenig Grip, daher konnte ich keine großen Schritte machen. Es frustrierend, weil ich dachte, dass wir heute zu mehr als einem zehnten Platz in der Lage wären. Bevor in drei Wochen in Imola die Europa-Saison beginnt, müssen wir weiter hart arbeiten."

Nick Heidfeld
"Ich war auf einer Zwei-Stopp-Strategie und mein erster Halt war spät, sodass ich zu einem Zeitpunkt auf Platz 6 oder 5 lag. Ich bin froh, dass ich ins Ziel gekommen bin, das war das Beste an diesem Wochenende für mich. Es war kein perfektes Rennen und ein hartes, da ich die Balance des Autos nicht in den Griff bekam."
"Es war das erste Mal, dass wir die neuen Bridgestone-Reifen verwendeten. Sie sind definitiv besser, aber wir müssen noch daran arbeiten, sie zu verstehen. Es gab ein paar kleinere Dinge wie ein kleines Bremsproblem und dass ich zwei Runden von einem zu überrundenden Minardi aufgehalten wurde. Ich weiß nicht, ob er dafür bestraft wurde, das hätte man tun sollen. Wir haben nun einen Test in Silverstone vor dem San Marino-Grand-Prix in drei Wochen, wo wir viele Reifentests durchführen werden und hoffentlich ein paar neue Teile für das Auto bekommen werden."

Giorgio Pantano
"Ich habe heute mein Bestes gegeben. Wir hatten ein kleines Problem und in den letzten zehn Runden mit den Bremsen und dem Differenzial und ich hatte mehr Untersteuern. Es ist gut, dass ich meine ersten drei Rennen beendet habe und ich denke, dass ich beginne, im Qualifying Fortschritte zu machen. Jetzt muss ich meine Leistung im Rennen verbessern. Ich möchte Nick in Sachen Rundenzeiten ein wenig näher kommen. Ich habe vor Imola beim Silverstone ein wenig mehr Zeit, im Auto um zu testen. Ich fühle mich zuversichtlicher und freue mich deshalb auf das kommende Rennen."

Gianmaria Bruni
 "Die Mechaniker haben heute einen fantastischen Job gemacht. Das Auto wollte in der Startaufstellung nicht losfahren, aber in den Boxen haben sie es geschafft. Während des Rennens war mein Auto gut in den Kurven, aber ich hatte das Gefühl, dass ich auf den Geraden nicht genug Motorleistung hatte. Daher konnte ich nicht so fahren wie ich es hätte können. Aber wir werden an unseren Problemen arbeiten und ich strebe in Imola ein besseres Rennen an."

Zsolt Baumgartner
"Ich hatte ein Elektronikproblem, genau wie Gimmi, aber ich konnte die Software vom Cockpit resetten. Meine Pace im Rennen war gut, meine schnellste Runde war genauso schnell wir Gimmis Zeit in der Qualifikation und meine Zeiten waren auch nicht zu weit weg von den Jordans. Es ist schade, dass ich die letzten zehn Runden nicht fahren konnte, aber manchmal sind Rennen eben so. Ich möchte allen im Team danken, sie haben wirklich ihr Maximum gegeben. Und ich hoffe, für mich und das Team, dass wir beim nächsten Rennen ein besseres Ergebnis einfahren können."