Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
"Es war bis zum Ende ein harter Kampf. Ich war jedoch immer dann schnell genug, wenn ich es sein musste, am Anfang und Ende eines Stints. Der Abstand zu Montoya veränderte sich ständig, es gab immer Druck."
"Am Start wusste ich nicht, wo Wasser stand, weil ich ja der Erste auf der Strecke war. Die Kurven vier und elf waren rutschig. Auch wenn die Sonne nicht schien, so war es dennoch ein hartes Rennen. In der Meisterschaft ist es natürlich einfacher zu führen als aufzuholen wie im letzten Jahr. Es sind aber nur zwei Rennen gelaufen, und wir wissen nicht, wie schnell die anderen entwickeln können. Bridgestone hat einen fantastischen Job gemacht, nachdem wir hier in der Vergangenheit immer etwas Probleme hatten."

Rubens Barrichello
"Ich habe das ganze Rennen über alles versucht. Ich habe andere Reifen als mein Teamkollege gewählt, was sich leider nicht auszahlte. Darüber hinaus verloren die Reifen in den ersten Runden, als es regnete, schnell an Temperatur, daher verlor ich ein paar Plätze."
"Leider gingen die zwei Sekunden, die ich hinter Button lag, verloren, als ich Baumgartner überholte. Ich bin aber dennoch mit dem Auto zufrieden. Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber immerhin habe ich fünf Punkte geholt, die für die Meisterschaft wichtig sein werden."

Juan-Pablo Montoya
"Meine ersten Runden waren gut und ich konnte Barrichello überholen. Danach habe ich versucht, Michael Schumacher einzuholen. Mein Auto wurde im Rennen immer besser und besser. Nach meinem dritten und letzten Boxenstopp kam ich leider direkt hinter Rubens wieder auf die Strecke. Ich habe versucht, ihn zu überholen, wollte aber meinen guten zweiten Platz nicht riskieren. Am Ende des Tages zählt, wie viele Punkte man holt."

Ralf Schumacher
"Das Rennen war früh für mich zu Ende. Mein Start war ganz okay, aber dann blieb ich gleich im Verkehr stecken und bin auf Platz neun zurückgefallen. In der dritten Runde gab es eine Berührung mit Webber. Dabei habe ich mir den Frontflügel beschädigt und das Auto hat danach massiv untersteuert, besonders im zweiten Sektor, was man ja deutlich an meinen Zeiten dort sehen konnte. Ich wollte Mark überholen, sah dann aber, dass nicht genug Platz ist und zog zurück, um eine Kollision zu vermeiden. Aber Mark hat mir nicht genug Raum gelassen."

David Coulthard
"Wir schöpfen Zufriedenheit aus der Tatsache, dass wir uns seit Melbourne gesteigert haben, aber der Weg ist noch lang. Am Start machte ich einige Positionen gut und ich war in ein paar aufregende Zweikämpfe involviert. Das Auto in den schnellen Kurven auf der Strecke zu halten, fiel mir nicht leicht, und einmal hätte ich es beinahe verloren. Dabei büßte ich ein paar Sekunden ein."

Kimi Raikkönen
"Es ist nie nett, ein Rennen nicht zu beenden. Wir müssen uns weiter verbessern, aber ein erster Schritt in die richtige Richtung ist getan. Heute waren wir nah an einem Podium dran, aber beim zweiten Stopp ging der Tankrüssel nicht sofort runter und dabei verloren wir wertvolle Zeit auf Button im BAR. Ein paar Runden später ist etwas in der Kraftübertragung gebrochen und das war das Ende. Jetzt hoffe ich auf eine weitere Steigerung bis Bahrain."

Jarno Trulli
"Es ist ein zufrieden stellendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass ich als Achter startete und unsere Gegner heute sehr stark waren. Ich hatte einen sehr guten Start, muss mich aber bei Jenson (Button) entschuldigen. In der ersten Kurve habe ich sein Auto berührt. Ich hatte dann einen guten und sauberen Kampf mit ihm und Rubens Barrichello."

Fernando Alonso
"Nachdem, was gestern passiert ist, bin ich über zwei Punkte glücklich. Nach dem Qualifying hat sich für uns alles geändert, daher ist es ein positives Ergebnis. Aber unsere Strategie hat sich nicht wirklich bezahlt gemacht, wir hätten noch besser abschneiden können. Das Auto war konkurrenzfähig, aber schwierig zu fahren. Die Balance war im Rennen nicht sonderlich gut. Hier in Malaysia ist es immer schwer, und unsere Fehler haben es nicht einfacher gemacht. Wenn man aber Siebenter wird, nachdem man von ganz hintern startete, dann kann es schlechter kommen."

Jenson Button
"Es gibt keine Worte, um die Gefühle des ersten Podiumplatzes zu beschreiben. Es ist ein fantastisches Ergebnis für das Team, dass wir schon im zweiten Saisonrennen auf dem Podium stehen. Ich bin erleichtert für alle im Team, Honda und alle unsere Partner, denn sie haben hart dafür gearbeitet. Alle haben großartig über den Winter gearbeitet und einen solch großen Schritt nach vorne gemacht. Dies ist wirklich ein Zeichen dafür, dass BAR eine sehr aufregende Zeit vor sich hat."

Takuma Sato
"Es ist natürlich extrem enttäuschend, dass wir das Rennen bei nur verbleibenden drei Runden nicht beenden konnten. Das Auto war sehr gut und wir hatten einen guten Rennspeed. Im Gegensatz zu den meisten anderen Teams haben wir uns für eine Zwei-Boxenstopp-Strategie entschieden, aber das funktionierte gut. Ich hatte einen sehr guten Start und war entschlossen, Plätze gutzumachen. Ich lag am Ende der ersten Runde auf Platz 11 und wollte natürlich weiterhin Gas geben, da ich wusste, dass Punkte im Bereich des Möglichen lagen."
"Leider machte ich in Kurve sechs einen Fehler, als die Strecke feucht wurde und als Ergebnis dessen flog ich ab. Ich konnte wieder ins Rennen gehen und ich habe alles gegeben, um zurück in die Top 8 zu kommen. Ich konzentrierte mich auf jeder Runde und es war großartig, zum Schluss gegen die Renault zu fahren. Ich bin trotz der Enttäuschung für das Team sehr glücklich und wir haben heute gezeigt, dass wir in Zukunft einige aufregende Leistungen im Rennen zeigen können."

Giancarlo Fisichella
"Ich hatte ein paar heikle Momente in den ersten beiden Kurven nach dem Start und verlor viele Plätze. Wir haben uns aus diesem Grund dafür entschieden, die Rennstrategie etwas zu ändern", so der Italiener. "Dann ging leider der Motor beim zweiten und dann beim dritten Stopp erneut aus. Dadurch verlor ich noch mehr Zeit. Das Auto war dazwischen aber nicht allzu schlecht."

Felipe Massa
"Ich hatte von Beginn des Rennens an ein kleines Kupplungsproblem, das alle meine Boxenstopps Nerven aufreibend machte. Ich habe auch die erste Runde aus der Box auf neuen Reifen als schwierig empfunden. Aus diesem Grund hatte ich diesen Ausrutscher in Kurve 13 in Runde 42 - ich konnte einfach das Lenkrad nicht halten! Ich fuhr geradeaus über das Gras und Michael konnte mir zum Glück ausweichen. Es war sehr schwierig, auf die Fahrer vor mir aufzuholen, aber schlussendlich war dies ein gutes Ergebnis für uns. Ich habe hier 2002 meinen ersten Punkt geholt, es ist ein schönes Comeback, dies zwei Jahre später erneut zu tun. Es war sehr wichtig für uns und für 'Petronas', hier einen Punkt zu holen."

Marc Webber
"Ich bin wirklich enttäuscht nach dem fantastischen Wochenende und dem Platz in der ersten Startreihe. Nach dem miserablen Start und zwei Überholmanövern gegen Ralf Schumacher hat mich Ralf hinten berührt. Dabei ging ein Reifen kaputt und das Auto dürfte auch Schaden erlitten haben. Die Durchfahrstrafe nach dem notwendigen Stopp passte da nur ins Bild, aber anschließend habe ich mich auch noch ein paar Mal beim Bremsen gedreht."
"Ein bitteres Ende, aber so hätte es nicht kommen dürfen. Die Pace des R5 ist augenscheinlich und wir hatten eine großartige Balance und Abstimmung für das Rennen heute. Ich weiß, dass das Team in den nächsten paar Wochen sehr hart arbeiten wird, und bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit Michelin, Cosworth und Pi Electronics weiter nach vorne kommen werden."

Christian Klien
"Die Pace des Autos war gut, Setup und Balance waren ideal für mich - dank meiner Mechaniker. Ich duellierte mich mit Fisichella im Sauber und Panis im Toyota und fühlte mich im R5 sehr wohl. Leider verlor ich beim letzten Stopp einige Positionen, weil die Tankklappe nicht aufging und die Crew das händisch machen musste. Hauptsache ist, dass ich nach unglaublich anstrengenden 90 Minuten wieder ins Ziel gekommen bin."

Cristiano da Matta
"Es war ein ziemlich schwieriges Rennen. Die begrenzte Fahrzeit wegen der Schwierigkeiten im Training hat zwar das Zeitfahren nicht beeinflusst, die heutige Performance aber schon. Ich hatte massives Untersteuern, aber leider konnten wir das mit minimalen Änderungen bei den Boxenstopps nicht korrigieren. Frustrierend, so knapp hinter den Punkterängen nur Neunter zu werden."

Olivier Panis
"Mein Start war sehr gut, denn ich machte mehrere Positionen gut, aber dann muss mich jemand hinten berührt haben, denn ich drehte mich. Ich habe mir dann den Weg durch das Feld gebahnt und es lief ganz gut, ich war schon Zehnter, bis dann ein Missverständnis am Boxenfunk einen weiteren Rückschlag bedeutete."

Giorgio Pantano
"Ich muss sagen, dass dies für uns ein hartes Wochenende war. Die Probleme gingen im Qualifying los, als wir ein Problem mit dem Auto hatten. Am Ende konnten wir das Problem für das Rennen beheben, sodass ich im Einsatzauto fahren konnte, auch wenn dies bedeutete, dass ich aus der Box starten musste. Ich denke, dass ich ein ziemlich konstantes Rennen fuhr, aber es war zum Schluss ein wenig hart, weil meine Trinkflasche während des Rennens nicht funktionierte und ich im Ziel ziemlich erschöpft war."

Nick Heidfeld
"Ich fiel aus, weil die Gänge in kurzen Abständen stecken blieben. Auch wenn ich zunächst noch schalten konnte, wurde es schlimmer, bis ich für mehr als eine Runde im fünften Gang stecken blieb. Danach machte es keinen Sinn, das Rennen fortzusetzen. Das Rennen war realistisch gesehen für mich nach dem ersten Stopp gelaufen, als kein Benzin in das Auto floss und ich erneut zum Stopp kommen musste. Dabei musste ich langsam fahren, damit mir der Sprit nicht auf der Strecke ausgeht. Auch wenn es enttäuschend ist, wegen technischer Probleme ins Ziel gekommen zu sein, hatten wir positiv gesehen einen sehr gut ersten Rennteil und mein Speed war gar nicht schlecht. Ich konnte ein paar Autos hinter mir halten - Toyota, Jaguar, Sauber - unsere Geschwindigkeit war ziemlich gut."

Gianmaria Bruni
"Ein hartes Rennen. Insgesamt war das Auto konstant und die Balance für unsere Verhältnisse gut. Das war meine erste Zielankunft in einem Grand Prix und ich möchte der Crew für den hervorragenden Job heute und das ganze Wochenende über danken. Wir haben das Beste aus dem Paket geholt, aber hoffentlich können wir uns jetzt weiterentwickeln. Ich bin happy."

Zsolt Baumgartner
"Es war schwierig. Die meiste Zeit hatte ich mit der Balance zu kämpfen. Die Front hielt recht gut, aber das Heck rutschte dauernd weg - viel zu viel Übersteuern. Am Start kam ich kurz vor Gimmi, aber dann habe ich einen Fehler gemacht und er überholte mich zurück. Zu den schwierigsten Dingen gehörte heute, die Top-Fahrer überrunden zu lassen und trotzdem im Rennrhythmus zu bleiben. Das war definitiv eines der schwierigsten Rennen meiner Karriere und ich bin froh, durchgefahren zu sein."