Stimmen nach dem Rennen

Rubens Barrichello
"Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team und möchte mich bei ihm und bei den Fans bedanken, die heute hier hergekommen sind, um das Rennen anzuschauen. Die Bedingungen im Rennen, in Bezug auf den Regen, haben uns nicht bevorteilt und ich konnte nicht besser abschneiden. Ich kann aus diesem Grund immer noch mit erhobenem Kopf abreisen, auch wenn dies schwierig sein könnte, da mein Nacken sehr weh tut. Ich muss zugeben, dass ich mich sehr erschöpft fühle. Vielleicht war dies der Stress des gesamten Wochenendes."
"Unsere Strategie hat funktioniert, aber das schlussendliche Ergebnis ist ein wenig enttäuschend, da wir das Wochenende über dominiert hatten und ich für das Rennen zuversichtlich war, nachdem ich mich mit einer ganz ordentlichen Benzinladung an Bord qualifizierte hatte. Wir sind die Besten im Regen und die Besten im Trockenen, aber wenn wir einen Schwachpunkt haben, dann ist dieser unter feuchten Bedingungen zu suchen, die wir nach ein paar Runden vorfanden. Wir wissen, dass dann jene, die auf dem Reifen der anderen Marke fahren, früher auf Trockenreifen wechseln können. Das Wetter hat einfach nicht in unserer Hände gespielt, aber ich bin glücklich, dass ich auf dem Podium bin, auch wenn der Sieg hier noch kommen muss."

Michael Schumacher
"Wir können sehr stolz auf das sein, was wir in dieser Saison als Team erreicht haben. Es gab eine Menge Siege und zwei Weltmeistertitel, es gibt deshalb keinen wirklichen Grund, heute allzu enttäuscht zu sein, auch wenn ich sagen muss, dass es mir für Rubens Leid tut. Was mein Rennen angeht, dachte ich zunächst, dass es für mich eine gute Möglichkeit sein würde, als ich realisierte, dass es regnet. Aber um ehrlich zu sein, war es nicht nass genug und ich denke, dass wenn es stärker und länger geregnet hätte, es für uns ein Vorteil gewesen wäre. Ich fühle mich frisch und gerüstet um Rennen zu fahren, aber ich weiß, dass es wichtig ist, eine Pause einzulegen, bevor wir uns auf die kommende Saison vorbereiten."

Juan-Pablo Montoya
"Ich kann es noch gar nicht fassen. Die ersten Runden waren schwierig. Ich habe einige Plätze eingebüßt, ehe die Reifen auf Betriebstemperatur kamen, aber dann hatte ich anscheinend mehr Grip als jeder andere."
"Ich habe das Rennen auch dank der guten Strategie meiner Ingenieure und von Sam Michael gewonnen. Ich wurde zum optimalen Zeitpunkt an die Box gerufen, um von Intermediates auf Slicks zu wechseln. Und auch später, als Kimi hinter mir war, war der Zeitpunkt für den Stopp ideal gewählt. Das Team hat es mir ermöglicht, dass ich ein paar Sekunden vor ihm wieder auf der Strecke war. Ich sah ihn im Rückspiegel und dachte, jetzt darf ich mir nicht den kleinsten Fehler leisten."
"Es ist fantastisch, die vier Jahre mit dem BMW-Williams-Team zu einem so schönen Abschluss zu bringen. Ich möchte mich bei Frank und allen anderen im Team bedanken, die mir das ermöglicht haben. Wenn mich jemand fragt, was heute das Schwierigste war, dann muss ich sagen, es waren die Nackenschmerzen. Man fährt hier gegen den Uhrzeigersinn, die vielen Linkskurven sind ungewohnt."

Ralf Schumacher
"Es ist sehr schade. Durch den Regen ging meine Strategie nicht auf. Dann war ich leider nicht schnell genug, um Alonso zu überholen. Ich hätte Chancen auf einen Podiumsplatz gehabt. Es war klasse, sechs Jahre lang mit diesem Team zu arbeiten. Es ist schade, dass wir nicht noch erfolgreicher waren. Ich wünsche dem Team alles Gute für 2005."

Kimi Raikkönen
"Ich war nahe am Gewinnen dran, aber es hat nicht ganz gereicht", erklärte er nach dem Rennen. "Es war ein guter Grand Prix und ich bin auf meine Kosten gekommen, aber ich wäre gerne ganz oben gestanden. Ich bin auf Michelin-Intermediates ins Rennen gegangen und konnte nach ein paar Kurven die Führung übernehmen. Leider hatte ich nach meinem ersten Boxenstopp aber nicht mehr den Speed, um mit Juan-Pablo mitzuhalten."

David Coulthard
"In den ersten Kurven, wo sich ein paar Autos berührt haben und immer wieder Räder gegeneinander knallten, habe ich einige Positionen verloren, denn es war ziemlich rutschig. Als sich dann alles beruhigt hatte, lag ich schon zu weit zurück, um noch etwas ausrichten zu können."
"Den Jungs vom Rennteam und in der Fabrik möchte ich für ihre Bemühungen in den vergangenen neun Jahren danken. Es ist ein sehr emotioneller Moment, nach all diesen Jahren Abschied zu nehmen, und ich erinnere mich immer noch gern an zwölf Siege, 51 Podestplätze und 412 Punkte, die wir gemeinsam erreicht haben."

Fernando Alonso
"Die Entscheidung, mit Trockenreifen zu beginnen, war ein großes Risiko. Das Auto war schwer zu fahren und ich bin in der Aufwärmrunde und in der ersten Runde von der Strecke abgekommen. Dann wurde es Runde für Runde aber immer besser und ich konnte sogar die Führung übernehmen, aber nach dem ersten Boxenstopp hatte ich nicht die nötige Pace, um auf das Podium fahren zu können."
"Das Auto hat wild untersteuert und während des zweiten Stints haben wir ein Risiko genommen, als wir die Reifen nicht wechselten. Dadurch hatte ich nicht mehr optimalen Grip, aber ich habe weiterhin hundertprozentig attackiert, die anderen Autos hinter mir gelassen - und dadurch bin ich jetzt Vierter in der Fahrer-WM. Das war heute mein Hauptziel und es freut mich, dass ich es erreicht habe."

Jacques Villeneuve
"Ich denke, meine Pace im Rennen war heute sehr gut. In den ersten Runden war ich hinter Fernando, aber bei diesen Bedingungen wäre es ein zu großes Risiko gewesen, ihn zu überholen. Als die Strecke nass war, habe ich Zeit verloren, aber im zweiten und dritten Stint lief es dann ganz gut."
"Leider ist es mir nicht gelungen, WM-Punkte für Renault zu holen, aber ich finde, meine Performances sind von Rennen zu Rennen besser geworden. Es war sehr schwierig, mich so kurzfristig auf die veränderte Situation einzustellen, aber ich möchte mich bei Renault für diese gute Gelegenheit bedanken."

Takuma Sato
"Das war wirklich ein hartes Rennen. Die ersten paar Runden waren für alle wegen des Regens trickreich. Ich entschied mich, den Start auf Intermediate-Reifen anzugehen und musste früher auf Trockenreifen wechseln, was mich ein wenig Zeit gekostet hat. Ich hatte dann einen hervorragenden Kampf mit drei anderen Autos. Ich war im Infield schneller als sie, aber ich kam ihnen nicht nahe genug, um sie am Ende der Geraden auszubremsen, was ein wenig frustrierend war."
"Dennoch hat das Team den zweiten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft eingefahren und das ist ein exzellentes Ergebnis. Jeder hier hat fantastische Arbeit geleistet, wie dies auch unsere Partner getan haben. Ich möchte die Möglichkeit nutzen, um ihnen allen zu danken. Ich bin mir sicher, dass wir in der kommenden Saison eine große Herausforderung aufbauen können."

Jenson Button
"Es ist enttäuschend, im letzten Rennen auszufallen. Ich war optimistisch, dass ich heute einen weiteren Platz auf dem Podium belegen kann, was ein netter Abschluss gewesen wäre, aber es sollte nicht sein. Mein Auto begann auf der Startaufstellung zu rauchen und ich wusste, dass es ein Problem gibt. Ich hoffte, dass es sich vielleicht selbst löst, aber der Schaden war schon vorhanden und ich hatte keine andere Wahl, als in der vierten Runde aufzugeben. Abgesehen davon muss man das Gesamtbild sehen und es war eine tolle Saison für BAR, wir haben den zweiten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft geholt und das war eine unglaubliche Leistung."

Felipe Massa
"Es war ein fantastisches Gefühl, das Rennen anzuführen. Ich werde diese Runde niemals vergessen. Zu Beginn war es sehr rutschig, das Auto war jedoch wirklich schnell. Ich verlor ein wenig an Boden, als Rubens ein wenig vorsichtig war, aber ich konnte auf die Leute sehr schnell aufholen."
"Nachdem wir die Reifen wechselten und die Strecke abtrocknete, empfand ich es als sehr schwierig, bis zum Ende eines jeden Rennabschnitts Haftung zu finden, aber ich pendelte mich auf einem komfortablen Speed ein und ich bin zufrieden, dass ich mein Ziel erreicht habe, einen Punkt zu holen. Das Rennen vor meinem Heimpublikum anzuführen war die Sahnehaube auf dem Kuchen!"

Giancarlo Fisichella
"Zu Beginn fuhr ich sehr dicht hinter einem anderen Auto her und ich musste in das Gras ausweichen, als es früher bremste als ich erwartet hatte. Dabei verlor ich Zeit und danach hatten wir Pech mit dem Wetter. Meine Strategie war gut aber die wechselhaften Bedingungen haben sie zerstört, es war aus diesem Grund für mich ein frustrierendes letztes Rennen für Sauber. Das ist Rennsport, vor allem möchte ich mich bei jedem im Team für eine solch großartige Saison bedanken."

Mark Webber
"Mein Start war heute in Ordnung, aber viel half das auch nicht. Als ich in die erste Kurve fuhr, musste ich dem Renault von Jacques Villeneuve ausweichen. Dadurch verlor ich vier oder fünf Plätze, das war frustrierend. Ich wollte mich wieder nach vorne kämpfen, das klappte auch ganz gut. Am Ende der vierten Runde lag ich auf Rang neun. Dann holte ich mir neue Reifen, dabei verlor ich etwas Zeit, da ich mich hinter Christian an der Box anstellen musste. Dann fuhr ich weiter und wollte in Runde 24 Christian überholen."
"Leider stießen wir zusammen, es schien, als ob er mich nicht gesehen hat, damit war mein Rennen zu Ende. Es ist ein trauriges Ende von einem Rennen, das lohnender hätte werden sollen. Ich hatte zwei tolle Jahre mit Jaguar, und ich hatte das Glück, dabei mit äußerst talentierten Leuten zu arbeiten. Ich habe viel gelernt und viel mit ihnen geteilt. Schweren Herzens verlasse ich nicht nur das Team, sondern auch das Team geht. Ich muss vielen Leuten danken, auch dem ganzen Team danke ich für das Vertrauen und ihre Unterstützung. Es sind alle ganz tolle Jungs!"

Christian Klien
"Ich hatte einen guten Rennbeginn, das Fahren hat Spaß gemacht. Ich war auf Intermediates unterwegs, fand eine gute Linie durch die ersten Kurven und konnte einige Fahrer überholen. Mein erster Boxenstopp war vielleicht etwas spät, ich habe dabei einige Plätze verloren. Ich folgte dann beiden Toyotas, hatte aber keine Chance, sie zu überholen. Mark schloss auf mich auf, ich sah ihn im Spiegel, aber ich dachte nicht, dass er schon nah genug dran wäre, um zu überholen - dann kollidierten wir."
"Im Rest des Rennens war mein Auto nicht mehr so gut ausbalanciert, wie es hätte sein sollen. Kaputt war nichts, aber das Auto war schwer zu fahren. Es gab auch viele blaue Flaggen. Auch wenn ich mein Bestes gegeben habe und mein letztes Rennen für Jaguar beenden konnte, so bin ich über das Ergebnis enttäuscht, da Mark und ich kollidierten, als wir auf guten Positionen lagen. Ich hatte eine fantastische Saison und habe jeden Moment genossen. Es machte großen Spaß, mit ihnen zu arbeiten, und sie haben mir sehr geholfen. Ich möchte allen im Team danken."

Jarno Trulli
"Es war ein schwieriges Rennen. Mein Start war gut und ich lag schon an sechster Stelle, aber sobald die Strecke feucht wurde, hatte ich Schwierigkeiten. Wahrscheinlich liegt das an meiner geringen Erfahrung mit dem TF104B. Als die Strecke trockener und schneller wurde, war ich recht konkurrenzfähig. Ich habe mein Bestes gegeben, aber leider hat es wieder nicht für Punkte gereicht. Dennoch war es ein positives Wochenende, denn ich hatte den Eindruck, dass das Auto schneller war als in Suzuka."
"Es ist nur schade, dass wir die Saison nicht in den Punkten beenden konnten. Dennoch möchte ich mich beim Team bedanken, denn sie haben mich in den vergangenen zwei Rennen so herzlich aufgenommen und mir dabei geholfen, mich so leicht einzuleben. 2004 war meine bisher beste Saison in der Formel 1, aber ich hoffe auf eine noch bessere Saison 2005 mit Toyota. Das ist ein fantastisches Team mit großartigem Potenzial."

Ricardo Zonta
"Es war ein aufregendes Rennen, weil die Bedingungen immer gewechselt haben. Am Start, als die Strecke feucht war, konnte ich einige Autos überholen. Das hat Spaß gemacht. Gegen Ende hin hatte ich dann Schwierigkeiten mit der Balance. Da empfand ich es als schwierig, das Auto zu fahren."
"Es war großartig, dieses Wochenende vor meinem Heimpublikum in Brasilien zu fahren, und ich denke, dass wir einen guten Job gemacht haben. Ich habe mich dieses Wochenende ja körperlich nicht so toll gefühlt. Mit dem Team bin ich zufrieden, speziell mit der neuen Crew, mit der ich erstmals gearbeitet habe. Ich möchte mich beim Team für diese schöne Saison bedanken."

Timo Glock
"Mein Start war nicht schlecht, aber ich fand in der ersten Kurve keine gute Linie und im ersten Teil des Rennens war es wirklich rutschig, das Auto war verdammt nervös und ich verlor Zeit. Nach dem ersten und zweiten Boxenstopp war das Auto besser, zumindest nach den ersten paar Runden, als der Reifen kam. Leider verlor ich zu viel Zeit, als ich von anderen Autos überrundet wurde. Ich bin froh, dass ich das Rennen ohne Fehler beendet habe."
"Es war für mich eine zufriedenstellende Saison, es war großartig, vier Rennen gefahren zu sein, dies war für mich eine gute Erfahrung. Ich muss nun lernen, in den Rennen eine bessere Geschwindigkeit zu finden, muss mich mehr und mehr verbessern. Es ist alles jedoch eine Frage der Erfahrung und ich freue mich schon auf das kommende Jahr."

Nick Heidfeld
"Ich hatte einen guten Start und machte ein paar Plätze gut, aber dann musste ich früh mit einem Problem an der Kupplung aufgeben. Es ist enttäuschend, das Rennen nicht beendet zu haben, denn ich wollte eine gute Leistung zeigen und dem Team ein gutes letztes Rennen der Saison schenken. Ich möchte jedem im Team für ihre Anstrengungen und die harte Arbeit danken, die sie in diesem Jahr geleistet haben und auch für die Unterstützung, die sie mir haben zukommen lassen."

Zsolt Baumgartner
"Es war ein hartes Rennen mit einigen Problemen. Anfang der Woche habe ich mir eine Erkältung eingefangen. Ich war etwas besorgt, wie dies das Rennen beeinflussen würde, da diese Strecke körperlich sehr herausfordernd ist. Ich konnte mich aber gut konzentrieren und hart bis zum Ende angreifen und eine gute Pace vorlegen. Ich bin zufrieden mit dem heutigen Ergebnis und den Rundenzeiten. Ich möchte dem gesamten Team für ihre Bemühungen in der Saison danken, auch Bridgestone für die exzellenten Reifen. Es war heute mein 20. Grand Prix und ich bin froh, dass ich ihn beenden konnte."

Gianmaria Bruni
"Das war kein guter Tag für mich. Ich begann das Rennen auf Intermediates, nach einigen Runden musste ich an die Box, aber Zsolt wurde auch gerade abgefertigt, da habe ich etwas Zeit verloren. Als wir auf Trockenreifen wechselten, war das Auto mit dem Setup sehr übersteuernd. Wir konnten die Situation nicht verbessern, aber im letzten Stint wurde die Strecke ein wenig besser, das Setup funktionierte wieder. So konnte ich dann bessere Rundenzeiten fahren. Nachdem ich beim letzten Boxenstop Zeit verloren hatte, konzentrierte ich mich nur noch darauf, ins Ziel zu kommen."