Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
"Ich bin froh, dass Ferrari heute gewonnen hat. Wenn ein Fahrer versagt, ist der andere dafür da, die Verantwortung zu übernehmen, und dafür möchte ich Rubens gratulieren. Das Rennen war interessanter als ich mir gewünscht habe! Zumindest ist aber alles Pech der Saison heute passiert, also hoffe ich, dass es damit für dieses Jahr getan ist."
"Ich habe versucht, Christian zu überholen, weil er die Tür offen gelassen hat, aber dann zog er nach innen, als ich zur Hälfte neben ihm lag. Es war ein normaler Rennunfall. Dann folgte ich Alonso im Windschatten und ich habe Downforce verloren, deshalb habe ich mich gedreht. Anschließend hatte ich noch einen Reifenschaden, der viel Zeit gekostet hat, weil ich einen langen Weg zurück in die Boxengasse hatte. Ich war natürlich viel zu früh an der Box, also hat das Team meine Strategie geändert."

Rubens Barrichello
"Über weite Strecken der Saison habe ich versucht, auf Michael aufzuholen, aber jetzt durchlebe ich eine gute Phase und hier in China ist das ganze Wochenende über alles gut gelaufen. Ich muss mich beim Team bedanken, das mir ein Setup ausgearbeitet hat, mit dem ich angreifen konnte, wenn es notwendig war."
"Mein Start war sehr gut und der gute Grip in der ersten Runde hat mich überrascht. Kimi hat Druck gemacht, aber ich konnte einen Abstand halten. Dass ich Kommando über das Rennen habe, war mir bis zum letzten Boxenstopp nicht bewusst, als mir Ross am Funk gesagt hat, dass es klappen müsste. Als ich aus der Box gefahren bin, gab ich bis in die dritte Kurve richtig Gas, doch dann sah ich im Rückspiegel niemanden direkt hinter mir."

Juan-Pablo Montoya
"Mein Start an sich war gar nicht so schlecht, ich konnte Panis überholen. Aber dann war es auf der Innenbahn so staubig, dass ich praktisch nicht vom Fleck kam und jeder an mir vorbeifuhr. Später habe ich versucht, mir meinen Platz zurückzuholen. Zwei Mal habe ich Jacques Villeneuve überholt, aber dann hatte ich nicht genug Traktion, und er ist wieder vorgefahren. Diese Manöver haben Spaß gemacht."
"Im ersten Teil des Rennens bin ich im Verkehr aufgehalten worden, später hatte ich freie Fahrt. Ich kam Sato sehr nah, aber kurz vor meinem Boxenstopp habe ich einen Fehler gemacht. Allerdings ist ihm dann auch einer unterlaufen, und ich hatte meinen Platz wieder. Von Startplatz zehn aus Fünfter zu werden, ist in Ordnung, und ich bin froh, wieder ein paar Punkte für das Team geholt zu haben.

Ralf Schumacher
"Es ist verdammt schade, dass mein Rennen so früh zu Ende war. Nach dem Kontakt mit Coulthards Auto hatte ich einen platten Reifen. Er hat versucht mich zu überholen, aber ich denke, sein Angriff war zu optimistisch. Ich fuhr zur Box und dachte, das Auto sei beschädigt. Aber nach einer Überprüfung haben die Ingeniere gesagt, ich könnte weiterfahren. Mittlerweile war aber viel Zeit vergangen. Mit zwei Runden Rückstand hat es nicht viel Sinn gehabt, wieder loszufahren. Schade. Bis dahin war mein Rennen gut, ich habe um einen Platz unter den ersten Fünf gekämpft. Zwar habe ich beim Start Boden verloren, aber letztlich war ich wieder in der Position, Punkte zu holen."

Kimi Raikkönen
"Von meiner Warte aus war das ein enges und aufregendes Debütrennen in China und ich hoffe, dass die chinesischen Fans das auch so sehen. Ich konnte mit Rubens gut mithalten, aber mir fehlte einfach das letzte Quäntchen Speed, das nötig gewesen wäre, um ihn zu überholen. Meine Zeiten waren während des Rennens sehr konstant und ich freue mich jetzt schon auf die verbleibenden beiden Grands Prix."
"Wir sind schließlich da, um Rennen zu gewinnen, also haben wir im Mittelstint einen kurzen Boxenstopp eingelegt, um an Rubens vorbei in Führung zu gehen. Es hat leider nicht geklappt und ich verlor meinen zweiten Platz an Jenson, aber ich bin nicht enttäuscht. Das Auto hat an diesem Wochenende gut funktioniert und die Michelin-Reifen waren wunderbar."

David Coulthard
"Wie immer ist es von einer schlechten Startposition aus schwierig, ein dezentes Resultat einzufahren, weil man unweigerlich in die Positionskämpfe im Mittelfeld verwickelt wird. Keine Frage, dass die Pace da gewesen wäre, aber ich hing anfangs hinter einem Sauber fest und verlor dabei wertvolle Zeit. In der 37. Runde gab es leider eine Berührung mit Ralf Schumacher in der Haarnadel und dabei wurde mein linker Vorderreifen beschädigt. Es tut mir Leid für ihn, aber mein Rennen wurde dadurch auch signifikant beeinflusst, denn ich wäre sonst weiter vorne in den Punkten gelandet. Es hat lange gedauert, bis ich endlich zum Reifenwechsel an die Box kam. Natürlich hätte das Team die Punkte brauchen können, aber wenigstens haben wir in China eine gute Show geboten."

Fernando Alonso
"Es war ein ziemlich gutes Rennen. Wir haben das Wochenende mit einigen Problemen begonnen, verbesserten das Auto im Verlauf des Wochenendes und es wurde während des Rennens noch besser. Ich denke, dass diese fünf Punkte für die Meisterschaft am Ende des Jahres wichtig sein werden. Die nächsten zwei Strecken sollten uns mehr liegen als die letzten und ich habe ein gutes Gefühl. Meine Motivation ist groß und ich konzentriere mich darauf, die Punkte einzufahren, die wir brauchen, um den zweiten Platz in der Meisterschaft zu holen."

Jacques Villeneuve
"Ich habe während des Rennens an diesem Nachmittag viel gelernt. Ich kenne den R24 besser, ich habe eine komplette Renndistanz hinter mir und ich habe auch verstanden, wie der Stil eines Rennens des Jahres 2004 aussieht. Um ehrlich zu sein, habe ich zu lange gebraucht, um zu Beginn des Rennens in den Rhythmus zukommen. Ich hatte einen guten Start, aber ich hatte die Reifen nicht ausreichend aufgewärmt und verlor eine Menge Positionen, die ich gutgemacht hatte."

Jenson Button
"Es ist fantastisch, im ersten Grand Prix von China auf dem Podium zu stehen und zum vierten Mal in dieser Saison Zweiter zu werden."
"Mein Start war nicht gut. Es ist desaströs, zwei Plätze zu verlieren. Der erste Sieg kommt immer näher, aber an den Starts müssen wir noch arbeiten, wenn wir nach vorne kommen wollen. Unsere Strategie war gut, aber gegen die Drei-Stopper zu pushen, war nicht leicht, daher habe ich mich in den letzten Runden auf Räikkönen hinter mir konzentriert. Es war ein großes Rennen für BAR, China und die Formel 1 und ich freue mich schon auf Japan in zwei Wochen."

Takuma Sato
"Ein grandioses Resultat für das Team. Das war eine fantastische Performance - ein Auto auf dem Podium und ich konnte noch gute Punkte holen, obwohl ich von hinten starten musste. Mit viel Benzin an Bord hatte ich einen schweren Kampf zu kämpfen, aber dass ich am Ende noch Sechster wurde, ist eine fantastische Teamleistung. Der erste China-Grand-Prix war ein spannendes Rennen, ein voller Erfolg, und jetzt freue ich mich auf Japan."

Felipe Massa
"Nach zwei Runden körnten meine Reifen unglaublich stark und das Auto untersteuerte so stark, dass ich alle aufhielt. Es wundert mich, dass ich nicht mehr Plätze verloren habe."
"Nach den Boxenstopps konnte ich jeweils aufholen und angreifen, aber in den letzten sieben Runden hatte ich eine abgeriebene Stelle auf einem Vorderreifen und das Einlenken in die Rechtskurven ist mir so schwer gefallen, dass ich schon befürchtete, gar nicht ins Ziel zu kommen. Zum Schluss war es noch ein guter Fight mit Coulthard, aber unter diesen Umständen bin ich zufrieden mit dem einen Punkt."

Giancarlo Fisichella
"Ich bin wirklich glücklich mit dem Ergebnis, denn die Reifen körnten gleich vom Start weg. Nach jedem Stopp war das Auto mit neuen Reifen sehr, sehr konkurrenzfähig und die Balance war auf einmal wieder da, aber mit körnenden Reifen war ich zwei Sekunden langsamer als das Potenzial des Fahrzeugs zulassen würde. Angesichts dessen müssen wir froh sein, mit beiden Autos gepunktet zu haben."

Mark Webber
"Der Kurs ist für Fahrer und Auto sehr fordernd, aber wir haben alles gegeben. Das Auto war gut ausbalanciert und das Team hat vor dem Rennen exzellent gearbeitet. Ich hatte einen guten Start und konnte Juan-Pablo Montoya vor der ersten Kurve überholen. Von da an habe ich bis zum Ende des Rennens alles gegeben, um Plätze gutzumachen."
"Jeder war gut und zuverlässig unterwegs, Punkte waren daher schwierig. Ich hatte zuweilen sehr wenig Traktion, aber angesichts der Pace des Renaults und des Ferraris hinter mir, bin ich mit dem zehnten Rang zufrieden. Der R5 ist momentan ein wirklich gutes Paket und ich würde gerne noch ein paar Punkte damit einfahren. Wir haben noch zwei Rennen, ich werde also alles geben, um ein Top-Acht-Ergebnis zu erkämpfen."

Christian Klien
"Ich machte einen guten Start und war froh, die erste Kurve ohne Zwischenfall überstanden zu haben. Der R5 fühlte sich gut ausbalanciert und konkurrenzfähig an, und ich habe das Rennen genossen. Als ich in Runde zwölf auf der langen Gerade war, konnte ich den Ferrari von Michael Schumacher weit hinter mir sehen. Als ich mich der Kurve näherte, habe ich erneut nach Michael Ausschau gehalten, konnte ihn aber nicht sehen. Ich lenkte ein und traf sein Auto."
"Ich fuhr zunächst weiter und dann normal in die Box, aber es war klar, dass mein Rennen vorbei war. Die Hinterradaufhängung wurde beschädigt, es war unmöglich weiterzufahren. Ich bin sehr enttäuscht von meinem heutigen Rennen, denn das Auto war gut für das Wochenende vorbereitet und wir haben erfolgreiche Tests absolviert. Die Strecke ist herausfordernd und ich wäre beim ersten China-Grand-Prix gerne in das Ziel gekommen, aber es sollte nicht sein. Nun reise ich nach Australien, um mein Training im Vorfeld des Japan-Rennens fortzusetzen."

Olivier Panis
"Ein Problem am Start hat mir praktisch alle Chancen auf ein gutes Resultat im China-Grand-Prix geraubt. Irgendwie hat sich das Notprogramm unerwartet eingeschaltet und ich blieb stehen, musste dem Feld zur ersten Kurve hinterherfahren."
"Alles, was ich jetzt sagen kann, ist, dass wir hart arbeiten werden, um für die Zukunft eine Lösung der Probleme zu finden. Nach dem guten Qualifying gestern ist es schade, dass das Rennen so ausgegangen ist. Das Auto hat sich eigentlich gut und konstant angefühlt, daher ist für mich klar, dass viel mehr möglich gewesen wäre. Das ganze Team hat heute eine gute Möglichkeit ausgelassen."

Ricardo Zonta
"Ein großartiger Start, eine fantastische erste Runde. Ich konnte gleich einige Positionen aufholen", analysierte der vom 13. Startplatz ins Rennen gegangene Brasilianer. "Ich war mit der Performance des Autos happy und konnte mit Fisichella und Coulthard fighten."
"Ich hatte zwar keine Möglichkeit, die Autos vor mir zu überholen, aber ich konnte immerhin Druck auf sie ausüben. Nach meinem letzten Boxenstopp ging der fünfte Gang verloren und ich musste wieder zurück an die Garage kommen, womit das Rennen für mich leider beendet war. Das ist schon enttäuschend, denn ich glaube, es wäre zumindest ein Punkt drin gewesen."

Nick Heidfeld
"Ich bin mit meinem Rennen ziemlich glücklich und es hat Spaß gemacht, besonders am Start, wo ich ein paar Plätze gutmachen konnte. Danach war ich positiv überrascht, wie gut ich mit den Autos vor mir mithalten konnte. Leider lief es nach dem ersten Boxenstopps mit dem zweiten Reifensatz ein wenig schlechter, weil ich an den Vorderreifen starkes Graining bekam, und es dauerte eine Ewigkeit, bis es verschwand. Aus diesem Grund büßte ich an Rundenzeit ein. Am Ende habe ich wirklich hart gearbeitet, um Panis hinter mir zu halten und ich bin glücklich, denn ich denke, dass dies für uns eine gute Leistung ist."

Timo Glock
"Mein Rennen war ein wenig schwierig. Ich hatte im Vergleich zu Nick einen schlechten Start, ich hatte mehr durchdrehende Räder als normal. In den ersten fünf Runden hatte ich Graining und Untersteuern und sah zu, wie mir Nick wegfuhr. Danach, als die Reifen zurückkamen, waren die Rundenzeiten ziemlich gut und ich konnte Nick wieder näher kommen. Ich gab am Ende des ersten Rennabschnitts ein wenig zu viel Gas und hatte einen Dreher, der mein Rennen praktisch beendet hat, denn ich konnte danach die Lücke auf Nick nicht mehr schließen."

Zsolt Baumgartner
"Für mich war es das schwierigste Rennen der Saison
Nach jedem Boxenstopp hatte ich Probleme mit der Balance des Autos. Danach verbesserte sie sich im Laufe des Stints und ich konnte bessere Rundenzeiten fahren. Ich habe es den schnelleren Autos vielleicht zu einfach gemacht, mich zu überholen, denn dabei verlor ich viel Zeit."

"Bei meinem letzten Boxenhalt traf ich einen Mechaniker, weil der Boden dort sehr glatt ist und die Räder blockierten Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt, auch wenn ein oder zwei Blutergüsse zu sehen sind. Dieser Kurs ist herausfordernd, und ich bin froh, dass ich den ersten China-Grand-Prix beenden konnte."

Gianmaria Bruni
"Beim Start war ich noch vor meinem Teamkollegen, aber Timo Glock blockierte mich und Zsolt ging vorbei Ich entschied, dass es wohl die beste Strategie sein würde, eine gute Pace zu halten, Fehler zu vermeiden und die Zeit abzuwarten. Leider hatte ich in der zehnten Runde einen Reifenschaden, schaffte es aber zurück an die Box. Dabei habe ich aber eine Runde verloren."
"Danach konnte ich die Lücke zu Zsolt in den weiteren zwei Stints ziemlich gleichmäßig wieder schließen, bis das linke Vorderrad sich löste Dieser Kurs ist sehr schön und es ist schade, dass ich das Rennen heute nicht beenden konnte. Aber ich konnte nichts dagegen tun - wir hatten einfach Pech. Ich hoffe, dass es in Japan besser laufen wird."