Stimmen nach dem Rennen
Rubens Barrichello
"Ich habe schon einige Rennen gewonnen, aber dies ist zum ersten Mal, dass ich ein Rennen zweimal gewinnen konnte. Dieser Erfolg hier in Monza ist genauso unfassbar wie der erste. Einige Leute sagen, dass die Formel 1 langweilig sei, aber man kann nicht sagen, dass das heutige Rennen langweilig war. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Diese Saison war die beste überhaupt. Alles, was mir fehlte, war ein Sieg. Der Sieg geht auf das gute Team zurück und ich möchte ihnen allen und den Fans danken. Danke euch, ich liebe jeden Moment dieses Wochenendes. Wenn es dein Tag ist, dann ist es dein Tag!"
"Zu Beginn des Rennens war es eine schwierige Entscheidung, die richtige Reifenwahl zu treffen. Ich entschied mich für Regenreifen, denn es wäre sonst gefährlicher gewesen, in einen Unfall verwickelt zu werden, weshalb ich denke, dass es so besser war. Denn ich konnte so viel Druck machen. Ich hatte auch ein Set-up gewählt, was für die Bedingungen gut war. Wenn ich eine Runde eher zum Reifenwechsel an die Box gekommen wäre, wäre mein zweiter Rennteil möglicher Weise etwas einfacher geworden. Als dann Michael und Pizzonia führten, dachte ich, dass alles vorbei sei. Aber als mein Benzin weniger wurde, konnte ich viel Druck machen und es war eine gute Idee des Teams, die Strategie zu ändern. Ich sagte mir: 'Drück das Gaspedal so weit durch wie es geht.' Dann sah ich, dass ich auf Platz vier lag und konnte die anderen Autos vor mir sehen, so dass ich wusste, dass ich eine Chance hatte. Ich konnte nicht glauben, dass die Mannschaft mir nach meinem Stopp sagte, dass ich auf Platz eins liege. Ich sagte dann etwas auf portugiesisch, was ich hier nicht wiederholen kann."

Michael Schumacher
"Dies war ein interessantes Rennen mit interessanten Zweikämpfen. Ich hätte nie gedacht, dass ich von fast ganz hinten vor auf Platz zwei fahren kann. In der ersten Schikane musste ich abkürzen und in der zweiten Schikane war ich neben Jenson, als wir uns berührten und ich mich drehte. Es war frustrierend, warten zu müssen, während die anderen Autos vorbeifuhren, ehe ich weiterfahren konnte. Aber das Auto war fantastisch. Was meine Reifenwahl betrifft, so wusste ich wirklich nicht, was richtig ist. Als ich sah, dass Rubens auf Regenreifen setzte, entschied ich mich für das Gegenteil, damit wenigstens ein Ferrari eine Chance hatte. Aber nach diesem Resultat kann man sagen, dass beide Entscheidungen gut waren. Nach einem fantastischen Qualifying verdient Rubens diesen Sieg."

Juan-Pablo Montoya
"Beim Start hatte ich nicht genug Grip und verlor einen Platz an Alonso. Vor dem ersten und auch bis zum zweiten Boxenstopp war mein Auto gut, wir waren an der Spitze konkurrenzfähig. Aber im letzten Renndrittel war es sehr schwer zu fahren. Nach dem zweiten Stopp war ich von Platz drei auf Platz sechs zurückgefallen und konnte auch nicht mehr groß angreifen, weil das Getriebe Schwierigkeiten machte. Wir nehmen von hier ein paar Punkte mit. Das ist gut, aber wenn man aus der ersten Reihe startet, erwartet man mehr von einem Rennen."

Antonio Pizzonia
"Mein Rennen wurde durch die Ereignisse in der ersten Runde beeinträchtigt. Ich wurde von hinten getroffen und habe mich gedreht. Ich hatte Glück, dass ich aus dem Kies wieder herauskam und mein Auto heil blieb, aber ich war 19. Anschließend habe ich es bis auf Platz sieben hinter Coulthard geschafft. Wir waren sehr nah beieinander, und ich hatte gehofft, ihn überholen zu können, aber er ist mir immer wieder weggefahren. Kurz vor Schluss sah ich dann doch noch eine Chance, als David einen Fehler machte. Ich habe es am Ausgang der Parabolica versucht. Aber wir sind mit blockierenden Rädern aneinander geraten, zum Glück ohne Konsequenzen für uns beide."

Kimi Räikkönen
"Ich denke, wir hätten heute auf das Podium fahren können. Es hat aber nicht sollen sein, denn schon nach zwei Runden ließ der Wasserdruck des Motors nach. Sehr schade, denn ich hatte einen guten Start und konnte einige Positionen aufholen. Es hat gut ausgesehen und das ist nicht die Art und Weise, wie ich die europäische Saison beenden wollte, aber wenigstens sind wir jetzt schnell genug, um um Siege kämpfen zu können."

David Coulthard
"Angesichts der Umstände müssen wir mit dem sechsten Platz zufrieden sein. Anhand meiner Erfahrung vom Test letzte Woche dachte ich, dass die Strecke hinten im Wald noch feucht sein würde, daher bin ich - genau wie Rubens - mit Intermediates ins Rennen gegangen. Mir wurde dann aber schon während der Aufwärmrunde klar, dass das die falsche Entscheidung war, also kam ich an die Box und holte Trockenreifen ab. Das Team hat daraufhin meine Strategie auf einen Boxenstopp umgestellt. Am Ende des Rennens hat mich Pizzonia von hinten abgeschossen, als er mich überholen wollte. Um ehrlich zu sein, war ich darauf vorbereitet, denn ich dachte schon, dass er so etwas probieren würde. Dadurch konnte ich die drei Punkte ins Ziel retten."

Jarno Trulli
"Dies war ein sehr hartes Rennen für mich. Ich kämpfte zu Beginn des Rennens mit wenig Grip. Ich hatte einfach keinen Grip und musste hart kämpfen, um das Auto unter Kontrolle zu halten. Als die Strecke abtrocknete, wurde es langsam besser, aber das Auto war immer noch schwierig zu fahren. Am Ende des Rennens war ich zwar so schnell wie die Spitze, aber da war es zu spät."

Fernando Alonso
"Monza war für unser Auto die schlechteste Strecke - und trotzdem waren wir konkurrenzfähig und konnten mit BAR kämpfen. Ich hoffe, dass wir bei den folgenden Rennen in der Tabelle weiter nach oben klettern können. Was dieses Rennen betrifft, so trafen wir zu Beginn die richtige Reifenwahl. Ich hatte einen guten Start und alles lief gut. Jenson überholte mich bei den ersten Boxenstopps, aber ich blieb an ihm dran. Mein Dreher kam dadurch zu Stande, dass ich zu weit über den Randstein fuhr, so dass ich die Kontrolle über das Auto verlor. Ich war sehr frustriert, dass die Streckenposten entschieden, mich nicht anzuschieben, obwohl dies die Regeln vorsehen. Aber so ist das Leben. Wir müssen uns jetzt auf die letzten drei Rennen konzentrieren, um den zweiten Platz in der Meisterschaft zurückzuholen."

Jenson Button
"Es ist fantastisch für das Team, nach einem so fantastischen Resultat auf Platz zwei in der Konstrukteurs-WM zu liegen. Wir waren nahe an unserem ersten Sieg dran, aber die Plätze drei und vier für Taku und mich sind fantastisch und ich widme dieses Podium dem Team, das dieses Wochenende einen sensationellen Job gemacht hat. Zu Beginn des Rennens hätte ich nicht mehr gedacht, dass die Ferraris noch einmal so auftrumpfen können, aber alle Anerkennung dafür, wie sie das noch rumgedreht haben. Beim ersten Stopp, war es gut, auf Platz drei nach vorne zu kommen. Es war ein gutes Rennen, aber nicht so gut wie jenes der Ferraris. Am Ende habe ich immer ein Auge auf die Reifen geworfen und den Abstand zwischen mir und Alonso im Auge behalten. Ich denke, es wartet ein aufregendes Saisonende auf uns, und ich freue mich schon auf die Herausforderung in China in zwei Wochen."

Takuma Sato
"Es war ein spektakuläres Rennen. Wir haben auf feuchter Piste begonnen, aber da hatten wahrscheinlich alle ihre Schwierigkeiten. Mein Start war gut, aber am Ausgang der Schikane konnte ich nicht richtig beschleunigen und so verlor ich einige Positionen. Als die Bedingungen besser wurden, verbesserte ich mich stetig. Das Wichtigste ist, dass wir jetzt Zweiter der Teamwertung sind. Es wird aufregend, diesen Schwung durch die letzten drei Rennen hindurch mitzunehmen."

Giancarlo Fisichella
"Ein Punkt, der erwartet wurde, gleichzeitig wegen der Bedingungen aber auch nicht erwartet wurde. Ich war immer zuversichtlich, dass wir am Ende punkten könnten, aber zu Beginn habe ich wichtige Zeit verloren, weil ich mit wenig Abtrieb, viel Benzin und Trockenreifen unterwegs war. Als die Strecke aber zu trocknen begann, fühlte ich mich zuversichtlicher und griff hart an. Ich hatte dann ein sehr gutes Rennen. Am Ende sah ich die Kollision zwischen Pizzonia und Coulthard und hoffte kurzzeitig, dass noch mehr möglich wäre, aber ich bin auch mit dem einen Punkt zufrieden."

Felipe Massa
"Ich hatte einen guten Start und ich denke, dass die Entscheidung, auf Intermediates zu starten, richtig war. Ich konnte viele Plätze gutmachen und war zwischenzeitlich Sechster. Als ich auf Trockenreifen wechselte erwischte ich eine feuchte Stelle und rutschte in das Heck von Nick Heidfeld. Das war ärgerlich, denn ich wollte ihn ja nicht einmal überholen, musste mir aber einen neuen Frontflügel holen. Insgesamt war das Auto aber schnell und ich konnte so schnell wie die Spitze fahren. Ohne mein Problem hätte ich sicher Punkte holen können."

Mark Webber
"Der Regen über Nacht änderte die Streckenbedingungen, so dass das Rennen am Anfang bei der Reifenwahl ein Bisschen wie eine Lotterie war. Wir trafen jedoch eine gute Entscheidung, so dass wir einen guten Start hatten. Ich achtete darauf, mich aus den Unfällen in der zweiten Schikane raus zuhalten. Das Auto war gut, obwohl wir etwas Untersteuern zu beklagen hatten. Dies machte das Auto etwas schwierig zu fahren. Die Mechaniker haben das Auto dieses Wochenende trotzdem gut vorbereitet und ich bin mit Platz neun zufrieden. Wir haben das ganze Wochenende über eine gute Zuverlässigkeit gehabt, was das Resultat der harten Arbeit ist. In den letzten drei Rennen wollen wir so viele Punkte wie möglich holen, um die Saison in der Meisterschaft so weit oben wie möglich zu beenden."

Christian Klien
"Für mich verlief der Anfang des Rennens wirklich erfreulich, das Auto fühlte sich gut an. Ich genoss es richtig und die Michelin-Reifen funktionierten gut. Beim Boxenstopp nahmen wir eine kleine Änderung am Frontflügel vor, um das Untersteuern zu verringern, was auch etwas geholfen hat. Trotzdem war mein Auto im zweiten Teil etwas schwieriger zu fahren. Im letzten Teil lief es dann wieder besser und ich konnte das Rennen beenden. Ich musste allerdings noch eine Boxendurchfahrtsstrafe absolvieren, weil ich bei einem Boxenstopp zu schnell war. Ich konnte sogar Jarno Trulli im Renault überholen, was sehr viel Spaß gemacht hat. Insgesamt habe ich das Rennen sehr genossen und bin zufrieden. Ich schaue nun auf die letzten drei Rennen mit dem Ziel, weitere WM-Punkte zu holen, um dem Team zu helfen, die Saison auf dem siebten Platz in der Meisterschaft zu beenden."

Ricardo Zonta
"Der Start war gut. Ich habe darauf geachtet, dass ich niemanden berührte, weil ich nicht wusste, wie rutschig die Strecke sein würde, nachdem es am Morgen geregnet hatte. Es war schwierig, die Reifen auf Temperatur zu bringen, weil die Strecke am Anfang noch feucht war. Immer, wenn ich hinter einem anderen Auto war, habe ich Abtrieb verloren und die Reifen funktionierten nicht. Im ganzen Rennen hatte ich wenig Grip, ich konnte nur versuchen, meine Position zu halten. Ich bin nicht zufrieden mit dem elften Platz."

Olivier Panis
"Ich bin extrem enttäuscht vom Ausgang des Rennens. Ich denke, dass das Team eine gute strategische Entscheidung getroffen hat, mich mit Trockenreifen in das Rennen zu schicken. Ich konnte in der ersten Kurve einen Platz gutmachen und ich war nah an Pizzonia dran, als sich das Feld in der zweiten Schikane zusammenschob. Ich bekam Untersteuern und rutschte in das Heck von seinem Auto, dabei brach mein Fronflügel. Ich strandete im Kiesbett und mein Rennen war vorbei. Es ist wirklich schade, denn es war auch so ein schwieriges Wochenende für mich."

Nick Heidfeld
"Ich bin mit dem, was wir heute erreicht haben, ganz zufrieden, weil wir das Maximum aus unseren Mitteln herausgeholt haben. Zu Beginn des Rennens hatte ich Probleme, die Minardis zu überholen, weil sie auf der Geraden schneller waren als ich. Trotzdem war mein Speed ganz gut. Dann versuchte Felipe mich zu überholen, wobei mein Auto leider etwas beschädigt wurde, aber dies hatte zum Glück keinen großen Einfluss auf die Balance. Wir waren auf einer Ein-Stopp-Strategie unterwegs, wobei es nicht einfach war, auf die Reifen zu achten. Auch wenn ich mit einem besseren Ergebnis natürlich zufriedener wäre, denke ich, dass wir unser Bestes gegeben haben, weshalb ich zufrieden bin."

Giorgio Pantano
"Ich weiß nicht genau, was passiert ist, aber kurz nach meinem zweiten Boxenstopp war vermutlich Wasser in der 'Parabolica' auf der Strecke. Ich sah vor mir noch Nick fahren, doch als ich dort war, konnte ich den Unfall nicht mehr vermeiden. Ich bin wirklich enttäuscht. Es ist eine Schande, mein Heimrennen so zu beenden."

Zsolt Baumgartner
"Ich denke, dass wir kein zu schlechtes Rennen hatten. Es war am Anfang etwas schwierig, aber ich denke, dass wir mit Trockenreifen die richtige Wahl getroffen haben. Ich verlor auf der feuchten Strecke etwas Zeit, aber nach ein paar Runden kam der Grip wieder und ich war in der Lage, aufzuholen. Ich hatte ein wirklich gutes Rennen mit 'Gimmi'. In dem Grand Prix kämpfte ich etwas mit der Balance des Autos, aber wir waren in der Lage, die Balance während des Rennens zu verbessern. Ich bin wirklich glücklich, das ich in der Lage war, den italienischen Grand Prix wie letztes Jahr zu beenden und schaue nun nach vorne auf den Grand Prix von China, wo wir hoffentlich auch ein gutes Rennen haben werden. Insgesamt bin ich mit dem heutigen Tag zufrieden, aber vor allem bin ich glücklich, dass bei dem Feuer heute Nachmittag niemand verletzt wurde."

Gianmaria Bruni
"Ich hatte wieder einen guten Start und nach der ersten Kurve sieben oder acht Autos überholt. Nachdem die Strecke in der Anfangsphase schnell abtrocknete, legte ich meinen ersten Boxenstopp etwas eher ein, was mich hinter Zsolt zurückwarf. Ich schloss die Lücke dann zu ihm und erwartete, dass ich ihn nach meinem zweiten Stopp überholen kann. Leider lief dann beim Tanken etwas Sprit aus. Und als der Sprit an die heißen Teile des Autos kam, fing er sofort Feuer. Glücklicher Weise wurden die Flammen sofort gelöscht, aber ich bekam etwas vom Feuerlöschschaum in meinen Helm und konnte schwer Atmen. Ich bin jetzt wieder okay, aber es ist wirklich schade für die Jungs, denn ich denke, dass wir heute ein wirklich gutes Rennen hätten sehen können."