Michael Schumacher
"Dies war ein interessantes Rennen mit interessanten
Zweikämpfen. Ich hätte nie gedacht, dass ich von fast ganz hinten
vor auf Platz zwei fahren kann. In der ersten Schikane musste ich abkürzen
und in der zweiten Schikane war ich neben Jenson, als wir uns berührten
und ich mich drehte. Es war frustrierend, warten zu müssen, während
die anderen Autos vorbeifuhren, ehe ich weiterfahren konnte. Aber das Auto
war fantastisch. Was meine Reifenwahl betrifft, so wusste ich wirklich
nicht, was richtig ist. Als ich sah, dass Rubens auf Regenreifen setzte,
entschied ich mich für das Gegenteil, damit wenigstens ein Ferrari
eine Chance hatte. Aber nach diesem Resultat kann man sagen, dass beide
Entscheidungen gut waren. Nach einem fantastischen Qualifying verdient
Rubens diesen Sieg."
Juan-Pablo Montoya
"Beim Start hatte ich nicht genug Grip und
verlor einen Platz an Alonso. Vor dem ersten und auch bis zum zweiten Boxenstopp
war mein Auto gut, wir waren an der Spitze konkurrenzfähig. Aber im
letzten Renndrittel war es sehr schwer zu fahren. Nach dem zweiten Stopp
war ich von Platz drei auf Platz sechs zurückgefallen und konnte auch
nicht mehr groß angreifen, weil das Getriebe Schwierigkeiten machte.
Wir nehmen von hier ein paar Punkte mit. Das ist gut, aber wenn man aus
der ersten Reihe startet, erwartet man mehr von einem Rennen."
Antonio Pizzonia
"Mein Rennen wurde durch die Ereignisse
in der ersten Runde beeinträchtigt. Ich wurde von hinten getroffen
und habe mich gedreht. Ich hatte Glück, dass ich aus dem Kies wieder
herauskam und mein Auto heil blieb, aber ich war 19. Anschließend
habe ich es bis auf Platz sieben hinter Coulthard geschafft. Wir waren
sehr nah beieinander, und ich hatte gehofft, ihn überholen zu können,
aber er ist mir immer wieder weggefahren. Kurz vor Schluss sah ich dann
doch noch eine Chance, als David einen Fehler machte. Ich habe es am Ausgang
der Parabolica versucht. Aber wir sind mit blockierenden Rädern aneinander
geraten, zum Glück ohne Konsequenzen für uns beide."
Kimi Räikkönen
"Ich denke, wir hätten heute auf das
Podium fahren können. Es hat aber nicht sollen sein, denn schon nach
zwei Runden ließ der Wasserdruck des Motors nach. Sehr schade, denn
ich hatte einen guten Start und konnte einige Positionen aufholen. Es hat
gut ausgesehen und das ist nicht die Art und Weise, wie ich die europäische
Saison beenden wollte, aber wenigstens sind wir jetzt schnell genug, um
um Siege kämpfen zu können."
David Coulthard
"Angesichts der Umstände müssen
wir mit dem sechsten Platz zufrieden sein. Anhand meiner Erfahrung vom
Test letzte Woche dachte ich, dass die Strecke hinten im Wald noch feucht
sein würde, daher bin ich - genau wie Rubens - mit Intermediates ins
Rennen gegangen. Mir wurde dann aber schon während der Aufwärmrunde
klar, dass das die falsche Entscheidung war, also kam ich an die Box und
holte Trockenreifen ab. Das Team hat daraufhin meine Strategie auf einen
Boxenstopp umgestellt. Am Ende des Rennens hat mich Pizzonia von hinten
abgeschossen, als er mich überholen wollte. Um ehrlich zu sein, war
ich darauf vorbereitet, denn ich dachte schon, dass er so etwas probieren
würde. Dadurch konnte ich die drei Punkte ins Ziel retten."
Jarno Trulli
"Dies war ein sehr hartes Rennen für
mich. Ich kämpfte zu Beginn des Rennens mit wenig Grip. Ich hatte
einfach keinen Grip und musste hart kämpfen, um das Auto unter Kontrolle
zu halten. Als die Strecke abtrocknete, wurde es langsam besser, aber das
Auto war immer noch schwierig zu fahren. Am Ende des Rennens war ich zwar
so schnell wie die Spitze, aber da war es zu spät."
Fernando Alonso
"Monza war für unser Auto die schlechteste
Strecke - und trotzdem waren wir konkurrenzfähig und konnten mit BAR
kämpfen. Ich hoffe, dass wir bei den folgenden Rennen in der Tabelle
weiter nach oben klettern können. Was dieses Rennen betrifft, so trafen
wir zu Beginn die richtige Reifenwahl. Ich hatte einen guten Start und
alles lief gut. Jenson überholte mich bei den ersten Boxenstopps,
aber ich blieb an ihm dran. Mein Dreher kam dadurch zu Stande, dass ich
zu weit über den Randstein fuhr, so dass ich die Kontrolle über
das Auto verlor. Ich war sehr frustriert, dass die Streckenposten entschieden,
mich nicht anzuschieben, obwohl dies die Regeln vorsehen. Aber so ist das
Leben. Wir müssen uns jetzt auf die letzten drei Rennen konzentrieren,
um den zweiten Platz in der Meisterschaft zurückzuholen."
Jenson Button
"Es ist fantastisch für das Team, nach
einem so fantastischen Resultat auf Platz zwei in der Konstrukteurs-WM
zu liegen. Wir waren nahe an unserem ersten Sieg dran, aber die Plätze
drei und vier für Taku und mich sind fantastisch und ich widme dieses
Podium dem Team, das dieses Wochenende einen sensationellen Job gemacht
hat. Zu Beginn des Rennens hätte ich nicht mehr gedacht, dass die
Ferraris noch einmal so auftrumpfen können, aber alle Anerkennung
dafür, wie sie das noch rumgedreht haben. Beim ersten Stopp, war es
gut, auf Platz drei nach vorne zu kommen. Es war ein gutes Rennen, aber
nicht so gut wie jenes der Ferraris. Am Ende habe ich immer ein Auge auf
die Reifen geworfen und den Abstand zwischen mir und Alonso im Auge behalten.
Ich denke, es wartet ein aufregendes Saisonende auf uns, und ich freue
mich schon auf die Herausforderung in China in zwei Wochen."
Takuma Sato
"Es war ein spektakuläres Rennen. Wir
haben auf feuchter Piste begonnen, aber da hatten wahrscheinlich alle ihre
Schwierigkeiten. Mein Start war gut, aber am Ausgang der Schikane konnte
ich nicht richtig beschleunigen und so verlor ich einige Positionen. Als
die Bedingungen besser wurden, verbesserte ich mich stetig. Das Wichtigste
ist, dass wir jetzt Zweiter der Teamwertung sind. Es wird aufregend, diesen
Schwung durch die letzten drei Rennen hindurch mitzunehmen."
Giancarlo Fisichella
"Ein Punkt, der erwartet wurde, gleichzeitig
wegen der Bedingungen aber auch nicht erwartet wurde. Ich war immer zuversichtlich,
dass wir am Ende punkten könnten, aber zu Beginn habe ich wichtige
Zeit verloren, weil ich mit wenig Abtrieb, viel Benzin und Trockenreifen
unterwegs war. Als die Strecke aber zu trocknen begann, fühlte ich
mich zuversichtlicher und griff hart an. Ich hatte dann ein sehr gutes
Rennen. Am Ende sah ich die Kollision zwischen Pizzonia und Coulthard und
hoffte kurzzeitig, dass noch mehr möglich wäre, aber ich bin
auch mit dem einen Punkt zufrieden."
Felipe Massa
"Ich hatte einen guten Start und ich denke,
dass die Entscheidung, auf Intermediates zu starten, richtig war. Ich konnte
viele Plätze gutmachen und war zwischenzeitlich Sechster. Als ich
auf Trockenreifen wechselte erwischte ich eine feuchte Stelle und rutschte
in das Heck von Nick Heidfeld. Das war ärgerlich, denn ich wollte
ihn ja nicht einmal überholen, musste mir aber einen neuen Frontflügel
holen. Insgesamt war das Auto aber schnell und ich konnte so schnell wie
die Spitze fahren. Ohne mein Problem hätte ich sicher Punkte holen
können."
Mark Webber
"Der Regen über Nacht änderte
die Streckenbedingungen, so dass das Rennen am Anfang bei der Reifenwahl
ein Bisschen wie eine Lotterie war. Wir trafen jedoch eine gute Entscheidung,
so dass wir einen guten Start hatten. Ich achtete darauf, mich aus den
Unfällen in der zweiten Schikane raus zuhalten. Das Auto war gut,
obwohl wir etwas Untersteuern zu beklagen hatten. Dies machte das Auto
etwas schwierig zu fahren. Die Mechaniker haben das Auto dieses Wochenende
trotzdem gut vorbereitet und ich bin mit Platz neun zufrieden. Wir haben
das ganze Wochenende über eine gute Zuverlässigkeit gehabt, was
das Resultat der harten Arbeit ist. In den letzten drei Rennen wollen wir
so viele Punkte wie möglich holen, um die Saison in der Meisterschaft
so weit oben wie möglich zu beenden."
Christian Klien
"Für mich verlief der Anfang des Rennens
wirklich erfreulich, das Auto fühlte sich gut an. Ich genoss es richtig
und die Michelin-Reifen funktionierten gut. Beim Boxenstopp nahmen wir
eine kleine Änderung am Frontflügel vor, um das Untersteuern
zu verringern, was auch etwas geholfen hat. Trotzdem war mein Auto im zweiten
Teil etwas schwieriger zu fahren. Im letzten Teil lief es dann wieder besser
und ich konnte das Rennen beenden. Ich musste allerdings noch eine Boxendurchfahrtsstrafe
absolvieren, weil ich bei einem Boxenstopp zu schnell war. Ich konnte sogar
Jarno Trulli im Renault überholen, was sehr viel Spaß gemacht
hat. Insgesamt habe ich das Rennen sehr genossen und bin zufrieden. Ich
schaue nun auf die letzten drei Rennen mit dem Ziel, weitere WM-Punkte
zu holen, um dem Team zu helfen, die Saison auf dem siebten Platz in der
Meisterschaft zu beenden."
Ricardo Zonta
"Der Start war gut. Ich habe darauf geachtet,
dass ich niemanden berührte, weil ich nicht wusste, wie rutschig die
Strecke sein würde, nachdem es am Morgen geregnet hatte. Es war schwierig,
die Reifen auf Temperatur zu bringen, weil die Strecke am Anfang noch feucht
war. Immer, wenn ich hinter einem anderen Auto war, habe ich Abtrieb verloren
und die Reifen funktionierten nicht. Im ganzen Rennen hatte ich wenig Grip,
ich konnte nur versuchen, meine Position zu halten. Ich bin nicht zufrieden
mit dem elften Platz."
Olivier Panis
"Ich bin extrem enttäuscht vom Ausgang
des Rennens. Ich denke, dass das Team eine gute strategische Entscheidung
getroffen hat, mich mit Trockenreifen in das Rennen zu schicken. Ich konnte
in der ersten Kurve einen Platz gutmachen und ich war nah an Pizzonia dran,
als sich das Feld in der zweiten Schikane zusammenschob. Ich bekam Untersteuern
und rutschte in das Heck von seinem Auto, dabei brach mein Fronflügel.
Ich strandete im Kiesbett und mein Rennen war vorbei. Es ist wirklich schade,
denn es war auch so ein schwieriges Wochenende für mich."
Nick Heidfeld
"Ich bin mit dem, was wir heute erreicht
haben, ganz zufrieden, weil wir das Maximum aus unseren Mitteln herausgeholt
haben. Zu Beginn des Rennens hatte ich Probleme, die Minardis zu überholen,
weil sie auf der Geraden schneller waren als ich. Trotzdem war mein Speed
ganz gut. Dann versuchte Felipe mich zu überholen, wobei mein Auto
leider etwas beschädigt wurde, aber dies hatte zum Glück keinen
großen Einfluss auf die Balance. Wir waren auf einer Ein-Stopp-Strategie
unterwegs, wobei es nicht einfach war, auf die Reifen zu achten. Auch wenn
ich mit einem besseren Ergebnis natürlich zufriedener wäre, denke
ich, dass wir unser Bestes gegeben haben, weshalb ich zufrieden bin."
Giorgio Pantano
"Ich weiß nicht genau, was passiert
ist, aber kurz nach meinem zweiten Boxenstopp war vermutlich Wasser in
der 'Parabolica' auf der Strecke. Ich sah vor mir noch Nick fahren, doch
als ich dort war, konnte ich den Unfall nicht mehr vermeiden. Ich bin wirklich
enttäuscht. Es ist eine Schande, mein Heimrennen so zu beenden."
Zsolt Baumgartner
"Ich denke, dass wir kein zu schlechtes
Rennen hatten. Es war am Anfang etwas schwierig, aber ich denke, dass wir
mit Trockenreifen die richtige Wahl getroffen haben. Ich verlor auf der
feuchten Strecke etwas Zeit, aber nach ein paar Runden kam der Grip wieder
und ich war in der Lage, aufzuholen. Ich hatte ein wirklich gutes Rennen
mit 'Gimmi'. In dem Grand Prix kämpfte ich etwas mit der Balance des
Autos, aber wir waren in der Lage, die Balance während des Rennens
zu verbessern. Ich bin wirklich glücklich, das ich in der Lage war,
den italienischen Grand Prix wie letztes Jahr zu beenden und schaue nun
nach vorne auf den Grand Prix von China, wo wir hoffentlich auch ein gutes
Rennen haben werden. Insgesamt bin ich mit dem heutigen Tag zufrieden,
aber vor allem bin ich glücklich, dass bei dem Feuer heute Nachmittag
niemand verletzt wurde."
Gianmaria Bruni
"Ich hatte wieder einen guten Start und
nach der ersten Kurve sieben oder acht Autos überholt. Nachdem die
Strecke in der Anfangsphase schnell abtrocknete, legte ich meinen ersten
Boxenstopp etwas eher ein, was mich hinter Zsolt zurückwarf. Ich schloss
die Lücke dann zu ihm und erwartete, dass ich ihn nach meinem zweiten
Stopp überholen kann. Leider lief dann beim Tanken etwas Sprit aus.
Und als der Sprit an die heißen Teile des Autos kam, fing er sofort
Feuer. Glücklicher Weise wurden die Flammen sofort gelöscht,
aber ich bekam etwas vom Feuerlöschschaum in meinen Helm und konnte
schwer Atmen. Ich bin jetzt wieder okay, aber es ist wirklich schade für
die Jungs, denn ich denke, dass wir heute ein wirklich gutes Rennen hätten
sehen können."