Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
"Jeder Titel hat sich anders angefühlt und bei mir zu unterschiedlichen Gefühlen geführt. Dieser ist sehr besonders, es bedeutet für mich so viel, hier nach Spa zu kommen und es zum siebten Mal beim 700. Grand Prix von Ferrari zu schaffen, das ist ebenfalls etwas Spezielles. Ich bin sehr stolz darauf, es mit einem solch außergewöhnlichen Team zu schaffen, das einen wahnsinnigen Job erledigt hat. Man muss einfach mal anschauen, wie sie Rubens wieder auf die Strecke gebracht haben. Fakt ist, dass Rubens heute ein großartiges Rennen fuhr. Dies ist das, was uns als Team so stark macht."
"Natürlich hätte ich es vorgezogen, den Titel mit einem Sieg zu holen, aber das war nicht möglich. Der bessere Mann hat heute gewonnen, aber ich bin mit dem, was ich erreicht habe, ziemlich zufrieden. Alle drei von uns auf dem Podium haben heute einen Grund zum Feiern. Auf der Strecke kämpfte ich damit, meine Reifen auf der richtigen Temperatur und dem richtigen Reifendruck zu halten, als wir hinter dem Safety Car waren, aber das war keine Überraschung für uns, vor allem weil es heute ziemlich kühl war."

Rubens Barrichello
"Im Moment ist es für mich schwierig, klar zu denken, nachdem ich nach den Ereignissen am Start Dritter geworden bin. Das ist ein magisches Gefühl. Das Team sprach zu mir, als wären wir in einem Wohnzimmer, sie sagten mir, dass ich ruhig bleiben soll und erklärten mir, was sie tun. Wenn ich bei dem Unfall Pech hatte, dann hatte ich in Bezug auf das Safety Car Glück."
"Ich war mir nicht sicher, was passiert ist, aber ich hatte das Gefühl, dass das Auto von der einen zur anderen Seite rutschte und es stellte sich als einen Plattfuß heraus. Ich hatte auch einen beschädigten Flügel und das Team traf die richtige Entscheidung, den Reifen zu wechseln und mich wegen des Flügels erneut an die Box zu holen. Nach dem Restart habe ich es als schwierig empfunden, den anderen Autos zu folgen. Das Team hat super gearbeitet und mich die ganze Zeit angetrieben. Mein Auto war sehr gut, abgesehen von einem kleinen Problem beim Aufwärmen der Reifen."

Juan-Pablo Montoya
"Das war Pech. Mein Auto war wirklich gut, mein Rennen lief prima. Ich lag an dritter Stelle, und es waren nur noch wenige Runden zu fahren. Dann ist der rechte hintere Reifen kaputt gegangen, wobei andere Fahrzeugteile Schaden nahmen. Ich musste aufgeben. Solche Dinge passieren, damit muss man leben. Aber es war ein gutes Rennen. Ich hatte einen guten Start und konnte einige Plätze gutmachen. Weil ich auch von Unfällen anderer profitiert habe, war ich nach ein paar Runden schon Fünfter und konnte rasch ganz vorn mitkämpfen. Dazu hat das Team mit sehr guten Boxenstopps und einer guten Strategie viel beigetragen. Es ist wirklich sehr schade, dass Antonio und ich heute so großes Pech hatten."

Antonio Pizzonia
"Es ist jammerschade! Ich hatte nicht den Hauch eines Problems mit meinem Auto, lag an dritter Stelle, und dann stand plötzlich kein Gang mehr zur Verfügung. Es ist ein bitterer Tag für das Team, zumal auch Juan ausgefallen ist. Ich kam mit der Vorstellung nach Spa, hier meinen ersten Podiumsplatz in der Formel 1 einfahren zu können. Dass es möglich gewesen wäre, habe ich bewiesen. Immerhin haben wir heute eine starke Vorstellung geboten, und das ist die Erkenntnis, die wir jetzt mit nach Hause nehmen müssen."

Kimi Raikkönen
"Ich hätte mir kein schöneres Resultat wünschen können. Es war bisher eine schwierige Saison. Einige Male waren wir schon nahe an einem guten Ergebnis dran, aber jetzt haben wir dank der guten Arbeit unserer Leute an der Strecke, in Woking, Brixworth und Stuttgart endlich einen Sieg in der Tasche. Wir haben heute ein außergewöhnliches Resultat erreicht."
"Das Rennen selbst war schwierig für mich, denn der Unterboden war nach dem Start leicht beschädigt, weil mir Massa von hinten reingefahren ist. Meine Performance hat das aber nicht beeinträchtigt. Von der achten Runde an hatte ich dann das ganze Rennen über Probleme beim Runterschalten, was vor allem beim Anbremsen der Haarnadel immer wieder zu kniffligen Situationen führte."

David Coulthard
"Ein gutes Resultat für das Team. Von meiner Warte aus war es ein ereignisreiches Rennen, denn kurz vor meinem ersten Stopp ist mir ein Reifen geplatzt. Ich hatte alle Hände voll zu tun, um zurück in die Punkte zu kommen. Ich war dann wieder Achter, als ich mit Klien kollidierte und meinen Frontflügel verlor. Alles in allem ist der siebente Platz aber noch ein brauchbares Resultat für uns."

Fernando Alonso
"In Führung liegend auszuscheiden, ist nie gut, speziell nicht in dieser Phase der Saison. Wir sahen verglichen mit Räikkönen und den anderen Autos konkurrenzfähig aus und ich fand gerade erst zu meinem echten Tempo, als sich das Auto am Eingang von Kurve fünf drehte. Ich kam wieder auf die Strecke zurück, aber in der achten Kurve drehte ich mich schon wieder und ich sah Öl am linken Hinterreifen. Ich bin enttäuscht, denn das hätte ein starkes Resultat werden können."

Jarno Trulli
"Keine Ahnung, was heute los war. Es sah während des ersten Stints ganz gut aus, aber dann wurde das Auto unfahrbar. Ich hatte hinten keinen Grip mehr und mir fehlte das Vertrauen in den schnellen Kurven. Da verlierst du hier in Spa natürlich entlang der ganzen Runde. Ich bin sehr verärgert über diese Performance, aber erst will ich verstehen, was eigentlich passiert ist."

Takuma Sato
"Webber fuhr ohne Frontflügel zu Eau Rouge hinunter und war natürlich entsprechend langsam. Leider war er mitten auf der Ideallinie und ich musste hart bremsen, um ihm nicht reinzufahren. Montoya ging rechts an mir vorbei und ich zog rechts von Webber an ihm vorbei, wurde aber zwischen den beiden Autos eingeklemmt. Ich weiß nicht, was weiter passiert ist, aber Webber hat mich berührt."
"Wir hätten heute ein starkes Rennen haben können und ich persönlich bin wahnsinnig enttäuscht, denn ich lag nach dem Start schon an achter Stelle. Es wäre sicher ein gutes Resultat drin gewesen, aber wenigstens haben wir unsere Position in der Konstrukteurs-WM verteidigt. Jetzt fahren wir zum Test nach Monza, wo wir uns auf den Grand Prix von Italien in zwei Wochen vorbereiten werden."

Jenson Button
"Mein Start war schlecht, ich wurde von Pizzonia berührt und krachte dann von hinten in Massa rein. Dabei verlor ich den Frontflügel und ich musste am Ende der ersten Runde in die Box kommen", seufzte Button enttäuscht. "Danach lief das Auto gut, ich hatte viel Benzin an Bord und die Balance war okay. Gegen Ende des Rennens spürte ich hinten ein Problem, bis dann der Reifen eingegangen ist."
"Ich bin sehr enttäuscht, denn mit unserer Strategie wäre heute ein Podestplatz möglich gewesen. Jetzt testen wir nächste Woche in Monza, um uns für den Angriff gegen Renault in der Konstrukteurs-WM vorzubereiten."

Giancarlo Fisichella
"Am Start fuhr mir jemand in der 'La Source' in das Heck meines Autos und ich verlor etwas Abtrieb, da mein Heckflügel und Diffusor dadurch beschädigt wurde. Ich konnte um Punkte kämpfen, aber es war schwierig, denn in Runde 20 kam ich in Kurve 12 für einen Moment von der Strecke ab und verlor etwas mehr Abtrieb, weil ich mir die Endplatte am Frontflügel beschädigte. Es war auch bei den Neustarts schwierig, die Temperatur in den Reifen zu halten, ich hatte mit Klien also wirklich meine Hände voll zu tun. Aber unsere Autos auf den Plätzen vier und fünf im Ziel zu sehen war wirklich großartig. Wir haben das verdient."

Felipe Massa
"Nach zwei Runden war ich bereits enttäuscht! Ich bremste vor der 'La Source' hart, habe aber Kimi auf der Außenseite nicht gesehen, bis wir uns berührt haben, dann knallte Sato in das Heck meines Autos. Ich kam für einen neuen Heckflügel an die Box, kam dann aber nochmals rein, weil das Lenkrad übel vibrierte. Danach war das Auto immer noch recht unruhig, aber ich konnte angreifen. Man kann vielleicht sagen, dass die Umstände glücklich waren, aber ich denke, dass damit all das Pech der letzten fünf Rennen kompensiert wurde. Das Team hat fantastisch für mich gearbeitet. Vielleicht hätte ich heute den ersten Podestplatz einfahren können, aber es ist dennoch mein bestes Ergebnis. Umso schöner ist es, dass auch meine Familie hier ist, und ich möchte dieses Ergebnis meinem Großvater Fernando Coelho dos Santos widmen, der gestern verstarb."

Christian Klien
"Welch aufregendes Rennen. Mein Start war gut, ich konnte die Zwischenfälle und auch die Trümmer auf der Strecke umschiffen. Ich blieb draußen, als das Safety-Car kam und tankte im normalen Rhythmus nach. Meine Drei-Stopp-Strategie funktionierte gut und mein Team hat gute Arbeit geleistet. Bei der zweiten Safety-Car-Phase lag ich hinter dem Toyota von Olivier Panis, und sobald die Strecke wieder frei gegeben wurde, konnte ich ihn überholen."
"Das Auto fühlte sich großartig an, ich habe es heute wirklich genossen. Ich konnte die Menge an Action auf der Strecke gar nicht glauben, und einige Male machte ich mir wegen der vielen Trümmer Gedanken. Ich habe mein Bestes gegeben, sie zu umfahren, und der sechste Platz ist einfach großartig. Das sind meine ersten Punkte und ich möchte dem Team für die harte Arbeit danken. Ich konzentriere mich nun voll und ganz auf die letzten vier Rennen. Aber es war ein fantastisches Wochenende."

Mark Webber
"Ich hatte einen guten Start, ich flog förmlich auf die 'La Source' zu. Leider machte ich einen Fehler und bremste zu spät. Ich konnte das Auto kaum verlangsamen und traf den Ferrari von Rubens Barrichello und riss mir dabei den Frontflügel ab. Ich fuhr weiter bis zur 'Eau Rouge' und wollte die Boxen ansteuern, doch ich konnte das Auto kaum steuern und Takuma Sato traf mich dabei, ohne, dass ihn dabei eine Schuld trifft. Da war mein Rennen vorbei."
"Natürlich bin ich enttäuscht, denn ich mag den Kurs und ich hatte mich auf das Rennen gefreut. Das Auto hat sich am gesamten Wochenende gut angefühlt und es tut mir Leid, dass ich keine Punkte für das Team holen konnte. Wir werden nun drei Tage in Monza testen, um das Auto besser zu verstehen und es für das vorerst letzte Europa-Rennen vorzubereiten."

Olivier Panis
"Beim Start habe ich einen Sauber getroffen, der vor mir war. Ich musste an die Box, einen neuen Frontflügel holen und die Reifen wechseln lassen. Dann lag ich ganz hinten, aber ich habe mein Bestes gegeben, um wieder nach vorne zu kommen. Das Auto lief recht gut, wir hatten keine großen Probleme. Nach den Safety-Car-Phasen hatten wir es immer schwer, weil wir auf der harten Reifenmischung unterwegs waren. Damit habe ich Positionen an Klien und Coulthard verloren. Ich habe einen Punkt geholt, das ist gut, aber wir hätten mehr erreichen können. Ricardo tut mir Leid. Es war unser erster Motorschaden des Jahres, aber zu dieser Zeit haben wir ihn absolut nicht gebraucht."

Ricardo Zonta
"Nach dem schwierigen Qualifying gestern war es sehr schön, auf dem vierten Platz zu fahren, ehe der Motor platzte. Mit nur noch drei Runden bis zum Ziel war ich sicher, dass ich diesen Platz halten könnte. Auf diese Chance habe ich seit Jahren gewartet, ich bin daher enttäuscht. Ich habe immer angegriffen und es war schön, am Ende mit beiden Ferraris zu fahren. Ich denke, dass hier in Spa das Potenzial des Teams gezeigt wurde."

Nick Heidfeld
"Mein Start war gut, aber in der ersten Kurve war eine Menge los. Ich wurde nach außen gedrängt, habe meinen Frontflügel verloren und kam an die Box, um eine neue Nase abzuholen und den Rest des Fahrzeugs checken zu lassen. Das rechte Barge-Board war auch beschädigt, aber ich schätze, es war keine Zeit, um das zu wechseln. Danach war die Balance katastrophal, das Auto schlug am Unterboden auf und untersteuerte stark."

Giorgio Pantano
"Ich kam gut aus der ersten Kurve raus, aber irgendwas passierte mit ein paar anderen Autos. Als ich oben in Eau Rouge angekommen war, sah ich Satos BAR rutschen, also bremste ich ab, aber dann tauchte plötzlich ein sich drehender Minardi vor mir auf und ich konnte nicht mehr ausweichen. Schade, denn mein Start war gut und es hätte mit all den Ausfällen ein gutes Rennen werden können."

Zsolt Baumgartner
"Wir hatten ein sehr gutes Rennen und wir waren konstant schneller als die Jordan. Deshalb war ich über unsere Leistung im Rennen extrem glücklich, als wir fuhren. Ich hatte wirklich Pech bei der Situation, die sich mit Button entwickelte, als er neben mir war und sein Reifen explodierte, aber es passierte nun einmal. Ich hätte heute nicht mehr tun können, aber ich möchte Michael zum Gewinn seiner siebten Weltmeisterschaft und Kimi zum Sieg des heutigen Belgien-Grand-Prixs gratulieren."

Gianmaria Bruni
"Ich hatte einen sehr guten Start, konnte einige Autos überholen und war in der 'Eau Rouge' 14. Dann drehte sich Sato und als er auf die Strecke zurückkam, ging ich ein wenig vom Gas und mein Teamkollege traf mich von hinten. Das warf mich in die Reifenstapel, was mein Rennen beendete. Das war ein sehr unglücklicher Zwischenfall."