Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
"Der Titel bedeutet mehr als der Sieg von 12 Rennen in einer Saison und Tatsache ist, dass der sechste Sieg in Folge mehr bedeutet als die Tatsache, dass es der 14. für das Team ist. Die Art und Weise, wie dies erreicht wurde, ist außergewöhnlich. Wir waren so dominant, so perfekt. Im Vergleich zum Vorjahr hier mit Stil zu gewinnen zeigt, warum wir den Titel so früh gewonnen haben. Das gesamte Team ist großartig und verdient dieses Ergebnis. Die Arbeit, die wir zusammen mit Bridgestone und Shell zum Beispiel beim Test in Jerez erledigt haben, hat sich in Hockenheim und hier sogar noch mehr bezahlt gemacht."
"Dieser Sieg mag von außen vielleicht einfach ausgesehen haben, aber wir sind bis nach dem letzten Boxenstopp die meiste Zeit des Rennens über voll fahren. Zu Beginn hat Rubens viel Druck gemacht und alles hätte passieren können. Das Auto war auf dieser Strecke super. Alles verläuft so gut und es ist eine großartige Atmosphäre im Team. Sogar nach einem großartigen Start in die Saison haben alle Druck gemacht und das ist für die Motivation großartig. Ich habe vor, das Siegen zu genießen, solange es anhält. Es stimmt, dass ich die Meisterschaft in Spa oder falls dort nicht in Monza gewinnen kann. Beide Rennen haben für mich eine spezielle Bedeutung, aber ich werde versuchen, sie zu gewinnen, wo ich es kann, denn Rubens hat immer noch eine Chance."

Rubens Barrichello
Dieser Titel ist eine phänomenale Leistung und ich fühle mich fantastisch, dass ich ein Teil davon bin. Zusammen mit Michael haben wir uns gegenseitig auf der Strecke unter Druck gesetzt und uns nach vorne gebracht, das Team antwortet immer darauf. Es ist unsere Zuverlässigkeit, die mich besonders beeindruckt, wir bleiben einfach nie stehen. Was das Rennen angeht, so hatte ich einen guten Start und ich denke, dass der Regen vergangene Nacht geholfen hat, meine Seite der Strecke weniger schmutzig zu gestalten. Ich konnte Michael folgen, auch wenn es schwierig war, wann er bremsen würde, denn ich versuchte meine eigene Position zu verteidigen und ihn gleichzeitig zu überholen.
"Danach fuhr ich mit meiner eigenen Geschwindigkeit und ich denke, dass es einen Teil im Rennen gab, als ich ein wenig schneller als Michael war. Aber während mein erster, zweiter und vierter Reifensatz perfekt war, hatte ich mit meinem dritten ein leichtes Problem, was mich ein wenig Zeit gekostet hat. Ich traf eine andere Reifenwahl als Michael und ich war abgesehen vom dritten Satz mit ihrer Leistung zufrieden. Was die Fahrermeisterschaft angeht, weiß ich, dass Michael einen großen Vorsprung hat, aber solange es mathematisch möglich ist, werde ich weiter Gas geben."

Juan-Pablo Montoya
"Diesmal war mein Start wirklich gut. Ich konnte drei Plätze gutmachen, dann habe ich Platz vier bezogen und bis zum Ende des Rennens gehalten. Ich denke, wir haben heute das Beste aus dem Auto herausgeholt. Nach meinem ersten Boxenstopp habe ich etwas Zeit hinter Mark Webber verloren, deshalb konnte ich Fernando Alonso nicht näher kommen. Ich hätte ihn wahrscheinlich nicht überholen können, hätte ihm aber gern das Leben etwas schwerer gemacht. Den Hungaroring mit sieben weiteren WM-Punkten zu verlassen, ist gut für das Team. Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns, aber es geht in die richtige Richtung."

Antonio Pizzonia
"Mein Start war schlecht, ich kam auf der schmutzigeren Fahrbahnseite einfach nicht weg. Mein Auto war zu Beginn des Rennens schwierig zu handhaben, nach Änderungen bei den Stopps wurde das besser. Die meiste Zeit fuhr ich hinter Takuma Sato, aber ich hatte keine echte Chance, an ihm vorbeizukommen. Beim letzten Boxenstopp wäre es uns fast gelungen, aber dann war zu viel Verkehr in der Boxengasse. Unterm Strich zählen die beiden WM-Punkte, die ich heute geholt habe."

Kimi Raikkönen
"In der ersten Runde holte ich ein paar Positionen auf und war Siebenter. Ich bin nicht sicher, was das Problem war, aber ein paar Runden lang setzte der Motor immer wieder aus und ich konnte nur noch aufgeben. Es ist sehr schade, da wir in die Punkte hätten kommen könnten, aber ich freue mich schon auf Spa, wo wir sicher wieder konkurrenzfähiger sind."

David Coulthard
"Wir haben darunter gelitten, dass wir die falsche Reifenwahl getroffen haben, und das ging heute so weiter, weil die Außentemperatur nicht gestiegen ist. Im Rennen konnte von meinem Startplatz aus nicht mehr viel unternehmen, außerdem kann man hier kaum überholen. Dieses Wochenende müssen wir einfach vergessen."

Fernando Alonso
"Es war ein ruhiger Nachmittag für mich, fast schon einsam. Am Start war es eng, denn Sato blockierte mich, ich musste leicht abbremsen und dadurch habe ich vielleicht den zweiten Platz verloren."
"Als ich dann Dritter war, ging es nur noch darum, den Abstand zu Montoya zu kontrollieren und eine konstante Pace zu fahren", erklärte er weiter. "Ich habe keine Fehler gemacht und das Team während der Boxenstopps auch nicht. Über das zweite Podium hintereinander bin ich recht glücklich - das ist ein gutes Resultat vor unseren Hauptkonkurrenten."

Jarno Trulli
"Zuerst ging Leistung verloren, dann setzte der Motor ganz aus. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber ohnehin schon meine Schwierigkeiten. Ab dem zweiten Boxenstopp hatte ich so starkes Untersteuern, dass ich pro Runde mehrere Sekunden verlor. Das ist frustrierend, denn im ersten Stint konnte ich Button locker folgen und ich hatte das Gefühl, dass ich schneller hätte fahren können als er."

Jenson Button
"Ich bin ein wenig enttäuscht, denn wir kamen hier her und hatten bessere Dinge erwartet. Ich denke, dass wir beim ersten Boxenstopp nicht die besten Bedingungen für unsere Reifen geschaffen hatten, wir verloren aus diesem Grund ein wenig Zeit. Ich hatte eine Menge Übersteuern, was das Auto sehr schwierig zu fahren machte und aus diesem Grund konnte mir Jarno so nahe kommen."
"Als ich erst einmal die Entscheidung getroffen hatte, einen Satz gebrauchter Reifen aufzuziehen, war die Balance viel besser. Mein Start war ordentlich, aber ich verlor ein paar Plätze an Alonso und Montoya, als ich an Takuma vorbeikamen, als dieser ein wenig von der Linie abkam. Die Hauptsache ist, dass beide Autos in den Punkten sind und wir den Abstand zu Renault in der Meisterschaft ein wenig reduzieren konnten."

Takuma Sato
"Ich hatte einen schwierigen Start. Ich kam ganz gut von der Linie weg, aber in Kurve eins kam ich neben Alonso, geriet mit einem Rad neben die Ideallinie in einen staubigen Bereich. Ich verlor Traktion und einige Autos konnten in den nächsten paar Kurven an mir vorbeikommen da ich an Schwung verlor, es war also eine harte erste Runde. Ich gab mein Bestes, um mich gegen Ende des Rennens aufzurappeln, wir waren ein wenig besorgt, dass der Öldruck zurückging, wir mussten uns aus diesem Grund anpassen. Das Wichtigste war jedoch die Sache, dass wir beide Autos in den Punkten ins Ziel kamen, nun gehen wir nach Spa und freuen uns auf ein starkes Rennen."

Giancarlo Fisichella
"Das Rennen verlief fast so, wie ich das erwartet hatte, bis zum Start! Es war ein gutes Rennen für mich aber auch so ist ein Punkt nicht wirklich genug, es war dennoch gut, ihn geholt zu haben. Das Auto war sehr schnell und sehr gut ausbalanciert, das einzige Problem war, als die Reifen zwei oder drei Runden nach jedem Boxenstopp Graining bekamen aber das löste sich nach fünf oder sechs Runden wieder auf. Ich gab mein Bestes und habe wirklich gepusht, ich machte keine Fehler, ich bin aus diesem Grund mit mir und dem Teamwork zufrieden und nun freue ich mich wirklich auf Spa."

Felipe Massa
"Ich konnte beim Start ein paar Leute überholen und nachdem Pantano von der Strecke rutschte, konnte ich leicht auf Panis aufholen. Leider hatte ich nach meinem ersten Boxenstopp ein Problem mit einem langen Bremspedal am Ende der Geraden. Wir führten einen weiteren Boxenstopp durch, um das Bremssystem zu kontrollieren, aber das Team konnte das Problem nicht beheben, sie wiesen mich an, das Rennen aus Sicherheitsgründen zu beenden."

Mark Webber
"Mein Start war in Ordnung, aber ich versuchte in der Kurve eins ein paar Plätze gutzumachen, als ich von hinten vom Toyota von Ricardo Zonta getroffen wurde. Zum Glück wurde das Auto nicht beschädigt und ich musste nicht früh an die Box kommen. Um ehrlich zu sein, hatte ich Glück, dass ich am Ende der ersten Runde keinen Platz verloren hatte. Es war dann wirklich eine Frage, in die Hände zu spucken und die 70 Runden hinter sich zu bringen. Ich war überrascht, wie viele Leute ausfielen, denn normalerweise ist die Zuverlässigkeit beim 13. Rennen gut."
"Ich hatte vor meinem zweiten Boxenstopp ein paar Probleme mit den Reifen, bevor ich reinkommen konnte, hatte ich einen Dreher in Kurve neun, was frustrierend ist, bedenkt man, wie nahe ich dem McLaren von David Coulthard gekommen bin. Ich war so weit vor den anderen, dass ich keine Plätze verlor, ideal war das aber nicht. Der Rest des Rennens lief wie geplant und ich bin froh, ins Ziel gekommen zu sein. Meine Konzentration gilt nun dem kommenden Rennen in Belgien."

Christian Klien
"Das war heute dort draußen ein ziemlich schwieriges Rennen und es war gut, nach meinen 70 Runden die karierte Flagge zu sehen. Mein Start war nicht schlecht und ich konnte meine Position halten, obwohl es in der ersten Kurve turbulent zur Sache ging. Ich habe mein Bestes gegeben, um ein paar Plätze gutzumachen, aber zu einem Moment lag ich im zweiten Sektor hinter dem Jordan von Pantano und er hielt mich auf, aber ich denke, das ist Rennsport."
"Der R5 hat sich generell gut angefühlt, aber die Balance hat sich deutlich verändert, das machte es beim Einfahren in die Kurven schwierig. Ich bin ein wenig enttäuscht, 13. zu sein, denn meine Erwartungen an dieses Rennen waren höher, aber um ehrlich zu sein, ist es angesichts der vielen Ausfälle gut, ins Ziel gekommen zu sein."

Olivier Panis
"Ich hatte keinen guten Start und verlor einige Plätze, aber ich kam ohne große Probleme durch die erste Kurve. Danach gab ich einfach mein Bestes, um die Positionen wieder zurückzugewinnen. Jeder im Team hat gut gearbeitet, aber wir hatten das ein oder andere Problem an diesem Rennwochenende, wenn auch nichts Großes. Es war schade, dass ich nur als 13. losfuhr, denn im Rennen lief es gar nicht so schlecht. Mit dem Speed, den der TF104B hat, können wir in die Punkte fahren, wenn wir einen besseren Startplatz haben."

Ricardo Zonta
"Ich bin natürlich enttäuscht, so hatte ich mir mein Renndebüt für das Team nicht vorgestellt. Ich hatte einen guten Start, konnte bis zur ersten Kurve bereits einige Plätze gutmachen. Dann wurde es sehr eng und ich wurde hinten von einem Jordan getroffen, der mich in einen Dreher schickte. Damit lag ich dann ganz hinten. Nun musste ich viel überholen, was auf dieser Strecke nicht einfach ist. Ich kam gut voran, aber plötzlich hatte das Auto keine Leistung mehr und ich musste anhalten. Wahrscheinlich war es ein Elektronikproblem, aber das müssen wir noch untersuchen. Ich habe mich als Rennfahrer aber wieder gut eingelebt und hoffe auf eine bessere Leistung in Spa."

Nick Heidfeld
"Insgesamt war es ein positives Wochenende. Ich hatte ein recht gutes Rennen, auch wenn ich nicht in die Punkte kam. Ich hatte einen guten Start, konnte bereits da einige Positionen gutmachen. Während der Boxenstopps führten wir zudem kleine Veränderungen aus, welche die Balance des Autos verbesserten, speziell im letzten Stint."
"Das einzige Problem für mich im Rennen kam beim zweiten Halt. Das Auto viel vorne vom Wagenheber. Dabei habe ich etwas Zeit verloren, aber meine Position hat das nicht beeinflusst."

Giorgio Pantano
"Wir hatten ein Problem mit meinem Getriebe. Ich denke, dass das auch der Grund für meine zwei Fehler war, als ich von der Strecke rutschte. Das Auto war nicht schlecht, wenn die Reifen erst einmal angefahren waren."

Gianmaria Bruni
"Es war ein gutes Rennen für mich. Vor der Formationsrunde blieb Pantano vor mir stehen und ich konnte die Kupplung nicht mehr rechtzeitig betätigen, da starb der Motor ab. Als das Rennen dann lief, hatte ich keine Probleme mehr. Meine Rundenzeiten waren schnell und konstant und weil mir mein Ingenieur den Reifendruck vor den Stopps angepasst hat, blieb die Balance durchgehend gut. Am schwierigsten war es, die schnellen Fahrzeuge überrunden zu lassen, weil ich dafür immer auf die schmutzige Linie ausweichen musste. Den Jungs möchte ich für die schnellen Boxenstopps danken, speziell der erste und der zweite waren sehr gut. Ich bin happy über dieses Rennen."

Zsolt Baumgartner
"Ich bin natürlich zufrieden, ins Ziel gekommen zu sein, aber es war kein sehr erfolgreiches Rennen für mich. Gestern war ich happy, denn ich konnte dem Publikum eine gute Qualifikationsleistung bieten. Leider hatte ich im Rennen auf der Formationsrunde ein Problem und ich musste an die Box fahren. Beim zweiten Boxenstopp ist dann der Motor abgestorben und ich habe eine Menge Zeit verloren. Hier verliert man im Rennen außerdem viel Zeit, wenn man sich überrunden lassen muss, und das hatte ich auch nicht perfekt im Griff. Folglich konnte ich den Fans nicht das zeigen, was ich eigentlich kann. Hoffentlich gelingt es mir nächstes Mal besser."