Rubens Barrichello
"Das war ein harter
Tag. Ich musste am Start meine Linie verteidigen, weil Montoya sehr nah
war. Ich versuchte innen an Coulthard vorbeizukommen, aber leider blockierten
die Hinterräder und ich nehme an, dass dies einzig mein Fehler war.
Ich traf ihn hart genug, um mir meinen Frontflügel abzubrechen. Mein
Rennen war aus diesem Grund vom Start bis zum Ziel verdorben. Wir wechselten
die Strategie, aber wir wussten immer, dass zwei Stopps sehr hart sein
würden und so war es dann auch. Manchmal laufen die Dinge nicht nach
Plan und heute war eine dieser Tage."
Kimi Raikkönen
"Ich bin extrem enttäuscht,
denn es hat gut ausgesehen und ich hatte ohne Zweifel eine gute Chance,
das Rennen zu gewinnen. Am Start habe ich eine Position an Alonso verloren,
der sehr gut weggekommen ist, aber ich konnte den zweiten Platz ein paar
Runden später zurückerkämpfen und mit Michael mithalten."
"Nach meinem ersten
Boxenstopp war ich schneller als Michael und ich hätte nur noch ein
paar Runden benötigt, um ihn ernsthaft unter Druck setzen zu können",
fuhr er fort. "Auf einmal war dann kein Downforce mehr da und ich war nur
noch Passagier. Es ist nie schön, ein Rennen nicht zu beenden, aber
wenigstens wissen wir, dass die Pace da ist. Wir sind konkurrenzfähig
und ich freue mich schon darauf, in drei Wochen in Ungarn eventuell um
den Sieg zu fighten."
David Coulthard
"Ich hatte einige
Schwierigkeiten mit der Balance, weil mich Barrichello in der ersten Runde
in der Haarnadel von hinten angefahren hat. Außerdem ist mein Windabweiser
gebrochen, als ich über Wrackteile von Kimi gefahren bin. Das Team
hat bei den Stopps versucht, das Untersteuern wegzubekommen, aber sie kriegten
es nicht ganz weg."
Fernando Alonso
"Ich weiß nicht,
was mit dem Auto im letzten Rennabschnitt passiert ist. Zunächst dachte
ich, dass es ein Problem mit dem Frontflügel ist, dann mit der Aufhängung,
aber was auch immer der Grund war, das Ergebnis war offensichtlich. Ich
hatte einfach überhaupt keine Haftung. Ich funkte an das Team, dass
ich an die Box kommen würde, aber sie sagten mir, dass ich auf der
Strecke bleiben soll." "Dann fuhr ich
über einen der Randsteine und alles war wieder normal. Es muss sich
wohl ein Trümmerteil irgendwo verfangen haben. Vor diesen Zwischenfällen
war es ein gutes Rennen. Ich hatte einen meiner besten Starts meiner Karriere
und hatte einen großen Kampf mit Jenson. Wir sind beide aggressive
Fahrer und wir hatten Spaß, denke ich. Es war unterhaltsam, einen
Kampf wie diesen auf der Strecke zu haben. Schlussendlich denke ich, war
es ein gutes Rennen für uns."
Jarno Trulli
"Ich hatte ein starkes
Rennen, aber wie bei Fernandos Auto traf ich auf Trümmerteile, die
sich am Auto verfingen. Leider geschah dies früh im Rennen, als die
Konkurrenten enger zusammen lagen. Ich verlor vorne Haftung, das Auto untersteuerte
und ich konnte nicht in die Kurven einlenken. Dann wechselten wir die Nase
und den Frontflügel und alles war wieder in Ordnung. Das ist wirklich
schade, denn ich hatte zu Beginn des Rennens demonstriert, dass mein Auto
heute sehr schnell war."
Jenson Button
"Zuvor in diesem Jahr
war es für die Fahrer schwierig gewesen, sich nach Bestrafungen in
der Startaufstellung im Feld nach vorne zu arbeiten. Ich wusste, dass das
Auto gut ist, aber ich hatte erwartet, auf dem fünften Platz ins Ziel
zu kommen, wenn ich einen guten Lauf haben würde. Ich dachte nicht,
dass eine Zielankunft auf dem Podium möglich sein würde, als
Zweiter ins Ziel zu kommen fühlt sich aus diesem Grund absolut fantastisch
an. Dies war ohne Zweifel das beste Rennen meiner Formel-1-Karriere."
"Das Auto hat sich
fantastisch angefühlt, der Motor war großartig und das Team
hat in der Box brillante Arbeit geleistet. Ich konnte in der ersten Runde
nichts gutmachen, aber als das Rennen sich erst einmal gesetzt hat, konnte
ich Plätze gutmachen und hatte mit Fernando einen großartigen
Kampf. Ich verlor in Kurve drei auf ihn Boden, wo er eine unglaubliche
Traktion hatte, aber schlussendlich konnte ich ihn überholen und ihn
dann hinter mir halten."
"Ich musste meinen
Helm runterdrücken. Der Riemen war lose und so konnte Luft unter ihn
kommen, mir wurde auf den Geraden die Luft abgeschnitten und ich musste
zeitweise mit einer Hand fahren. Das Team hat dieses Ergebnis wirklich
verdient. Das ist eine großartige Art, in die kurze Sommerpause zu
gehen."
Takuma Sato
"Es war großartig,
beide Autos in die Top acht zu bekommen, aber ich hätte mehr Punkte
holen sollen. Ich verlor in der ersten Runde ein paar Plätze, da ich
in der Haarnadelkurve einen Zwischenfall vermeiden musste und ich hatte
auch Ärger mit einem losen HANS-System. Ich hatte zu kämpfen,
so zu fahren. Positiv gesehen kann ich sagen, dass die Geschwindigkeit
unseres Autos während diesem Wochenende gut war. Auf geht es nach
Ungarn!"
Giancarlo Fisichella
"Für gewöhnlich
haben wir mit Bridgestone unter Rennbedingungen einen Reifenvorteil, aber
leider war heute die Leistung der Michelin sehr ähnlich. Ich wurde
am Start ziemlich blockiert, ich konnte aus diesem Grund nicht die Fortschritte
machen, die wir für unsere Zwei-Boxenstopp-Strategie brauchten. Bei
meinem zweiten Boxenstopp konnten wir das linke Hinterrad nicht wechseln.
Das Rad klemmte, aus diesem Grund musste ich mit dem gleichen linken Hinterrad
weiterfahren. Ich verlor bei diesen Stopps auch ein wenig Zeit, weil Nick
Heidfeld sehr langsam unterwegs war und er auch in die Boxengasseneinfahrt
fuhr."
Felipe Massa
"Ich hatte einen ordentlichen
Start, wurde aber ein wenig aufgehalten als Button abseits der Ideallinie
geriet und vor mir wieder auf die Strecke kam. Mein erster und dritter
Reifensatz war in Ordnung, aber der Zweite war schrecklich. Ich habe wirklich
keine Ahnung warum, aber dies machte es das Auto sehr schwierig zu fahren
und die Blasenbildung war sehr übel. Es war ein Leichtes, zu dieser
Zeit Fehler zu machen. Das Auto war instabil, besonders beim Bremsen, und
ich hatte wirklich zu kämpfen."
Mark Webber
"Nun, das war eine
ziemlich verrückte Zielankunft, die ich so nicht erwartet hatte. Ich
startete vom elften Platz und hatte einen guten Start und eine gute Einfahrt
in die erste Kurve. In der ersten Runde begann ich meine Fahrt durch das
Feld nach vorne, am Ende war ich bereits Sechster. Ich setzte meinen Kampf
um diesen Platz fort und das Auto hat sich wirklich gut angefühlt.
Die Balance war für den Großteil des Rennens großartig,
auch wenn ich für den letzten Rennabschnitt eine kleine Veränderung
am Frontflügel vornahm, um gegen etwas Übersteuern anzukämpfen.
Das funktionierte und ich habe wirklich das ganze Rennen genossen."
"Ich hatte ein paar
gute Kämpfe mit den Jungs dort draußen und als Sechster ins
Ziel zu kommen ist für das Team großartig. Die Jungs hatten
ein ziemlich schwieriges Wochenende, um am Auto zu arbeiten und das ideale
Setup zu finden. Die Strecke hat sich ziemlich stark verändert, aber
wir schienen dies sehr gut im Griff zu haben. Ich werde versuchen, in den
kommenden zwei Wochen zu entspannen, sodass ich in Ungarn um weitere Punkte
kämpfen kann."
Christian Klien
"Dies war ein guter
Tag für mich, denn ich habe es wirklich genossen, mit dem Auto das
Rennen zu fahren und erneut die karierte Flagge zu sehen ist positiv. Ich
bin als Zwölfter losgefahren und kam in der ersten Kurve weit nach
vorne. Das Team hat das Auto wirklich gut vorbereitet und es hat sich gut
angefühlt. Unser neues Aerodynamik-Paket hat der Balance wirklich
geholfen und ich konnte den Unterschied heute beim Fahren spüren."
"Meine Strategie schien
gut zu arbeiten und sie erlaubt es mir, in ein paar gute Positionskämpfe
auf der Strecke verwickelt zu sein. Gegen Ende des Rennens hatte ich den
Renault von Jarno Trulli hinter mir und ich hielt ihn hinter mir. Ich bin
froh, das Rennen beendet zu haben und auch wenn ein Punkt für die
ganze Arbeit, die das Team geleistet hat, eine Belohnung gewesen wäre,
aber ich bin von Marks Leistung und den drei Punkten ermutigt. Ich habe
an diesem Wochenende mehr gelernt und ich bin schon ganz aufgeregt in Bezug
auf das kommende Rennen in Ungarn."
Olivier Panis
"Ich bin sehr enttäuscht,
dass mir in der Startaufstellung der Motor abstarb und ich von ganz hinten
starten musste. In diesem Jahr hatten Cristiano und ich schon häufiger
dieses Problem. Manchmal macht ein Fahrer Fehler, aber weil das Problem
erneut auftrat, müssen wir genau überprüfen, ob nicht ein
technisches Problem vorlag. Das Auto war heute konkurrenzfähig, ich
konnte einige schnelle Rundenzeiten fahren. Nun müssen wir uns darauf
konzentrieren, den TF104B weiterzuentwickeln."
Cristiano da Matta
"Mein Ausfall beim
heutigen Rennen kam ziemlich plötzlich, auch wenn ich während
des Rennens schon Vibrationen am Heck verspürte. Der rechte Hinterreifen
ging plötzlich kaputt, aber den Grund werden wir erst wissen, wenn
wir die Daten studiert haben. Mein Start war in Ordnung, aber ich hing
dann im Verkehr fest. Positiv war aber, dass der TF104B unter Rennbedingungen
schnell war. Dieses Wochenende war für mich ermutigend. Mit vollen
Tanks konnte ich zeigen, dass ich sehr gute Rundenzeiten vorlegen konnte,
wenn ich nicht im Verkehr steckte."
Zsolt Baumgartner
"Ich hatte einen normalen
Start, aber dann konnte ich in der ersten Runde an Gimmi vorbeigehen und
etwas davonfahren. Die Balance war während des Rennens ziemlich konstant
und es gab mit dem Auto keine technischen Probleme. Die letzten 20 Runden
waren dennoch ziemlich anstrengend, besonders innerhalb der Stadion-Sektion
und ich habe an meiner Hand Blasen, um dies zu beweisen! Alles in allem
bin ich jedoch zufrieden, dass ich nach einem positiven Ergebnis hier in
drei Wochen in den Ungarn-Grand-Prix gehen kann. Ich hoffe bei meinem Heimrennen
auf ein gutes Ergebnis vor all den ungarischen Fans, von denen ich weiß,
dass sie vor Ort sein werden."
Gianmaria Bruni
"Ich startete gut,
aber der Motor hatte in den ersten sieben oder acht Runden etwas zu viele
Öl. Danach war es in Ordnung und wie meine Rundenzeiten in den beiden
Rennabschnitten zeigen, konnte ich ziemlich einfach 1:19er-Zeiten fahren.
Ich hatte ein Problem mit einem meiner Bargeboards an meinem Auto und die
Jungs arbeiteten daran, als ich zu meinem ersten Boxenstopp reinkam. Leider
kostete mich das rund eine Minute und dies war der Punkt, an dem ich jede
Chance heute verlor, meinen Teamkollegen herausfordern. Als ich erst einmal
auf der Strecke war, gab ich so viel Gas wie möglich und konnte den
Abstand auf Zsolt um 20 Sekunden reduzieren. Ich denke, dass ich unter
diesen Umständen heute mein Bestes gegeben habe."