Stimmen nach dem Rennen
Michael Schumacher
"Was für ein Wochenende war dies nach der Poleposition gestern und dem Sieg heute! Ich bin extrem glücklich und es gibt keine Worte, um dies zu beschreiben. Ich konnte die Emotionen der Fans fühlen und ich konnte ihr Getöse sogar trotz des Motors beim Überfahren der Ziellinie hören. Dies zu Hause zu erreichen, wo ich in den vergangenen Jahren nicht so erfolgreich war, ist einfach fabelhaft. Es war ein hartes Rennen und ich stand zunächst durch Kimi unter Druck und dann durch Jenson und Fernando. Ich war in der Lage, den Vorsprung aufrechtzuerhalten, konnte ihn jedoch nicht wirklich ausbauen."
"Die Arbeit des Teams an der Box war super. Ich fühlte mich unter Druck gesetzt, denn Jenson war zu einem Zeitpunkt sehr schnell und ich war mir nicht sicher, ob er nur zwei Boxenstopps plant oder welche Geschwindigkeit er würde fahren können, wenn er erst einmal an Fernando vorbeigekommen ist. Aus diesem Grund musste ich alles geben. Wie fühle ich mich nach 50 Rennen ohne einen mechanischen Defekt? Das erklärt sich von selbst, es ist wunderbar und nicht nur ein Ergebnis der Zuverlässigkeit sondern auch der Tatsache, dass sich alle im Team konzentrieren."

Rubens Barrichello
"Das war ein harter Tag. Ich musste am Start meine Linie verteidigen, weil Montoya sehr nah war. Ich versuchte innen an Coulthard vorbeizukommen, aber leider blockierten die Hinterräder und ich nehme an, dass dies einzig mein Fehler war. Ich traf ihn hart genug, um mir meinen Frontflügel abzubrechen. Mein Rennen war aus diesem Grund vom Start bis zum Ziel verdorben. Wir wechselten die Strategie, aber wir wussten immer, dass zwei Stopps sehr hart sein würden und so war es dann auch. Manchmal laufen die Dinge nicht nach Plan und heute war eine dieser Tage."

Kimi Raikkönen
"Ich bin extrem enttäuscht, denn es hat gut ausgesehen und ich hatte ohne Zweifel eine gute Chance, das Rennen zu gewinnen. Am Start habe ich eine Position an Alonso verloren, der sehr gut weggekommen ist, aber ich konnte den zweiten Platz ein paar Runden später zurückerkämpfen und mit Michael mithalten."
"Nach meinem ersten Boxenstopp war ich schneller als Michael und ich hätte nur noch ein paar Runden benötigt, um ihn ernsthaft unter Druck setzen zu können", fuhr er fort. "Auf einmal war dann kein Downforce mehr da und ich war nur noch Passagier. Es ist nie schön, ein Rennen nicht zu beenden, aber wenigstens wissen wir, dass die Pace da ist. Wir sind konkurrenzfähig und ich freue mich schon darauf, in drei Wochen in Ungarn eventuell um den Sieg zu fighten."

David Coulthard
"Ich hatte einige Schwierigkeiten mit der Balance, weil mich Barrichello in der ersten Runde in der Haarnadel von hinten angefahren hat. Außerdem ist mein Windabweiser gebrochen, als ich über Wrackteile von Kimi gefahren bin. Das Team hat bei den Stopps versucht, das Untersteuern wegzubekommen, aber sie kriegten es nicht ganz weg."

Fernando Alonso
"Ich weiß nicht, was mit dem Auto im letzten Rennabschnitt passiert ist. Zunächst dachte ich, dass es ein Problem mit dem Frontflügel ist, dann mit der Aufhängung, aber was auch immer der Grund war, das Ergebnis war offensichtlich. Ich hatte einfach überhaupt keine Haftung. Ich funkte an das Team, dass ich an die Box kommen würde, aber sie sagten mir, dass ich auf der Strecke bleiben soll."       "Dann fuhr ich über einen der Randsteine und alles war wieder normal. Es muss sich wohl ein Trümmerteil irgendwo verfangen haben. Vor diesen Zwischenfällen war es ein gutes Rennen. Ich hatte einen meiner besten Starts meiner Karriere und hatte einen großen Kampf mit Jenson. Wir sind beide aggressive Fahrer und wir hatten Spaß, denke ich. Es war unterhaltsam, einen Kampf wie diesen auf der Strecke zu haben. Schlussendlich denke ich, war es ein gutes Rennen für uns."

Jarno Trulli
"Ich hatte ein starkes Rennen, aber wie bei Fernandos Auto traf ich auf Trümmerteile, die sich am Auto verfingen. Leider geschah dies früh im Rennen, als die Konkurrenten enger zusammen lagen. Ich verlor vorne Haftung, das Auto untersteuerte und ich konnte nicht in die Kurven einlenken. Dann wechselten wir die Nase und den Frontflügel und alles war wieder in Ordnung. Das ist wirklich schade, denn ich hatte zu Beginn des Rennens demonstriert, dass mein Auto heute sehr schnell war."

Jenson Button
"Zuvor in diesem Jahr war es für die Fahrer schwierig gewesen, sich nach Bestrafungen in der Startaufstellung im Feld nach vorne zu arbeiten. Ich wusste, dass das Auto gut ist, aber ich hatte erwartet, auf dem fünften Platz ins Ziel zu kommen, wenn ich einen guten Lauf haben würde. Ich dachte nicht, dass eine Zielankunft auf dem Podium möglich sein würde, als Zweiter ins Ziel zu kommen fühlt sich aus diesem Grund absolut fantastisch an. Dies war ohne Zweifel das beste Rennen meiner Formel-1-Karriere."
"Das Auto hat sich fantastisch angefühlt, der Motor war großartig und das Team hat in der Box brillante Arbeit geleistet. Ich konnte in der ersten Runde nichts gutmachen, aber als das Rennen sich erst einmal gesetzt hat, konnte ich Plätze gutmachen und hatte mit Fernando einen großartigen Kampf. Ich verlor in Kurve drei auf ihn Boden, wo er eine unglaubliche Traktion hatte, aber schlussendlich konnte ich ihn überholen und ihn dann hinter mir halten."
"Ich musste meinen Helm runterdrücken. Der Riemen war lose und so konnte Luft unter ihn kommen, mir wurde auf den Geraden die Luft abgeschnitten und ich musste zeitweise mit einer Hand fahren. Das Team hat dieses Ergebnis wirklich verdient. Das ist eine großartige Art, in die kurze Sommerpause zu gehen."

Takuma Sato
"Es war großartig, beide Autos in die Top acht zu bekommen, aber ich hätte mehr Punkte holen sollen. Ich verlor in der ersten Runde ein paar Plätze, da ich in der Haarnadelkurve einen Zwischenfall vermeiden musste und ich hatte auch Ärger mit einem losen HANS-System. Ich hatte zu kämpfen, so zu fahren. Positiv gesehen kann ich sagen, dass die Geschwindigkeit unseres Autos während diesem Wochenende gut war. Auf geht es nach Ungarn!"

Giancarlo Fisichella
"Für gewöhnlich haben wir mit Bridgestone unter Rennbedingungen einen Reifenvorteil, aber leider war heute die Leistung der Michelin sehr ähnlich. Ich wurde am Start ziemlich blockiert, ich konnte aus diesem Grund nicht die Fortschritte machen, die wir für unsere Zwei-Boxenstopp-Strategie brauchten. Bei meinem zweiten Boxenstopp konnten wir das linke Hinterrad nicht wechseln. Das Rad klemmte, aus diesem Grund musste ich mit dem gleichen linken Hinterrad weiterfahren. Ich verlor bei diesen Stopps auch ein wenig Zeit, weil Nick Heidfeld sehr langsam unterwegs war und er auch in die Boxengasseneinfahrt fuhr."

Felipe Massa
"Ich hatte einen ordentlichen Start, wurde aber ein wenig aufgehalten als Button abseits der Ideallinie geriet und vor mir wieder auf die Strecke kam. Mein erster und dritter Reifensatz war in Ordnung, aber der Zweite war schrecklich. Ich habe wirklich keine Ahnung warum, aber dies machte es das Auto sehr schwierig zu fahren und die Blasenbildung war sehr übel. Es war ein Leichtes, zu dieser Zeit Fehler zu machen. Das Auto war instabil, besonders beim Bremsen, und ich hatte wirklich zu kämpfen."

Mark Webber
"Nun, das war eine ziemlich verrückte Zielankunft, die ich so nicht erwartet hatte. Ich startete vom elften Platz und hatte einen guten Start und eine gute Einfahrt in die erste Kurve. In der ersten Runde begann ich meine Fahrt durch das Feld nach vorne, am Ende war ich bereits Sechster. Ich setzte meinen Kampf um diesen Platz fort und das Auto hat sich wirklich gut angefühlt. Die Balance war für den Großteil des Rennens großartig, auch wenn ich für den letzten Rennabschnitt eine kleine Veränderung am Frontflügel vornahm, um gegen etwas Übersteuern anzukämpfen. Das funktionierte und ich habe wirklich das ganze Rennen genossen."
"Ich hatte ein paar gute Kämpfe mit den Jungs dort draußen und als Sechster ins Ziel zu kommen ist für das Team großartig. Die Jungs hatten ein ziemlich schwieriges Wochenende, um am Auto zu arbeiten und das ideale Setup zu finden. Die Strecke hat sich ziemlich stark verändert, aber wir schienen dies sehr gut im Griff zu haben. Ich werde versuchen, in den kommenden zwei Wochen zu entspannen, sodass ich in Ungarn um weitere Punkte kämpfen kann."

Christian Klien
"Dies war ein guter Tag für mich, denn ich habe es wirklich genossen, mit dem Auto das Rennen zu fahren und erneut die karierte Flagge zu sehen ist positiv. Ich bin als Zwölfter losgefahren und kam in der ersten Kurve weit nach vorne. Das Team hat das Auto wirklich gut vorbereitet und es hat sich gut angefühlt. Unser neues Aerodynamik-Paket hat der Balance wirklich geholfen und ich konnte den Unterschied heute beim Fahren spüren."
"Meine Strategie schien gut zu arbeiten und sie erlaubt es mir, in ein paar gute Positionskämpfe auf der Strecke verwickelt zu sein. Gegen Ende des Rennens hatte ich den Renault von Jarno Trulli hinter mir und ich hielt ihn hinter mir. Ich bin froh, das Rennen beendet zu haben und auch wenn ein Punkt für die ganze Arbeit, die das Team geleistet hat, eine Belohnung gewesen wäre, aber ich bin von Marks Leistung und den drei Punkten ermutigt. Ich habe an diesem Wochenende mehr gelernt und ich bin schon ganz aufgeregt in Bezug auf das kommende Rennen in Ungarn."

Olivier Panis
"Ich bin sehr enttäuscht, dass mir in der Startaufstellung der Motor abstarb und ich von ganz hinten starten musste. In diesem Jahr hatten Cristiano und ich schon häufiger dieses Problem. Manchmal macht ein Fahrer Fehler, aber weil das Problem erneut auftrat, müssen wir genau überprüfen, ob nicht ein technisches Problem vorlag. Das Auto war heute konkurrenzfähig, ich konnte einige schnelle Rundenzeiten fahren. Nun müssen wir uns darauf konzentrieren, den TF104B weiterzuentwickeln."

Cristiano da Matta
"Mein Ausfall beim heutigen Rennen kam ziemlich plötzlich, auch wenn ich während des Rennens schon Vibrationen am Heck verspürte. Der rechte Hinterreifen ging plötzlich kaputt, aber den Grund werden wir erst wissen, wenn wir die Daten studiert haben. Mein Start war in Ordnung, aber ich hing dann im Verkehr fest. Positiv war aber, dass der TF104B unter Rennbedingungen schnell war. Dieses Wochenende war für mich ermutigend. Mit vollen Tanks konnte ich zeigen, dass ich sehr gute Rundenzeiten vorlegen konnte, wenn ich nicht im Verkehr steckte."

Zsolt Baumgartner
"Ich hatte einen normalen Start, aber dann konnte ich in der ersten Runde an Gimmi vorbeigehen und etwas davonfahren. Die Balance war während des Rennens ziemlich konstant und es gab mit dem Auto keine technischen Probleme. Die letzten 20 Runden waren dennoch ziemlich anstrengend, besonders innerhalb der Stadion-Sektion und ich habe an meiner Hand Blasen, um dies zu beweisen! Alles in allem bin ich jedoch zufrieden, dass ich nach einem positiven Ergebnis hier in drei Wochen in den Ungarn-Grand-Prix gehen kann. Ich hoffe bei meinem Heimrennen auf ein gutes Ergebnis vor all den ungarischen Fans, von denen ich weiß, dass sie vor Ort sein werden."

Gianmaria Bruni
"Ich startete gut, aber der Motor hatte in den ersten sieben oder acht Runden etwas zu viele Öl. Danach war es in Ordnung und wie meine Rundenzeiten in den beiden Rennabschnitten zeigen, konnte ich ziemlich einfach 1:19er-Zeiten fahren. Ich hatte ein Problem mit einem meiner Bargeboards an meinem Auto und die Jungs arbeiteten daran, als ich zu meinem ersten Boxenstopp reinkam. Leider kostete mich das rund eine Minute und dies war der Punkt, an dem ich jede Chance heute verlor, meinen Teamkollegen herausfordern. Als ich erst einmal auf der Strecke war, gab ich so viel Gas wie möglich und konnte den Abstand auf Zsolt um 20 Sekunden reduzieren. Ich denke, dass ich unter diesen Umständen heute mein Bestes gegeben habe."