Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
"Zum Glück waren die Bridgestone-Reifen am Ende der Stints sehr konkurrenzfähig, was bei der Konkurrenz nicht der Fall war. So konnten wir den Rückstand vor den Boxenstopps verkürzen. Nach dem zweiten Stopp haben wir uns dann entschieden, auf eine Vier-Stopp-Strategie umzustellen."
"Als mir das Team gesagt hat, dass von hinten eigentlich keine Gefahr droht, musste ich nicht lange überredet werden. Ich hatte nichts zu verlieren und es war eine Situation nach dem Motto 'No risk, no fun'. Erst fünf Runden vor meinem letzten Boxenstopp habe ich realisiert, dass ich gewinnen kann, als mir das Team sagte, dass der Vorsprung ausreichen könnte."
"Vielleicht hätten wir auch mit einer normalen Drei-Stopp-Strategie gewonnen, aber dafür hätten wir Autos auf der Strecke überholen müssen. Von letztem Jahr ausgehend hatte ich eigentlich erwartet, hier mehr Schwierigkeiten zu haben, aber es scheint wirklich eine außergewöhnliche Saison zu sein. Dennoch kommt die Konkurrenz immer näher, was mich nicht überrascht, und ich rechne wieder mit einem harten Kampf in Silverstone."

Rubens Barrichello
"Vom zehnten Startplatz auf das Podium - ich bin sehr glücklich und hatte heute eine Menge Spaß. Das Auto war schnell und die Bridgestones fantastisch, speziell am Ende eines jeden Stints. Ich hatte ein großartiges Rennen und muss sagen, dass sich die anderen Fahrer sehr fair verhalten haben."
"Ich bezahlte heute für mein Problem im Vor-Qualifying, ohne das ein besseres Resultat möglich gewesen wäre. Ich habe alles gegeben."
"Obwohl ich in Kurve drei den besseren Speed hatte, war es sehr schwierig, ihm durch die letzte Schikane zu folgen, da er über sehr gute Traktion verfügte."
"Ich dachte, es sei das Risiko wert"
"In der letzten Runde hat Jarno in Kurve 13 einen kleinen Fehler gemacht und ich konnte mich vor Kurve 15 neben ihn setzen. Es war riskant, aber ich dachte, es sei das Risiko wert, obwohl ich sorgfältig war, das Auto nicht zu beschädigen, denn vom zehnten Platz auf Vier nach vorne zu kommen und dann auszuscheiden, wäre frustrierend gewesen. Ich habe es zu 85 Prozent probiert und als ich meine Chance sah, legte ich noch 20 drauf, was insgesamt 105 Prozent ergibt."

Juan-Pablo Montoya
"Es war ein sehr schwieriges Rennen für mich. Vor allem, weil ich heftige Nackenschmerzen hatte, ich konnte meinen Kopf kaum noch oben halten. Nach dem Unfall am Freitag hat mir der Nacken wehgetan, aber ich dachte nicht, dass es im Rennen so schlimm werden würde. Ich konnte zwar beim Start meine Position halten, aber in etwa der 20. Runde bin ich zu hart über die Randsteine gefahren, habe mich gedreht und drei Plätze verloren. Später konnte ich Kimi Räikkönen zwar nahe kommen, war aber nicht schnell genug, um ihn zu überholen. Die Balance meines Autos war vor allem im ersten Teil des Rennens nicht perfekt, so habe ich ein paar Fehler gemacht. Ich hatte sehr gehofft, heute mehr als einen Punkt einzufahren."

Marc Gené
"Platz zehn ist nicht das, was ich mir erhofft hatte. Ich hatte beim Start Schwierigkeiten mit der Kupplung. Und um einen Frühstart unbedingt zu vermeiden, habe ich sie zu langsam kommen lassen und so drei Plätze verloren. Damit hatte ich schon den Großteil meiner Chancen auf ein gutes Ergebnis eingebüßt. Dann haben Mark Webber und ich uns in Kurve drei berührt, und ich hätte mich fast gedreht. Zwei meiner Reifensätze haben sehr gut funktioniert, zwei andere weniger. Ich konnte Boden auf Webber und auch auf Juan gutmachen. Ich habe mein Bestes gegeben, konnte sie aber doch nicht einholen. Heute hätten sowohl mein Auto als auch ich schneller sein müssen."

David Coulthard
"Ich habe zwei Plätze verloren, war vor der ersten Kurve nur noch Fünfter. Das ist sehr schade, denn der Rennverlauf hat gezeigt, dass Kimi und ich denselben Speed hatten wie die drei Autos vor mir, die den dritten Platz untereinander ausmachten. In der Mitte des Rennens habe ich dann leider Grip eingebüßt und auch beim Überrunden lief das eine oder andere Mal nicht alles glatt."

Kimi Raikkönen
"Vom neunten Startplatz aus ist es schwierig, aber ich denke, wenn ich gestern das Qualifying nicht verhaut hätte, wäre viel drin gewesen. Mein Start war gut, ich holte zwei Plätze auf, aber das war nicht genug. Der Speed des 19B ist gut und ich freue mich jetzt auf den Rest der Saison, vor allem, weil ich weiß, dass weitere Entwicklungen folgen werden."

Fernando Alonso
"Ich habe auf dieses Podium eine lange Zeit gewartet. Ich hätte jeweils in den letzten beiden Rennen hier stehen können, hätte ich keine mechanischen Probleme gehabt, aus diesem Grund bin ich wirklich glücklich, hier zu sein! Ich hatte ein gutes Rennen und habe so hart wie möglich gekämpft, aber ich denke, dass Michael heute einfach stärker war. Mein bestes Ergebnis des Jahres hier beim Heimrennen von Renault zu holen, ist ein großartiges Gefühl. Die einzige Enttäuschung verspüre ich für Jarno, denn es wäre großartig gewesen, gemeinsam auf dem Podium zu stehen."

Jarno Trulli
"Ich habe es selbst vermasselt und das Team hat den dritten Platz ganz am Schluss des Rennens verloren. Ich hatte einen fantastischen Start, kam vor Button und Coulthard und das Auto schien sehr konkurrenzfähig zu sein. Dennoch konnte ich mit Fernando nicht mithalten, da das Auto sehr nervös zu fahren war. Das Rennen verlief bis zum letzten Rennabschnitt nach Plan, dann hatte das Auto weniger Traktion und es übersteuerte sehr stark. Ich verteidigte mich so gut wie möglich gegen Rubens, aber in der letzten Runde war er im Ausgang von Kurve 13 schneller und überholte mich beim Anbremsen der nächsten Kurve. Ich versuchte, die Türe zuzumachen aber ich konnte es nicht. Im Moment bin ich enttäuscht, aber da muss ich jetzt drüberkommen und in den kommenden Rennen stärker werden."

Jenson Button
"Ich bin sehr enttäuscht, denn wir hatten erwartet, dass wir hier viel besser sein würden und der fünfte Platz ist nicht gut genug. Die Strategie arbeitete gut für uns, aber beim letzten Boxenstopp ging der Motor in den Anti-Stall-Modus, was mich die Zeit gekostet hat, die uns auf das Podium hätte bringen können. Wir haben heute einen möglichen dritten Platz und durch das Problem bei Taku zwei wichtige Ankünfte in den Punkten verloren, nachdem wir so hart daran gearbeitet haben, die Lücke auf Renault zu schließen. Sie hatten hier heute ein gutes Ergebnis, wir müssen aus diesem Grund diese Probleme lösen, bevor wir zu unserem Heimrennen kommen."

Takuma Sato
"Es ist schade, dass ich das Rennen nach unserer Leistung in Indianapolis hier nicht beenden konnte. Die Rundenzeiten lagen eng zusammen und jeder war konkurrenzfähig, es war aus diesem Grund ein hartes Rennen. Ich habe sofort nach dem Boxenstopp einen Leistungsverlust gespürt und wir wussten, dass es auf der Hauptgeraden ein Problem gab, wir konnten jedoch nichts unternehmen. Es war ein anderes Problem als zuvor, es trat nicht plötzlich sondern zunehmend auf. Wir haben nur eine Woche, um uns das Problem anzusehen, bevor das Heimrennen des Teams in Silverstone stattfindet, welches eines der wichtigsten Rennen im Kalender ist."

Giancarlo Fisichella
"Es war ein schwieriges Rennen für uns, wie wir das erwartet hatten. Unsere ursprüngliche Strategie war es gewesen, auf zwei Stopps zu fahren, aber dann haben wir uns entschieden, auf drei zu wechseln, da unsere Geschwindigkeit nicht schnell genug war und wir an den Hinterreifen mit fehlender Haftung kämpften. Danach lief es besser, jetzt blicken wir aber auf Silverstone, wo wir ein paar weitere neue aerodynamische Komponenten bekommen werden. Dann werden wir in der Lage sein, härter zu kämpfen."

Felipe Massa
"Als wir uns die letzten beiden Rennen angeschaut haben, malten wir uns aus, dass es für mich besser sein würde, hier beim Rennen bei zwei Stopps zu bleiben und ich denke, dass es eine gute Idee war, beide Strategien ausprobieren, indem wir bei Giancarlo auf drei Stopps gegangen sind. Die Abnutzung der Reifen ist hier hoch, ich hatte aus diesem Grund einen wirklich harten Nachmittag. Ich hatte die ganze Zeit zu kämpfen."
 

Christian Klien
"Dieses Wochenende war für mich ein Schritt nach vorne. Ich spüre, dass jetzt langsam alles zu laufen beginnt. Ich habe mich stetig verbessert und vom 13. Startplatz aus nach einem fehlerfreien Rennen als Elfter ins Ziel zu kommen ist fantastisch. Das Auto war sehr gut ausbalanciert und ich erwischte einen optimalen Start. Ich habe alles gegeben und bin sehr zufrieden, dass ich die meiste Zeit über meinem Teamkollegen auf den Fersen bleiben konnte."
"Wir müssen in die Punkte kommen und das ist auch mein Ziel. Ich wurde ein bisschen von den Minardis und Jordans aufgehalten und verlor Zeit durch die blauen Flaggen. Trotzdem war das eines meiner bisher besten Rennwochenenden und ich hoffe, dass noch mehr davon kommen."

Mark Webber
"Es war ein umkämpftes Rennen, in dem die meisten Teams konkurrenzfähig und schnell zugleich waren. Das Team hat dieses Wochenende einen sehr guten Job gemacht und dass wir auf den Positionen neun und elf ins Ziel gekommen sind, obwohl nur ein Top-Auto ausgeschieden ist, ist Beleg für die harte Arbeit der Mannschaft zuhause in der Fabrik und auch vor Ort an der Rennstrecke."
"Michelin hat wie immer gute Arbeit geleistet, da sind wir zufrieden mit den Fortschritten. Es besteht kein Zweifel, dass das R5-Paket tauglich ist, in die Punkte zu fahren, aber man muss dafür schon ein perfektes Wochenende hinbekommen, denn die Konkurrenz ist wirklich hart. Vor dem Heimrennen des Teams in Silverstone bin ich unglaublich motiviert und ich freue mich schon darauf, wieder ins Cockpit zu steigen."

Cristiano da Matta
"Ich denke, dass uns das heiße Wetter im Rennen geschadet hat, speziell mit unserem Setup. Die Situation war natürlich für alle gleich, aber das Endergebnis zeigt, dass wir sehr viel mehr darunter gelitten haben. Ich kann dafür keinen speziellen Grund finden, aber das Auto war einfach viel langsamer als am Freitag und Samstag. Und heute war nur die Temperatur anders, aber wir müssen uns die Daten natürlich noch genau anschauen."

Olivier Panis
"Ich hatte ein Problem am Start, als die Kupplung stecken blieb und das Notprogramm gegen ein Absterben des Motors griff. Dabei sind alle an mir vorbei gefahren. Das war schmerzhaft für mich und sicher auf für das Team. Heute hatten wir ein Hauptproblem: Wir waren einfach nicht schnell genug, um mit den Autos vor uns kämpfen zu können. Egal wie enttäuschend das heutige Ergebnis für jeden bei Toyota ist, wir müssen uns sofort auf Silverstone konzentrieren, motiviert bleiben und unser Bestes geben."

Nick Heidfeld
"Das war kein gutes Rennen für uns, aber das ist leichter zu verkraften, da es hier sowieso keine Chance auf Punkte gab, da ja fast alle Autos das Ziel erreichten. Leider hatte ich wieder einen schlechteren Start als mein Teamkollege, das habe ich in den letzten Wochen zu analysieren versucht. Nach dem ersten Boxenstopp habe ich ihn überholt, aber dann kam es später noch zu einem Missverständnis mit meinem Ingenieur, und ich fuhr einmal zu oft durch die Boxengasse."
"Dann lag ich natürlich wieder in Giorgio und habe ihn wieder überholt. Die Balance des Autos war bei fast allen bisherigen Rennen besser. Mit neuen Reifen verhielt sich das Heck einige Runden lang sehr gut, doch dann ließ es nach und vorne hatte ich viel Graining. Hinzu kamen viele Überrundungsmanöver und blaue Flaggen. Ein schwieriges Rennen."

Giorgio Pantano
"Es war gut, das Rennen beendet zu haben, denn das ist mir schon länger nicht mehr gelungen. Ich hatte einen wirklich guten Start, doch dann bemerkte ich einige Probleme mit dem Auto, speziell beim Bremsen. Dass wir zuverlässig das Ziel erreichten, nehme ich als positiven Aspekt dieses Rennens mit in das nächste."

Gianmaria Bruni
"Ich hatte einen guten Start und habe schon geglaubt, dass wir ein gutes Rennen haben würden, doch in den ersten 20 oder 30 Runden hatte ich Probleme mit dem Setup. Für den letzten Stint haben wir den Reifendruck wieder zurückgesetzt und damit die richtig Balance gefunden. Mechanisch war das Auto gut, aber kurz vor Ende des Rennens signalisierte die Telemetrie, dass es ein Ölleck am Getriebe geben würde. Das Team bat mich, in der letzten Runde an die Box zu fahren, anstatt einen teuren Schaden zu riskieren."

 Zsolt Baumgartner
"Ich bin gut gestartet und es war bald klar, dass das Auto gut ausbalanciert war. Ich konnte Gimmi sofort überholen, und auch wenn er mich vor der Adelaide-Haarnadel wieder überholen konnte, so bin ich ihm danach problemlos gefolgt und setzte ihn unter Druck. Leider habe ich kurz nach meinem zweiten Boxenhalt einen Fehler in der dritten Kurve gemacht und rodelte ins Kiesbett. Es ist traurig, dass ich nicht das Ziel erreicht habe. Für müssen in Silverstone ein besseres Rennen anstreben."