Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
„Dies war ein perfekter Tag im Hinblick auf die Weltmeisterschaft und das neue Auto. Ich bin sehr glücklich und muss dem Team für ihre 100-prozentige Anstrengung danken. In der ersten Kurve erwartete ich Rubens nicht außen und fuhr über den inneren Randstein, rutschte ein wenig und wir haben uns wohl auch berührt. Ich bin mir nicht sicher, ob wir uns berührt haben oder nicht. Aber das ist Rennsport und Wettbewerb."
„Der Sieg war nicht so einfach, wie er aussah. Wir hatten einen sehr harten Kampf erwartet, nachdem wir die Rundenzeiten der ersten beiden zwei Tagen gesehen haben. Meine Reifen zeigten zu Beginn jedes Rennabschnittes eine sehr gute Leistung, aber gegen Ende fiel die Leistung ein wenig ab. Gegen Ende des Rennens wurde es besser, die Reifen wurden erneut konstanter. Ich mag dieses Auto wirklich, es ist fantastisch und es war die richtige Entscheidung es heute einzusetzen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir mit dem alten Auto gewonnen hätten."

Rubens Barrichello
„Ich war Michael noch nie so nahe, wie ich es in der ersten Kurve war! Ich musste versuchen, erneut vor Fernando zu kommen und sah, wie Michael seine Linie innen verteidigte. Ich hatte das Gefühl, dass ich Platz machen muss und bin nach außen gefahren. Ich fuhr ein wenig nach vorne, bin dann aber auf das Gras gekommen und musste zurückstecken."
„Meine Reifen waren für die ersten fünf bis zehn Runden eines jeden Rennabschnitts gut, aber danach konnte ich mein Tempo nicht halten. Aus diesem Grund konnte Fernando vorbeiziehen, denn ich kämpfte ein wenig mit diesem Problem. Ich nahm am Setup über das Cockpit während des letzten Boxenstopps ein paar Veränderungen vor und das Team veränderte die Einstellungen des Frontflügels. Das Auto war danach deutlich besser, was ich durch die schnellste Runde bewies, aber da war es zu spät, um aufzuholen."

Kimi Raikkönen
„Ein schreckliches und sehr kurzes Rennen für mich. Ich kam schnell von der Linie weg und war neben einem der Minardis, als ich auf einmal nirgendwo mehr hinfahren konnte als ins Heck von Pizzonia. Sehr schade, aber das kann passieren, wenn man von hinten startet. Trotzdem war es richtig, nicht aus der Boxengasse zu starten, denn von dort aus verlierst du normalerweise gleich am Anfang viel Boden."

David Coulthard
„Mein Start war gut, ich überholte einige Autos und dann noch mehr nach der ersten Kurve. Mir war natürlich klar, dass es in der zweiten Kurve eng werden könnte, weshalb ich dem Auto vor mir so viel Platz wie möglich gegeben habe. Leider ist mir dann Jarno hinten reingefahren. Ich musste an die Box, aber der Unterboden war ein wenig beschädigt und die Balance beeinträchtigt. Trotzdem wären gute Punkte möglich gewesen."

Juan-Pablo Montoya
„Das Auto war nicht leicht zu fahren, und ich wollte sicher in die Punkteränge kommen. Wir hatten die Balance verändert, wodurch das Fahrverhalten zunächst schwieriger wurde, aber in der Schlussphase, als das Grip-Level insgesamt höher war, haben die Reifen sehr gut gearbeitet. Das Auto hat sich sehr gut angefühlt. Das Rennen hat mir viel Spaß gemacht, und ich bin froh, dass wir einige Punkte sammeln konnten."

Ralf Schumacher
„Nach den Tests haben wir hier in Barcelona natürlich mehr erwartet. Aber nach unseren Schwankungen an diesem Wochenende sind wir mit den Plätzen vier und fünf im Rennen noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Bei meinem Ausritt habe ich einen Teil der Verkleidung abgerissen, dadurch hat mein Auto übersteuert. In den letzten 16 Runden hatte ich einen harten, aber fairen Kampf mit Christiano da Matta. Insgesamt hat das Wochenende gezeigt, dass wir noch immer eine Menge Arbeit vor uns haben."

Nick Heidfeld
„Gegen Ende des Rennens kämpfte ich in einer Gruppe mit Button, Firman und da Matta. Ich schnappte mir Button beim Boxenstopp und sah, wie da Matta aus der Box kam, als ich vorbeifuhr. Es gab für vier Runden keine blaue Flagge, also was sollte ich tun? Ich kämpfte für vier Runden in der gleichen Gruppe."
„Dann sagte mir das Team, dass da Matta eine Runde vor mir liegt, ich fuhr aus diesem Grund vorbei, aber in der nächsten Runde erhielt ich eine Durchfahrstrafe. Das war wirklich frustrierend. Es war für mich ein hartes Rennen, denn im ersten Rennabschnitt übersteuerte mein Auto sehr, die Reifen wurden im zweiten Rennabschnitt deutlich besser, der letzte Satz war dann aber wieder schlecht. Alles in allem war das für mich ein hartes Wochenende."

Heinz-Harald Frentzen
„Leider war ich beim Start auf der Seite der Strecke, auf der Coulthard und Trulli kollidierten und ich verlor aus diesem Grund jede Menge Zeit. Als das Safety Car auf die Strecke kam, entschieden wir am Ende der ersten Runde sehr schnell, den ersten Boxenstopp durchzuführen. Nach meinem zweiten Stopp in Runde 30 fühlte sich das Auto wirklich sehr gut an und ich konnte ein wenig Zeit gut machen. Aber dann brach die linke vordere Zugstrebe als ich gerade über einen Randstein fuhr und das war dann das Ende des Rennens für mich."

Ralph Firman
„Das war brillant. Als das Safety Car auf die Strecke ging, rief mich mein Ingenieur Dominic an die Box, was ganz offensichtlich funktioniert hat. Wir änderten unsere Strategie also auf zwei echte Stopps. Ich hatte einen guten mittleren Rennabschnitt bis zum dritten Stop, aber als ich wieder auf die Strecke kam, war Ralf Schumacher abgeflogen und hatte sich das Auto beschädigt, er rutschte über die ganze Strecke. Ich konnte nicht an ihm vorbei, was ironisch ist, denn normalerweise beschwert er sich immer, dass die Leute nicht für ihn Platz machen. Die Reifen waren runtergefahren und ich hatte keine Chance, ihn zu überholen, konnte aber zumindest Button und meine Position halten und das ist großartig. Das Ergebnis ist exzellent für das Team."

Giancarlo Fisichella
„Ich hatte eine Menge Probleme. Zunächst einmal gab es beim Stopp ein Problem mit dem Tankrüssel, wir mussten dann einen anderen benutzen und zu viel Sprit einfüllen. Nach ein paar Runden brach das Bargeboard und ich verlor eine Menge Abtrieb, was das Auto sehr schwierig zu fahren machte. Schlussendlich war das Rennen wegen eines Motorschadens gelaufen. Ich weiß nicht, was das Problem war, ich verlor an Geschwindigkeit und musste aufgeben."

Jenson Button
„Wenn man bedenkt, wie schlecht das Rennen für mich lief, dann bin ich glücklich darüber so nahe an den Punkten zu sein. Der Start war schon nicht gut, dann brauchten die Reifen lange Zeit um auf Temperatur zu kommen, und ich fiel hinter die Williams zurück. Nach dem ersten Boxenstopp kam ich hinter David Coulthard wieder auf die Piste, und er schien ein paar Probleme zu haben. Ich zog in der ersten Kurve auf der Innenseite neben ihn, und er lenkte einfach ein, was man Rennen zerstört hat."
„Ich musste mit einem defekten Frontflügel und einem platten linken Vorderreifen wieder an die Boxen fahren. Dort gab es Probleme den Wagenheber unter das Auto zu bekommen und den neuen Reifen wieder zu montieren. Ich griff so gut es ging an, und es gab noch die Chance Siebter oder Achter zu werden."
„Dann kam zum Ende des Rennens auch noch ein Schaltproblem hinzu. Drei Runden vor Schluss verlor ich den dritten Gang, und in den letzten beiden Runden stand mir auch der vierte Gang nicht mehr zur Verfügung. Es war wirklich nicht das beste Rennen, und am Ende war ich glücklich, dass ich ins Ziel kam. Das Team hat am Wochenende großartig gearbeitet. Es ist schade, dass wir nicht das Beste daraus machen konnten."

Jacques Villeneuve
„Was soll ich sagen? Ich war sehr optimistisch, weil ich weniger Benzin als Jenson an Board hatte. Er war auf drei Stopps ausgelegt, ich auf zwei, aber nach der Safety-Car-Phase war ich direkt hinter ihm. Das Rennen lief dann recht gut, und wir sind um eine Top-Platzierung gefahren."
„Ich fuhr die gleiche Strategie wie Barrichello und wäre zur gleichen Zeit hereingekommen. Wir hätten einen guten Zweikampf mit Montoya erleben können. Es ist langsam etwas frustrierend, weil es Rennen für Rennen das Gleiche ist. Wir arbeiten das ganze Wochenende am Setup und der Rennstrategie und gehen in der Qualifikation sogar einen Kompromiss ein um für das Rennen gut gerüstet zu sein. Und dann können wir daraus keinen Nutzen ziehen, weil wir am Sonntag nicht ins Ziel kommen."

Fernando Alonso
„Das ist der beste Tag meines Lebens, und ich fühle mich, als ob ich träumen würde", so ein bewegter Fernando Alonso nach seinem Heimrennen. "Es ist schwierig zu beschreiben, was ich in der letzten Runde empfand, als die Flaggen für mich geschwenkt wurden und das Publikum mir zujubelte. Ich hatte einen guten Start und konnte mich auf eine sehr gute Strategie und hervorragende Boxenstopps verlassen."
„Es ist fantastisch in allen bisherigen Rennen Punkte geholt zu haben. Ich hoffe, dass es so weitergeht", fuhr der junge Spanier fort, der mit seiner Leistung Freudenstürme auf den Tribünen auslöste. "Jarno tut mir wirklich leid. Ich bin mir sicher, dass auch er ein paar Punkte eingefahren hätte."
„Ich hatte einen guten Start und habe mir ganz ruhig meinen Weg geebnet und meine Linie gehalten, als in der zweiten Kurve Coulthard von Außen kommend in meinen Weg fuhr", erklärte ein enttäuschter Trulli nach dem Rennen. "Er hat mich getroffen und ich war draußen. Es ist wirklich eine Schande, weil ich weiß, dass es ein ausgezeichnetes Rennen für mich geworden wäre."

Antonio Pizzonia
„Im Rennen wurde demonstriert, dass unser Auto sehr konkurrenzfähig ist, und ich freue mich daher schon sehr darauf, in zwei Wochen am A1-Ring zu fahren“

Mark Webber
„Ich bin erfreut über dieses Resultat und dass ich diese zwei Punkte in die Fabrik mitnehmen kann, ist für unsere Mitarbeiter die Belohnung für ihre harte Arbeit. Vor diesem Wochenende wären wir mit Platz sieben zufrieden gewesen und ich möchte mich bei meinen Jungs an dieser Stelle bedanken."
„Ich hatte einen guten Start und wollte in der ersten Kurve innen an Frentzen vorbei. Dann fuhr ich in der zweiten Kurve innen neben Villeneuve, als ich plötzlich den Staub von der Kollision Trullis mit Coulthard sah. Ich hatte keine Wahl, musste ins Kiesbett ausweichen, aber da kreiselte Coulthard und ich fürchtete einen Zusammenstoß. Zum Glück konnte ich meinen Frontflügel bei dieser Geschichte retten."

Justin Wilson
„Es war ein recht interessantes Rennen, besonders in den ersten Runden. Pizzonias Auto blieb beim Start stehen, er stand direkt vor mir. Ich musste ausweichen, damit ich ihn nicht traf. Das hat mich für die Zufahrt auf die erste Kurve etwas verlangsamt und Jos erlaubt, an mir vorbeizugehen. Doch dann habe ich eine großartige Linie durch das Chaos gefunden und konnte einen Jordan innen und einen Sauber außen überholen, was mich auf den neunten Platz brachte."
„Danach ging es nur noch darum dort zu bleiben. Ich möchte vor allem dem Team für die Gelegenheit für ein starkes Rennen danken. Sie haben das ganze Wochenende hart gearbeitet, speziell als wir vor dem Start ein Problem hatten. Es hat fünf Grand Prix gedauert, bis ich mein erstes Rennen beenden konnte, aber es ist großartig."

Jos Verstappen
„Wir müssen als Team zufrieden damit sein, dass beide Autos das Ziel erreichten. Für mich war der erste Teil des Rennens sehr schwierig, weil das Auto stark übersteuerte. Daher entschieden wir uns früh hereinzukommen und auf eine Dreistoppstrategie umzustellen. Im mittleren Teil des Rennens fühlte sich das Auto wirklich gut an, und wir konnten gute und konstante Zeiten fahren. Es war wichtig heute ins Ziel zu kommen, auch für das Team, das am Wochenende viel geleistet hat."

Cristiano da Matta
„Ich bin glücklich mit diesem Resultat, es freut mich für das gesamte Team", strahlte da Matta nach dem Rennen. "Es war in dieser Saison das erste saubere Rennen für uns, und ich hatte ein völlig problemloses Wochenende. Es fühlt sich gut an zum ersten Mal Punkte zu holen – aber das war hoffentlich nur der Auftakt. Wir hätten es verdient Fünfter zu werden, aber ich kam an Ralf einfach nicht vorbei."
„Ab Mitte des Rennens wurde mein Bremspedal etwas weicher, sodass ich nicht mehr hart genug angreifen konnte", erklärte der Brasilianer. "Wir wussten, dass Barcelona eine Strecke ist, auf der wir eine gute Leistung zeigen können, und wir waren das ganze Wochenende höchst konkurrenzfähig. Ich hoffe, dass wir auch auf anderen Kursen dieses Niveau erreichen können, und dass diese drei Punkte erst der Anfang sind."

Olivier Panis
„Natürlich bin verärgert. Wir waren das ganze Wochenende über stark, und im Rennen haben wir mit einer Zweistoppstrategie gut ausgesehen und waren auf Punktekurs. Wir glauben, dass das Getriebe am Ausfall schuld war, aber wir müssen das noch überprüfen. Ich bin so enttäuscht. Wir müssen wirklich aufhören auf diese Weise Punkte zu vergeben. Dennoch freue ich mich für Cristiano und das Team über den sechsten Platz."