Stimmen nach dem Rennen
Rubens Barrichello
„Mein Rennen wurde stark von der Tatsache beeinflusst, dass ich nie eine freie Strecke vor mir hatte – wegen der Strategie der Williams-Fahrer. Im ganzen Rennen gab es nur drei Runden, in denen ich voll fahren konnte. Ich konnte also meine Drei-Stopp-Strategie nicht voll ausnutzen. Ich konnte Ralf beim Boxenstopp nicht überholen und das Problem beim nächsten Stopp kostete mich etwas Zeit und ohne das hätte ich Ralf vielleicht früher holen können und mir auch noch Räikkönen hätte vorknöpfen können."

Jean Todt (Michael Schumacher wurde aus familiären Gründen von der Pressekonferenz frei gestellt)
„Dies war ein sehr besonderer Sieg. Heute hat Michael erneut bewiesen, dass er ein besonderer Mensch ist, auch gegenüber denen, die das nicht akzeptieren wollen. Obwohl er trauert, wollte er an diesem Rennen für das Team und unsere Fans teilnehmen, die ihn so sehr mögen wie wir ihn mögen. Wir sind durch ein paar sehr stressvolle Momente gegangen und Michael hat die Art und Weise gewürdigt, in der ihn das Team unterstützt hat. Es sind die Momente wie diese, in denen die Werte des Teams, die wir pflegen, zum Vorschein kommen."
„Kommen wir nun zum Rennen selbst. Hierzu kann ich sagen, dass es gut ist, die Karriere des F2002 mit einem Sieg und einem dritten Platz zu beenden – das ist zumindest unser Plan. Es ist ein Auto, das unsere Erwartungen übertroffen hat. Rubens fuhr ebenfalls ein gutes Rennen und kämpfte die ganze Zeit gegen Gegner. Den zweiten Platz hat er nur knapp verpasst.“
„Die Bridgestone-Reifen haben sehr gut funktioniert und unsere technischen und kommerziellen Partner haben eine Schlüsselrolle gespielt. Der Weg an die Spitze ist jedoch lang und dessen sind wir uns bewusst. Es ist ein tolles Gefühl, dass wir hier in Imola, vor den Fans und der Sportabteilung zu unserer Siegform zurückgefunden haben. Wir hatten ja gesagt, dass wir unseren Kritikern die Antwort auf ihre Behauptung geben würden, wir würden uns in einer Krise befinden. Wir sind stolz, dass uns dies gelungen ist."

Kimi Raikkönen
„Ich bin zufrieden mit dem zweiten Platz und möchte dem Team meinen Dank dafür aussprechen, heute die richtige Strategie ausgewählt zu haben. Am Start holte ich mir den fünften Platz und danach habe ich alles gegeben, um dran zu bleiben. Ich muss zugeben, dass ich mich gefreut habe, als ich die Ferraris und die BMW-Williams zu ihrem ersten Stopp reinkommen sah. Beim zweiten Stopp hätte ich den Gang fast nicht reinbekommen, aber ich kam dann doch weg.“

David Coulthard
„Ein ermutigendes Ergebnis, weil die Konkurrenten auf drei Stopps waren und unser Qualifying somit ins recht Licht gerückt wurde. Ich hatte einen guten Start und überholte vor der ersten Kurve vier Autos. Danach ging es nur doch darum, keinen Fehler zu machen. Die Zweikämpfe im Rennen habe ich sehr genossen, speziell mit Rubens und Ralf, aber unterm Strich war wegen des Startplatzes nicht mehr drin.“

Juan-Pablo Montoya
„Für mich lief das Rennen zweifellos unglücklich. Beim Start habe ich an Boden verloren, als ich vergeblich nach einem Weg auf der sauberen Ideallinie suchte. Entscheidend war aber mein zweiter Boxenstopp. Die Tankanlage hat nicht richtig funktioniert, ich habe viel zu wenig Sprit bekommen und musste gleich wieder zur Box fahren. Ich habe danach mein Bestes gegeben, um noch ein paar Plätze aufzuholen, aber im letzten Renndrittel hat mein Auto untersteuert, und auch beim Überrunden habe ich Zeit verloren.“

Nick Heidfeld
„Es ist nie ein Genuss, ein Rennen zu beenden aber keine Punkte zu holen. Ich hatte einen guten Start, wurde dann aber von einem BAR ins Gras gedrängt und verlor ein paar Plätze. Danach hatte ich die Wahl zwischen einer Zwei- und einer Drei-Stopp-Strategie, wir setzten auf drei, auch wenn wir wussten, dass wir vielleicht deutlich blockiert werden könnten, das war es dann.“

Heinz-Harald Frentzen
„Wir gaben heute unser Bestes und ich denke, dass wir das Maximum aus dem Auto herausholen konnten, aber zu viele der vorderen Autos waren zuverlässig. Unsere Situation ist nun ein wenig klarer. Das Auto ist sehr zuverlässig, aber wir brauchen die Dinge, die wir in Petto haben, um uns weiter zu verbessern.“

Giancarlo Fisichella
„Ich bin ein wenig enttäuscht. Ich verlor beim Boxenstopp ziemlich viel Zeit und dann noch mehr Zeit beim Überholen von Trulli, dann gab es Hydraulikprobleme und später platzte der Motor. Ich verlor hinter Ralph ein wenig Zeit, wir waren auf verschiedenen Strategien, waren jedoch auf der gleichen Stelle der Strecke. Unser Speed war jedoch nicht allzu schlecht und ich freue mich auf das nächste Rennen.“

Ralph Firman
„Ich wurde beim Start von den Minardis aufgeholen, alsich erst einmal an ihnen vorbei war, konnte ich ziemlich hart Druck ausüben, auch wenn ich ein wenig Übersteuern beim Einlenken in die Kurven hatte. Später hatte ich ein Kupplungsproblem und nach ein paar Runden gab der Motor einfach seinen Geist auf. Ich freue mich auf den Test kommende Woche in Silverstone, weil die Zeit im Auto mir eine große Hilfe sein wird. Ich denke, ich muss mich im Qualifying noch verbessern, im Rennen jedoch scheine ich ordentliche Rundenzeiten zu fahren.“

Fernando Alonso
„Ein perfekter Abschluss eines guten Wochenendes für mich. Ich konnte heute auf kein besseres Ergebnis hoffen. Das Auto war gut, ich war vom Start gut konkurrenzfähig und konnte mit den Top-Teams mitfahren und kämpfen. Ich bin sehr glücklich und optimistisch für mein in zwei Wochen stattfindendes Heimrennen in Spanien.“

Jarno Trulli
„Es war gut, dass ich heute durchfahren konnte, das beweist die Zuverlässigkeit unseres Autos.“ Weiter: „Natürlich bin ich enttäuscht. Auch wenn ich kein spezielles Problem hatte, so war es für mich unmöglich mit dem T-Car, welches nicht auf mich abgestimmt war, irgendwelche Fortschritte im Rennen zu erzielen. Das ist eine Konsequenz der neuen Regeln, und das muss ich akzeptieren. Ich werde dies aber hinter mir lassen können, und ich blicke auf das nächste Rennen.“

Mark Webber
„Das Rennen begann mit dem Problem auf der Startlinie sehr schlecht für mich und ich verlor einige Positionen. Am Ende der ersten Runde war ich vom fünften auf den elften Rang zurückgefallen, der Speed des Jaguar R4 war aber sehr gut, das haben wir das ganze Wochenende über bewiesen. Das Rennen hielt dann einen weiteren Rückschlag parat, als man mir eine Durchfahrtstrafe aufbrummte, aber es gab noch einiges zu holen. Ich lag auf dem neunten Rang, als ich ausfiel und ich denke, dass ich Jenson Buttons achten Platz hätte holen können, hätte ich keine Probleme mit dem Verkehr gehabt.“

Antonio Pizzonia
„Die schlechte Nachricht ist heute offensichtlich, die gute Nachricht ist jedoch, dass Jaguar zum ersten Mal in dieser Saison die schwarz-weiß-karrierte Flagge gesehen hat. Mein Rennen war schon am Start vorbei und das Team schaut, was passierte. Ich konnte die Systeme einfach nicht zum Arbeiten bewegen. Wenn man bedenkt, dass ich das Rennen mit einer Runde Rückstand angehen musste, hatte ich nicht die Möglichkeit, etwas zu unternehmen außer das Rennen zu beenden, was aus Sicht der Zuverlässigkeit ein wichtiger Test war. Wir haben in der kommenden Woche einen Test in Mugello und wir werden uns darauf konzentrieren, die Probleme dieses Wochenendes bis zum spanischen Grand Prix zu beheben.“

Justin Wilson
„Wir haben entschlossen, nach der Einführungsrunde zu tanken und uns hinter Ralph Firman und Jos anzustellen. Nach vier oder fünf Runden begann das Auto zu rutschen. Ich entschied so schnell es geht weiterzufahren und auf den Boxenstopp zu hoffen. Als ich für Reifen und Benzin hereinkam, schien es, dass der Stopp länger als normal dauern würde. Ich habe nicht gewusst, dass es ein Problem gab, bis sie mich eine Runde später zurück an die Boxen gerufen haben. Sie sagten, dass das Benzin nicht eingefüllt werden konnte. Bis zu diesem Punkt lief der Wagen gut. Es war wirklich ein enttäuschender Tag.“

Jos Verstappen
„Ein weiteres enttäuschendes Rennen. Ich bemerkte das Problem zu ersten Mal, als sich das Cockpit mit Rauch füllte und der Motor einfach ausging. Bis dahin lief das Auto gut. Ich hatte keine Probleme vor Firman zu bleiben. Die Balance des Chassis war auf dem ersten Reifensatz jedoch erheblich besser, als auf dem zweiten.“

Olivier Panis
„Das Gute am heutigen Resultat ist, dass beide Autos angekommen sind. Ich habe mein absolut Bestes gegeben, in jeder Runde gepusht und es freut mich, endlich einmal mein erstes Rennen für Toyota beendet zu haben.“

Cristiano da Matta
„Mein erster und dritter Stint waren gut, aber nach dem ersten Stopp wurde ich von anderen Autos aufgehalten. Das Überholen ist hier sehr schwierig. Diese Strecke liegt unserem Auto einfach nicht, daher habe ich das Gefühl, dass wir einen ganz vernünftigen Job gemacht haben. Ich fühle mich im TF103 schon viel komfortabler und ich habe das Maximum gegeben.“

Jacques Villeneuve
„Es ist sehr enttäuschend, hier das Rennen nicht beendet zu haben, denn es sah heute für uns gut aus. Ich hatte ein Problem mit dem Runterschalten und der Motor ging kurze Zeit später aus. Ich war ziemlich überrascht, dass so viele Leute auf einer Drei-Stopp-Strategie unterwegs waren, denn wir waren auch auf zwei Stopps und ziemlich konkurrenzfähig. Wir hatten kürzlich ein paar Probleme und leider waren sie an meinem Auto, aber es ist ermutigend, dass wir konkurrenzfähig sind. Wir müssen nun an der Zuverlässigkeit arbeiten und sicherstellen, dass wir keine guten Möglichkeiten verpassen."

Jenson Button
„Es ist gut, einen Punkt geholt zu haben, aber es ist ein wenig enttäuschend, dass wir nicht besser sein konnten. Ich blieb am Start ein wenig hinter Webber hängen, aber dann machte ich so viel Druck wie möglich. Ich denke, dass wir heute in Sachen Strategie alles richtig hinbekommen hatten, aber wir kommen immer noch deutlich hinter den Führenden ins Ziel. Ich glaube, dass wir eine verbesserte Zuverlässigkeit demonstriert haben, aber wir brauchen noch mehr Speed. Wir haben für das kommende Rennen ein Aerodynamik- und Motor-Update, das wir kommende Woche in Mugello testen werden. Wir sollten also in Barcelona in zwei Wochen einen kleinen Schritt nach vorne machen."