Stimmen nach dem Rennen
Michael Schumacher
„Ich bin für mich selbst und für das, was Rubens passiert ist, enttäuscht. Wir beide hatten heute die Möglichkeit, das Rennen zu gewinnen. Die Wetterbedingungen waren heute schwierig aber akzeptabel. Was meinen Unfall angeht, so hatte ich in dieser Situation Aquaplaning und war im Auto Passagier. Was die Weltmeisterschaft angeht, so wäre es natürlich besser für uns gewesen, wenn Fisichella das Rennen gewonnen hätte, besonders da Giancarlo sowieso ein gutes Rennen fuhr. Aber der Abstand auf den WM-Führenden ist nicht so groß, bedenkt man, dass es noch 13 Rennen sind. Es gibt also keinen Grund, besorgt zu sein. Es ist schade, dass nun meine Serie von Zielankünften zu Ende ist. Dies ist mein erster Ausfall seit Hockenheim 2001.“

Rubens Barrichello
„Zu Beginn des Rennens, als die Strecke am feuchtesten war, war es schwierig, da mein Auto auf relativ wenig Abtrieb abgestimmt war. Ich konzentrierte mich darauf, ruhig zu bleiben und wartete auf den richtigen Moment, um dann anzugreifen. Als ich erst einmal die Führung hatte, konnte ich schnell einen Vorsprung herausfahren, aber dann musste ich wegen eines Problems mit der Benzinversorgung aufgeben. Das war sehr frustrierend, da ich mir sicher war, dass ich hätte gewinnen können. Ich bin sehr enttäuscht, dass ich vor meinen Fans nicht den Sieg holen konnte. Dieser Doppelausfall bedeutet nicht, dass wir in einer Krise sind. Wir waren bisher in allen Rennen konkurrenzfähig und ich bin für den Rest der Saison zuversichtlich.“

Kimi Raikkönen
„Was für ein Rennen. Ich denke, dass ich dieses Mal Glück hatte, in der Vergangenheit hatte ich ja auch schon ein paar mal Pech. Das Team hat großartig gearbeitet und den Sieg verdient. Als das Rennen wirklich losging, war es auf Grund der Gischt immer noch schwierig zu sehen, wo man fährt. Ich blieb auf der Strecke, als das Safety Car erneut auf die Strecke ging, wohingegen die Mehrheit der Autos an die Box kam.
Als ich wieder auf die Strecke ging, konnte ich ein paar Autos überholen und auf den zweiten Platz fahren. Als die Strecke trockener wurde, arbeiteten meine Regenreifen nicht so gut, weswegen Giancarlo näher kommen konnte. Er überholte mich, als ich zu weit rausrutschte. Ich kam zu meinem letzten Stopp an die Box, als das Rennen abgebrochen wurde. Das heutige Ergebnis ist für mich und das Team großartig, aber es ist zu früh um an den Titel zu denken.“

David Coulthard
„Ein Tag mit gemischten Gefühlen, aber ich bin froh für das Team, dass wir ein paar wichtige Punkte gesammelt haben. Ich bin natürlich enttäuscht, da ich das Gefühl  hatte, das ich ein gutes Rennen habe und es im Griff habe. Es war die richtige Entscheidung, hinter dem Safety Car zu starten, dies konnte man ja an Hand der vielen Unfälle sehen. Ich bin mit der Leistung heute zufrieden, da ich die meiste Zeit des Rennens über geführt habe und das bei den schlimmsten Bedingungen, die man sich vorstellen kann.“

Ralf Schumacher
„Der Zeitpunkt des Rennabbruchs war wirklich Pech für mich. Wenn dieser Unfall nicht passiert wäre, hätte ich wohl einen Podiumsplatz eingefahren. Insgesamt war mein Auto auch unter diesen schwierigen Bedingungen einigermaßen gut zu fahren. Trotzdem war es wirklich harte Arbeit, es auf der Strecke zu halten.“

Juan Pablo Montoya
„Mein Auto lag anfangs, als noch sehr viel Wasser auf der Strecke stand, ausgesprochen gut. Ich konnte mehrere Konkurrenten überholen. Dann wurde die Strecke trockener und ich war nicht mehr ganz so gut unterwegs. Beim Boxenstopp haben wir den Reifendruck verändert, aber das hat nicht wirklich viel gebracht. Nach 20 Runden war die Strecke fast überall einigermaßen abgetrocknet – außer in Kurve drei. Dort stand  noch sehr viel Wasser und ich habe die Kontrolle über mein Auto verloren.“

Heinz-Harald Frentzen
„Kurz vor dem Start haben wir unsere Strategie geändert und das T-Car genommen, weil es voll für Regen abgestimmt war. Am Ende des Tages hat sich das als die richtige Entscheidung herausgestellt. Es war  nicht leicht, mit den vollen Tanks zu fahren und einmal drehte ich mich wegen Aquaplanings. Wir haben aber den fünften Platz geholt und Punkte gesammelt, also kann ich zufrieden sein.“

Nick Heidfeld
„Ich legte einen guten Start hin und konnte Jenson Button überholen, aber dann haben mir die Ingenieure am Funk gesagt, dass wir ein Ölproblem hatten. Dann ist der Motor ausgegangen. Ich bin von der Ideallinie gleich runter gegangen, um keine Ölspur zu legen. Ich hoffe nur, dass es Fernando nach seinem schweren Unfall gut geht.“

Giancarlo Fisichella
„Ich bin froh, dass es Fernando gut geht. Ich hatte einen fantastischen Tag. Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich nicht die Möglichkeit hatte, eine weitere Runde zu fahren, so dass ich als Erster hätte ins Ziel kommen können, aber natürlich ist ein zweiter Platz wirklich gut für mich und das Team. Ich dachte, dass ich das Rennen gewonnen hätte und ich denke noch immer, dass ich der Sieger bin, aber Regeln sind eben Regeln. Ich hätte nie gedacht, dass ich heute Zweiter werden würde, aus diesem Grund bin ich zufrieden. Ich möchte mich beim Team bedanken, es ist ein wichtiges Ergebnis für uns und das ist positiv für die Zukunft.“

Ralph Firman
„Ich hatte einen weiteren Aufhängungsschaden. Das ist eine Schande und ich bin natürlich extrem enttäuscht. Fisichella hat einen wirklich guten Job gemacht und ist Zweiter geworden und hat so für das Team ein paar Punkte geholt.“

Jacques Villeneuve
„Es war ein schwieriges Rennen, die Strecke war schwierig zu befahren, aber wenn man sich zusammengerissen hat, war es nicht allzu schlimm. Es stand gar nicht so viel Wasser. Es liegt an den Fahrern, bei solchen Bedingungen nicht ganz so verrückt zu fahren, aber heute wurde teilweise verrückt gefahren. Manchmal wurde unter gelber Flaggen überholt. Bei Rennmitte ich mir das bei Alonso aufgefallen.
Das ist genau die Fahrweise, die zu schweren Unfällen führt. Das Gleiche haben wir auch bei den Boxenstopps gesehen, wo viele wie die Irren rausgefahren sind und dann mitten auf der Geraden abbremsen mussten, weil sie sonst abgeflogen wären. Solche Dinge machen Rennen wie das heutige erst gefährlich, nicht nur die Bedingungen alleine.
Ich bin glücklich mit dem heutigen sechsten Platz. Für das Team ist es bei solchen Bedingungen ja auch nicht gerade einfach, aber die Jungs haben einen großartigen Job gemacht. Es freut mich, dass wir weitere drei Punkte sammeln konnten.“

Jenson Button
„Wer weiß, was drin gewesen wäre, wenn ich den Fehler nicht gemacht hätte? Das Auto ist gut gelaufen, die Reifen haben gut gehaftet und wir hatten die richtige Strategie. In der einen Kurve lief das Wasser in Strömen vom Bankett auf die Fahrbahn, da ist es kein Wunder, dass sich so viele gedreht haben. Ich bin einfach auf dem stehenden Wasser ausgerutscht. Ich wollte das Auto noch abfangen, aber stattdessen bin ich in die Mauer abgeflogen.“

Jarno Trulli
„Wir hatten ein schweres Rennen. Am Anfang musste ich kämpfen, um das Auto auf der Strecke zu halten. Die Stecke war so nass, dass es schwer war etwas zu sehen. Ich hatte meinen zweiten Stopp kurz vor dem Abbruch eingelegt. Das kostete mich mehrere Positionen und im Ziel war ich Achter. Fernando tut mir wirklich leid, aber ich weiß, dass er in Ordnung ist, und ich hoffe, dass er sich schnell erholen wird.“

Mark Webber
„Es war viel Wasser auf der Fahrbahn, aber die Stelle nach der Kurve zwei war am schlimmsten. Dort hat es auch einige Fahrer erwischt, unter anderem meinen Teamkollegen Antonio. Nach meinem ersten Boxenstopp kam ich hinter Juan Pablo Montoya wieder auf die Strecke, der mich etwas aufhielt, und es war schwer einen Weg an ihm vorbei zu finden. Ich habe weiter angegriffen und hatte nach meinem zweiten Halt genug Benzin bis zum Ende des Rennens, womit wir einige Gegner noch aufgeschnupft hätten. Ich weiß  nicht genau, was in dieser Linkskurve passierte. Durch den gnadenlosen Charakter der Strecke und meine Benzinmenge müssen die Reifen wohl an Grip verloren haben – damit hat heute wohl jeder gekämpft.
Der Unfall war recht heftig, aber ich bin okay. Ich möchte dem gesamten Jaguar-Team danken, und wir haben zwei Punkte für uns erobert. Wir haben heute auch ein phänomenales Potenzial gezeigt und es gibt viel Posotives, was wir mitnehmen und bei den nächsten dreizehn Rennen ausnutzen können.“

Antonia Pizzonia
„Der lange Knick von Kurve zwei zur Kurve drei war vom Wasser überschwemmt und bei meiner Geschwindigkeit konnte ich nichts mehr tun. Als ich mich drehte, sah ich den Williams von Montoya an der Stelle stehen, den ich für meinen Dreher beanspruchte. Wir sind zwar recht heftig zusammengestoßen, aber beide in Ordnung. Es ist eine Schande, wenn man bedenkt, wie gut das Auto sich auf den Michelin-Regenreifen anfühlte und wie viel Arbeit das Team in die Strategie investierte. Es ist enttäuschend, bei meinem Heimrennen ohne Punkte zu bleiben. Das Gute jedoch ist, dass Jaguar nun Punkte hat, und wir nach der Leistung an diesem Wochenende viel haben, worüber wir erfreut sein können.“

Jos Verstappen
„Die Streckenbedingungen waren im heutigen Rennen sehr, sehr schwierig. Ich bin natürlich enttäuscht, heute nicht ins Ziel gekommen zu sein, weil wir ja nicht so viele Möglichkeiten bekommen, einmal Punkte zu holen. Das war ein Rennen mit einer grandiosen Gelegenheit für uns. Raikkönen hat mich in der ersten Kurve überholt und da sah ich so gut wie nichts mehr.“

Cristiano da Matta
„Als die Bedingungen ganz nass waren, konnten wir ganz gut mithalten, und dank der Boxenstrategie lag ich nach der zweiten Safety-Car-Phase sogar vorübergehend an vierter Position.
Als die Strecke trockener wurde, entwickelte sich wirklich übles Übersteuern. Dieses Problem müssen wir uns jetzt anschauen. Zuerst dachten wir, es könnte mit dem Reifendruck zu tun haben, aber bei abtrocknenden Bedingungen waren wir mit hohem und mit niedrigem Druck zu langsam. Das ist nicht das Resultat, das ich mir vor meinem Fans gewünscht habe, aber hoffentlich sieht es in Europa besser für uns aus.“

Olivier Panis
„Das Rennen wurde wegen der Bedingungen hinter dem Safety-Car aufgenommen und diese Möglichkeit haben wir beim Schopf gepackt, um das Auto nachzutanken. Leider war das Auto mit vollen Tanks aber sehr schwer zu fahren. Mir fehlte Grip, aber es wäre nicht schwierig gewesen, weiterzufahren.
Ich fühlte einen heftigen Schlag von hinten und wusste zuerst gar nicht, was los war, bis ich mit Firman sprechen konnte und er mir alles erklärte. Ich bin natürlich enttäuscht über diesen Ausgang, aber das Team hat hart gearbeitet und wir dürfen nicht aufgeben. Außerdem hoffe ich, dass Fernando okay ist.“