Kimi Raikkönen
„Ich bin natürlich enttäuscht.
Wenigstens hat das Team gewonnen und wir konnten die Saison mit einem guten
Resultat für alle beginnen.“
Während der Formationsrunde wurde mir
klar, dass die Strecke schneller als von uns angenommen abtrocknete, also
haben wir Trockenreifen aufgezogen, was aber bedeutete, dass ich effektiv
aus der Boxengasse losfahren musste. Dann hatte ich einen langen Fight
mit Michael Schumcher und ichkonnte ihn hinter mir halten. Aus der letzten
Kurve kam er immer schnell heraus, also kam er mir auf der Gerade nahe
und konnte in der Bremszone für die erste Kurve attackieren.“
Michael Schumacher
„Das wechselhafte Wetter hat uns ein chaotisches
Rennen beschert. Niemand hat vorhersehen können, dass es zwei Safety-Car-Phasen
geben würde, daher war es ein reines Glücksspiel gewesen.“
„Einmal bin ich über die Kerben gefahren,
und dabei wurde das Auto ziemlich beschädigt. Ich habe dadurch viel
Zeit verloren. Scheinbar haben sich in der Runde vor meinem Boxenstop Teile
gelöst, was das Handling sehr verschlechterte. Ich merkte, dass etwas
nicht stimmen konnte, und dachte zuerst an einen möglichen Reifenschaden.
Alles in allem können wir daher mit diesem vierten Platz zufrieden
sein.
Rubens Barrichello
„Es ist nicht so, dass ich in Australien
immer Pech habe. So etwas kann eben passieren. Es gibt keinen Grund, jetzt
in Panik zu verfallen. Wir müssen und nun auf Malaysia konzentrieren.
Der F2002 ist immer noch gut, das konnte man ja am Michaels Zeiten sehen,
obwohl er Teile seines Bodyworks verloren hatte. Wir müssen jetzt
dieses Rennen hinter uns lassen, uns auf das nächste konzentrieren
und die neuen Regeln rasch verinnerlichen.“
Juan-Pablo Montoya
Das Ergebnis ist gut, aber abgesehen davon
war mein Rennen ein Desaster. Wir sind auf Trockenreifen gestartet, was
absolut richtig war, aber dieser Vorteil wurde durch zwei Safety-Car-Phasen
zunichte gemacht. Als ich später führte, habe ich einen Fehler
gemacht. Ich bin ausgerutscht, als ich aus der ersten Kurve heraus beschleunigen
wollte. Das war allein meine Schuld, immerhin war mein einziger Fehler
an diesem Wochenende. Bei meinem zweiten Boxenstopp habe ich keine Reifen
wechseln lassen, weil sie noch sehr gut waren und ich davon ausging, dass
das Auto mit neuen Reifen zunächst langsamer werden würde. Die
letzten Runden waren wirklich schwierig, Kimi hat mich mächtig unter
Druck gesetzt.
Ralf Schumacher
„Es war ein aufregendes Rennen mit gemischten
Gefühlen für das Team. Der zweite Platz von Juan-Pablo ist gut
für uns, aber bei meinem Stopp gab es Probleme beim Radwechsel. Ich
bin als Dritter zur Box gefahren und als Letzter wieder raus. Damit war
mein Rennen eigentlich gelaufen. Man darf das Ergebnis insgesamt nicht
überbewerten. McLaren hat einen super Job gemacht und trotz der anfangs
falschen Reifenwahl gewonnen. Ungewöhnlich war für mich, dass
auch Ferrari mit Regenreifen gestartet ist. Es ist für das Team schön,
im ersten Rennen auf das Podium zu fahren. Doch fest steht auch: Wir haben
noch viel Arbeit vor uns. Denn der neue Ferrari kommt ebenso noch wie der
neue McLaren."
Heinz-Harald Frentzen
„Es ging in den ersten Runden dort draußen
ziemlich eng zu! Aber dann trocknete es sehr schnell ab und ich musste
an die Box, um auf Rillenreifen zu wechseln. Danach war das Auto das ganze
Rennen hindurch konstant und mein einziges Problem war das Überholmanöver
an Trulli, der hier und dort mich blockierte. Aber es blieb fair und unter
den Umständen bin ich froh, Sechster zu sein und Alonso hinter mich
gehalten zu haben."
Nick Heidfeld
„Die ersten Runden haben wirklich Spaß
gemacht, aber meine Regenreifen verloren schnell an Effizienz. Wenn ich
von weiter hinten gestartet wäre, so hätte ich mich für
Rillenreifen entschieden, aber da wir von ziemlich weit vorne starteten,
entschied ich mich für die sichere Variante. Als ich die Reifen erst
einmal gewechselt hatte, hat sich das Auto nicht mehr normal angefühlt,
da im Verkehr jemand mein rechtes Vorderrad berührte. Später
brach in Folge dessen die Vorderradaufhängung und ich hatte Glück,
dass ich Ralf nicht traf, als ich keine Kontrolle mehr über das Auto
hatte."
Giancarlo Fisichella
„Viele Dinge sind heute im Rennen passiert.
Gleich in der ersten Runde habe ich in Kurve sechs drei Positionen verloren,
weil das Auto beim Anbremsen außer Kontrolle geriet. Dann, bei Ralphs
Unfall, wurde ich von seinen Wrackteilen getroffen und dabei wurde mein
Heckflügel beschädigt. Danach konnte ich eine gute Pace gehen,
aber es gab beim Boxenstopp ein Problem mit dem Tankdeckel und schließlich
schied ich mit einem Getriebedefekt aus.“
Ralph Firman
„Dabei habe ich nicht einmal 100 Prozent
gegeben, als der Unfall passierte. Ich fuhr innerhalb meiner Grenzen, aber
auf einmal übersteuerte das Auto, ich habe es verloren und krachte
in die Barrieren. Rubens Unfall war an der Stelle. Vielleicht ist dort
Öl gewesen, aber ich weiß es ehrlich nicht. Bis dahin ist alles
gut gelaufen. Ich bin in die ersten Runden vorsichtig angegangen, aber
das ist ein unglücklicher Ausgang.“
Jenson Button
„Es ist frustrierend, dass wir die falsche
Reifenentscheidung getroffen haben. Im Training und Qualifying hat das
Auto sehr gut funktioniert, daher ist es frustrierend, dass wir das Rennen
so weit hinten beenden mussten."
Jacques Villeneuve
„Wir haben bezüglich der Reifenwahl
schon Bescheid gewusst, dachten aber nicht, dass die Slicks bis zur Rennmitte
halten würden. Es hat lange gedauert, bis die Reifen richtig funktionierten,
aber ich konnte mit keinem Satz lange genug fahren. Ohne die Safety-Cars
wäre unsere Strategie gut gewesen, aber heute haben die Dinge einfach
nicht zu unseren Gunsten gearbeitet."
Fernando Alonso
"Das ist das beste Resultat, das ich mir
vom ersten Rennen dieser Saison erwarten durfte. Das Auto war das ganze
Rennen über gut und konkurrenzfähig, wir waren von Anfang an
konstant und auch zuverlässig. Diese ersten WM-Punkte sind für
mich persönlich ein großer Erfolg und natürlich auch für
das Team, das heute großartige Arbeit geleistet hat."
Jarno Trulli
„Ich fühle mich großartig! Wir
haben uns von Beginn weg für die richtige Strategie entschieden und
das Auto fühlte sich sehr gut an. Es ist ermutigend, denn es sieht
so aus, als hätten wir jetzt die bisher fehlende Zuverlässigkeit
gefunden. Beim ersten Rennen mit beiden Autos in die Punkte zu fahren –
fantastisch! Ein großes Dankeschön an das Renault-Team, das
so hart hierfür gearbeitet hat."
Jos Verstappen
„Die Balance war vor allem mit dem ersten
Reifensatz recht gut. Nach dem ersten Boxenstopp war sie aber so gut wie
verschwunden. Danach war es einfach ein hartes Rennen für mich." Ein
Erfolg war es dennoch, denn "das Wichtigste für das Team war, dass
wir das Auto ins Ziel gebracht haben."
Justin Wilson
„Es war fantastisch, dass ich ins Mittelfeld
vorstoßen und einige Kollegen überholen konnte. Es war einfach
Pech, dass ein Stein einen Wasserkühler durchbohrte, wodurch die Temperatur
zu stark anstieg."
Olivier Panis
„Wir hatten während dieses Wochenendes
einige Male mit dem Benzindruck Probleme und heute im Rennen leider auch.
Es war die richtige Entscheidung, mit Slicks ins Rennen zu gehen. Wirklich
schade, denn es ist so gut gelaufen. Ich bin sicher, dass uns heute ein
Podium durch die Lappen gegangen ist, aber ich möchte trotzdem guter
Dinge bleiben. Das Auto hat sich gut angefühlt, das Team hat einen
guten Job gemacht und wir konnten an diesem Wochenende unser Potenzial
unterstreichen."
Cristiano da Matta
„Ich habe das Rennen mit Slicks begonnen,
obwohl die Fahrbahn stellenweise noch nass war. Das war am Anfang schwierig,
aber dann konnte ich gut aufholen und ein paar der Jungs vor mir überholen.
Bei der Anfahrt zu Kurve drei hatte ich dann zwei Autos links von mir,
also konnte ich die 100-Meter-Markierung zum Bremsen nicht sehen. Als ich
die 50-Meter-Tafel sah, war es schon zu spät."
Marc Webber
„Bei meinem Heimrennen auf dem fünften
Platz liegend auszufallen ist schon etwas enttäuschend. Bis zum Rennen
war es schwer genau einzuschätzen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz
stehen. Vom Begin des Rennens an war die Leistung da und ich habe es sehr
genossen.“ „Ich war mit einer Zwei-Stopp-Taktik unterwegs, und auch wenn
ich wusste, dass Michael Schumacher etwas schwerer als ich unterwegs war,
so war es dennoch schön mit ihm zu kämpfen.“
Antonio Pizzonia
„Ich habe das Rennen genossen und war von
der Leistung des Autos sehr angetan. Es gibt noch viel ungenutztes Potential
am Jaguar R4, was wir nun offen legen müssen." „Es war ein langes
und anstrengendes Wochenende, das für mich in einer Enttäuschung
endete, aber das sollte nicht darüber hinweg täuschen, welches
Potential unser Auto besitzt. Mechanische Defekte passieren und können
abgestellt werden. Dass wir aber die Leistungsfähigkeit des Jaguars
gezeigt haben, ist die wichtigste Errungenschaft, die wir mitnehmen."