Stimmen nach dem Rennen
David Coulthard
Ein großartiges Ende nach einem schwierigen Wochenende. Ich freue mich wirklich sehr über dieses Resultat, speziell angesichts des Kontrastes zum Qualifying. Das Team hat einen großartigen Job gemacht und wir hatten die richtige Strategie, wodurch wir die ungewöhnlichen Umstände mit dem Wetter und dem Safety-Car optimal ausnutzen konnten.“ Weiter: „Während der Installationsrunde war die Strecke noch nass, daher entschieden wir uns für die Regenreifen. Schon in der ersten Runde trocknete es aber genügend ab, also kam ich Ende der zweiten Runde für einen schnellen Wechsel und zum Volltanken an die Box. Unsere Performance zeigt, dass wir mit dem MP4-17D einen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir sind jetzt konkurrenzfähiger und haben hoffentlich eine aufregende Saison vor uns.“

Kimi Raikkönen
„Ich bin natürlich enttäuscht. Wenigstens hat das Team gewonnen und wir konnten die Saison mit einem guten Resultat für alle beginnen.“
Während der Formationsrunde wurde mir klar, dass die Strecke schneller als von uns angenommen abtrocknete, also haben wir Trockenreifen aufgezogen, was aber bedeutete, dass ich effektiv aus der Boxengasse losfahren musste. Dann hatte ich einen langen Fight mit Michael Schumcher und ichkonnte ihn hinter mir halten. Aus der letzten Kurve kam er immer schnell heraus, also kam er mir auf der Gerade nahe und konnte in der Bremszone für die erste Kurve attackieren.“
Michael Schumacher
„Das wechselhafte Wetter hat uns ein chaotisches Rennen beschert. Niemand hat vorhersehen können, dass es zwei Safety-Car-Phasen geben würde, daher war es ein reines Glücksspiel gewesen.“
„Einmal bin ich über die Kerben gefahren, und dabei wurde das Auto ziemlich beschädigt. Ich habe dadurch viel Zeit verloren. Scheinbar haben sich in der Runde vor meinem Boxenstop Teile gelöst, was das Handling sehr verschlechterte. Ich merkte, dass etwas nicht stimmen konnte, und dachte zuerst an einen möglichen Reifenschaden. Alles in allem können wir daher mit diesem vierten Platz zufrieden sein.

Rubens Barrichello
„Es ist nicht so, dass ich in Australien immer Pech habe. So etwas kann eben passieren. Es gibt keinen Grund, jetzt in Panik zu verfallen. Wir müssen und nun auf Malaysia konzentrieren. Der F2002 ist immer noch gut, das konnte man ja am Michaels Zeiten sehen, obwohl er Teile seines Bodyworks verloren hatte. Wir müssen jetzt dieses Rennen hinter uns lassen, uns auf das nächste konzentrieren und die neuen Regeln rasch verinnerlichen.“

Juan-Pablo Montoya
Das Ergebnis ist gut, aber abgesehen davon war mein Rennen ein Desaster. Wir sind auf Trockenreifen gestartet, was absolut richtig war, aber dieser Vorteil wurde durch zwei Safety-Car-Phasen zunichte gemacht. Als ich später führte, habe ich einen Fehler gemacht. Ich bin ausgerutscht, als ich aus der ersten Kurve heraus beschleunigen wollte. Das war allein meine Schuld, immerhin war mein einziger  Fehler an diesem Wochenende. Bei meinem zweiten Boxenstopp habe ich keine Reifen wechseln lassen, weil sie noch sehr gut waren und ich davon ausging, dass das Auto mit neuen Reifen zunächst langsamer werden würde. Die letzten Runden waren wirklich schwierig, Kimi hat mich mächtig unter Druck gesetzt.

Ralf Schumacher
„Es war ein aufregendes Rennen mit gemischten Gefühlen für das Team. Der zweite Platz von Juan-Pablo ist gut für uns, aber bei meinem Stopp gab es Probleme beim Radwechsel. Ich bin als Dritter zur Box gefahren und als Letzter wieder raus. Damit war mein Rennen eigentlich gelaufen. Man darf das Ergebnis insgesamt nicht überbewerten. McLaren hat einen super Job gemacht und trotz der anfangs falschen Reifenwahl gewonnen. Ungewöhnlich war für mich, dass auch Ferrari mit Regenreifen gestartet ist. Es ist für das Team schön, im ersten Rennen auf das Podium zu fahren. Doch fest steht auch: Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Denn der neue Ferrari kommt ebenso noch wie der neue McLaren."

Heinz-Harald Frentzen
„Es ging in den ersten Runden dort draußen ziemlich eng zu! Aber dann trocknete es sehr schnell ab und ich musste an die Box, um auf Rillenreifen zu wechseln. Danach war das Auto das ganze Rennen hindurch konstant und mein einziges Problem war das Überholmanöver an Trulli, der hier und dort mich blockierte. Aber es blieb fair und unter den Umständen bin ich froh, Sechster zu sein und Alonso hinter mich gehalten zu haben."

Nick Heidfeld
„Die ersten Runden haben wirklich Spaß gemacht, aber meine Regenreifen verloren schnell an Effizienz. Wenn ich von weiter hinten gestartet wäre, so hätte ich mich für Rillenreifen entschieden, aber da wir von ziemlich weit vorne starteten, entschied ich mich für die sichere Variante. Als ich die Reifen erst einmal gewechselt hatte, hat sich das Auto nicht mehr normal angefühlt, da im Verkehr jemand mein rechtes Vorderrad berührte. Später brach in Folge dessen die Vorderradaufhängung und ich hatte Glück, dass ich Ralf nicht traf, als ich keine Kontrolle mehr über das Auto hatte."

Giancarlo Fisichella
„Viele Dinge sind heute im Rennen passiert. Gleich in der ersten Runde habe ich in Kurve sechs drei Positionen verloren, weil das Auto beim Anbremsen außer Kontrolle geriet. Dann, bei Ralphs Unfall, wurde ich von seinen Wrackteilen getroffen und dabei wurde mein Heckflügel beschädigt. Danach konnte ich eine gute Pace gehen, aber es gab beim Boxenstopp ein Problem mit dem Tankdeckel und schließlich schied ich mit einem Getriebedefekt aus.“

Ralph Firman
„Dabei habe ich nicht einmal 100 Prozent gegeben, als der Unfall passierte. Ich fuhr innerhalb meiner Grenzen, aber auf einmal übersteuerte das Auto, ich habe es verloren und krachte in die Barrieren. Rubens Unfall war an der Stelle. Vielleicht ist dort Öl gewesen, aber ich weiß es ehrlich nicht. Bis dahin ist alles gut gelaufen. Ich bin in die ersten Runden vorsichtig angegangen, aber das ist ein unglücklicher Ausgang.“

Jenson Button
„Es ist frustrierend, dass wir die falsche Reifenentscheidung getroffen haben. Im Training und Qualifying hat das Auto sehr gut funktioniert, daher ist es frustrierend, dass wir das Rennen so weit hinten beenden mussten."

Jacques Villeneuve
„Wir haben bezüglich der Reifenwahl schon Bescheid gewusst, dachten aber nicht, dass die Slicks bis zur Rennmitte halten würden. Es hat lange gedauert, bis die Reifen richtig funktionierten, aber ich konnte mit keinem Satz lange genug fahren. Ohne die Safety-Cars wäre unsere Strategie gut gewesen, aber heute haben die Dinge einfach nicht zu unseren Gunsten gearbeitet."

Fernando Alonso
"Das ist das beste Resultat, das ich mir vom ersten Rennen dieser Saison erwarten durfte. Das Auto war das ganze Rennen über gut und konkurrenzfähig, wir waren von Anfang an konstant und auch zuverlässig. Diese ersten WM-Punkte sind für mich persönlich ein großer Erfolg und natürlich auch für das Team, das heute großartige Arbeit geleistet hat."

Jarno Trulli
„Ich fühle mich großartig! Wir haben uns von Beginn weg für die richtige Strategie entschieden und das Auto fühlte sich sehr gut an. Es ist ermutigend, denn es sieht so aus, als hätten wir jetzt die bisher fehlende Zuverlässigkeit gefunden. Beim ersten Rennen mit beiden Autos in die Punkte zu fahren – fantastisch! Ein großes Dankeschön an das Renault-Team, das so hart hierfür gearbeitet hat."

Jos Verstappen
„Die Balance war vor allem mit dem ersten Reifensatz recht gut. Nach dem ersten Boxenstopp war sie aber so gut wie verschwunden. Danach war es einfach ein hartes Rennen für mich." Ein Erfolg war es dennoch, denn "das Wichtigste für das Team war, dass wir das Auto ins Ziel gebracht haben."

Justin Wilson
„Es war fantastisch, dass ich ins Mittelfeld vorstoßen und einige Kollegen überholen konnte. Es war einfach Pech, dass ein Stein einen Wasserkühler durchbohrte, wodurch die Temperatur zu stark anstieg."

Olivier Panis
„Wir hatten während dieses Wochenendes einige Male mit dem Benzindruck Probleme und heute im Rennen leider auch. Es war die richtige Entscheidung, mit Slicks ins Rennen zu gehen. Wirklich schade, denn es ist so gut gelaufen. Ich bin sicher, dass uns heute ein Podium durch die Lappen gegangen ist, aber ich möchte trotzdem guter Dinge bleiben. Das Auto hat sich gut angefühlt, das Team hat einen guten Job gemacht und wir konnten an diesem Wochenende unser Potenzial unterstreichen."

Cristiano da Matta
„Ich habe das Rennen mit Slicks begonnen, obwohl die Fahrbahn stellenweise noch nass war. Das war am Anfang schwierig, aber dann konnte ich gut aufholen und ein paar der Jungs vor mir überholen. Bei der Anfahrt zu Kurve drei hatte ich dann zwei Autos links von mir, also konnte ich die 100-Meter-Markierung zum Bremsen nicht sehen. Als ich die 50-Meter-Tafel sah, war es schon zu spät."

Marc Webber
„Bei meinem Heimrennen auf dem fünften Platz liegend auszufallen ist schon etwas enttäuschend. Bis zum Rennen war es schwer genau einzuschätzen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Vom Begin des Rennens an war die Leistung da und ich habe es sehr genossen.“ „Ich war mit einer Zwei-Stopp-Taktik unterwegs, und auch wenn ich wusste, dass Michael Schumacher etwas schwerer als ich unterwegs war, so war es dennoch schön mit ihm zu kämpfen.“

Antonio Pizzonia
„Ich habe das Rennen genossen und war von der Leistung des Autos sehr angetan. Es gibt noch viel ungenutztes Potential am Jaguar R4, was wir nun offen legen müssen." „Es war ein langes und anstrengendes Wochenende, das für mich in einer Enttäuschung endete, aber das sollte nicht darüber hinweg täuschen, welches Potential unser Auto besitzt. Mechanische Defekte passieren und können abgestellt werden. Dass wir aber die Leistungsfähigkeit des Jaguars gezeigt haben, ist die wichtigste Errungenschaft, die wir mitnehmen."