Rubens Barrichello
"Ich bin ziemlich
zufrieden mit dem dritten Platz. Es ist besser als in der Streckenbegrenzung
zu hängen wie im letzten Rennen! Mein Auto war beim Start sehr gut,
aber ich verlor in der ersten Runde wegen Trulli Zeit. Er lag neben mir
und drückte mich in das Gras, weswegen ich zurückstecken musste,
weshalb ich meine Position gegen Räikkönen verteidigen musste.
Ich wäre in dieser Situation fast in Trulli reingefahren."
"Zu diesem Zeitpunkt
lag Juan fast schon zwei Sekunden vor mir, auch wenn ich ihm ein wenig
näher kommen konnte. Leider waren meine Reifen im zweiten Rennabschnitt
nicht mehr so gut, denn ich hatte zu viel Untersteuern. Ich hatte auch
ein Problem mit den zu Überrundenden. Dennoch konnte ich vor Räikkönen
bleiben. Ich bin froh, dass ich Ferrari helfen konnte, den Abstand auf
Williams in der Meisterschaft so eng zu behalten."
Kimi Raikkönen
"Wir haben gemacht,
was möglich war, aber das Podium war nicht drin. Ich war nahe an Rubens
dran, aber nicht nahe genug, um ein Manöver zu versuchen. Im Meisterschaftskampf
liege ich sieben Punkte hinten und es ist natürlich schwieriger geworden,
aber man weiß nie, was in den letzten zwei Rennen passiert. Wir haben
damit gerechnet, dass Monza zäh werden würde, aber Punkte geholt
zu haben, ist positiv, zumal wie in Indianapolis und Suzuka etwas konkurrenzfähiger
sein müssten."
David Coulthard
"Der Motor klang auf
einmal unsauber, wodurch Gené aufschließen konnte, und dann
ging er ganz aus. Das ganze Rennen über hatte ich Probleme mit der
Balance, das Auto übersteuerte und ich konnte in den Kurven nicht
so attackieren, wie ich es mir gewünscht hätte. Beim Boxenstopp
versuchten wir vergeblich, das zu korrigieren."
Juan-Pablo Montoya
"Nach einem guten
Start habe ich in der ersten Schikane die erstbeste Möglichkeit genutzt,
um Michael anzugreifen. Wir waren ziemlich gleichauf, aber dann konnte
er besser beschleunigen. Das Manöver war von beiden sauber, wir können
uns beide keinen Ausfall leisten. Mein zweiter Reifensatz war besonders
gut, deshalb konnte ich aufholen."
"Im letzten Renndrittel
steckte ich dann aber im Verkehr fest und habe entschieden, nicht zu viel
zu riskieren. Wir hatten damit gerechnet, dass Ferrari hier stark sein
würde. Ich habe nur zwei Punkte auf Michael verloren und liege nun
drei Punkte hinter ihm bei noch zwei ausstehenden Rennen. Damit lässt
sich leben. Ferrari hatte einen höheren Topspeed als wir hier in Monza,
wo man mit wenig Abtrieb fährt. Anders als auf den beiden Strecken,
die jetzt noch auf dem Programm stehen."
Marc Gene
"Das ist das beste
Ergebnis meiner Formel-1-Karriere, und ich bin sehr glücklich darüber.
Eigentlich ist das nicht überraschend, immerhin habe ich eines der
besten Autos des Feldes übernommen. Beim Start hatte ich Probleme
mit Jarno Trulli und habe drei Positionen verloren."
"Ansonsten lief das
Rennen sehr gut. Wenn man so eine Chance bekommt wie ich heute, dann muss
man sie nutzen. Ich wollte auf keinen Fall Fehler machen. Ich denke, das
Team ist zufrieden mit meiner Leistung und den Punkten, die ich beisteuern
konnte. Ich glaube, je mehr ein Fahrer testet, desto besser wird er auch."
Heinz-Harald Frentzen
"Als ich aus der letzten
Schikane herauskam hörte ich ein seltsames Geräusch aus dem Antriebsbereich,
dann verlor das Auto einfach an Vortrieb. Ich weiß nicht genau was
gebrochen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein gutes Rennen, und
das Auto lief auch gut. Es wäre so schön gewesen, in den Punkten
zu landen."
Nick Heidfeld
"Bei meinem ersten
Stopp haben wir den Frontflügel etwas verstellt, danach lief es ganz
gut. Ich hatte ein gutes Rennen bis ich Gené in der letzten Runde
überrunden lassen musste. Im gleichen Moment ergriff Alonso, der direkt
hinter mir war, die Chance und überholte mich. Er kam mir deshalb
auch so nah, weil ich einige Runden lang von Baumgartner geblockt wurde,
wodurch ich wertvollen Boden verloren habe."
Giancarlo Fisichella
"Ich hatte gleich
zu Beginn der Formationsrunde ein Elektrikproblem und fuhr deshalb an die
Box, wo wir das aussortierten und gleichzeitig die Strategie auf einen
Stopp umstellten. Ich war dann Letzter, wurde aber Zehnter, was nicht allzu
schlecht ist. Es war ziemlich schwierig heute, denn auf Grund der Benzinmenge
war das Auto sehr schwer. Ich bin einfach so gut ich konnte gefahren."
Zsolt Baumgartner
"Ich bin glücklich
darüber, dass ich das Rennen beenden konnte und das Auto zuverlässig
gewesen ist. Das war eine gute Erfahrung und mit Platz 11, direkt hinter
Giancarlo, bin ich zufrieden. Dafür dass es mein erstes komplettes
Rennen war, habe ich meiner Meinung nach einen guten Job gemacht."
Jacques Villeneuve
"Ich bin sehr glücklich
darüber heute Sechster geworden zu sein und drei weitere Punkte für
das Team geholt zu haben. Das Rennen war eine gute Teamleistung, denn die
Jungs haben bei den Boxenstopps einen fantastischen Job erledigt. Gestern
hatten wir uns nicht so gut wie erhofft qualifizieren können, doch
wir hatten für das Rennen gearbeitet. Es war deshalb großartig
die notwendige Zuverlässigkeit zu haben und das Beste aus einer guten
Rennabstimmung herauszuholen. Lasst uns hoffen, dass wir darauf in zwei
Wochen in Indianapolis aufbauen können."
Jenson Button
"Ich hatte einen wirklich
schlechten Start und von da an entwickelte sich alles ganz fürchterlich.
Ich verlor schon ziemlich früh im Rennen den zweiten Gang und musste
mich dann auf den ersten verlassen. Ich fuhr dann angesichts der Umstände
ganz gut und konnte mich sogar vor Frentzen und Panis halten, doch dann
verlor ich auch den ersten und noch den sechsten und siebten Gang direkt
hintereinander. Das ist wirklich enttäuschend, vor allem nach einer
so tollen Leistung in der Qualifikation. Wir hatten gehofft, dass wir spielend
mit beiden Autos in die Punkte kommen würden. Jacques hat einen guten
Job verrichtet und die drei Punkte sind zum jetzigen Zeitpunkt sehr wichtig
für das Team. Diesen Schwung müssen wir mit in die Testfahrten
der nächsten Woche nehmen und sicherstellen, dass wir in Indy und
Japan so gut wie möglich abschneiden."
Fernando Alonso
"Sowohl das Team als
auch ich selbst hatten hier ein ziemlich unglückliches Wochenende.
Jarno lag an einer guten Position als er ausschied und ich hatte in der
Qualifikation und im Rennen Probleme. Von ganz hinten zu starten ist immer
ein Risiko und unglücklicherweise verlor ich beim Start den Frontflügel.
Ich fuhr auf Jos sein Auto auf, als er versuchte einem Jaguar auszuweichen.
Durch den Boxenstopp verlor ich eine Runde und danach konnte ich bis zum
Ende des Rennens nur noch mein Bestes geben. Unsere Rundenzeiten waren
angesichts der ganzen Probleme jedoch gut Doch nur einen Punkt zu holen
war heute einfach nicht ausreichend."
Jarno Trulli
"Viel gibt es nicht
zu sagen. Ich hatte einen fliegenden Start und kämpfte in den ersten
Kurven mit Michael und Juan-Pablo. Als ich dann durch die zweite Lesmo
fuhr fühlte ich das Versagen der Servolenkung und dann schaltete der
Motor aus. Das ist wirklich ein großes Pech, denn eigentlich war
das Auto heute gut."
Marc Webber
"Wir hatten hier in
der letzten Woche einen harten Test und eine herausfordernde Vorbereitung
auf das Rennen an diesem Wochenende. Monza war nicht unsere konkurrenzfähigste
Leistung in dieser Saison und wenn mir jemand vor dem Rennen gesagt hätte,
dass ich als Siebter zwei WM-Punkte hole, dann hätte ich das wohl
nicht geglaubt."
"Es war ein ereignisreiches
Rennen, das ich mit einem Fehler begann! Als ich aus der ersten Schikane
neben dem BMW-Williams von Marc Gené heraus beschleunigte, da brach
mir das Heck des Autos aus und ich bemerkte, dass ich vergessen hatte,
die Traktionskontrolle wieder einzuschalten. Ich konnte das System nach
der zweiten Schikane wieder einschalten und kam dann in einen Rennrhythmus."
"Nach einem solch
schwierigen Wochenende zwei WM-Punkte zu holen ist ein großartiges
Ergebnis, besonders im Hinblick auf Villeneuves sechsten Platz. Wir mussten
bei der Höchstgeschwindigkeit Kompromisse eingehen, um nach den Reifen
zu schauen und da ich an Untersteuern und ein wenig Blasenbildung litt,
ist das Endergebnis extrem befriedigend für jeden im Team. Im Gegensatz
zu Justin, der leider ausfiel, war mein Auto heute zuverlässig und
die Balance war sehr gut. Bei zwei verbleibenden Rennen und dem fünften
Platz immer noch in Reichweite, ist der Kampf alles andere als beendet."
Justin Wilson
"Während der
Einführungsrunde hatte ich ein Problem beim Einlegen des ersten Ganges.
Da ich keine Zeit mehr hatte, das Problem anzugehen, hatte ich keine andere
Wahl, als das Rennen im zweiten Gang zu starten. Da wir in Monza lange
Gänge haben, kam ich nicht einmal vom Fleck, als die roten Lichter
ausgingen. Es war alles in allem ein schwieriges Wochenende, aber wie Mark
heute wieder einmal gezeigt hat, wartet die Belohnung für eine Zielankunft
in Form von Punkten auf einen."
Olivier Panis
"Ich hatte einen fantastischen
Start, war Sechster nach der ersten Runde. Marc Gené überholte
mich, aber ich lag noch immer in den Punkten. Beim ersten Boxenstopp tankten
wir eine Menge Benzin nach und wir hatten ein gutes Rennen. Leider ließ
sich die Bremse dann bis zum Boden durchdrücken und ich musste an
der Box aufgeben. Es war ein ermutigendes Wochenende, wir konnten demonstrieren,
dass wir das Potenzial haben, um Punkte zu holen."
Christiano da Matta
"Ich hatte mich gut
erholt und war gut im Rennen, als ich plötzlich eine Vibration spürte.
Da brach das Auto sofort aus. Wir waren uns nicht gleich hundertprozentig
sicher, was passiert ist, aber wahrscheinlich habe ich bei Start und Ziel
Wrackteile überfahren. Für mich und Olivier eine verpasste Gelegenheit,
denn wir hätten in den Punkten sein können."
Nicolas Kiesa
"Die für die
Qualifikation gewählte Strategie, die darauf abzielte eine konstante
Leistung im Rennen abzuliefern anstatt eine bessere Qualifikationsleistung,
hat sich ziemlich ausgezahlt. Das Auto war sehr leicht zu fahren und selbst
dann komfortabel wenn ich mich gelegentlich richtig hart anstrengen musste.
Des Weiteren verliefen die beiden Boxenstopps perfekt und das Auto funktioniert
exakt so wie es das tun sollte. Ein Wochenende das etwas schwierig begonnen
hatte auf diese Art zu beenden, ist wirklich schön", freute sich der
Däne über seine dritte Zielankunft im dritten Formel-1-Rennen.
Jos Verstappen
"Das Rennen nicht
beendet zu haben war enttäuschend. Ich muss sagen, dass es mir für
Fernando Alonso, der beim Start in das Heck meines Autos gefahren ist,
sehr Leid tut. Ich wollte ihn nicht aufhalten, denn er befindet sich noch
im Kampf um die Weltmeisterschaft und benötigt die Punkte, doch vor
mir stoppte ein Jaguar und ich denke, dass er es von seiner Position aus
nicht sehen konnte. Das ist wirklich eine Schande, doch so kann es im Motorsport
gehen. Ich musste das Rennen dann wegen eines Öllecks vorzeitig beenden.
Es gab viel Rauch und auf den Hinterrädern war auch Öl, sodass
es zu gefährlich gewesen wäre, sowohl für mich als auch
die anderen Fahrer, wenn ich das Rennen fortgesetzt hätte."