Michael Schumacher
"Natürlich bin ich unzufrieden, dass
ich in einem Rennen Siebter wurde, in dem ich acht Punkte hätte holen
können. Nun sind es nur zwei geworden, aber immerhin führe ich
noch in der Weltmeisterschaft. Wie erwartet sind nun aber die Williams
unsere Hauptgegner."
"Am Start verlor ich gleich zwei Plätze
und musste hart arbeiten, um auf den zweiten Rang zu kommen. ch muss gestehen,
dass mein Auto im Rennen recht gut war, auch wenn ich nicht schnell genug
war, um Montoya einzuholen, er war schon zu weit weg. Gegen Ende hatte
ich dann hinten links einen Plattfuß. Wir müssen noch herausfinden
warum das passierte. Noch stehen vier Rennen aus, und der Titelkampf wird
eng und aufregend werden, genau wie erwartet. Ich freue mich auf den Kampf."
Rubens Barrichello
"Ich bin sehr enttäuscht. Ich konnte
beim Unfall nirgendwohin. Ich kam nur durchschnittlich weg, und Ralf (Schumacher)
und Kimi (Räikkönen) sind große Risiken eingegangen, speziell
Kimi. Ralf ist dann nach Links gezogen, und ich konnte nichts machen. Ich
habe gebremst, aber dann wurde ich getroffen, ohne dass ich das Lenkrad
bewegt habe. Es ist eine Schande, denn ich hätte ein gutes Rennen
haben können."
David Coulthard
"Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis.
Ich hatte einen guten Start und konnte dabei ein paar Autos überholen.
Leider wurde Kimi in den Unfall in der ersten Kurve verwickelt, was ihn
wertvolle Punkte gekostet hat, doch ich freue mich darüber, dass er
in Ordnung ist."
"Mein Auto war den überwiegenden Teil
des Rennens gut ausbalanciert und ich konnte meine Reifen schonen, sodass
ich angreifen konnte als Michael und Jarno mit ihren Pneus Probleme bekommen.
Ich versuchte das gleiche Manöver beim Überholen von Jarno durchzuziehen
wie Michael zuvor, jedoch kam ich in der Haarnadelkurve etwas zu weit nach
außen. Trotzdem gelang es mir dann vorbeizugehen als er auf Höhe
der Mercedes-Tribüne einen Fehler machte. Auf dem heutigen Ergebnis
möchte ich aufbauen und freue mich nun auf das nächste Rennen."
Kimi Raikkönen
"Ich kam beim Start sehr gut weg und fuhr
geradeaus auf der Außenseite. Als ich Barrichello überholte,
berührte er meinen Hinterreifen. Ich hatte dann keinen Platz mehr
wohin ich ausweichen konnte und krachte in die Reifenstapel."
"Ich weiß nicht wer die Schuld trägt,
jedoch spielt das auch keine große Rolle, denn ich kann nichts mehr
daran ändern und ich bin zumindest in Ordnung, außer dass ich
mich etwas geschwächt fühle. Wir haben in der Meisterschaft einen
Platz verloren, jedoch sind noch vier Rennen zu fahren und somit eine Menge
Punkte zu holen."
Ralf Schumacher
"Das ist natürlich eine große
Enttäuschung für mich, aber that's Racing. Man kann nicht voraussehen,
was die Fahrer um einen herum tun. Manchmal passieren eben Zwischenfälle.
Ich habe nur versucht, meine Position zu verteidigen. Ich habe weder einen
plötzlichen Richtungswechsel vorgenommen noch etwas anderes in der
Art. Von daher gab es Gelegenheit, mir fern zu bleiben. Als Räikkönen
direkt nach dem Start in mein Auto krachte, wurde links der gesamte Seitenkasten
mit dem Kühler zerstört. Mit diesem Schaden konnte ich nur noch
aufgeben."
Juan-Pablo Montoya
"Es war irre, wie ich davonfahren konnte.
So fand ich das Rennen nicht einmal physisch extrem hart. Ich bin froh,
jetzt nur noch sechs Punkte Rückstand auf Michael zu haben. Es stehen
nur noch vier Rennen aus. Punkte zu sammeln, ist daher für mich wichtiger
als je zuvor. Es kann so schnell etwas schief gehen, wie wir heute im Fall
beider Schumacher-Brüder gesehen haben."
Nick Heidfeld
"Gleich nach dem Start konnte ich ein paar
Autos überholen. Nach dem Unfall am Start war ich zuversichtlich,
dass ich in die Punkte kommen würde. Am Anfang lief das Rennen gut,
und ich kam näher an Buttons BAR heran. Die Balance des Autos war
okay, aber ich musste auf meine Hinterreifen aufpassen. Von der Mitte des
Rennens an musste ich auch meine Bremsen schonen, das hat die Leistung
des Autos aber nicht beeinflusst."
Heinz-Harald Frentzen
"Gleich nach dem Start passierte dieser
Unfall vor mir. Jeder bremste, aber irgendjemand hinter mir hat offenbar
nicht bekommen, dass es einen Unfall gab und fuhr in mich hinein. Mein
Heckflügel ging dabei verloren, und ich fuhr die Box an, in der Hoffnung,
dass das Rennen abgebrochen werden würde, und ich in das T-Car wechseln
könnte, aber es kam nur das Safety Car zum Einsatz. Mein Auto war
zu schwer beschädigt, das Rennen war so für mich gelaufen."
Ralph Firman
"Es ist sehr enttäuschend, aus dem
Rennen geworfen zu werden. Ich fuhr in die erste Kurve, sah überhaupt
nicht, was da passierte, plötzlich wurde jeder langsamer und ich krachte
in das Heck von Frentzen wodurch ich mir den Frontflügel beschädigte.
Ich dachte, dass das Auto noch in Ordnung wäre, aber dann berührte
mich Justin seitlich, ich flog von der Strecke und dann war einfach zu
viel am Auto kaputt."
Giancarlo Fisichella
"Das war für mich wirklich ein Desaster!
Ich hatte eine Menge Probleme: Mit den Reifen, dem Auto, der Elektronik,
der Motor überhitzte – einfach mit allem."
Jenson Button
"Ich bin wirklich erfreut darüber heute
Achter geworden sein, doch es ist einfach sehr schade, dass wir nicht zwei
Zähler anstatt eines Punktes holen konnten. Dennoch, es zählt
jeder Punkt und wir haben von unserer Ausgangsposition aus großartige
Arbeit geleistet. Ich muss dem Team und Honda danken, denn wir waren unter
harten Rennbedingungen schnell und zuverlässig. Ich hatte ein Problem
mit blockierenden Hinterrädern auf Grund eines Problems mit dem Differenzial,
weshalb es nicht leicht war die anderen hinter mir zu halten - besonders
Webber. Es ist ein Alptraum vom Ende des Feldes starten zu müssen
und in Ungarn muss ich mich anstrengen und das vermeiden, denn so mache
ich mir das Leben nur unnötig schwer. Wir müssen unser Auto im
Moment am Limit fahren und manchmal ist es sehr leicht über dieses
Limit hinauszugehen."
Jacques Villeneuve
"Ein frustrierendes Ende eines sehr schwierigen
Rennens für mich. In der ersten Kurve bekam ich von hinten einen Schlag
und damit war mein Rennen schon gelaufen. Das ist sehr ärgerlich,
denn das Auto war heute gut und wir hatten auch eine gute Strategie. Auf
Grund meiner Position wechselten wir dann auf eine Ein-Stopp-Strategie.
Im Endeffekt sicher nicht die beste Wahl, doch wir entschieden uns dieses
Risiko einzugehen und es hat sich einfach nicht ausgezahlt. Der Motor hat
heute gut funktioniert und das Auto war schnell, weshalb wir eine gute
Chance hatten Punkte zu holen. Es nicht getan zu haben ist sehr enttäuschend."
Jarno Trulli
"Die Hinterreifen zogen 15 Runden vor Schluss
Blasen. Als die Autos hinter mir aufgeholt haben, büßte ich
zwei Positionen ein, aber Michaels Reifenschaden war ein Schlag von Glück
für mich und ich war wieder auf dem Podium. Es war ein sehr gutes
Wochenende, vom ersten Training an waren wir konkurrenzfähig und das
ist ein schöner Lohn."
Fernando Alonso
"Es war ein hartes Rennen und der Fehler
hat nicht geholfen, aber Platz vier ist nicht so schlecht. Schön,
endlich wieder in den Punkten zu sein! Seit Silverstone waren wir sehr
konkurrenzfähig und das ist ein wichtiges Resultat für die Meisterschaft."
Mark Webber
"Ein sehr schwieriges und frustrierendes
Rennen. In der ersten Runde war ich auf der richtigen Seite der Action
und nachdem ich David Coulthard in Kurve 2 überholt hatte, lag ich
an fünfter Stelle. Danach ging es jedoch bergab. Der Rennspeed ließ
nach und ich kämpfte viel mit der Balance. Wir haben eindeutig etwas
Arbeit zu erledigen. In der letzten Runde kämpfte ich sehr hart, um
mit Jenson Button mitzuhalten und ihn zu überholen. Ich hatte die
Wahl zwischen einer Zielankunft als Neunter, außerhalb der Punkte,
oder auf Risiko zu gehen und zu versuchen Jenson zu überholen, um
noch einen WM-Punkt zu holen. Ich entschied mich für Letzteres. Da
der Grip und die Balance aber ein Problem waren, drehte sich das Auto und
das war es dann. Ich hege aber keine Schuldgefühle weil ich dieses
Risiko eingegangen bin. Die Aussicht, einen Punkt zu holen, bestand und
ich musste es einfach versuchen."
Justin Wilson
"Ich bin sehr enttäuscht. Die Fahrt
auf die erste Kurve zu war dahingehend sehr merkwürdig, dass praktisch
alle vor mir auf Grund des Unfalls bremsten. Ich bemerkte dann wie Villeneuve
immer näherkam und er fuhr dann gegen meinen linken Vorderreifen.
Ich versuchte ihm auszuweichen, doch dabei versetzte mir der Jordan von
Ralph Firman von hinten einen Schlag. Das Team hat mit der Reparatur eine
beeindruckende Arbeit geleistet, jedoch beendete ein Getriebeproblem dann
wenig später mein Rennen. Für mich ist das ein ereignisreiches
Wochenende gewesen und ich habe eine Menge gelernt, muss jedoch auch noch
viel lernen. Es ist großartig mit dem Auto, dem Team und jedem der
involviert ist zu arbeiten und ich kann nur hoffen, dass es in Ungarn besser
läuft."
Jos Verstappen
"Ich hatte einen recht guten Start und sah
den Unfall weiter vorne, konnte ihm aber ausweichen, auch wenn ich mir
dabei einen Bremsplatten zuzog. Das Safety-Car hat uns geholfen, ich bin
gleich an die Box und habe Sprit nachgefasst. Danach waren die Vibrationen
von den Reifen so stark, dass ich kaum etwas sehen konnte. Es war eine
Erleichterung, als der zweite Boxenstopp anstand. Schon davor hatte ich
Probleme beim Herunterschalten, nach dem Stopp bekam ich dann kaum den
ersten Gang hinein. Leider hatten wir wohl Probleme mit dem Hydraulikdruck,
und ich musste das Auto abstellen. Das ist schade, aber so ist Racing."
Nicolas Kiesa
"Die meiste Zeit über war ich alleine
da draußen, keine anderen Autos waren um mich herum. Das kann ziemlich
schwierig sein. Du hast niemanden, mit dem du dich messen kannst, und du
treibst dich selbst immer weiter und weiter an, bis zu dem Punkt, an dem
man seine Konzentration verlieren und einen Fehler machen kann."
"Es war ein anstrengendes Rennen, aber ich
bin erleichtert, dass ich meinen ersten Grand Prix gemeistert habe. Ich
weiß nun was mich erwartet, das wird mir für die Zukunft helfen.
Das Auto war die ersten vier oder fünf Runden nach einem Stopp gut,
aber dann wurde das Handling schlechter und ich hatte ein Übersteuern.
Ich möchte jedem im Team danken, sie haben mein Formel-1-Debüt
zu einer guten Erfahrung werden lassen."
Olivier Panis
"Ich hatte heute ein völlig problemfreies
Rennen. Die Drei-Stopp-Strategie war die richtige Wahl, und mein Auto war
absolut perfekt. Das Team hat an diesem Wochenende großartig gearbeitet,
genau wie Michelin, die uns solch einen guten Reifen zur Verfügung
stellten."
"Auch Cristiano hat eine starke Leistung
gezeigt. Zwei Autos unter den besten Sechs zu haben ist ein fantastisches
Ergebnis. Wir haben in dieser Saison hart gearbeitet und gezeigt, dass
wir ein konkurrenzfähiges Paket haben. Vor der dreiwöchigen Pause
hat Toyota nun sieben Punkte mehr, und ich möchte in Ungarn das Gleiche
erreichen."
Cristiano da Matta
"Im Rennen lief für mich alles glatt.
Das Auto war gut, und ich habe das Beste herausgeholt. Mit dem fünften
Platz von Olivier ist es das erste Mal, dass wir ein Rennen beendet haben,
in dem beide Autos in den Punkten liegen. Das ist ein hervorragendes Ergebnis
für all die Anstrengungen des Teams. Es zeigt auch, dass wir Fortschritte
machen – wir kommen immer näher und näher. Damit müssen
wir weitermachen, dann kommen die Ergebnisse ganz von allein."