Michael Schumacher
„Vom Cockpit aus war es nicht leicht, den
Überblick zu bewahren. Hinter Rubens beim Boxenstopp zu warten, hat
uns beiden Zeit gekostet. Wir haben noch mehr verloren, als man eine Lücke
abwarten musste, um Rubens wieder rauszuschicken. Es war dennoch richtig
sofort an die Box zu fahren, als eine weitere Runde zu drehen."
„Rubens ist ein perfektes Rennen gefahren.
Er hat ein paar hervorragende Überholmanöver gezeigt, mit denen
er sich durch das Feld kämpfte. Er hat den Sieg verdient, und ich
freue mich für ihn. Für mich selbst ist der vierte Platz gar
nicht so schlecht, denn in der Meisterschaft habe ich nur einen einzigen
Punkt meines Vorsprungs auf Kimi Räikkönen eingebüsst."
Rubens Barrichello
„Das ist ein fantastisches Gefühl.
Nach Kanada und Frankreich musste ich viel Kritik ertragen, ich habe das
Gefühl, dass das eine passende Antwort war. Das Rennen war schwer
aber unterhaltsam. Das Auto war großartig, das Ergebnis der Arbeit
von uns und Bridgestone war phänomenal. Meine Ingenieure haben einen
großartigen Job gemacht und mir ein Auto gegeben, mit dem ich angreifen
und überholen konnte."
„Am Start verlor ich zwei Plätze, weil
ich lange auf Trulli warten musste und meine Reifen daher wieder abkühlten,
beim Start hatten sie daher weniger Grip. Das Überholen von Kimi war
eine enge Sache, ich hätte beinahe meine Fahrzeugnase verloren. Der
Kampf war aggressiv aber fair. Das Team arbeitet in die richtige Richtung,
um das Auto noch besser zu machen. Die Meisterschaft ist ohnehin offen."
Kimi Raikkönen
„Am wichtigsten ist, dass wir den Abstand
in der Meisterschaft um einen Punkt verkürzt haben. Mein Start war
gut, ich lag an zweiter Stelle und übte Druck auf Trulli aus. Vielleicht
hätte ich als Zweiter ins Ziel kommen können, aber zur Hälfte
des letzten Stints baute die Balance ab und ich verlor eine Menge Zeit.
Noch schlimmer kam es dann, als ich momentan in Stowe das Heck verloren
habe, wodurch Montoya durchschlüpfen konnte."
David Coulthard
„Angesichts meiner Startposition bin ich
mit Platz fünf zufrieden. Mit diesem Geistesgestörten auf der
Strecke war es ein ungewöhnliches Rennen, aber das Safety-Car ist
ja schnell herausgekommen. Am Ende ist die Balance des Autos immer besser
geworden, wodurch ich einige schnelle Runden hinlegen konnte. So bin ich
auch an Trulli vorbeigegangen und Fünfter geworden."
Juan-Pablo Montoya
„Das war das aufregendste Rennen der bisherigen
Saison, es hat riesig Spaß gemacht. Ich bin ganz zufrieden mit unserer
Leistung heute, wir konnten mit Ferrari mithalten. Es war ein bisschen
eng, als das Safety Car zum zweiten Mal losfuhr und wir unsere Stopps vorzogen.
Ich war direkt hinter Ralf und musste kurz warten. Ich bin als 13. weitergefahren,
konnte dann aber aufholen und die Tatsache, dass ich unmittelbar hinter
Barrichello fuhr, hat auch geholfen."
Ralf Schumacher
„So habe ich mir das Rennen heute natürlich
nicht vorgestellt, das Ergebnis ist sehr enttäuschend. Der zusätzliche
Boxenstopp hat mich eine gute Platzierung gekostet, danach war das Rennen
für mich eigentlich gelaufen. Pech gehabt. Jetzt gilt es, dieses Wochenende
möglichst schnell abzuhaken. Ich will mich voll und ganz auf das Heimrennen
in Hockenheim konzentrieren."
Heinz-Harald Frentzen
„Ich kann nicht sagen was beim Start passiert
ist. Alles was ich weiß ist, dass ich glücklicherweise aus der
Schusslinie fahren konnte. Wir müssen die Daten erst einmal analysieren
„Später konnte ich dann ein paar Plätze
zurückgewinnen. Während der ersten Safety-Car-Periode wollte
ich in die Box kommen, doch wir entschieden uns dafür, dass ich draußen
blieb. Als das Safety Car dann zum zweiten Mal herauskam, fuhr ich direkt
hinter Nick in die Box und verlor dadurch Zeit. Das Rennen selbst war mit
dem auf der Strecke umherlaufenden Zuschauer, dem direkt vor mir abfliegenden
Fisichella und Panis, der mit mir beinahe kollidierte als ich aus der Box
kam, wirklich mit Aufregung durch und durch versehen."
Nick Heidfeld
„Das Rennen war sehr enttäuschend,
wenngleich ich einen guten Start hatte und einige Plätze gewann. Als
das Safety Car das zweite Mal herauskam, wegen des Mannes auf der Strecke,
entschieden wir uns für einen vorgezogenen Boxenstopp. Danach hatte
ich dann ein Reifenproblem vorne rechts und musste erneut an die Box, weshalb
Fisichella mich überholen konnte. Bei diesem Boxenbesuch füllte
das Team den Tank bis zum Anschlag, weshalb ich danach durchfahren konnte.
Leider war durch das viele Benzin auch die Fahrzeugbalance schwierig und
ich wurde angewiesen Benzin zu sparen, weshalb ich nicht mit vollem Tempo
fahren konnte. Später warnten mich die Ingenieure dann, dass der Reifendruck
vorne rechts zu gering wäre, weshalb ich noch zu einem dritten Boxenstopp
gezwungen war.“
Giancarlo Fisichella
„Das Rennen heute war nicht zu schlecht.
Ich konnte kämpfen und der Speed war wirklich nicht übel und
die Fahrzeugbalance fühlte sich auch gut an. Wir hatten etwas mehr
Grip, wenngleich wir davon noch mehr benötigen. Als etwas am Auto
kaputt ging, ich glaube es war die rechte Hinterradaufhängung, musste
ich aufgeben. Ich bin natürlich enttäuscht, denn das ist ein
weiteres Rennen welches ich auf Grund der Zuverlässigkeitsprobleme
nicht beenden konnte, doch es ist positiv, dass wir vom Tempo her heute
besser waren."
Ralph Firman
"Das Team hat in der ersten Boxenstopprunde
sehr gut reagiert und wir lagen heute sogar einige Zeit in den Punkterängen.
Natürlich ist es sehr schade am Ende keine Zähler geholt zu haben,
doch wir müssen dafür ein wenig schneller werden. Das Auto übersteuerte
während des zweiten Rennabschnitts zwar, doch im letzten Rennabschnitt
war es dann viel besser und sehr konstant. Alles in allem ein sehr guter
erster britischer Grand Prix und ich bin wirklich glücklich", war
der Ire mit seiner Vorstellung vor den Fans zufrieden.“
Jacques Villeneuve
„Heute war enttäuschend nach dem guten
Samstag den wir gestern gehabt hatten. Das neue Auto ist definitiv eine
Verbesserung und der Motor hat vom Start bis zum Ende gehalten, doch das
Auto hat im Renntrim heute nicht funktioniert, was schon verrückt
ist, denn normalerweise ist es genau andersherum. Wir haben so hart gekämpft
wie es eben möglich war, doch vom Einsatz des Safety Cars haben wir
heute nicht profitieren können. Ich konnte das Rennen zwar nicht in
den Punkten beenden, doch zumindest hat das Team einen weiteren WM-Punkt
geholt und das ist sehr wichtig."
Jenson Button
„Das war heute eine Menge Spaß. Es
war klar, dass es von ganz hinten sehr schwierig werden würde, doch
ich glaube nicht, dass wir heute noch besser hätten sein können.
Das war eine meiner besten Leistungen in meiner Karriere. Da ich nichts
zu verlieren hatte, habe ich von Beginn an alles gegeben. In der ersten
Runde konnte ich schon fünf Plätze gutmachen und danach wusste
ich, dass ich in einem Auto sitze mit dem ich etwas ausrichten und kämpfen
könnte. Ich war gerade dabei mir meinen Weg durch das Feld zu arbeiten
als wir wegen des Zuschauers auf der Strecke und der dadurch ausgelösten
Safety Car-Phase einen Boxenstopp absolvierten bei dem ich mich kurze Zeit
hinter Jacques anstellen musste. Ich fiel dadurch auf Platz 18 zurück
und musste wieder von vorne beginnen, was extrem frustrierend war."
Jarno Trulli
„Gemischte Gefühle für mich. Auf
der positiven Seite habe ich drei Punkte geholt, aber angesichts meiner
Qualifying-Position ist das enttäuschend. Das Auto war am Start perfekt
und ich konnte mich von Räikkönen absetzen, aber die beiden Safety-Car-Phasen
haben mich Zeit gekostet. Nach dem ersten Stopp veränderte sich das
Handling und ich habe überall Grip eingebüßt."
Fernando Alonso
„Sehr schade, dass ich nicht zu Ende fahren
konnte, denn ich glaube, ich wäre in einer starken Position ins Ziel
gekommen. Das Auto fühlte sich gut an, das Handling hat gepasst und
die Reifenwahl war richtig. Beim zweiten Stopp ist der Motor abgestorben.
Die Mechaniker mussten mich anschieben und danach funktionierte die Traktionskontrolle
nicht mehr, aber ich war trotzdem schnell."
Mark Webber
„Das war das härteste Rennen der Saison.
Es war ein langer Nachmittag, an dem wir gegen Trümmerteile und Zuschauer
auf der Strecke kämpften. Nach meinem Stopp hing ich im Verkehr fest,
was sicher nicht geholfen hat. Dennoch, ich bin zufrieden, dass ich das
Rennen beendet und niemanden dabei getötet habe."
„Wir haben an diesem Wochenende sicher viel
gelernt, und wir werden viele Daten zum nächsten Rennen mitnehmen.
Wir werden immer zuverlässiger, und auch wenn meine Punkteserie zu
Ende ging, so blicke ich mit Zuversicht auf die nächsten Rennen und
hoffe auf weitere Punkte."
Antonio Pizzonia
„Ich bin enttäuscht, dass ich das Rennen
nicht beenden konnte, zumal ich vom zehnten Platz aus startete und nah
an den Punkten war. Ich hatte in meinem Auto ein paar Probleme und fuhr
daher im T-Car, dessen Balance aber gut war."
Jos Verstappen
„Es war ein schwieriges Rennen. Ich hatte
nur wenig Grip, aber es ist gut, dass wir das Ziel erreicht haben. Die
Boxenstopps waren gut - das Team hat mich immer zur richtigen Zeit an die
Boxen geholt, und die Jungs haben gut gearbeitet. Insgesamt war es ein
frustrierendes Wochenende, aber nun konzentrieren wir uns auf das nächste
Rennen in Hockenheim."
Justin Wilson
„Es war ein schweres Rennen, doch auch wenn
wir am Start nicht nah genug an anderen Fahrer dran waren, um mit ihnen
zu kämpfen, so war es dennoch schön, ein oder zwei Leute zu überholen.
Leider hat das automatische Hochschalten nach der Club-Corner nicht mehr
funktioniert, sodass Ralph Firman vorbeischlüpfen konnte."
Cristiano da Matta
„Ich habe das Rennen durch und durch genossen
und war ziemlich zufrieden, wie es für uns lief. Der siebte Rang ist
eine nette Belohnung für unsere Leistung an diesem Wochenende. Wir
hatten eine gute Strategie und gute Boxenstopps, nutzten die erste Safety-Car-Phase
um aufzutanken, so dass ich in Führung ging und Olivier Panis Zweiter
war."
„Ich bin es sehr gewohnt, Rennen anzuführen,
aber dieses Mal war es das erste Mal in der Formel 1, das ist ein besonderes
Gefühl. Ich wusste, dass dies nicht lange anhalten würde, ich
genoss es aus diesem Grund so lange, wie ich es konnte und gab so viel
Gas wie möglich, um einen Zeitvorteil herauszuarbeiten. Wir haben
uns während den letzten Rennen stetig gesteigert und wir bringen uns
in eine starke Position für die letzten Rennen aber noch viel wichtiger
für 2004."
Olivier Panis
„Wir entschieden uns heute für eine
Drei-Stopp-Strategie und ich denke, dass wir das Maximum herausgeholt haben.
Als das Safety-Car zum ersten Mal auf die Strecke kam, hat das Team gut
reagiert und beide Autos zum Auftanken hereingerufen, so dass Cristiano
und ich für eine Weile Erster und Zweiter waren, was für das
Team fantastisch war. Wir verbessern das Auto Rennen für Rennen und
wir haben an diesem Wochenende bewiesen, dass wir im Qualifying und im
Rennen konkurrenzfähig sein können. Alles in allem war es ein
extrem positives Wochenende für das Team."