Michael
Schumacher
"Ich
bin sehr glücklich über diesen Sieg und über unser Paket
am heutigen Tag. Ferraris 150. Sieg ist etwas ganz Besonderes und ich möchte
diese Gelegenheit wahrnehmen, um mich beim Team zu bedanken. Es gibt immer
Menschen im Hintergrund und ich bin froh, dass ich sie habe. Alle von ihnen,
Luca Badoer und Luciano Burti und die Ingenieure, sie machen alle einen
großartigen Job. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mich
Rubens schon am Start überholen würde, aber er fuhr von der sauberen
Seite los und hatte deshalb die bessere Beschleunigung. Ich wusste, dass
er zweimal stoppen würde, also machte ich ihm das Leben nicht schwer.
Das Safety-Car war zu meinen Gunsten draußen, obwohl ich nicht verstehe,
wozu es nötig war. Ich hatte eine gute Pace, aber wir wussten, dass
Montoya zwei Stopps machen würde. Das Ziel war, nach seinem zweiten
Stopp vor ihm zu sein. Der Motor war heute wieder fabelhaft und so stimmte
unser Speed auf den Geraden. In den letzten Runden habe ich verlangsamt,
um die Bremsen zu schonen."
Rubens
Barrichello
"Mein
Start war super, weil ich auf der sauberen Seite stand und meine Reaktionszeit
klasse war. Bei Montoya dachte ich wegen seiner Pace gleich, dass er ebenfalls
zweimal zum Nachtanken kommen würde. Ich hatte dann eine Möglichkeit,
an ihm vorbeizugehen, als er ein wenig von der Linie abkam. Leider hat
dann das Safety-Car meine Strategie zunichte gemacht, was ich überhaupt
nicht verstehe, weil der BAR nicht in einer gefährlichen Zone stand.
Beim Boxenstopp ließen wir ein paar Sekunden liegen, weil die Kühler
vom Laub gereinigt werden mussten, aber das war minimal. Zum Zwischenfall
mit Coulthard in der Schikane kann ich nur sagen, dass ich schon vorbei
war, aber dann sah ich, dass er außen so schnell war. Ich war schon
auf der Bremse, aber so konnte ich das nicht einfach hinnehmen, also ging
ich wieder runter. Wenn da eine Mauer gestanden wäre, hätten
wir sicher beide die Kurve gekriegt. Ich wusste, dass eine Zwei-Stopp-Strategie
wegen einer möglichen Safety-Car-Phase ein Risiko bedeuten würde,
aber ich fühlte mich wohl damit und ich wollte gewinnen."
David
Coulthard
"Wir
hatten auf Punkte gehofft, aber das es so gut laufen würde, war nicht
abzusehen, also freue ich mich für die gesamte Mannschaft. Wie in
Monaco hat unsere Launch-Control super funktioniert und ich konnte schon
am Start zwei Positionen gewinnen. Am Anfang übersteuerte das Auto
und ich musste langsamer fahren, um die Bremsen zu schonen. Das hat mir
später geholfen. Nach dem Boxenstopp lag ich vor Kimi und dann hatte
ich einen guten Fight mit Barrichello. Als wir auf Sato aufliefen, kam
es zu einem Zwischenfall. Ich dachte, er würde zur Seite gehen, aber
er hielt mich auf und so konnte sich Barrichello neben mich setzen. Ich
habe so spät wie möglich gebremst, packte die Schikane aber nicht
mehr. Wenn Rubens ordnungsgemäß durchgefahren wäre, hätte
ich ihm Platz gemacht, aber das hat er nicht getan. Er hat den gleichen
Fehler wie ich gemacht und somit stellte es keinen Vorteil für mich
dar."
Kimi
Raikkönen
"Zunächst
einmal bin ich froh, das Rennen beendet zu haben - das ist schon eine Weile
her. Der Start war gut und dann hatte ich einen guten Fight mit Ralf Schumacher,
den ich hinter mir halten konnte. Beim Boxenstopp gab es leider ein Problem
mit der Tankanlage und so hatte ich etwas zu wenig Benzin an Bord. Das
Team hat mich angewiesen, Sprit zu sparen, was einen Podestplatz verhindert
hat. Die Punkte sind aber ein Trost."
Ralf
Schumacher
"Heute
ist so ziemlich alles schief gegangen, was schief gehen kann. Da kann man
schon mal mit dem Schicksal hadern. Es gab ein Problem mit der Tankanlage.
Nach dem zusätzlichen Tankstopp war mein Rennen praktisch gelaufen.
Ohne diese Probleme, denke ich, wäre heute Platz zwei drin gewesen."
Juan
Pablo Montoya
"Im
Rennen sah alles perfekt aus - das Auto, die Reifen, die Strategie. Ich
war dabei, auf Michael aufzuholen. Es waren noch 13 Runden zu fahren und
wir konnten sehen, dass er Schwierigkeiten bekam. Aber dann ging plötzlich
mein Motor kaputt und es war vorbei. Wir haben heute eigentlich alles richtig
gemacht, aber es war einfach nicht unser Tag."
Nick
Heidfeld
"Am
Anfang fühlte sich mein Auto sehr gut an und ich konnte mich problemlos
vor Fisichella halten. Nach dem Boxenstopp steckte ich im Verkehr fest
und dann bekam ich für eine Geschwindigkeitsüberschreitung in
der Boxengasse auch noch eine Durchfahrstrafe aufgebrummt. Dasselbe passierte
mir gleich noch einmal, als ich nach der Strafe zurück auf die Strecke
ging, und weil es das zweite Vergehen war, bekam ich diesmal eine Zeitstrafe
über zehn Sekunden. Was soll ich dazu sonst noch sagen?"
Felipe
Massa
"Ich
hatte das gleiche technische Problem wie Nick, war außerdem unzufrieden
mit der Einstellung des Differentials, aber das konnte ich vom Cockpit
aus verändern. Zwischen den Strafen lief das Auto gut, aber es war
natürlich ein frustrierender Nachmittag."
Giancarlo
Fisichella
"Da
wir zwei Punkte geholt haben, war es wiederum ein positiver Tag für
uns. Das Auto war sehr konkurrenzfähig, vor allem kurz vor dem Boxenstopp.
Wir hatten eine gute Balance und zum Schluss war ich sogar schneller als
Raikkonen, aber ich wollte lieber auf Nummer sicher gehen und nichts mehr
riskieren, anstelle hart zu attackieren. Auf dieser Strecke habe ich mich
schon immer wohl gefühlt und heute hat es sich gelohnt, dass wir so
unerbittlich an der Balance gearbeitet haben."
Takuma
Sato
"Es
freut mich, dass ich das Auto endlich wieder einmal ins Ziel gebracht habe.
Der Start war schwierig, ich musste einen Platz abgeben, aber danach hatte
ich viel Spaß, als ich der Reihe nach an den Autos vor mir vorbeiging.
Mein zweiter Reifensatz war ganz anders als der erste und ich büßte
wegen eines Übersteuerns pro Runde eine Sekunde ein. Der letzte Stint
war okay und ich konnte wieder angreifen. Der zehnte Platz ist nicht schlecht,
aber ich will jetzt endlich einmal in die Punkte fahren."
Jacques
Villeneuve
"Ich
bin natürlich enttäuscht, dass ich meinen Heim-GP schon wieder
nicht beenden konnte. Noch dazu ist der Ausfall so früh passiert.
Ich hatte viel Benzin für eine Ein-Stopp-Strategie an Bord und musste
deshalb ein paar Positionen hergeben. Danach zeichnete sich ein Öldruckverlust
ab und ein paar Runden später gab der Motor den Geist auf. Ein so
schlechtes Rennen ist nach der ermutigenden Vorstellung am Samstag frustrierend."
Olivier
Panis
"Ich
bin erleichtert, dass ich nach einem so schlechten Saisonstart endlich
einmal ins Ziel gekommen bin. Heute war ein sehr harter Tag, aber wir waren
zuverlässig und hatten die richtige Strategie mit einem Boxenstopp.
Am Anfang war ich natürlich schwer und so büßte ich ein
paar Positionen gegen Fahrer ein, die zwei Stopps machten. Ein Punkt wäre
natürlich besser gewesen, aber auch so freue ich mich über die
Fortschritte des Teams. Ich möchte mich bei meinen Jungs für
alle Anstrengungen, die in dieses Rennen gesteckt wurden, bedanken. Wir
wissen jetzt, wo wir mit dem neuen Auto stehen, wollen weiterhin hart daran
arbeiten."
Jarno
Trulli
"Es
war ein anstrengendes Rennen. Nach einem harten Wochenende konnte ich für
das Team zumindest einen Punkt holen. Das Auto war gut ausbalanciert und
wir stellten die Flügel etwas flacher, was unseren Top-Speed verbesserte.
In der zweiten Rennhälfte hatte ich gewisse Schwierigkeiten mit den
Bremsen und ich musste am Ende noch hart gegen Ralf Schumacher um meine
Position fighten."
Jenson
Button
"Ich
legte einen dezenten Start hin und war nach einem guten Zweikampf mit Villeneuve
am Ende der ersten Runde Zehnter. Salo konnte mich recht früh überholen,
aber ab der Halbzeit im Rennen schnellten die Temperaturen in die Höhe.
Ich kam früher zum Stopp, um es beheben zu lassen, aber es ging nicht.
Der Ausfall war dann ein urplötzlicher Motorenaussetzer. Keine Ahnung,
was da passiert ist."
Eddie
Irvine
"Ein
frustrierender Ausgang des Kanada-GP, aber so ist der Rennsport manchmal.
Alles lief nach Plan, bis wir während des Boxenstopps feststellten,
dass die Temperaturen in die Höhe gegangen waren. Wir mussten sowieso
weitermachen, aber in der 42. Runde war es dann vorbei. Mehr gibt es nichts
zu sagen. Der 14. Startplatz war positiv und bei einer hohen Ausfallsrate
wären vielleicht sogar Punkte drin gewesen. Immerhin haben wir in
verschiedenen Bereichen Fortschritte erzielt und die werden wir bei den
nächsten Rennen hoffentlich anwenden können."
Pedro
de la Rosa
"Ein
schreckliches Ende meines Rennens. Ich muss wohl nicht extra erwähnen,
dass ich sauer auf McNish bin. Mein Start war ganz brauchbar und ich fuhr
mit dem Feld die Gerade entlang, als ich merkte, dass Allan außen
an mir vorbeigehen wollte. Wegen meiner schweren Benzinladung hatte ich
mich auf so eine Situation schon eingestellt. Ich habe dann einen Konter
auf der Außenbahn versucht, aber er zog einfach zur Seite und rammte
mich. Ich musste auf das Gras ausweichen, krachte dann in die Mauer. Er
hatte keinen Grund, das zu tun, noch dazu, wo wir 330 km/h drauf hatten.
Vielleicht hat er mich nicht gesehen, ich weiß es nicht, aber mein
Rennen war damit jedenfalls vorbei. Warum ich dann aufgeben musste, weiß
ich momentan noch nicht. Vielleicht war es eine Folgeerscheinung des Unfalls,
vielleicht aber auch eine andere Sache."
Heinz-Harald
Frentzen
"Heute
hatte ich ein schlecht balanciertes Auto, also konnte ich nicht pushen.
Die Bremsen haben sich auch nicht gut angefühlt und mir fehlte einfach
das nötige Vertrauen, um es richtig krachen zu lassen. Dann gab es
auch wieder einmal Schwierigkeiten mit der Tankanlage. Es ist einfach gegen
uns gelaufen."
Enrique
Bernoldi
"Ich
bin ehrlich enttäuscht. Mein Rennen war großartig, das Auto
fühlte sich gut an und ich konnte überholen. Nach dem Boxenstopp
spürte ich, dass sich ein Problem anbahnte. Das war das Ende für
mich."
Alex
Yoong
"Es
ist gut, diesen Grand Prix beendet zu haben. Ich habe schon lange keine
Zielflagge mehr gesehen, daher freue ich mich doppelt. Für mich war
es ein hartes Rennen, weil ich die Trinkflasche nicht verwenden konnte.
Sonst war es wenig aufregend, abgesehen mit einem Problem mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer.
Das hatte natürlich eine Zeitstrafe zufolge, aber ich bin zufrieden
mit dem Ausgang."
Mark
Webber
"Das
war ein positives Rennen für uns. Gleich am Start ging ich an einigen
Fahrern vorbei, auch an Frentzen und McNish, aber entlang der Gegengeraden
konnten sie kontern. Mit dem ersten Reifensatz entwickelte sich zehn Runden
vor dem geplanten Stopp ein irres Übersteuern, das so schlimm war,
dass ich dachte, es wäre ein Platten. Nach dem Boxenstopp war das
Auto wieder gut und ich konnte bis zum Schluss attackieren. Das Team hat
dieses Wochenende wieder einen brillanten Job gemacht. Das Auto lief zuverlässig
und dafür möchte ich meinen Jungs danken."
Mika
Salo
"Die
Dinge sind heute wirklich gut gelaufen, das Auto war das ganze Wochenende
nie so angenehm zu fahren. Ich konnte viele Konkurrenten überholen,
musste aber früh reinkommen, weil ich einen platten Hinterreifen auswechseln
lassen wollte. Leider haben wir uns getäuscht, es war einer der Vorderreifen,
weil ich irgendein Teil berührt habe, und so musste ich gleich noch
einmal an die Box. Offenbar war ich in der Boxengasse zu schnell, denn
ich bekam eine Durchfahrstrafe. Es war zu dem Zeitpunkt sowieso schon vorbei
für mich, aber ein Bremsproblem hat es dann endgültig beendet.
Vielleicht hatte das auch etwas mit dem schleichenden Platten am Anfang
zu tun. Ich bin extrem enttäuscht."
Allan
McNish
"Ich
hatte am Start eine Berührung mit de la Rosa und danach war das Set-Up
meines Autos nicht mehr gut. Beim Boxenstopp haben außerdem die Schaltwippen
nicht funktioniert, also habe ich da weitere Zeit verloren. Dann habe ich
einen Fehler gemacht, ich drehte mich. Es war kein gutes Wochenende und
ich hoffe auf eine bessere Vorstellung in Deutschland."