Rubens
Barrichello
"Man
hat mich darum gebeten, Michael passieren zu lassen. Es war eine Teamentscheidung
und ich musste sie akzeptieren. Ich habe getan, was man mir gesagt hat,
obwohl es mir natürlich lieber gewesen wäre, den Befehl nicht
zu erhalten. Was heute passiert ist, beeinträchtigt meine Vorgehensweise
überhaupt nicht. Ich spüre, dass ich in einer tollen Zeit meines
Lebens bin und besser als je zuvor fahre. Meine Zeit kommt noch. Es würde
keinen Sinn machen, jetzt laut zu schimpfen oder sich zu beschweren. Im
Rennen hatten wir eine sensationelle Strategie, das Auto ist gut gelaufen,
Motor und Reifen haben super funktioniert. Ich habe nicht alles gegeben,
war vorsichtig - speziell während der Safety-Car-Phase. Den Siegespokal
möchte ich meiner Frau widmen, die heute Geburtstag hat, und natürlich
meiner Mutter zum Muttertag. Jetzt freue ich mich schon auf Monaco, denn
das ist wie ein zweites Heimrennen für mich."
David
Coulthard
"Ich
hatte ein interessantes Szenen mit viel Action. Gleich am Start ging ich
an Massa und Kimi vorbei und dann war es ziemlich ruhig, bis das Safety-Car
wegen Panis herauskam. Den Unfall zwischen Heidfeld und Sato habe ich gut
gesehen, denn Nick und ich fuhren Seite an Seite die Bremszone an und wir
bremsten beide hart. Es ist wirklich entscheidend, nach einer Safety-Car-Phase
auf die Bremsen aufzupassen, denn sie kühlen ab. Ich bin sehr erleichtert,
dass es Nick und Takuma gut geht. Dann hatte ich noch einen Zweikampf mit
Fisichella, der an mir vorbeigehen konnte, weil ich auf Öl ausrutschte.
Ich konnte an ihm dranbleiben, aber nicht mehr überholen."
Kimi
Raikkönen
"Ich
weiß nicht, wie das sein kann, aber der Motor hat auf einmal die
ganze Drehzahl verloren. Es ist sehr frustrierend, schon wieder auszufallen,
aber das Team arbeitet hart."
Ralf
Schumacher
"Es
war eigentlich alles perfekt - das Auto, der Motor, die Reifen und der
Boxenstopp. Von dieser Seite her kann ich mich nicht beschweren. Allerdings
glaube ich, dass ich ohne die Safety-Car-Phasen hätte Dritter werden
können. Durch das turbulente Rennen und die verschiedenen Strategien
ist es schwer einzuschätzen, wie groß der Vorsprung von Ferrari
hier letztlich war. Fest steht, wir müssen weiter hart arbeiten."
Juan
Pablo Montoya
"Die
Safety-Car-Phasen haben heute das Rennen entschieden und mir geholfen.
Ich habe beim Start etwas Zeit verloren, weil ich viel Benzin im Tank und
folglich ein schweres Auto hatte. Aber ich hatte mich entschieden, meinen
Boxenstopp so spät wie möglich zu machen und das hat sich ausgezahlt.
Auch die Entscheidung für die härteren Reifen war richtig. Sie
waren sehr konstant, ich konnte das komplette Rennen mit einem Satz fahren.
Bei dem Unfall zwischen Heidfeld und Sato hatte ich mächtig Glück,
mein Auto wurde ganz knapp verfehlt. Ich fuhr neben Sato auf der Innenbahn
als ich einen fürchterlichen Schlag hörte. Ich konnte nicht einmal
sehen, was passiert war."
Nick
Heidfeld
"Ich
legte einen fantastischen Start an beiden Williams vorbei hin und hielt
den dritten Platz die erste Runde hindurch. Nachdem sie mich wieder überholt
hatten, war ich komfortabel Fünfter. Nach der ersten Safety-Car-Phase
fuhren Coulthard und ich Rad an Rad den Berg zur Remus-Kurve hinauf. Da
war Rauch, weil sich Yoong vor mir verbremst hat. Daraufhin erschrak ich
und ich stieg zu hart auf die Bremse, die daraufhin blockierte, weil sie
noch kalt war. Ich habe die Kontrolle verloren und kann mich nur daran
erinnern, dass ich quer über das Gras geflogen bin. Ich bin sehr dankbar,
dass Takuma nichts passiert ist."
Felipe
Massa
"Raikkonen
hat mich in der ersten Kurve nach außen gedrängt und so büßte
ich drei Positionen ein, aber ich attackierte dennoch. In der siebenten
Runde brach dann in Kurve drei die Radaufhängung. Eines der Vorderräder
stand nach oben hin weg und ich fühlte, wie der Unterboden aufschlug,
also musste ich aufgeben."
Giancarlo
Fisichella
"Das
war ein sehr, sehr guter Tag für mich, denn mit Punkten hätte
ich nie und nimmer gerechnet. Am wichtigsten ist jedoch, dass Takuma nichts
Ernsteres zugestoßen ist. Mein Start war gut, aber am Anfang war
es kein einfaches Rennen. Als das Safety-Car auf die Strecke ging, timten
wir den Boxenstopp perfekt und tankten genügend Benzin nach, um durchfahren
zu können. Danach hatten wir eine gute Balance und Grip und ich habe
keine Fehler gemacht. Hinter dem McLaren konnte ich auf den Geraden nicht
mithalten, aber ich war in den Kurven schneller unterwegs. David erwischte
dann einen Ölfleck auf der Strecke und ich nützte diese Chance.
Es hat sich fantastisch angefühlt, über die Ziellinie zu fahren.
Danke dem Team für die tolle Strategie."
Jacques
Villeneuve
"Das
Auto war heute sehr schnell, außer am Ende, als sich der Defekt schon
abzeichnete. Wir haben uns für die Zwei-Stopp-Strategie entschieden,
weil es von meinem Startplatz aus am vernünftigsten war. In der ersten
Rennhälfte hat es gut funktioniert. Ich konnte viele Fahrzeuge überholen
und kam perfekt zum ersten Boxenstopp rein, während der ersten Safety-Car-Phase.
Leider haben wir durch den Penalty Zeit verloren. Die zweite Safety-Car-Phase
kam noch zu früh für den zweiten Boxenstopp. Am Ende haben wir
Hydraulikdruck verloren und dann ging der Motor in der letzten Runde ganz
kaputt. Das Rennen war für mich besser als der Rest des Wochenendes.
Ich wusste gar nicht mehr, was Rennfahren bedeutet, aber heute wurde ich
wieder daran erinnert."
Olivier
Panis
"Mein
Start war okay, aber wegen der hohen Spritmenge habe ich Boden eingebüßt.
Trotzdem war ich ziemlich zuversichtlich, denn ich wusste, ein Stopp ist
die richtige Strategie. Ab der dritten Runde fühlte sich das Auto
merkwürdig an. Ich habe trotzdem noch alles gegeben, aber dann ging
der Motor ein. Okay, ich bin enttäuscht, aber ich muss konzentriert
bleiben. An diesem Wochenende haben wir das Maximum aus dem Auto geholt.
Wir kamen mit dem Set-Up gut voran und ich erreichte einen guten Startplatz,
also müssen wir nur noch unsere Probleme überkommen. Ich bin
bereit für Monaco."
Jarno
Trulli
"Nach
einem guten Start hatte ich Glück, dass ich heil durch die ersten
zwei Kurven gekommen bin. Danach fuhr ich knapp hinter McNish und es lief
wunderbar. Dank der Strategie habe ich ein paar Positionen gutmachen können.
Ich konnte mit Fisichella und Coulthard fighten - und möchte fast
sagen, dass ich schneller war. Danach hatte ich leider keinen Benzindruck
mehr und ich musste aufgeben."
Jenson
Button
"Das
ist schon wieder ein enttäuschendes Ende eines Rennens für mich.
Das Auto hat sich den ganzen Tag über gut angefühlt, obwohl ich
ausgangs der zweiten Kurve immer ein bisschen Zeit liegen lassen habe.
Gegen Ende hin bin ich so nahe wie möglich an Coulthard rangefahren,
aber mehr konnte ich nicht tun."
Eddie
Irvine
"Das
Rennen war genauso actionreich, wie ich es erwartet hatte. Es freut mich,
dass Sato okay ist, denn der Unfall hätte auch anders ausgehen können.
Durch die ganzen Geschehnisse war ich einmal sogar Zehnter. Ermutigend.
Unsere Strategie war gut und sie hat auch mit den Safety-Car-Phasen funktioniert.
Beinahe hätten wir von all den Ereignissen profitiert und einmal gab
es sogar eine winzige Chance auf einen Punkt, aber in der 37. Runde hat
die Hydraulik den Geist aufgegeben. Eine Runde später musste ich aufgeben.
Sehr frustrierend."
Pedro
de la Rosa
"Ich
erwischte heute einen außergewöhnlich guten Start und war völlig
von den Socken, als ich in der zweiten Kurve plötzlich keinen Vortrieb
mehr hatte. Die Fahrer hinter mir waren darüber wohl nicht sehr glücklich,
denn die Situation hätte auch zu einem Unfall führen können.
Mehr habe ich nicht zu sagen. Ich hoffe, dass es Sato gut geht."
Heinz-Harald
Frentzen
"Bei
mir lief von Anfang an alles daneben. In die erste Kurve hinein hat mir
mein Teamkollege angeschoben, was mir nichts weiter ausgemacht hat, aber
in der nächsten Kurve knallte mir Villeneuve rein und ich musste ins
Kiesbett. Von da an war ich ständig am Aufholen, aber das Auto übersteuerte
das ganze Rennen hindurch. Ich bin sehr erleichtert, dass es Taku gut geht.
Den Unfall konnte ich zwar nicht sehen, aber beim Vorbeifahren erkannte
ich, dass es ein Riesencrash gewesen sein muss."
Enrique
Bernoldi
"Ich
hatte einen guten Start, fand dann aber keinen Platz mehr und fuhr dem
Auto vor mir leicht hinten rein. Das war anscheinend mein Teamkollege.
Die Strecke war am Anfang ziemlich rutschig und mit so vielen Autos in
einer so engen Kurve konnte ich nichts machen. Sehr schade, denn heute
hätte ich ein tolles Rennen hinlegen können."
Alex
Yoong
"Wir
waren heute mit dem weicheren Reifen unterwegs, hatten aber nicht ausreichend
Gelegenheit, die Sätze anzufahren. In den ersten drei Runden hatte
ich Untersteuern, das sich später in ein Übersteuern drehte.
Positiv gesehen war das Auto bis zum Motorschaden sehr zuverlässig
und ich glaube, dass eine gute Position möglich gewesen wäre.
Es ist immer enttäuschend, wenn man ausfällt, aber ich bin im
Kopf schon in Monaco."
Mark
Webber
"Das
war ein wirklich frustrierendes Rennen. Zuerst kam ich schon fast nicht
weg. Ich musste den Gang rausnehmen und wieder einlegen, war also schon
um Meilen an letzter Stelle. Bis zur ersten Safety-Car-Phase lief dann
alles glatt. Ich kämpfte mit Eddie und ein paar anderen Fahrzeugen,
aber durch das Safety-Car war ich hinter Barrichello und da entstand eine
gewisse Verwirrung über meine Position im Rennen. Nach dem zweiten
Safety-Car-Unfall dachten wir, wir lägen im Rennen gegen Salo, dabei
war er eine Runde voraus. Deswegen ließ ich ihn nicht überholen.
Ich habe mich geirrt und eine Strafe dafür bekommen. Ein verpatzter
Grand Prix. Trotzdem freue ich mich schon auf Monaco."
Mika
Salo
"Es
war ein gutes Rennen für mich bis zur Safety-Car-Phase, aber dann
haben wir leider meinen Boxenstopp falsch getimt. Ich denke, dass das die
Sachen sind, die wir in diesem Jahr eben lernen müssen. Später
wurde ich von einem überrundeten Fahrzeug aufgehalten und so verlor
ich den Anschluss zur Gruppe vor mir. Es ist aber sehr positiv, dass wir
wieder beide Autos im Ziel haben."
Allan
McNish
"Das
war ein recht starkes Rennen von uns. Am Start war viel los. Leider wurden
wir durch das Safety-Car negativer beeinflusst als die meisten anderen
Teams, aber nach den ersten paar konservativen Runden konnten wir recht
schnelle Rundenzeiten fahren. Es ist schön, wieder im Ziel zu sein."