Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher
"Ich begann mit dem T-Car, weil ich am Morgen ein Hydraulikproblem hatte, aber das war kein Thema, weil sowieso alle drei Autos gleich vorbereitet werden. Bei meinen Boxenstopps sind wir sehr vorsichtig gewesen, weil wir ja wussten, was Rubens für ein Problem beim Losfahren hatte. Das war sehr unglücklich für ihn. Immer, wenn es einen Defekt gab, war es bei Rubens, aber das wird nicht ewig so weitergehen. Im Qualifying waren wir eine Sekunde voran, aber wie es im Rennen aussehen würde, war ungewiss. Die Reifen waren im Qualifying besser als in Imola, blieben aber auch im Rennen konstant. Die Strecke passt zu unserem Auto und so konnten wir zeigen, was für einen guten Job die Ingenieure gemacht haben. Österreich könnte eng werden, auch wenn unser Paket gut ist. In Brasilien war es ja auch knapp, also warten wir ab. Gelangweilt war ich heute nicht, denn ich konnte mir den Kampf um Platz sechs anschauen. Das Team hat mir gesagt, ich soll an dem Paket nicht mehr vorbeigehen, also fuhr ich hinter ihnen her."

Rubens Barrichello
"Abgesehen vom Problem am Start war es ein sehr positives und konkurrenzfähiges Wochenende und es gab keinerlei Defekte. Als ich dann am Grid war, konnte ich den ersten Gang nicht einlegen. Ich war zwar jetzt sehr unglücklich und habe nur sechs Punkte, aber ich bin angesichts meiner Konkurrenzfähigkeit motivierter als je zuvor. Ich freue mich darauf, das Blatt in zwei Wochen in Österreich vielleicht zu drehen. Ein frustrierender Tag heute, aber so etwas kommt vor. Niemand hat ewig Pech."

David Coulthard
"Wenn man ein Rennen von Platz sieben aus in Angriff nimmt, ist das Podium recht weit weg, also muss ich zufrieden sein. Mit Jenson Button hatte ich einen guten Zweikampf und nach dem ersten Boxenstopp konnte ich an ihm vorbeigehen und Platz drei erobern. Eine Runde zuvor habe ich erkannt, dass sein Auto in schnellen Kurven untersteuert, also ging ich in Position, blieb nahe dran und saugte mich im Windschatten an ihn ran. Auch danach habe ich noch angegriffen und ich kam sogar Montoya näher, aber obwohl er den verpatzten Boxenstopp hatte, konnte ich ihn nicht einholen."

Kimi Raikkönen
"Ich weiß noch nicht, warum mein Heckflügel gebrochen ist, aber es passierte in der vierten Runde. Ich lag da an vierter Position. Mein Rennen war damit beendet, aber das Team muss jetzt das Problem untersuchen. Solche Dinge passieren nur selten, also mache ich mir keine großen Sorgen deswegen."

Ralf Schumacher
"Das war heute überhaupt nicht mein Tag. Erst habe ich selber Mist gebaut, was selten vorkommt und mich deshalb umso mehr ärgert, und zum Schluss gab es auch noch einen Defekt. In der Kurve kurz vorm Boxeneingang ist mir das Auto ausgebrochen und abseits der Strecke habe ich mir Teile unterm Auto abgerissen. Deshalb musste ich zur Box. Insgesamt hat wohl jede Abteilung von uns heute ein paar Hausaufgaben aufbekommen: Ich genauso wie BMW, Williams und Michelin."

Juan Pablo Montoya
"Es war ein schwieriges Rennen für uns. Wir haben das ganze Wochenende hier hart gekämpft und jetzt bin ich sehr froh, Zweiter geworden zu sein. Wir haben einen deutlichen Rückstand auf Ferrari. Bei meinem zweiten Boxenstopp hat mir unser Chefmechaniker das Signal zum Losfahren etwas zu früh gegeben. Weil der Tankvorgang noch nicht ganz abgeschlossen war, hat er dann versucht, mich aufzuhalten. Ich habe auch sofort gebremst, war ihm aber schon über den Fuß gefahren. Er ist okay. Wir hatten Glück, die Sache hätte schlimmer ausgehen können."

Nick Heidfeld
"Das war ein wirklich gutes Wochenende für mich. Wie auch letztes Jahr haben wir das Auto ständig verbessert und darüber bin ich happy. Der Start war gut, die Boxenstopps auch. Ich habe den Fight mit den Renaults sehr genossen. Wir waren schon das ganze Jahr her vom Speed dabei, aber erst jetzt haben wir auch die verdienten Punkte geholt. Das war ein hervorragendes Rennen ohne technische Probleme und mit einem sehr guten Set-Up. Ein großartiges Wochenende."

Felipe Massa
"Es ist großartig, in meinem erst fünften Grand Prix Fünfter zu werden. Ich gehe an alles langsam heran, weil mir noch Erfahrung fehlt, aber heute lief es wirklich wie geschmiert. Der Start von mir war gut und mit dem ersten Reifensatz fühlte sich das Auto super an. Als ich hinter Button fuhr, haben die Reifen ein bisschen eingebüßt, aber man kann sowieso nicht überholen hier, also konzentrierte ich mich eher auf Frentzen, der von hinten näher rankam. Einmal dachte ich schon, ich wäre an Button vorbei, aber er kam wieder zurück, als ich zur Seite schaute. Später gelang es mir dann doch. Frentzen machte mir dann auch keine Schwierigkeiten mehr. Es war ein fantastisches Rennen und ein tolles Geschenk zu meinem 21. Geburtstag."

Giancarlo Fisichella
"Das war kein guter Tag. Ich habe Hydraulikdruck verloren, weshalb ich die Gänge nicht mehr wechseln konnte. Ich bin sehr enttäuscht, denn aus verschiedenen Gründen kann ich die Rennen immer wieder nicht beenden. Außerdem fehlt es uns an Performance. Hoffentlich können wir uns bald verbessern."

Takuma Sato
"In den schnellen Kurven hat mein Auto stark untersteuert. Dagegen konnte ich nichts machen. Das ist sehr schade, denn im Warm-Up lief es gut und der Start war auch nicht schlecht."

Jacques Villeneuve
"Das Rennen lief gut, ich war konkurrenzfähiger als im Qualifying. Ich war zunächst ein bisschen wütend, denn Bernoldi hat mich ins Gras abgedrängt und dann habe ich viel Zeit hinter ihm verloren. Bis zum Boxenstopp war ich nicht sehr happy mit dem Auto, aber dann stellten wir eine Kleinigkeit um und es fühlte sich besser an. Leider lag ich schon zu weit zurück, als ich richtig pushen konnte. Insgesamt war es kein gutes Wochenende, aber Österreich müsste besser laufen."

Olivier Panis
"Es ist schade, dass wir heute eine gute Gelegenheit auf Punkte verpasst haben, aber ein Kompliment dem Team für eine gute Arbeit an diesem Wochenende. Mein Start war gut, genau wie die Boxenstopps und die Strategie. Nach dem ersten Boxenstopp kam ich vor Frentzen wieder auf die Strecke und ich konnte ihn bis zum Bruch des Auspuffs locker hinter mir halten. Zwar ist unsere Zuverlässigkeit schon viel besser, aber wir müssen weiter daran arbeiten. Wenn es Möglichkeiten wie heute gibt, müssen wir sie nutzen können. Ich freue mich auf den Test in Estoril und komme danach hungrig nach Resultaten nach Österreich."

Jarno Trulli
"Insgesamt kein schlechtes Rennen. Das Auto hat gut funktioniert und ich war zufrieden mit der Pace. Die Probleme waren zwar schon von Anfang an da, aber bis Mitte des Rennens hatte ich es im Griff. Danach wurde es immer schlimmer und schlimmer und am Ende konnte ich nichts mehr dagegen unternehmen. Es ist schade, aber ich bin guter Dinge für unsere Zukunft."

Jenson Button
"Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Das Auto war am Anfang nicht gerade fantastisch. In den schnellen Kurven hat es unter-, in den langsamen übersteuert. Bei den Boxenstopps konnten wir das nicht aussortieren und dann tauchten auch noch hydraulische Probleme auf. Die Lenkung war auch sehr schwergängig und am Ende kam es mir so vor, als hätte jemand einfach die Elektronik abgeschaltet. Von dem Zwischenfall mit Raikkonen habe ich nicht viel mitbekommen, denn ich hatte alle Hände voll zu tun, seinem Flügel auszuweichen."

Eddie Irvine
"Das Auto ist noch immer sehr schwierig zu fahren und wir müssen die Entwicklung vorantreiben, bis wir eine Lösung gefunden haben. Der R3 ist ein Auto, das wenig verzeiht, weshalb wir zu wenig Speed in die Kurven mitnehmen können. Auf einer Strecke wie Barcelona kann man sich das aber nicht leisten. Unsere neuen Aerodynamiker haben eine große Herausforderung vor sich, aber sie können zumindest auf den Windkanal zurückgreifen, weshalb ich mir bald eine Steigerung erwarte. Das heutige Rennen hat gezeigt, dass wir nicht schnell genug für die Punkte sind. Ich habe alles gegeben, aber am Ende war ich viel zu weit weg. Ein hydraulischer Defekt hat mich dann aus dem Rennen geworfen."

Pedro de la Rosa
"Ein sehr enttäuschender Weg, mein Wochenende hier in der Heimat zu beenden. Ich habe für die sechste Kurve angebremst, aber dann ist plötzlich das Heck ausgebrochen und ich konnte nichts mehr dagegen tun, steckte im Kiesbett fest. Ich kann jetzt noch nicht sagen, ob es mein Fehler war oder nicht. So oder so will ich diesen Spanien-GP schnell aus meinem Gedächtnis streichen. Es liegen ein paar frustrierende Wochen vor uns und uns bleibt nichts anderes übrig, als ab Silverstone mit der neuen Aerodynamik besser zu sein."

Heinz-Harald Frentzen
"Das war großartig. Das Team hat an diesem Wochenende fantastisch gearbeitet - sie verdienen diesen Punkt. Ich bin sogar zuversichtlich, dass dieses Auto noch besser sein kann, aber das Qualifying müssen wir noch unter die Lupe nehmen. Dafür haben wir schon etwas in Vorbereitung. Da schon das ganze Wochenende gut gelaufen ist, hatte ich für das Rennen ein positives Gefühl. Ich konnte voll attackieren und hatte auch gute Zweikämpfe, vor allem mit Massa. Zwar wollte ich ihn unbedingt überholen, aber das war zu schwierig. Ich glaube, es geht jetzt mit uns aufwärts. Der Druck, einen Punkt holen zu müssen, ist jetzt weg, aber ich will mehr."

Enrique Bernoldi
"Sehr schade, denn mein Auto ist heute sehr gut gelaufen. Ich musste mit einem Hydraulikleck aufgeben. Das Auto hat sich gut angefühlt, war das ganze Wochenende über konkurrenzfähig. Ich freue mich für das Team über den ersten Punkt. Es geht in die richtige Richtung."

Mika Salo
"Ich bin halbwegs zufrieden, obwohl ich einen unplanmäßigen Boxenstopp einlegen musste, weil ein Hinterreifen platzte. Das hat mein Rennen effektiv zerstört. Schade, denn das Auto fühlte sich gut an und die Zeiten waren respektabel. Hinter Ralf Schumacher, der irgendwelche Probleme hatte, büßte ich viel Zeit ein, aber nach seinem Ausfall habe ich den neunten Platz geerbt."

Allan McNish
"Von diesen Startpositionen aus war es eigentlich ein gutes Rennen für uns. Die Balance hat sich im Rennen ein wenig verändert, aber sie wurde eher besser als schlechter. Am besten ist, dass wir beide Autos ins Ziel gebracht haben, was für das Team sehr wichtig ist. Es freut mich sehr, zum zweiten Mal in dieser Saison ein Rennen beendet zu haben."