Michael
Schumacher
"Ich
habe heute ein paar gute Gründe, stolz zu sein. Letztes Jahr haben
wir hier versagt, aber jetzt konnten wir die Tifosi dafür entschädigen.
Für mich war es ein besonderes Rennen und es freut mich, dass es so
verlaufen ist. Es war richtig, Rory Byrne aufs Podium zu schicken. Er ist
einzigartig, sehr motiviert, eine herausragende Persönlichkeit. Ich
habe in meiner Karriere fast immer in irgendeiner Form mit ihm gearbeitet.
Dieser Sieg ist nicht nur sein Verdienst, sondern der des ganzen Teams,
aber er hat dieses Auto entworfen. Mit so einer Dominanz hätten wir
nicht gerechnet. Bridgestone hat einen sehr guten, sehr konstanten Reifen
gebaut, der zwar nicht allein verantwortlich für unseren Sieg war,
aber zumindest eine große Rolle spielte. Am Abend werden wir uns
sicher ein Gläschen Champagner genehmigen, aber für eine große
Party ist es noch zu früh. Wir müssen uns auf den nächsten
Grand Prix in Barcelona konzentrieren."
Rubens
Barrichello
"Ich
bin sehr glücklich über dieses Resultat, weil ich ja in den ersten
drei Rennen leer ausgegangen bin. Es ist ein wunderbares Gefühl, in
Italien einen Doppelsieg zu feiern. Das Auto war brillant, das beste Set-Up,
das ich je hatte. Ich kam am Start genauso gut weg wie Michael, aber der
Unterschied war einfach, dass ich auf der schmutzigeren Seite stand. Ich
habe eben dafür bezahlt, dass ich gestern nicht die Pole holen konnte.
Ralf kam besser weg und ich konnte die Tür nicht mehr zuschmeißen.
Das Problem mit Imola ist, dass man hier nicht überholen kann, aber
Gott sei Dank war meine letzte Runde vor dem ersten Stopp fantastisch und
so konnte ich an ihm vorbeigehen. Nach dem zweiten Boxenstopp, bei dem
wir übrigens ein Problem mit einem Hinterrad hatten, konnte ich mich
auf das Fahren konzentrieren. Einmal wurde ich von einem Jaguar fünf
Runden lang aufgehalten. In der Schlussphase konnte ich den Abstand zu
Michael mit eigenen Augen sehen, aber das Team hat mir gesagt, ich solle
es langsam angehen lassen, um den Motor zu schonen."
Ralf
Schumacher
"Ich
denke, wir haben das Beste aus unseren Möglichkeiten herausgeholt.
Wir hatten eine gute Strategie, ich hatte einen guten Start und konnte
mich bis zu den ersten Stopps ja auch vor Rubens Barrichello halten. Die
Boxenstopps waren sehr gut, Motor, Chassis und Reifen auch. Aber es hat
eben trotzdem nicht gereicht. Wir müssen uns weiter verbessern, wenn
wir eines der nächsten Rennen gewinnen wollen."
Juan
Pablo Montoya
"Ich
bin schon etwas enttäuscht, ich hatte mehr von diesem Rennen erwartet.
Aber heute war einfach nicht mehr drin, denn die Balance meines Autos hat
nicht gestimmt. Das Auto war im Warm-Up recht gut. Dann entschlossen wir
uns, noch kleinere Änderungen vorzunehmen, die sich leider nicht wunschgemäß
ausgewirkt haben."
David
Coulthard
"Ich
habe im Rennen Grip vermisst. Am Anfang hat das Auto schrecklich untersteuert,
was eine Weile anhielt, und dann wurde plötzlich das Heck lose. Für
das Rennen haben wir die Flügel etwas steiler gestellt, um mehr Grip
zu haben, aber es hat nichts gebracht. Ich habe das Maximum aus dem Auto
geholt."
Kimi
Raikkönen
"Ein
langweiliges Rennen aus meiner Sicht. Das Handling war ganz okay, aber
uns fehlt der Speed, um nach vorne zu schnuppern. Das Team hat mir empfohlen,
an die Box zu kommen und aufzugeben, weil der Auspuff gebrochen ist. Sie
haben dann heiße Gase bei der Radaufhängung festgestellt. Wir
werden weiterhin hart daran arbeiten, das Paket zu verbessern. Hoffentlich
kommen die Resultate bald."
Giancarlo
Fisichella
"Mein
Start war sehr gut, aber dann hat Frentzen vor mir die Tür zugemacht,
ich musste ins Gras ausweichen und habe viele Plätze verloren. Danach
bin ich einfach mein Rennen gefahren, ich konnte Irvine überholen,
aber dann ging nichts mehr. Es sieht so aus, als sei die Hydraulik eingegangen.
Vielleicht ist es wieder dasselbe Problem wie gestern im Qualifying."
Takuma
Sato
"Ein
enttäuschendes Ende. In der vierten Runde tauchte plötzlich ein
Getriebeproblem auf. Konkret konnte ich keinen anderen Gang als den ersten
mehr einlegen. Ich schaffte es noch zurück in die Box, wo meine Crew
die Elektrik zurückstellte, aber gleich draußen auf der Strecke
war wieder alles wie vor dem Stopp."
Jarno
Trulli
"Mein
Start war an und für sich sehr gut, aber die beiden Autos vor mir
- Montoya und Raikkonen - haben mich aufgehalten, weshalb mich Coulthard
beim Anbremsen der ersten Schikane überholen konnte. Während
der ersten fünf Runden war ich sehr konkurrenzfähig, aber dann
wurde das Auto immer langsamer, was mit den hohen Getriebetemperaturen
zu tun haben könnte. Ich bin wieder einmal sehr enttäuscht, aber
zumindest konnte ich das Rennen beenden. Das ist ein Fortschritt."
Jenson
Button
"Fantastisch!
Ich bin sehr, sehr happy mit dem heutigen Resultat. Das Auto war extrem
konstant, ich konnte das ganze Rennen hindurch voll attackieren. Es ist
sehr zufriedenstellend, einen McLaren im direkten Duell geschlagen zu haben.
Das war definitiv meine beste Leistung in dieser Saison."
Jacques
Villeneuve
"Wir
hatten ein gutes Wochenende und ich habe im Rennen hart gekämpft.
Die Strecke und die Reifen sind uns entgegengekommen, daher ist es enttäuschend,
dass wir nicht mit einem Punkt belohnt wurden."
Olivier
Panis
"Obwohl
es das ganze Wochenende über halbwegs gut lief, bekamen wir die Balance
nie ideal hin. Daran haben wir zu arbeiten. Ich hatte gehofft, ins Ziel
zu kommen, um dem Team wertvolle Daten zu bescheren, aber ein Problem mit
dem Gaspedal hat den Motor abgewürgt.""
Mika
Salo
"Früh
im Rennen hat sich schon meine Traktionskontrolle verabschiedet und nach
dem Boxenstopp habe ich den vierten Gang verloren. Das ist mein erster
Ausfall in diesem Jahr, aber wir hatten sowieso das ganze Wochenende über
Probleme mit dem Handling. Die Michelin-Reifen waren gut, aber wir konnten
nicht das Maximum aus ihnen holen. Jetzt testen wir in Mugello. Dort gibt
es viel zu tun."
Allan
McNish
"Gleich
nach dem Start habe ich den Antrieb verloren und ich kam nicht mehr voran.
Ich hatte keine Wahl, musste zur Seite fahren und hatte Glück, dass
ich mit niemandem kollidiert bin. Das ist das erste Mal, dass wir solche
Probleme hatten. Bisher war unsere Zuverlässigkeit gut."
Nick
Heidfeld
"Es
gab offensichtlich ein Missverständnis zwischen mir und dem Team,
denn ich dachte, sie hätten mich am Funk an die Box beordert, aber
das war nicht der Fall. Als ich reinkam, waren sie natürlich nicht
bereit. Deswegen musste ich drei Runden später wieder an die Box fahren.
Irgendwann habe ich anscheinend auch noch das Speed-Limit in der Boxengasse
überschritten und deswegen bekam ich eine Drive-Through-Strafe. Das
hat mich alles sehr geärgert, denn in den ersten Runden war ich schneller
als die beiden Renaults, nur leider übersteuerte mein Auto. Mit weniger
Sprit wurde es besser, aber was soll man machen, wenn man viermal an der
Box steht? Insgesamt ein frustrierender Nachmittag."
Felipe
Massa
"Ich
bin das ganze Rennen über am Limit gefahren und mit Platz acht kann
ich leben, aber nach all der Anstrengung hätte ich mich über
einen Punkt nicht beklagt. Am Anfang konnte ich locker mit Nick und den
Renaults mithalten und wir haben da ein bisschen Zeit liegen lassen. Später
hat mir meine Crew gesagt, dass ich Trulli vielleicht überholen könnte.
Als ich hinter ihm war, habe ich einfach mein Herz in die Hand genommen
und es versucht. Es hat funktioniert und ich bin halbwegs zufrieden."
Heinz-Harald
Frentzen
"Ich
hatte eine ziemlich schwierige Anfangsphase. Als ich meine Position gegen
Fisichella verteidigen wollte, schlüpfte irgendwie sein Teamkollege
Sato durch. Zumindest konnte ich in der nächsten Runde wieder an ihm
vorbeigehen. Das Auto hat sich ganz gut angefühlt, doch ein paar Runden
vor meinem ersten Boxenstopp habe ich Leistung verloren. Nächste Woche
in Silverstone haben wir viel zu tun."
Enrique
Bernoldi
"Ich
bin die Rivazza angefahren, bremste wie immer, aber dann konnte ich nicht
mehr beschleunigen und ich musste den Wagen abstellen. Das ist sehr schade,
denn ich habe das heutige Rennen sehr genossen."
Eddie
Irvine
"Das
war gewiss nicht unser bestes Wochenende. Mir war klar, dass wir hier nicht
gut aussehen würden, weil Imola meistens relativ kühl ist, aber
angesichts unserer bisherigen Zuverlässigkeit hätte ich mit dem
Ausfall nicht gerechnet. Es ist schwer genug, vom 18. Startplatz aus loszufahren,
aber ich habe alles gegeben, um ein paar Positionen aufzuholen. Wir sind
einfach nicht gut genug. Uns bleibt nichts Anderes übrig, wir müssen
hart arbeiten und versuchen, den Windkanal optimal zu nutzen. Die Herausforderung
ist es, das Potential des R3 aufzudecken."
Pedro
de la Rosa
"Über
den Ausfall bin ich schon enttäuscht, obwohl mit einem zähen
Rennen zu rechnen war. Unsere Standfestigkeit war ja bis jetzt ganz okay,
daher ist es sehr enttäuschend, mit einem mechanischen Defekt auszuscheiden.
Naja, ich habe ja die ersten drei Rennen beendet. Irgendwann musste es
passieren. Aerodynamisch liegt jede Menge Arbeit vor uns. Heute war es
zwar wärmer als an den anderen Tagen, aber die Pace ist noch immer
nicht gekommen. Wegen unserer Probleme bekommen wir die Reifen nicht auf
Temperatur. Auf einem technisch so anspruchsvollen Kurs wie Imola werden
unsere Probleme eben gnadenlos aufgedeckt."
wird
noch erweitert...