Michael
Schumacher (1.)
"Das
war kein Glück, sondern wir haben hart dafür gearbeitet. Auto,
Motor und die Reifen von Bridgestone haben super funktioniert. Ich mag
diese Strecke, denn sie ist technisch anspruchsvoll und eine echte Herausforderung.
Die ersten beiden Kurven waren aufregend. Juan Pablo hat sehr spät
gebremst und er musste von der Ideallinie weg, also wartete ich die zweite
Kurve ab. Was dann passiert ist, weiß ich nicht. Ich bin nach innen
gegangen, um ihm außen Platz zu lassen, aber dann fiel er plötzlich
zurück. Am Ende war es nicht so schwierig, Ralf hinter mir zu lassen.
Ich musste nur in der letzten Kurve alles geben, denn die Gerade danach
ist hier die einzige Überholmöglichkeit. Es hätte keinen
Sinn gemacht, in anderen Bereichen der Strecke zu pushen, also habe ich
es bleiben lassen. Ich bin jetzt sehr zuversichtlich, denn wir sind offensichtlich
konkurrenzfähig auf Kursen, die uns letztes Jahr nicht so gelegen
sind."
Rubens
Barrichello (out)
"Ich
habe eine andere Strategie als Michael gewählt, denn aus der vierten
Reihe hatten wir keine andere Wahl als ein bisschen Risiko. Alles lief
gut, ich ging sogar in Führung und hätte sicher auf das Podium
fahren können. Leider entwickelte das Auto dann einen Defekt in der
Hydraulik und da musste ich aufgeben. Der F2001 war herausragend und ich
wollte ihm wirklich ein gebührendes Resultat zum Abschluss schenken.
Obwohl ich noch immer keine Punkte habe, bin ich zuversichtlich, denn ich
kenne meine Fähigkeiten. Das Publikum war heute außergewöhnlich.
Schade, dass ich ihnen auf meinem Weg zurück in die Box zuwinken musste
- ich hätte es lieber am Ende des Rennens getan. Dass Michael gewonnen
hat, ist ein gutes Zeichen für den Rest der Saison mit dem neuen Auto."
Ralf
Schumacher (2.)
"Der
Zweikampf mit meinem Bruder war sehr intensiv. Anfangs war ich nicht allzu
glücklich mit der Abstimmung meines Autos, deshalb haben wir beim
Tankstopp die Aerodynamikeinstellung etwas verändert. Danach lag mein
Auto erheblich besser, und auch der zweite Reifensatz funktionierte besser.
Ich konnte zu Michael aufschließen, aber zum Überholen hat es
nicht gereicht, das hatte auch mit überrundeten Autos zu tun. Ich
hoffte, Michael würde irgendwann einen Fehler machen, einmal etwas
zu spät bremsen, so dass ich an ihm vorbeikommen könnte. Aber
den Gefallen hat er mir nicht getan.. Alles in allem hatten wir hier ein
erfolgreiches Wochenende, und ich möchte dem Team für eine exzellente
Arbeit danken."
Juan
Pablo Montoya (5.)
"Ich
bin wirklich enttäuscht über den Verlauf des Rennens. Auch, wenn
ich am Ende noch zwei Punkte geholt habe. Ich hatte die Pole-Position,
bin die schnellste Rennrunde gefahren, es wäre mein Rennen gewesen.
Nach dem Start habe ich in der ersten Kurve einen Fehler gemacht, so dass
Michael vorbeiziehen konnte. Anschließend wollte ich ihn wieder überholen,
doch er fuhr mir vor das Auto und riss dabei meinen Frontflügel ab.
Noch einmal: Ich bin tief enttäuscht."
David
Coulthard (3.)
"Schön,
wieder auf dem Podium zu stehen. Ich hatte ein hartes Rennen, denn die
Renaults gingen am Start an mir vorbei und dann steckte ich 43 Runden hinter
ihnen fest. Button konnte ich überholen, weil er in der letzten Kurve
einen Fehler gemacht hat. Dann kam ich in seinen Windschatten. Bei Trulli
musste ich die Boxenstopps abwarten. Als ich wieder freie Fahrt hatte,
war der Speed da, aber es war zu spät. Jetzt kann ich den Europaauftakt
kaum noch erwarten."
Kimi
Raikkönen (out)
"Es
ist zu dumm, dass ich nicht ins Ziel gekommen bin. Wie David wurde ich
sehr lange von den Renaults aufgehalten, aber Button konnte ich nach 40
Runden oder so überholen. Dann war ich lange Vierter, bis es ein Problem
an der Vorderachse gab und ich abflog."
Jenson
Button (4.)
"Ein
großes Dankeschön dem Team, es ist wunderbar, vor einem Williams
zu sein. Das Auto war im ersten Stint schwierig zu fahren, also haben wir
die Flügel flacher gestellt und angefahrene Reifen verwendet. Danach
war das Set-Up perfekt und ich konnte Montoya hinter mir halten."
Jarno
Trulli (out)
"Ich
bin sehr enttäuscht, denn man Start war super und ich lag von Anfang
an auf Position vier. Ich konnte mich gut vor Coulthard halten, aber bei
den Boxenstopps haben mich beide McLarens überholt. Nach Raikkonens
Ausfall lag ich easy an vierter Stelle, bis sich der Motor verabschiedet
hat. Was kann man dazu schon sagen?"
Mika
Salo (6.)
"Ich
bin sehr happy mit diesem Punkt, das ist ein großartiges Resultat
für das Team. Das Rennen war anstrengend, aber ich hatte keine echten
Probleme. Was soll ich sagen? Mit Glück hatte das nichts zu tun, denn
unser Auto ist zuverlässig und es läuft gut. Wir verdienen das.
Das Auto ist noch auf dem Stand von Australien. Für Imola haben wir
neue Teile im Talon und ich erhoffe mir davon eine Steigerung."
Allan
McNish (out)
"Ich
hatte einen sehr guten Start und schnupperte nach vorne, bis Montoya Schumacher
reingeknallt ist. Ich war hinter Mika, als es passiert ist. Er wich aus,
aber ich fuhr in Montoyas Frontflügel rein, der mitten auf der Strecke
lag. Meine Nase war beschädigt und ich hatte platte Vorderreifen,
also musste ich an die Box kommen. Das Handling wurde dann immer schlimmer,
bis ich mich schlussendlich gedreht habe."
Eddie
Irvine (7.)
"In
Interlagos wird man normalerweise immer irgendwie belohnt, wenn man ins
Ziel kommt. Wir haben zwar keine Punkte geholt, aber ich bin sehr zufrieden
mit diesem Wochenende. Über den R3 haben wir viel gelernt und wir
sehen wieder Potential, auch wenn er heute manchmal schwer auf der Strecke
zu halten war. Sicher haben die Reifen an diesem Wochenende ihren Beitrag
zu unserer Steigerung geleistet, aber man muss auch dem Team gratulieren.
Wir haben nun in einem Bereich einen Schritt nach vorne gemacht und müssen
uns nun die nächsten Teile vornehmen."
Pedro
de la Rosa (8.)
"Die
Ausfallsrate war heute zwar ziemlich hoch, aber für mich war es ein
langweiliges Rennen und ich hätte nichts dazu beitragen können,
doch weiter nach vorne zu kommen. Nach dem Boxenstopp waren die Reifen
nicht besonders, das legte sich erst in der allerletzten Runde. Trotzdem
haben wir bewiesen, ein zuverlässiges Auto zu haben, das von Rennen
zu Rennen besser wird. Die Entscheidung, weiter auf den R3 zu setzen, war
richtig. Jetzt kommt ein wichtiger Test in Valencia. Wenn man sich an Melbourne
erinnert, sind wir sicher auf dem richtigen Weg."
Takuma
Sato (9.)
"Ich
habe dieses Rennen wirklich genossen, es hat Spaß gemacht. Ich wurde
ein wenig eingequetscht, als Montoya den Zwischenfall in der ersten Runde
hatte, aber danach konnte ich vier Autos überholen und die Zwei-Stopp-Strategie
ist voll aufgegangen. Das war aufregend."
Giancarlo
Fisischella (out)
"Der
Start war aufregend. Vor mir lag irgendein Wrackteil aus Karbonfieber.
Es war ziemlich groß, aber ich habe es gerammt. Deshalb musste ich
an die Box kommen, um einen neuen Frontflügel abzuholen. Ein paar
Runden später hat dann der Motor den Geist aufgegeben. Das ist die
Geschichte meines Rennens."
Mark
Webber (11.)
"Wegen
der Strategie war unser Auto am Anfang zu schwer und dann gab es auch noch
ein Problem beim Betanken. Die Balance war auf dem zweiten Satz Reifen
viel besser, aber dann touchierte ich Massa und ich musste ihn wechseln
lassen. Das war ein unplanmäßiger Stopp und dann musste ich
wegen dem Benzinproblem fünf Runden vor Schluss noch einmal rein.
Das war für mich ein wichtiger Grand Prix, denn ich habe viel daraus
gelernt."
Alex
Yoong (13.)
"Ich
bin froh, ins Ziel gekommen zu sein. Das war mit Abstand das schwierigste
Autorennen meiner Karriere. Ich kann es kaum noch erwarten, ab Barcelona
endlich eine Servolenkung zu haben, denn die letzten 20 Runden waren extrem
anstrengend. Das Team hat einen guten Job gemacht und die Standfestigkeit
war zufriedenstellend. Gut ist auch, dass sich das Handling vom Start bis
zur Zielflagge nicht geändert hat."
Heinz-Harald
Frentzen (out)
"Sehr
schade, denn es war ein aufregendes Rennen für mich. Unsere Rennabstimmung
war gut und ich hatte da draußen jede Menge Spaß. Ein paar
Runden vor meinem Boxenstopp fühlte sich dann das Heck komisch an,
also bin ich etwas früher als geplant reingekommen. Es stellte sich
heraus, dass es das gleiche Problem wie bei Enrique war, also haben wir
aufgegeben."
Enrique
Bernoldi (out)
"Das
war ein beschissener Tag. Zuerst hatte ich diesen Unfall am Morgen und
dann so viel Drama im Rennen. Nach dem schwierigen Qualifying konnten wir
zumindest zeigen, dass der Speed im Rennen da ist. Schade, dass mein Heimrennen
so enden musste, denn der Start war nicht schlecht."
Nick
Heidfeld (out)
"Der
Start war sehr in Ordnung und am Anfang fuhr sich das Auto gut, aber dann
hatte ich wohl einen sich langsam anbahnenden Platten, denn Salo kam mir
immer näher. Ich hatte ihn unter Kontrolle und nach dem ersten Stopp
hielt ich ihn sicher hinter mir. Nach ein paar weiteren Runden traten Vibrationen
auf, ich musste an die Box und dann aufgeben. Es ist enttäuschend,
denn Platz sechs wäre möglich gewesen."
Felipe
Massa (out)
"Mein
Start war hervorragend und ich konnte am Anfang gut mit Nick mithalten,
aber dann wurde das Untersteuern wieder ein bisschen schlimmer. Mit Villeneuve
und Frentzen hatte ich tolle Fights, aber Webber hat mich später gerammt."
Jacques
Villeneuve (out)
"Das
Auto war im Rennen besser als gestern. Beim Boxenstopp hatte ich ein Problem
mit dem ersten Gang, das mich um die fünf Sekunden kostete. Die Balance
war nicht schlecht, aber wir haben nicht den Speed. Ich habe alles gegeben,
aber ich konnte nicht mehr rausholen. Gegen Ende hin setzte der Motor manchmal
aus und eine Runde vor Schluss ist er ganz eingegangen."
Olivier
Panis (out)
"Wir
dachten, die Zuverlässigkeit im Griff zu haben, aber heute hatte ich
einen Getriebedefekt. Daran müssen wir wirklich hart arbeiten, denn
sonst ist gar nicht an eine Verbesserung zu denken. Wenn wir Rennen beenden,
können wir wenigstens von Ausfällen anderer profitieren. Ich
habe keines der ersten drei Rennen beendet, aber diese Pechsträhne
wird wieder aufhören."